Kriegstagebuch 27. November 1917



durch Artillerie-Volltreffer vernichteter Tank
Bei Cambrai durch einem Artillerie-Volltreffer vernichteter britischer Tank.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 27. November 1917:

Westfront


Cambrai: Die erschöpften britischen Truppen ziehen sich vor Cambrai zurück, nachdem die Garde-Division mit 32 Tanks im Abschnitt Bourlon und Fontaine zurückgetrieben wurde. Ludendorff und Rupprecht konferieren in Le Cateau, als 20 frische deutsche Divisionen unter Marwitz in der Nähe von Cambrai versammelt werden: ‘Es gab noch nie eine solche Gelegenheit für einen überwältigenden Gegenschlag’, sagt Ludendorff, der darauf besteht, dass alles vor dem 30. November fertig sein muss, da Cambrai ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt ist.
Großbritannien: Das Kriegsministerium verdoppelte die Starke des Tank-Korps auf 18.462 Mann, was ursprünglich schon am 13. April 1917 beantragt wurde.

Ostfront

Russland: Die Waffenstillstands-Unterhändler kehren mit der grundsätzlich deutschen Zustimmung zurück. Nächste Sitzung am 1. Dezember 1917.

Naher Osten

Palästina: 15.800 Türken mit ca. 120 Geschützen drängen die Yeomanry- und britische 54. Division zurück, bis Reserven am 30. November die Front stabilisieren.

Afrika

Ostafrika: 215 deutsche Truppen mit 1.100 Trägern von Tafels Streitmacht aus Mahenge ergeben sich wegen aufgebrauchten Nahrungsmittelrationen in Luatala den 120 Baluchi-Soldaten, die ihren Angriff am 26. November dank einer Attacke der 25. Kavallerie abwehren konnten. Hauptmann Otto mit 25 Mann bricht zu Lettow-Vorbeck durch.

Seekrieg

Ostsee: Der russische Zerstörer Bditelni sinkt in einem Minenfeld von UC 78 vor den Aaland-Inseln.

Politik

Frankreich: Oberster Alliierter Kriegsrat ernannt (Generale Wilson, Foch, Cadorna und Bliss in Versailles).
Russland: Trotzki warnt, dass Russland dazu veranlasst werden könnte, einen separaten Waffenstillstand zu vereinbaren, falls die Alliierten nicht verhandeln. Buchanan an das Auswärtige Amt ‘Jeder Tag, an dem wir Russland gegen dessen Willen im Krieg halten, führt nur dazu, daß das russische Volk über uns zunehmend verbitterter wird.’
Brasilien: Französisch-brasilianische Vereinbarung zur Überlassung von 30 internierten deutschen Schiffen für Lieferungen alliierter Lebensmittel.

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Im Blickpunkt:
  • Griechische Soldaten 1940/41

