Kriegstagebuch 4. Mai 1917


Französischer Infanterie-Angriff
Französischer Infanterie-Angriff während der Nivelle-Offensive.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 4. Mai 1917:

Westfront


Deutschland: Alle 52 deutschen Reserve-Divisionen vom 1. April wurden eingesetzt. Die Alliierten haben noch 30 frische Divisionen.
Aisne: Das französisch XVIII. Korps nimmt Craine und Gräben an einem 5 km langen Frontabschnitt nordwestlich von Reims.
Frankreich: Interalliierte Konferenz in Paris bis zum 5. Mai. Haig und die französische Kommandeure sind einstimmig damit einverstanden, weiterhin mit Offensiven mit begrenzten Zielen fortzufahren, um zu verhindern, dass sich die Deutschen von ihren Verlusten von der Zweiten Aisne- und Arras-Schlachten erholen und in Russland und Italien losschlagen. Allerdings wird das BEF die Hauptlast bei den Angriffen tragen müssen.

Seekrieg

Atlantik: 6 US-Zerstörer (Commander Taussig) kommen in Queenstown (Südirland) an.
Westliches Mittelmeer: U 63 versenkt den nach Ägypten laufenden britischen Truppentransport Transylvania (413 Tote) im Golf von Genua, aber die restlichen ca. 3.000 Mann Truppen können durch den eskortierenden japanischen Zerstörer Matsu gerettet werden.

Luftkrieg

Palästina: 5 deutsche Flugzeug bombardieren das Hauptquartier des EEF bei Deir-el-Balah (30 Opfer). Das Royal Flying Corps bombardiert Beerscheba am 10. Mai.

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  • B-25J Mitchell Angriffsbomber.

