Kriegstagebuch 31. März 1917


deutscher Stützpunkt für U-Boote und Zerstörer
Ein deutscher Stützpunkt für U-Boote und Zerstörer.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 31. März 1917:

Seekrieg


Für den März belaufen sich die alliierten Handelsschiffsverluste auf 556.775 Tonnen mit 310 Schiffen (die deutschen offizielle Zahlen geben 564.497 Tonnen und 281 alliierte Schiffe an, einschließlich 61.917 Tonnen im Mittelmeer). Von 1.200 britischen Kohlenschiffen, welche im März nach Frankreich in Konvois verkehrten, gingen nur 3 Schiffe verloren. 3 deutsche U-Boote gingen verloren.

Westfront

Deutschland: Die Verpflegungsstärke der Armee beläuft sich auf 7.630.456 Mann.
Frankreich: Im März wurden 150 leichte Panzer Renault FT-17 bestellt.

Luftkrieg

Westfront: Im März verliert das Royal Flying Corps 120 Flugzeuge. Die deutschen Jagdflugzeuge melden 60 alliierte Flugzeuge im Februar und März für Verlust von 7 Maschinen abgeschossen zu haben.

Heimatfronten

Großbritannien: Nur noch Vorräte an Weizen und Getreide für 9 Wochen im Land. Es gibt jetzt 300 Kriegsrentenausschüsse (68.269 Witwenrenten). Der erste WAAC-Mitglieder (weibliche freiwillige Helfer) treffen in Frankreich ein (6.023 bis zum 12. März 1918).
Russland: Die Roheisenproduktion ist auf 17,6% der Menge vom ersten Quartal 1916 abgefallen.
Italien: Der Krieg kostet 30 Millionen Britische Pfund pro Monat (730 Millionen Britische Pfund bisher).

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  • HG-Wachkompanie in Karinhall

