Kriegstagebuch 29. September 1917


A7V Panzer
Der massive deutsche A7V kommt Ende 1917 zur Truppe, hat aber einen zu hohen Schwerpunkt und unzuverlässige Motoren, was für schlechte Geländeeigenschaften sorgt.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 29. September 1917:

Westfront


Deutschland: Erste Panzer-Einheit gebildet, 113 Mann mit 5 A7V (ausgeliefert am 8. Dezember, mehr Einheiten werden aufgestellt).

Südfronten

Isonzo: Die italienische 44. Division nimmt den Na Kobil (770m) mit 1.400 Kriegsgefangenen auf dem Bainsizza-Plateau. 800 weitere Kriegsgefangene werden am 30. September eingebracht, aber der siegreiche General Papa wird dort am 5. Oktober getötet.

Luftkrieg

Westfront: 2 Spowith Camel des Royal Navy Air Service fliegen spezielle Nachteinsätze zur Bombardierung von Fesselballon-Schuppen in der Nähe von Quiery-la-Motte, westlich von Douai.
Belgien: Handley Page Bomber des Royal Navy Air Service bombardieren in den Nächten bis zum 2. Oktober Zebrügge, aber keine der 200 abgeworfenen Bomben trifft die Schleusen.
Großbritannien: 7 Gotha-Bomber (1 macht eine Bruchlandung in Holland) und 3 Zeppelin-Gigant-Bomber werden zum Angriff auf London losgeschickt. Ein Bomber fällt Flak-Feuer bei Dover zum Opfer, 3 Gotha und 1 Gigant erreichen das Ziel, wo die Waterloo-Zugstation beschädigt wird und es 127 zivile Opfer gibt.
Palästina: ‘Die Beherrschung der Luft ist … an die Briten übergegangen’, melden die türkisch-deutschen Luftstreitkräfte und schätzen die Stärke des Royal Flying Corps auf 30 bis 40 Flugzeuge.

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Im Blickpunkt:
  • Macchi C.205V Veltro.