    Stärke und Organisation der Streitkräfte von Griechenland 1940 bis 1941 im Krieg gegen Italien und Deutschland im Balkanfeldzug. Die griechischen Streitkräfte von 1940 bis 1941. Von 1938 bis zum deutschen Angriff 1941 war Griechenland eine konstitutionelle Monarchie unter König Georg II., aber die tatsächliche Macht lag in den Händen des faschistischen Diktators General Metaxas. Griechische Streitkräfte Die griechischen Streitkräfte litten – wie übrigens auch die der meisten der kleineren Nationen – an einem Mangel an modernen Waffen und Kraftfahrzeugen. Allerdings war die gebirgige Grenze zu Albanien ideal für jeden Abwehrkampf und die traditionelle Zähigkeit der Griechen war zu viel für die italienischen Angreifer. Die zu Beginn des italienischen Angriffs am 28. Oktober 1940 zahlenmäßig unterlegene griechische Armee war nicht nur in der Lage diesen aufzuhalten, sondern konnte die Invasoren sogar bis nach Albanien hineinzurückdrängen, wo sie mit englischer Materialhilfe und Unterstützung durch die RAF die Front bis April 1941 halten konnte. Am 6. April 1941 erfolgte jedoch der deutsche Angriff von Bulgarien und über Jugoslawien aus, und dieser Offensive von der besten Armee in Europa konnte die griechische Armee nicht mehr standhalten. Trotz erbitterten Widerstandes zwang die Wehrmacht die griechische Armee in Ost-Mazedonien zur Kapitulation und die Briten zum Rückzug. Am 20. April kapitulierte auch die griechische Epirus-Armee und am 22. April begannen die verbliebenen britischen Einheiten mit der Evakuierung von Griechenland. Der Oberbefehlshaber über dei griechischen Streitkräfte hatte General Papagos und die direkte Operationsführung der Armee wurde von einem Oberkommando und fünf Armeekorps ausgeübt. Kurz vor dem italienischen Angriff am 28. Oktober 1940 mobilisierten die Griechen ihre Streitkräfte. Das Feldheer war in zwei Heeresgruppen, sechs Hauptquartiere, sechs Infanterie- und 9 Gebirgsjäger-Divisionen, vier Gebirgsjäger-Brigaden und eine Kavallerie-Division gegliedert. Bei Kriegsbeginn zählte die griechische Armee 430.000 Mann, jedoch waren die Verluste schwer und rund 60.000 Mann waren nach den Winterkämpfen gefallen, verwundet oder vermisst. Griechische Armee Divisionen der griechischen Armee: Im März 1941 bestanden die griechischen Streitkräfte aus insgesamt 540.000 Mann, zu den jedoch auch 50.000 Rekruten mit nur einem Monat Ausbildungszeit zählten. Diese waren unter 4 Armee-Kommandos und drei General-Hauptquartiere verteilt und bestanden aus 3 Infanterie-Divisionen, 14 Gebirgs-Divisionen, 1 Infanterie-Brigade, 1 motorisierte Division und 1 Kavallerie-Division. Der deutsche Angriff kostete Griechenland 15.700 Mann Verluste auf dem Schlachtfeld und 220.000 Soldaten wurden gefangengenommen, jedoch kurz danach wieder freigelassen. Die Armee-Korps bestanden aus zwei bis vier Infanterie- oder Gebirgsjäger-Divisionen. Das I., II., III. und IV. Korps wurden jeweils zusätzlich von einem Artillerie-Regiment aus 7 Batterien (8 x 85 mm, 8 x 105 mm und 12 x 155 mm Geschütze) unterstützt, während das V. Korps über zusätzlich 4 x 85 mm, 4 x 105 mm und 4 fest eingebaute 152-mm-Kanonen verfügte. Jedes Korps hatte auch seine eigene Flak-Abteilung aus 88 mm, 37 mm und 20 mm-Geschützen. Eine Infanterie-Division bestand aus drei Infanterie-Regimentern, ein Regiment aus Divisions-Artillerie und Unterstützungseinheiten. Die Gebirgs-Divisionen waren von besonderer Bedeutung, da die griechische Armee einen großen Mangel an modernen Waffen hatte und sie es daher bevorzugte, in den Bergen zu kämpfen. Die Gebirgs-Divisionen waren auf der gleichen Grundlage wie die Infanterie-Divisionen organisiert, aber mit weniger Artillerie. Gebirgs- und Infanterie-Divisionen waren beide 12.000 Mann stark. Die 56 Infanterie-Regimenter bestanden jeweils aus dem Regiments-Stab, einem Aufklärungszug, Hauptquartier-Zug, Stabskompanie