Kriegstagebuch 3. Januar 1917


 südafrikanische Maschinengewehr-Abteilung
Eine südafrikanische Maschinengewehr-Abteilung in Ostafrika.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 3. Januar 1917:

Afrikanische Fronten


Ostafrika: Das Gefecht von Beho-Beho bis zum 4. Januar lässt den deutschen Rückzug fortsetzen, aber Großwildjäger Hauptmann Selous, ausgezeichnet mit dem Distinguished Service Order (Orden für hervorragenden Dienst) fällt im Alter von 65 Jahren am 4. Januar.
Die südafrikanische Vorhut von Beves überquert den Fluss Rufiji in vier Berthon-Booten.

Ostfront

Baltikum: Deutsche Truppen nehmen die Dwina-Insel bei Glandau nordwestlich von Daugavpils (Dünaburg), aber die Russen gewinnen sie am 8. Januar zurück.
Bukowina: Der Angriff des russischen Generals Lechitski ist erfolgreich beim Berg Botosul, 2.218 deutsche Kriegsgefangene werden zwischen Kimpolung und Jakobeny am 27. und 30. Januar eingebracht und drei deutsche Nachtangriffe scheitern am 31. Januar.
Rumänien: Die Kosakendivision verlässt das rumänische III. Korps zu dem russischen Korps und hinterlässt eine Lücke in der Front, welche Falkenhayn am 6. Januar ausnutzt.

Heimatfronten

Russland: Die Zaren-Familie begräbt Rasputin bei Zarskos Salo in der Nacht. Seine Mörder werden am 6. Januar verbannt.

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Im Blickpunkt:
  • Dirlewangers Männer

