149-mm-Skoda-Haubitze Modell 1914 im Einsatz bei der italienischen Artillerie



149-mm-Skoda-Haubitze Modell 1914 im Einsatz bei der italienischen Artillerie

149-mm-Skoda-Haubitze Modell 1914 im Einsatz bei der italienischen Artillerie

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  • Bf 109 G-14

    Kriegsgliederung der Luftwaffe vom 10. Januar 1945: Einsatzstärken und Ausstattung mit Flugzeugen der deutschen Luftflotten in der letzten Kriegsphase. Die deutsche Luftwaffe im letzten Kriegsjahr Nachfolgend wird die Stärke der Einsatzkräfte zu Beginn des Jahres 1945 wiedergegeben, als sich die Luftwaffe auf die letzten Kämpfe des Krieges bereitstellte. Die schrecklichen Verluste der letzten 2 1/4 Jahre hatte ihre Spuren hinterlassen und die Streitmacht war ein Schatten dessen, was sie die Luftwaffe im September 1942 gewesen war. Die Schlagkraft von zwei einst mächtigen Luftflotten war fast auf Nichts reduziert worden. Der sowjetische Vormarsch im Sommer 1944 hatte die Luftflotte 1 in Kurland abgeschnitten, deren 247 Einsatzflugzeuge aus Treibstoffmangel die meiste Zeit auf dem Boden bleiben mussten. Die Luftflotte 2 in Norditalien befand sich in einem noch kritischerem Zustand. Von ihren 68 Flugzeugen waren 23 veraltete Ju 87 Stuka und die restlichen Maschinen Aufklärungsflugzeuge verschiedener Typen. Diese Luftflotte besaß keinen einzigen Jagdverband. Selbst bei den Luftflotten mit einem großen Bestand an Flugzeugen führte der lähmende Treibstoffmangel zu einem starken Rückgang der Einsätze und mehrere der Bomber-Geschwader wurden aufgelöst. Obwohl die Einsatzverbände mit drei Typen von Düsenflugzeugen – der Me 163 Komet, der Me 262 Schwalbe und der Ar 234 Blitz Kampfeinsätze flogen, standen weniger als hundert dieser modernen Maschinen für den Einsatz zur Verfügung. So waren die Bf 109, Bf 110, Ju 87, Ju 88 und He 111, welche alle noch auf Vorkriegsentwürfen basierten und inzwischen völlig veraltet waren, weitaus zahlreicher und noch bei vielen Frontverbänden im Einsatz. Kriegsgliederung Luftwaffe vom 10. Januar 1945 Luftflotte 1 in Kurland (Litauen) Luftflotte 2 in Nord-Italien Luftflotte 3 in Westdeutschland und Holland Luftflotte 4 in Ungarn und Jugoslawien Luftflotte 5 in Norwegen und Finnland Luftflotte 6 in Ostpreußen und Polen Luftflotte Reich in Mittel-Deutschland Die deutsche Luftwaffe im Jahr 1945 Der letzten große Einsatz der deutschen Luftwaffe fand auch sogleich am 1. Januar 1945 statt. Als die alliierten Piloten und Bodenpersonal noch kräftig Neujahr in ihren Kantinen feierten, herrschte auf den deutschen Flugplätzen emsiges Treiben. In den Morgenstunden des ersten Tages des neuen Jahres begann ‘Unternehmen Bodenplatte’, mit dem die alliierten Luftstreitkräfte, welche seit dem Aufklaren des Winterwetters den deutschen Truppen in den Ardennen während ihrer Großoffensive im Westen so sehr zusetzen, zumindest vorübergehend ausgeschaltet werden sollten. Die Anzahl der eingesetzten deutschen Flugzeuge ist nicht mehr genau feststellbar und die Zahlenangaben liegen zwischen 800 und 1.500 gestarteten Maschinen. Das Tagebuch des OKW meldet für diesen Tag allerdings 1.035 einsatzbereite Flugzeuge. Praktisch alle fliegenden Verbände von Generalleutnant Schmids