Kriegstagebuch 5. Januar 1917


General Cadorna
General Cadorna, der die italiebische Armee befehligte.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 5. Januar 1917:

Südfronten


Konferenz der Alliierten in Rom (bis zum 7. Januar): Fünfte Tagung der alliierten militärischen und politischen Führer. Cadorna fordert 8 Divisionen und 300 schwere Geschütze (später dann 10 Divisionen und 400 Geschütze), um Laibach und Triest zu erobern und damit Österreich-Ungarn aus dem Krieg zu werfen. Die Anglo-Franzosen sind nur bereit, die Waffen bis April zu verleihen, da sie dann mit ihrer Offensive an der Westfront beginnen wollen. Allerdings ist dies der erste Monat, in dem eine italienische Großoffensive möglich wäre. In der Konferenz wird auch die Frage der Verbesserungen der Verbindungslinien nach Saloniki über Süditalien behandelt.
Saloniki: Sarrail und Milne nehmen an der Konferenz von Rom teil, aber die Italiener lehnen ab, die Verbände dort zu verstärken, obwohl Ersterer Lloyd George beeindruckt. General Sir H. Wilson übernimmt vorübergehend den Befehl über die Saloniki-Armee vom 3. bis 10. Januar. Die britische 65. Brigade überfällt das Dorf Akinjali, kann aber nur 4 Kriegsgefangene einbringen.

Ostfront

Baltikum – Schlacht an der Aa (bis zum 3. Februar): Überraschende Offensive der russischen Zwölften Armee (Radko) mit 2 lettischen Brigaden (3 weitere Regimenter weigern sich anzugreifen, 94 Soldaten werden hingerichtet), ohne vorbereitendes Artilleriefeuer zwischen dem See Babit und den Tirul-Sümpfen, westlich von Riga. Die Offensive gewinnt 6,5 km und 8.000 Kriegsgefangene und 36 Kanonen bis zum 11. Januar, trotz deutscher Gegenangriffe vom 11. bis 13. Januar.

Seekrieg

Biskaya: Ein französischer Dampfer entkommt zweimal, um dann doch nach einer 15-stündigen Verfolgung bis zum 6. Januar während einer Patrouillenfahrt von U 48 eingefangen zu werden, welches auf dieser Fahrt insgesamt 11 Schiffe mit 27.000 Tonnen versenkt.
Schwarzes Meer: 4 russische Pre-Dreadnoughts, 1 Kreuzer und 3 Zerstörer versenken 39 türkische Segelschiffe vor Anatolien (bis zum 9. Januar).

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Im Blickpunkt:
  • Paris-Kanone