    Macchi C.205V Veltro, bestes italienisches Jagdflugzeug im 2. Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Macchi C205V Veltro Typ: Jagdflugzeug. Geschichte: Die Entwicklung des besten italienischen Jagdflugzeuges des 2. Weltkrieges, der Macchi C.205V Veltro, wurde durch die Behörden des italienischen Luftfahrtministeriums verschleppt, welche es aus unterschiedlichen Gründen vorzogen, die neuen Fiat G55 Centauro und Reggiane Re 2005 zu unterstützen, anstatt den viel einfacheren und gradlinigen Weg zu beschreiten, die bereits etablierte MC.202 Folgore weiterzuentwickeln. Tatsächlich behob die Macchi C.205V Veltro eine Reihe von Mängeln, welche ihren Vorgänger plagten, insbesondere die zu leichte Bewaffnung. Bei 80 Prozent Gemeinsamkeiten mit der MC.202 hatte die C.205 den neuen Daimler-Benz DB605 RC58-Motor und es war vorgesehen, zwei deutsche Mauser-Kanonen in den Flügeln einzubauen. Dies machte die C.205V schwerer als die C.202, aber die größere Leistung des neuen Motors machte dieses zusätzliche Gewicht wett und steigerte die Leistung des Jagdflugzeuges. Eine C.202 der Serie IX wurde aus der Produktionsreihe von Folgore entnommen und zum C.205 Prototypen umgebaut. Angetrieben von einem deutschen Original-Motor flog der erste Prototyp erstmals am 19. April 1942. Die unmittelbaren Eindrücke waren sehr positiv, das Jagdflugzeug erschien als viel besser als die C.202 und hatte hervorragende Flugeigenschaften. Die erste Serienmaschine rollte aus der Macchi-Fabrik in Vanese im Oktober 1942, knapp sechs Monate nach dem Erstflug. Es war die erste Maschine einer Vorserie von 100 Stück. Der einzige Unterschied zu den Prototypen war die Installation eines bei Fiat in Lizenz nachgebauten DB605-Motors. Die Produktion begann aber nur tropfenweise, da die italienische Luftwaffe darauf bestand, dass die Produktionsanlagen der C.202 und der veralteten C.200 Saetta parallel zur neuen Maschine weiter liefen. Verzögerungen bei der Auslieferung der DB605-Motoren führten zu einer Begrenzung des monatlichen Ausstoßes von nur etwa neun oder zehn C.205 bis zum Ende des Jahres 1942 und nicht vor Februar des nachfolgenden Jahres konnte die Produktion verdoppelt werden. Das war immer noch weniger als die durchschnittlich 50 monatlich gleichzeitig gebauten M.C202 Folgore. Darüber hinaus war die 20-mm-Mauser-Kanone noch schwieriger zu produzieren als die Motoren, und die meisten der ersten 100 Exemplare mussten mit 7,7-mm-Maschinengewehre wie die C.202 ausgerüstet werden. Kampfeinsätze Der erste Einsatz der C.205 kam im Februar 1943, als vier Flugzeuge die Macchi C202 der 1.Stormo der Regia Aeronautica auf Sizilien und Pantelleria ergänzten. Bis Ende März war ihre Zahl dann auf 21 angestiegen. Das Flugzeug hatte den ersten Kampfeinsatz am 7. April über Tunesien, als Jäger von Pantelleria See- und Lufttransporte zwischen Italien und Tunesien sicherten. An diesem Tag trafen sie auf eine überlegene Anzahl von Spitfire V und Curtiss P-40, wobei sie erfolgreich abschnitten. Bis zum 19. April sollen sie tatsächlich 18 Flugzeuge der Alliierten zerstört haben. Mit dem Verlust des Achsen-Brückenkopfs in Tunesien wurde Pantelleria unsicher und die gesamte Einheit wurde im Mai nach Sigonella auf Sizilien verlegt, von wo aus sie italienische Torpedobomber sicherten, welche alliierte Flottenverbände angriffen. Nach dem Fall von Pantelleria waren die C.205 Veltro jedoch gezwungen, sich auf die