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Kriegstagebuch 24. Januar 1942


Pferdefuhrwerke im tiefen Schnee Russland
Deutsche Soldaten bringen mit Pferdefuhrwerken Nachschub durch den tiefen Schnee nach vorne.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 24. Januar 1942:

Ostfront


Südabschnitt: Barwenkowo, südöstlich von Charkow, wird durch die Russen zurückerobert.

Seekrieg

Niederländisch-Ostindien: Die Japaner landen bei Balikpapan (Borneo) und Kendari (Celebes).

Luftkrieg

Pazifik: Die australische Luftwaffe RAAF bombardiert in der Nacht vom 24. auf den 25. Januar Rabaul. Holländische Bomber und amerikanische B-17 Fliegende festung greifen japanische Schiffe bei Balikpapan an (Wiederholung am 25. Januar sowie 1. und 2. Februar).

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Im Blickpunkt:
  • 3D-Modell Iljuschin Il-2M3 Stormowik.

    Sowjetisches Erdkampfflugzeug und Schlachtflugzeug Iljuschin Il-2M3 Stormowik, meist gebautes Flugzeug im 2. Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Iljuschin Il-2 Stormowik Typ: Erdkampfflugzeug und Schlachtflugzeug. Geschichte Die Stormowik ‘ist für die Rote Armee zumindest genauso wichtig, wie Sauerstoff und Brot’ nach den Worten Josef Stalins aus dem Jahr 1941. Dies beschreibt zutreffend eines der effektivsten Flugzeuge, welche von der sowjetischen Luftfahrtindustrie während des Zweiten Weltkriegs ausgeliefert wurde. Die Iljuschin Il-2 Stormowik war ein wahrhaftiger ‘fliegender Panzer’, welcher sich als eines der besten Erdkampfflugzeuge des Krieges herausstellte. Mehr als 36.000 wurden in verschiedenen Versionen hergestellt, davon während des Zweiten Weltkriegs etwa 35.000, wobei drei Fabriken monatlich 1.200 Il-2 produzierten. Zusammen mit der Il-10 dürfte die Gesamtzahl bei rund 42.330 Stormwiks liegen. Insbesondere in der Zweisitzer-Version hatte die Stormowik große Ähnlichkeit mit der britischen Fairey Battle. Beide Flugzeuge waren gleich in Form, Größe und allgemeinen Eigenschaften. Doch während die untermotorisierte und schlecht bewaffnete Fairey Battle der RAF eine tödliche Mausefalle war, wurde die Stormowik in der größten Serie der militärischen Luftfahrtgeschichte gebaut. Die Karriere der Stormowik, wie die Il-2 und ihre direkten Nachfolger bekannt wurden, setzte sich auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg fort, als die Il-10 an die sowjetischen Satelliten-Staaten Ungarn, Rumänien, China, Nordkorea, Albanien, Tschechoslowakei, Bulgarien und die ostdeutsche DDR abgegeben wurde und auch im Korea-Krieg zum Einsatz kamen. Die Entwicklung der Stormowik begann 1938 durch Sergei Iljuschin und seiner Mitarbeiter als Antwort auf eine Spezifikationen-Ausschreibung, welche