    21-cm-Kanone L/162, die Paris-Kanone von 1918 im Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. 21-cm-Kanone L/162 Typ: Ferngeschütz. Geschichte Um 7:30 Uhr am 23. März 1918 erschütterte eine Explosion den Quai de Seine in Nordosten von Paris, dessen Ursache nicht festgestellt werden konnte. Etwa 20 Minuten später ereignete sich eine gleiche Explosion auf dem mit Menschenmassen überfüllten Boulevard de Strasbourg und nach dem die Leute verschwunden waren, stellt man fest, dass acht unglückliche Personen getötet und weitere 13 verletzt wurden. Wieder war die Ursache der Explosion nicht ersichtlich, aber dann wurden einige Metallfragmente gefunden, worauf auf eine Fliegerbombe geschlossen wurde. Allerdings war kein Flugzeug gesehen worden und dies traf auch zu, als eine dritte Explosion in der Rue de Chateau-Landon erfolgte, wo ein Gebäude teilweise zerstört wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren die öffentlichen Stellen tief besorgt, die wirkliche Ursache der Explosionen herauszufinden und Ermittler begannen die Beweismittel und Anhaltspunkte zusammenzutragen. Praktisch mit Beginn ihrer Untersuchung erfolgte eine vierte Explosion, dieses Mal in der Rue Charles-Cinq, wo eine weitere Person ums Leben kam. Es dauerte nicht lang, bis weitere Fragmente gefunden wurden und dieses Mal gab es genügend Indizien, dass sie von einer Artillerie-Granate stammen mussten. Aber wo war die Kanone, die sie abgegeben hatte ? Mehr Granaten schlugen ein, als die Ermittler an der Arbeit waren und ein allgemeiner Alarm erschallte, welcher die Leute von Paris in die Schutzräume schickte. Nach der achten Granate hatten die Ermittler die Größe der Granaten bestimmt, welche von einer 208-mm-Kanone stammen mussten und konnten sogar einen Hinweis auf deren mögliche Position geben. Ihre Annahme war, dass die Kanone irgendwo in der Region von Crepy stehen musste – aber Crepy war 120 km von Paris entfernt ! Die Deutschen mussten also offensichtlich über einen Typ von Ferngeschütz verfügen, von einer Art, die man sich bisher nur vorstellen konnte. Zusammen mit Luftangriffen war dies für die Bevölkerung von Paris zu viel und viele verließen die Stadt. Über die nächsten Tage schlugen vereinzelt weitere Granaten in einem unklaren Muster ein, welche begrenzten Schaden und einige Opfer verursachten. Aber das schlimmste sollte noch kommen. Am Karfreitag den 29. März 1918 schlug eine Granate in die Kirche von St.Gervais auf der Ile de France ein, mitten im Zentrum der Stadt. 82 Personen wurden getötet und weitere 68 verletzt. Die mysteriöse Kanone hatte bis zu diesem Tag ihre höchste Verlustrate eingefordert. Aber woher kam diese Kanone, welche all diesen Schaden verursachte ? Entwicklung der Paris-Kanone Die Antwort ist nicht ganz so einfach und hatte ihren Ursprung in deutschen ballistischen Versuchen, bei denen die Geschosse viel schneller als erwartet reisten. Die Ursache wurde darin gefunden, dass die Geschosse dabei die dickeren Schichten der Erdatmosphäre verlassen hatten. Wenn der Luftwiderstand während des Großteils der Flugbahn erheblich nachlässt, vergrößert sich auch die Reichweite. Um aus diesem Umstand Vorteile zu erzielen, wurde eine besondere Kanone entworfen. Ein 380-mm-Marinekanonenrohr wurde mit einem neuen und viel längeren 210-mm-Lauf durchzogen, welcher 40 Meter lang war. Dafür wurden besondere Geschosse und Treibladungen entwickelt. Die neue Kanone wirkte mit ihrem langen Lauf etwas seltsam, welcher aus dem ursprünglichen