Kriegstagebuch 26. März 1917


Türkische Geschütze feuern auf die britischen Truppen
Türkische Geschütze feuern auf die britischen Truppen während der Ersten Schlacht von Gaza. Gerade wird ein Verwundeter auf einer Trage zurückgebracht.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 26. März 1917:

Naher Osten


Palästina – Erste Schlacht von Gaza (bis zum 27. März): Dobell’s British Eastern Force (39.000 Mann mit 136 Kanonen gegen 16.000 Türken mit 74 Kanonen) schneidet Gaza mit 8500 Mann Kavallerie ab, erobert aber die Höhe Ali Muntar über Stadt zu spät und bricht den Kampf bei Einbruch der Dunkelheit ab. Die Briten haben 3.967 Mann Verluste, einschließlich 246 Kriegsgefangene und 2 Flugzeuge. Die Türken verlieren 2.447 Mann (davon 837 Kriegsgefangenen), einschließlich 48 Österreicher und Deutsche, 2 Kanonen und 1 Flugzeug.

Luftkrieg

Palästina: Deutsche Flugzeuge (8 Rumpler und einige Halberstadt-Jagdflugzeuge) verhindern die wichtigen Aufklärungsflüge das Royal Flying Corps (21 einsatzbereite Flugzeuge) in der ersten Schlacht von Gaza (bis zum 28. März).

Westfront

Starker Schnee und Regen (sowie Hagel am 27. März).
Somme: Australische Truppen erobern Lagnicourt (mit ca. 50 Kriegsgefangenen), 10 km nordöstlich von Bapaume.
Aisne: Die französische Dritte Armee drückt die deutschen Truppen hinter die Barisis-Servais-Linie und erobert Coucy-le-Chateau.