einen einmotorigen Eindecker für den Bodenangriff und taktische Bombardierungen forderte. Die gleichen Anforderungen wurden auch an Pavel Suchow gestellt, welcher die eher mäßige Su-2 baute. Die erste Sturmowik erschien im Frühjahr 1939 unter der Bezeichnung TsKB-55. Die Flugerprobung war nicht herausragend, da der Motor nicht kraftvoll genug war und es auch eine längsläufige Instabilität gab. Testpilot Wladimir Kokkinaki hielt den Prototyp für untermotorisiert. So dauerte es bis zur Entwicklung des dritten Prototyps, welcher erstmals im Oktober 1940 flog, dass die Il-2 angenommen wurde. Anschließend ging die Stormwoik sofort in die Serienproduktion. Der am meisten eigentümliche Gesichtspunkt der Il-2 war der Umstand, dass das gesamte Vorderteil des Flugzeuges, angefangen vom Motor bis zum Cockpit, durch eine einzige Panzerschale geschützt war, welche auch strukturelle Eigenschaften hatte. Diese Lösung ergab einen maximalen Schutz für den Motor, die wesentlichen Teile und der Besatzung. Diese Konstruktion war auch erheblich leichter als die traditionelle Verarbeitung mit Panzerplatten. Sogar die Beplankung des Prototyps der Stormowik – der BSh-2 – bestand in allen wichtigen Teilen aus Stahlplatten mit einem Gewicht von mehr als 700 kg, was etwa 15 Prozent des Gesamtgewichts ausmachte. Der Stahlpanzer der Il-2 variierte in der Dicke von durchschnittlich 4 bis 8 mm bis zu 13 mm am Rumpfheck. Es befand sich auch Duraluminium-Panzerung mit 5 mm Dicke auf den nach oben zeigenden Oberflächen und die Kabinenhaube hatte kugelsichere Folien und eine 65 mm dicke Frontscheibe. Der Rumpf war konventionell aufgebaut, welcher ursprünglich aus Holz und später aus Metall hergestellt wurde. Die ersten Stormowiks wurden im Sommer 1941 in Dienst gestellt und stellten sich angeblich als extrem effektiv gegen feindliche Panzer heraus. Die einsitzige Il-2 hatte genügend Treibstoff und eine schwere Bewaffnung, zu der erstmals auch wirksame Luft-Boden-Raketen gehörten. Als jedoch bessere deutsche Panzertypen auf dem Schlachtfeld erschienen, wurde es aber notwendig, die offensive und defensive Bewaffnung der Il-2 zu verbessern. Im Juli 1942 erschien deshalb die Il-2M3 mit einem stärkeren AM-38F-Motor, einer besseren Bewaffnung bestehend aus zwei 23-mm-Maschinenkanonen plus drei Maschinengewehren, sowie einem zweiten Besatzungsmitglied, welches das Heck-MG bediente. Diese Version wurde zur zahlreichsten Variante und die Il-2M3 nahm an jeder größeren Operation an der Ostfront teil und zeichnete sich angeblich insbesondere während der Schlacht von Kursk im Sommer 1943 aus, wo Stormowiks große deutsche Panzerverbände angriffen. Tag und Nacht waren die Il-2 über der