Kriegstagebuch 26. Oktober 1917



Kanadische Kanoniere bei Passchendaele
Kanadische Kanoniere im Schlamm von Passchendaele.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 26. Oktober 1917:

Westfront


Flandern – ZWEITE SCHLACHT VON PASSCHENDAELE (bis zum 10. November): ‘Der Feind stürmt wie ein wilder Stier gegen die eiserne Mauer, die ihn von unseren U-Boot-Stützpunkten fernhält’ (Ludendorff). Die Hauptstösse gegen den Houthulst-Wald durch die Franzosen und gegen Poelcapelle. Das Kanadisches Korps (426 Geschütze, 1.558 Verluste) greift um 05:30 Uhr im Regen an und gewinnt knapp 1.000 Meter auf einem 2.500 Meter breiten Frontabschnitt in Richtung Passchendaele, Bercelaere, Gheluvelt (dort ca 3.500 britische Verluste) und Zandvorde. Die Kanadier gewinnen ansteigendes Gelände an zwei Vorsprüngen im Südwesten von Passchendaele.

Südfronten

Isonzo: Krauss 3 österreich-ungarische Dvisionen überqueren den Stol-Höhenrücken (1.971 m) und nehmen den Mt.Maggiore ein. Nach einem Vorstoß von über 19 km erobert Rommel mit seinen Soldaten den Mt.Mrzli und Mt.Matajur (1.650 m) mit 2.700 Kriegsgefangenen von der Salerno-Brigade, die gegenüber ihren Offizieren meutern und sich ergeben. 2 deutsche Divisionen stehen 8 km von Cividale entfernt, dem Hauptquartier der italienischen Zweiten Armee. Die österreich-ungarische Zweite Isonzo-Armee dringt in die zweite Linie der italienischen Bainsizza-Verteidigungsstellung ein und die Erste Isonzo-Armee meldet den italienischen Rückzug auf dem Kars. Die Deutschen melden 60.000 italienische Kriegsgefangene und 500 erbeutete Kanonen. Lloyd George befiehlt dem britischen Generalstab, 2 Divisionen von der britischen Westfront nach Italien zu entsenden.

Politik

BRASILIEN ERKLÄRT DEUTSCHLAND DEN KRIEG: Präsident Braz gibt bekannt, dass die Deutschen in einen Umsturzversuch verwickelt sind und eine Invasion planen.

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Im Blickpunkt:
  • Albatros D.III