    Aufstellung und Einsätze der Fallschirm-Panzer-Division HG der Luftwaffe. Teil I: Das Regiment General Göring 1935 bis 1941. Regiment General Göring Bezeichnungen Polizei-Abteilung z.B.V. Wecke Landespolizeigruppe Wecke Landespolizeigruppe General Göring Regiment ‘General Göring’ Brigade ‘Hermann Göring’ Hermann-Göring-Division (Kampfgruppe Schmid) Panzer-Division Hermann Göring (HG) Fallschirm-Panzer-Division Hermann Göring (HG) Kommandeure Major der Schutzpolizei Wecke, Oberstleutnant der Landespolizei Friedrich Wilhelm Jakoby, Generalmajor Conrath, Oberst/Generalmajor Schmid (in Tunesien), Generalmajor Conrath, Generalmajor Schmalz, Oberst v. Neckar, Oberst Lemke   Aufstellung Hermann Göring, Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe und hochdekoriertes Jagdflieger-Ass aus dem Ersten Weltkrieg, war berechtigterweise sehr stolz auf diese Einheit, welche seinen Namen trug. Die führende Kampfeinheit der Bodentruppen der durch die Nazis geschaffenen deutschen Luftwaffe hatte zwar ohne Zweifel viele überzeugte Mitglieder der NSDAP in ihren Reihen, focht aber einen weitgehend ‘sauberen’ Krieg. Dies stand im Gegensatz zu vielen anderen Kampfeinheiten, welche starke politische Wurzeln hatten. Tatsächlich war eine der bemerkenswertesten Leistungen der Hermann-Göring-Division während des Zweiten Weltkrieges nicht militärischer Art, sondern die Rettung der historischen Schätze des Benediktiner-Klosters auf dem Monte Cassino. Im Februar 1933, sofort nach der Machtübernahme Hitlers, wurde Hauptmann Hermann Göring, ein langer Weggefährte des Führers, zum preußischen Innenminister ernannt. Dieser Posten gab Göring die Kontrolle über die preußische Landespolizei und brachte ihm den Rang eines Generals ein. Er begann sofort eine neue Abteilung aufzustellen, welche aus Polizisten bestand, die dem Nazi-Regime zweifelsfrei loyal waren. Knapp über 400 Mann wurden für diese neue Einheit ausgewählt, welche vom Major der Schutzpolizei Wecke, befehligt wurde. Die Einheit, welche im berüchtigten linken Arbeiterbezirk Kreuzberg in Berlin stationiert wurde, erhielt nach ihrem Kommandanten die Bezeichnung ‘Polizei-Abteilung z.B.V. Wecke’. Innerhalb eines Monats wurde die Einheit schon gegen bewaffnete kommunistische Zellen in Berlin eingesetzt. Im Juli 1933 wurde die Abteilung in ‘Landespolizeigruppe Wecke’ umbenannt und kurz danach in ‘Landespolizeigruppe General Göring’. Die Einheit vergrößerte sich stark unter Görings Schirmherrschaft und wurde im April 1395 formell zum Regiment ‘General Göring’ unter dem Kommando von Oberstleutnant der Landespolizei, Friedrich Wilhelm Jakoby. Nur sechs Monate nach der Aufstellung transferierte Göring das Regiment von der Polizei, deren Kontrolle letztendlich von seinem erbitterten Rivalen Reichsführer-SS Heinrich Himmler übernommen wurde, zur neu gebildeten Luftwaffe, deren Oberbefehlshaber Göring wurde. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Gliederung des Regiments aus folgenden Einheiten: Regimentsstab, Musikkorps, I. und II. Jäger-Bataillon, 13. Kradschützen-Kompanie, 15. Pionier-Kompanie, Reiterzug, Nachrichtenzug. Zum Zeitpunkt, als das Regiment ‘General Göring’ zur Luftwaffe überstellt war, wurden auch Befehle zur Aufstellung eines Fallschirmjäger-Bataillons ausgegeben. Alle Freiwilligen für diese Einheit, welche Überlaufen von ungeduldigen Bewerbern war, wurden im I. Jäger-Bataillon versammelt. Ende 1937 wurden dann die Verschleierungsmaßnahmen zur vorgesehenen Verwendung dieser Truppe fallengelassen und die Freiwilligen, zusammen mit der 15. Pionier-Kompanie, als IV. Fallschirmschützen-Bataillon bezeichnet. Diese Einheit blieb bis März 1938 Bestandteil des Regiment ‘General Göring’, bevor sie zum Truppenübungsplatz Stendal verlegt wurde, um den Kader der ersten Fallschirmjäger-Einheit der Luftwaffe zu bilden, das I./Fallschirmjäger-Regiment 1.   