Deutscher Matilda-Panzer kapituliert


Deutscher Matilda-Panzer kapituliert

Deutscher Matilda-Panzer kapituliert

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Im Blickpunkt:
  • Torgau an der Elbe am 25. April 1945

    Zweiter Weltkrieg, Zusammenfassung des Verlaufs von 1943 bis 1945 mit der Besiegung der Achsenmächte durch die Alliierten (Teil III). Hier zu Teil II: Zweiter Weltkrieg Verlauf 1941-42. Heimatfront Deutschland Unter der Leitung des neuen Rüstungsministers Speer gab es verspätet seit 1942 einen gewaltigen Anstieg der deutschen Rüstungsproduktion, welche 1944 ihren Höhepunkt erreichte. Dies änderte jedoch nichts an der zunehmenden materiellen Überlegenheit der Alliierten, insbesondere durch die ‘Rüstkammer’ Nordamerikas, welche die hohe sowjetische Rüstungsproduktion noch durch Nachschublieferungen über die Arktis-Konvois und den besetzten Iran im Rahmen des Lend-LeaseAbkommens ergänzte. Dazu beherrschten die Alliierten seit 1943 zunehmend auch den Luftraum uneingeschränkt, wodurch die deutschen Städte durch ununterbrochene Bombenangriffe bei Tag durch die B-17 Fliegenden Festungen der Amerikaner und bei Nacht durch die Lancaster-Bomber der Briten in Trümmern gelegt wurden.   Der bisher so erfolgreiche und für die Invasionspläne der Alliierten zunehmend gefährlichere U-Boot-Krieg in der Schlacht im Atlantik brach auch schlagartig im Sommer 1943 zusammen, als immer mehr und bessere Radargeräte, Anti-U-Boot-Waffen, Geleit-Flugzeugträger und Seeraum-Überwachungsflugzeuge bei Briten und Amerikanern zum Einsatz kamen. Nach der Katastrophe von Stalingrad beschwor Propagandaminister Joseph Goebbels im Februar 1943 den ‘Totalen Krieg’, um die letzten Reserven zu mobilisieren, aber der Belagerungsring um die ‘Festung Europa’ schloss sich immer enger. Alliierte Invasionen Im Mai 1943 musste in Tunesien die deutsch-italienische Panzerarmee Afrika kapitulieren, was die Verluste in Stalingrad noch übertraf. Anschließend landeten Briten und Amerikaner am 10. Juli 1943 auf Sizilien und am 9. September im Golf von Salerno südlich von Neapel. Als Folge ging Italien durch einen Umsturz in das Lager der Feinde über und musste von nun an auch durch deutsche Divisionen als besetztes Land verteidigt werden. Hinzu kamen die großen italienischen Besatzungszonen auf dem Balkan und in der Ägäis, welche nun durch ihre Übernahme zusätzliche deutsche Kräfte banden. Es folgte ein langsamer und zäher alliierter Vormarsch über die nächsten anderthalb Jahren nach Norden, aufgehalten von den deutschen Truppen vor allem in der Schlacht von Monte Cassino an der Gustav-Linie. Die bisherigen Landungen der Westalliierten in Französich-Norwestafrika, anschließend auf Sizilien und dann auf dem italienischen Stiefel waren auch schon Erprobungen für die ‘große Invasion’ in der Normandie am 6. Juni 1944. Zwar wurde der in der deutschen Propaganda immer lauthals propagierte ‘Atlantikwall’ schnell überwunden, die anschließenden Kämpfe auf der Contentin-Halbinsel zogen sich gegen eine zähe deutsche Verteidigung aber länger als geplant hin. Im August 1944 gelang schließlich der Ausbruch aus dem Landekopf und bis zum Herbst standen die Westalliierten an den Reichsgrenzen. Zwar scheiterte eine alliierten Luftlandung bei Arnheim zur Eroberung der Rheinbrücken, um den Krieg noch 1944 siegreich zu beenden, was nicht zuletzt an einer zunehmenden Selbstüberschätzung auf alliierter Seite und einer Unterschätzung der noch vorhandenen deutschen Widerstandskraft lag.   Ende des Jahres versuchte Hitler im Rahmen der sogenannten ‘Ardennen-Offensive’ den Coup von 1940 im Westen zu wiederholen. Nach anfänglichen Erfolgen gegen überraschte Amerikaner blieb die Offensive jedoch schnell im Schnee der hügeligen Ardennen, an mangelnden Treibstoff, alliierter Beherrschung des Luftraums mit Jagdbombern nach dem Aufklaren des Wetters und an der schier zahlenmäßigen Überlegenheit des Gegners liegen.   