Ostfront im Einsatz, entweder zu zweit im Tiefflug oder in Gruppen zu zehn in 300 Meter Höhe mit Jagdschutz im Einsatz und schossen so manche Bf 109 ab. Mit neuen Kanonen und Spezialbomben bekämpften sie die stark gepanzerten PzKpfw V Panther und PzKpfw VI Tiger. Kein anderes Flugzeug soll so einen so großen Einfluß auf den Bodenkampf gehabt haben. Il-10 Im Angesicht der Einsatzerfahrungen mit der Iljuschin Il-2 wurde entschieden, ein neues Erdkampfflugzeug zu entwickeln, wobei verschiedene Modifikationen und Verbesserungen berücksichtigt werden sollten. Entworfen durch Sergei Iljuschin war der Prototyp im Sommer 1944 fertig. Wenn das Flugzeug seinem Vorgänger auch vordergründig ähnlich war, wurden doch reichhaltig Modifikationen bei Motor, Fahrgestell, Bewaffnung und bei der Aerodynamik vorgenommen. Der neue Motor war der 2.000 PS starke Mikulin AM-42, die Maschinenkanonen der Il-2 wurden durch drei 20-mm-Kanonen ersetzt und die Panzerung wurden in Dicke und Umfang erweitert. Die Ergebnisse von Probeflügen waren so ermutigend, dass das Flugzeug umgehend ab Oktober 1944 in die Produktion genommen wurde. Ab Februar 1945 war die Il-10 im Fronteinsatz und bis Kriegsende im Mai waren sie neben der Il-2 weit verbreitet. Die Il-10 blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg in Produktion und blieb bis in 1950er Jahre bei verschiedenen Luftstreitkräften des Warschauer Paktes in Dienst und wurde auch während des Korea-Krieges eingesetzt. Betrachtung der Leistung der Stormowik im 2. Weltkrieg Entsprechend der sowjetischen Nachkriegsliteratur und westlichen Werken, welche sich darauf beziehen, war die Iljuschin Il-2 Stormowik das ‘erfolgreichste’ Erdkampfflugzeug des Zweiten Weltkriegs. Wenn ‘erfolgreich’ jedoch daran gemessen wird, welches Flugzeug das meiste feindliche Material – also einschließlich Panzer, Schiffe, Kanonen, Fahrzeuge, Bunker, Feldstellungen usw – im Verhältnis zu seiner vorhandenen Stückzahl und Verlusten zerstört hat, dann ist allerdings die deutsche Ju 87 Stuka in jeder möglichen Anordnung das erfolgreichste Erdkampfflugzeug gewesen. Für die Il-2 Stormowik, mit 36.136 Stück zahlreichstes während des Zweiten Weltkriegs gebautes Flugzeug, wurde von den Sowjets eine angeblich hohe Anzahl vernichteter deutscher Panzer zugeschrieben. So werden für die Schlacht von Kursk mehrere hundert zerstörter deutscher Panzer durch Il-2 angegeben. Am 7. Juli 1943 sollen innerhalb von 20 Minuten durch Stormowiks 70 Panzer der deutschen 9. Panzer-Division zerstört worden sein. Allerdings verfügte die 9. Panzer-Division bei Beginn der Schlacht am 1. Juli nur über ein Panzer-Bataillon (II./PzReg 33) mit 83 Panzern und Sturmgeschützen aller Typen. mehr …