    Bester mittlerer Bomber des 2. Weltkriegs und Angriffsbomber North American B-25 Mitchell und der Doolittle-Raid. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. North American B-25 Mitchell. Typ: Mittlerer Bomber und Angriffsbomber. Geschichte B-25 Mitchell: Am 18. April 1942 starteten 16 speziell modifizierte zweimotorige Bomber vom amerikanischen Flugzeugträger Hornet rund 1.300 Kilometer vor der japanischen Küste. So begannen eine der spektakulärsten und kühnsten Missionen des Pazifik-Krieges, dem ersten Bombenangriff auf Tokio. Unter dem Befehl von James H. Doolittle gelang es den 16 Bombern ihre Mission trotz ungünstiger Bedingungen durchzuführen. Das Wetter war schlecht, die Flugzeuge mussten in geringer Höhe anfliegen, um der vorzeitigen Entdeckung durch den Gegner zu entgehen und schließlich musste der Treibstoffverbrauch so gering wie möglich gehalten werden, damit die B-25 Mitchell nach dem Überfall noch die improvisierten Landebahnen in China erreichen konnten. Die propagandistischen und moralischen Auswirkungen dieses Angriffs überwogen bei weitem den tatsächlichen Schaden und zwangen die Japaner, sich über ihre bisher angenommen Unverwundbarkeit der Heimat Gedanken zu machen. Dieser Überfall war vermutlich der berühmteste Einsatz der North American B-25 Mitchell, einem der besten mittleren Bomber des Krieges. Mehr als 11.000 wurden zwischen 1940 und 1945 in mehreren Versionen (einschließlich Aufklärer, Transporter, Trainer) gebaut. Etwas mehr als 9.800 sahen Einsätze mit der US Army und Navy Air Force. Der Rest ging unter Lend-Lease an Großbritannien, die Commonwealth-Länder und die Sowjetunion. Russland alleine erhielt fast 900 B-25 Mitchell. Benannt wurde das Flugzeug nach General William ‘Billy’ Mitchell, dem Mann, der die Behörden bereits 1920 drängte, sich auf die Luftmacht zu konzentrieren, und dessen Engagement für diese Sache ihm 1925 ein Kriegsgerichts-Verfahren wegen Ungehorsam einbrachte. Dazu wurde der mittlere Bomber von einer Firma entwickelt, die bisher keine Erfahrungen im Bau von zweimotorigen Flugzeugen, Bombern oder Hochleistungsflugzeugen hatte. Trotzdem war das Ergebnis so überragend, dass die B-25 Mitchell oft als bestes Flugzeug in der Klasse der mittleren Bomber des Zweiten Weltkriegs bezeichnet wird und in größeren Stückzahlen als jedes andere amerikanische Kampfflugzeug mit zwei Motoren gebaut wurde. Das Konstruktionsteam unter Lee Atwood und Ray Rice brachte zunächst die NA-40 mit Twin-Wasp-Motor heraus. Dieses ursprüngliche Projekt wurde 1938 begonnen, aber der Prototyp ging im März 1939 bei einem Flugzeugunfall verloren. Die Techniker und Ingenieure bei der Firma North American setzten aber die Arbeiten an dem Entwurf fort, waren jedoch gezwungen, wegen neuer Spezifikation-Forderungen – darunter eine Verdoppelung der Bombenzuladung auf 1.089 kg – ein stärkeres und stromlinienförmiges Flugzeug zu bauen. Sechs Monate später stellten sie die veränderte Version NA-62 fertig. Das US-Army Air Corps bestellte von der NA-62 direkt vom Reißbrett 184 Flugzeuge. Der Prototyp der B-25 Mitchell stieg am 19. August 1940 erstmals in die Luft auf. Anschließend mussten noch einige strukturelle Veränderungen vorgenommen werden, um leichte Tendenzen von Instabilität zu beseitigen, bevor 24 Exemplare der ersten Baureihe produziert werden konnten. Nach den ersten 24 B-25, folgten 40 Maschinen der Baureihe B-25A mit Panzerung und selbstdichtenden Tanks. Die Abwehrbewaffnung bestand aus einem 12,7-mm MG im engen Heck und einzelnen 7,62-mm MG im Bug und aus den