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  • 3d-Modell M26 Pershing

    Schwerer US-Kampfpanzer M26 Pershing. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell des amerikanischen Panzers aus der Endphase des 2. Weltkrieges und dem Koreakrieg. M26 Pershing Typ: schwerer US-Kampfpanzer. Geschichte: Der schwere Kampfpanzer hatte keinen einfachen Stand bei der US Army während des Zweiten Weltkrieges. Zwar erkannten die Amerikaner frühzeitig den operativen Bedarf für einen schweren Panzer, konzentrierten aber ihr beträchtliches Industriepotential erst einmal auf den Massenausstoß von mittleren Panzern der Typen M3 Lee/Grant und M4 Sherman. Der vielversprechende Entwurf des schweren Panzers M6 verlief trotz konzentrierter Bemühungen im Sande, aber immerhin wurden danach Entwicklungseinrichtungen niedriger Priorität dem schweren Panzer zugestanden. Dieses Zugeständnis wurde untermauert, als die deutschen Panther- und Tiger-Panzer auf dem Schlachtfeld erschienen und der schwere Panzer erhielt eine höhere Priorität. Der ersten Versuche mit einer neuen Generation von schweren amerikanischen Kampfpanzern wurden mit dem neuen mittleren Panzer T20 unternommen. Dieser wurde im September 1942 in Auftrag gegeben und erstmals im Juni 1943 gebaut. Der Panzer hatte eine 76-mm-Kanone und eine Kettenaufhängung, welche ähnlich dem mittleren M4 Sherman-Panzer war. Eine fortlaufende Weiterentwicklung führte zu einer neuen Form der Kettenaufhängung vom Torsionsstab-Typ beim mittleren Panzer T23. Mit dem T25 erschien erstmals eine Version eines schweren Panzers, welcher mit einer neuen 90-mm-Kanone in einem überarbeiteten Turm bewaffnet war. Zwischen Januar und April 1944 wurden 50 Exemplare gebaut. Die ersten vierzig T25 hatten lediglich eine maximale Panzerung von 87 mm wie beim T23, während die letzten zehn eine verstärkte Panzerung erhielten und als ‘schwere’ mittlere Panzer T26 bezeichnet wurden. Bei diesem Entwicklungsstand traten erhebliche Meinungsverschiedenheiten auf. Anfang 1943 hatte die Panzerführung die Ansicht vertreten, dass der Krieg mit dem mittleren M4 Sherman-Panzer gewonnen oder verloren werden würde. Man hatte sich deshalb sehr bemüht, den Sherman sicherer, zuverlässiger und kampfkräftiger zu machen. Weiterhin wies die Panzerführung auf eine An­ordnung hin, durch die Größe und Gewicht von Fahrzeu­gen an die Leistungsfähigkeit der Pionierbrücken gebun­den wurden, und deren Grenzen würde ein schwerer Panzer überschreiten. Es wurde allerdings darauf hingewiesen, dass die deutsche Wehrmacht offensichtlich nicht an der­artige Einschränkungen gebunden war. Daher wurde die umgehende Produktion von 500 T25E1 und 500 schweren T26E1 zur Lieferung noch im Jahr 1944 gefordert, aber der Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte hielt die 90-mm-Kanone nicht für einen Kampfpanzer geeignet, da es die Panzerbesatzungen dazu ermutigen würde, auf feindliche Panzer aus Stellungen heraus zu lauern, anstatt anzugreifen. Nach der amerikanischen Panzer-Doktrin waren jedoch nur die schnellen und nur schwach gepanzerten Jagdpanzer M10 und M18 für die Panzerjäger-Rolle zuständig. Diese etwas weltfremde Anforderung war erst vom Tisch, als am 1. Juni 1944 eine Bewertung der US-Truppenführung aus Europa eintraf, welche keine Fahrzeuge mehr mit 75-mm- oder 76-mm-Kanonen ab 1945 erhalten wollte, sondern Panzer mit 90-mm-Kanonen und 105-mm-Haubitzen im Verhältnis von eins zu vier. Diese Anforderung wurde vom amerikanischen Heeres-Generalstab bestätigt und der T26 wurde Ende Juni 1944 als schwerer Panzer T26E1 bezeichnet und wurde zum Prototypen für den M26 Pershing. Es wurden umfassende Versuche mit dem T26E1 