Luftwaffen-Kommando West wurden mithilfe von Pfadfinder-Flugzeugen gegen 13 britische und vier amerikanische Feldflugplätze in Nordfrankreich, Belgien und Südholland herangeführt. Für die Alliierten kam der Luftschlag völlig überraschend, denn schon wie bei der Ardennen-Offensive waren ihrer Feindaufklärung die deutschen Vorbereitungen und Verlegung ganzer Geschwader zu vorgeschobenen Flugplätzen entgangen. Der Bodennebel verzögerte die Starts vieler Maschinen, sodass diese verteilt zwischen 7:25 und 9:20 Uhr erfolgten. Der Anflug musste in einer Flughöhe von weniger als 200 Metern unter dem feindlichen Radar und unter absolutem Funkverbot erfolgen. Adolf Hitler hatte wieder die höchste Geheimhaltungsstufe ausgegeben und so wurden noch nicht einmal die Flak-Kanoniere eingeweiht. Und gerade die besonders starke 16. Flak-Division unter Generalmajor Deutsch schützte genau in dieser Gegend die wichtigen Abschussstellungen für die V-1-Marschflugkörper und V-2-Raketen. Zuvor gelang es jedoch den deutschen Flugzeugen bei ihren Überfällen etwa 439 alliierte Flugzeuge innerhalb kürzester Zeit vor allem auf dem Boden zu vernichten. Zuerst verloren sie dabei selbst 93 Maschinen durch alliierte Jagdflugzeuge und Luftabwehrkanonen. Auf dem Rückflug schoss die nicht gewarnte eigene Flak dann jedoch weitere 184 deutsche Flugzeuge ab, welche die im Tiefflug aus dem Westen zurückkehrenden Maschinen natürlich als feindliche Einflüge ansah. Dadurch stiegen die deutschen Verluste auf 277 Flugzeuge an und unter den Getöteten befanden sich 59 höchst erfahrene Fliegerführer. Am gleichen und nächsten Tag griffen dann 570 schwere US-Bomber die Rheinbrücken von Remagen, Neuwied und Koblenz an. Die deutschen Verbindungslinien wurden dadurch gestört, was die schon durch den zunehmenden alliierten Widerstand erlahmende Ardennen-Offensive bald ganz zum Zusammenbruch brachte. Auch in den ersten Tagen des neuen Jahres trat eine Änderung der britischen Einsatz-Taktik bei den bisherigen Angriffen auf Berlin ein. Ab der Nacht vom 3. auf den 4. Januar flogen nur noch Mosquito-Bomber in Gruppen von 35 bis 50 Maschinen, beladen mit schweren 1.800-kg-Bomben, Störangriffe auf die deutsche Hauptstadt. Diese kurzen Angriffe dauerten meist nur wenige Minuten, rissen die Bevölkerung aber jede Nacht aus dem Schlaf und wurden bis weit in den April 1945 fortgesetzt. Am 12. Januar 1945 begann die letzte sowjetische Winteroffensive mit der Schlacht im großen Weichselbogen. Die Sowjets waren zahlenmäßig ein vielfaches überlegen und so standen auch in der Luft den 4.800 Flugzeugen der Roten Luftwaffe nur 300 deutsche Maschinen gegenüber. Am 14. Januar 1945 um 4.30 Uhr schlug die letzte von 1.200 von He 111-Bombern gestarteten Fieseler Fi 103 ‘Fliegenden Bombe’ in Großbritannien ein. Ab der Nacht vom 22. auf den 23. Januar 1945 griffen die schweren strategischen Bomber der RAF-Bomberkommandos die deutschen Eisenbahn-Knotenpunkte an; in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Bombern der 8. US-Luftflotte bei Tage. Die zunehmenden Transportschwierigkeiten durch das verwüstete Eisenbahnnetz verschlechterte die deutsche militärische Lage weiter. Dazu zerstörten alliierte Jagdbomber bei Angriffen auf das Straßennetz