Kriegstagebuch 28. Oktober 1917


Infanterie setzt über einen Fluß in Norditalien
Infanterie setzt über einen Fluß in Norditalien während der Schlacht von Caporetto über.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 28. Oktober 1917:

Südfronten


Isonzo: Trotz Regens und Schneestürmen überquert die deutsche 200. Division den Fluss Torre um 04.00 Uhr und besetzt Udine, 20 Stunden nachdem das Comando Supremo und das Hauptquartier der Zweiten Armee von dort evakuiert wurden. Die Deutschen melden die Zahl von 100.000 italienischen Kriegsgefangenen. Österreich-ungarische Truppen besetzen wieder Gorizia und dringen knapp 13 km nach Westen vor.

Westfront

Flandern: Kanadische Verluste seit dem 26. Oktober 2.481 Soldaten, dafür 370 deutsche Kriegsgefangene eingebracht.
Aisne: Angriff und Gegenangriff am Oise-Aisne-Kanal.
Verdun: Die deutschen Truppen kommen in Chaume-Wald und Bezonvaux voran.
Frankreich: Die 26. US-(National-Garde)-Division ist die zweite amerikanische Einheit, welche anlandet.

Luftkrieg

Westfront: Leutnant Gontermann, der beste deutsche Ballon-Zerstörer (39 Abschüsse seit dem 8. April, siehe Bild am 24. Juni 1917), kommt ums Leben, nachdem seine Fokker Dr.I von Jasta 15 im Flug auseinanderbricht. Kurz zuvor war für alle Dreidecker angeordnet worden, vorübergehend auf dem Boden zu bleiben. Die ersten 5 von 12 Jagdgruppen (jeweils 36-75 Flugzeuge) werden auf Dauer aufgestellt.

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Im Blickpunkt:
  • Britische Soldaten und ein Mark I-Panzer

