Kriegstagebuch 3. Mai 1917



Mark IV Tank
Der neue britische Mark IV Tank ist seit März 1917 im Einsatz und seine auf 12 mm verrstärkte Panzerung kann von panzerbrechenden Geschossen aus den deutschen Infanteriewaffen nicht mehr durchschlagen werden.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 3. Mai 1917:

Westfront


Artois – Dritte Schlacht an der Scarpe (bis zum 4. Mai): Britischer Angriff auf einem 26 km breiten Frontabschnitt östlich von Arras mit 14 Divisionen, 2.685 Geschütze (gegen 1.429 deutsche Geschütze) und 16 Panzer vor der Morgendämmerung um 03:45 Uhr mit geringen Geländegewinnen der britischen Dritten Armee, obwohl die kanadischen Truppen Fresnoy unter 1.259 Mann Verlusten erstürmen und 500 Kriegsgefangene einbringen können.
Artois – Schlacht von Bullecourt (bis zum 17. Mai): 6 britische und australische Divisionen mit 12 Panzern der Fünften Armee brechen in das stark befestigtes Dorf 38 km westlich von Cambrai ein und durchstoßen den Übergang zur Hindenburg-Line bei Queant.
Aisne: Die Kolonialdivision und 2 französische Infanterie-Regimenter der 21. Division sind bis zum 4. Mai von Meutereien betroffen.

Politik

Frankreich: Englisch-französische Kriegskonferenz in Paris bis zum 5. Mai.
USA: US-Darlehen an Italien über 100 Millionen US-Dollar, sowie an Frankreich am 8. Mai und Russland am 16. Mai.

Neutrale

Brasilien: Außenminister Müller tritt zurück, da sein deutscher Name seine Neutralitätspolitik behindert.

Heimatfronten

Russland: Erste Demonstration gegen die provisorische Regierung. Außenminister Miljukow verteidigt deren Politik gegenüber den Petrograder Massen. Die Provisorische Regierung gewinnt nur die Vertrauensabstimmung des Petrograder Sowjet am 4. Mai.

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Im Blickpunkt:
  • US-Infanterie von XX. Korps, unterstützt von einem M10 Jagdpanzer,