Verteidigung von Angriffszielen der alliierte Bomber zu konzentrieren, welche Sizilien für die bevorstehende Invasion ‘weich-klopfen’ sollten. In diesem Zeitraum verlor die Einheit fast alle ihre C.205V und im Juli wurden sie durch die 4. Stormo abgelöst, während die 1. Stormo nach Venedig zur Neuausrüstung verlegt wurde. Die 4. Stormo hatte Nordafrika bereits im Januar 1943 verlassen und wurde nach Campoformido und Bresso verlegt, wo die Einheit mit der Veltro neu ausgerüstet wurde. Am Tag der alliierten Landung auf Sizilien am 10. Juli 1943 verfügte die Einheit über nicht mehr als 10 einsatzbereite C.205V in der Nähe von Catania, zusammen mit 38 C.202 Folgore. In ihrer Verzweiflung schickte die italienische Luftwaffenführung noch 10 weitere C.205V von der 51. Stormo sowie 8 Re.2005. Obwohl die deutsche Luftwaffe weitere 400 Jäger in dem Kampfraum hatte, konnten die gesamten Achsen-Luftwaffen zusammen nur wenig gegen die Alliierten ausrichten, welche eine eindrucksvolle Luft-Armada von 4.900 Flugzeugen aufboten. Nach vier Tagen zog sich die 4. Storme auf das italienische Festland bei Crotone zurück, nachdem eine große Anzahl von Veltros im Kampf oder bei Unfällen verloren gingen und eine weitere Anzahl beschädigter Maschinen auf dem Flugfeld zerstört werden musste, um sie nicht in feindliche Hände fallen zu lassen. Anfang September verfügte das 4. Stormo über 30 C.205V und sollte diesmal die alliierte Landung bei Reggio Calabria ab dem 3. des Monats von neuen Stützpunkten bei Castrovillari und Gioia del Colle bekämpfen. Die Kämpfe hielten dort unvermindert für die nächsten zwei Tage an. Eine andere bedeutende Einheit, welche die Veltro in den Einsatz flogen, was die 3. Stormo. Die Einheit war ebenfalls ein Veteran der Kämpfe in Nordafrika und erhielt die ersten paar C.202 Folgore beim Rückzug nach Tunis. Im Juni wurde sie nach Ciampino und im Juli nach Cerveteri verlegt, wo ihre 18. Gruppo eine Anzahl von C.205V erhielt, während die 23. Gruppo mit Bf 109 G-6 ausgerüstet wurde. Die Aufgabe war die Verteidigung des Luftraums bei Rom. Der erste heftige Kampfeinsatz erfolgte am 13. August 1943, als alliierte Bomber einen schweren Angriff gegen Eisenbahnziele außerhalb von Rom flogen. Die 24. Gruppo erhielt neue C.205 Veltro, wobei die Piloten auf den neuen Typ noch auf dem Flugplatz Cagliari-Monserrato wechseln mußten, bevor sie nach Venafiorita zurückverlegt wurden. Bei einem Zwischenfall wurden die C.205V während des Starts von einem heftigen alliierten Bomberangriff überrascht. Pilot Tenente Cavlli gelang es jedoch zu entkommen und die angreifenden Bomber einzuholen, wobei er zwei Stück abschoss. Während der alliierten Invasion von Sizilien war die 51.Stormo, eine Elite-Jagdeinheit der italienischen Luftwaffe, sehr stark mit der Verteidigung Sardiniens beschäftigt. Dabei schossen sie bis Ende Juli zehn P-40 für den Verlust von drei C.205 ab. Im Luftkampf war die Veltro ein erfolgreiches Jagdflugzeug mit einer eindrucksvollen Bilanz. Am 2. August 1943 zum Beispiel trafen sechs C.205V auf eine viel größere Zahl von P-38 Lightning und P-40 und schossen fünf US-Jäger für den Verlust einer Macchi ab. National-Republikanische Luftwaffe Als Italien am 8. September 1943 den Waffenstillstand erklärte, hatten die Alliierten sich bereits auf dem italienischen Festland festgesetzt. Das Land versank im totalen Chaos und splittete sich in einen südlichen und nördlichen mehr …