    Englischer Tank Mk I, erster Panzer im Ersten Weltkrieg und der Geschichte. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Bilder und 3d-Modell. Tank Mark I Typ: schwerer Infanteriepanzer. Geschichte: Die Idee des gepanzerten ‘Landship’ (Landschiff) war im Bereich der Fiktion schon vor 1914 weit bekannt und Vorschläge zum Bau einer solchen Maschine wurde bei fast allen Streitkräften der Großmächte eingereicht, auch beim britischen Kriegsministerium. Keiner dieser Vorschläge wurde aufgegriffen, aus dem einfachen Grund, dass es offensichtlich keine Notwendigkeit für solch eine Maschine gab. Das änderte sich jedoch 1914. Einige weitblickende Soldaten und andere Personen erkannten, dass die an der Westfront eingetretenen Zustände nur durch einen Einsatz von mobilen, gepanzerten Maschinen überwunden werden könnten.   Einer dieser führenden Visionäre war Oberst E.D. Swinton, welcher seine einflussreiche Position dazu nutze, führende Regierungsbeamte an diesem Konzept zu interessieren. Dementsprechend wurde im Kriegsministerium ein Ausschuss eingerichtet, welcher einige Vorschläge untersuchen sollten, aber die Bemühungen führten zu keinem Ergebnis. Die Royal Navy wurde davon jedoch nicht abgeschreckt und nahm die Sache in die Hand, da sie mit ihrer Royal Navy Aír Service Panzerwagen-Staffel während des Jahres 1914 schon einige Erfahrungen in der gepanzerten Kriegsführung gesammelt hatte. Aus diesen Erfahrungen stammten eine Reihe von Vorschlägen, die das ‘Riesenrad’-Fahrzeug beinhalteten, welches mit seinen großen Rädern Schützengräben überqueren sollte. In diesem Moment wurde Winston Churchill mehr als nur interessiert und richtete den Ausschuss ein, welcher als Landship-Komitee bekannt wurde um Wege zur Überwindung der Schlachtfelder in Frankreich zu finden. Für den Bau der ‘Riesenrad’-Maschine wurde grünes Licht gegeben und die Aufmerksamkeit des Ausschusses wurde auf ein anderes Gerät gelenkt, das Pedrail, welches eine breite Kette benutze, worauf sich irgendeine Last oder Motor befand. Dieses Gerät wurde ebenfalls für Versuche bestellt und mehrere andere Maschinen der Raupenform wurden für Experimente angefordert. Es gab mehrere von diesen, wie den Killen-Strait-Traktor, einem Bullock-Creep-Grip-Traktor und einer eigentümlichen zu diesem Zweck gebauten Maschine, welche die Räder eines Daimler-Foster-Traktors hatte und als die Tritton-Grabenüberfahrt-Maschine bekannt wurde. Keine dieser Maschinen wurde für die Aufgaben als geeignet angesehen und das gleiche Urteil wurde für das Pedrail gefällt, da es ein viel zu umständliches Fahrzeug war, um einen unebenen Boden zu überqueren. Die Bullock-Traktoren schien mehr zu versprechen und zwei solcher Fahrzeuge wurden extra aus den USA bestellt. Da in erster Linie eine landwirtschaftliche Maschine, konnte der Bullock-Traktor als nicht geeignet eingestuft werden, aber seine Ketten boten eine Lösung an, wie ein Weg durch den Schlamm und Drahthindernisse gefunden werden könnte. Dementsprechend wurde William Tritton (welcher später aufgrund seiner Verdienste zum Ritter geschlagen wurde) von Foster in Loncoln darum gebeten, den Traktor umzugestalten. Es war der gleiche Mann, welcher an dem Entwurf der Tritton-Grabenüberfahrt-Maschine beteiligt gewesen war, nach dem der ‘Riesenrad’-Entwurf aufgegeben wurde. Tritton verwendete entsprechend Ketten und das Fahrwerk des Bullock-Traktors und baute die ‘Nr.1 Lincoln-Maschine’. Dieser Entwurf war weitaus vielversprechender, aber die Spur zu spitz und es gab ständig Ärger. Eine neue Spur und einige andere Verbesserungen wurde geführt, welche zu dem Fahrzeug führten, was später im Dezember 1915 als ‘Little Willie’ bekannt wurde. ‘Little Willie’ war der