zahlreiche Fahrzeuge. Alleine am 22. und 23. Januar 1945 wurden dadurch beim deutschen Rückzug aus den Ardennen 6.000 Fahrzeuge vernichtet. Gleichzeitig hielt Treibstoffmangel die deutsche Luftwaffe immer mehr von Einsätzen ab. Viele Geschwader erhielten nur noch gerade soviel Benzin, um eine einzige Staffel am Tag in die Luft zu bringen und manchmal fehlte selbst Treibstoff für die Evakuierung von den durch alliierte Bodentruppen bedrohten Feldflugplätzen. Die Vergeltungswaffe V-1 wurde dagegen im Januar 1945 mit 100 Starts pro Tag aus der Eifel und Holland gegen den wichtigen alliierten Nachschubhafen Antwerpen und Lüttich fortgesetzt. Auch der Großraum London lag immer noch unter Beschuss durch die V-2-Rakete. Erst im Februar 1945 wurde das erste mit Düsenjägern Me 262 Schwalbe ausgerüstete Jagdgeschwader 7 von Oberst Steinhoff einsatzbereit. Dazu kam noch der Jagdverband 44 unter Generalleutnant Galland, welcher von Göring wegen dessen Kritik als General der Jagdflieger abgelöst worden war. Der mehr …

  • Fiat CR42 Falco

    Stärke und Organisation der Regia Aeronautica und Regia Navale beim Kriegseintritt Italiens im Juni 1940. Italienische Luftwaffe und Marine Italienische Luftwaffe (Regia Aeronautica) Am 24. Januar 1923 wurde die königlich-italienische Luftwaffe Regia Aeronautica als eine unabhängige Waffengattung gegründet. Im Jahr 1925 wurde sie dann von den Luftverbänden des Heeres und der Marine getrennt und erhielt durch die Bildung eines Luftfahrt-Ministeriums eine stabile Grundlage. In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen wurde die italienische Luftwaffe auf höchstem Stand gehalten und ihre Flugzeuge waren technisch sehr fortschrittlich. Die Luftwaffen-Befehlshaber, zu denen auch der Luftfahrt-Theoretiker Giulio Douhet gehörte, waren die am fortschrittlichsten und einfallsreichsten in ganz Europa. Bis 1940 befand sich die Luftwaffe jedoch im Niedergang. Nach dem eine moderne Luftwaffe in den Zwanziger und Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts aufgebaut war, wurde diese nicht weiter entwickelt, sodass bei Ausbruch des Krieges die meisten der italienischen Frontflugzeuge veraltet waren. Im Kriegsverlauf wurden Versuche unternommen, die Fiat CR-32 und CR-42 Doppeldecker, das Rückgrat der Jagdfliegerverbände, zu ersetzen, aber der industrielle und technische Rückstand des Landes verhinderte, dass die italienische Luftwaffe ein Jagdflugzeug mit starker Bewaffnung und Motorleistung in ausreichenden Mengen erhalten konnte. Ein weiteres ernstes Problem, mit dem sich die italienische Luftwaffe auseinandersetzen musste, war die Verteidigung von Italiens Übersee-Kolonien und die Überanstrengung und Verzettlung durch Mussolinis grandiose Pläne. Nach der Kriegserklärung vom 10. Juni 1940 begann die italienische Luftwaffe sich mit ihren französischen und britischen Gegnern im ganzen Mittelmeer-Raum auseinanderzusetzen. Zuerst hielt sich die italienische Luftwaffe recht gut, aber mit dem Auftreten der Hawker Hurricane bei der RAF gegen Ende des Jahres 1940 kippte das Gleichgewicht zugunsten der Alliierten. Im Oktober 1940 schickte Mussolini eine Expeditionsstreitmacht nach Belgien, um sich an der Luftschlacht um England zu beteiligen. Aber