    Deutsche militärische Leistungsfähigkeit gegen die westlichen Alliierten an der Westfront 1944. Effektivste Verbände an der Westfront nach der statistischen Auswertung der Gefechte bei Le Masto und Metz in Frankreich (14.8. bis 14.9.1944) und an der Saar (8.11. bis 7.12.1944). hier zu Militärische Leistungsfähigkeit in Italien 1943/44 Militärische Leistungsfähigkeit an der Westfront 1944 Wie Rommel zuvor prognostiziert hatte, wurden die folgenden drei Monate nach der alliierten Invasion in der Normandie am 6. Juni 1944 zu einer gewaltigen Katastrophe für die deutschen Armeen in Frankreich. Nach den ‘brutalen Abnutzungsschlachten’ – wie Eisenhower sie beschrieb – um Caen und Falaise und der alliierten Invasion in Südfrankreich, wurden die deutschen Truppen praktisch aus jeder Ecke Frankreichs vertrieben, mit Ausnahme von Dünkirchen und den belagerten, ehemaligen U-Boot-Stützpunkten an der Atlantikküste. Rommel selbst wurde beinahe bei einem Tieffliegerangriff einer Spitfire IX am 17. Juli getötet und drei Tage später versuchte eine Gruppe höherer deutscher Offiziere verspätet, die Wehrmacht und Deutschland selbst vor vollständiger Vernichtung zu retten, als sie eine Bombe mit Zeitzünder in Hitlers Hauptquartier Wolfsschanze in Ostpreußen zur Detonation brachten. Hitler überlebte und nahm schreckliche Rache an mindestens 2.000 Wehrmachtsoffizieren (einschließlich Rommel) und führte im Dezember 1944 die verzweifelte Ardennen-Offensive durch. Aber die militärische Lage des Dritten Reich war schon seit dem Tag hoffnungslos gewesen, als das, was Rommel beabsichtigt hatte, versäumt wurde: die alliierten Streitkräfte am D-Day wieder ins Meer zu treiben. Die einzige Frage, welche Ende Dezember 1944 noch offen war, war eigentlich nur, wer das Rennen nach Berlin gewinnen würde: die Briten, Amerikaner und Kanadier vom Westen oder die Rote Armee aus dem Osten. Die nachfolgend aufgeführten Gefechte und Schlachten fanden in der Phase nach dem Ausbruch der alliierten Streitkräfte aus ihrem Brückenkopf aus der Normandie statt, beginnend mit amerikanischem Vorstoß südlich des Kessels von Falaise in Richtung der Seine und dann der Marne südlich um Paris herum. Es folgen dann Gefechte aus den schweren Kämpfen an der deutschen Grenze in der Saar-Region, welche sich von November bis kurz vor die Ardennen-Offensive hinzogen. Bei all diesen Gefechten befanden sich die deutschen Truppen zumeist weit in der Unterzahl, mit weniger Material und praktisch keiner Unterstützung aus der Luft. Die Angaben entsprechen denen von der militärischen Leistungsfähigkeit von den Kämpfen gegen die westlichen Alliierten in Italien 1943-44 und auch die genauen Erläuterungen dazu sind auf dieser Seite zu finden. FRANKREICH – Le Masto-Metz (14. August – 14. September 1944): siehe auch: SAAR (8. November – 7. Dezember 1944): Statistischer Vergleich aller Schlachten gegen die West-Alliierten 1943/44 Nun der statistische Vergleich des Kampfwertes der in insgesamt 78 Schlachten (Italien und im Westen) untersuchten Verbände. Alle Schlachten gesamt: Kampf-Effektivität nach Aktionen: Effektivste Verbände Nachfolgend der Kampfwert derjenigen Einheiten, welche an mindestens drei der untersuchten Schlachten teilnahmen. Der durchschnittliche Kampfwert der deutschen Truppen liegt etwa 23 Prozent höher als der alliierten Truppen. Kampfwerte der Einheiten: siehe auch: Militärische Leistungsfähigkeit an der Ostfront siehe auch: Ergebnisse von Schlachten im 1. Weltkrieg