und zwei Bataillonen. Jedes Bataillon hatte einen Bataillonsstab, drei Schützen-Kompanien und einer Maschinengewehr-Kompanie. Die Bataillonsstärke waren 58 Offiziere und 1.100 Mannschaften. Die Hauptbewaffnung bestand aus dem Männlicher-Schönauer M1903/14 Gewehr und die Unterstützungswaffen waren 36 leichte Maschinengewehre Hotchikss 8mm, acht schwere Maschinengewehre St.Etienne M07, vier 81-mm-Granatwerfer und zwei 65-mm-Gebirgsgeschütze. Die Elite-Soldaten der griechischen Armee waren die Evzones. Ursprünglich während des Unabhängigkeitskrieges zu Beginn des 19. Jahrhundert als Leichte Infanterie aufgestellt, wurden diese Hochländer 1833 Teil der regulären Streitkräfte. Im Jahr 1940 dienten sie in den Leichten Infanterie-Regimentern und mit der Königlichen Garde. Die Divisions-Artillerie der Gebirgs-Divisionen berstand aus vier Batterien – wobei in der griechischen Armee eine Batterie aus 4 Geschützen bestand – mit 75-mm-Gebirgskanonen, sowie zwei Batterien aus 105-mm-Geschützen. Infanterie-Divisionen hatten neun Batterien aus 75-mm-Feldgeschützen. Jedes Armeekorps hatte seinen eigenen Bestand an schwerer Artillerie und es gab 12 Batterien an schwerer Artillerie zum Einsatz bei dem Feldheer. Da alle Artillerie-Geschütze entweder aus Frankreich, Deutschland oder der Tschechien stammten, war England nicht in der Lage, die Griechen mit Munition dafür zu versorgen. Die noch vorhandenen Lagerbestände in den USA waren bald erschöpft, sodass die Engländer damit begannen die griechische Armee mit italienischen Beutebeständen aus Nordafrika auszurüsten und zu versorgen. Neben den Armeetruppen gab es noch eine Reihe von Bataillonen und Kompanien für die Verteidigung der Inseln und als Grenztruppen, sowie eine Anzahl von beweglichen und stationären Maschinengewehr-Einheiten. Als die Engländer im März 1941 auf dem griechischen Festland selbst mit Kampftruppen an Land gingen, mussten sie bestürzt feststellen, dass es einige Divisionen nur auf dem Papier gab. So hatte eine Division aus kürzlich neu aufgestellten Truppen gerade mal eine Stärke von sechs Bataillonen und als Transportmittel stand nur das Auto des Kommandanten und fünf Lastkraftwagen zur Verfügung. Die ‘motorisierte Division’ bestand aus 2.000 gerade eingezogenen KfZ-Mechanikern. Sie hatte nur 24 leichte italienische und holländische Tanketten, einige italienischen Lastkraftwagen, einige wenige britische Bren Gun Carrier und dazu noch ein paar Motorräder und Personenkraftwagen. Es gab zwei Regimenter von Kavallerie, jedes mit vier Schwadronen aus mit Säbeln bewaffneten Kavalleristen, einer Maschinengewehr-Einheit mit 12 MGs und eine Schwadron mit vier 81-mm-Granatwerfern. Ein drittes Regiment, welche gerade motorisiert wurde, bestand aus vier Schwadronen ausgerüstet mit Panzerspähwagen, einer Maschinengewehr-Einheit, einer Schwadron mit 81-mm-Granatwerfern, einer berittenen Maschinengewehr-Einheit mit 12 MGs und einer Schwadron bewaffnet mit Säbeln. Diese drei Regimenter, zusammen mit einer Batterie von Gebirgsartillerie, einer Pionier-Schwadron und einer Nachrichten-Schwadron wurden zu einer unabhängigen Brigade zusammengestellt und spielten eine wichtige Rolle bei der Abwehr des italienischen Angriffs. Neben dieser größeren Formationen gab es noch berittene Truppen, welche als Aufklärungseinheiten der Armee-Korps und Infanterie-Divisionen eingesetzt wurden. Diese Aufklärungs-Bataillone bestanden aus zwei Schwadronen, einer Maschinengewehr-Kompanie oder Abteilung und bei den Korps-Einheiten noch einer Granatwerfer-Abteilung. Die griechische Armee leistete einen starken Widerstand gegen die Achsentruppen und griechische Partisanen blieben ein unangenehmer Gegner in der nachfolgenden Zeit. Griechische Luftwaffe Das griechische Luftfahrtministerium war zuständig für die Unterhaltung der Luftstreitkräfte der Armee und mehr …

