Kriegstagebuch 3. August 1917


King George besichtigt deursche Uniform
Ein britischer Stabsoffizier führt King George V. bei einem Besuch an der Westfront einen deutschen Stahlhelm mit Körperpanzerschutz vor.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 3. August 1917:

Westfront


Artois: Britischer Erfolg auf dem ‘Infanterie-Hügel’. Erfolgreicher alliierter Angriff entlang der Scarpe am 9. August.
Ypern: Die deutsche 2. Garde-Reserve-Division ist auf 2.208 Mann zusammengeschmolzen, einschließlich 600 Kranker. Die britische 39. Division nimmt St. Julien nach 3.861 Mann Verlusten ein.

Ostfront

Bukowina: Kovess (zum Feldmarschall und Baron gemacht bis zum 9. August) österreich-ungarische-deutsche Dritte Armee erobert mit dem XIII. Korps (42. Honved-Infanteriedivision und 5. Infanteriedivision) die Provinzhauptstadt Tschernowitz zurück und gewinnt 16 km östlich davon Vama am 5. August. Gheremissows russische Achte Armee hat Kimpolung am 2. August geräumt.
Rumänien: 600 russisch-rumänische Geschütze beginnen mit einem 3-tägigen Beschuß (170.000 Granaten) für eine am 7. August geplante Offensive, welche dann abgesagt wird.

Südfronten

Saloniki: Milne befiehlt, 18 der 6-inch- und 60-Pfünder-Kanonen nach Ägypten zu schicken, dann eine Infanteriedivision am 9. August. Die 10. Division wird dafür am 19. August abgelöst.

Afrikanische Fronten

Ostafrika – Linforce-Gefecht bei Tandamuti: 3 britische Kolonen werden von Lettow-Vorbecks verborgenen Positionen zurückgeschlagen, aber die Deutschen ziehen sich bis zum 4. August nach Narunyu zurück. Die Nachrichten-Kompanie der KAR (Kings African Rifles) wird gebildet.
Äthiopien: Lij Yasu entkommt beim Fall von Dessie (Hauptstadt der Wollo), aber es gibt keinen Widerstand mehr.

Heimatfronten

USA: Notfall-Flotten-Kooperation beschlagnahmt alle Schiffe aus Stahl von über 2.500 Tonnen.
Großbritannien: Schiffsreparatur-Direktion gebildet.
Russland: Der Sowjet von Petrograd zeigt Lenin wegen Verrats an. Ein Dekret der Provisorischen Regierung löst das finnische Diet (Parlament) auf.