Seitenfenstern. Die Bombenladung betrug 1.361 kg. Diese Flugzeuge wurden 1941 an die erste Einheit (17. Bomber-Gruppe), welche den Flugzeugtyp in Dienst stellt, ausgeliefert. Anschließend wurden 119 B-25B, 1.619 B-25C und 2.290 B-25D gebaut. Diese Versionen hatten eine schwerere Bewaffnung und es wurde ein Rückenturm und Bauchturm zur Selbstverteidigung hinzugefügt. So verfügte die B-25B über ein Zwilllings-12,7-mm-MG im elektrisch angetriebenen Rückenturm und eine einziehbare Bodenwanne, wobei auf den Heckstand verzichtet wurde. Am 18. April 1942 starteten 16 B-25B unter Lt-Col. Jimmy Doolittle vom Flugzeugträger Honet aus über 1.290 km Entfernung zu ihrem Angriff auf Tokio. Mit zusätzlichen Tanks, äußeren Waffenaufhängungen und weiteren Zusatzausrüstungen wurde hieraus die B-25C. Doolittle-Raid Als die Japaner im ganzen Pazifik immer noch weiter vordrangen und die letzte amerikanische Inselfestung Corregidor vor Manila auf den Philippinen kurz vor dem Fall stand, arbeitete Oberstleutnant (Lieutenant-Colonel) J.H. Doolittle von der USAAF bereits an einem Gegenschlag und Vergeltung für Pearl Harbor.   Dazu sollten 16 mittlere Bomber vom Typ B-25 Mitchell etwa 1.050 Kilometer vor Tokio vom Flugzeugträger Hornet starten und nach dem Bombenabwurf über der japanischen Hauptstadt in unbesetzte Gebiete in Ost-China weiterfliegen, wo provisorische Flugfelder angelegt wurden. Für einen Rückflug war einerseits die Reichweite nicht ausreichend und andererseits die Landung auf einem Flugzeugträger auf hoher See mit den großen Flugzeugen praktisch ausgeschlossen. Da die Flügel der B-25 sich nicht einklappen ließen, mussten die Flugzeuge auf dem Deck des Trägers abgestellt werden, wo sie dem Wetter und der See ausgesetzt waren. Der Anmarsch der amerikanischen Kampfgruppe blieb jedoch nicht unentdeckt, da schon am Morgen des 18. April 1942 ein japanisches Vorpostenboot den Träger Hornet sichtete und noch vor seiner Versenkung einen Funkspruch absetzen konnte. Deshalb wurden Doolittle und seine Besatzungen gezwungen, trotz des schlechten Wetters und dem risikoreichen Stampfen des Trägers während der Starts und in einer Entfernung von 1.300 Kilometern bis Tokio den Angriff umgehend zu beginnen. Die amerikanischen Piloten waren jedoch Profis und obwohl noch nie einer von ihnen mit einer B-25 zuvor von einem Flugzeugträger gestartet war, gelang allen mit einer Portion Glück der Start. Unter normalen Umständen wäre eine voll beladene B-25 niemals in der Lage gewesen, von dem kurzen Deck eines Flugzeugträgers zu starten, da sie auf dieser Strecke nicht die nötige Startgeschwindigkeit erreichen konnte.   Der amerikanische Flottenverband mit Hornet und dem sichernden Flugzeugträger Enterprise drehte anschließend sofort ab und lief mit Höchstgeschwindigkeit nach Hawaii zurück. Von den B-25 Mitchell konnten dreizehn ihre Bomben über Tokio abwerfen, während jeweils eine Maschine Osaka, Nogoja und Kobe angriff. Die Gesamtmenge von 16 Tonnen Bomben wurde dabei abgeworfen. Vor dem Eintreffen der amerikanischen Bomber wurde in Japan zufällig gerade eine große Luftschutz-Übung abgehalten, sodass man die B-25 als Nachzügler des vorgetäuschten Scheinangriffes hielt. Deshalb setzte Flak- und Jagdabwehr zu spät ein und Doolittle und seine Besatzungen konnten unbehelligt in Richtung China weiterfliegen. In China war dann jedoch das Wetter schlecht und die 80 Mann der Bomberbesatzungen konnten ohne Bodensicht nur per Fallschirm abspringen. Dabei kamen fünf Mann ums Leben und acht wurden von den Japanern geschnappt. Diese wurden als mehr …