    Befehlshaber, Aufstellung, Einsätze, Ende, Infanterie-Stärke und Panzerausstattung der Waffen-SS-Divisionen 33-38 (ungarische Nr. 3 bis Nibelungen). Einige der hier als ‘Divisionen’ bezeichnete Verbände waren eigentlich nur Brigaden, Regimenter und manchmal nicht mehr als ein paar hundert schlecht ausgerüstete Männer, zusammengewürfelt aus sogenannten Volksdeutschen (Bewohner des Balkans oder Baltikums mit deutschen Wurzeln) und anderen Ausländern, welche noch durch Mitglieder aufgelöster Waffen-SS-Ausbildungsschulen verstärkt waren. Dazu findet sich auf dieser Seite der am meisten verbrecherische ‘Truppen’-Verband überhaupt. hier zu Waffen-SS-Divisionen 26-32 33. Waffen-Kavallerie-Division der SS (ungarische Nr.3) Befehlshaber: nicht bekannt. Aufstellung (als Division) Aufgestellt 1944/45 in Ungarn. Ende Zerstört in Budapest im Februar 1945. Infanterie-Stärke Unbekannt, aber weit unter Divisionsstärke. Panzerausstattung keine. Einsätze: Hastig eine in Ungarn 1944/1945 zusammengestellte, weitgehend ungarische Kavallerie-Einheit. Weit unter Sollstärke und in den Kämpfen in Budapest im Februar 1945 vernichtet. Nach dem Untergang wurde die Divisions-Nummer von Charlemagne übernommen (siehe nachfolgende Division). 33. Waffen-Grenadier-Division der SS ‘Charlemagne’ (französische Nr.1) Befehlshaber: SS-Oberführer Puaud (bis Februar 1945), SS-Brigadeführer Dr. Krukenberg (bis April 1945), SS-Standartenführer Zimmermann. Aufstellung (als Division): Die ‘Französische Freiwilligen-Legion’ wurde vom Heer an die Waffen-SS im August 1943 abgegeben. Am 10. Februar 1945 wurde sie zur Division umbenannt und übernahm die Nummer der in Budapest untergegangenen, zuvor aufgelisteten, Division. Ende: Teile wurden im März 1945 aus der Festung Kolberg nach Wollin evakuiert. Eine Kampfgruppe verteidigte das Berliner Regierungsviertel, wo sie aufgerieben wurde. Infanterie-Stärke: 1 motorisiertes Infanterie-Regiment (mit 3 Bataillonen), 1945 ein zweites Infanterie-Regiment (ursprünglich das 638. französische Regiment). Bezeichnet als Waffen-Grenadier-Regimenter 57 und 58. Panzerausstattung: PAK-Selbstfahrlafetten waren in der Panzerjäger-Kompanie vorhanden. Einsätze: Französische Freiwillige-Legion des Heeres mit guten Kampfleistungen. Im August 1943 zur Waffen-SS überführt als ‘Französisches SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment’. Nach schweren Verlusten im Juli 1944 nach Böhmen-Mähren verlegt und zur ‘Französischen Freiwilligen-Sturmbrigade Charlemagne’ umbenannt. Schwere Kämpfe im August 1944 im Abschnitt Sanok bei Mielec an der Front in den Karpaten. Wiederherstellung auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken im Herbst 1944 und kurzer Einsatz an der Westfront. Anschließend nach Pommern verlegt. Anfang 1945 zur Division umbenannt und im Einsatz bei Neustettin. Der Verbleib der Division ist unbestätigt, einige Überlebende erreichten die US-Kriegsgefangenschaft in der Gegend von Moosburg. Ob die in Berlin im April/Mai 1945 vernichtete französische Einheit Bestandteil der Division war, ist nicht geklärt. Aufgestellt mit französischen Freiwilligen und aus anderen westeuropäischen Nationen. Beinhaltete auch ehemalige französische Fremdenlegionäre. Erreichte nicht mehr Divisionsstärke. Hohe Kampfleistungen. Individuelle Abzeichen: SS-Runen am Kragen, ein Abzeichen mit Schwert und Lorbeeren wurde wohl nicht mehr ausgegeben. Überlebende der Division gaben an, ein Armband mit der Bezeichnung ‘Charlemagne’ getragen zu haben. 