erst einmal gegen das Jägerkommando der RAF über heimischen, englischem Boden angetreten, war die gemischte italienische Jäger- und Bomber-Streitmacht schnell zerrupft und konnte nur noch Verteidigungsaufgaben übernehmen. In Italienisch-Ostafrika unterstützte die Luftwaffe die Armee mit Aufklärungsflügen und durch Bodenangriffe. Beide Seiten waren ziemlich ebenbürtig, aber die italienische Luftwaffe wurde durch einen Zermürbungskrieg aufgerieben. Italienische Piloten kämpften dort tapfer bis zum bitteren Ende, als ihr letztes Flugzeug am 24. Oktober 1941 abgeschossen wurde. Im Jahr 1940 war die italienische Luftwaffe auf vier territoriale Luftzonen verteilt, welche das italienische Mutterland abdeckten, sowie auf fünf Übersee-Kommandos. Während die Regia Aeronautica eine unabhängige Waffengattung innerhalb der italienischen Streitkräfte war, gab es noch eine Armee-Luftwaffe aus 37 Staffeln, welche direkt den Bodenstreitkräften unterstanden, sowie eine Marine-Luftwaffe mit 20 Staffeln aus Wasserflugzeugen und Flugbooten plus 10 Staffeln von Transportflugzeugen. Es gab 12.000 Piloten und Flugzeugbesatzungen, 6.100 Offiziere für den Dienst am Boden und 185.000 andere Mannschaften in der Luftwaffe im Jahr 1940. Die grundlegende taktische Einheit war die Staffel (Squadriglia), welche eine Stärke von zumeist neun Flugzeugen mit drei weiteren in Reserve hatte, wobei Bomberverbände in der Regel allerdings nur sechs Frontflugzeuge besaßen. Zwei oder drei Staffeln bildeten eine Gruppe (Gruppo) und zwei oder mehr Gruppen ein Geschwader (Stormo), was die grundlegende taktische Formation innerhalb der italienischen Luftwaffe war. Zwei oder drei Geschwader bildeten gelegentlich eine Luftbrigade, was wiederum zusammen mit einer weiteren Luftbrigade eine Luft-Division ergab. Die größte Formation innerhalb der Luftwaffe war die Luftarmee (Luftflotte), welche aus zwei oder mehreren einheitlichen Jagd- oder Bomber-Divisionen bestand. Die Luftstreitkräfte im italienischen Mutterland waren 1940 wie folgt organisiert: Nördliche Zone: 7 Bomber-Geschwader (ca. 315 Flugzeuge) und 3 Jagdgeschwader plus eine Gruppe von Fiat CR42-Jagd-Doppeldecker (ca. 210 Flugzeuge). Mittlere Zone: 3 Bomber-Geschwader (ca. 135 Flugzeuge) und 2 Jagdgeschwader plus eine Gruppe von Jägern (ca. 150 Flugzeuge). Südliche Zone: 5 Bomber-Geschwader (ca. 225 Flugzeuge) und ein Jagdgeschwader, sowie eine unabhängige Jäger-Gruppe (ca. 90 Flugzeuge) und eine Gruppe von Sturzkampfbombern (ca. 25 Flugzeuge). Südöstliche Zone: Ein Geschwader von alten Nachtbombern (ca. 45 Flugzeuge) und Wasserflugzeugen und eine Gruppe veralteter Fiat CR32-Jagd-Doppeldecker (ca. 30 Flugzeuge). Das größte Übersee-Kommando war das in Libyen und bestand aus 4 Bomber-Geschwadern (ca. 180 Flugzeuge), einem Jagdgeschwader und 3 Jagd-Gruppen (ca. 150 Flugzeuge), sowie 2 Gruppen plus 2 Staffeln aus Kolonial-Aufklärungsbombern (ca. 60 Flugzeuge). Die italienische Luftwaffe begann den Krieg mit etwa 2.000 kampfbereiten Flugzeugen und hatte etwa noch die gleiche Anzahl in der Reserve. Italienische Marine (Regia Navale) Mussolini hatte gehofft, dass die Regia Navale eine wichtige Rolle in jedem Krieg im Mittelmeer spielen würde. Er sah die Kontrolle