  • Browning M2

    Browning schwere 12,7-mm-Maschinengewehre M1921 und M2. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. hier zum Vorgänger Browning M1917 und M1919. Browning M1921, M2 Typ: Schweres Maschinengewehr. Geschichte Seit das erste schwere 12,7-mm-Maschinengewehr von Browning im Jahre 1921 produziert wurde, war es für gegnerische Infanteristen eine der am meisten gefürchteten Waffen. Das von dem Maschinengewehr abgefeuerte Projektil setzt jeden getroffenen Soldaten sofort außer Gefecht und die Waffe kann auch dazu verwendet werden, gepanzerte Ziele zu zerstören, insbesondere wenn panzerbrechende Munition verwendet wird. Das Projektil ist das eigentliche Herzstück der Waffe und vorausgegangene Versuche von Browning, ein derartig schweres Maschinengewehr zu bauen, scheiterten alle an dem Fehlen einer geeigneten Patrone. Erst als eine im Ersten Weltkrieg erbeutete deutsche 13-mm-Patrone aus der Mauser-Panzerbüchse untersucht wurde, konnte eine brauchbare Lösung gefunden werden. So blieb die Grundausführung der Patrone seitdem unverändert, obwohl zahlreiche alternative Treibmittel und Projektil-Arten zwischenzeitlich verwendet wurden. Vom ursprünglichen schweren Maschinengewehr Browning M1921 wurden eine ganze Reihe von Varianten bis heute entwickelt, welches noch immer als Browning M2 Maschinengewehr im Einsatz ist. Bei all diesen Varianten blieb der Mechanismus der Waffe identisch, welcher dem kleineren Maschinengewehr Browning M1917 sehr ähnlich ist. Worin sich diese Varianten voneinander unterschieden, war der Typ des angebrachten Laufs und die Ausstattung für den Sockel der Waffe.   Eines der zahlreichsten Modelle des M2 war der Typ M2 HB, wobei die zwei Buchstaben am Ende als Abkürzung für ‘Heavy Barrel’ (schwerer Lauf) stehen. Diese HB-Version kann in allen möglichen Arten installiert werden und wurde in der Vergangenheit als Infanteriewaffe, als Flugabwehr-Waffe und sogar als starr eingebaute oder manuell bedienbare Flugzeug-Bewaffnung verwendet. Für den Einsatz bei der Infanterie ist das M2 HB gewöhnlich auf einem Dreibein montiert, kann aber auch auf Fahrzeug-Pinolen, Ringbefestigungen und Drehzapfen montiert werden. Andere M2-Typen schließen Versionen mit wassergekühlten Läufen ein, welche gewöhnlich als Flugabwehr-Waffen eingesetzt wurden. Insbesondere auf Schiffen der US-Marine wurden sie während des Zweiten Weltkriegs in Mehrfachbefestigungen gegen tieffliegende Angriffsflugzeuge verwendet. Einzelne wassergekühlte MG-Befestigungen wurden oft bei Landinstallationen zur Luftabwehr verwendet.   Der hauptsächliche Unterschied zwischen den auf dem Boden und in Flugzeugen eingesetzten Versionen des Maschinengewehrs war der, dass die Flugzeug-Ausführung eine Lauflänge von 91,4 cm hatte, während der Lauf des konventionellen 12,7-mm-Brownings bei den Bodentruppen 114,3 cm lang war. Abgesehen vom Lauf und der Art der Anbringung, konnten alle Teile zwischen allen Versionen der M1921 und M2-Maschinengewehren ausgetauscht werden. Modernes M2 Das heutige Browning M2 ist immer noch die automatische, durch einen Patronengurt gespeiste und luftgekühlte Waffe aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Es hat eine Rückenplatte mit Haltegriffen, eine Blatt-Kimme, Mündungsfeuer-Unterdrücker und einen Ersatzzylinder. Durch die Veränderung einiger Bauteile kann die Munition entweder von der rechten oder linken Seite eingeführt werden. Das M2 ist in der Lage, im Einzelfeuer oder automatischen Dauerfeuer zu schießen. Heutzutage wird das M2 fest eingebaut auf Fahrzeugen zur Bekämpfung von Infanterie und Flugzeugen verwendet. Zugehörige Komponenten sind der Flugabwehr-Sockel und das M3-Dreibein, welche beide stabile Waffenplattformen abgeben. Die M2 0,5-inch flexible Version wird als Bodenwaffe auf dem M3-Dreibein oder auf verschiedenen Befestigungen der US-Marine an Bord von Schiffen verwendet.   