  • Altmark im Jössingfjord

    Unternehmen Weserübung, die Invasion von Norwegen und Dänemark im April 1940 durch deutsche See-, Land- und Luftstreitkräfte. Elf Schiffsgruppen bildete die Kriegsmarine für die Invasion von Dänemark und Norwegen. Sie sollten unter anderem Narvik, Trondheim, Bergen, Kristiansand, Oslo, Nyborg und Kopenhagen anlaufen. Zur Sicherung der Operationen waren 2 Schlachtkreuzer, 3 Schwere und 4 Leichte Kreuzer, 14 Zerstörer, 31 U-Boote und viele kleinere Schiffe eingesetzt. Sie mussten überfallartig auftauchen, da sie einer offenen Seeschlacht mit der britischen Marine keinesfalls gewachsen waren. Ursprung des Unternehmen Weserübung Im engen Zusammenhang mit der geplanten deutschen Offensive im Westen, welche ursprünglich nur eine begrenzte Operation zur Eroberung der Niederlande, Belgiens und Nordost-Frankreichs sein sollte, stand das Unternehmen Weserübung zur Erlangung der Kontrolle über Norwegen und dessen Verbindungsstück Dänemark. Zu diesem Zeitpunkt gab es auch bei den Alliierten eine Diskussion über eine Operation in Skandinavien und die zentrale Figur des deutschen Plans war Großadmiral Raeder, welcher für seine Rolle dabei später im Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozess belangt wurde. Bereits im Oktober 1939 gab es in Kreisen der deutschen Marine eine Diskussion über die Notwendigkeit, Marinestützpunkte zum Kampf gegen Großbritannien zu erlangen. Dabei wurden Stützpunkte bei Murmansk, an der norwegischen Küste – vorzugsweise bei Trondheim – und an der französischen Atlantikküste in Erwägung gezogen. Da der Generalstabschef des Heeres, Halder, Bedenken hatte, dass die deutschen Armeen die französische Atlantikküste schnell erreichen können, verstärkte dies das Interesse der Marine an Norwegen. So besprach Admiral Raeder diese Frage mit Hitler bereits im Oktober 1939. Raeder führte aus, um so brutaler Deutschland den Seekrieg führen werde, um so schneller wäre der gesamte Krieg vorüber. Ein daraus resultierender, möglicher Konflikt mit den USA sollte den Seekrieg nicht einschränken, denn wenn der Krieg länger dauert, dann würden diese sowieso daran teilnehmen. Die Sowjets boten zwar einen Stützpunkt bei Murmansk an, aber eine Basis bei Trondheim in Norwegen wäre zu bevorzugen. Das ursprüngliche Konzept von Unternehmen Weserübung richtete sich also gegen Großbritannien, wenn auch die Besetzung von Norwegen zusätzlich die deutschen Eisenerz-Importe aus Schweden sichern würde. Diese liefen nämlich im Winter, wenn der Bottnische Meerbusen zugefroren war, über die Erzbahn nach Narvik, von wo sie per Schiff der norwegischen Küste entlang nach Süden transportiert wurden. Der zunächst vor dem großen Risiko zögernde Hitler richtete Anfang 1940 dann doch sein Augenmerk auf Skandinavien, wo die wichtigen deutschen Erzlieferungen aus Schweden über den norwegischen Erzhafen Narvik abgewickelt wurden. Die drohende Gefahr einer alliierten Landung in Skandinavien zur Unterstützung Finnlands im Kampf gegen die Sowjetunion bei gleichzeitiger Unterbindung der deutschen Erzlieferungen wurde durch den britischen Überfall in norwegischen Gewässern auf das deutsche Versorgungsschiff Altmark am 16. Februar 1940, welches mit britischen Gefangenen des Panzerschiffs Graf Spee nach Deutschland unterwegs war, nur zu offensichtlich. Vorbereitung des Unternehmen Weserübung Bei ihren Vorbereitungen nutzten die Deutschen auch Unterstützung aus norwegischen Regierungskreisen. Diese wurde von einem Mann angeführt und symbolisiert, der dem Konzept der Kollaboration und dem Verkauf seines eigenen Landes an die Gnade eines Eroberers seinen Namen geben sollte. Vidkun Quisling war eine Person mit