Das Regiment ‘Hermann Göring’, ebenso wie die Elite-Formationen Regiment Grossdeutschland des Heeres und das erste Regiment der Waffen-SS, Leibstandarte-SS-Adolf Hitler, rekrutierten ihr Personal aus ganz Deutschland und nahmen nur Kandidaten des höchsten Kalibers und in physischer Höchstform auf. Die Angehörigen des Regiment ‘Hermann Göring’ bezogen einen brandneuen Baracken-Komplex in Berlin-Reinickendorf, welcher nach höchsten Standards und mit den modernsten Einrichtungen gebaut worden war. Dieser Komplex zeichnete sich durch über 120 Gebäude aus, einschließlich Sporthalle, Schwimmbäder und Freischwimmbädern und Sportplätzen und hatte sogar sein eigenes Postamt. Soldaten des Regiments in ihren unverwechselbaren Uniformen mit weißen Kragenspiegeln und dem Manschetten-Band der Sonderverbände wurden bald zu einem üblichen Straßenbild in Berlin. Die Truppen des Regimentes waren Bestandteil vieler großen Militärparaden der Vorkriegszeit in Berlin. Sie stellten auch die Wachen für Reichsmarschall Görings persönliches Hauptquartier in Berlin und die Ablösung der Wachtruppen wurde oft in vollem Zeremoniell unter Anwesenheit des Musikkorps des Regiments vollzogen. Soldaten des Regiments übten auch den Wachdienst bei Görings privaten Anwesen Carinhall nördlich von Berlin aus, welches nach seiner verstorbenen ersten Frau benannt war. Zu den Kriterien für die Übernahme in das Regiment gehörte ein Eintrittsalter von 18 bis 25 Jahren, eine Mindestgröße von 1,68 Meter, die deutsche Staatsbürgerschaft, Eignung zum Militärdienst, körperliche Leistungsfähigkeit für den aktiven Dienst, arische Abstammung, Unverheiratet, ein sauberer Polizeibericht und keine laufenden oder bestätigten strafrechtlichen Vergehen, sowie eine bestätigte Unterstützung des nationalsozialistischen Staates. Während der ersten Kriegsjahre wurde als weitere Anforderung hinzugefügt, dass der Freiwillige sich für eine Dienstzeit von mindestens 12 Jahren verpflichtete. Diese Voraussetzungen waren im Großen und Ganzen auch für die anderen Elite-Formationen, Grossdeutschland und Leibstandarte, Voraussetzung. Als dann im weiteren Kriegsverlauf die Verluste immer größer wurden, konnten solche strengen Voraussetzungen für keinen der Elite-Verbände mehr aufrechterhalten werden. Bei der ‘Hermann Göring’ Division wurden später daher auch Wehrpflichtige der Luftwaffe als Ersatz für die Verluste übernommen. Vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs nahmen Angehörige des Regiment ‘General Göring’ bei den sogenannten ‘Blumenkriegen’ teil. Das Regiment war am Anschluss Österreichs beteiligt, wo es mehrere Wochen in Wiener Neustadt blieb. Auch bei der Besetzung des Sudetenlandes und beim Einmarsch in Prag war es dabei, wo es die Sicherung der strategisch wichtigen Skoda-Werke übernahm. Am Vorabend des Krieges bestand das Regiment aus folgenden Teileinheiten: Regimentsstab, Musikkorps, Stabsartillerie, I.(schwere) Flak-Abteilung, II. (leichte) Flak-Abteilung, III. Scheinwerfer-Abteilung, IV. (leichte) Flak-Abteilung, Wachbataillon (Reiterschwadron, 9. Infanterie-Wachkompanie, 10. und 11. Wachkompanie), Reserve-Scheinwerfer-Abteilung, Ersatz-Abteilung, (schwere) Eisenbahn-Flak-Batterie, (leichte) Flak-Batterie. Blitzkriege 1940 Während des Polenfeldzug im September 1939 verblieb der Großteil des Regiments in Berlin, um Luftschutz für die Reichshauptstadt zu geben und Görings Hauptquartiere zu bewachen. Teile des Regiments nahmen jedoch am Unternehmen Weserübung teil, der Invasion von Dänemark und Norwegen im April 1940. Die Masse des Regiments war jedoch an der holländischen Grenze versammelt und wartete auf den Befehl zum Losschlagen im Westen.   Die in Dänemark eingesetzten Teile von ‘Hermann Göring’ standen unter dem Kommando von Hauptmann Kluge und bestanden aus einer Kompanie des Wachbataillons, zusammen mit einer 2-cm-Flak-Batterie auf Selbstfahrlafetten und einer Kradschützen-Kompanie. Sie nahmen an der Besetzung des Flugfeldes und der Funkstation von Esbjerg und der Sicherung der Küstenlinie von Jütland teil. Anschließend wurden sie über See nach Oslo transportiert, wo sie zusammen mit Heeres-Truppen beim Vormarsch auf Trondheim und mehr …