34. SS-Grenadier-Division Landstorm Nederland (Holländisch) Befehlshaber: SS-Standartenführer Knapp, SS-Standartenführer Kohlroser (Mai bis November 1944). Aufstellung (als Division): Im Frühjahr 1943 in Holland aufgestellt, im September 1944 zur Waffen-SS transferiert. Ende: Kapitulierte im Mai 1945 gegenüber den Briten. Infanterie-Stärke: 2 Infanterie-Regimenter (erreichte niemals Divisionsstärke). Im Oktober 1944 bestehend aus SS-Freiwilligen-Grenadier-Regimentern 83 und 84 sowie der SS-Flak-Batterie ‘Clingendaal’. Panzerausstattung: SS-Panzerjäger-Abteilung Nordwest (Ausstattung unbekannt, womöglich keine Selbstfahrlafetten oder Sturmgeschütze, sondern nur gezogene PAK-Geschütze). Einsätze: Im Frühjahr 1943 als ‘Landwacht Niederlande’ formiert und eine Sicherheits-Einheit mit holländischen Freiwilligen unter dem Kommando von deutschen Polizei-Offizieren. Im September 1944 zur Waffen-SS überführt und im Kampfeinsatz bei Arnheim. Operationen gegen Widerstandskämpfer im Nordbrabant. Im Februar 1945 in das Gelderland verlegt, anschließend nach Rhein-Waal. Kapitulierte im Mai 1945 und der Verband erreichte niemals Divisionsstärke. Individuelle Abzeichen: Am Kragen SS-Runen. Dazu Motiv einer flammenden Granate in Metall an der Mütze, welches später durch den Totenkopf abgelöst wurde. Auf dem Armband wurde ‘Landstorm Nederland’ getragen. 35. SS-Polizei-Grenadier-Division Befehlshaber: SS-Oberführer Wirth, SS-Standartenführer Pipkorn. Aufstellung (als Division): Gegründet im Februar 1945. Ende: Kapitulierte gegenüber der Roten Armee im Kessel von Halbe, Mai 1945. Infanterie-Stärke: 3 Polizei-Infanterie-Regimenter, zuerst bestehend aus Polizei-Regimentern 29, 30 und 14, später zu Nummer 1, 2 und 3 geändert und schließlich als Polizei-Grenadier-Regimenter 89, 90 und 91 geführt. Panzerausstattung: keine. Einsätze: Im Februar 1945 aus Personal der Polizei-Schule Dresden und der SS-Junkerschule Braunschweig gebildet. Im Einsatz an der Neisse-Front im April 1945 und kapitulierte bei Halbe im Mai 1945. 36. Waffen-Grenadier-Division der SS Befehlshaber: SS-Oberführer Dr. Oskar Dirlewanger (bis Februar 1945), SS-Brigadeführer Schmedes. Aufstellung (als Division): Formiert 1940 als ein schwaches Bataillon (Strafeinheit). Zwischen 1942 und 1944 ständig erweitert bis zur Brigaden-Größe und letztlich als Division bezeichnet. Ende: Die Einheit wurde von der Roten Armee am 29. April 1945 südöstlich von Berlin massakriert. Ihr langjähriger Kommandant Dirlewanger (war im Februar 1945 verwundet worden) starb auf mysteriöse Weise in der Haft im Juni 1945. Infanterie-Stärke: Etwa 4.000 ‘Metzger’ im Sommer 1944. Panzer-Ausstattung keine. Einsätze: Diese Einheit war berüchtigt und Befehlshaber Dirlewanger war vor dem Krieg im Jahr 1935 wegen Sexualverbrechen inhaftiert. Früher war er im Heer ein Kamerad vom damaligen Stabschef der Waffen-SS, Gottlob Berger. Nachdem Dirlewanger aus dem Gefängnis entlassen wurde, erhielt er durch Fürsprache von Berger einen Posten in der Legion Condor in Spanien. Im Jahr 1940 wurde Dirlewanger erlaubt, ein kleines Bataillon aus deutschen Straftätern, welche wegen Wilderei verurteilt waren, aufzustellen. Diese Einheit wurde als ein Totenkopf-Sonderkommando 1941 in Polen eingesetzt, wo die Männer zum Arbeitsdienst eingesetzt wurden, aber auch Zwangsarbeiter bewachte. Im Jahr 1942 bis 1944 wuchs die Strafeinheit zu einer Brigade an und wurde schließlich als Division bezeichnet. Sie wurde als Sicherungsverband in Russland eingesetzt und erhielt ihr Personal aus deutschen Strafanstalten, Konzentrationslagern, SS-Militärgefängnissen und sonstigen menschlichen ‘Jauchegruben’. Der Verband war berüchtigt für skandalöse Kriegsverbrechen, aber Dirlewanger, welcher persönlich in die schrecklichsten Gräueltaten verwickelt war, wurde immer wieder von Vorgesetzten gedeckt. Himmler waren diese Vorfälle bekannt, trotzdem verlieh er Direlwanger im August 1943 das Eiserne Kreuz in Gold. Im Sommer 1944 führte Direlewanger seine 4.000 Schlächter, Vergewaltiger, Plünderer und Brandstifter zum Einsatz gegen den Warschauer Aufstand an. Innerhalb kürzester Zeit verübten sie dermaßen schreckliche Kriegsverbrechen, dass von Heeres- und auch den Waffen-SS-Befehlshabern erfolgreich ihre Abberufung durchgesetzt wurde. Trotz allem erhielt Direlwanger im Oktober 1944 nun auch noch das Ritterkreuz. Anschließend wurde die Einheit in der Slowakei, Ungarn und an der Oder-Front eingesetzt. Dort wurde Dirlewanger im Februar 1945 verwundet. Seine ‘Division’ wurde am 29. April 1945 südöstlich von Berlin von der Roten Armee eingeschlossen und massakriert. Dirlewanger selbst wurde im Juni 1945 unter mehr …