erste ‘Tank’, auch wenn zu diesem Zeitpunkt der Begriff noch nicht geprägt worden war. Obwohl es so schien, als das die Anforderungen des Landship-Ausschusses erfüllt worden wären, war ‘Little Willie’ war noch zu instabil und hatte praktisch keine Fähigkeiten, Hindernisse zu überqueren. Als Folge davon kam Leutnant Wilson, der mit Tritton auf Geheiß des Landship-Ausschusses an dem Projekt gearbeitet hatte, auf den Gedanken, die Ketten des Tanks erheblich zu vergrößern, sodass sie praktisch um eine Rautenform herum liefen, was zum Markenzeichen der im 1. Weltkrieg eingesetzten britischen Panzer werden sollte. Das kastenartige Gehäuse von ‘Little Willie’ wurde dementsprechend verändert, um die neuen Ketten herum anzubringen und die Maschine wurde zu ‘Mother’ (Mutter). Durch ‘Mother’ wurde das Kriegsministerium wieder plötzlich interessiert und nach einer Demonstration in Hatfield Park im Januar 1916 wurde der Entwurf genehmigt. Der Landship-Ausschuss wurde daraufhin umorganisiert und wurde zum Tank-Produktions-Ausschuss, in dem Bemühen durch den Decknamen ‘Tank’ (Wasserbehälter) als ‘Wasser-Transportfahrzeug’ die wahre Rolle der neuen Maschine zu verschleiern. Dadurch wurde das Wort ‘Tank’ im englischen bis heute zur allgemein üblichen Bezeichnung von Panzerfahrzeugen. ‘Mother’ wurde zum Prototypen für die Fahrzeuge, welche anschließend zum ‘Tank Mark I’ wurden. Eine Bestellung von 100 Stück wurde im Februar 1916 ausgegeben und der Panzer oder ‘Tank’ war geboren. Der Tank Mark I war das Produktions- und Einsatz-Modell des Prototyp-Fahrzeug ‘Mother’, welches ja letztlich das Ergebnis einer Reihe von Entwicklungsmodellen, die ursprünglich auf die Verwendung eines Traktorenfahrwerks von Holt beruhten, war. Als ‘Mother’ hergestellt war, war der ursprüngliche Holt-Entwurf so überarbeitet worden, dass er erstaunliche Grabenüberschreitfähigkeiten erzielt, welche das ursprüngliche Holt-Konzept niemals erreicht hätte. Leutnant W.G. Wilson war der Hauptbeteiligte für die endgültige Gestaltung von ‘Mother’ nach umfangreichen experimentelle Arbeiten und Tätigkeiten im Ausschuss und der mit seiner Idee von den großen, umlaufenden Ketten für die charakteristische Form der britischen Tanks im 1. Weltkrieg verantwortlich war. ‘Mother’ wurde im Januar und Februar 1916 erstmals vorgeführt und bald darauf folgte die erste Bestellung von Produktionsfahrzeugen. Eine eigenständige Waffengattung wurde im März 1916 gegründet, um das neue Fahrzeug einzusetzen. Die Bezeichnung ‘Tank’ wurde nur als Tarnname verwendet, aber der Begriff prägte sich so sehr ein, dass er immer noch im englischen Sprachraum für den Panzer verwendet wird. Die ersten Serienfahrzeuge wurden der Schweren Abteilung des Maschinengewehr-Korps Mitte 1916 zugeteilt, welches damit begann, die ersten Mannschaften dafür bereitzustellen und auszubilden. Der Tank Mark I war ein großes und schweres Biest, welches durch einen einzelnen Daimer-105-PS-Benzinmotor angetrieben wurde, welcher sich in einer gepanzerten Kiste zwischen den beiden großen, rautenförmigen und durchgehenden Kettenlaufwerken befand. Ursprünglich war vorgesehen gewesen, einen Turm auf der Oberseite des Fahrzeuges zu installieren, aber dieser hätte die gesamte Konstruktion instabil gemacht, und so wurde stattdessen die Hauptbewaffnung aus zwei 6-Pfünder-Kanonen (57 mm) in Erkern an jeder Seite eingebaut. Jeder Erker hatte zudem ein einzelnes Lewis- oder Hotchkiss-Maschinengewehr und eine dritte derartige Waffe wurde als zusätzliche Verteidigung eingebaut. Die 6-Pfünder-Geschütze waren ehemalige Waffen der Marine, da die Armee auf Anfrage keine Kanonen zur Verfügung stellte. Der Tank Mark I wurde durch Panzerplatten geschützt, mehr …