  • Fokker Dr.I

    Deutsches Fokker Dr. I Dreidecker Jagdflugzeug aus dem Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Fokker Dr.I Dreidecker Typ: Einsitziges Jagdflugzeug. Vorgeschichte: Dreidecker-Wahn Hier zu den ersten Fokker-Jägern: Eindecker und D.I bis D.V. Im Frühjahr 1917 war die neue Sopwith Triplane das einzige alliierte Jagdflugzeug, welches die Albatros-Jäger schlagen konnte, was zu einem einjährigen Dreidecker-Wahn in Deutschland führte. Eine Sackgasse in der Entwicklung von Jagdflugzeugen, welche einer besonderen Erwähnung bedarf, kann am besten mit ‘Dreidecker-Wahn’ beschrieben werden. Als die Luftfahrt noch in den Kinderschuhen steckte, war es üblich, verschiedene Konfigurationen zu erproben, wenn die beste Konstruktion nicht offensichtlich war. Aus strukturellen und aerodynamischen Gründen waren die meisten Flugzeuge vor und während des Ersten Weltkriegs entweder Eindecker oder Doppeldecker. Anfang 1917 führte der englische Flugzeughersteller Sopwith jedoch einen Dreidecker ein, welcher aus der kleinen, beweglichen Sopwith Pup entwickelt worden war. Diese Sopwith Triplane übernahm das einzelne Maschinengewehr und die allgemeinen Linien der Pup, hatte jedoch einen stärkeren 110-PS-Umlaufmotor zusammen mit einer neuen Dreidecker-Flügelzelle. Zwar war das Flugzeug etwas zerbrechlich und nur in geringen Zahlen verfügbar, trotzdem war die Sopwith Triplane eine unangenehme Überraschung für die zu diesem Zeitpunkt dominierenden Albatros-Piloten. Dies hatte die Ursache darin, dass das neue britische Jagdflugzeug als einziges aller alliierten Flugzeuge den Albatros-Jäger in Steigleistung und Beweglichkeit überlegen war und dabei etwa die gleiche Höchstgeschwindigkeit erreichte. Trotz der allgemeinen deutschen Luftüberlegenheit im Frühjahr 1917, führte das Auftreten der Sopwith Triplane bei ihren deutschen Gegnern dazu, dass diese dem Dreidecker eine angeborene Überlegenheit gegenüber dem Zweidecker-Konzept nachsagten. Tatsächlich ist es aber so, dass die Zweidecker-Konfiguration ein natürlicher und besserer Kompromiss aus Stabilität, Stärke, Gewicht und Aerodynamik ist als der Dreidecker, welcher zu viel Luftwiderstand bietet. Die leichte, bewegliche Sopwith Triplane hatte letztlich nur einen zufälligen Höhepunkt des Dreidecker-Potentials erreicht, was zum ‘Dreidecker-Wahn’ in ganz Deutschland und auch Österreich-Ungarn führte. So verlangten die deutschen Verantwortlichen, gefolgt von ihren Kollegen in Österreich-Ungarn, von ihren Flugzeugherstellern Dreidecker-Jagdflugzeuge zu entwickeln. Dies führte zu einem Überfluss von neuen Flugzeugentwürfen, von denen fast alle niemals an der Front eingesetzt wurden, was eine erhebliche Verschwendung an Arbeitszeit der Flugzeug-Ingenieure bedeutete. Letztlich sind nur zwei deutsche Dreidecker-Jagdflugzeuge gebaut worden. Einer davon war die Pfalz Dr.I, wobei das ‘Dr’ immer für Dreidecker steht, von der nur zehn Stück gebaut wurden und von denen es einige Fotografien beim Jasta 73 gibt. Allerdings kann ein Kampfeinsatz nicht nachgewiesen werden. Das andere Flugzeug war der Fokker-Dreidecker, welches vor allem durch den Roten Baron, Manfred von Richthofen, berühmt wurde – und der auch in einem dieser Flugzeuge abgeschossen wurde und ums Leben kam. In vielen Bereichen ist der Fokker-Dreidecker ein Paradox. Das Flugzeug erschien genau zu einer Zeit, als die deutschen Albatros-, Roland- und Pfalz-Jäger den alliierten Typen unterlegen waren und so wurde der neue Jäger von den deutschen Piloten herzlich begrüßt. Anfangs gab es zwar strukturelle Fehler, aber die Probleme wurden schnell behoben. Obwohl das Flugzeug langsam war, wurde der Fokker-Dreidecker das bevorzugte