  • Tirpitz in Norwegen

    Schlachtschiff Tirpitz. Geschichte, Bau, Einsätze, Spezifikationen und Fotos des deutschen Kriegsschiffs des Zweiten Weltkriegs. Schlachtschiff Tirpitz der Bismarck-Klasse. Typ: Schlachtschiff. Entwurf und Bau der Tirpitz Baugleich in fast allen Bereichen zum Schlachtschiff Bismarck, war die Karriere der Tirpitz in jedem Fall so lange und unspektakulär, wie die ihres Schwesterschiffs kurz und heldenhaft war. Doch dies würde die praktischen Erfolge beider Schiffe ignorieren, von denen eines zwar einen berauschenden, zehntägigen Kampf im Atlantik gegen die halbe britische Royal Navy während des Unternehmens Rheinübung austrug, der jedoch mit dem Austausch des brandneuen deutschen Schlachtschiffs gegen einen alten und nicht modernisierten Schlachtkreuzer endete. Dagegen zwang die Tirpitz die Briten dazu, über Jahre zwei Schlachtschiffe, einen Flugzeugträger und andere Flotteneinheiten in Gewässern zu halten, in denen sie eigentlich nicht notwendig waren und an anderen Stellen ebenfalls dringend benötigt wurden. Und dies alles nur durch ihre Anwesenheit in bedrohlichen Lauerstellung in norwegischen Fjorden. Das Schlachtschiff Tirpitz wurde in der Marinewerft von Wilhelmshaven im Oktober 1936 auf Kiel gelegt, hatte seinen Stapellauf am 1. April 1937 und war für die See-Erprobung am 25. Februar 1941 fertiggestellt worden. Sie unterschied sich von ihrem Schwesterschiff in kleineren Details, wie die Anordnung des Flugzeughangars und Kräne und die Anbringung von zwei Vierfach-Torpedorohr-Halterungen für den Einsatz gegen Handelsschiffe. Erprobungsfahrten in der Ostsee und Verbesserungsarbeiten am Schiff in Kiel dauerten 7 Monate, sodass Tirpitz nicht vor dem 20. September 1941 die Einsatzbereitschaft meldete. Einsätze der Tirpitz Sie wurde anschließend sofort auf ihre erste Mission geschickt, einer ereignislosen Kreuzfahrt vor den Aland-Inseln, an der Mündung des Golfs von Finnland. Dort sollte sie einen womöglichen Ausbruch der sowjetischen Ostseeflotte aus Leningrad zwischen dem 26. und 29. September zu verhindern helfen. Anschließend blieb Tirpitz in der Ostsee und unternahm Ausbildungsübungen bis zum 12. Januar 1942, als sie von Kiel aus durch den Nordostsee-Kanal nach Trondheim in Norwegen ging. Wie ihr Schwesterschiff sollte sie nie mehr nach Deutschland zurückkehren. Tirpitz vorrangige Rolle war es, die alliierten Seeverbindungen nach Nord-Russland zu stören, entweder durch unmittelbares Handeln oder durch die Androhung des abfangen der nach Murmansk und Archangelsk laufenden Arktis-Konvois. Ihr einziger vollständiger Ausfall zu diesem Zweck erfolgte am 6. März 1942, als sie aus Trondheim auslief um den nach Murmansk laufenden Konvoi PQ 12 abzufangen. Jedoch wurde sie durch britische U-Boote schon kurz nach dem Auslaufen gesichtet und gemeldet, sodass die britische Admiralität den Kurs des Konvois rechtzeitig ändern konnte. So fand das Schlachtschiff mit seinen drei begleitenden Zerstörern nicht sein Ziel. Zudem wurde sie durch abgefangene und decodierten Funksignale aufgespürt und entging Angriffen von britischen Flugzeugen vom Flugzeugträger Victorious am 9. März nur knapp. Das Schlachtschiff Tirpitz erzielte indirekt ihren größten Erfolg gegen einen Konvoi Anfang Juli 1942, durch einfache Vorverlegung von Trondheim zum Altenfjord, im äußersten Norden von Norwegen. Ihre dortige Anwesenheit in der Nähe der Route des Artkis-Konvoi PQ 17 verleitete die in Panik geratene britische Admiralität am 4. Juli dazu, den Konvoi aufzulösen und die Handelsschiffe sich zerstreuen zu lassen. Tirpitz lief erst am 5. Juli aus, wurde dreimal beobachtet und gemeldet