Taktisch soll das M2 Unterdrückungsfeuer während des eigenen Angriffs oder in der Verteidigung bieten. Es kann dabei effizient gegen Infanterie, leicht gepanzerte Fahrzeuge, langsame und tieffliegende Flugzeuge und kleine Boote eingesetzt werden. Die 12,7-mm-Patrone hat außerdem eine gute Durchschlagskraft gegen die meisten Arten von Mauerwerk. Überraschenderweise wurde das M2 aufgrund seiner geringen Feuergeschwindigkeit und guter Schwenkbarkeit und Hebemechanismus während des Vietnam-Krieges in begrenzter Zahl als Scharfschützen-Waffe gegen feste Installationen, wie Feuerbasen, verwendet. Es wurden in den USA mehr 12,7-mm-Browning-Maschinengewehre gebaut als von jedem anderen Typ eines MGs. Bis heute gehen die Stückzahlen in die Millionen und die Serienproduktion ist immer noch nicht beendet. Ende der 1970er Jahre fanden es zwei weitere US-Firmen rentabel, die Waffe wieder in die Produktion zu nehmen, und das Gleiche gilt für den belgischen FN-Konzern. Viele andere Firmen, verstreut über die ganze Welt, finden es profitabel, Ersatzteile und Zubehör für die M2-Serie herzustellen und praktisches jedes Jahr kommt ein anderer Munitionsfabrikant mit einem neuen Typ von Patrone für diese Waffen auf den Markt. Einige Händler haben sich ganz auf den Ankauf oder Verkauf dieser einzigen Waffe spezialisiert, so groß ist die Nachfrage nach diesen Maschinengewehren und keine Ende dafür in Sicht. Das M2 wird noch für viel Jahre im Einsatz sein und es gibt keine Anzeichen für einen moderneren Ersatz. Aus diesem Grunde ist das 12,7-mm-Browning eines der erfolgreichsten Maschinengewehre aller Zeiten. Animation 3d-Modell 12,7-mm Browning M2 Spezifikationen Browning M2 12,7-mm-Maschinengewehr Spezifikationen: Einsatzstatistik: Weitere amerikanische Maschinengewehre Johnson M1941 Melvin M. Johnson war Hauptmann in der Reserve des US-Marine-Korps und eine bekannte Autorität für automatische Waffen. Mitte der 1930er Jahre hatte er das automatische Johnson-Gewehr entworfen und begann daraus ein leichtes Maschinengewehr zu entwickeln. Wie das Gewehr wurde auch das Maschinengewehr durch Rückstoß betrieben. Dies war kein übliches System für leichte Waffen und erforderte einen hohen Fertigungsstandard, um zuverlässig zu funktionieren. Obwohl der Entwurf mechanisch einwandfrei funktionierte, war die Waffe nicht robust genug, den harten Bedingungen während eines Feldzuges standzuhalten. Das Maschinengewehr wurde von der US-Armee getestet, welche aber wenig Interesse zeigte, da sie mit dem Browning Automatic Rifle BAR zufrieden war und außerdem genug davon hatte und wenig Neigung zeigte, daran etwas groß zu ändern. Die niederländische Regierung kaufte dann eine Anzahl für ihre Streitkräfte in Ostindien, aber mit der japanischen Invasion dieses Gebietes verlor der Vertrag seine Grundlage. Die Produktion wurde während des gesamten Krieges für das US Marine Corps und die US Rangers fortgesetzt, aber die Gesamtproduktion war relativ gering. Die Waffe besaß eine Reihe interessanter Merkmale. Im Einzelschuss-Modus schloss und verriegelte sich der Bolzen vor jedem Schuss, im Automatik-Modus feuerte sie jedoch mit einem offenen Bolzen, wobei sichergestellt wurde, dass keine Patrone jemals in eine heiße Kammer geladen wurde und Luft zwischen den Schüssen durch den Lauf strömen konnte, um ihn zu kühlen. Das Magazin wurde von der linken Seite versorgt, was die Silhouette niedrig hielt, aber zu Gleichgewichtsproblemen führte. Zudem konnte das Magazin von der rechten Seite des Mechanismus mit dem standardmäßigen Springfield-M1903-Ladestreifen aus fünf mehr …