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  • Bf 109 G-14

    Kriegsgliederung der Luftwaffe vom 10. Januar 1945: Einsatzstärken und Ausstattung mit Flugzeugen der deutschen Luftflotten in der letzten Kriegsphase. Die deutsche Luftwaffe im letzten Kriegsjahr Nachfolgend wird die Stärke der Einsatzkräfte zu Beginn des Jahres 1945 wiedergegeben, als sich die Luftwaffe auf die letzten Kämpfe des Krieges bereitstellte. Die schrecklichen Verluste der letzten 2 1/4 Jahre hatte ihre Spuren hinterlassen und die Streitmacht war ein Schatten dessen, was sie die Luftwaffe im September 1942 gewesen war. Die Schlagkraft von zwei einst mächtigen Luftflotten war fast auf Nichts reduziert worden. Der sowjetische Vormarsch im Sommer 1944 hatte die Luftflotte 1 in Kurland abgeschnitten, deren 247 Einsatzflugzeuge aus Treibstoffmangel die meiste Zeit auf dem Boden bleiben mussten. Die Luftflotte 2 in Norditalien befand sich in einem noch kritischerem Zustand. Von ihren 68 Flugzeugen waren 23 veraltete Ju 87 Stuka und die restlichen Maschinen Aufklärungsflugzeuge verschiedener Typen. Diese Luftflotte besaß keinen einzigen Jagdverband. Selbst bei den Luftflotten mit einem großen Bestand an Flugzeugen führte der lähmende Treibstoffmangel zu einem starken Rückgang der Einsätze und mehrere der Bomber-Geschwader wurden aufgelöst. Obwohl die Einsatzverbände mit drei Typen von Düsenflugzeugen – der Me 163 Komet, der Me 262 Schwalbe und der Ar 234 Blitz Kampfeinsätze flogen, standen weniger als hundert dieser modernen Maschinen für den Einsatz zur Verfügung. So waren die Bf 109, Bf 110, Ju 87, Ju 88 und He 111, welche alle noch auf Vorkriegsentwürfen basierten und inzwischen völlig veraltet waren, weitaus zahlreicher und noch bei vielen Frontverbänden im Einsatz. Kriegsgliederung Luftwaffe vom 10. Januar 1945 Luftflotte 1 in Kurland (Litauen) Luftflotte 2 in Nord-Italien Luftflotte 3 in Westdeutschland und Holland Luftflotte 4 in Ungarn und Jugoslawien Luftflotte 5 in Norwegen und Finnland Luftflotte 6 in Ostpreußen und Polen Luftflotte Reich in Mittel-Deutschland Die deutsche Luftwaffe im Jahr 1945 Der letzten große Einsatz der deutschen Luftwaffe fand auch sogleich am 1. Januar 1945 statt. Als die alliierten Piloten und Bodenpersonal noch kräftig Neujahr in ihren Kantinen feierten, herrschte auf den deutschen Flugplätzen emsiges Treiben. In den Morgenstunden des ersten Tages des neuen Jahres begann ‘Unternehmen Bodenplatte’, mit dem die alliierten Luftstreitkräfte, welche seit dem Aufklaren des Winterwetters den deutschen Truppen in den Ardennen während ihrer Großoffensive im Westen so sehr zusetzen, zumindest vorübergehend ausgeschaltet werden sollten. Die Anzahl der eingesetzten deutschen Flugzeuge ist nicht mehr genau feststellbar und die Zahlenangaben liegen zwischen 800 und 1.500 gestarteten Maschinen. Das Tagebuch des OKW meldet für diesen Tag allerdings 1.035 einsatzbereite Flugzeuge. Praktisch alle fliegenden Verbände von Generalleutnant Schmids Luftwaffen-Kommando West wurden mithilfe von Pfadfinder-Flugzeugen gegen 13 britische und vier amerikanische Feldflugplätze in Nordfrankreich, Belgien und Südholland herangeführt. Für die Alliierten kam der Luftschlag völlig überraschend, denn schon wie bei der Ardennen-Offensive waren ihrer Feindaufklärung die deutschen Vorbereitungen und Verlegung ganzer Geschwader zu vorgeschobenen Flugplätzen entgangen. Der Bodennebel verzögerte die Starts vieler Maschinen, sodass diese verteilt zwischen 7:25 und 9:20 Uhr erfolgten. Der Anflug musste in einer Flughöhe von weniger als 200 Metern unter dem feindlichen Radar und unter