Marinegeschütz hervorragte. Sie wog nicht weniger als 140 Tonnen, hatte dafür aber eine Reichweite von 132 km und konnte beständig funktionieren, wenn auch nur zu einem hohen Preis. Denn jede Granate, welche durch das Rohr gejagt wurde, verursachte soviel Abnutzung, dass sich das Kaliber ständig vergrößerte. Deshalb mussten die nachfolgenden Granaten ein größeres Kaliber als die vorausgegangen haben. Dazu tendierte der lange Lauf dazu unter seinem eigenen Gewicht abzufallen, sodass äußere Verstrebungen angebracht werden mussten. Wie gewöhnlich war ein Krupp-Konstrukteur der Mann hinter dieser fortschrittlichen ballistischen Technologie; der gleiche Mann, welcher schon für die 420-mm Dicke Berta verantwortlich gewesen war. Das ganze Projekt verschlang einen guten Teil der nicht geringen Ressourcen der Firma Krupp, aber dafür gab es einen Grund. Denn schon im Herbst 1914 verlangte die Oberste Heeresleitung von der Kriegsmarine, von der neu eroberten belgischen Küste den Hafen von Dover in England zu beschießen. Die Marine ließ von der Firma Krupp eine Lösung für ein Ferngeschütz mit entsprechender Munition untersuchen. Im Juli 1917 wurden erste Versuche auf einem neu eingerichteten Schießplatz bei Cuxhafen durchgeführt, anschließend bei Meppen. Um die 120 kg schwere Granate in die Stratosphäre zu schießen, war eine Anfangsgeschwindigkeit von 1.600 Meter in der Sekunde notwendig, welches durch eine mehrteilige Treibladung mit 200 kg Pulver erzielt wurde. Ursprünglich wurden die Mantelrohre der 35-cm-Schnellladekanone L/45 verwendet, in welche das überlange 21-cm-Rohr gelegt wurde. Ab April 1918 wurde das ca. 7.000 kg schwere 38-cm-Rohr L/45 verwendet. Die Lafette wurde aus dem Schießgerüst für die 38-cm-Schnellladekanone L/45 als Eisenbahn-Bettungslafette gebaut.   Einsatz der Paris-Kanone Anfang 1918 bereitete der deutsche Generalstab eine Reihe von Offensiven entlang der Somme vor, um den Krieg doch noch zu gewinnen. Dabei sollte das neue Ferngeschütz seinen Teil dazu beitragen, indem es die Gegend von Paris beunruhigt und allgemeine Konfusion und Zerrüttung hervorrufen sollte. Dies ist der Grund für den populären Namen ‘Paris-Kanone’, welche offiziell als ‘Lange 21-cm-Kanone L/162 im Schießgerüst’ bezeichnet wurde. Der Spitzname lautete aber auch ‘Wilhelmgeschütz’. Spätere Versionen der Kanone benutzen ein grundlegendes Kaliber von 232 mm, nachdem der ursprüngliche Lauf aufgebohrt worden war. Aber es muss eindeutig nochmals darauf hingewiesen werden, dass jede abgefeuerte Granate das Kaliber vergrößerte, sodass sorgsam produzierte Granaten in der korrekten Reihenfolge verschossen werden mussten. Die Feuerplattform der Paris-Kanone stammte von einer Marinekanone, mit einer Drehscheibe unter dem vorderen Ende und Läufer auf Schienen am anderen. Die Kanone und ihr Lafette wurden sorgfältig in der Nähe von Crepy auf einem Massivholzsockel in Stellung gebracht und in der Umgebung ebenso sorgfältig in der Mitte eines Waldes verborgen. Die deutschen Kanoniere waren so sorgfältig auf Tarnung bedacht, dass sie sogar durch das Feuern verwelkte Bäume durch neue Anpflanzungen ersetzten. Insgesamt drei Feuerstellungen wurden unter großem Aufwand zwischen November 1917 und Februar 1918 vorbereitet. Nachdem es weiterhin Granaten auf Paris gerieselt hatte, reagierten die Franzosen. Sie verlegten schwere Eisenbahngeschütze in das Gebiet, welches möglichst nahe an Crepy war und begannen mit dem Beschuss der Gegend, wo sie die Position mehr …