  • U 151

    Deutsches Hochsee-U-Boot-Klasse U 139 und Handels-U-Boote U-151-Klasse aus dem Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. U-139-Klasse, Typ UA U-Kreuzer Typ: Hochsee-U-Boot, Untersee-Kreuzer. U-Kreuzer U-139-Klasse Geschichte Die Wiederaufnahme der uneingeschränkten U-Boot-Kriegsführung durch das Deutsche Reich im Februar 1917 führte zum Kriegseintritt der Vereinigten Staaten von Amerika im April 1917. Da die deutsche Marineführung dies nicht vorausgesehen hatte, gab es nur wenige U-Boote, welche geeignet waren, einen Handelskrieg gegen die Schifffahrt vor der amerikanischen Ostküste zu führen. Der vorübergehende Einsatz der langsamen und verwundbaren Handels-U-Boote als Hochsee-U-Boote konnte nur wenig Abhilfe schaffen. Der Bau dieser großen Handels-U-Boote hatte jedoch wertvolle Erfahrungen eingebracht und so gelang es, ein Bauprogramm für große Hochsee-U-Boote zu beginnen. Bereits zum Zeitpunkt der US-Kriegserklärung befanden sich die großen Hochsee-Minenleger-U-Boote und ein Paar der neuen U-Kreuzer im Bau. Diese U-Kreuzer waren die bisher größten Unterseeboote und von der U-139-Klasse. Trotz ihrer Größe konnten die Hochsee-U-Boote nur 13 Ersatz-Torpedos mit sich führen, sodass lange über eine zusätzliche artilleristische Bewaffnung für sogenannte ‘weiche’ Ziele diskutiert wurde. Schließlich erhielten die Boote zwei 15-cm-Geschütze sowie oft eine zusätzliche 88-mm-Kanone hinter der Seitenflosse. Ein niedriges Bollwerk wurde um den Bereich des Mittelschiffs errichtet, um herum schwemmendes Seewasser davon abzuhalten, die Bedienung des Geschützes zu behindern. Dazu wurde ein einziehbarer 4-Meter-Entfernungsmesser am Ende des Turms untergebracht. Eine respektable Überwasser-Geschwindigkeit war ebenso wichtig, wie ein großer Fahrbereich, aber Dieselmotoren mit ausreichender Leistung befanden sich erst in der Entwicklungsphase. Dampfantrieb wurde in Erwägung gezogen, aber in weiser Voraussicht abgelehnt und so musste eine Höchstgeschwindigkeit von 16 Knoten akzeptiert werden, obwohl diese im praktischen Einsatz auch kaum erreicht wurde. Die Boote der U-139-Klasse waren also sehr große Boote mit einer hervorragenden artilleristischen Bewaffnung durch die 15-cm-Geschützen und einem großen Einsatzradius. Es waren auch die ersten deutschen U-Boote, welche eigene Namen erhielten, so hieß U 139 ‘Schwiger’ und U 140 ‘Weddingen’ nach dem Kommandeur des berühmten U 9, welches 1914 die drei britischen Panzerkreuzer Cressy, Hogue und Aboukir innerhalb kürzester Zeit versenken konnte. Einsatz Zu diesem Zeitpunkt war es schon zu spät, derartige U-Boote in großen Zahlen zu bauen. Neben dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und Materialien gab es zwischenzeitlich auch andere Prioritäten und die drei gebauten Hochsee-U-Boote wurden erst 1918 in Dienst gestellt. Der erfolgreichste deutsche U-Boot-Kommandant Lothar von Arnauld de la Pirere, welcher mit seinen 33 Jahren bis dahin insgesamt 196 Schiffe mit zusammen über 500.000 Tonnen im Mittelmeer versenkt hatte, wurde Anfang 1918 nach Deutschland zurückberufen, um den neuen Untersee-Kreuzer U 139 zu übernehmen. Damit sollte er die Speerspitze des Angriffs auf die amerikanischen Gewässer werden. Andere harte Kerle, wie Kophmels mit U 140, trafen dort im Sommer schon ein und so wurde von Arnauld zurückbeordert und operierte nachfolgend westlich von Spanien. Dabei hatte er aber nur wenig Glück gegen gut gesicherte Geleitzüge, dafür aber erstmals die neue Erfahrung, wie es ist, mit Wasserbomben eingedeckt zu werden. Allerdings wurde ihm die Ehre gewährt, persönlich vom Kaiser empfangen