  • Panzerbataillon mit Königstiger

    Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 26. November 1944 nach dem deutschen Rückzug vom Südost-Balkan im Anschluss an den Putsch in Rumänien. Die Aufstellung und Verteilung der Divisionen der Wehrmacht und unterstellter Einheiten von Verbündeten nach dem deutschen Rückzug vom Südost-Balkan am 26. November 1944. Wehrmacht Kriegsgliederung November 1944 Erläuterungen zu einigen Typen von Divisionen und Verbänden: VG-Division die neu eingeführten Volks-Grenadier-Divisionen. Bodenständige Infanterie-Division ist eine Infanterie-Division, welche normalerweise als Festungs- oder Küstenschutz-Division verwendet wird und daher über keine oder nur wenige Transportmittel verfügt. Kampfgruppen sind die noch verfügbaren, einsatzfähigen Truppeneinheiten von aufgeriebenen Divisionen. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 26. November 1944 Ostfront Heeresgruppe F (in Jugoslawien und in der Ägäis) Heeresgruppe Süd Heeresgruppe A Heeresgruppe Mitte Heeresgruppe Nord Norden Westfront Heeresgruppe H Heeresgruppe B Heeresgruppe G Italien Heeresgruppe C Reserven und Neuaufstellungen Siehe auch: Wehrmachts-Verbände Organisation 1942-45. Der deutsche Rückzug vom Balkan Die Vernichtung der deutschen Heeresgruppe Mitte im Sommer 1944 hatte zu einem tiefen sowjetischen Einbruch in der Mitte der Ostfront geführt und war erst vor Warschau zum Stillstand gekommen, was auch durch den westlich orientierten Warschauer Aufstand im August 1944 verursacht wurde und dessen Niederschlagung durch Hitler sich Stalin erhoffte. Deshalb setzte die Rote Armee ihre Offensiven an den Flanken fort. Zu diesem Zeitpunkt hielten rumänische und deutsche Truppen nach den sowjetischen Frühjahrsoffensiven eine wackelige Abwehrfront in Moldawien im Süden. Die deutschen Verbände wurden ständig durch Abzüge zu anderen, bedrohten Frontabschnitten im Norden verringert, während die Rumänen schon bei Stalingrad im Winter 1942/43 ihre besten Divisionen eingebüßt hatten. Weitere Verluste traten bei den Kämpfen und der Evakuierung der Krim 1944 ein. Dadurch hatten sowohl die rumänische Armee, wie auch die politische Führung des Landes ihren Willen zur Fortsetzung des Krieges eingebüßt. Die Armee war innerlich bereits zusammengebrochen und Offiziere und Mannschaften waren nicht mehr bereit weiterzukämpfen und der geringste Anlass würde zur Auflösung führen. Zwischenzeitlich hatten die Sowjets in den letzten Monaten in den zurückgewonnenen ukrainischen Gebieten mehrere hunderttausend Männer eingezogen, ausgebildet und politisch indoktriniert, sodass die 2. und 3. Ukrainische Front unter Malinowsky und Tolbuchin voll kampfkräftig waren. Die sowjetische Offensive am 20. August gegen die rumänischen 4. und 3. Armeen, welche links und rechts von der deutschen 6. Armee standen, traf praktisch auf keinen Widerstand; die rumänischen Truppen weigerten sich einfach, zu kämpfen. So wurde die 18 Divisionen der wieder aufgestellte deutsche 6. Armee zum zweiten Mal nach Stalingrad eingeschlossen und vernichtet. Die Reste der deutschen 8. Armee mussten sich auf die Karpaten zurückziehen. Am 23. August erfolgte dann ein Putsch in Bukarest, bei dem Marschall Antonescu von König Michael gestürzt wurde und die neue politische Führung suchte Frieden. Die überraschten Deutschen versuchten Stellungen innerhalb Rumäniens, insbesondere die wichtigen Karpaten-Pässe zu halten und ein von Hitler angeordneter Luftangriff auf Bukarest vereinigte nur Front und neue Regierung. So zog sich Rumänien nicht nur aus dem Achsenbündnis zurück, sondern erklärte auch gegenüber Deutschland und Ungarn den Krieg.   