absolutem Funkverbot erfolgen. Adolf Hitler hatte wieder die höchste Geheimhaltungsstufe ausgegeben und so wurden noch nicht einmal die Flak-Kanoniere eingeweiht. Und gerade die besonders starke 16. Flak-Division unter Generalmajor Deutsch schützte genau in dieser Gegend die wichtigen Abschussstellungen für die V-1-Marschflugkörper und V-2-Raketen. Zuvor gelang es jedoch den deutschen Flugzeugen bei ihren Überfällen etwa 439 alliierte Flugzeuge innerhalb kürzester Zeit vor allem auf dem Boden zu vernichten. Zuerst verloren sie dabei selbst 93 Maschinen durch alliierte Jagdflugzeuge und Luftabwehrkanonen. Auf dem Rückflug schoss die nicht gewarnte eigene Flak dann jedoch weitere 184 deutsche Flugzeuge ab, welche die im Tiefflug aus dem Westen zurückkehrenden Maschinen natürlich als feindliche Einflüge ansah. Dadurch stiegen die deutschen Verluste auf 277 Flugzeuge an und unter den Getöteten befanden sich 59 höchst erfahrene Fliegerführer. Am gleichen und nächsten Tag griffen dann 570 schwere US-Bomber die Rheinbrücken von Remagen, Neuwied und Koblenz an. Die deutschen Verbindungslinien wurden dadurch gestört, was die schon durch den zunehmenden alliierten Widerstand erlahmende Ardennen-Offensive bald ganz zum Zusammenbruch brachte. Auch in den ersten Tagen des neuen Jahres trat eine Änderung der britischen Einsatz-Taktik bei den bisherigen Angriffen auf Berlin ein. Ab der Nacht vom 3. auf den 4. Januar flogen nur noch Mosquito-Bomber in Gruppen von 35 bis 50 Maschinen, beladen mit schweren 1.800-kg-Bomben, Störangriffe auf die deutsche Hauptstadt. Diese kurzen Angriffe dauerten meist nur wenige Minuten, rissen die Bevölkerung aber jede Nacht aus dem Schlaf und wurden bis weit in den April 1945 fortgesetzt. Am 12. Januar 1945 begann die letzte sowjetische Winteroffensive mit der Schlacht im großen Weichselbogen. Die Sowjets waren zahlenmäßig ein vielfaches überlegen und so standen auch in der Luft den 4.800 Flugzeugen der Roten Luftwaffe nur 300 deutsche Maschinen gegenüber. Am 14. Januar 1945 um 4.30 Uhr schlug die letzte von 1.200 von He 111-Bombern gestarteten Fieseler Fi 103 ‘Fliegenden Bombe’ in Großbritannien ein. Ab der Nacht vom 22. auf den 23. Januar 1945 griffen die schweren strategischen Bomber der RAF-Bomberkommandos die deutschen Eisenbahn-Knotenpunkte an; in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Bombern der 8. US-Luftflotte bei Tage. Die zunehmenden Transportschwierigkeiten durch das verwüstete Eisenbahnnetz verschlechterte die deutsche militärische Lage weiter. Dazu zerstörten alliierte Jagdbomber bei Angriffen auf das Straßennetz zahlreiche Fahrzeuge. Alleine am 22. und 23. Januar 1945 wurden dadurch beim deutschen Rückzug aus den Ardennen 6.000 Fahrzeuge vernichtet. Gleichzeitig hielt Treibstoffmangel die deutsche Luftwaffe immer mehr von Einsätzen ab. Viele Geschwader erhielten nur noch gerade soviel Benzin, um eine einzige Staffel am Tag in die Luft zu bringen und manchmal fehlte selbst Treibstoff für die Evakuierung von den durch alliierte Bodentruppen bedrohten Feldflugplätzen. Die Vergeltungswaffe V-1 wurde dagegen im Januar 1945 mit 100 Starts pro Tag aus der Eifel und Holland gegen den wichtigen alliierten Nachschubhafen Antwerpen und Lüttich fortgesetzt. Auch der Großraum London lag immer noch unter Beschuss durch die V-2-Rakete. Erst im Februar 1945 wurde das erste mit Düsenjägern Me 262 Schwalbe ausgerüstete Jagdgeschwader 7 von Oberst Steinhoff einsatzbereit. Dazu kam noch der Jagdverband 44 unter Generalleutnant Galland, welcher von Göring wegen dessen Kritik als General der Jagdflieger abgelöst worden war. Der mehr …