  • Grille

    Grille und Bison, 15-cm schweres Infanteriegeschütz 33 (Sf) auf Panzerkampfwagen 38(t) Ausf. H oder Selbstfahrlafette 38(t) Ausf. M (SdKfz 138/1). Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell von Grille und Bison, sowie ihren Vorgängern Geschützwagen I Ausf. B, Sturmpanzer II und StuIG 33B. Grille oder Bison (SdKfz 138/1) Typ: Selbstfahrlafette für schweres Infanteriegeschütz. Grille / Bison Geschichte Die Infanterie-Bataillone der Wehrmacht verfügten zur direkten Feuerunterstützung neben vier 7,5-cm-Infanteriegeschützen auch zwei schwere 15-cm-Infanterie-Haubitzen. Beide waren sehr brauchbare und vielseitige Waffen und mit der Einführung motorisierter Verbände begann auch ihre Verwendung auf Selbstfahrlafetten. Die erste Form des sIG 33 auf Selbstfahrlafette erschien während des Westfeldzugs im Mai 1940 auf dem Fahrgestell des PzKpfw I. Das Fahrgestell des leichten Panzers war aber mit dem Geschütz völlig überladen und auch der Schwerpunkt lag viel zu hoch, sodass als Nächstes der PzKpfw II Ausf. C dafür verwendet wurde. Dieser Umbau war so erfolgreich, dass 1943 eine Version auf einem verlängerten Fahrgestell des Panzer II erschien. Allerdings sollten später alle verfügbaren PzKpfw II zur Herstellung der Wespe verwendet werden, sodass auch andere Fahrgestelle für das IG 33 verwendet wurden, darunter sogar PzKpfw III. Doch war dieses Fahrgestell für das IG 33 zu überdimensioniert und konnte ohne weiteres auch schwerere Waffen tragen, sodass nur lediglich 12 Stück gebaut wurden, welche an der Ostfront verwendet wurden. Deshalb wurde das sIG 33 hauptsächlich auf dem Fahrgestell des veralteten PzKpfw 38(t) montiert. Grille auf Panzerkampfwagen 38(t) Ausf. H Die Grille sollte ursprünglich aus dem überarbeiteten Fahrgestell des PzKpfw 38(t) Ausf. M für Selbstfahrlafetten entstehen. Zweihundert sIG33 sollten auf diesen montiert werden. Am 1. Februar 1943 stimmte Hitler jedoch dem Vorschlag zu, das sIG33 auf das Fahrgestell des PzKpfw 38(t) Ausf. H zu montieren, dessen Motor noch im hinteren Teil des Fahrzeuges lag, um die Grille so schnell als möglich zum Einsatz zu bringen. Zudem konnten beschädigte, von der Front zurückgeschickte PzKpfw 38(t), in die Grille umgebaut werden. Infolgedessen befahl Adolf Hitler, dass ab März 1943 alle zu reparierenden Fahrzeuge des ursprünglichen tschechischen Panzers zu diesem Zweck verwendet werden sollten. Zusätzlich wurde vereinbart, dass, nach dem der Bau von 200 Stück erfolgt war, alle weiteren Grille aus dem Umbau von der Front zurück geschickter PzKpfw 38(t) entstehen sollten. Das Standard-Fahrgestell der Ausf. H musste mit einem neuen Kampfraum überzogen werden, welcher über den hinten liegenden Motorraum erweitert wurde, um das schwere Geschütz und die zugehörige Munition aufzunehmen. Da der Motor hinten lag, begann der Kampfraum mit Kanone ähnlich wie bei einem Sturmgeschütz fast direkt vorne am Fahrzeug. Von Februar bis April 1943 wurden 90 Stück sowie ein Prototyp der Grille auf dem Fahrgestell des PzKpfw 38(t) Ausf. H hergestellt. Die Grille wurde sofort an die schweren Infanteriegeschütz-Kompanien der Panzergrenadier-Regimenter ausgegeben. Sie wurde in Russland, Tunesien, Italien und Frankreich ab Anfang 1943 verwendet. Im Juni 1944 befand sich diese erste Version der Grille immer noch im Einsatz bei der 38. schweren Infanteriegeschütz-Panzerabteilung der 2. Panzer-Division in der Normandie. Jede Abteilung hatte sechs Fahrzeuge. Grille auf Selbstfahrlafette 