zu werden und er kehrte am 14. Oktober 1918 nach Kiel zurück, wo er die Flotte im Zustand des Aufruhrs vorfand und die gemeinsame Schande teilen musste. U 139 wurde nach der Übergabe im November 1918 von der französischen Marine in Dienst gestellt und blieb unter dem Namen ‘Halbronn’ bis 1935 in Verwendung. Ohne U-Boote in der Nachkriegszeit kommandierte von Arnold 1925 eine Marine-Brigade in Stralsund und Stettin. Es folgte ein Jahr als Navigationsoffizier auf dem alten Linienschiff Elsass, bevor er zum Marinestab nach Wilhelmshaven versetzt wurde. 1931 konnte er als Korvettenkapitän dem neu gegründeten U-Boot-Kommando beitreten und war nun im Alter von 45 Jahren am Aufbau der neuen U-Boot-Waffe beteiligt, wo er seine umfangreichen Erfahrungen als erfolgreichster U-Boot-Kommandant aller Zeiten an die neue Generation der U-Boot-Wölfe des kommenden Zweiten Weltkriegs weitergab. Nachfolger Auf der Danzig DY-Werft wurden 1918 noch die ebenfalls großen Boote U 135 und U 136 gebaut. Sie hatten aufgetaucht eine Wasserverdrängung 1.175 Tonnen und getaucht von 1.534 Tonnen. Die Bewaffnung bestand aus 6 Torpedorohren und einem 15-cm-Geschütz und zwei Diesel-Motoren lieferten je 3.500 PS, wozu noch 2 Elektromotoren mit 1.690 PS kamen. Dies gab den Booten eine Überwasser-Geschwindigkeit von 17,5 Knoten und 8,1 Knoten getaucht. Die Besatzung bestand aus 46 Mann. Die Boote U 137 und U 138 der gleichen Klasse auf derselben Werft wurden bis Kriegsende nicht mehr fertig und 1919 verschrottet. Der geplante Nachfolger, die U-142-Klasse war mit 2.160 t über Wasser bzw. 2.785 t unter Wasser sogar noch größer und hätte alles übertroffen, was sogar noch im Zweiten Weltkrieg gebaut wurde. Dazu sollten die Boote eine zweite 88-mm-Kanone, 18 Reserve-Torpedos und eine Reichweite von 40.750 km erhalten. Nur das Klassen-Schiff der geplanten neun Boote wurde jemals fertig – und das auch nur einen Tag vor dem Waffenstillstand im November 1918. Zudem wurde eine noch größere Klasse geplant, welche 110 Meter lang sein sollte und mit einer Bewaffnung von vier 15-cm und zwei 88-mm-Geschützen versehen. Zusätzlich sollte die obere Hälfte des U-Bootes gepanzert sein, um auch ein Artilleriegefecht durchstehen zu können. Von diesen Booten wurde allerdings keines mehr gebaut. Nur eine Handvoll der Hochsee-U-Boote und U-Kreuzer erschienen im Westatlantik. Ihre Erfolge waren zwar nur begrenzt, aber sie sorgten für erhebliche Unruhe und zwangen die Amerikaner, dort das Konvoi-System mit all seinen Komplikationen und Verzögerungen einzuführen. Handels-U-Boote U-151-Klasse Der zweite Typ der großen deutschen Untersee-Kreuzer des Ersten Weltkriegs waren die Handels-U-Boote der U-151-Klasse. Ihr Ursprung ist auf den Umstand zurückzuführen, dass Deutschland zwar versuchte die britischen Inseln mit seinen U-Booten zu blockieren, gleichzeitig aber von der Royal Navy mit einer Seeblockade belegt wurde. Da man in Deutschland ursprünglich nur von einem kurzen Krieg ausgegangen wurde, traten schon 1915 Engpässe bei wichtigen Rohstoffen auf, insbesondere Nickel und Gummi. Beide waren frei verfügbar aus den immer noch neutralen USA. Erste Pläne, kleinere Mengen davon mit vorhandenen Unterseebooten heranzubringen, wurden durch den kommerziellen Vorschlag zum Bau eines spezialisierten, unbewaffneten Transport-U-Bootes, den Handels-U-Booten, abgelöst. Die Investitionen wurden vom deutschen Staat übernommen und als ausführende Gesellschaft wurde die Deutsche Ozeanische Reederei GmbH gegründet. Ein Dringlichkeitsauftrag zur Konstruktion der ersten zwei dieser Zweihüllen-Boote wurde vergeben, welche mehr …