  • Aufgehängter Major

    Endkampf, Kriegsgefangenschaft und Dokumente. Bilder vom Endkampf sowie Dokumente aus der Kriegsgefangenschaft und NS-Zeit. Endkampf, Kriegsgefangenschaft und Dokumente In der letzten Kriegsphase in Deutschland bestand der Rest der 214.Infanterie-Division aus einem Bataillon, was zur Wiederaufstellung verwendet werden sollte. Dazu kam es jedoch nicht mehr und die Soldaten wurden in die letzten Kämpfe der Heeresgruppe Mitte verwickelt. Polnische Soldaten im April 1945 in Deutschland (Archivfoto). Die polnische 2. Armee deckte die südliche Flanke der auf Berlin vorstoßenden russischen Armeen. Zwischen dem 25. April und 6. Mai 1945 griff die Heeresgruppe Mitte aus dem Raum Bautzen in Richtung Cottbus-Berlin die Flanke der polnischen Armee an und zwang diese vorübergehend nach Norden auszuweichen. In diesen letzten Kämpfen ist der Großvater des Autors am 30. April 1945 mit seiner Einheit in polnische Kriegsgefangenschaft geraten. Seiner Beschreibung nach haben sich die polnischen Soldaten zumeist anständig gegenüber den deutschen Kriegsgefangenen verhalten.     Eine NS-Abmahnung vom November 1943 oder 1944 an die Großmutter des Autors in Frankfurt: Nach Durchsicht der Sammellisten musste ich leider feststellen, dass Sie den Sinn des Opfersonntages immer noch nicht begriffen haben. Der gezeichnete Betrag von 30 oder 50 Pfennigen ist kein Opfer, sondern nur ein lächerliches Trinkgeld. Ich erinnere nur an die Stalingradkämpfer, sowie die Väter, Söhne und Brüder, die an der Front stehen und ihr Leben opfern für uns in der Heimat sowie für Deutschlands Zukunft. Aus diesem Grunde richte ich an Sie, Volksgenossen, diese Mahnung und hoffe, dass auch Sie sich der Volksgemeinschaft nicht ausschließen und am Opfersonntag auch wirklich ein Opfer geben – denn es geht um ‘Sein oder Nicht’ sein. Heil Hitler, gez. Becker, Zellenleiter Erläuterung des Autors: Eine Abmahnung als Volksgenosse konnte man bei sogenannten Verstößen gegen die Volksgemeinschaft erhalten. Dazu zählten der Einkauf in jüdischen Geschäften, zu geringe Spendenbereitschaft, als Vermieter zu wenig Wohnraum zur Verfügung zu stellen u.s.w. Im nationalsozialistischen Staat stand das Recht der Gemeinschaft über dem Recht des Individuums. Verstieß man nach der Abmahnung ein weiteres Mal gegen die Volksgemeinschaft, so wurde der Fall an die Gestapo (Geheime Staatspolizei) abgegeben und konnte mit Gefängnis bestraft werden. In polnischer Kriegsgefangenschaft’ nennt sich das nur schwer leserliche Tagebuch des Großvaters des Autors von 1945 bis 1947. Hier ein Auszug vom 7. Mai 1946 aus Warschau, abends 10-11 Uhr: Alarm Garage – Werkstatt Explosion. Hatte den Abend Ohrenschmerzen. Machte ein Dampfbad und legte mich hin, habe dabei geschwitzt. Konnte nicht aufstehen. Als Hans(?) wegging und die Stube dunkel war, kam der Posten an mein Bett und gab mir FÜNF (5!) Kolbenstöße auf die Brust. Zeuge ist Josef Haldesheim. Anmerkung des Autors: Die Geschichte, welches das Tagebuch erzählt, ist auch ein ständiger Ärger mit polnischen Posten oder SS-Soldaten, welche ihre Entdeckung und Auslieferung an die Russen befürchteten, was zu einer unabsehbaren Kriegsgefangenschaft in Sibirien oder der Hinrichtung geführt hätte. Entlassungspapiere aus der Kriegsgefangenschaft: Deutsche Kriegsgefangene in alliierten Händen nach Kriegsende Während des Zweiten Weltkriegs waren deutsche Soldaten in einem Großteil Europas, der Sowjetunion, Nordafrika und auf den Weltmeeren im Einsatz. Nachdem sich das Kriegsglück mit der verlorenen Schlacht um Moskau im Dezember 1941 gegen Deutschland gewendet hatte, gerieten mehr und mehr deutsche Soldaten und schließlich auch Zivilisten in