  • Aufgehängter Major

    Endkampf, Kriegsgefangenschaft und Dokumente. Bilder vom Endkampf sowie Dokumente aus der Kriegsgefangenschaft und NS-Zeit. Endkampf, Kriegsgefangenschaft und Dokumente In der letzten Kriegsphase in Deutschland bestand der Rest der 214.Infanterie-Division aus einem Bataillon, was zur Wiederaufstellung verwendet werden sollte. Dazu kam es jedoch nicht mehr und die Soldaten wurden in die letzten Kämpfe der Heeresgruppe Mitte verwickelt. Polnische Soldaten im April 1945 in Deutschland (Archivfoto). Die polnische 2. Armee deckte die südliche Flanke der auf Berlin vorstoßenden russischen Armeen. Zwischen dem 25. April und 6. Mai 1945 griff die Heeresgruppe Mitte aus dem Raum Bautzen in Richtung Cottbus-Berlin die Flanke der polnischen Armee an und zwang diese vorübergehend nach Norden auszuweichen. In diesen letzten Kämpfen ist der Großvater des Autors am 30. April 1945 mit seiner Einheit in polnische Kriegsgefangenschaft geraten. Seiner Beschreibung nach haben sich die polnischen Soldaten zumeist anständig gegenüber den deutschen Kriegsgefangenen verhalten.     Eine NS-Abmahnung vom November 1943 oder 1944 an die Großmutter des Autors in Frankfurt: Nach Durchsicht der Sammellisten musste ich leider feststellen, dass Sie den Sinn des Opfersonntages immer noch nicht begriffen haben. Der gezeichnete Betrag von 30 oder 50 Pfennigen ist kein Opfer, sondern nur ein lächerliches Trinkgeld. Ich erinnere nur an die Stalingradkämpfer, sowie die Väter, Söhne und Brüder, die an der Front stehen und ihr Leben opfern für uns in der Heimat sowie für Deutschlands Zukunft. Aus diesem Grunde richte ich an Sie, Volksgenossen, diese Mahnung und hoffe, dass auch Sie sich der Volksgemeinschaft nicht ausschließen und am Opfersonntag auch wirklich ein Opfer geben – denn es geht um ‘Sein oder Nicht’ sein. Heil Hitler, gez. Becker, Zellenleiter Erläuterung des Autors: Eine Abmahnung als Volksgenosse konnte man bei sogenannten Verstößen gegen die Volksgemeinschaft erhalten. Dazu zählten der Einkauf in jüdischen Geschäften, zu geringe Spendenbereitschaft, als Vermieter zu wenig Wohnraum zur Verfügung zu stellen u.s.w. Im nationalsozialistischen Staat stand das Recht der Gemeinschaft über dem Recht des Individuums. Verstieß man nach der Abmahnung ein weiteres Mal gegen die Volksgemeinschaft, so wurde der Fall an die Gestapo (Geheime Staatspolizei) abgegeben und konnte mit Gefängnis bestraft werden. In polnischer Kriegsgefangenschaft’ nennt sich das nur schwer leserliche Tagebuch des Großvaters des Autors von 1945 bis 1947. Hier ein Auszug vom 7. Mai 1946 aus Warschau, abends 10-11 Uhr: Alarm Garage – Werkstatt Explosion. Hatte den Abend Ohrenschmerzen. Machte ein Dampfbad und legte mich hin, habe dabei geschwitzt. Konnte nicht aufstehen. Als Hans(?) wegging und die Stube dunkel war, kam der Posten an mein Bett und gab mir FÜNF (5!) Kolbenstöße auf die Brust. Zeuge ist Josef Haldesheim. Anmerkung des Autors: Die Geschichte, welches das Tagebuch erzählt, ist auch ein ständiger Ärger mit polnischen Posten oder SS-Soldaten, welche ihre Entdeckung und Auslieferung an die Russen befürchteten, was zu einer unabsehbaren Kriegsgefangenschaft in Sibirien oder der Hinrichtung geführt hätte. Entlassungspapiere aus der Kriegsgefangenschaft: Deutsche Kriegsgefangene in alliierten Händen nach Kriegsende Während des Zweiten Weltkriegs waren deutsche Soldaten in einem Großteil Europas, der Sowjetunion, Nordafrika und auf den Weltmeeren im Einsatz. Nachdem sich das Kriegsglück mit der verlorenen Schlacht um Moskau im Dezember 1941 gegen Deutschland gewendet hatte, gerieten mehr und mehr deutsche Soldaten und schließlich auch Zivilisten in alliierte Kriegsgefangenschaft. Zur