In wenigen Tage überrollten die Russen Rumänien und die Wehrmacht verlor über 380.000 Mann innerhalb von zwei Wochen. Am 5. September 1944 erklärte die Sowjetunion auch Bulgarien den Krieg und am 8. September überschritt die Rote Armee die Grenze. Noch am selben Tag erklärte Bulgarien Deutschland den Krieg und die bulgarischen Truppen, welche sich bisher nicht aufgelöst hatten, kämpften nun auf Alliierter Seite. So hatte der Zusammenbruch Rumäniens dramatische Auswirkungen, nicht nur auf Bulgarien und Ungarn, sondern auch auf alle deutschen Stellungen weiter südlich auf dem Balkan. Auf der einen Seite kämpften nun die Ungarn viel erbitterter, härter und effektiver als jemals zuvor im Zweiten Weltkrieg, als sie endlich gegen die verhassten Rumänen antreten konnten. Trotzdem begann Ungarns Regent, Admiral Horthy, nun Friedensfühler nach Moskau auszustrecken. Am 24. September schickt er Abgesandte nach Moskau und plante das Achsenbündnis am 15. Oktober zu verlassen. Die ungarische Führung vermasselte dies aber genauso, wie ihre italienischen Kollegen ein Jahr zuvor.   Deutsche Spezialkommandos nahmen Horthy fest und deutsche Truppen besetzten die Hauptstadt Budapest. Es wurde ein neues Regime unter Ferenc Szalasi, dem Führer der ungarischen Pfeilkreuzler, eingesetzt. Die Pfeilkreuzler waren noch wahnsinniger als die gläubigsten Nazis und nicht wenige hielten ihren Anführer ebenso für einen Verrückten. So hatte Hitler nun die direkte Kontrolle über Ungarn und mit der enthusiastischen Hilfe von Szalasi und seiner Bewegung wurde erst einmal die wichtigste Aufgabe angegangen: die Deportation von über einer halben Million Juden in die Vernichtungslager aus dem einzig verbliebenen Zufluchtsort in Europa. Ende Oktober setzte dann eine deutsch-ungarische Gegenoffensive gegen die nach Ungarn vorgedrungene Zweite Ukrainische Front ein, aber die von den Russen schon kontrollierten Karpaten-Pässe konnten nicht mehr zurückgewonnen werden. Die weiteren Aussichten waren daher düster, da das ungarische Tiefland nur schwer zu verteidigen war. Die dramatischen Entwicklungen in Budapest führten zu einer langen und erbitterten Schlacht um Ungarn, die von Oktober 1944 bis in die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs andauerte und enorme Zerstörungen und schwere Verluste für beide Seiten zur Folge hatte. Die Auswirkungen des Zusammenbruchs Rumäniens und der deutschen Truppen dort auf die Lage in Griechenland und der angrenzenden Gebiete auf dem Balkan waren ebenso dramatisch, aber nicht so zerstörerisch. Als am 23. August die ersten Nachrichten von dem Putsch, welcher den rumänischen Diktator Antonescu stürzte, im Führerhauptquartier eingingen, befand sich der Oberbefehlshaber Südost, Feldmarschall Maximilian von Weichs, ebenfalls dort. Auf der an diesem Tag abgehaltenen Konferenz traf Adolf Hitler mehrere Entscheidungen, welche die deutsche Strategie und den allgemeinen Verlauf des weiteren Kriegsgeschehens wesentlich beeinflussten. Jahrelang hatte Hitler bisher darauf bestanden, die deutschen Positionen in Griechenland, auf Kreta und den Inseln in der Ägäis mit Truppen aufzubauen und zu halten. Als Italien im September 1943 kapitulierte, besetzten deutsche Truppen umgehend die italienischen Besatzungsgebiete in Griechenland und die zum italienischen Staatsgebiet gehörenden Domdekans-Inseln. Ursprünglich als Ausgangsstellung für ein weiteres Vordringen im Nahen Osten gedacht, hatte die deutsche Position dort seit einiger Zeit nun die Aufgabe, die Türkei vom Kriegseintritt auf alliierter Seite abzuhalten und gleichzeitig die Versorgung mit Chrom von dort sicherzustellen. Gleichzeitig verweigerten die Türken aus diesem Grund den Alliierten Luftwaffenbasen, von denen aus ihre Flugzeuge leichter die rumänischen Ölfelder mehr …

