Kriegstagebuch 31. Januar 1917


U-Boote heraus
Deutsches Plakat für die neue Maßnahme: ‘U-Boote heraus !’
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 31. Januar 1917:

Seekrieg


Deutschland: Die Regierung teilt der US-Regierung mit, dass ‘sie kein Mittel unversucht lassen wird [den unbeschränkten U-Boot-Krieg], das Kriegsende zu beschleunigen. Da die Alliierten den Versuch Deutschlands, einen Verständnisfrieden durch Verhandlungen zu erreichen, abgelehnt haben, muß die Reichsdeutsche Regierung daher die selbst auferlegten Beschränkungen … fallen lassen.’
Deutschland kündigt eine Zone an, in der alle Schiffe versenkt werden können. Diese verläuft von Terschelling (Holland) nach Norden bis Udsive (Norwegen), dann nach Nordwesten bis zu den Färöer-Inseln und nach Süden den 20. Längengrad 580 km westlich von Irland zum Kap Finstere. Die Zone umfasst auch das gesamte Mittelmeer mit Ausnahme der Balearen und des Seegebietes östlich von Gibraltar so weit wie Spaniens Küsten reichen. Eine 33 km breite Fahrrinne bleibt für Schiffe in Richtung Griechenland bis zum 11. Januar 1918 geöffnet. Archangelsk wird im März 1917 der Sperrzone hinzugefügt. Scheers Tagesbefehl besagt, daß die gesamte Marine die U-Boote zu unterstützen hat.
Im Januar haben U-Boote 180 Schiffe (51 britische, 63 alliierte und 66 Neutrale – einschließlich 34 aus Norwegen) mit zusammen 328.391 Tonnen versenkt (davon 109.954 Tonnen britische), 2 U-Boote gingen verloren. Die Verluste durch die U-Boot im Mittelmeer belief sich auf 75.541 Tonnen.

Politik

DEUTSCHLAND ERKLÄRT DEN UNBESCHRÄNKTEN U-BOOT-KRIEG und kündigt an, auch die über den Ärmelkanal verkehrenden Hospitalschiffe anzugreifen, da diese angeblich auch Munition nach Frankreich befördern würden. Bernstorff befiehlt die Sabotage deutscher Schiffe in den US-Häfen.

Luftkrieg

Großbritannien: Commodore Godfrey Paine wird Fünfter Seelord und Direktor des Flug-Dienstes (Nachfolger von Vize-Admiral Vaughan-Lee).
Westfront: Im Januar wurden 4 deutsche Jagdstaffeln aufgestellt, weitere 6 folgen im Februar.

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Im Blickpunkt:
  • Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Hermann Göring