enormen Eitelkeiten, Machtansprüchen und gleichzeitig großer Dummheit. Dieser Führer der norwegischen Sympathisanten des Nationalsozialismus hatte lange Zeit Kontakt mit dem außenpolitischen Büro der NSDAP unter Alfred Rosenberg und wurde teilweise von ihm finanziert. Er wurde jetzt mit Admiral Raeder in Kontakt gebracht, dem Initiator des Plans zur Besetzung Norwegens. Quisling forderte die Deutschen auf, so schnell wie möglich zu handeln und tat als ehemaliger Kriegsminister Norwegens, was er tun konnte, um militärische Informationen weiterzugeben, die helfen konnten, Norwegen so leicht wie möglich zu erobern. Quislings Rolle als Verräter seines Landes erwies sich für seine deutschen Verbündeten als ein wenig hilfreicher Segen. Er war in Norwegen so unpopulär, dass eine intensivere deutsche Unterstützung von ihm die Entschlossenheit der meisten Norweger gegen den Eindringling Widerstand zu leisten, zweifellos verstärkt hätte. Aber an einer Stelle war seine Hilfe vonnöten. Narvik war ein Schlüsselpunkt in der gesamten deutschen Operation, da es der am weitesten entfernteste und gefährdete Punkt von Deutschland aus war und schwierig für die Kriegsmarine zu erreichen. Der Befehlshaber der dortigen norwegischen Garnison war zufällig ein Quisling-Anhänger, welcher sich umgehend den deutschen Truppen ergeben würde. Diese sollten in erster Linie auf zehn schnelle Zerstörer herangebracht werden, die diese Strecke nicht ohne Absicherung, Versorgung und Betankung zurücklegen konnten. Die dafür notwendige Hilfe wurde wiederum von Deutschlands anderem Unterstützer bei dem wagemutigen Vordringen in arktische Gewässer zur Verfügung gestellt: der Sowjetunion. Ein spezielles Wartungs- und Versorgungsschiff, der Tanker Jan Weilern, war zuvor zur ‘Basis Nord’, dem deutschen Marinestützpunkt in der Bucht von Zapadnaya Litsa bei Murmansk, entsandt worden. Sobald der Beginn der Invasion von Norwegen für den 9. April festgelegt wurde, lief das Schiff von dort nach Narvik aus, wo es die deutschen Zerstörer traf und betankte. Nachdem die Royal Navy die deutschen Kriegsschiffe in Narvik zerstört hatte, wurde auch die Jan Weilern versenkt, aber sie hatte ihre entscheidende Rolle dabei gespielt, die Eroberung Norwegens zu ermöglichen. Als sich das nahende Ende des russisch-finnischen Winterkrieges ankündigte, welches eine Intervention der Alliierten in Skandinavien unwahrscheinlich machen würde, begannen einige deutsche Offiziere Zweifel an der geplanten Unternehmung gegen Norwegen und Dänemark zu äußern. Selbst in der Kriegsmarine scheint es in letzter Minute Vorbehalte gegeben zu haben, vielleicht verstärkt durch das Wissen, dass die inzwischen in den deutschen Offensivplänen im Westen vorgenommenen Veränderungen den Zugang zu den erhofften, besser geeigneten Stützpunkten an der französischen Küste versprachen. Diese Zweifel wurden von dem deutschen Botschafter in Norwegen bekräftigt, die zuversichtlich war, dass Norwegen seine Neutralität wahren und die Alliierten diese nicht verletzen würden. Raeder glaubte aber immer noch an das Unternehmen Weserübung, wie er Hitler am 26. März sagte. Hitler hatte sich bereits entschieden und würde nun nicht mehr zurückweichen. Wie er den Befehlshabern zum bevorstehenden Unternehmen auf einer Abschlusskonferenz am 1. April erklärte, würde das große Wagnis dieser Operation auch zugleich deren Erfolg sichern. Für den Krieg mit England war der entscheidende Schlüssel der künftige Zugang Deutschlands zu den Ozeanen. Frankreich war schwach und die deutsche Luftwaffe den britischen und französischen Luftstreitkräften überlegen. Mussolini in Italien machte sich bereit, bei Gelegenheit sich der mehr …