über das Meer (Mare Nostrum – unsere See, wie er das Mittelmeer bezeichnete) als eine wesentliche Voraussetzung zur Ausdehnung seines Reiches nach Nizza, Korsika, Tunesien und auf dem Balkan an. Das italienische Marinebauprogramm wurde während seiner Amtszeit beschleunigt, um im Juni 1940 bestand die italienische Marine aus: 4 Schlachtschiffen, 8 Schweren Kreuzern, 14 Leichten Kreuzern, 128 Zerstörern, 115 U-Booten, 62 Torpedobooten. Außerdem waren noch vier Schlachtschiffe in der Fertigstellung. Das Personal aus 4.180 Offizieren und 70.500 Mannschaften wurde durch die Mobilisation schnell vergrößert, bis im Durchschnitt 190.000 Mann in der Zeit zwischen 1940 und 1942 in der italienischen Marine Dienst taten. Die Demobilisierung der französischen Flotte nach dem Waffenstillstand vom Juni 1940 schien der Regia Navale gute Zukunftsaussichten zu bieten, da einer ihrer gefährlichsten Rivalen mit einem Schlag ausgefallen war. Doch obwohl die wichtigsten italienischen Kriegsschiffe modern, schnell, gut bewaffnet und trotz der schnittigen Linien eine zumeist gute Panzerung hatten, wurden sie durch die englischen Royal Navy eingeschüchtert. Erste Niederlagen bei Tarent und Matapan waren zwar im Einzelfall nicht gravierend, bestätigten aber die englische Überlegenheit. Das Fehlen von Radargeräten und einer eigenen Flotten-Luftwaffe waren erhebliche Nachteile und der Mangel an Brennstoff erwies sich als zunehmend lähmendere Einschränkung für die Operationen. Nur die kleinen Angriffsboote und Kleinst-U-Boote gaben durch viele tapfere und erfolgreiche Aktionen Hoffnung. Zwischen Juni 1940 und September 1943 verlor die italienische Marine insgesamt 24.660 Männer und 339 Schiffe aller Klassen, darunter ein Schlachtschiff und 13 Kreuzer. Der Oberste Befehlshaber der italienischen Streitkräfte und der Marineminister war Benito Mussolini persönlich, jedoch wurde die exekutive Kontrolle durch den Staatssekretär und Chef des Marinestabes (Supermarina), Admiral Domenico Cavagnari, ausgeführt. Der Befehlshaber der Flotte war Admiral Campioni. Abteilungen des Marine-Ministeriums und der Marinestab unterstanden der Verantwortung der Admiralität – mit der Ausnahme, mehr …

  • Japanischer Soldat im Zweiten Weltkrieg

    Japanisches Infanterie-Gewehr Modell Meji 38 Ariska aus dem 2. Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Gewehr Modell 38 (Ariska). Typ: Infanterie-Gewehr. Geschichte Ariska-Gewehr Als die japanische Armee wie viele andere auch entschied, ein Magazin-Gewehr einzuführen, kam sie zu der Erkenntnis, dass das Mauser-System die beste Lösung war. Aber ebenso wie einige andere Streitkräfte bevorzugten sie ein eigenes Produkt und hatten einige andere Vorstellungen davon, was ein gutes Gewehr ausmacht. So nahmen sie Mauser als Ausgangspunkt und entwickelten ihre eigene Version.   