alliierte Kriegsgefangenschaft. Zur Zeit der deutschen Kapitulation, am 8. Mai 1945, standen etwa zwanzig Nationen im Kampf gegen Nazi-Deutschland, welche deutsche Kriegsgefangene hielten. Die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion hielten die überwiegende Mehrheit der elf Millionen Soldaten, die sich ergeben hatten oder im Rahmen der Gesamtkapitulation in alliierte Hände fielen. Ungefähr 5 Millionen wurden fast umgehend freigelassen, aber die letzten Kriegsgefangenen in der Sowjetunion sollten erst 1956 zurückkehren. Sowohl die westlichen Alliierten als auch die Sowjets begingen Verbrechen an den Kriegsgefangenen. Tausende von Kriegsgefangenen starben in amerikanischen Sammellagern und französischen Arbeitslagern. Kriegsgefangene in der Sowjetunion und in sowjetisch beherrschten Staaten, wie Polen oder Jugoslawien, traf es am schlimmsten. Sie wurden für verschiedene, harte Zwangsarbeiten mit nur wenig Verpflegung eingesetzt, dazu oft noch im rauen Klima Sibiriens. Dabei sind Hunderttausende vermutlich ums Leben gekommen. Neben der UdSSR überschreiten nur Polen und Jugoslawien die Zahl von über 50.000 umgekommenen, deutschen Kriegsgefangenen. Gräueltaten zwischen 1945 und 1953 Die Bedingungen für die Kriegsgefangenen waren in den einzelnen Staaten unterschiedlich. Gegen Kriegsende versuchten Millionen von deutschen Wehrmachtsangehörigen sich nach Westen abzusetzen, in der Hoffnung, sich den Amerikanern oder Briten und nicht der Roten Armee ergeben zu müssen. Da die Sowjetunion niemals die Genfer Konvention unterzeichnet hatte, unterlagen deutsche Kriegsgefangene dort nicht den Kriegsgesetzen (wie übrigens umgekehrt auch). Die Regelungen der Konvention verboten übermäßig harte Zwangsarbeit und legte eine Mindestzahl von Kalorien pro Tag und Mann fest. Auch die Amerikaner hebelten die Regelung für Kriegsgefangene vorübergehend aus, da sie nach der Kapitulation gefangen genommene deutsche Soldaten als ‘demobilisierte Truppen’ bezeichneten und nur mangelhaft versorgten. In der Sowjetunion wurden die Gefangenen zum Wiederaufbau des durch den Krieg zerstörten Landes eingesetzt. Viele wurden in die Holzfällerlager in Sibirien oder in den Bergbau im Ural geschickt. Das Lagerleben war im Allgemeinen hart. Ein junger Kriegsgefangener erinnerte sich daran, dass er täglich ‘brutalen Angriffen, Hunger, Krankheit und Kälte ausgesetzt war’. Erst 1948 verbesserte sich die Lage. Der deutsche Vernichtungskrieg hatte in Russland derartige Verwüstungen angerichtet, dass die sowjetische Propagandamaschinerie kaum Schwierigkeiten hatte, Hass auf die Deutschen zu schüren. Viele der Kriegsgefangenen, die in Gefangenschaft starben, waren mit ziemlicher Sicherheit Opfer von Racheakten, aber deren genaue Zahl kann nicht ohne weiteres ermittelt werden. Es ist jedoch eindeutig, dass die meisten Todesfälle nicht das Ergebnis irgend einer offiziellen Politik waren. Die meisten deutschen Kriegsgefangenen scheinen vor 1945 aufgrund ihrer schlechten Verfassung gestorben zu sein, in der sie in die Kriegsgefangenschaft geraten waren, z.B. nach den monatelangen Kämpfen um Stalingrad. Viele andere starben an Überarbeitung und weil die Sowjets den Kriegsgefangenen nicht genügend Versorgungsgüter zuteilten, da dies die Kriegsanstrengungen beeinträchtigt hätte. Nach dem Krieg wurden die verfügbaren sowjetischen Ressourcen wiederum ihrer eigenen Bevölkerung zugeteilt und die schlechten Nachkriegsernten verschlimmerte noch zusätzlich die Lage der Kriegsgefangenen. Bis 1947 war die häufigste Todesursache Dystrophine, eine Krankheit, die durch Unterernährung verursacht wurde. Darüber hinaus kam es bei Kriegsgefangene häufig vor, dass mehr …