  • schweres Vickers-Maschinengewehr

    Stärke und Organisation der britischen Armee in Nordafrika (Schlachten von El Alamein) und Großbritannien von 1941 bis 1943. Die britischen Streitkräfte 1941 bis 1943 siehe auch: die britische Armee 1940 Die Britische Armee in Nordafrika von 1941 bis 1943 Nach den großen Siegen über die Italiener in Nordafrika im Winter 1940/1941 wurden im folgenden Frühjahr die dortigen britischen Streitkräfte reduziert, als mehrere Einheiten zur Unterstützung für Griechenland verschifft wurden. Insgesamt wurden über 50.000 britische und Empire-Soldaten nach Griechenland gebracht, zusammen mit 100 Panzern. Dazu gehörten die 1. Armored (Panzer) Brigade, 6. australische Division und die 2. neuseeländische Division. Trotzdem wurden diese Truppen schnell beim Balkanfeldzug der Wehrmacht überrannt und verloren dabei 11.000 Mann. Die verbliebenen Soldaten wurden nach Kreta und Nordafrika evakuiert. Die 28.000 Mann auf Kreta sahen sich nach der deutschen Luftlandung auf Kreta ebenfalls gezwungen, ihre Stellungen zu räumen und wurden auch nach Nordafrika zurückgebracht. Auf Kreta verlor die britische Armee 612 Gefallene, 224 Verwundete und 5.315 Kriegsgefangene. Dagegen wurden die britische Operation in Italienisch-Ostafrika zu einem vollständigen Triumph, als zwei Kolonnen aus britischen und Empire-Truppen eine Zangen-Operation gegen die Italiener durchführten. Am 19. Januar 1941 begann die erste Kolonne aus zwei indischen Divisionen und einheimischen Truppen mit dem Vormarsch aus dem Sudan. Die zweite Kolonne griff am 24. Januar in nördlicher Richtung von Kenia aus an und bestand aus drei südafrikanischen Divisionen. Beide Kolonnen hatten zusammen etwa 70.000 Mann. In dem dreimonatigen Feldzug brachten die britischen und Empire-Streitkräfte 50.000 italienische Kriegsgefangene ein und eroberten praktisch ganz Italienisch-Ostafrika bei weniger als 500 Mann Verlusten. Den Briten drohte jedoch weiteres Ungemach im Nahen Osten, als ein von den Achsenmächten unterstützter Aufstand im Irak ausbrach, welcher aber bald zusammenbrach. Dagegen war die Situation in Syrien gefährlicher, wo sich eine 35.000 Mann starke Streitmacht von Vichy-Frankreich befand. So wurde eine britische Truppe aus 20.000 Soldaten zusammengekratzt, um Syrien am 8. Juni 1941 anzugreifen. Die alliierten Streitkräfte bestanden aus der 7. australischen Division, der 5. indischen Infanterie-Brigade-Gruppe mit der zugeteilten Trans-jordanischen Grenztruppe sowie einer frei-französischen Division. Damaskus wurde schnell erobert, aber die Vichy-französischen Truppen leisteten erbitterten Widerstand und kapitulieren erst am 12. Juli 1941 gegenüber den Briten und ihren Verbündeten. Während des Sommers und Herbst 1941 bereiteten sich die britischen Truppen in Nordafrika auf ihre nächste Offensive vor. Dabei wurden Veränderung bei ihrer Organisation und Führung vorgenommen. So ersetzt General Sir Claude Auchinleck den gegen Rommel glücklosen General Wavell als britischer Oberbefehlshaber Mittlerer Osten am 15. Juli 1941. Auf dem Kriegsschauplatz trafen zwischen Januar und Juli 1941 239.000 Mann Verstärkungen ein, davon 144.000 aus Großbritannien. Dazu gehörte die 50. britische Division und das Hauptquartier des X. Korps. Am 9. September 1941 wurde die Western Desert Force zur britischen 8. Armee mit dem XIII. und dem XXX. Korps. Die Einheiten in Palästina und Syrien wurden neu geordnet als die britische 9. Armee mit dem I. australischen und X. Korps. Im November 1941 waren die britischen Panzertruppen einsatzbereit und auch in Umfang und Stärke angestiegen. Die 7. Armored (Panzer) Division war neu ausgerüstet worden, die 22 Armored