38(t) Ausf. M Die ursprüngliche Bestellung von 200 Grille forderte zuerst die Verwendung des alten Fahrgestells der Ausf. H, um das Fahrzeug so schnell wie möglich in den Einsatz zu bringen. Neunzig wurden auf dem Fahrgestell der Ausf. H fertiggestellt und die verbleibenden 110 Stück des Auftrags wurden dann ab April 1943 auf dem neuen Fahrgestell der Ausf. M, welches extra für Selbstfahrlafetten entwickelt worden war, gebaut. Dieser Auftrag wurde im Juni 1943 abgeschlossen. Allerdings war das Fahrzeug so erfolgreich, dass ein weiterer Auftrag erteilt wurde und eine regelmäßige Serienproduktion begann ab Oktober 1943 und lief bis zum September 1944. Die Grille war das letzte Fahrzeug, welches auf der Selbstfahrlafette Ausf. M des ehemaligen PzKpfw 38(t) gebaut wurde und die letzten 10 Stück im September 1944 mussten auf Fahrgestelle montiert werden, welche ursprünglich für den Flakpanzer 38(t) gebaut worden waren. Wie beim Panzerjäger 38(t) Marder befand sich der Kampfraum auf dem hinteren Teil und der Motor in der Mitte des Fahrzeuges. Beim Aufrichten wurde die Kanone durch eine schwere Federklappe geschützt, welches ein Merkmal aller sIG33 (Sf) war. Insgesamt wurden 282 Grille auf Selbstfahrlafette Ausf. M gebaut und an allen Fronten bei den schweren Infanteriegeschütz-Kompanien (Sf) der Panzergrenadiere verwendet. Es wurde keine besondere Unterscheidung zwischen den beiden Versionen der Grille gemacht und im Februar 1945 waren immer noch 173 Stück im Einsatz. Auf der Selbstfahrlafette Ausf. M wurden zusätzlich von Januar bis Mai 1944 noch 102 Munitionstransporter gebaut, welche 40 Reservegranaten für die Grille transportieren konnten. Diese Munitionspanzer 38(t) (Sf) Ausf. M (Sdkfz 138) konnten bei Bedarf auch zu einer Grille mit 15-cm sIG33 umgebaut werden. Die Fahrzeuge mit dem sIG33 auf PzKpfw 38(t) wurden auch manchmal als Bison bezeichnet, womöglich zur besseren Unterscheidung derjenigen mit dem Kampfraum vorne auf PzKpfw 38(t) Ausf. H und hinten auf der neueren Ausf. M. Benutzer: Deutschland. Animation 3d-Modell Grille Weitere Selbstfahrlafetten mit 15cm sIG33 15cm sIG33(Sf) auf Panzerkampfwagen I Ausf. B Die erste Form des mobilen sIG33 trat während des Westfeldzugs im Jahr 1940 auf. Sie war entwickelt worden, um der motorisierten Infanterie (später Panzergrenadiere) schnell schwere Feuerunterstützung von einer selbstfahrenden, gepanzerten Plattform geben zu können, welche ihnen bei ihren Einsätzen dicht folgen konnte. Es war eine der einfachsten deutschen Konstruktionen an Selbstfahrlafetten, denn lediglich Turm und Aufbau wurden von dem PzKpfw I Ausf. B entfernt. Anschließend wurde ein großer kastenförmiger, oben und hinten offener Geschützschild auf die Wanne montiert. Das 15 cm sIG (schweres Infanteriegeschütz) auf seiner normalen Feldwagen, jedoch ohne die Lafetten-Räder, wurde in diesen Umbau montiert. Das war es und das Ganze wurde als Geschützwagen I Ausf. B bezeichnet. Die Selbstfahrlafette war kein besonders zufriedenstellender Umbau, da der Schwerpunkt ziemlich hoch lag und das Fahrgestell überladen war. Außerdem war der Panzerschutz schlecht. Aber er gab der deutschen Panzertruppe eine Vorstellung davon, was zukünftig von Selbstfahrlafetten erwartet werden musste. Die 38 im Februar 1940 umgebauten Fahrzeuge dienten zur Ausrüstung der sIG(Sf) Kompanien 701-706, die vor dem Angriff auf Belgien, Holland und Frankreich sechs Panzerdivisionen zugeordnet wurden. Sie befanden sich im Mai und Juni 1940 im Westen mehr …