vorgenommen und zahlreiche Detailverbesserungen für die endgültigen Serienfahrzeuge vorgenommen. Dazu gehörten Verbesserungen bei der Kraftübertragung und der Motorkühlung, ein überarbeitetes elektrisches System, das Entfernen des Turmkäfigs um mehr Munition laden zu können, ein besserer Zugang zum Motor und ein größerer Luftreiniger. Im August 1944 empfahl dann das amerikanische Ausrüstungs- und Beschaffungsamt, den T26E1 als schweren Standard-Kampfpanzer in die Produktion zu nehmen. Der Widerstand war jedoch noch immer stark und die Heeres-Streitkräfte erklärten, dass das Fahrzeug nicht als Standard akzeptiert werden könnte, bis das Armored Force Board die Modifikationen für die Produktion ebenfalls getestet und genehmigt hat. Bereits im vorgehenden Juli hatte die Heeres-Streitkräfte schon versucht, den T26E1 mit der 76-mm-Kanone neu bewaffnen zu lassen, ein Vorschlag, welcher vom amerikanischen Ausrüstungs- und Beschaffungsamt einfach ignoriert wurde. Damit der Verteidigungsaus­schuß seine Zustimmung für den neuen schweren Panzer geben und die Kampftüchtig­keit des Fahrzeuges bestätigt wurde, sah sich der Kriegs­minister gezwungen, 20 der T26E3 (M26 Pershing) zur Erpro­bung auf den europäischen Kriegsschauplatz zu schicken. Die Produktion dieser 20 T26E3 hatte im November 1944 begonnen und diese sollten zur Kampferprobung Anfang Dezember nach Europa geschickt werden. Wieder stellten sich die Heeres-Streitkräfte dagegen und forderten eine einmonatige Testphase bei der Panzertruppe in Amerika. Doch gerade in dieser Zeit schlugen am 16. Dezember 1944 zwei deutsche Panzer-Armeen auf die 1. US-Armee in den Ardennen ein. Dabei wurde klar, dass der M4 Sherman mit seiner dünnen Panzerung und selbst mit der besseren 76-mm-Kanonen unzulänglich war. Dies führte dazu, dass am 22. Dezember der US-Generalstab in die Angelegenheit einschritt und die sofortige Verschiffung aller verfügbaren T26E3 ohne weitere Erprobungen nach Europa anordnete. Die ersten 20 T26E3 wurden im Januar 1945 nach Europa verschifft und Anfang Februar wurden diese der 3. und 9. US-Panzerdivision zugeteilt. In dieser Mission Zebra bewies der M26 Pershing seine Kampfkraft, worauf Über­nahme und Produktion vorankamen. Die Ardennen-Offensive hatte die Bestrebungen des amerikanische Ausrüstungs- und Beschaffungsamt bestätigt, einen Panzer mit einer 90-mm-Kanone in den Einsatz zu bringen und im Januar 1945 hatten die Heeres-Streitkräfte auch keine Probleme mehr damit, den T26E3 als kampffähig einzustufen. Der Ruf nach mehr Fahrzeugen dieser Art wurde aus Europa immer lauter, wo die amerikanischen Panzerbesatzungen endlich einen neuen schweren Panzer hatten, der es im Feuergefecht mit dem Tiger aufnehmen konnte und dazu noch viel mobiler war. Die vollständige Serienproduktion des T26E3 begann im Januar 1945 im Grand Blanc Arsenal, wo von November 1944 bis Juni 1945 insgesamt 1.190 Stück hergestellt wurden. Ab März bis zum Juni 1945 wurden weitere 246 Panzer im Detroit Arsenal gebaut. Im März 1945 wurde der T26E3 offiziell als schwerer Panzer M26 ‘General Pershing’ – dem Begründer der ame­rikanischen Panzertruppen im Ersten Weltkrieg – bezeichnet, wobei der Zusatz in der Regel auf ‘Pershing’ verkürzt wurde. Der M26 Pershing kam zwar zu spät, um noch entscheidend in den Kriegsverlauf in Europa eingreifen zu können, aber eine größere Anzahl wurden jedoch in den Pazifik geschickt und auf Okinawa eingesetzt. Aber unter den dortigen Bedingungen konnte ein schwerer Panzer nicht sein vollständiges Potenzial ausspielen. In Korea wurde der M26 Pershing jedoch in großem Maßstab ein­gesetzt und war für längere Zeit einer der hauptsächlichen Kampfpanzer der mehr …