  • Von Deutschland ausgebildete und ausgerüstete Soldaten der national-chinesischen Armee von Tschiang Kai-schek.

    Die chinesischen Streitkräfte von 1937 bis 1941: national-chinesische Armee und Waffen, Luftwaffe, Marine und Kommunisten.   Die Annexion von Mukden am 19. September 1931 markierte den Auftakt einer sich steigernder japanischen Aggression gegen China und von 1937 an gab es einen offenen Krieg. Die ungeordneten chinesischen Truppen waren der japanischen Armee auf dem Schlachtfeld nicht gewachsen, aber entschlossener Widerstand verhinderte den völligen Zusammenbruch. Schon die Größe von China schloss einen japanischen militärischen Sieg aus und obwohl die national-chinesische Regierung gezwungen war, alle wichtigen industriellen Gebiete aufzugeben und sich in eine neue Hauptstadt Tschungking zurückzuziehen, setzte sie den Kampf fort und band im Bündnis mit den kommunistischen Streitkräften von Mao Tse-tung eine große Anzahl japanischer Truppen. Stärke und Organisation  der  National-chinesische Armee Bei Ausbruch des Japanisch-Chinesischen Krieges im Juli 1937 wurde die national-chinesische Armee auf rund 1,7 Millionen Mann erweitert. Die offizielle Kriegsgliederung auf dem Papier umfasste 182 Infanterie-Divisionen, 46 unabhängige Brigaden, 9 Kavallerie-Divisionen, 6 unabhängige Kavallerie-Brigaden, 4 Artillerie-Brigaden und 20 unabhängige Artillerie-Regimenter. Eine Division hatte auf dem Papier 2 Infanterie-Brigaden zu jeweils 2 Regimenter, ein Artillerie-Bataillon oder Regiment, ein Pionier- und Nachschubbataillon, ein kleine Nachrichten-, Ambulanz- und Transport-Einheit. In der Praxis variierte die Bereitstellung der Unterstützungs- und Hilfseinheiten jedoch stark von Division zu Division, ebenso wie ihre Truppenstärke. Die durchschnittliche Stärke der zuvor beschriebenen Divisionsgliederung belief sich auf etwa 9.000 bis 10.000 Mann, dies traf aber nur für die ersten zehn von Deutschland ausgebildeten Divisionen aus dem Jahr 1937 zu. Die Masse der Divisionen, sowie die neu oder nur vorübergehend aufgestellten Verbände, hatten durchschnittlich nur 5000 Soldaten. Unabhängige Brigaden hatten etwa 4500 Mann, während neue und vorübergehend aufgestellte Brigaden vielleicht etwa 3000 Mann stark waren. China war im Jahre 1937 immer noch ein zutiefst gespaltenes Land und die KMT-Regierung konnte sich nicht auf alle ihre nominellen Streitkräfte zugleich verlassen. Rebellionen und andere Vorfälle von Untreue bei verschiedentlichen seiner regionalen militärischen Befehlshaber während der 30er Jahre hatten bei Tschiang Kai-schek einen großen Teil seiner Truppen verdächtig gemacht. Die zuverlässigsten und von daher am besten ausgerüsteten Soldaten von Tschiang Kai-schek waren daher die 380.000 Mann seiner eigenen, vor 1934 aufgestellten Armee. Die meisten von diesen waren von deutschen Soldaten ausgebildet worden. Sie wurden von Absolventen der Whampoa-Militärakademie in Kanton kommandiert, welche Tschiang Kai-schek 1924 selbst geleitet hatte, um ein politisch zuverlässiges Offizierkorps für die KMT-Armee zu schaffen. Weitere 520.000 Mann gehörten Einheiten an, welche seit jeher treu zu Tschiang Kai-schek standen, wenn sie auch nicht vom ihm aufgestellt worden waren. Dieser harte Kern gab ihm etwa 900.000 Mann, auf die sich die KMT-Regierung verlassen konnte. Abgesehen von diesen Armeen gab es noch eine andere Kategorie von sogenannten halb-autonomen Provinz-Truppen, die manchmal für die Interessen der KMT-Regierung mobilisiert werden konnten. Zusammen vielleicht noch etwa 300.000 Mann stark, verteilt über die Provinzen Suiyuan, Schanssi und Shangtung im Norden und Kwangtung im Süd-Osten. Der Rest der national-chinesischen Armee bestand aus Truppen, angeführt von Kommandeuren welche gegenüber Tschiang Kai-schek zwar keine wirkliche Loyalität empfanden, aber bereit waren, neben