  • Fokker D.VII

    Fokker D.VII und D.VIII (E.V), beste und letzte deutsche Jäger im Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Fokker D.VII und Fokker D.VIII aus dem 1. Weltkrieg. Fokker D.VII Fokker D.VII Typ: Jagdflugzeug. Geschichte Die Fokker D.VII ist ohne Frage das beste deutsches Jagdflugzeug und wahrscheinlich sogar der kampfstärkste des Ersten Weltkriegs gewesen. Die Entwicklung entstand aus einer Spezifikation, welche Ende 1917 herausgegeben wurde und der wirkliche Prototyp war die Fokker V.II, welche von Rheinhold Platz entworfen wurde. Das Flugzeug war die natürliche Weiterentwicklung der Fokker D.VI. Zusammen mit dreißig anderen Flugzeugentwürfen, wovon sechs alternative Fokker-Entwürfe waren – darunter auch die D.VI – , wurde die V.II bei Adlershof im Januar und Februar 1918 getestet. Dabei war sie allen anderen Entwürfen mit großem Abstand überlegen und mit einigen Veränderungen, welche persönlich von Rittmeister von Richthofen vorgeschlagen wurden, erfolgte sofort der Auftrag für eine Massenproduktion. Es wurden 400 Stück von Fokker und ebenfalls umfangreiche Stückzahlen von Lizenzaufträge bei den Firmen Albatros und O.A.W. bestellt. Die Ironie wollte es nun, dass die Albatros-Werke – eigentlich der größte Konkurrent von Fokker – die neue D.VII unter Lizenz in ihren eigenen Fabriken herstellen mussten, da die Produktion des firmeneigenen Albatros-Jäger nach der Flugerprobung bei Adlershof eingestellt werden musste. Obwohl die Testpiloten einstimmig die D.VII bevorzugten, wurden auch Aufträge für die D.VI erteilt und beide Modelle wurden später in Dienst gestellt. Die V.II war etwas instabil beim Sturzflug und deshalb erhielten die Serienmaschinen der Fokker D.VII eine längere Flugzeugzelle und eine starre, vertikale Flosse. Die ersten Serienflugzeuge der D.VII hatten den wassergekühlten 160-PS-Mercedes-D.III-Motor mit einem Frontkühler ähnlich den von Kraftfahrzeugen. Es gab eine hervorragende Rundumsicht aus dem Cockpit und die Fokker D.VII war mit einem Zwillings-7,92-mm-Spandau-Maschinengewehr mit jeweils 500 Schuss pro Minute bewaffnet, welches sich direkt vor dem Piloten befand. Sie war einfach zu fliegen, aber ihrer hauptsächlicher Vorteil gegenüber den früheren deutschen Jägern war, daß sie in der Lage war ihre Leistung auch in größeren Flughöhen beizubehalten. Dies wurde noch weiter durch die Fokker D.VIIF ab Spätsommer 1918 verbessert, welche durch einen 185 PS starken BMW IIIa-Motor angetrieben war. Die D.VIIF war nur geringfügig schneller als die D.VII, hatte aber eine größere Kraftreserve bei Flughöhen über 5.000 Meter. Eine Höhe, welche die D.VIIF in 14 Minuten erreichen konnte, gegenüber den über 38 Minuten, welche die D.VII dafür benötigte. Deshalb wurde die Fokker D.VIIF dann natürlich bevorzugt. Der Erfolg der Fokker D.VII beruhte nicht nur auf den fortschrittlichen Flugeigenschaften, welche bis zur Gipfelhöhe beibehalten werden konnten und ein kontrolliertes Überziehen ohne ein plötzliches Abfallen der Flügel ermöglichten, sondern auch wegen der einfachen Herstellung und Reparaturen. Die Flügel bestanden aus einer Holzkonstruktion überzogen mit Stoff und der Flugzeugrumpf war ein versteifter Stahlrohr-Kastenträger. Die Nase war vorne aus Metall bis zum unteren Flügel und anschließend mit Sperrholz verkleidet, während gespannter Stoff an der Oberseite verwendet wurde. Der unterere Flügel wurde aus einem Stück hergestellt und die untere Rumpfverlängerung eingeschnitten, um die Flügelholme direkt durch den Rumpf einzulassen. Diese Anordnung resultierte in großer Stabilität. Alle Zwischenebenen und der Mittelteil waren aus einem stromlinienförmigen Stahlrohr.   