  • 3d-Modell Sturmgewehr 44

    StG-44 im Einsatz im Zweiten Weltkrieg (Teil II). Die Geschichte der Truppeneinführung und Einsatz des Sturmgewehr 44 mit Bildern, Video und 3d-Modell. Schließlich sahen die ersten Exemplare der MP 43 (ab April 1944 als MP 44 bezeichnet) an der Ostfront ihre Feuertaufe und deren Erfolge waren so herausragend, dass von vielen anderen Fronteinheiten Forderungen eingingen, mit dieser Waffe ausgerüstet zu werden. Einsatz des StG-44 So wurde die Sachlage letztlich eines Tages im Führerhauptquartier bekannt, als einige Befehlshaber von Infanterie-Einheiten von Hitler persönlich wissen wollten, wann denn nun auch ihre Truppe die neue Waffe bekommen würde. Natürlich geriet Hitler dadurch in Rage und ordnete eine ausführliche Untersuchung des Vorganges an. hier zu Teil I vom StG-44 Aber in einem meisterhaften politischen Schachzug rüstete das Waffenamt Hitlers persönliche Wacheinheit der Waffen-SS mit dem neuen Gewehr aus. Bei einer Gefechtsübung überzeugten diese Soldaten schließlich Hitler von der Nützlichkeit der neuen Waffe, insbesondere von dem Hauptvorteil, dem vollautomatischen Feuern während eines Angriffs. Dies gefiel Hitler und so wurde die Waffe als Sturmgewehr (offiziell Sturmgewehr 44 oder StG-44) getauft – und diese Bezeichnung hat sich bis in die heutige Zeit für diese Kategorie von Feuerwaffen gehalten. Das Sturmgewehr 44 war die erste deutsche Waffe, welche vor ihrer endgültigen Fertigstellung in Produktion genommen wurde und es wurde keine Bedeutung dem Aussehen zugemessen oder knappe Toleranzwerte beachtet, ausgenommen, wo sie von entscheidender Bedeutung waren. Tatsächlich wurde der Original-Entwurf von Hugo Schmeisser noch einmal wesentlich von der Firma Merz in Frankfurt modifiziert, um das Stahlpressen zu vereinfachen. Dennoch war der Entwurf äußerst robust und zuverlässig. In deutschen Berichten heißt es: ‘Von allen Infanteriewaffen war die MP 44 die einzige, welche in Russland immer noch einwandfrei funktionierte, egal ob bei Schmutz, Kälte oder Staub und es gab keine Aussetzer und es war widerstandsfähig gegen Ladehemmungen.’ Die Herstellung des sowohl im Dauer- als auch Einzelfeuer schießenden Sturmgewehr 44 lief im Juli 1943 bei mehreren Herstellern an und Mitte 1944 erreichte der monatliche Ausstoß etwa 50.000 Stück, welcher bis Kriegsende beibehalten werden konnte. Es wurden in diesem Zeitraum 425.979 Sturmgewehre abgenommen und die Verbreitung bei Waffen-SS und Wehrmacht nahm ständig zu. Vom automatischen Selbstladegewehr Md.43 (G-43) wurden von 1943 bis 1945 zusätzlich weitere 450.000 Exemplare an das Heer ausgeliefert, wovon etwa 10 Prozent ein Zielfernrohr für Scharfschützen hatten. Insgesamt hat die Wehrmacht in den letzten beiden Kriegsjahren also fast 1 Million automatische Gewehre erhalten. Trotzdem wurde die beabsichtigen Herstellungsmengen zu weniger als 50 Prozent erreicht, sodass die geplante Ablösung des Karabiner 98k und der Maschinenpistole MP 40 durch das Sturmgewehr nicht erreicht wurde. Es wurden außerdem Versionen mit gekrümmten Lauf hergestellt, mit dem der Schütze ‘um die Ecke’ schießen konnte, wobei mithilfe eines Periskop-Visiers das Ziel anvisiert wurde. Diese Waffen waren für den Straßenkampf und zum Feuern aus Panzerfahrzeugen gedacht. Dazu gab es noch ein Zielfernrohr für Scharfschützen, ein Granatwerfer konnte angebracht werden und für den Nachtkampf konnte eines der allerersten Infrarotzielgeräte anmontiert werden. Trotzdem wurde im Jahr 1944 ein Auftrag erteilt, eine noch bessere Waffe zu entwickeln, vorläufig als StG-45 bezeichnet. Verschiedene Entwürfe befanden sich in Entwicklung und das erfolgreichste schien das von den Mauser-Werken zu werden. Jedoch endete der Krieg, bevor diese sehr weit fortgeschritten waren. Der Entwurf gelangte später nach Spanien, wo es zum CETME-Gewehr entwickelt wurden. Später kehrte es wieder nach Deutschland zurück und wurde deutlich verbessert als Heckler&Koch Gewehr 3 hergestellt, wo es zum Standardgewehr der Bundeswehr wurde und auch weit verbreitet in der Welt verwendet wird. Die Entwurfselemente des Sturmgewehr 44 wurden nach dem 2. Weltkrieg außerdem noch von zahlreichen anderen Armeen verwendet, insbesondere ist dies beim sowjetischen vollautomatischen Kalaschnikow-Gewehr zu erkennen. Benutzer: Deutsche Wehrmacht. StG-45 – Sturmgewehr 45 Animation 3d-Modell StG-44 Video vom StG-44 https://youtu.be/9z-cQ8wQTUk hier zu Teil I vom StG-44

  • 'Stuka zu Fuß'