    Deutsche Luftstreitkräfte im Zweiten Weltkrieg Teil I: Die siegreichen Jahre 1939 bis 1941. Geschichte der deutschen Luftwaffe in der ersten Kriegshälfte und Fliegerasse im internationalen Vergleich. Die deutsche Luftwaffe Da sich diese Seite vor allem mit der deutschen Luftwaffe im 2. Weltkrieg (1939-1945) beschäftigt, wird davon ausgegangen, dass der Leser ein grundlegendes Wissen über die Vorkriegszeit hat: das Verbot der Produktion von Militärflugzeugen durch den Versailler Vertrag von 1919, das allmähliche Anwachsen der para- militärischen Flugaktivitäten in der Mitte der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, die heimlichen Flugzeugfabriken und Flugschulen in Deutschland und der befreundeten Sowjetunion, die Entwicklung von ‘Hochgeschwindigkeits-Postflugzeugen’ und ‘Sporteinsitzern’, welche später zu Bombern und Jagdflugzeugen wurden, das offene Geheimnis von der Existenz einer deutschen Luftwaffe nach Hitlers Machtergreifung 1933 und der Gründung des Dritten Reiches, die öffentliche Verlautbarung über das Bestehen der Luftwaffe zwei Jahre später am 1. März 1935, die Einsatzerprobung der neuen Kampfflugzeuge und Taktiken des modernen Luftkrieges im Spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 1939. Auf diese Weise vorbereitet, begann die Luftwaffe den Zweiten Weltkrieg im September 1939 mit einer Frontstärke von fast 4.200 Flugzeugen. Die meisten Flugzeuge waren in Geschwader eingeteilt, mit der grundsätzlichen Ausnahme der Aufklärungsverbände. Jedes Geschwader war in normalerweise drei Gruppen unterteilt und jede Gruppe war wiederum in drei Staffeln aufgeteilt, wovon jede normalerweise 9-12 Flugzeuge stark war. Aufklärungsverbände waren normalerweise nur in Gruppen und Staffeln eingeteilt. Ausgestattet mit solchen hervorragenden Kampfverbänden war es nicht sehr verwunderlich, dass die deutschen Luft- und Bodentruppen im ersten Jahr des Krieges sehr erfolgreich waren. Polen wurde in weniger als einen Monat überrollt, Norwegen – auch mithilfe der ersten Luftlandung in der Militärgeschichte – in zwei Monaten besetzt, Frankreich und die Benelux-Staaten waren bis Juni 1940 erobert. Für Hitler und Göring war die Theorie des Blitzkrieges nun voll bestätigt und sie sahen keine Notwendigkeit, in dem eigentlich sowieso schon gewonnen Krieg die Luftwaffe zu erweitern oder ihre Ausrüstung zu verbessern. Selbst im Angesicht der noch bestehenden Aufgabe, Großbritannien zu besiegen, wurde die Priorität für die Flugzeugproduktion erheblich reduziert. Das war der erste große Fehler, und führte zum ersten ernsthaften Versagen der Luftwaffe. Bis dahin war die Luftwaffe fast nur als taktische Waffe zur Erringung der Luftüberlegenheit über dem Schlachtfeld und zur Unterstützung der Bodentruppen des Heeres eingesetzt worden und war zumeist nur auf wenig moderne feindliche Jagdabwehr gestoßen. Während der Schlacht um England im Sommer und Herbst des Jahres 1940 jedoch trafen die deutschen zweimotorigen Bomber auf die Jagdflugzeuge der englischen RAF und erwiesen sich als zu schwach bewaffnet. Dazu fehlte es dem deutschen Begleitschutz entweder an der notwendigen Beweglichkeit (im Falle der zweimotorigen Zerstörer vom Typ Bf 110) oder an der ausreichenden Reichweite (im Falle der Jagdeinsitzer Bf 109E), um die Bomber vor den englischen Jägern vom Typ Hawker Hurricane und Supermarine Spitfire Mk I und II ausreichend zu schützen. Im Oktober 1940 wurde die deutsche Luftwaffe gezwungen, ihre Bomber nur noch Nachts gegen die britischen Städte einzusetzen und diese als ‘Blitz’ bezeichneten Luftangriffe dauerten bis zum Frühjahr 1941 an. In der Zwischenzeit verfolgte Hitler weiterhin seine ‘kontinentale Strategie’, was zur Eroberung des Balkans und der erfolgreichen, ersten strategischen Luftlandung der Militärgeschichte, auf Kreta führte. Hier konnte die Luftwaffe wieder gegen eine vergleichsweise schwache Gegenwehr als ‘fliegende Artillerie’ für das Heer eingesetzt werden, was sogleich auch große Erfolge einbrachte. Allerdings war sie nicht in der Lage, diesen Erfolg auch gegen Malta dauerhaft zu wiederholen, was wohl auch daran lag, dass eine Insel nicht wie ein Flugzeugträger ‘versenkt’ werden kann. Dazu wurde die Luftwaffe ab 1941 durch die britischen Offensiven in Nordafrika in immer größerer Zahl gebunden, da sie nach dem Kriegseintritt von Italien am 10. Juni 1940 den Bundesgenossen erheblich unterstützen musste. Während alle diese Operationen im Gange waren, spielte die Luftwaffe auch einen wichtigen Teil in der Bekämpfung der alliierten Schifffahrt in der ‘Schlacht im Atlantik’. Ihre Marineflugzeuge unternahmen, als Auftakt für die geplante Invasion Englands, Minenoperationen im Ärmelkanal und an der Ostküste der Britischen Inseln, griffen Schiffe in den britischen Küstengewässern an und die Fernaufklärungsbomber vom Typ Fw 200 Condor halfen den deutschen U-Booten feindliche Geleitzüge aufzufinden und auch Handelsschiffe daraus zu versenken. Diese Angriffe gegen die alliierte Schifffahrt dauerten seit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges an und ließen nicht vor Ende 1942 merklich nach. Da die Luftwaffe so bereits an vielen Fronten zu kämpfen hatte, war es so ziemlich das letzte, was sie eigentlich wollte oder auch brauchte, die folgenschwere Entscheidung Hitlers, Russland im Juni 1941 zu überfallen. Die Kämpfe beim Unternehmen Barbarossa an der Ostfront verursachten erhebliche Anforderungen an die Luftwaffe, sowohl an Flugzeugen wie auch an das Personal. Teil II: Luftwaffe in der zweiten Kriegshälfte Fliegerasse:

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Es war vorhersehbar, dass dies ein extrem sauberes und fortschrittliches Flugzeug aus einer betonten Ganzmetall-Konstruktion werden würde, mit einer glatten und bündig genieteten Außenhülle. Der konisch geformte Flügel war auf dem schlanken Rumpf angebracht und die zwei Strahltriebwerke befanden sich unter dem Flügel in Gondeln mit dem gleichen Abstand zur Mittellinie, wie dies bei einem Kolbenmotor der Fall gewesen wäre. Ganz vorne in der Nase befand sich das einsitzige Cockpit und die gesamte Nase war mit Plexiglas verkleidet. Der Pilot gelangte an Bord durch das herunterziehen einer einziehbaren Stufe auf der linken Seite, kletterte Trittstufen an der linken Seite hoch und schließlich durch eine Dachluke. Diese Luke konnte abgesprengt werden, aber es gab keinen Schleudersitz und dieser Notausstieg war eine zweifelhafte Angelegenheit. Das Cockpit selbst war jedoch geräumig, komfortabel und gut ausgelegt und mithilfe der Motoren unter Druck gesetzt. Die herausfordernde Spezifikation einer Reichweite von 2.200 Kilometern erforderte, dass nahezu der gesamte dahinter liegende Rumpfbereich mit Treibstofftanks ausgefüllt werden musste. Diese Treibstofftanks wurden durch Einlässe im oberen Rumpfbereich betankt. Alle Fluginstrumente wurden manuell bedient und waren von konventioneller Art, die Querruder waren vom Frise-Typ mit scharfer Vorderkante und die Höhenruder und Ruder hatten eine besondere Massenbilanz sowie ein kombiniertes Ausgleichsgewicht im Rumpf. Die Höhenlage des Höhenleitwerks konnte zum Trimmen durch einen großen Hebel im Cockpit geändert werden, welcher eine Schraubenzieher bewegte. Innen- und außen von den Motorengondeln befanden sich hydraulisch betätigte, einfache Klappen mit einem maximalen Winkel von 45° zur Landung. Es war vorgesehen, dass die großen Fotokameras zur Aufklärung im hinteren Rumpfteil eingebaut werden. Das einzige Merkmal, welches völlig unkonventionell war, war das Fahrwerk. Im Nachhinein gesehen sollte dies eigentlich keine Probleme bereitet haben, aber die Konstruktionsmannschaft bei Arado sah im ersten Moment keine Möglichkeit, ein normales Fahrgestell zu verwenden. Im schmalen Rumpf, voll mit Treibstoff, war kein Platz für einziehbare Haupträder, noch konnten Landeräder an den Triebwerksgondeln oder den Flügeln angebracht werden, da die hohe Position der Flügel außergewöhnlich lange Flügelräder erfordert hätte. So schlug Arado dem Reichsluftfahrtministerium mehrere unkonventionelle Möglichkeiten vor und der Stab im Ministerium wählte die ungewöhnlichste Anordnung. Beim Start saß die Ar 234 auf einem großen dreirädrigen Wagen und Landen sollte sie auf einer zentralen Kurve mit kleineren Stabilisierungs-Kufen unter den Motorgondeln. Unnötige Verzögerungen und Erprobung Für das Flugzeug wurde das Junkers 109-004A Strahltriebwerk ausgewählt. Der Bau des ersten Prototyps Ar 234 V1 begann im Frühjahr 1941 und Junkers hatte versprochen, die Triebwerke innerhalb von 10 Monaten zu liefern. Die Arbeiten am Flugzeug in der Fabrik von Arado in Warnemünde gingen schnell voran, aber die Triebwerke litten unter zahlreichen Verzögerungen und wurden nicht vor März 1942 im Flug