Brigade traf neu in Ägypten ein und die 32. Armee-Tank-Brigade war einsatzbereit im eingeschlossenen Tobruk und die 1. Armee-Tank-Brigade wurde gerade in das XIII. Korps eingegliedert. Von Ende 1941 bis Sommer 1942 focht die britische 8. Armee eine Reihe von Gefechten, die gravierende Mängel im Vergleich zu den deutschen Verbänden bei der Vorbereitung auf den Wüstenkrieg aufzeigten. Zum Beispiel hatten die Kämpfe während des Unternehmens ‘Crusader’ (Kreuzzug) im November 1941 General Auchinleck, den Oberbefehlshaber der englischen 8. Armee, davon überzeugt, dass die britische Panzerdivision eine unausgewogene Zusammenstellung aus zu vielen Panzern und zu wenig Infanterie waren. Er strukturierte daher die englischen Panzerdivisionen um. Die Armored (Panzer) Divisionen sollten nur aus einer Armored (Panzer) Brigaden-Gruppe mit knapp unter 200 Panzern bestehen, sowie einer motorisierten Infanterie-Brigaden-Gruppe mit Panzerspähwagen und unterstützt durch Artillerie, Pioniere und Verwaltungs- und Versorgungseinheiten. Die Armee-Tank-Brigaden, welche aus drei Regimentern mit etwa 60 Panzern bestanden, sollten weiterhin unabhängige Formationen bleiben, welche zu stärkeren Gruppen bei Bedarf zusammengefasst werden könnten. General Auchinleck bildete auch die Infanterie-Brigaden um, um ein besseres und dauerhaftes Zusammenwirken der verschiedenen Waffengattungen zu erreichen. Infanterie-Divisionen sollten nun aus drei Infanterie-Brigaden zu je drei Bataillonen bestehen. Dazu ein Feldartillerie-Regiment mit vierundzwanzig 25-Pfündern, ein Panzerabwehr-Regiment mit 48 6-Pfünder-Kanonen, zugeteilte Flugabwehr-Kanonen, Pionieren und Verwaltungs- und Versorgungseinheiten. Unglücklicherweise für die Briten konnten diese Änderungen nicht vollständig umgesetzt werden, als Rommel am 26. Mai 1942 die 8. Armee angriff und zurückdrängte. Rommel nahm am 21. Juni Tobruk ein, wobei die 8. Armee die 2. südafrikanische Division zusammen mit einer Armee-Panzerbrigade und je eine britische und indische Infanterie-Brigade durch Kapitulation verlor. In der Zeit von November 1941 bis August 1942 verlor die 8. Armee 102.000 Mann (davon 49.000 Briten), jedoch stieg die Stärke der Armee von 88.000 Mann im Januar 1942 auf 126.000 im Mai durch Verstärkungen an. Unter den 149.800 Mann Verstärkungen, welche im Mittleren Osten zwischen Januar und August 1942 angekommen waren, befanden sich auch die 8. britische Panzerdivision und die 44. und 51. britische Infanterie-Divisionen. Britische Kriegsgliederung im Mittleren Osten am 1. Juli 1942 Panzerstärke und Verluste der 8. Armee im Juli 1942: Zur Schlacht von El Alamein konnte General Montgomery, der neue Befehlshaber der 8. Armee, drei Korps mit zusammen 195.000 Mann einsetzen: Britische Kriegsgliederung zur Schlacht von El Alamein am 23. Oktober 1942: Ausstattung der 8. Armee zur Schlacht von El Alamein: Die Kampfstärke der britischen 8. Armee während der Schlacht von El Alamein belief sich auf etwa 195.000 Mann. Sie erlitt dabei 13.650 Mann Verluste, welche zu 58 Prozent Truppeneinheiten aus Großbritannien betraf. Als die Achsen-Streitkräfte sich von El Alamein zurückzogen und von der britischen 8. Armee verfolgt wurden, erfolgte die alliierte Landung in Französisch-Nordwestafrika durch das Unternehmen Torch. Die östliche Invasionsgruppe beinhaltete die 11. und 36. britischen Brigade-Gruppen mit 9.000 Soldaten und die gemischten anglo-amerikanischen 1. und 6. Commandos (Kommando-Einheiten) 2.000 Mann. Diese britischen Truppen bildeten den Grundstock, was zur britischen 1. Armee in Tunesien wurde. Am 20. Dezember 1942 bestand diese aus insgesamt 189.000 Mann und beinhaltete die 6. Armored mehr …