    Albatros D.I bis D.V, deutsches Jagdflugzeug aus dem Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Albatros D.I, D.II., D.III, D.V und D.Va Typ: Jagdflugzeug. Geschichte der Albatros-Jäger Albatros D.I und D.II Hauptsächlich wegen der britischen Airco D.H.2 und der französischen Nieuport XI konnten die Alliierten im späten Frühjahr 1916 mit den deutschen Fokker E Eindeckern gleichziehen. So benötigten die Deutschen eindeutig ein neues Jagdflugzeug, falls sie wieder die Luftüberlegenheit des vergangenen Winters haben wollten. Einige vorläufige Doppeldecker waren zwar erschienen, welche eine Bewaffnung aus zwei nach vorne feuernden Maschinengewehren hatten, aber im Allgemeinen verursachte das zusätzliche Maschinengewehr mit seiner Munition einen starken Abfall in der Leistung. Eindeutig wurde mehr Motorleistung und eine stärkere Bewaffnung benötigt. Bei den Albatros-Werken entwickelte ein Team unter Diplom-Ingenieur Robert Thelon einen Prototyp, welcher im August 1916 unter der Bezeichnung Albatros D.I erschien. Dieser war mit einem 7,92-mm-Zwillings-Spandau-Maschinengewehr bewaffnet und wurde von einem 160 PS starken Mercedes-D.III-Motor angetrieben. Der Albatros D.I war das erste deutsche Jagdflugzeug mit einer Bewaffnung aus zwei Maschinengewehren, welches nicht gleichzeitig unter einem entsprechenden Leistungsverlust litt. Das Flugzeug wurde schnell in die Produktion übernommen, nahezu unverändert vom Prototypen, mit Ausnahme der Anbringung eines hornförmigen, ausgeglichen Höhenruders. Zwar war es weniger manövrierfähig als der Fokker-Eindecker, aber dieser Umstand wurde mehr als ausgeglichen durch die größere Geschwindigkeit, Steigleistung und Feuerkraft. Die Truppeneinführung der Albatros D.I fiel mit einer Reorganisation der deutschen Flieger in Jagdstaffeln zusammen. So fand der erste Einsatz von mit Albatros D.I ausgerüsteten Jastas im September 1916 statt. Im Dezember befanden sich 50 D.I im Dienst an der Front. Zu diesem Zeitpunkt wurden sie aber in der Produktion durch die Albatros D.II abgelöst, welche im Oktober 1916 in Dienst gestellt wurde. Der größte Nachteil der D.I war die eher schlechte Sicht nach vorne im Cockpit und die D.II behob dieses Problem durch eine reduzierte Lücke zwischen dem Rumpf und dem oberen Flügel und einer ausgebreiteten N-förmigen Cabane-Verstrebungen. Weitere Verbesserungen waren der Ersatz der Seitenkühler der D.I mit einem bündig angebrachten Flügelkühler. Im Januar 1917, dem Höhepunkt ihrer Einsatzstärke, befanden sich 214 Albatros D.II an der Front, wo ihre Leistung und Feuerkraft kräftig dabei half, die Luftüberlegenheit wieder zu Deutschlands Gunsten zu verschieben. Die Albatros D.II wurde ihrerseits durch die spätere und noch bessere D.III abgelöst und bis zum Mai 1917 hatte sich ihre Zahl an der Front genau halbiert und bis November 1917 gab es dort von der D.I und D.II zusammen nur noch zwanzig Stück. Die deutsche Produktion der D.II erfolgte auch durch die Firma L.V.G. und weitere zwanzig D.II wurden auch für die österreich-ungarischen Luftstreitkräfte durch Oeffas als die Serie 53 mit einem 185-PS-Austro-Daimler-Motor gebaut. Nach dem Ende des Krieges wurden alle Albatros-Typen umbenannt, um die Waffenstillstandsbedingungen zu umgehen. So wurde die D.I zur L.15 und die D.II zur L.17. Blutiger April 1917 Die vier Monate heftiger Luftkämpfe zu Beginn des Jahres 1917, welche im April ihren Höhepunkt erreichten und bei den Briten als ‘Bloody April’ (‘Blutiger April’ oder ‘Verdammter April’) bezeichnet wurden, machten klar, dass zahlenmäßige