sowie von einem russischen U-Boot angegriffen, während eines Einsatzes der nicht einmal 12 Stunden dauerte. Sie hatte daher keinen direkten Anteil an der Versenkung von 24 alliierten Schiffen aus dem Konvoi. Obwohl sie nie mehr auslief, um einen Konvoi anzugreifen, genügte alleine die von ihr ausgehende Bedrohung, dass die Royal Navy mindestens zwei Großkampfschiffe und einen Flottenträger in den Heimatgewässern bereithalten musste, um die Arktis-Konvois und den Zugang in den Nordatlantik zu schützen. Im Oktober 1942 scheiterte ein Versuch, sie mit Zwei-Mann-Torpedos (sogenannt Chariots, Torpedo-ähnliche U-Boote) in Trondheim anzugreifen, wo sie sich zu einer Umrüstung aufhielt. Die Zwei-Mann-Torpedos gingen schon 8 km vor Erreichen der Tirpitz verloren. Tirpitz war wieder einsatzfähig Ende Januar 1943 und im März wurde sie in den Altenfjord, welcher ihre ständige Basis für die nächsten 19 Monate werden würde, verlegt. Hier erhielt sie Verstärkung durch den Schlachtkreuzer Scharnhorst und den Schweren Kreuzer Lützow. Große Dinge wurden von diesem mächtigen deutschen Geschwader im Frühjahr und Sommer 1943 erwartet, aber die Briten nahmen die Herausforderung nicht an und schickten die schweren Einheiten der Home Fleet zur Unterstützung in das Mittelmeer und setzten alle Arktis-Konvois bis November 1943 aus. So blieben die deutschen Großkampfschiffe ohne ein Ziel. Schließlich wurde für Tirpitz und Scharnhorst Anfang September eine andere Aufgabe gefunden, wenn auch der Beschuss und die Invasion des nahezu unverteidigten Spitzbergen kaum eine würdige Aufgabe für diese mächtigen Schiffe war. Sie waren zwischen dem 6. bis 9. September auf See und dieser See-Einsatz war auch der letzte für das Schlachtschiff Tirpitz. Am 22. September wurde sie dann von zwei britischen Kleinst-U-Booten vom Typ X-Craft mit Sprengladungen außer Gefecht gesetzt, welche umfangreiche Zerstörungen durch die Schockwellen der Explosionen an Antriebsmaschinen und dem Artilleriesystem verursachten. Die Reparaturen wurden zwar schnell mit bemerkenswerter Ingenieurleistung durchgeführt, aber gerade als das Schlachtschiff Tirpitz mit Erprobungsfahrten am 3. April 1944 beginnen wollte, wurde sie von 40 Barracuda-Sturzkampfbomber von Flugzeugträgern der britischen Home Fleet angegriffen und wieder schwer beschädigt. Weitere Angriffe im Juli und August, wobei sie zu diesem Zeitpunkt schon wieder repariert war, verursachten nur geringe Schäden. Versenkung der Tirpitz Die britische Royal Air Force hatte zuvor bereits versucht, Tirpitz anzugreifen. Erstmals 1941 in Kiel sowie im März und April 1942 in Trondheim. Aber erst im Herbst 1944 hatte das Bomber-Kommando die richtige Kombination aus Flugzeugen und Waffen, um auf diese Distanz einen Erfolg zu ermöglichen: Lancaster-Bomber mit 5.443-kg Tallboy-Bomben und stabilisierten automatischen Bombenabwurfgeräten. Die große Entfernung zum Altenfjord in Norwegen verhinderte einen konventionellen Zielanflug mit Start und Landung von einem Stützpunkt in Großbritannien aus. So wurde entschieden, den Einsatz – genannt Operation Paravane – von einem russischen Flugplatz aus durchzuführen, zu dem die Bomber nach dem Angriff auch wieder zurückkehren sollten, bevor sie zurück nach Großbritannien fliegen. Die Streitmacht bestand aus 20 mit SABS ausgerüsteten Lancaster-Bombern der 617 Staffel, 18 weiteren der 9. Staffel mit konventionellen Bombenzielgeräten und ein Fotoaufklärer der 463. Staffel, einem Mosquito-Bomber und zwei B-24 Liberator. Letztere transportierten Ersatzteile und das notwendige Bodenpersonal. Schlechtes Wetter und Probleme mit der Funkverbindung aufgrund mehr …