  • A7V Sturmpanzerwagen

    Erster deutscher Kampfpanzer aus dem Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Bilder und 3d-Modell des A7V Sturmpanzerwagen. A7V Sturmpanzerwagen Typ: schwerer Infanteriepanzer. A7V Entwicklung Für eine Nation, welche normalerweise immer bei der Militärtechnologie mit führend ist, war das Deutsche Reich überraschen langsam bei der Einschätzung der potenziellen Möglichkeiten des Panzers. Trotz einiger früher und weit vorausschauender Entwürfe, welche von einzelnen Ingenieuren hervorgebracht wurden, so wurde doch kein offizielles Interesse – mit Ausnahme an Panzerwagen – gezeigt. Dies änderte sich recht schnell, nachdem der britische Tank Mark I auf den Schlachtfeldern der Somme im Jahr 1916 erstmals erschienen war, und so wurde ein Komitee gebildet, um einen deutschen Panzer zu entwerfen und zu produzieren. Das deutsche Oberkommando war allerdings nicht sonderlich beeindruckt von Tanks und bemängelte den hohen Ausfall durch mechanische Schäden und die Empfindlichkeit gegen alles, angefangen von Geländeschwierigkeiten bis zum Artilleriebeschuss. Wie so viele andere Entwürfe, welche von einem eingesetzten Komitee unter Zeitdruck entstanden sind, war auch dieses Wagnis kein großer Wurf. Das Fahrzeug wurde unter dem Namen A7V Sturmpanzer bekannt, wobei das Kürzel ‘A7V’ von der Abteilung stammte, die den Panzer bestellt hatte: ‘Allgemeines Kriegsdepartement 7 Abteilung Verkehrswesen’. Der Entwurf basierte aus Gründen der Zeitersparnis auf dem bereits verfügbaren Holt-Raupentraktor mit seinem Aufhängungssystem, wofür der Repräsentant der Firma Holt-Tractos, ein Herr Steiner, gewonnen wurde. Allerdings baute Joseph Vollmer eine Verbesserung an der Kettenaufhängung ein, um die Geschwindigkeit zu erhöhen. Dieser Effekt wurde aber wieder dadurch zunichtegemacht, dass auf das ursprüngliche Fahrgestell eine große, gepanzerte Kiste installiert wurde, welche eine Besatzung von sage und schreibe 18 Mann mit sich führte. Dazu wurden so viele Waffen wie möglich in diese Kiste eingebaut und das Ungetüm war eher eine Festung als ein beweglicher Panzer auf den Schlachtfeldern. Diese Kiste hatte große Seiten aus Panzerplatten, wobei Nase und Ende über das Fahrgestell so weit herausragten, dass die Bodenfreiheit lediglich 40 cm betrug. Dadurch hing der Panzer in unebenem oder verschlammten Gelände sofort auf dem Boden fest. Die Länge der Ketten am Boden war ebenfalls eher zu kurz und das Ergebnis war, dass das Fahrzeug grundsätzlich instabil fuhr und eine sehr schlechte Geländegängigkeit hatte. Die Herstellung der A7V begann ab März 1917 bei den Firmen Büssing und Daimler, wobei jedes Fahrzeug stolze 25.000 Reichsmark kostete. Die Prototypen des A7V Sturmpanzerwagen wurden im Sommer 1917 getestet. Dabei traten schon Probleme mit der Motorkühlung und dem Kettenlaufwerk auf. Wegen der geplanten Entscheidungsschlacht für das Frühjahr 1918 befand sich die deutsche Oberste Heeresleitung jedoch unter Zeitdruck und forderte am 1. Dezember 1917 bis dahin 100 der Sturmpanzerwagen bereitzustellen. Der ersten Serien-A7V war bereits im Oktober 1917 fertig geworden. In die Herstellung des A7V waren mehrere Firmen eingebunden, welche alle nur unter großen Problemen die Vorgaben für die Produktion zu erfüllen versuchten, da ein großer Rohstoffmangel herrschte. Das Ergebnis war, dass von dem ursprünglichen Auftrag bis Kriegsende nur etwa 20 bis 35 Fahrzeuge fertiggestellt wurden. Zwar verfügte die deutsche Armee bei Kriegsende über acht Panzereinheiten mit je fünf Panzern und sechs Offizieren und 170 anderen