  • Die Deutsche Armee und ihre Uniformen im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 (Teil I). Organisation, Stärke und Divisionen bei Kriegsbeginn und Verluste bis Kriegsende. Deutsche Armee Das Deutsche Reich, ausgerufen in den Spiegelhallen von Versailles im Jahre 1871, hatte 1914 eine Bevölkerung von über 65 Millionen. Theoretisch, bis auf die geringe Anzahl für die Marine, waren alle gesunden Männer im wehrfähigen Alter verpflichtet in der Armee Dienst zu tun. Jedes Jahr aufgerufen, vom Alter von 17 bis 20, waren sie eingetragen im Landsturm I.Klasse. Mit zwanzig Jahren wurden diejenigen, die fit genug für das aktive Heer waren, zu einem zweijährigen Dienst eingezogen. Danach gingen sie in die Reserve für 5 Jahre (bei der Kavallerie und Artillerie nur für 4 Jahre). In der Praxis konnte die Armee nur ungefähr die Hälfte der diensttauglichen Männer jedes Jahr aufnehmen. Die anderen jungen Männer, zusammen mit den aus anderen Gründen nicht eingezogenen Wehrpflichtigen, wurden in die Ersatzreserve eingetragen. Dort erhielten sie bestenfalls ein geringfügiges Training. Vom Alter von 27 bis 39 mussten alle Männer in die Landwehr einrücken und anschließend bis zum Alter von 45 in den Landsturm II. Klasse. Die aktive Armee von 25 und 1/2 Armeekorps (jedes aus zwei Divisionen) und elf Kavallerie-Divisionen hatte ständig eine 50 bis 60 Prozent Kriegsstärke. Zudem waren 32 Reserve-, 7 Ersatzreserve- und 16 Landwehr-Divisionen vorhanden. Mobilisation war eine schnelle und kritische Operation, während dieser die Armee weitgehend unbrauchbar als ein Kampf-Instrument war. Der gesamte Vorgang war abhängig von den minutengenauen ausgearbeiteten Eisenbahnfahrplänen und sein Erfolg würde den gesamten Feldzug beeinflussen. Mobilisation musste rechtzeitig befohlen werden, sodass der Feind nicht alles durcheinander bringen konnte und durfte keinesfalls mehr angehalten oder unterbrochen werden. Die Armee konnte dann nur noch theoretisch an der Grenze angehalten werden, aber diese Möglichkeit wurde nicht wirklich in Betracht gezogen. Im Jahre 1914 bedeutete Mobilisation auch Krieg ! Zu diesem Zweck hatte der Generalstab zwei Besonderheiten vorbereitet. Um in dem zukünftigen Zweifrontenkrieg einen schnellen Sieg über Frankreich zu gewährleisten, plante General von Schlieffen (Chef des Generalstabes 1892-1905), Reserve- und Ersatzreserve-Divisionen in den ersten Gefechten einzusetzen. Geführt von gut ausgebildeten, regulären Offizieren sollten deren Soldaten einen ‘Crashkurs’ im wirklichen Krieg durchmachen. Zum Zweiten befanden sich sechs Infanterie-Brigaden mit zugeteilter Kavallerie, Artillerie und Pionieren in der Nähe der belgischen Grenze in voller Kriegsbereitschaft – bereit um die Forts von Liege zu nehmen und den Weg durch Belgien und Nordfrankreich für das Heer zu öffnen, sobald der Kriegszustand erklärt wurde. Zu Friedenszeiten war die Stärke der Armee etwa 856.000 Mann. Durch die Mobilisation würde sie durch trainierte Reservisten auf 3.800.000 Mann verstärkt werden. Maximal wären 8.500.000 Mann im Notfall einziehbar. Gegen Frankreich waren sieben Armeen mit zusammen 34 Armeekorps (von diesen waren 11 Reservekorps) und vier Kavalleriekorps vorgesehen. Im Osten sollte die 8. Armee (vier Armeekorps, davon ein Reservekorps und einige Landwehreinheiten) mit knapp 200.000 Mann die Russen aufhalten, so gut wie sie konnte. Zudem gab es Garnisonen, Depot- und Reserveeinheiten und in Schleswig-Holstein ein Reservearmeekorps, was eine womögliche britische Landung verhindern sollte. Trotz ihrer Niederlage von 1870/71 hatten