  • Flugzeugträger Shinano

    Japanischer Riesen-Flugzeugträger Shinano, Projekte Unryu-Klasse und Ibuki Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Shinano Typ: Flugzeugträger. Geschichte Flugzeugträger Shinano: Die frühen Kampfhandlungen zur See im Pazifik-Krieg zeigten sehr schnell die Überlegenheit der Flugzeuge gegenüber dem schweren Schiffsgeschütz. Ein unmittelbares Ergebnis dieser Ereignisse war die Einstellung aller Arbeiten an Schlachtschiffen in Japan. Dies betraf auch den Bau von Schlachtschiffen der Yamato-Klasse, von denen eines Mitte 1942 und ein weiteres fast fertig war. Es befand sich noch ein drittes Schiff der Klasse im Bau, von dem erst der Rumpf fast vollständig fertig war. Dieses dritte Schiff, Shinano, bot sich nach den schweren Verlusten in der Seeschlacht bei den Midway-Inseln als Plattform für einen Flugzeugträger an und wäre außerdem hervorragend gepanzert. Zudem würde das Schiff über ein erhebliches Ladevolumen verfügen, wodurch große Mengen an Kraftstoff und Kampfmittel mitgeführt werden könnten. Diese Fähigkeit führte zu der Idee, Shinano als Versorgungsschiff für Kampfverbände auszulegen, das die anderen Flugzeugträger mit Treibstoff, Munition und auch Reserve-Flugzeugen versorgen könnte. Der Flugzeugträger-Kampfverband könnte dann wesentlich länger in See bleiben. Der Schiffskörper des ursprünglichen Schlachtschiffes wurde im Großen und Ganzen zusammen mit dem hervorragenden Panzerschutz beibehalten. Lediglich der Panzergürtel wurde von 398 mm auf 205 mm reduziert, mit Ausnahme um die Magazine, wo er seine ursprüngliche Stärke behielt. Der wichtigste horizontale Schutz bestand aus einem 190 mm dicken Panzerdeck. Der Hangar war ein einziger 168 Meter langer Raum, unterteilt mit Rolltoren. Es gab zwei Aufzüge, die Flugzeuge auf das mit 80 mm gepanzerte Flugdeck bringen sollten. Der Kommandoturm an Steuerbord war ähnlich den Flugzeugträgern der Hiyo-Klasse, aber erheblich größer. Radargeräte der Typen 13 und 22 wurden eingebaut. Shinano sollte mit einer eigenen Gruppe von 40 bis 50 Flugzeugen, untergebracht im vorderen Teil des Hangars, ausgerüstet werden. Der Großteil der Kapazität sollte aber aus Ersatzmaschinen für andere Flugzeugträger oder vorgeschobene Landbasen bestehen. Das Schiff wurde jedoch niemals eingesetzt. Während der Fahrt nach Kure für die Endausrüstung und Seeerprobung wurde der Flugzeugträger Shinano am 29. November 1944 von vier Torpedos des amerikanischen U-Bootes Archersfish getroffen. Da noch nicht alle Pumpen und Schotte vollständig installiert waren und die Besatzung noch mit ihrem Schiff unvertraut war, sank der Träger, nachdem der Maschinenraum und die nahezu leeren Treibstoffbunker überflutet waren, sieben Stunden später. Shinano war bis zur USS Forrestal (1954) der größte Flugzeuträger der bis zum 2. Weltkrieg und danach gebaut wurde. Animation 3D-Modell Flugzeugträger Shinano Spezifikationen Flugzeugträger Shinano Spezifikationen: Bewaffnung: Panzerschutz: Einsatzstatistik: Weitere japanische Flugzeugträger-Projekte Taktisch legten die Japaner, ebenso wie die Amerikaner, den Schwerpunkt ihrer Trägereinsätze auf Angriffe gegen feindliche Seestreitkräfte. Aufklärung dagegen wurde eher durch die durch Katapulte gestartete Wasserflugzeuge der Kreuzer und Schlachtschiffe durchgeführt. Allerdings bildete die Doktrin der Zerstreuung statt Konzentration der Träger eine ihrer hauptsächlichen Schlacht-Taktiken nach dem erfolgreichen Schlag gegen Pearl Harbor im Dezember 1941. Der umfassende See- und Luftkrieg im Pazifik ab Mitte 1942, welcher durch die amerikanische Fähigkeit der Massenproduktion von Kriegsschiffen und Flugzeugen ausgelöst wurde, traf die Japaner unvorbereitet. Das traf sowohl für die Technologien und noch viel mehr für ihre Fähigkeit zu, Schiffe