Der Entwurf war die Arbeit heute unbekannter Techniker, aber die Kommission, welche vom Kaiser für die Entwicklung des neuen Gewehres eingesetzt war, wurde von Oberst N. Ariska geleitet. Und deshalb ist das Gewehr seitdem unter seinem Namen bekannt. Das erste Repetiergewehr Modell 30 wurde 1897 fertiggestellt und 1905 vervollkommnet. Dieses als Meiji 38 bezeichnete Gewehr wurde 1905 eingeführt, was das 38. Regierungsjahr des japanischen Kaisers Meiji war, daher die Bezeichnung Modell 38. Die Waffe ersetzte das ursprüngliche Modell 1897 und hatte demgegenüber zwei oder drei Verbesserungen. Der Mechanismus ist grundsätzlich wie von Mauser, aber mit einem großen pilzförmigen Sicherheitsknopf am hinteren Ende des Bolzens, was deswegen zu einer Überarbeitung des Auslöser-Mechanismus führte. Daneben wurden einige Eigenschaften des Mannlicher-Gewehrs übernommen, kombiniert mit einigen japanischen Entwicklungen. Ein ungewöhnlicher Zusatz, welcher allerdings bei erhaltenen Exemplaren nur noch selten vorhanden ist, war eine Blechabdeckung, welche zusammen mit dem Bolzen funktionierte und verhinderte, dass Regenwasser oder Staub in den Mechanismus gelangen konnte. Diese funktionierte zwar wie vorgesehen, aber wie bei den meisten anderen derartigen Vorrichtungen ähnlicher Art, war es fadenscheinig und neigte zum Rasseln in den ungünstigsten Momenten, was die Position des Trägers der Waffe verriet. So ging der Großteil dieser Abdeckungen bei erster Gelegenheit ‘im Einsatz verloren’. Das Kaliber von 6,5 mm war der kleineren Statur der japanischen Soldaten angepasst und die große Länge des Gewehrs von 1,27 Meter sollte ihre Reichweite im Bajonettkampf vergrößern. Dies macht das Gewehr aber ziemlich unhandlich. Das Ariska-Gewehr wurde auch nach Thailand exportiert und von den Truppen verschiedener Kriegsherren in China verwendet. Während des Ersten Weltkrieges kaufte Großbritannien 500.000 Ariska-Gewehre für die Royal Navy und zu Ausbildungszwecken. Russland verwendete 763.000 Stück der Modelle von 1897 und 1905 für Einheiten an der Nordfront. In Mexiko wurde das Gewehr mit Kaliber 7 mm im Jahr 1913 übernommen. Wie die Italiener, kamen auch die Japaner zu der Erkenntnis, dass ihr älteres 6,5-mm-Kaliber nicht weiterhin effizient genug war und deshalb entwickelten sie in den 1930er Jahren eine neue 7,7-mm-Patrone als Ersatz. Als logische Folge davon musste ein Gewehr entwickelt werden, welches diese Patrone verfeuern konnte. Dieses wurde nicht mehr als eine für das Kaliber aufgebohrten Modell 38 und als Typ 99 bezeichnet Es hatte einige weitere fragwürdige neue Eigenschaften, wie ein spezielles Visier zur Bekämpfung von Tieffliegern, was aber die Feuergeschwindigkeit der Waffe beeinträchtigte. Allerdings erreichten nur wenige der neuen Gewehre die Hände der Truppe und die Japaner waren nicht erfolgreicher als die Italiener beim Wechsel des Kalibers, was hauptsächlich an Produktionsschwierigkeiten lag. Als Ergebnis davon blieb die 6,5-mm-Patrone mit dem zugehörigen Gewehr der japanische Standard während des Zweiten Weltkrieges. Das Modell 38 wurde dadurch zu Japans bekanntester Infanterie-Waffe. Nachdem der Pazifik-Krieg im Jahr 1942 in vollem Gang war, fiel der Produktionsstandard für die japanischen Ariska-Gewehre und Karabiner schnell ab. Jedes Teil der Waffe, was nicht unbedingt benötigt wurde, blieb beim Produktionsprozess auf der Strecke. Dies ging so weit, dass aufgrund der alliierten See- und Luftblockade einige der gegen Kriegsende hergestellten Gewehre mit Holz und Metall schlechter Qualität gebaut werden mussten, was sie gefährlicher für den Schützen als sein Ziel machten. Zum