Überlegenheit im Luftkrieg nur wenig bedeutet, wenn der Gegner technologisch überlegen ist. Die Luftkämpfe, die den April 1917 eröffneten, setzten sich den ganzen Monat über ohne Unterbrechung fort. Die mit Zwillings-Maschinengewehren bewaffneten Albatros richtete bei den mit nur einem Maschinengewehr ausgerüsteten alliierten Jägern und den veralteten Aufklärungsflugzeugen große Verluste an. Gordon Taylor, ein Pup-Pilot des RCF (Royal Flying Corps), hatte einige Wochen nach dem ‘Bloody April’ die Gelegenheit, eine erbeutete Albatros D.II zu fliegen. Er hielt die Albatros für ‘eine Kriegsmaschine und eine Waffe von rücksichtsloser Effizienz’, während er seine Sopwith Pup für nach dem Krieg als geeignet für ein Sportflugzeug ansah. Die Pup konnte die Albatros zwar ausmanövrieren, aber die Albatros hatte die doppelte Feuerkraft und die doppelte Motorleistung, und da sie schneller war und besser steigen und stürzen konnte als die Pup, hatte sie normalerweise die Initiative. Die Albatros konnte den Kampf auch jederzeit abbrechen, wenn eine Pup den taktischen Vorteil hatte. Unter den britischen Jägern mussten die Nieuport XI besonders schwere Verluste hinnehmen, denn in zwei Wochen verlor alleine die 60. Squadron (Staffel) 13 Piloten. Innerhalb der ersten vier Tage der Luftoffensive verlor das RFC 75 Flugzeuge im Kampf und weitere 56 Flugzeuge bei Unfällen. Squadron-Commander Sholto Douglas erinnerte sich, dass seine Einheit, die 43. Squadron, im April bei Einsätzen mit der Sopwith 1 1/2-Strutter mehr als 100 Prozent Verluste hinnehmen musste. 32 Piloten und Bordschützen hatte die Staffel, 35 gingen verloren. Ersatzleute kamen gerade noch rechtzeitig, um abgeschossen zu werden. Nur sechs oder sieben der ursprünglichen 32 Mitglieder einer Staffel überlebten den April. Es mussten so viele Begleitjäger gestellt werden, nämlich mindestens fünf für ein Aufklärungsflugzeug, dass die nominelle zahlenmäßige Überlegenheit des RFC zunichtegemacht wurde. Die britischen Verluste waren schwerwiegend: 245 Flugzeuge gingen direkt durch Kampfhandlungen verloren, 211 Flugzeugbesatzungen wurden getötet, vermisst oder verstarben an ihren Verwundungen, 108 gerieten in Gefangenschaft und 116 wurden im Kampf verwundet. Im Vergleich dazu verlor die RFC in den viereinhalb Monaten während der Somme-Schlacht zwischen dem 1. Juli und dem 22. November 1916 499 Flugzeugbesatzungen. Die britische Luftwaffe gab zwar nie auf, aber Ende April 1917 war die Moral der Royal Flying Corps auf dem Tiefpunkt. Albatros D.III Der erste der Albatros-Jäger mit V-Verstrebung war die D.III, welches zugleich das beste und effektivste Flugzeug der Serie während des Ersten Weltkrieges war. Das Flugzeug war das Ergebnis einer Anforderung der Idflieg an deutsche Flugzeugbauer während des Jahres 1916, um einige der Eigenschaften der alliierten Nieuport-Jäger zu übernehmen, welche so erfolgreich über der Westfront operierten. Bei den Albatros-Werken entschied Diplom-Ingenieur Thelen den grundsätzlichen Rumpf der D.II beizubehalten, aber mit einer starken Kompressor-Version des Mercedes-D.III-Motors, um eine bessere Höhenleistung zu erzielen, ebenso wie eine vollständig neue Flügelzelle zu entwerfen. Ähnlich der Praxis bei Nieuport, aber weniger drastisch, machte er die unteren Flügel viel schmaler an der Sehne als das obere Paar. Das Ergebnis war ein Flugzeug mit einer noch besseren Geschwindigkeit und Steigleistung als die Albatros D.II. Als das neue Flugzeug ab Anfang 1917 die früheren Albatros-Jäger an der Front ergänzte, zeigte es mehr …