  • Browning M2

    Browning schwere 12,7-mm-Maschinengewehre M1921 und M2. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. hier zum Vorgänger Browning M1917 und M1919. Browning M1921, M2 Typ: Schweres Maschinengewehr. Geschichte Seit das erste schwere 12,7-mm-Maschinengewehr von Browning im Jahre 1921 produziert wurde, war es für gegnerische Infanteristen eine der am meisten gefürchteten Waffen. Das von dem Maschinengewehr abgefeuerte Projektil setzt jeden getroffenen Soldaten sofort außer Gefecht und die Waffe kann auch dazu verwendet werden, gepanzerte Ziele zu zerstören, insbesondere wenn panzerbrechende Munition verwendet wird. Das Projektil ist das eigentliche Herzstück der Waffe und vorausgegangene Versuche von Browning, ein derartig schweres Maschinengewehr zu bauen, scheiterten alle an dem Fehlen einer geeigneten Patrone. Erst als eine im Ersten Weltkrieg erbeutete deutsche 13-mm-Patrone aus der Mauser-Panzerbüchse untersucht wurde, konnte eine brauchbare Lösung gefunden werden. So blieb die Grundausführung der Patrone seitdem unverändert, obwohl zahlreiche alternative Treibmittel und Projektil-Arten zwischenzeitlich verwendet wurden. Vom ursprünglichen schweren Maschinengewehr Browning M1921 wurden eine ganze Reihe von Varianten bis heute entwickelt, welches noch immer als Browning M2 Maschinengewehr im Einsatz ist. Bei all diesen Varianten blieb der Mechanismus der Waffe identisch, welcher dem kleineren Maschinengewehr Browning M1917 sehr ähnlich ist. Worin sich diese Varianten voneinander unterschieden, war der Typ des angebrachten Laufs und die Ausstattung für den Sockel der Waffe.   Eines der zahlreichsten Modelle des M2 war der Typ M2 HB, wobei die zwei Buchstaben am Ende als Abkürzung für ‘Heavy Barrel’ (schwerer Lauf) stehen. Diese HB-Version kann in allen möglichen Arten installiert werden und wurde in der Vergangenheit als Infanteriewaffe, als Flugabwehr-Waffe und sogar als starr eingebaute oder manuell bedienbare Flugzeug-Bewaffnung verwendet. Für den Einsatz bei der Infanterie ist das M2 HB gewöhnlich auf einem Dreibein montiert, kann aber auch auf Fahrzeug-Pinolen, Ringbefestigungen und Drehzapfen montiert werden. Andere M2-Typen schließen Versionen mit wassergekühlten Läufen ein, welche gewöhnlich als Flugabwehr-Waffen eingesetzt wurden. Insbesondere auf Schiffen der US-Marine wurden sie während des Zweiten Weltkriegs in Mehrfachbefestigungen gegen tieffliegende Angriffsflugzeuge verwendet. Einzelne wassergekühlte MG-Befestigungen wurden oft bei Landinstallationen zur Luftabwehr verwendet.   Der hauptsächliche Unterschied zwischen den auf dem Boden und in Flugzeugen eingesetzten Versionen des Maschinengewehrs war der, dass die Flugzeug-Ausführung eine Lauflänge von 91,4 cm hatte, während der Lauf des konventionellen 12,7-mm-Brownings bei den Bodentruppen 114,3 cm lang war. Abgesehen vom Lauf und der Art der Anbringung, konnten alle Teile zwischen allen Versionen der M1921 und M2-Maschinengewehren ausgetauscht werden. Modernes M2 Das heutige Browning M2 ist immer noch die automatische, durch einen Patronengurt gespeiste und luftgekühlte Waffe aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Es hat eine Rückenplatte mit Haltegriffen, eine Blatt-Kimme, Mündungsfeuer-Unterdrücker und einen Ersatzzylinder. Durch die Veränderung einiger Bauteile kann die Munition entweder von der rechten oder linken Seite eingeführt werden. Das M2 ist in der Lage, im Einzelfeuer oder automatischen Dauerfeuer zu schießen. Heutzutage wird das M2 fest eingebaut auf Fahrzeugen zur Bekämpfung von Infanterie und Flugzeugen verwendet. Zugehörige Komponenten sind der Flugabwehr-Sockel und das M3-Dreibein, welche beide stabile Waffenplattformen abgeben. Die M2 0,5-inch flexible Version wird als Bodenwaffe auf dem M3-Dreibein oder auf verschiedenen Befestigungen der US-Marine an Bord von Schiffen verwendet.   