    Nebelwerfer für 28- oder 32-cm Wurfkörper und 30-cm Wurfkörper 42 (Teil II der deutschen Nebelwerfer im Zweiten Weltkrieg.) Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. 28- oder 32-cm Wurfkörper und 30-cm Wurfkörper 42 Typ: Nebelwerfer-Raketenartillerie. 28-cm und 32-cm-Wurfkörper Die 28-cm und 32-cm-Raketen waren noch vor den 15-cm-Raketen bei der Wehrmacht im Einsatz und die ersten erschienen bereits während des Jahres 1940. Beide Raketen-Typen verwendeten den gleichen Raketenantrieb, hatten aber einen unterschiedlichen Sprengkopf. Beide waren unbeholfene, sperrige Raketen mit einer schlechten ballistischen Formgebung, hatten aber eine wirksame Zuladung. Hier zu Teil I des Nebelwerfer. Die kleinere Waffe war der 28-cm Wurfkörper Spreng, welche einen schweren, hochexplosiven Sprengkopf hatte, während die größere Waffe 32-cm Wurfkörper MF150 einen Brandsatz-Sprengkopf mit schweren Flüssigkeitsgemischen in der Art eines frühen Napalms hatte. Beide hatten eine Reichweite von rund 2.000 Meter und waren trotz ihrer Spin-Stabilisierung sehr ungenau, was dazu führte, dass sie, wenn möglich immer in großen Massen eingesetzt wurden. Als Ausgleich für diese Nachteile war ihre Wirkung jedoch verheerend, wenn sie ein Ziel trafen und die Rakete mit dem hochexplosiven Sprengstoff wurde vorzugsweise im Stadtkampf eingesetzt, wo Häuser oder andere Gebäude zerstört werden mussten. Der Wurfkörper Spreng hatte eine Reichweite von 1.925 Metern, aber sein 61-kg- Anatol-Sprengkopf hatte eine enorme zerstörerische Wirkung, während die Flamm-Version auf bis zu 2.200 Meter verschossen werden konnte. Beide Raketen-Typen wurden an die Truppe in hölzernen Transport- oder Packkisten ausgegeben. Diese Kisten dienten auch als Starter-Rahmen und wurden mit einfachen, vorderen Stützbeinen zum rudimentären Zielen ausgeliefert. Die Zündung erfolgte elektrisch. In dieser Form konnten beide Raketen von Sturmpionieren verwendet werden um Bunker oder Widerstandsnester zu zerstören. Wesentlich öfters wurden die Raketen aber in Vierergruppen von einem einfachen Starter-Rahmen, der als schweres Wurfgerät 40 oder schweres Wurfgerät 41 bezeichnet wurde, verschossen. Diese beiden Geräte unterschieden sich nur dadurch, dass letzterer aus Stahlrohren und nicht wie zuvor aus einem Holzrahmen bestand. Gewöhnlich bildeten 10 dieser Werfer eine Batterie. Während des Jahres 1940 wurden etwa 10.000 Wurfkörper Spreng und 12.000 Wurfkörper Flamm Raketen hergestellt und 1941 stieg diese Anzahl auf 77.150 Wurfkörper Spreng und 62.550 Wurfkörper Flamm an. Mehr als 600.000 Wurfkörper wurden bis Kriegsende gefertigt, sowie 700 Werfer, von denen 345 ab 1941 gebaut wurden. Sie wurden an die Pioniertruppe, ausgewählte Infanterie-Einheiten und motorisierte Entgiftung-Abteilungen ausgegeben. Am 22. Juni 1941 gab es acht motorisierte Entgiftung-Abteilungen, davon drei Straßen-Bataillone, welche sich alle beim Truppenaufmarsch im Osten gegen die Sowjetunion befanden. Beide Raketentypen konnten für vorbereitendes Sperrfeuer eingesetzt werden, wie dies zum Beispiel während der Belagerung von Sewastopol 1942 geschah. Doch das bisher beschriebene Abschusserfahren war statisch und um einen gewissen Grad von Mobilität zu erreichen, wurde der 32-cm Nebelwerfer 41 entwickelt. Dies war ein einfacher Anhänger mit einem Abschuss-Rahmen für sechs Raketen in zwei übereinander angeordneten Reihen zu je drei Stück. Nach dem 15-cm Nebelwerfer 41 wurde dieser zur wichtigsten Ausstattung der ersten Nebelwerfer-Einheiten. Ein weiterer, mobiler Werfer für diese Raketen war der schwere Wurfrahmen 40, bei dem sechs Abschuss-Rahmen an die Seiten des Halbkettenfahrzeugs SdKfz 251/1 montiert wurden. Dabei wurden die Raketen an