  • Panzerkampfwagen IV des DAK

    Die Kräfteverteilung der deutschen Wehrmacht nach Kriegsschauplätzen im Sommer 1942 und der Feldzug in Nordafrika. Divisionen und Ausrüstung des Heeres, Stärke der Luftwaffe und Kriegsmarine. Kräfteverteilung der Wehrmacht Deutsche Kräfteverteilung der Wehrmacht nach Kriegsschauplätzen im Sommer (Juni/Juli) 1942 nach Sollstärken. Die tatsächliche, durchschnittliche Isstärke beim Heer lag aber bei nur 88%, wobei die Verbände der Heeresgruppe Süd in Süd-Russland für den Fall Blau auf Kosten der anderen weitgehend vollständig aufgefrischt waren. Kräfteverteilung des Heeres Heer: Divisionen: Infanterie (Sollstärke): Fahrzeuge und Artillerie: Kräfteverteilung der Luftwaffe Für die deutsche Luftwaffe liegen nur Zahlenangaben für September 1942 vor, allerdings sind diese auch auf das Flugzeug genau. Stärke der Luftwaffe: Kräfteverteilung der Kriegsmarine Die Angaben für die deutsche Kriegsmarine beziehen sich auf den Sommer 1942, sind aber teilweise Schätzungen. Stärke der Kriegsmarine: Der Feldzug in Nordafrika Mitte 1942 Für fast vier Monate war es Anfang 1942 ruhig im Wüstenkrieg in Nordafrika. Abgesehen von der Unfähigkeit beider Seiten, eine größere Offensive zu starten, gab es auch verschiedene Auffassungen bei den Verantwortlichen über den weiteren Verlauf des Krieges in Nordafrika. Das Hauptaugenmerk aufseiten der Achsen-Streitkräfte und Briten lag nämlich zwischenzeitlich auf Malta. Es war beiden Seiten klar, dass, solange die Briten die Insel kontrollierten, diese dadurch eine Position innehatten, von der aus sie jederzeit die Nachschubverbindungen der Achse nach Nordafrika unterbrechen konnten. Umso mehr sie diese Verbindungen störten, desto besser war es ihnen möglich, Nordafrika zu sichern. Aufseiten der Achse war die Lage genau umgekehrt und die Eroberung von Malta galt als wichtig, um einen entscheidenden Sieg über die Briten in Nordafrika erzielen zu können. Anfang 1942 wurde die Luftoffensive gegen Malta verstärkt und als Ergebnis davon, gingen weniger Nachschubgüter in den Konvois verloren, was mehr Versorgung für Rommel bedeutete. Dieser nahm jedoch an, dass er erst Tobruk nehmen müsste, um seine Versorgungswege so kurz wie möglich zu halten, bevor er den Suez-Kanal erreichen konnte. Die Einnahme von Tobruk müsste vor der Eroberung von Malta geschehen. Aber erst im Frühjahr 1942 wurde vereinbart, dass Rommel als erster in Richtung Tobruk angreifen soll. Auchinleck von der britischen Achten Armee stand ebenfalls unter Druck. Churchill und der britische Generalstab teilten ihm mit, wenn er die Flugplätze in der westlichen Cyrenaika nicht erobert, würde der Druck auf Malta zu groß werden. Auchinleck erwiderte, solange er nicht eine ausreichende Überlegenheit über Rommel hätte, und hier insbesondere bei den Panzern, könne er keinen Erfolg garantieren. Auch glaubt er, dass den britischen Truppen eine ausgeglichene Zusammensetzung fehlen würde. Vor allem würde es zu viele Panzer im Verhältnis zur Infanterie in den britischen Panzer-Divisionen geben und das eine zunehmende Anzahl seiner Truppen unerfahren wären und viel mehr Training benötigen, wenn die Rückschläge des vergangenen Jahres sich nicht wiederholen sollten. Schließlich wurde vereinbart, dass Auchinleck seine Offensive bis Juni verschieben konnte, während Rommel mit seinen Vorgesetzten ausgemacht hatte, Ende Mai anzugreifen, worauf die Invasion von Malta im Juni folgen sollte. Das Problem, welches die Briten bei der Verteidigung der Ghasla-Linie hatten, war die Frage, wie weit diese nach Süden in die Wüste ausgedehnt werden sollte. Wenn sie ihre Truppen