erprobt. Das Erstaunliche daran ist, dass die gleichen Triebwerke zwar die Me 262 zwar im Juli 1942 in die Luft brachten, aber Arado erhielt kein einziges davon bis Februar 1943. So konnte die Ar 234 V1 nicht vor dem 15. Juni 1943 erstmals fliegen. Zu diesem Zeitpunkt war die Flugzeugzelle schon seit 18 Monaten fertig und Arado hatte zwischenzeitlich darüber nachgedacht, Flugversuche mit zwei Kolbenmotoren durchzuführen, aber der Bodenabstand für Propeller war bei der Landung zu gering. Mit einem konventionellen Fahrgestell wäre dieses Problem nicht aufgetreten und zumindest Flugversuche hätten früher beginnen können. Wenn Junkers die Strahltriebwerke früher an Arado geliefert hätte, wäre die Ar 234 ein Jahr früher zum Einsatz gekommen und in der Nachfolgezeit auch in wesentlich größeren Stückzahlen an der Front erschienen. Als der Prototyp endlich fliegen konnte, stellten sich die Flugqualitäten der Ar 234 als herrlich heraus. Vom Stützpunkt Rheine und mit dem Chef-Testpiloten Selle, förderte das Erprobungsprogramm keine wesentlichen Probleme zutage und von Beginn an hatte jeder Testpilot, welcher die Ar 234 flog, nur großartiges über die Handhabung zu berichten. Allerdings benötigtes es bis zu zehn Testflüge mit jeder Maschine, bevor die Querruder ausreichend genau eingestellt waren. Dagegen bereitete der Startwagen und die Landekufen unendliche Probleme. Beim Erstflug wurde der große Startwagen, wie vorgesehen, aus einer Höhe von 60 Metern abgeworfen, aber dessen Fallschirm öffnete sich nicht und so wurde der Wagen beim Aufschlag auf den Boden zerstört. Das Gleiche passierte beim zweiten Start, sodass beschlossen wurde, dass das Flugzeug ohne den Wagen in die Luft gehen sollte, welcher auf dem Boden verblieb. Obwohl dies funktionierte, verursachten Startwagen und Landekufen weiterhin Schwierigkeiten. Oft fuhren die Kurven nicht ein und das Flugzeug schaukelte und wackelte bei der Landung erheblich und mehrmals brach eine der Stabilisierungskurven ab, sodass die Flügelspitze über den Boden schleifte. Noch schlimmer war der Umstand, dass die Ar 234 mit den Kurven sich nicht auf dem Boden bewegen ließ, sodass bei Kampfeinsätzen in größerer Stückzahl das Flugfeld innerhalb kürzester Zeit mit unbeweglichen Ar 234 übersät wäre, welche nachfolgende landende Flugzeuge gefährdend und leichte Ziele bei feindlichen Tieffliegerangriffen wären. Deshalb wurde im Spätsommer 1943 entschieden, ein konventionelles Fahrgestell einzubauen. So wurde die ursprünglich geplante Ar 234 A-Serie gestrichen, aber sieben weitere Prototypen davon wurden fertiggestellt. Davon flogen V2, V3, V4, V5 und V7 in schneller Folge, während V6 und V8 als Versuchsflugzeuge für vier Strahltriebwerke verwendet wurden. In den letzten Monaten des Jahres 1943 wurden mit den Prototypen die Druckkabine, Startraketen unter den Flügeln, die leichteren und stärkeren Junkers-004B-Strahltriebwerke und auch in einigen Flugzeugen ein Schleudersitz getestet. Arado Ar 234B Während der Erprobungsarbeiten in Rheine wurde eine große Fabrik bei Alt-Lönnewitz vorbereitet, um die Ar 234B – nun mit dem populären Namen ‘Blitz’ versehen – mit dem konventionellen Fahrgestell zu bauen. Der erste B-Serien-Prototyp mehr …