die französischen Truppen ihren deutschen Gegner mehrmals die Gelegenheit gegeben, die Wirkung von modernen Magazingewehren gegen aufrecht anmarschierenden Soldaten zu erfahren. In den nachfolgenden Jahren berücksichtigte die deutsche Armee die Gegebenheiten moderner Gefechtsführung mehr als jede andere europäische Armee. Als das Maschinengewehr perfektioniert war, wurde es wie von keiner anderen Armee bei den deutschen Truppenverbänden weitverbreitet eingeführt. Schlieffens strategischer Plan eines Angriffes über Belgien ging nicht letztlich von der Erkenntnis aus, dass ein Frontalangriff gegen die französische Armee viel zu blutig und schwierig wäre. Ein britischer Beobachter bei einem Manöver der deutschen Armee im Jahre 1895 meldete, dass die Soldaten ‘… wie intelligente Einzelkämpfer, welche ihre Aufgabe perfekt verstanden, agierten und dass selbst einfache Soldaten selbstständig Initiativen entwickelten …’ Aber die Jahre seit dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 vergingen und um so mehr nahm Tradition und Arroganz in der deutschen Armee zu. Die Soldaten blieben gut, jedoch im Jahre 1911 schrieb ein anderer britischer Beobachter, ‘… dass die Offiziere kaum Initiative entwickelten und die Infanterie kein Gefühl für die Deckung im Gelände hätte. Der Vorteil des wechselseitigen Feuers und Vorarbeiten auf dem modernen Gefechtsfeld wäre überhaupt nicht bekannt.’ Mit der Thronbesteigung von Wilhelm II., welcher theoretisch auch der Oberbefehlshaber des Heeres war, wurden mehr Kriegsspiele als praktische Ausbildung wichtiger. General von Moltke, Chef des Generalstabes seit 1906, musste militärische Spektakel bei den Manövern vorführen, unsinnige Reiterattacken und Manöver wurden exerziert. Moltke reduzierte zudem den rechten Flügel für die Offensive in Frankreich drastisch um das Elsass und den Osten besser verteidigen zu können. Er akzeptierte wieder Frontalangriffe als praktizierbare Manöver und im Jahre 1914, mit 66 Jahren, war er in einer schlechten gesundheitlichen Verfassung und seiner Aufgabe nicht gewachsen. Unter von Moltke kamen die Armeekommandeure: am entscheidenden rechten Flügel, die Befehlshaber der 1., 2. und 3. Armee – ein Trio aus 68-jährigen Generälen: von Kluck, von Bülow und von Hausen. Sie waren harte Antreiber, rücksichtslos gegenüber der Truppe und, mit Ausnahme von Kluck, unfähig eine Krise zu meistern. Als Nächstes kam das Trio der Königlichen: Der Herzog von Württemberg kommandierte die 4. Armee, der Kronprinz die 5. Armee und Prinz Rupprecht von Bayern die 6.Armee. Zuletzt noch von Heeringen, 64 Jahre alt und ehemaliger Kriegsminister, als Kommandeur der 7. Armee. Die 8. Armee im Ostpreußen kommandierte General von Prittwitz und Graffon, 66 Jahre, fett, von sich selbst eingenommen, mit Verbindungen in höchste Regierungskreise, welche lange verhinderten, dass Moltke ihn absetzen konnte. Ludendorff, nur 49 Jahre alt, war der Chef des Generalstabes der 2. Armee. DEUTSCHES REICH (1.8.1914-11.11.1918) Bevölkerung 1914: 65 Millionen Friedensstärke des Heeres (1. Juli 1914) = 880.000 Mobilisation = 4.500.000 Truppenstärke bei Kriegsbeginn = 5.000.000 Korps = 41 Infanterie-Divisionen = 82 Kavallerie-Divisionen = 11 Andere Einheiten = 6 Divisionen und 32 Brigaden Artillerie-Geschütze = ca. 7.400 Maschinengewehre = 4.500 Heeresstärke im Verlauf des Krieges = 13.250.000 Tote Militär = 1.850.000 Verwundete Militär = 4.250.000 Ziviltote = 812.996 Teil II: Uniformen der Deutschen Armee im 1. Weltkrieg Siehe auch: Deutsche Kampfkraft

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