In der Bevölkerung herrschte immer noch die Hoffnung, daß die angekündigten neuen ‘Wunderwaffen’ die Kriegswende bringen werden, nachdem die zwar spektakulären Raketengeschosse V-1 und V-2 allerdings nur wenig wirksame Erfolge vorzuweisen hatten. Das Dritte Reich konnte jedoch neben den Me 262 Düsenjägern und Arado-Blitz-Düsenbombern nach 1944 keine weiteren ‘Wunderwaffen’ mehr zum operativen Einsatz bringen. Im Frühjahr 1945 erreichten Amerikaner, Briten und Franzosen den Rhein auf seiner gesamten Länge, überschritten ihn erstmals durch die überraschende Einnahme der Brücke von Remagen am 7. März 1945 und kesselten die Heeresgruppe B von Model im Ruhrgebiet ein. Damit endete eine wirksame Verteidigung im Westen und die alliierten Armeen drangen bis zur Elbe vor, wo sie anhielten, da dies die vereinbarte Demarkationslinie mit den Sowjets war. Widerstand Es gab zwischenzeitlich auch noch einen letzten Versuch des schon seit längerem aktiven deutschen militärischen Widerstandes, das Nazi-Regime durch die Ermordung Hitlers zu beenden und den Zweiten Weltkrieg, trotz der alliierten Forderungen nach der ‘Bedingungslosen Kapitulation’, in einem für Deutschland erträglichen Zustand zu beenden. Das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler in der Wolfsschanze in Ostpreußen durch Oberst Claus von Stauffenberg scheiterte jedoch, zusammen mit dem nachfolgenden Putschversuch der Verschwörer in Berlin.   Hitler nahm blutige Rache in entwürdigenden Schauprozessen vor Freislers Volksgerichtshof und tausende tatsächlicher oder scheinbarer Oppositionelle des Regimes wurden hingerichtet. Neben Marxisten, christlichen Gewerkschaftern, Theologen der katholischen und evangelischen Kirchen, Diplomaten, Offiziere und Geheimdienstler gehörten auch so prominente Namen wie der Feldmarschall Erwin Rommel dazu. Ab diesem Tage wurde der Krieg unter schweren Verlusten nur noch dazu geführt, die unvermeidliche Niederlage Deutschlands und das Ende für seine Nazi-Führung hinauszuzögern. Die Sowjets marschieren nach Berlin Nach einem vorübergehenden, großen Sieg bei Charkow durch von Manstein im Anschluss an die schwere Niederlage von Stalingrad Anfang des Jahres 1943, versuchte Hitler im Sommer noch einmal in der Panzerschlacht von Kursk die Initiative an der Ostfront zurückzugewinnen. Dies scheiterte aber und nicht zuletzt deshalb, weil die Briten mit Ultra den gesamten deutschen Operationsplan entschlüsselt und den Sowjets zugespielt hatten.   Bereits während des Winters 1943/44 gelang es den Sowjets ihrerseits die wirtschaftlich bedeutende Ukraine zurück zu erobern. Sie hatten zwar hohe Verluste, drängten die deutschen Truppen unter von Manstein langsam aber sicher bis auf die polnischen und rumänischen Vorkriegsgrenzen zurück. Anschließend gelang es der Roten Armee im Sommer 1944 praktisch die gesamte deutsche Heeresgruppe Mitte zu vernichten, eine Katastrophe welche alle bisherigen Niederlagen dieser Art zusammengenommen in den Schatten stellte. Die Russen erreichten Ostpreußen und die deutschen Verbündeten an der Ostfront – Finnland, Rumänien und die Slowakei – fielen einer nach dem anderen ab. Nur die Ungarn teilten – eher unfreiwillig – das Schicksal von Hitlers Tausendjährigem Reich bis zum letzten Tag.   Das letzte Kriegsjahr begann dann mit der sowjetischen Offensive am 12. Januar 1945 von Ostpreußen bis zur Weichsel. Die bis zuletzt hinausgezögerte Evakuierung der deutschen Ostprovinzen resultierte in entsetzlichen Opfern unter der Zivilbevölkerung bei der Flucht im eisigen Winter und durch aufgestachelte, rachedurstige Sowjetsoldaten. Im April 1945 erfolgte die letzte sowjetische mehr …