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Beide wurden von Renault-12-Zylinder-Benzinmotoren angetrieben, wodurch sie eine maximale Geschwindigkeit von knapp 6,4 km/h erreichten. Der Char FCM 1A war mit einer 75-mm-Kanone im Turm und mehreren Maschinengewehren bewaffnet. Dagegen verfügte der FCM 1B statt einer 75-mm sogar über eine 105-mm-Kanone. Aus dem FCM 1B wurde ein dritter Typ entwickelt, der Char 1C. Dieser wog sogar über 70 Tonnen, hatte eine Besatzung von 10 Mann und war mit einer 75-mm-Kanone und vier Maschinengewehren bewaffnet. Dieser Panzer verfügte ebenfalls über ein elektrisches Getriebe. Als wäre das nicht genug, gab es noch Versuche mit einem 141-Tonnen-Monster mit einer Besatzung von 28 Mann und nicht weniger als vier 75-mm-Kanonen. Größe, Gewicht und Feuerkraft schienen die Formel zu sein, um das dichte Stellungssystem der Westfront zu durchbrechen. Entwicklung Diese schweren Durchbruchspanzer wurden alle nicht übernommen, aber aus dem FCM 1A wurde der Char 2C entwickelt, von welchem 10 Stück im Jahr 1918 gebaut wurden. Dabei wurden Motoren von deutschen Zeppelinen für das elektrische Getriebe eingebaut, zuerst der 180/200-PS-Mercedes-Motor und dann 250-PS-Maybach-Motoren. Allerdings wurden diese schweren Panzer erst nach dem Waffenstillstand in Dienst gestellt und kamen somit während des Ersten Weltkrieges nicht mehr zum Einsatz. Eigentlich sollten 300 dieser Giganten für die Durchbruchsschlachten des Jahres 1919 nach einer Bestellung vom Februar 1918 fertiggestellt werden, aber die Aufträge wurden mit Kriegsende storniert. Der Char 2C war eine beeindruckende Waffe für seine Zeit. Es war der erste Panzer, welcher mit einer 75-mm-Kanonen in einem drehbaren Turm bewaffnet war, welche gewöhnliche Artilleriegranaten verschoss. Dazu kamen noch vier Maschinengewehre, von denen eines in der Wanne nach vorne, eines zu jeder Seite und ein weiteres in einem kleinen Turm auf dem Heck montiert waren. Dies alles zu einem Zeitpunkt, wo der neuste britisch-amerikanische Tank Mark VIII ‘International’ lediglich zwei 6-Pfünder-Kanonen mit beschränktem Richtbereich in seinen Erker-Ausbuchtungen trug. Die über die vollständige Länge des Panzers von 10,27 Metern angebrachten Kettenlaufwerke ermöglichten diesem eine eindrucksvolle Grabenüberschreitfähigkeit von 4,25 Metern. Dazu kam noch eine Panzerung von bis zu 45 mm, mehr als doppelt soviel wie jeder andere Panzer zu dieser Zeit. All das zusammen ergab nun ein Gewicht von 68 Tonnen, was natürlich einen schnellen Transport in das Einsatzgebiet erschwerte. Trotzdem erreichte der Char 2C noch 12 km/h, was zumindest genauso gut war – wenn nicht sogar besser – als bei den meisten anderen schweren Panzern seiner Zeit. Dies war eine akzeptable Marschgeschwindigkeit für den Grabenkrieg, für welchen dieser Panzer ursprünglich entworfen war. Im Einsatz Die 10 gebauten Char 2C wurden 1921 beim 51. schweren Panzer-Bataillon in Dienst gestellt und bis 1927 wurden verschiedene Detailverbesserungen an den Panzern vorgenommen. Viele davon betrafen die Kettenaufhängung, die intern Kommunikation zwischen den nunmehr 13 Besatzungsmitgliedern und der Einbau von Funkgeräten. Ein Char 