den Seitenhalterungen montiert, wobei sie sich immer noch in ihren Transportkisten befanden. Gezielt wurde einfach damit, dass das Fahrzeug in Richtung des Zielgebietes aufgestellt wurde und die Raketen wurden eine nach der anderen und einer festgelegten Reihenfolge abgefeuert. Diese Kombination aus Abschussfahrzeug und Raketen hatte verschiedene Namen, wurde aber oft als ‘Stuka zu Fuß’ oder ‘Heulende Kuh’ bezeichnet. Dieses Waffensystem wurde öfters für die Unterstützung bei Operationen von Panzerverbänden verwendet, insbesondere in der Anfangszeit von Unternehmen Barbarossa, dem Angriff auf die Sowjetunion. Im weiteren Verlauf des Krieges wurden auch andere Fahrzeuge, vor allem französische oder andere erbeutete Fahrzeuge verwendet, um noch mehr mobile Werfer zur Verfügung zu haben. Alle möglichen Typen von leicht gepanzerter Fahrzeuge wurden für diesen Zweck verwendet, wobei einige nur vier Abschuss-Rahmen trugen. Viele dieser Fahrzeug-Improvisationen wurden während der Kämpfe in der Normandie im Sommer 1944 eingesetzt. Am 22. Juni 1941, mit Beginn des Krieges gegen Russland, verfügte das deutsche Heer über vier motorisierte Spezial-Hauptquartiere für Raketenwerfer, fünf Nebelwerfer-Regimenter mit dem 15 cm Nebelwerfer 41, sieben motorisierte Nebelwerfer-Bataillone und eine unabhängige Batterie sowie die acht motorisierte Entgiftung-Abteilungen mit dem Wurfkörper Spreng bzw. Wurfkörper Flamm. All diese Verbände waren Anfangs in Russland eingesetzt. Über die Wirkung der Nebelwerfer zu Beginn des Krieges in Russland lässt sich der wohl fähigste deutsche Stratege des Zweiten Weltkriegs, der spätere Feldmarschall von Manstein (1887-1973), welcher zu diesem Zeitpunkt kommandierender General des 56. Panzer-Korps bei der Heeresgruppe Nord war, in seinen Erinnerungen wie folgt kurz aus: Beim tiefen Vorstoß des Panzer-Korps auf Leningrad Mitte Juli 1941 wurde dieses vorübergehend zwischen dem Peipus- und Illmen-See von seinen rückwärtigen Verbindungen getrennt. Dabei gelang es sowjetischen Truppen auf den Nachschubstraßen einen deutschen Tross zu überwältigen und geheime Kommandosachen zu erbeuten. Dies wurde von Radio Moskau freudig gefeiert, handelte es sich dabei doch um die streng geheimen Dienstvorschriften für die neuen deutschen Nebelwerfer. Diese neue Waffe, welche auch Flammöl-Geschosse verfeuern konnte, war der Roten Armee offensichtlich besonders ein Dorn im Auge. So meldete sich die den Verbänden Mansteins gegenüber befindliche sowjetische Armee offen über Funk an die Deutschen, wenn diese die ‘Spielereien’ mit dem Flammöl nicht einstellen würden, so müssten sie zum Gaskrieg übergehen. 30-cm Wurfkörper 42 Verglichen mit den vorausgegangenen 28-cm und 32-cm-Raketen, war der Wurfkörper 42 Spreng oder auch Wurfkörper Spreng 4491 eine deutliche Verbesserung gegenüber den früheren Entwürfen, als dieser bei der Nebelwerfer-Artillerie Ende 1942 erschien. Nicht nur war seine Aerodynamik ein viel glatter und sauberer Entwurf, sondern er hatte auch noch den größten Anteil an Sprengstoff im Verhältnis zum Treibstoff aller deutschen Artillerie-Raketen. Für die Soldaten im Feld waren diese Vorzüge jedoch weniger wichtig als der Umstand, dass die neue Rakete ein fortschrittlicheres Treibmittel verwendete, was weniger Rauch und Abgasspuren erzeugte und damit die Feuerstellung der Raketenwerfer-Batterie nicht so leicht erkennen ließ. Dazu hatte die 30-cm-Rakete auch noch einen erheblichen Vorteil in der Reichweite gegenüber allen existierenden Typen und konnte theoretisch bis auf Ziele in 6.000 Metern Entfernung verschossen werden. Im praktischen Einsatz erfolgte der Abschuss aber nur über etwa 4.550 mehr …

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