Schluss wurden sogar einschüssige Waffen mit 8-mm-Patronen aus Pistolen gebaut. Varianten Karabiner M1938: Angeblich für Kavalleristen und Artilleristen hergestellt, wurde dieses Modell auch von der japanischen Infanterie verwendet, welche es sogar dem Standard-Gewehr wegen seiner 30 cm kürzeren Länge und knapp einem viertel Kilo weniger Gewicht vorzogen. Der Mechanismus der Waffe war der gleiche wie beim langen Gewehr. Zusätzlich gab es noch ein klappbare Version für die Fallschirmtruppe. Scharfschützengewehr M97: Dies war das ursprüngliche Ariska-Gewehr mit einem zusätzlichen Zweibein und einem Zielfernrohr niedriger Auflösung an der linken Seite des Gewehres, um das Nachladen zu ermöglichen. Der Verriegelungsgriff war heruntergeklappt, um zu vermeiden, dass die Hand des Schützen beim Betätigen des Bolzens das Visier verunreinigte. Spezifikationen Ariska-Gewehr Modell 38 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Panzerbekämpfung der japanischen Infanterie Die Japaner waren bestürzend schlecht auf die Panzerabwehr (Taisensha Senta) im Zweiten Weltkrieg vorbereitet und dafür geeignete Waffen existierten praktisch nicht. Obwohl diese Schwäche bereits 1939 in Mandschuko-Zwischenfall von den Sowjets aufgezeigt worden war, spielten die japanischen Verantwortlichen dies herunter. Es gab keine japanische Doktrin für den Masseneinsatz von Panzern und das Gleiche erwarteten die Japaner auch von ihren zukünftigen Gegnern im Pazifikkrieg. Sie erwarteten höchsten leichte amerikanische Panzer und als sie erstmals im November 1943 auf Tarawa auf M4 Sherman Panzer trafen, waren sie darauf völlig unvorbereitet. Die japanische Panzerabwehr verließ sich deshalb seitdem auf den Offensivgeist ihrer Armee und so wurden neben wenig wirksamen konventionellen kleinkalibrigen Pak-Geschützen und schwachen Panzerabwehrbüchsen auch Granatwerferbecher nach deutschem Vorbild sowie zunehmend unorthodoxe Methoden angewandt. Typ 2 Panzerabwehr-Granatwerferbecher Ein gewisses Maß zur Panzerbekämpfung für die japanische Infanterie wurde durch das Aufsetzen von speziellen Granatwerferbechern auf dem Ariska-Gewehr Modell 38 erreicht. Diese Granatwerferbecher Typ 2 konnten an der Mündung mittels einer Verriegelung-Mündungsbremse an der Mündung aufgeschraubt werden. Die Idee war eine Kopie der deutschen Schießbecher-Granatwerfer des Karabiner 98 und verwendete sehr ähnliche Granaten. Der Panzerabwehr-Granatwerferbecher Typ 2 hatte eine gewisse Effektivität, konnte auf allen Ariska-Gewehren Modell 38 angebracht werden und es gab Granaten im Kaliber von 30 oder 40 mm. Unorthodoxe Methoden der Panzerbekämpfung Japanische Soldaten griffen alliierte Panzer auch mit Tretminen an, wobei sie oft im Moment der Explosion getötet wurden. Die Tretmine war aber eigentlich keine ‘Selbstmordwaffe’, denn theoretisch hatte der Träger gute Möglichkeiten, den Einsatz zu überleben. Die japanische Selbstmord-Taktik zur Panzerabwehr war daher extremer, denn seit 1944 war sie zu einer allgemein akzeptierten Methode der Kriegsführung geworden. Alle japanischen Soldaten, Matrosen oder Piloten wurden dazu aufgerufen, bei dem Versuch alliiertes Material oder Personal mehr …

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