und Flugzeuge in großen Mengen zu bauen sowie ausreichend qualifizierte Piloten in der notwendigen Zahl hervorzubringen. Diese Nachteile führten hauptsächlich zum allmählichen Aussterben der japanischen Träger-Streitmacht, welche 1945 aufgehört hatte zu existieren, so wie praktisch auch die gesamte kaiserlich-japanische Marine. Ibuki 1943 bestand die japanische Flugzeugträger-Streitmacht aus nur noch zwei Angriffsträgern, zwei großen, aber langsamen Flotten-Trägern, welche von Handelsschiff-Entwürfen abstammten, und drei leichten Trägern, von denen einer immer zum Training eingesetzt wurde. Weitere Flottenträger befanden sich im Bau und verschiedene Umbauten zu Trägern aus Frachtschiffen waren verfügbar, aber wenn sich die Verluste entsprechend der Rate aus dem Jahr 1942 fortsetzten, war es klar, dass Ersatzschiffe in einer wesentlich schnelleren Geschwindigkeit verfügbar gemacht werden müssen. So wurde ein Notfall-Programm zum Träger-Bau begonnen. Als die japanische Lage mehr und mehr verzweifelter wurde, konnten viele dieser Projekte nicht mehr realisiert werden, einschließlich des Umbaus dieses schweren Kreuzers. Einzelheiten zum ursprünglichen Kreuzer-Entwurf sind nur wenige vorhanden, aber er erscheint, dass dieser 12.500 Tonnen Wasserverdrängung und eine Bewaffnung von zehn 203-mm-Geschützen erhalten sollte. Die Panzerung war ähnlich der schweren Kreuzer der Mogami-Klasse, mit einer 100-mm-Panzerung am Gürtel, welche bis auf 125 mm entlang der Magazine anstieg. Die Panzerdecks waren von 36 bis 61 mm dick, aber es ist unklar, ob diese Panzerung auch im Träger-Umbau beibehalten werden sollte. Die Schiffshülle war in jedem Fall ausgebeult, vermutlich um die Stabilität zu verbessern, von dem was einmal eine lebhafte Kreuzer-Plattform war. Eine Insel an Steuerbord war eine Eigenschaft des überarbeiteten Entwurfs, mit einem abwärts entlüfteten achternen Schornstein und der üblichen Batterie aus 48 Stück 25-mm-Flugabwehrkanonen entlang der Deckkante. Schweres Flugabwehrfeuer sollte von zwei 76,2-mm-Kanonen/60 nach vorne erfolgen und es gab eine Vorrichtung für 168 Flugabwehr-Raketenwerfer. Der Hangar bestand aus einem einzigen Abschnitt mit zwei Aufzügen. Um zusätzlich Treibstoff zu bunkern, wurde die Hälfte der Kessel entfernt. Der Umbau der Ibuki zum Träger wurde im Herbst 1943 angeordnet und ihr unvollständiger Rumpf wurde nach Sasebo geschleppt. Die Arbeiten an dem Schiff gingen etwas unregelmäßig vonstatten und wurden im März 1945 abgebrochen, ohne die geringste Aussicht, den Träger fertigzustellen. Der Schiffsrumpf wurde in der Nachkriegszeit verschrottet. Unryu-Klasse Der ultimative Entwurf der japanischen Flugzeugträger-Entwicklung während des Zweiten Weltkrieges war eine Gruppe von Schiffen, welche im Allgemeinen auf einer verbesserten Soryu-Klasse basierten. Die Unryu-Klasse hatte eine starke Ähnlichkeit zu dieser Klasse, aber jedes Schiff unterschied sich wiederum im Detail, welche durch die Erfahrung während des Kriegsverlaufs im Pazifik ausgelöst wurden. Unryu wurde im Flottenprogramm von 1941 bestellt, gefolgt von einem Schwesterschiff. Das zweite Schiff wurde 1942 aber wieder annulliert und stattdessen eine Serie von sieben Trägern genehmigt, denen acht weitere mit einem leicht vergrößerten Schiffsrumpf folgen sollten. Die Ereignisse führten jedoch dazu, dass nur fünf der ersten Nachfolgegruppe auf Kiel gelegt wurden, wovon nur zwei neben dem Klassenschiff Unryu bis Kriegsende fertiggestellt wurden. Um den Bau zu vereinfachen, wurden Antriebsmaschinen für Kreuzer eingebaut, aber ein Mangel an Teilen führte dazu, dass Aso und Katsuragi nur Zerstörer-Turbinen erhielten, was die Leistung um ein Drittel und die Höchstgeschwindigkeit um 2 Knoten reduzierte. Antriebsmaschinen und Magazine waren mehr …