  • Rommel besichtigt die 21. Panzer-Division

    Teil II: Neuaufstellung, Gliederung und Panzerbestand der 21. Panzer-Division und ihr Einsatz im Westen und Osten 1943 bis 1945. hier zu Teil I: 21. Panzer-Division in Nordafrika. Neuaufstellung 1943 Kurz nach ihrem Untergang in Tunesien wurde die 21. Panzer-Division jedoch in der Normandie in Frankreich wieder neu aufgestellt. Mit Termin 15. Juli 1943 wurde beim Oberbefehlshaber West auf eigene Initiative hin die ‘Schnelle Brigade 931’ bei der deutschen 7. Armee in 21. Panzer-Division/neu umbenannt. Zentrale Einheiten dieser Neuaufstellung waren das verstärkte Panzer-Grenadier-Regiment 931, zwei Kradschützen-Kompanien, das gepanzerte Artillerie-Regiment 931 unter Oberst Feuchtlinger und das in Frankreich gebildete Panzer-Regiment 100. Hinzu kam ein beträchtlicher Kader ehemaliger ‘Afrikaner’ aus dem ‘Afrika-Stau’ aus Urlaubern, Genesenen und Verstärkungen in Italien und Südfrankreich, welche schon in der ursprünglichen 21. Panzer-Division in Nordafrika gekämpft hatten und den Esprit de Corps und die Traditionen des Verbandes aufrechterhielten. Der Divisionsstab dieser neuen 21. Panzer-Division wurde aus dem Stab der Artillerie-Brigade West und Teilen der Panzer-Brigade 10 gebildet. Das Panzer-Grenadier-Regiment 125 bestand aus drei Bataillonen des verstärkten Pz.Gren.Rgt. der ‘Schnellen Brigade West’. Das Panzer-Grenadier-Regiment 192 wurde aus Teilen des Pz.Gren.Rgt 931 und anderen Infanterie-Einheiten beim Oberbefehlshaber West gebildet. Die Panzer-Aufklärungs-Abteilung 21 entstand aus den zwei Kradschützen-Kompanien, welche verstärkt wurden. Ende 1943 kam noch der Großteil der motorisierten Aufklärungs-Lehr-Abteilung hinzu. Das Panzer-Regiment 100 war schon im Januar 1943 bei der Panzer-Brigade 100 in Versailles aufgestellt worden. Es verfügte über den Stab und zwei Panzer-Kompanien der Panzer-Abteilung 223. Allerdings war dieses Panzer-Regiment ursprünglich nur mit veralteten französischen Beute-Panzern von zweifelhaftem Kampfwert ausgerüstet. Ab Mai 1944 wurde die Einheit als Panzer-Regiment 22 bezeichnet. Zwar hatten bis Sommer 1944 deutsche Panzertypen viele von den französischen Beute-Panzern ersetzt, aber selbst dann noch gab es einen nicht unerheblichen Anteil veralteter Fahrzeuge, wie PzKpfw IVB und PzKpfw IVC und sogar noch einige alte PzKpfw III. Deshalb befand sich die neu aufgestellte Division über ein Jahr als Besatzungstruppe in Frankreich, da sie wegen ihrer mangelhaften Ausstattung als nicht geeignet für die Ostfront angesehen wurde. 1944 wurde der Zusatz ‘/neu’ im Namen fallen gelassen und die Division wieder als 21. Panzer-Division bezeichnet. Im Frühjahr 1944 erhielt das Panzer-Grenadier-Regiment 125 Schützenpanzer und die Panzer-Aufklärungs-Abteilung und das Panzer-Pionier-Bataillon hatten drei bzw. zwei Kompanien mit mittleren Schützenpanzern. Die Neuaufstellung wurde Mitte Mai 1944 in der Normandie östlich von Caen abgeschlossen. Dabei verfügte das Panzer-Regiment 22 am 1. Juni über insgesamt 110 Panzer. Die I. Abteilung hatte 4 Panzer-Kompanien zu je 17 PzKpfw IV mit langer 7,5-cm-Kanone. Bei der II. Abteilung befanden sich 5 PzKpfw IV mit langer Kanone beim Stab und bei der 5. bis 7. Kompanien ebenfalls 5 PzKpfw IV mit langer Kanone, der Rest bestand dort weiterhin aus französischen Beute-Panzern. Bei der 8. Kompanien waren 6 PzKpfw IV mit kurzer 7,5-cm-Kanone vorhanden. Insgesamt waren noch 35 Somua S-35 und 2 Hotchkiss-Panzer französischer Bauart in der Division vorhanden. Jedoch war die artilleristische Feuerkraft der Division Mitte 1944 sehr stark. Gliederung 1944 Westfront 1944 Die 21. Panzer-Division wurde nach Abschluss ihrer Aufstellung und überwiegender Neuausrüstung ab Mitte Reserve bei der Heeresgruppe B von Rommel im Abschnitt des LXXXIV. Armee-Korps. Bei der alliierten Invasion am 6. Juni 1944 war die 21. Panzer-Division dann der einzige deutsche Panzer-Verband, welcher sich in der Nähe der Landeköpfe befand. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich Teile ihres Panzer-Regimentes in der Nähe auf einer Übung, waren aber nur mit Übungsmunition bewaffnet. Deshalb mussten sie erst schnell zurückgerufen werden, um mit richtiger Munition bewaffnet zu werden. Bedingt durch die Abwesenheit Rommels, welcher sich zum Geburtstag seiner Frau in Deutschland befand, da eigentlich zu schlechtes Wetter für eine Invasion angekündigt war, sowie das Zaudern seiner Stellvertreter, erhielt die 21. Panzer-Division erst um 10:30 Uhr den Befehl zu einem Gegenangriff in Richtung Küste. Der Angriff erfolgte mit drei Kampfgruppen zu beiden Seiten des Flusses Orne. Die ‘Kampfgruppe von Lucke’ des Befehlshabers des Panzer-Grenadier-Regiment 125 bestand aus dem verstärkten II. Bataillon mit der 4. Kompanie des Panzer-Regiment 22 und Teilen der Panzer-Aufklärungsabteilung 21 und Sturmgeschütz-Abteilung 200. Deren Angriff erfolgte östlich der Orne über Stützpunkte der verteidigenden deutschen 716. Infanterie-Division hinweg und traf auf britische Fallschirmjäger südlich von Ranville an der östlichen Flanke des britischen Landekopfs ‘Sword’. Die ‘Kampfgruppe Rauch’, Kommandeur des verstärkten Panzer-Grenadier-Regiments 192, griff westlich der Orne zur Küste in Richtung Lion-sur-Mer an. Um Benouville kam es zu Kämpfen mit britischen und kanadischen Fallschirmtruppen. Bis zum Abend konnte diese Kampfgruppe, welche jetzt von General Marcks, dem kommandierenden General des LXXXIV. Armee-Korps geleitet wurde, über Periers die Küste erreichen. Nördlich von Lagrune-sur-Mer gruben sich die Soldaten in Verteidigungsstellungen ein. Die ‘Panzer-Kampfgruppe von Oppeln’, dem Kommandeur des Panzer-Regiment 22, welcher über rund 80 mit langer 7,5-cm-Kanone bewaffneter Panzerkampfwagen IV, Schützenpanzern und die Selbstfahrlafetten des Artillerie-Regiments 155 verfügte, griff Mittags die zwischenzeitlich schon besetzten britischen Abwehrstellungen des Landekopf ‘Sword’ nördlich von Caen an. Die Briten hatten schon schwere Pak und Artillerie in Stellung gebracht und so mussten die deutschen Panzer ihre Marschrichtungen immer wieder stark ändern. Im unübersichtlichen und ansteigenden Gelände der Normandie wurden sie schließlich von starken britischen Pak-Stellungen bei Periers und Bievelle zum Stehen gebracht und mussten zur Rundum-Verteidgung übergehen. Nachdem sie die angreifende britische 27. Panzer-Brigade zerschlagen hatten, mussten sie sich bis zum 9. Juli in die Gegend nördlich von Caen zurückziehen. Die 21. Panzer-Division war dann an den Abwehrkämpfen in der Normandie vom 9. Juli bis 6. August 1944 beteiligt, wo sie ihre Stellungen bei Caen gegen wiederholte britische Angriffe hielt, darunter während der ‘Operation Goodwood’. In diesen Wochen, welche auf die Landung folgten, schlug die Division ununterbrochen aus ihren eingegrabenen Stellungen in der Gegend vor Caen auf die alliierten Truppen ein und hatte großen Anteil daran, den Zeitplan der Alliierten schwer durcheinander zu bringen. Nach dem Ausbruch der Invasions-Streitkräfte im Westen des alliierten Brückenkopfes wurden Teile der 21. Panzer-Division, welche bei der 12. SS-Panzer-Division der 5. Panzer-Armee eingesetzt waren, im Kessel von Falaise eingeschlossen. Diesen gelang der Ausbruch nur unter dem Verlust nahezu aller schweren Waffen und mit nur sechs PzKpfw IV. Die Besatzungen der verlorenen Panzer mussten als Infanterie eingesetzt werden. Panzerbestand der 21. Panzer-Division während der mehr …

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