Flugzeug vieler deutscher Jagdflieger. Dies lag an seiner hervorragenden Steigleistung und Manövrierfähigkeit, die es Ideal für enge Kurvenkämpfe mit deftigen Fliehkräften machten. Dazu hatte es die standardmäßigen zwei synchronisierten Maschinengewehre und nach Überwindung der Probleme bei der Qualitätskontrolle war es ein robustes Flugzeug. Obwohl dies manchmal behauptet wurde, war die Fokker Dr.I keine Kopie der Sopwith Triplane und hatte – abgesehen von den drei Flügeln – keine Gemeinsamkeiten mit dem britischen Entwurf. Zwar hatte der Fokker-Dreidecker nicht genügend Geschwindigkeit, jedoch konnte er zumindest seine Gegner bei Steigleistung und Manövrierfähigkeit übertreffen, während zu diesem Zeitpunkt die Albatros-Jäger nirgends mehr einen Vorteil hatten. Letztlich führte der höhere Luftwiderstand dazu, dass sich die Flugzeugkonstrukteure wieder von der Dreidecker-Konfiguration abwendeten. So wurde die Sopwith Triplane durch den Doppeldecker Sopwith Camel ersetzt, welche zwar keine bedeutend bessere Leistung hatte, jedoch viel robuster war und zwei Maschinengewehre hatte. Und auch die Fokker Dr.I wurde zum schnelleren Fokker D.VI-Doppeldecker weiterentwickelt. Jedoch stellte sich die Fokker D.VII mit den wassergekühlten Mercedes- oder BMW-Motoren als stärkeres Jagdflugzeug heraus, sodaß der Bau der Fokker D.VI nur sehr begrenzt war. Geschichte der Fokker Dr.I Wie schon erwähnt, was der Eindruck, den der britische Sopwith Triplane Dreidecker bei den führenden Kreisen des deutschen Militärs und der Luftfahrt hinterließ, derartig gewaltig, dass nicht weniger als vierzehn deutsche und österreich-ungarische Flugzeughersteller ihren eigenen Entwurf eines Dreideckers entwickelten. Es hatte offensichtlich ganz den Anschein, als wenn die magische Formel für den Erfolg im Luftkampf nun bei den Dreideckern liegen würde. Die meisten dieser Hersteller begannen mit ihren Entwürfen, nachdem einer der britischen Dreidecker im Juli 1917 erbeutet und inspiziert worden war. Damit begannen diese jedoch mit ihren Entwürfen ein gutes Stück nach Anthony Fokker, welcher eine Sopwith Triplane bereits im April 1917 an der Westfront in Aktion gesehen hatte. Es wurde oft behauptet, dass die Fokker Dr.I eine Kopie der Sopwith Triplane gewesen wäre, aber Reinhold Platz, der die Fokker-Maschine auf Wunsch seines Arbeitgebers entwarf, hatte niemals das britische Flugzeug gesehen und war eigentlich auch nicht von dessen Vorzügen überzeugt. Das Gerücht der Kopie hatte offensichtlich seinen Ursprung, als eine Fokker Dr.I von den Alliierten erbeutet werden konnte. Dazu schrieb ein gewisser M. Lagorgette in der ersten März-Ausgabe 1918 der französischen Zeitschrift L’Aerophile mehr oder weniger das folgende: Der feindliche Dreidecker ist im Effekt eine Kopie der Sopwith Triplane. Die Ähnlichkeit der beiden Flugzeuge ist sehr groß und es gibt bei beiden die gleichen Unterschiede zu den gewöhnlichen Jagdflugzeugen, da die Flügel bei beiden in gleicher Weise angeordnet sind, jedoch die Form und Dimensionen sich erheblich unterscheiden … Das Besondere an der Maschine ist jedoch, dass es keine Kabel oder irgend eine andere Form der Verspannung der Flügel gibt … Die Kontrollen sind wie bei den üblichen Fokker-Typen … Der Motor ist ein Oberursel-Umlaufmotor mit 100 oder 110 PS, was praktisch ein nachgebauter französischer Le Rhone ist … Die Bewaffnung besteht aus zwei starren Spandau-Maschinengewehren, welche zusammen oder einzeln abgefeuert werden können. Sie werden durch den Motor angetrieben und werden durch Boden-Kabel kontrolliert … Trotz Bedenken über die Leistungsfähigkeit des Dreidecker-Konzepts baute Reinhold Platz einen Prototyp, der als mehr …