Zeit der deutschen Kapitulation, am 8. Mai 1945, standen etwa zwanzig Nationen im Kampf gegen Nazi-Deutschland, welche deutsche Kriegsgefangene hielten. Die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion hielten die überwiegende Mehrheit der elf Millionen Soldaten, die sich ergeben hatten oder im Rahmen der Gesamtkapitulation in alliierte Hände fielen. Ungefähr 5 Millionen wurden fast umgehend freigelassen, aber die letzten Kriegsgefangenen in der Sowjetunion sollten erst 1956 zurückkehren. Sowohl die westlichen Alliierten als auch die Sowjets begingen Verbrechen an den Kriegsgefangenen. Tausende von Kriegsgefangenen starben in amerikanischen Sammellagern und französischen Arbeitslagern. Kriegsgefangene in der Sowjetunion und in sowjetisch beherrschten Staaten, wie Polen oder Jugoslawien, traf es am schlimmsten. Sie wurden für verschiedene, harte Zwangsarbeiten mit nur wenig Verpflegung eingesetzt, dazu oft noch im rauen Klima Sibiriens. Dabei sind Hunderttausende vermutlich ums Leben gekommen. Neben der UdSSR überschreiten nur Polen und Jugoslawien die Zahl von über 50.000 umgekommenen, deutschen Kriegsgefangenen. Gräueltaten zwischen 1945 und 1953 Die Bedingungen für die Kriegsgefangenen waren in den einzelnen Staaten unterschiedlich. Gegen Kriegsende versuchten Millionen von deutschen Wehrmachtsangehörigen sich nach Westen abzusetzen, in der Hoffnung, sich den Amerikanern oder Briten und nicht der Roten Armee ergeben zu müssen. Da die Sowjetunion niemals die Genfer Konvention unterzeichnet hatte, unterlagen deutsche Kriegsgefangene dort nicht den Kriegsgesetzen (wie übrigens umgekehrt auch). Die Regelungen der Konvention verboten übermäßig harte Zwangsarbeit und legte eine Mindestzahl von Kalorien pro Tag und Mann fest. Auch die Amerikaner hebelten die Regelung für Kriegsgefangene vorübergehend aus, da sie nach der Kapitulation gefangen genommene deutsche Soldaten als ‘demobilisierte Truppen’ bezeichneten und nur mangelhaft versorgten. In der Sowjetunion wurden die Gefangenen zum Wiederaufbau des durch den Krieg zerstörten Landes eingesetzt. Viele wurden in die Holzfällerlager in Sibirien oder in den Bergbau im Ural geschickt. Das Lagerleben war im Allgemeinen hart. Ein junger Kriegsgefangener erinnerte sich daran, dass er täglich ‘brutalen Angriffen, Hunger, Krankheit und Kälte ausgesetzt war’. Erst 1948 verbesserte sich die Lage. Der deutsche Vernichtungskrieg hatte in Russland derartige Verwüstungen angerichtet, dass die sowjetische Propagandamaschinerie kaum Schwierigkeiten hatte, Hass auf die Deutschen zu schüren. Viele der Kriegsgefangenen, die in Gefangenschaft starben, waren mit ziemlicher Sicherheit Opfer von Racheakten, aber deren genaue Zahl kann nicht ohne weiteres ermittelt werden. Es ist jedoch eindeutig, dass die meisten Todesfälle nicht das Ergebnis irgend einer offiziellen Politik waren. Die meisten deutschen Kriegsgefangenen scheinen vor 1945 aufgrund ihrer schlechten Verfassung gestorben zu sein, in der sie in die Kriegsgefangenschaft geraten waren, z.B. nach den monatelangen Kämpfen um Stalingrad. Viele andere starben an Überarbeitung und weil die Sowjets den Kriegsgefangenen nicht genügend Versorgungsgüter zuteilten, da dies die Kriegsanstrengungen beeinträchtigt hätte. Nach dem Krieg wurden die verfügbaren sowjetischen Ressourcen wiederum ihrer eigenen Bevölkerung zugeteilt und die schlechten Nachkriegsernten verschlimmerte noch zusätzlich die Lage der Kriegsgefangenen. Bis 1947 war die häufigste Todesursache Dystrophine, eine Krankheit, die durch Unterernährung verursacht wurde. Darüber hinaus kam es bei Kriegsgefangene häufig vor, dass mehr …

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