  • Uniformen griechische Armee

    Armee und Geschichte Griechenlands im Ersten Weltkrieg. Organisation, Uniformen, Kriegsgliederung, Stärke und Verluste der griechischen Armee von 1917 bis 1918. Im Februar 1821 begann der entscheidende Aufstand der Griechen gegen das Osmanische Reich und sie erzielten am 3. Februar 1830 ihre Unabhängigkeit. Organisation der griechischen Armee Im Juli 1914 hatte Griechenland unter König Konstantin I. eine Einwohnerzahl von 4.733.013 Griechen sowie türkische und von mazedonisch-slawischen Minderheiten und umfasste etwa 122.000 km² des heutigen Griechenlands, mit Ausnahme von West-Thrakien (damals zu Bulgarien) und den italienischen Dodekanes-Inseln. König Konstantin war der Oberbefehlshaber der griechischen Armee (Ellinikos Stratos), welche in eine aktive Armee der Ersten Linie für Männer im Alter von 21 bis 23 Jahren, in eine Reserve-Armee der Zweiten Linie für Männer von 24 bis 44 Jahren und eine weitere Reserve-Armee der Dritten Linie für Männer von 45 bis 52 Jahren organisiert war. Garnisonstruppen mit Pionieren und Nachrichten-Regimenter, sowie Eisenbahn-, Brückenbau-Pioniere und motorisierte Transport-Bataillone unterstanden direkt dem Armee-Hauptquartier. Griechenland war in fünf Militärbezirke unterteilt, die jeweils ein Armeekorps (I-V, im griechischen A-E) mobilisierten, aber das V. Korps wurde nur teilweise gebildet. Es gab 14 Divisionen (1-14). Ein Korps bestand aus einem 480 Mann starken Kavallerie-Regiment (im V. Korps nur ein Bataillon) mit vier Schwadronen zu je 120 Mann. Dazu ein Feldartillerie-Regiment mit vier Bataillonen (V. Korps nur drei Bataillone), jeweils mit drei Batterien zu 153 Mann, einem Pionier-Regiment mit sechs Kompanien (V. Korps, ein Bataillon mit vier Kompanien), ein Transport-Bataillon mit drei Kompanien (V. Korps nur zwei), ein Sanitäts-Bataillon sowie zwischen zwei und drei Divisionen. Eine Division (eigentlich eine reine Infanterie-Division) umfasste drei (5. Division nur zwei) Infanterie- und Evzone-Regimenter, jeweils mit drei 1.045 Mann starken Infanterie-Bataillonen zu je vier 253 Mann starken Schützenkompanien und einem Maschinengewehr-Zug sowie einem Gebirgsartillerie-Bataillon (drei Batterien zu je 103 Mann). Es gab insgesamt 41 Infanterie-Regimenter: 33 der Linie, 5 der Elite Evzones und drei kretische Regimenter. Die königlich-griechische Marine (Vasilikon Naftikon) war umfangreich, aber veraltet. Sie bestand aus 5 Vor-Dreadnoughts, einem Panzerkreuzer, einem leichten Kreuzer, 14 Zerstörer, 14 Torpedoboote und 2 U-Booten. Das im September 1912 aufgestellte Armee-Flieger-Korps (Ellinikos Polemikis Aeroporisas) wuchs auf drei Staffeln an. Zusätzlich gab es die Gendarmerie (Polizei: Elliniki Chorofilaki) mit 16 Fuß-Kompanien und drei berittenen Schwadronen. Geschichte Griechenlands im 1. Weltkrieg Der 1. Weltkrieg spaltete Griechenland in die neutrale Fraktion von König Konstantin, einschließlich des Oberkommandos der Armee, welche nicht in den Konflikt verwickelt werden wollte, und die Fraktion unter der Leitung des Ministerpräsidenten Eleftherios Venizelos, die es vorzogen, sich der Entente (Alliierten) anzuschließen. Venizelos Angebot an die Alliierten vom 5. März 1915, griechische Truppen an die Dardanellen zu schicken, wurde von König Konstantin abgelehnt, der damit seine Befugnisse als konstitutioneller Monarchen überschritt. Dies führte zum Rücktritt von Venizelos und verursachte eine andauernde Konstitution-Krise – das ‘Nationale Schisma’. Gemäß dem serbisch-griechischen Bündnisvertrag vom Mai 1913 mobilisierte Venizelos die griechische Armee im September 1915 und sanktionierte die Landung der alliierten Armee de l’Orient in Saloniki am 5. Oktober. Bulgarien erklärte daraufhin