konzentriert auf einer kurzen Frontlinie zusammenfassten, wäre es ein leichtes für Rommel, diese Stellungen im Süden in der Wüste zu umgehen. Eine längere Verteidigungslinie bedeutete Zersplitterung und die Gefahr, dass diese von den Deutschen durchtrennt wird. Schließlich wurde ein unvermeidbarer Kompromiss eingegangen und von Ghasala aus in südlicher Richtung lag die 1. südafrikanische Division, die britische 50. Division und schließlich die frei-französische Brigade in Bir Hacheim. Die Verteidiger bezogen eine Linie in mit Stacheldraht in alle Richtungen umzäunten Feldstellungen und dazwischen befanden sich umfangreiche Minenfelder, welcher allerdings nicht vollständig durch Feuer gedeckt werden konnten, was entgegen jedem elementaren Prinzip der Verteidigung stand. Die 2. südafrikanische Division hielt Tobruk und stand zusammen mit den Verbänden in der Ghasala-Linie unter dem Kommando von Gotts XIII. Korps. Das XXX. Korps, das ‘Corps de Chasse’, welches immer noch von Norrie befehligt wurde, wurde südlich von Tobruk als Reserve für einen Gegenangriff platziert. Aber im Gegensatz zu Auchinlecks Intention, welche er aber auch nicht in klaren Befehlen herausgab, verteilte Ritchie seine Panzerstreitmacht in einer Reihe von befestigten Stützpunkten, welche die wichtigsten Versorgungslinien und Verbindungsknotenpunkte sicherten. Dies war ein weiterer fataler Fehler im britischen Plan. Bei der Panzerstreitmacht konnte die britische Achte Armee nun 573 Kreuzer-Panzer aus M3 Grant, Crusader und Stuart aufbieten,s sowie beim XIII. Korps weitere 276 Infanterie-Panzer. Dagegen verfügte Rommel über 560 Panzer, mit weiteren 77 in der Reserve. In der Luft konnte die Royal Air Force aufgrund vieler nicht einsatzbereiter Flugzeuge nur 190 gegen 497 bei der Achse aufbieten. Der Plan der Achsenmächte war es, mit dem Unternehmen ‘Venezia’ durch Rommel in der ersten Phase, die Ghasala-Linie zu durchbrechen und Tobruk zu nehmen und dann anzuhalten. Anschließend sollte erst das Unternehmen ‘Herakles’ folgen, die Wegnahme von Malta. Während die italienische Infanterie vor der Ghasala-Linie aufmarschierte, plante Rommel mit dem DAK aus der 15. und 21. Panzer-Division, sowie der 90. Leichten Division und den mobilen italienischen ‘Ariete’- und ‘Trieste’-Divisionen um Bir Hacheim herumzustoßen, dann zur Küste vorzudringen und das britische XIII. Korps von hinten anzugreifen. Am Abend des 26. Mai begann die Operation und obwohl seine Truppen schon vor der Dunkelheit gesichtet wurden, nahmen Ritchie und seine Untergebenen an, es handele sich um ein Ablenkungsmanöver, da sie davon überzeugt waren, Rommel würde den Hauptangriff am Zentrum der Ghasala-Linie durchführen. Als erstes traf Rommels Angriffsverband auf die britische 7. Panzer-Division, welche zwei ihrer motorisierte Brigaden in deren Stützpunkten ausgeschaltet bekam. Messervy, welcher die britische 7. Panzer-Division befehligte, fragte bei Norrie um Erlaubnis an, den Rest seiner Division in eine Schlachtformation gegen diesen Schlag aufzustellen, aber dieser lehnte ab, da er immer noch überzeugt war, dass der Hauptschlag woanders erfolgen würde. Daraufhin schickte Messervy seine 4. Panzer-Brigade südlich in Richtung Bir Hacheim, um seine Infanterie zu unterstützen, aber diese fuhr direkt in die deutsche 15. Panzer-Division hinein und wurde nach Belhamed zurückgeworfen. Anschließend wurde Messervys eigenes Hauptquartier überrollt und er selbst gefangen genommen. Obwohl er zwei Tage später entkommen konnte, blieb seine Division zersprengt und ohne ein effektives Kommando. mehr …

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