Von Richthofens Jagdgeschwader I erhielt die ersten Fokker D.VII im April 1918. Da Richthofen nur wenige Tage zuvor in seiner Fokker Dr.I ums Leben gekommen war, wurde das Geschwader nun von Hermann Göring befehligt und seine Jasta 4, 6, 10 und 11 mit dem neuen Jäger ausgerüstet. Das übliche Verfahren bestand darin, neue Jäger auf die Jastas, und dort dann wiederum an Piloten in der Reihenfolge des Ansehens zu verteilen. So konnten mehrere Monate vergehen, bevor weniger bedeutende Staffeln und Piloten die Fokker D.VII erhielten. Als Nächstes folgten die Jastas 12, 13, 15 und 19 des Jagdgeschwaders Nr.2. Das Z.A.K. (Zentrale Annahme-Kommission) konnte bis zum Waffenstillstand im November 1918 noch 760 Fokker D.VII annehmen und der Typ wurde an 46 bis 48 Jastas an der West- und Südfront ausgeliefert, auch wenn mehrere Einheiten deutlich unter der Sollstärke im Einsatz standen. Trotzdem bestanden somit etwa 65 Prozent aller deutschen Jagdflugzeuge aus der Fokker D.VII. Insgesamt baute Fokker mindestens 840 D.VII. Dazu waren 785 bei der Firma Albatros und 975 von den Ostdeutschen Albatros-Werken bestellt worden. In Österreich-Ungarn wurde der Typ von M.A.G. als Serie 93 gebaut. Von der Firma Aviatik in Österreich-Ungarn wurde die Fokker D.VII als Serie 132 bestellt, aber von dieser konnte keine bis zum Waffenstillstand mehr ausgeliefert werden. Während dem Sommer und Herbst 1918 begegneten die alliierten Piloten trotz ihrer im Jahr 1918 neu eingesetzten Flugzeuge, wie der S.E.5a oder Sopwith Snipe, der Fokker D.VII mit dem gleichen Respekt, wie dies für die Fokker E drei Jahre zuvor zugetroffen hatte. Unter den bekannten Top-Assen und ‘Oberkanonen’ der Fokker D.VII Piloten waren Namen wie Ernst Udet, Rudolf Berthold, von Beaulieu-Marconnay und Georg von Hantelmann – und nicht zu vergessen, Hermann Göring, welcher eine vollkommen weiße Fokker D.VII flog. Der Artikel IV der Waffenstillstandsvereinbarung zollte dem Flugzeug einen besonderen Tribut, da es die einzige im besonderen namentlich aufgeführte Ausrüstung aus dem gesamten deutschen Militärbestand war, welche an die Alliierten ausgeliefert werden musste. Dies zerstörte die Hoffnungen von Anthony Fokker, den Flugzeugbau mit seiner Firma nach dem Krieg in Deutschland fortzusetzen. Es folgte die berühmte Episode, bei der er erfolgreich 400 Flugmotoren und Bauteile für 120 Flugzeuge, von denen die meisten Fokker D.VII waren, von Deutschland nach Holland schmuggelte. So wurde die Produktion der Fokker D.VII nach dem Krieg in Holland fortgesetzt. Die Flugzeuge blieben beim holländischen Heeres-Flugdienst und später in Niederländisch-Ostindien bis zum Ende der 1920er Jahre im Einsatz. Dazu wurden zwischen 1919 und 1926 eine Anzahl ehemaliger Fokker D.VII aus dem Krieg zu Zweisitzern umgebaut und von der belgischen Aviation Militaire als Trainingsflugzeuge verwendet. Weitere 27 wurden an die Fliegertruppe der Schweiz geliefert. Benutzer: Deutsches Reich, Österreich-Ungarn (im 1. Weltkrieg), Holland, Belgien (danach). Animation 3D-Modell Fokker D.VII Spezifikationen Fokker D.VII Spezifikationen: Fokker D.VIII Fokker D.VIII, letzter deutscher Jäger im Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Fokker D.VIII (E.V) Typ: Jagdflugzeug. Geschichte Rheinhold Platz entwarf und baute mehrere Schulterflügel-Eindecker von Ende 1917 an. Sein erstes Flugzeug mehr …

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