Dienstgraden, aber die Mehrzahl bestand aus alliierten Beutepanzern. Der Entwurf des Sturmpanzerwagens war zwar einfallslos und hatte erhebliche Schwächen, jedoch wurden in das plumpe Ungetüm soviel Waffen wie irgendwie möglich eingebaut. Die Hauptbewaffnung bestand aus einem 57-mm-Beutegeschütze, entweder russischen oder belgischen Ursprungs. Diese Kanone war vorne im Bug eingebaut und dazu kamen sechs Maschinengewehre, jedes mit einer zweiköpfigen Mannschaft. Neben der starken Bewaffnung war die einzige Überlegenheit des A7V über die britischen Tanks die Stärke seiner Panzerung, welche zwischen 15 mm und 30 mm dick war. Zum Zeitpunkt der Einführung des A7V hatten die Deutschen panzerbrechende Munition entwickelt und die Panzerung des Fahrzeuges konnte nicht mit dieser durchschlagen werden. Auch beim einzigen bekannten Panzergefecht zwischen einem A7V und einem Tank Mark IV (männlich) konnte der britische Panzer mit drei Treffern aus seiner 6-Pfünder-Kanone keinen Durchschlag erzielen. Bei der Entwicklung des A7V hatte man letztlich zu sehr den Schwerpunkt auf eine fahrbare Festung gelegt und dabei die für die Schlachtfelder der Westfront notwendige Beweglichkeit außer Acht gelassen. Durch die geringe Bodenfreiheit fuhr der Panzer in unebenem oder schlammigen Gelände sofort fest und da das vordere Leitrad sich nicht nach oben anheben ließ, konnte der A7V kaum Hindernisse überwinden. Wenn das Fahrzeug versuchte, wieder aus einem Trichter oder Graben herauszufahren, fraß sich die Vorderfront nur noch mehr fest. Der einzige Vorteil des Laufwerks war jedoch, dass das Kettenlaufwerk sich hinter dem Panzerschutz befand, da den Deutschen die Vielzahl britischer Tanks mit zerschossenen Kettenrädern auf den Schlachtfeldern aufgefallen war. In dem Rumpf befand sich ein einziger, großer Kampfraum. Im vorderen Teil waren zwei Motoren gleich hinter dem Fahrer auf dem Boden befestigt. Deren Kraft wurde durch eine gewöhnliche Antriebswelle zum hinten liegenden Getriebe übertragen. Von dort liefen Wellen über Steuerbremsen zu den Antriebsrädern, was das System einfacher als bei den englischen Tanks machte. Die Ketten selbst hatten vierundzwanzig gefederte Laufrollen, was unter perfekten Bedingungen eine Höchstgeschwindigkeit von 13 km/h ergab. Allerdings war das Gewicht des Panzers eindeutig zu groß für diese Anordnung, was oft zu Pannen führte. Dafür erging es dem Fahrer leichter als bei seinen britischen Kollegen im Tank Mark IV und die beiden Techniker mussten sich nur auf ihre Motoren konzentrieren. Der Kommandant befand sich in einer Kuppel mit vier Ecken direkt über dem Kampfraum, von wo er sich aber nur mit Schreien verständlich machen konnte. Da es allerdings ziemlich Laut in den Panzer zuging, war dies eine schwierige Angelegenheit. Was die Koordination innerhalb der Besatzung des A7V etwas erschwerte, war die ungewöhnliche Zusammensetzung des Personals. Fahrer und Techniker stammten von Pionier-Einheiten, die Kanoniere gehörten zur Artillerie und die Maschinengewehre wurden von je zwei Infanteristen bedient. Die Mannschaft stammte also von drei unterschiedlichen Truppenarten, was kein Vorteil war. Auch war die Sicht für die Besatzung dürftig und so etwas wie Fahrkomfort gab es nicht, was aber für alle Panzer des Ersten Weltkriegs zutraf. Die Ausbildung der Besatzung und weitere Erprobungen waren zeitaufwendig, sodass Kaiser Wilhelm II. erst im Februar 1918 seine neue Panzertruppe bei einer Gefechtsübung vorgeführt bekam. Einsatz Die ersten A7V-Panzer mehr …

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