  • Flugzeug fliegt über Admiral Hipper

    Schwere Kreuzer Hipper-Klasse: Admiral Hipper, Blücher, Prinz Eugen. Entwurf, Geschichte, Einsätze, Spezifikationen, Bilder und 3d-Modell der deutschen Kreuzer aus dem Zweiten Weltkrieg. Hipper-Klasse (3 Schiffe: Admiral Hipper, Blücher, Prinz Eugen) Typ: Schwerer Kreuzer. Geschichte: Der Versailler Vertrag verbot den Bau deutscher schwerer Kriegsschiffe. Jedoch wurde 1935 der deutsch-engli­sche Flottenvertrag ratifiziert, welcher es der Kriegsmarine erlaubte, bis zu 35 % der Tonnage der britischen Royal Navy in der entsprechenden Kriegsschiffs-Klasse zu bauen. Dadurch konnte das Deutsche Reich fünf Kreuzer entsprechend des Washingtoner Vertrags bauen. Diese wurden unter der Bezeichnung Hipper-Klasse von 1935 bis 1936 auf Kiel gelegt. Allerdings war die deutsche Kriegsmarine mehr an der Konstruktion kampfstarker Kriegsschiffe als an der Einhaltung irgendwelcher interna­tionaler Vertragsbestimmungen interessiert. Die vertragliche Grenze von 10.160 Tonnen wurde von den Schiffen der Hipper-Klasse jedenfalls deutlich überschritten. Gleichzeitig mit dem Entwurf der Bismarck-Klasse wurde 1934 auch mit dem der neuen schweren Kreuzern begonnen. Der etwas abenteuerliche Einsatzzweck der Hipper-Klasse war ursprünglich, die schweren Kreuzer der französischen Marine in Schach zu halten, um den Franzosen die Möglichkeit zu nehmen, Truppen und Nachschub über das Mittelmeer von Französisch-Nordwestafrika nach Südfrankreich zu transportieren. Admiral Hipper und Blü­cher, welche zuerst fertiggestellt wurden, hatten noch einen geraden Steven und den kap­penlosen Schornsteinen, wie er für deutsche Kriegsschiffe aus der Anfangszeit des Zweiten Weltkriegs typisch war. Beim dritten Schiff Prinz Eugen war der Steven verlängert und der Schorn­stein erhielt einen Aufsatz. Dies wurde auch nachträglich bei Admiral Hipper geändert, während Blü­cher vor ihrem geplanten Umbau beim Unternehmen Weserübung im Oslo-Fjord versenkt wurde. Zusätzlich gehörten zu den Umbaumaßnahmen zwei weitere Flak-Richtgeräte, welche zusätzlich an Bord kamen. Bei Prinz Eugen war dies alles von Anfang an berücksichtigt worden und sie hatte vier Flak-Richtgeräte, den Schornsteinaufsatz sowie ausladenden Vorsteven mit längerem Schiffsrumpf. Jedes Schiff der Klasse verfügte über Bug- und Seitenwülste, eine schlagkräftige Torpedobewaffnung und ein passives Bugsonar. Ihr Entwurf erfolgte, als die meisten anderen Marinen schon keine Kreuzer mehr mit einer Bewaffnung aus 20,3-cm-Geschützen konstruierten. Daher waren sie in vielen Bereichen besser als die meist vorhandenen Schiffe dieser Art und waren auch den älteren, entsprechend den Washingtoner Verträgen konstruierten, französischen Kreuzer überlegen. Allerdings mit der zwar kleineren, aber besser geschützten französischen Algerie wäre der Ausgang eines Gefechtes fraglich gewesen. Die Baltimore-Klasse der US-Marine, welche allerdings erst während des Zweiten Weltkrieges von 1941 bis 1943 auf Kiel gelegt wurde, hatte eine stärkere Bewaffnung, dickere Panzerung sowie ein zusätzliches Flugzeug bei etwa gleicher Wasserverdrängung und war damit eindeutig besser. Bei der Hipper-Klasse schränkte vor allem aber der relativ geringe Fahrbereich und die unzuverlässigen Maschinen ihre Verwendung als Handelszerstörer ein. Nur durch ein weit verzweigtes, schon vor Kriegsausbruch eingerichtetes Netz aus deutschen Versorgungsschiffen und Tankern, waren weiträumigere Operationen denkbar. Allerdings waren sie zu dieser Zeit durchaus kampfkräftige Schiffe, welche auch beim unabhängigen Einsatz eine starke Hauptartillerie zum Einsatz bringen konnten. Beim Unternehmen Rheinübung erzielte Prinz Eugen noch vor dem Schlachtschiff Bismarck Treffer auf dem