am 14. Oktober 1915 den Krieg an Griechenland, aber König Konstantins entschlossene Neutralität führte dazu, dass das griechische IV. Korps am 18. September 1916 das östlichen Mazedonien auf erniedrigende Weise übergab. Zwischenzeitlich hatte Oberst Zymbrakakis am 30. August 1916 mit Unterstützung der Alliierten einen Putsch in Saloniki durchgeführt und am 29. September bildeten Venizelos dort eine Provisorische Regierung, welche am 23. November den Mittelmächten den Krieg erklärte. Im September 1916 gründete – der nun Generalmajor – Zymbrakis die Nationale Verteidigungs-Armee (später als Korps bezeichnet) mit 60.000 Freiwilligen. Diese formierten sich in die Infanterie-Divisionen Arkhipelagnos, Kritis, Seres und Kiklades kai Ionia, benannt nach den Heimatgebieten der Freiwilligen. Die ersten drei dieser Divisionen kämpften von Dezember 1916 an der mazedonischen Front. Am 10. Oktober 1916 beschlagnahmten die Alliierten die Schiffe der griechischen Marine und legten eine Blockade über den größten Teil von Griechenland, um König Konstantin unter Druck zu setzen. Allerdings führte erst die alliierte Invasion von Thessalien schließlich dazu, dass die Stellung des Königs unhaltbar wurde. Er dankte am 12. Juni 1917 ab und ging freiwillig ins Exil. Am 27. Juni brach Griechenland unter Ministerpräsident Venizelos die Beziehungen zu den Mittelmächten ab und erklärte am 2. Juli den Krieg. Zwischenzeitlich hatten die Griechen auch wieder die Schiffe ihrer Marine zurückbekommen. Bis zum Juli 1918 befanden sich dann insgesamt 250.000 Mann in 7 griechischen Divisionen an der mazedonischen Front. Das I. Korps (1. 2., 13. Infanterie-Division) in Ost-Makedonien, das II. Korps (3., 4., 14. Infanterie-Division) im Abschnitt am See Dorian, sowie die 9. Infanterie-Division. Diese Verbände zeichneten sich in den letzten drei Monaten des Krieges aus und stellten Griechenlands Reputation bei den siegreichen Alliierten wieder her. Uniformen der griechischen Armee Im Jahre 1912 übernahm die griechische Armee, während sie sich in der Reorganisation befand, eine grünliche khaki-Felduniform. Im Bild weiter oben nicht dargestellt sind die zweireihigen, langen Übermantel für Offiziere mit Halskragen, mit zwei Reihen zu vier Metallknöpfen und rückseitigen Manschetten und der Einreiher-Mantel für andere Ränge. Neben der Schirmmütze gab es eine khakifarbene oder hellblaue Seitenkappe im französischen Schnitt. Die Schützen – oder in Griechisch Evzones – trugen eine khakifarbenen Fez und eine knielange, einreihige Tunika mit Fallkragen, fünf Knöpfen vorne, rückseitige Manschetten und senkrechte, schräg geöffnete Taschen mit dreispitzigen Klappen vor dem Taillen-Gürtel. Die Kartentaschenklappen und -manschetten waren rot gefärbt. Spezielle, eng anliegende Hosen waren entweder aus weißen oder khakifarbenen Tuch und wurden mit blauen und weißen Strumpfbändern knapp unter dem Knie befestigt. Die Schuhe waren aus naturfarbenen Leder mit schwarzem Woll-Pompon an der Vorderseite. Rangunterschiede waren auf dem Käppi in der Form von Pfeilen aus hellen, metallischen oder khakifarbenen Seidenspitze und Litzen sowie auf den farbigen Schultergurten auf der Tunika und dem Mantel vorhanden. Andere Ränge trugen ihre Rangabzeichen an den Manschetten. Die weiße (silberne) oder gelbe (Gold-) Spitzen wurde in verschiedenen Farben entsprechend der Waffengattung umrandet. Kriegsliederung Griechische Armee Kriegsgliederung der griechischen Armee vom 5. Oktober 1915 bis zum 11. November 1918. I. (‘A’) Korps (Athen, Einsatz in Rumelien und Thessalien) 1. Kavallerie-Regiment, 1. Feld-Artillerie-Regiment, 1. Pionier-Regiment, 1. Transportbataillon, Sanitätsbataillon 1. Division (Larissa, Einsatz in Thessalien): 4., 5. mehr …