  • Die Deutsche Armee und ihre Uniformen im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 (Teil I). Organisation, Stärke und Divisionen bei Kriegsbeginn und Verluste bis Kriegsende. Deutsche Armee Das Deutsche Reich, ausgerufen in den Spiegelhallen von Versailles im Jahre 1871, hatte 1914 eine Bevölkerung von über 65 Millionen. Theoretisch, bis auf die geringe Anzahl für die Marine, waren alle gesunden Männer im wehrfähigen Alter verpflichtet in der Armee Dienst zu tun. Jedes Jahr aufgerufen, vom Alter von 17 bis 20, waren sie eingetragen im Landsturm I.Klasse. Mit zwanzig Jahren wurden diejenigen, die fit genug für das aktive Heer waren, zu einem zweijährigen Dienst eingezogen. Danach gingen sie in die Reserve für 5 Jahre (bei der Kavallerie und Artillerie nur für 4 Jahre). In der Praxis konnte die Armee nur ungefähr die Hälfte der diensttauglichen Männer jedes Jahr aufnehmen. Die anderen jungen Männer, zusammen mit den aus anderen Gründen nicht eingezogenen Wehrpflichtigen, wurden in die Ersatzreserve eingetragen. Dort erhielten sie bestenfalls ein geringfügiges Training. Vom Alter von 27 bis 39 mussten alle Männer in die Landwehr einrücken und anschließend bis zum Alter von 45 in den Landsturm II. Klasse. Die aktive Armee von 25 und 1/2 Armeekorps (jedes aus zwei Divisionen) und elf Kavallerie-Divisionen hatte ständig eine 50 bis 60 Prozent Kriegsstärke. Zudem waren 32 Reserve-, 7 Ersatzreserve- und 16 Landwehr-Divisionen vorhanden. Mobilisation war eine schnelle und kritische Operation, während dieser die Armee weitgehend unbrauchbar als ein Kampf-Instrument war. Der gesamte Vorgang war abhängig von den minutengenauen ausgearbeiteten Eisenbahnfahrplänen und sein Erfolg würde den gesamten Feldzug beeinflussen. Mobilisation musste rechtzeitig befohlen werden, sodass der Feind nicht alles durcheinander bringen konnte und durfte keinesfalls mehr angehalten oder unterbrochen werden. Die Armee konnte dann nur noch theoretisch an der Grenze angehalten werden, aber diese Möglichkeit wurde nicht wirklich in Betracht gezogen. Im Jahre 1914 bedeutete Mobilisation auch Krieg ! Zu diesem Zweck hatte der Generalstab zwei Besonderheiten vorbereitet. Um in dem zukünftigen Zweifrontenkrieg einen schnellen Sieg über Frankreich zu gewährleisten, plante General von Schlieffen (Chef des Generalstabes 1892-1905), Reserve- und Ersatzreserve-Divisionen in den ersten Gefechten einzusetzen. Geführt von gut ausgebildeten, regulären Offizieren sollten deren Soldaten einen ‘Crashkurs’ im wirklichen Krieg durchmachen. Zum Zweiten befanden sich sechs Infanterie-Brigaden mit zugeteilter Kavallerie, Artillerie und Pionieren in der Nähe der belgischen Grenze in voller Kriegsbereitschaft – bereit um die Forts von Liege zu nehmen und den Weg durch Belgien und Nordfrankreich für das Heer zu öffnen, sobald der Kriegszustand erklärt wurde. Zu Friedenszeiten war die Stärke der Armee etwa 856.000 Mann. Durch die Mobilisation würde sie durch trainierte Reservisten auf 3.800.000 Mann verstärkt werden. Maximal wären 8.500.000 Mann im Notfall einziehbar. Gegen Frankreich waren sieben Armeen mit zusammen 34 Armeekorps (von diesen waren 11 Reservekorps) und vier Kavalleriekorps vorgesehen. Im Osten sollte die 8. Armee (vier Armeekorps, davon ein Reservekorps und einige Landwehreinheiten) mit knapp 200.000 Mann die Russen aufhalten, so gut wie sie konnte. Zudem gab es Garnisonen, Depot- und Reserveeinheiten und in Schleswig-Holstein ein Reservearmeekorps, was eine womögliche britische Landung verhindern sollte. Trotz ihrer Niederlage von 1870/71 hatten