ihm gegen den gemeinsamen Feind Japan zu kämpfen. Die Kampfkraft dieser Verbände von fraglicher Loyalität schwankte von sehr gut bis sehr schlecht. Zum Beispiel wurden die 80.000 Soldaten und 90.000 Milizionäre der südlichsten Provinz Kwangsi gut geführt und waren gut ausgerüstet, ausgebildet und diszipliniert, während die 250.000 Soldaten von Szechuan im Süd-Westen als die am schlechtesten ausgebildeten und ausgerüsteten beschrieben wurden, die meisten von ihnen undiszipliniert und die treulosesten aller national-chinesischen Truppen. Zersetzt von Verlusten, vor allem unter dem vor Kriegsbeginn 1937 ausgebildeten Offizierskorps, und mit nur wenig Nachschub versehen, waren die meisten dieser Formationen unter der Sollstärke, schlecht ernährt, gekleidet, ausgerüstet und geführt, mit einem Kampfwert der vergleichbar war mit dem von plündernden Bauernheeren vergangener Jahrhunderte. Historisch gesehen hatte Chinas brutale militärische Kultur dem Bauern-Soldaten niemals einen Lohn für den Sieg gegeben, mit Ausnahme der Gelegenheit zur Plünderung. Es gab keine emotionale Beteiligung an Ereignissen, welche nicht unmittelbar die eigene Einheit betrafen. Vorsicht wurde als Klugheit bewundert, Selbstachtung hing nicht von der eigenen Initiative im Angriff oder standhafter Verteidigung ab. Sofern sich nicht ein schneller Erfolg einstellte, bestand immer die Tendenz, sich zurückfallen zu lassen. Auf der anderen Seite konnte oft selbst nach einem überstürzten Rückzug im Angesicht des Feindes und nach einer kurzen Rast der leidgeprüfte Bauern-Soldat zu seinem Dienst zurückgebracht werden. Waffen der national-chinesischen Armee Mit einer Armee, welche rasch auf über 2 Millionen Mann anstieg, und nur einer kleinen Anzahl von lokalen militärischen Arsenalen und Rüstungsbetrieben, war die Bewaffnung der national-chinesischen Armee ein ständiges Problem. Seit den frühen 30er Jahren war eine verwirrende Vielfalt von Gewehren und Maschinengewehren aus allen Teilen der industrialisierten Welt das ein oder andere mal von den Chinesen eingeführt worden. Ohne eine zentral gesteuerte Einkaufspolitik für die Armee hatten die verschiedenen militärischen Regionalbefehlshaber und vorübergehende Kriegsherren für die eigenen Truppen die ihnen angebotene Waffen nach Lust und Laune aufgekauft. Dieser erhebliche Mangel an Standardisierung wurde nur teilweise durch den Ausbruch des Chinesisch-Japanischen Krieges beseitigt. Von 1937 an war die vorherrschende Infanterie-Waffe der chinesischen Armee das deutsche 7,92mm Mauser 98k Gewehr, welches von den deutschen Ausbildern in den frühen 30er Jahren empfohlen wurde. Das Mauser-Gewehr wurde in großen Zahlen importiert und wurde bald darauf in chinesischen Arsenalen nachgebaut und wurde allgemein als Tschiang Kai-schek-Gewehr bezeichnet. Andere Gewehre und Karabiner, ebenfalls auf dem Mauser-Entwurf basierend, wurden ebenfalls eingeführt, so das belgische FN24 oder das tschechoslowakische VZ24. Auch das ältere Mauser-Gewehr 88 wurde noch weit verbreitet in China verwendet und es wurde immer noch als Hanyang 88 in chinesischen Fabriken hergestellt. Viele verschiedene Modelle von Maschinengewehren wurden ebenfalls in den 30er Jahren eingeführt. In der Tat sieht es so aus, als war China in mehreren Fällen der einzige Exportkunde für einige mehr oder weniger dubiose europäische Waffen. Wenn ein Waffenhändler seine Waren nicht an die KMT-Regierung verkaufen konnte, versuchte er sein Glück eben bei einem der Provinz-Armeeoberbefehlshaber. Das vorherrschende chinesische leichte Maschinengewehr war das ausgezeichnete tschechische ZB26, importiert und in großer Zahl nachgebaut. Andere eingeführte Typen waren das schweizerische ZE70, das finnische Lahti und das russische DP26. Maschinengewehr waren immer zu wenig mehr …

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