  • Die bulgarische Armee von 1915 bis 1918 im Ersten Weltkrieg. Uniformen, Stärke, Divisionen, Organisation und Verluste. Bulgarien errang die Unabhängigkeit von der osmanischen Herrschaft am 13. Juli 1878. Im Juli 1914 bestand das Königreich Bulgarien, unter Zar Ferdinand I., aus etwa 5,5 Millionen Bulgaren mit einer türkischen Minderheit auf einer Fläche von ca. 131.400 km², welche die heutigen Gebiete sowie Ost-Thrakien (heute zu Griechenland) umfasste. Bulgarische Armee im 1. Weltkrieg Es gab bulgarische Gebietsansprüche auf das östliche und südliche Serbien, auf die rumänische Dobrudscha und das griechische West-Thrakien, welche Zar Ferdinand verleiteten, sich den Mittelmächten gegen den Willen der Mehrheit seiner traditionell pro-russischen Untertanen anzuschließen. Zar Ferdinand war der nominelle Oberbefehlshaber der bulgarischen Armee, mit dem pro-deutschen Generalmajor Nikola Zhekov als Befehlshaber im Feld. Seit dem 14. Januar 1904 bestand die Armee aus etwa 390.000 Mann, welche in die 85.000 Mann starke aktive Armee der ‘Ersten Linie’ aus den 21 bis 23-Jährigen, der 250.000 Mann starken Reserve-Armee der ‘Zweiten Linie’ aus den 24 bis 40-Jährigen sowie der 54.000 Mann starken ‘Dritten’ und ‘Vierten Linie’ der National-Miliz aus Männern im Alter von 41-44 bzw. 45-46 Jahren gegliedert war. Bulgarien war in drei Regional-Armeen unterteilt: 1. (Sofia) – Westbulgarien; 2. (Plovdiv) – Südbulgarien; 3. (Ruse) – Nord-Bulgarien; 4. (Üsküb) – später im bulgarisch besetzten serbischen Mazedonien. Fünfzehn Divisionen wurden aufgestellt: zwei Kavallerie und 13 Infanterie (Nr. 1-13), wobei die 13. im November 1916 zu einer Gebirgsdivision umgebaut wurde. Diese befanden sich bei vier Armeen im Einsatz: 1. Armee (Generalleutnant Kliment Boyadshiev, 1916 Generalleutnant Dimitri Geschow, 1918 Generalleutnant Stefan Nerezov) in Zentral-Makedonien unter der deutschen Heeresgruppe Mackensen. 2. Armee (Generalleutnant Georgi Todorow, 1917 Generalmajor Iwan Lukov) in Südost-Mazedonien. 3. Armee (1916 General Stefan Toshev, dann Generalleutnant Nerzezov, 1917 Generalmajor – später Generalleutnant – Sava Sabov, dann Generalleutnant – später General – Todorov) im Norden Bulgariens an der rumänischen Grenze, welche zusammen mit deutschen und türkischen Verbänden im September 1916 zur Donau-Armee in der rumänischen Dobrudscha wurde. 4. Armee (1918 Generalleutnant Savov, dann General Toshev) im griechischen West-Thrakien. Sechs Divisionen waren auch im Rahmen der deutschen 11. Armee im Südwesten Serbiens im Einsatz. Die 24.000 Mann starke Infanteriedivisionen – vergleichbar mit einem Korps in anderen Armeen – bestand aus je zwei Infanteriebrigaden mit je 4.583 Mann starken Infanterieregimenter, die jeweils zwei 1.057 Mann starke Bataillone (ein Bataillon mit vier 263 Mann starken Infanteriekompanien), eine 80 Mann starke Maschinengewehr-Kompanie und eine 180-köpfige Arbeiter-Kompanie, ein Kavallerie-Bataillon (zwei Schwadronen), ein 1.959 Mann starkes Feld-Artillerie-Regiment (drei Bataillone zu je drei Batterien und eine Haubitzen-Batterie), berittene und nicht-berittene Kompanien der Militärpolizei, ein Pionier-Bataillon (zwei Kompanien), eine medizinische Kompanie und eine Nachschubs-Kompanie. Eine Kavallerie-Division hatte zwei Kavallerie-Brigaden mit jeweils zwei, 657 Mann starken Kavallerie-Regimenter zu je vier Schwadronen (jeweils 141 Mann starke Schwadronen, einschließlich Arbeiter, einer Maschinengewehr- und drei Kavallerie-Zügen), ein berittenes Artillerie-Regiment (mit drei Bataillonen zu je drei Batterien), Nachrichten-, Medizin- und Nachschubs-Kompanien. Die ersten bis dritten Armeen hatten jeweils ein schweres Artillerie-, Festungs- und Gebirgs-Artillerie-Bataillon (je drei Batterien), welche direkt dem Hauptquartier unterstellt waren. Es gab 40 Infanterie-Regimenter der Ersten (1-40) und 35 der Zweiten Linie (41-75). Davon befanden sich 48 in den 12 Infanterie-Divisionen, 24 als Besatzungstruppen in Mazedonien, der Region Morava (Ost-Serbien) und Drama (griechisches West-Thrakien). 