die französischen Truppen ihren deutschen Gegner mehrmals die Gelegenheit gegeben, die Wirkung von modernen Magazingewehren gegen aufrecht anmarschierenden Soldaten zu erfahren. In den nachfolgenden Jahren berücksichtigte die deutsche Armee die Gegebenheiten moderner Gefechtsführung mehr als jede andere europäische Armee. Als das Maschinengewehr perfektioniert war, wurde es wie von keiner anderen Armee bei den deutschen Truppenverbänden weitverbreitet eingeführt. Schlieffens strategischer Plan eines Angriffes über Belgien ging nicht letztlich von der Erkenntnis aus, dass ein Frontalangriff gegen die französische Armee viel zu blutig und schwierig wäre. Ein britischer Beobachter bei einem Manöver der deutschen Armee im Jahre 1895 meldete, dass die Soldaten ‘… wie intelligente Einzelkämpfer, welche ihre Aufgabe perfekt verstanden, agierten und dass selbst einfache Soldaten selbstständig Initiativen entwickelten …’ Aber die Jahre seit dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 vergingen und um so mehr nahm Tradition und Arroganz in der deutschen Armee zu. Die Soldaten blieben gut, jedoch im Jahre 1911 schrieb ein anderer britischer Beobachter, ‘… dass die Offiziere kaum Initiative entwickelten und die Infanterie kein Gefühl für die Deckung im Gelände hätte. Der Vorteil des wechselseitigen Feuers und Vorarbeiten auf dem modernen Gefechtsfeld wäre überhaupt nicht bekannt.’ Mit der Thronbesteigung von Wilhelm II., welcher theoretisch auch der Oberbefehlshaber des Heeres war, wurden mehr Kriegsspiele als praktische Ausbildung wichtiger. General von Moltke, Chef des Generalstabes seit 1906, musste militärische Spektakel bei den Manövern vorführen, unsinnige Reiterattacken und Manöver wurden exerziert. Moltke reduzierte zudem den rechten Flügel für die Offensive in Frankreich drastisch um das Elsass und den Osten besser verteidigen zu können. Er akzeptierte wieder Frontalangriffe als praktizierbare Manöver und im Jahre 1914, mit 66 Jahren, war er in einer schlechten gesundheitlichen Verfassung und seiner Aufgabe nicht gewachsen. Unter von Moltke kamen die Armeekommandeure: am entscheidenden rechten Flügel, die Befehlshaber der 1., 2. und 3. Armee – ein Trio aus 68-jährigen Generälen: von Kluck, von Bülow und von Hausen. Sie waren harte Antreiber, rücksichtslos gegenüber der Truppe und, mit Ausnahme von Kluck, unfähig eine Krise zu meistern. Als Nächstes kam das Trio der Königlichen: Der Herzog von Württemberg kommandierte die 4. Armee, der Kronprinz die 5. Armee und Prinz Rupprecht von Bayern die 6.Armee. Zuletzt noch von Heeringen, 64 Jahre alt und ehemaliger Kriegsminister, als Kommandeur der 7. Armee. Die 8. Armee im Ostpreußen kommandierte General von Prittwitz und Graffon, 66 Jahre, fett, von sich selbst eingenommen, mit Verbindungen in höchste Regierungskreise, welche lange verhinderten, dass Moltke ihn absetzen konnte. Ludendorff, nur 49 Jahre alt, war der Chef des Generalstabes der 2. Armee. DEUTSCHES REICH (1.8.1914-11.11.1918) Bevölkerung 1914: 65 Millionen Friedensstärke des Heeres (1. Juli 1914) = 880.000 Mobilisation = 4.500.000 Truppenstärke bei Kriegsbeginn = 5.000.000 Korps = 41 Infanterie-Divisionen = 82 Kavallerie-Divisionen = 11 Andere Einheiten = 6 Divisionen und 32 Brigaden Artillerie-Geschütze = ca. 7.400 Maschinengewehre = 4.500 Heeresstärke im Verlauf des Krieges = 13.250.000 Tote Militär = 1.850.000 Verwundete Militär = 4.250.000 Ziviltote = 812.996 Teil II: Uniformen der Deutschen Armee im 1. Weltkrieg Siehe auch: Deutsche Kampfkraft

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