britischen Schlachtkreuzer Hood. Dazu kam noch eine hervorragend geleitete Flugabwehr-Bewaffnung. Im Anschluss an den Hitler-Stalin-Pakt von 1939 beabsichtigte die deutsche Führung, die Prinz Eugen und die zwei noch nicht fertiggestellten schweren Kreuzer der Hipper-Klasse an die Rote Flotte abzugeben, um dafür im Austausch Rohstoffe und kriegswichtiges Material von der Sowjetunion zu erhalten. Letztlich wurde aber nur die am geringsten fertiggestellte Lützow nach Leningrad geschleppt, während Prinz Eugen ent­wurfsgemäß in Dienst gestellt wurde und Seydlitz zum Flugzeugträger umgebaut werden sollte. Admiral Hipper in der Barents-See Der schwere Kreuzer Admiral Hipper nahm an Operationen in der Barents-See und im Atlantik teil. Am 30. Dezember 1942 war das Schiff, zusammen mit dem ehemaligen Panzerschiff Deutschland und zwischenzeitlich als Schweren Kreuzer Lützow klassifiziert, an der Schlacht in der Barentssee beteiligt. Nachdem der Arktis-Konvoi PQ-17 vernichtet wurde und auch der nachfolgende Geleitzug PQ-18 schwere Verluste erlitten hatte, wurden die Konvois nach Nord-Russland für eine Weile ausgesetzt. Anschließend gab es eine neue Konvoi-Bezeichnung und Taktik, bei welcher der große Konvoi mit den Code-Buchstaben JW westlich von Norwegen in zwei Teile aufgespalten wurde, damit diese jeweils einfacher zu befehligen und zu verteidigen waren. Die Eskorte aus zusätzlich zwei britischen Kreuzern und zwei Zerstörern sicherte erst den Teilkonvoi JW-51A, welcher ohne Verluste durchkam und lief anschließend zu JW-51B zurück, welcher durch sechs Zerstörer eskortiert wurde. Zusätzlich zu diesen Eskorten stand noch eine Ferndeckung aus einem Schlachtschiff, einem Kreuzer und drei Zerstörern weiter westlich. Ein deutsches U-Boot entdeckte jedoch JW-51B und meldete die Position. Daraufhin wurden den schweren Kreuzern Admiral Hipper und Lützow mit je drei Zerstörern der Befehl zum Auslaufen aus dem Altafjord für den 30. Dezember 1942 um 18 Uhr gegeben. Admiral Hipper hatte den Auftrag, die Konvoi-Sicherung auszuschalten, während Lützow den Konvoi vernichten sollte. Admiral Hipper sichtete JW-51B am nächsten Morgen, wurde aber vom britischen Geleitschutz rechtzeitig entdeckt, welcher eine Nebelwand vor den Konvoi legte. Da fünf der sechs britischen Zerstörer angriffen, drehte der deutsche Kreuzer ab. Zwischenzeitlich liefen jedoch die drei deutschen Zerstörer auf den Konvoi zu, sodass zwei der britischen Zerstörer zu diesem zurückgeschickt wurden. Nun drehte auch Admiral Hipper wieder ein und beschädigte den britischen Zerstörer Onslow schwer, zog sich dann aber wieder zurück. Zwischenzeitlich hatte die britische Kreuzer-Sicherung das Gefecht bemerkt und lief darauf so schnell wie möglich zu. Aber zum gleichen Zeitpunkt erschien Lützow auf der anderen Seite des Konvois, wo sich keine britischen Zerstörer mehr befanden. Da Kapitän Stange auf der Lützow keine Ahnung hatte, wer da vor ihm war, drehte er wieder ab. Jetzt drehte Admiral Hipper noch einmal ein und versenkte den Zerstörer Achates, bevor sie wieder abdrehte. Dieses Manöver führte dazu, dass sie zwischen die herankommenden zwei britischen Kreuzer mit ihren zwei Zerstörern und die verbliebenen vier Zerstörer von JW-51B geriet. Admiral Hipper erhielt drei Treffer, bevor die drei deutschen Zerstörer den Abbruch erzwangen, von denen allerdings einer dabei versenkt wurde. Zwischenzeitlich eröffnete Lützow nun doch auf der anderen Seite das Feuer auf den Konvoi, aber durch die Nebelwand der Zerstörer gelang kein Treffer. Nach dem Gefechtsbeginn um 9:15 Uhr brachen die deutschen Schiffe den Kampf um 12:00 Uhr ab und liefen zu ihrer Basis zurück. Obwohl der deutsche Verband mehr …

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