36 National-Miliz-Bataillone (jeweils vier Kompanien zu je 150-250 Mann stark) der ‘Vierten Linie’ waren ebenfalls mit Besatzungsaufgaben betraut, während 36 Miliz-Bataillone der ‘Vierten Linie’ (mit jeweils vier Kompanien zu 100-120 Mann stark) im Wachdienst in Bulgarien im Einsatz waren. Das Armee-Hauptquartier verfügte über ein königliches Leibgarde-Kavallerie-Regiment (drei Schwadronen), 21 Grenztruppen-Kompanien zu je 148 Mann (welche lokalen Infanterie-Regimenter zugeteilt wurden), ein 534-köpfiges Bahnbataillon (vier Kompanien), eine 537 Mann starkes Brückenbau-Bataillon (fünf Kompanien), eine 410 Mann starkes Nachrichten-Bataillon (drei Kompanien) und eine gemischtes Pionier- und Nachrichten-Bataillon. Das Armee-Flieger-Korps bestand aus zwei Staffeln (I., II.) und wurde im Juli 1916 zu einer Flieger-Gruppe zusammengelegt. Die kleine bulgarischen Marine mit ihrem Stützpunkt bei Warna unter Generalmajor Konstantin Kirkov, verfügte mit ihren etwa 500 Mann über das Torpedo-Kanonenboot Nadiedja, sechs Creusot-Torpedoboote und einige Boote im Schwarzen Meer und auf der Donau. Sie hatte keine Auswirkungen auf den Krieg. Bulgariens Ruf als ‘Preußen des Balkans’ hatte unter der Niederlage im zweiten Balkankrieg (1913) gelitten und es bedurfte schon direkten deutschen Kommandos über die Hälfte derer Streitkräfte, um den Kampfgeist in Mazedonien und der Dobrudscha in einem für die meisten ihrer Armeeangehörigen unpopulären Krieg aufrechtzuerhalten. Von Juni 1918 an wurden jedoch die meisten deutschen Truppen aus der Front in den Westen abgezogen, sodass die demoralisierten und kriegsmüden Bulgaren schließlich am 30. September 1918 einen Waffenstillstand abschlossen. Bulgarische Uniformen Ab dem Jahr 1908 begann die Einführung einer neuen, grau-grüne Uniform im russischen Stil bei der bulgarischen Armee. Nach dem Kriegseintritt Bulgariens in den Ersten Weltkrieg im September 1916 bestand jedoch ein Mangel an Uniformen, welche durch Vorräte aus deutschen Uniformbeständen ausgeglichen werden mussten. Dazu mussten auch noch veraltete, farbige Friedensuniformen verwendet werden und auch die Tabak-braunen Uniformen waren weit verbreitet. Die Schirmmütze russischer Art hatte entweder eine schwarze oder graugrüne Lederspitze und einen Kinnriemen. Auf der Vorderseite des Bandes wurde eine ovale Metallkokarde in den Nationalfarben – weiß, grün und rot – getragen. Die Tunika war einreihig mit Stehkragen und hatte eine verdeckte Knopfleiste. Sie hatte Brust- und manchmal auch Seitentaschen mit drei spitzen Klappen und runden Manschetten. Dazu wurde eine passende Hose getragen, deren Farben blau bei den berittenen und technischen Truppen war. Zu der Hose kamen entweder Stiefel, Stiefeletten und Gamaschen oder Wickelgamaschen. Die lange Hose konnte mit Lampassen (Zierstreifen) in Dunkelrot für Generale oder Scharlach für Generalstabsoffiziere getragen werden. Der ausgegebene Mantel bestand aus einer Art bräunlich-grauer Naturfarbe mit grobem Stoff und war zweireihig, aber mit einer einzigen Reihe von sechs Metallknöpfen in der Mitte auf der Vorderseite. Dazu hatte er seitliche Taschen mit einem Klapphalbgürtel und Umschlagmanschetten und wurde mit rechteckigen, farbigen Kragenspangen mit Knopf- und Schulterriemen getragen. Das Offiziersmuster war aus hellgrauem Stoff mit dunkelgrünem Kragen für die Infanterie, Artillerie und Pioniere und blau für die Kavallerie. Es hatte zwei Reihen zu je sechs Knöpfen, Stehkragen mit rechteckigen Kragenabzeichen und Knöpfen, Seitentaschen, mehr …

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