Taktisch soll das M2 Unterdrückungsfeuer während des eigenen Angriffs oder in der Verteidigung bieten. Es kann dabei effizient gegen Infanterie, leicht gepanzerte Fahrzeuge, langsame und tieffliegende Flugzeuge und kleine Boote eingesetzt werden. Die 12,7-mm-Patrone hat außerdem eine gute Durchschlagskraft gegen die meisten Arten von Mauerwerk. Überraschenderweise wurde das M2 aufgrund seiner geringen Feuergeschwindigkeit und guter Schwenkbarkeit und Hebemechanismus während des Vietnam-Krieges in begrenzter Zahl als Scharfschützen-Waffe gegen feste Installationen, wie Feuerbasen, verwendet. Es wurden in den USA mehr 12,7-mm-Browning-Maschinengewehre gebaut als von jedem anderen Typ eines MGs. Bis heute gehen die Stückzahlen in die Millionen und die Serienproduktion ist immer noch nicht beendet. Ende der 1970er Jahre fanden es zwei weitere US-Firmen rentabel, die Waffe wieder in die Produktion zu nehmen, und das Gleiche gilt für den belgischen FN-Konzern. Viele andere Firmen, verstreut über die ganze Welt, finden es profitabel, Ersatzteile und Zubehör für die M2-Serie herzustellen und praktisches jedes Jahr kommt ein anderer Munitionsfabrikant mit einem neuen Typ von Patrone für diese Waffen auf den Markt. Einige Händler haben sich ganz auf den Ankauf oder Verkauf dieser einzigen Waffe spezialisiert, so groß ist die Nachfrage nach diesen Maschinengewehren und keine Ende dafür in Sicht. Das M2 wird noch für viel Jahre im Einsatz sein und es gibt keine Anzeichen für einen moderneren Ersatz. Aus diesem Grunde ist das 12,7-mm-Browning eines der erfolgreichsten Maschinengewehre aller Zeiten. Animation 3d-Modell 12,7-mm Browning M2 Spezifikationen Browning M2 12,7-mm-Maschinengewehr Spezifikationen: Einsatzstatistik: Weitere amerikanische Maschinengewehre Johnson M1941 Melvin M. Johnson war Hauptmann in der Reserve des US-Marine-Korps und eine bekannte Autorität für automatische Waffen. Mitte der 1930er Jahre hatte er das automatische Johnson-Gewehr entworfen und begann daraus ein leichtes Maschinengewehr zu entwickeln. Wie das Gewehr wurde auch das Maschinengewehr durch Rückstoß betrieben. Dies war kein übliches System für leichte Waffen und erforderte einen hohen Fertigungsstandard, um zuverlässig zu funktionieren. Obwohl der Entwurf mechanisch einwandfrei funktionierte, war die Waffe nicht robust genug, den harten Bedingungen während eines Feldzuges standzuhalten. Das Maschinengewehr wurde von der US-Armee getestet, welche aber wenig Interesse zeigte, da sie mit dem Browning Automatic Rifle BAR zufrieden war und außerdem genug davon hatte und wenig Neigung zeigte, daran etwas groß zu ändern. Die niederländische Regierung kaufte dann eine Anzahl für ihre Streitkräfte in Ostindien, aber mit der japanischen Invasion dieses Gebietes verlor der Vertrag seine Grundlage. Die Produktion wurde während des gesamten Krieges für das US Marine Corps und die US Rangers fortgesetzt, aber die Gesamtproduktion war relativ gering. Die Waffe besaß eine Reihe interessanter Merkmale. Im Einzelschuss-Modus schloss und verriegelte sich der Bolzen vor jedem Schuss, im Automatik-Modus feuerte sie jedoch mit einem offenen Bolzen, wobei sichergestellt wurde, dass keine Patrone jemals in eine heiße Kammer geladen wurde und Luft zwischen den Schüssen durch den Lauf strömen konnte, um ihn zu kühlen. Das Magazin wurde von der linken Seite versorgt, was die Silhouette niedrig hielt, aber zu Gleichgewichtsproblemen führte. Zudem konnte das Magazin von der rechten Seite des Mechanismus mit dem standardmäßigen Springfield-M1903-Ladestreifen aus fünf mehr …

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