2C wurde 1926 zurück zur FCM-Fabrik geschickt, um eine kurze 155-mm-Haubitze, zusätzliche Panzerung und Sautter-Harle-Motoren anstatt der zwei Maybach-Motoren zu erhalten. Dieser einzige Panzer wurde als Char 2C bis bezeichnet und war der Grund für einige Gerüchte über eine neue Generation französischer überschwerer Panzer. Die 10 vorhandenen Char 2C wurden jedoch in den 1930er Jahren modernisiert und befanden sich bei Beginn des 2. Weltkrieges beim 51. schweren Panzer-Bataillon zur Unterstützung der Maginot-Linie im Einsatz. Zu einem Kampfeinsatz kamen sie jedoch nicht mehr, da sie beim Abtransport in Richtung der Kampfzone auf ihren Eisenbahn-Sonderwaggons von deutschen Flugzeugen zerstört wurden. Benutzer: Frankreich. Spezifikationen Char de Rupture 2C Spezifikationen: Französische Panzer vom Weltkrieg bis zur Wiederaufrüstung 1935 Nach dem Ende des Krieges im Jahr 1918 war der einzige im Dienst befindliche brauchbare französische Panzer der Renault FT-17, abgesehen von noch einigen wenigen britischen Tank Mark V. Der Bau der neuen schweren Char 2C hatte zwar begonnen, um die Panzer für die geplanten Durchbruchsschlachten für 1919 zur Verfügung zu haben, aber das Ende der Feindseligkeiten beendete die Produktion irgendwelcher weiterer Panzer. General J.-E. Estienne, Kommandant und ‘Vater’ der Panzerverbände der Kriegszeit (Artillerie d’Assault) drängte zwar weiterhin auf die Entwicklung von Panzern, welche in großer Masse als entscheidende Waffe auf dem Schlachtfeld eingesetzt werden konnten, aber seine Stimme war in Friedenszeiten die eines einsamen Wolfs. Wenn er auch für die technische Panzer-Entwicklung verantwortlich war, war dies jedoch nicht ein Posten, von dem er aus viel Einfluss hatte. Trotzdem wurden zweifellos unter dem Einfluss von General Estienne vom französischen Armee-Hauptquartier im Juli 1920 eine Anweisung herausgegeben, welche die Entwicklung einer breiten Palette von Panzern forderte. Diese reichte von leichten, mit Maschinengewehren bewaffneten Panzern für die Infanterieunterstützung bis zu größeren Fahrzeugen, welche Haubitzen zur Feuerunterstützung mit einer Reichweite von bis zu 4.000 Metern tragen sollten. Dazu sollten noch ‘Durchbruchspanzer’ kommen, welche auch feindliche Panzer bekämpfen können. Zusätzlich waren auch noch verschiedene Spezial-Panzer vorgesehen, darunter zur Funkübertragung, Überwindung von Hindernissen, Nachschub und ausgerüstet mit Suchscheinwerfern. Zusammen genommen wahr es ein schöpferisches Programm, was den Panzer als die hauptsächliche Offensiv-Waffe ansah. Wenn diesem in dem ursprünglich vorgesehenen Geist gefolgt worden wäre, hätte dies zu einer Verringerung der Infanterieverbände und zu mehr Aufmerksamkeit für eine Luftunterstützung für die mechanisierte Kriegführung geführt. Jedoch standen diese Gedanken im Gegensatz zu den grundlegenden Prinzipien der französischen Militär-Philosophie dieser Zeit und wurde schnell im Januar 1921 durch überarbeitete Anweisungen einer speziell gebildeten Kommission unter dem General Buat, dem Generalstabschef des Armee-Hauptquartiers, abgelöst. Von nun an war der Panzer mehr …

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