  • Polnische Kriegsgefangene 1939

    Fall Weiss, der erste erfolgreiche Blitzkrieg. Der Polenfeldzug von der Schlacht an der Bzura, dem Einmarsch der Roten Armee bis zur Kapitulation Warschaus und der letzten polnischen Truppen am 6. Oktober 1939 (Teil II). Hier zu Teil I: Polenfeldzug. Schlacht an der Bzura Die stärkste polnische Armee war zu diesem Zeitpunkt die Armee Pommerellen, die ihren Rückzug aus dem Korridor zwischenzeitlich verkraftet hatte. Völlig intakt war dagegen die im Westen abgeschnittene Armee Poznan unter Generalmajor Kutrzeba. Beide Armeen vereinigten sich an der unter Bzura und planten, die Deutschen auf ihrem Vormarsch auf Warschau in die Flanke anzugreifen. Während am 9. September das XIX. Panzerkorps unter Guderian mit vier schnellen Division als erster unabhängiger Panzerverband mit dem Ziel der Festung Brest-Litowsk zum Angriff antrat und dort am 17. September als geschlossene Einheit ohne Rücksicht auf die Flanken und rückwärtigen Verbindungen eintraf, griffen die polnischen Armeen an der Bzura am Abend die offene Flanke der deutschen 8. Armee bei ihrem Marsch auf Lodz an. Die deutsche Armee sah sich gezwungen, ihren Vorstoß auf Warschau abzubrechen, um die polnischen Angriffe abzuwehren. Dadurch entstand die größte Schlacht des Polenfeldzuges und selbst die schon eroberte Stadt Lodz musste von den deutschen Truppen vorübergehend geräumt werden. In der Kampinoser Heide erwehrten sich die Polen den deutschen Angriffen und mussten Schritt für Schritt zurückgeworfen werden. Erst am 18. September ließ der polnische Widerstand nach und die eingeschlossen polnischen Truppen unternahmen noch bis zum 23. September Durchbruchsversuche nach Warschau. Schließlich wurden in der Schlacht an der Bzura 12 polnische Divisionen vernichtet (170.000 Kriegsgefangene) und damit gab es westlich von Warschau, mit Ausnahme von isolierten Festungen, keine wesentlichen polnischen Truppenverbände mehr. Die Rote Armee kommt Am 11. September brach der Widerstand der eingeschlossenen Armee Prusy bei Random zusammen und 60.000 Mann marschierten auch dort in die Kriegsgefangenschaft. Auch Warschau wird nun von Osten abgeriegelt. Am selben Tag gab die Heeresgruppe Süd ihrer 10. Armee den Auftrag, tief nach Ostpolen hinein bis nach Lublin einzumarschieren, während die weiter südlich stehende 14. Armee mit zugeführten, starken Panzerverbänden, Lemberg erreichen sollte, um einen polnischen Rückzug nach Rumänien zu vereiteln. Jedoch konnte dieses Unternehmen nicht abgeschlossen werden, da am 17. September – sowohl für die Polen als auch die Deutschen überraschend – die Rote Armee mit der Weißrussischen Front (Kowalew) und der Ukrainischen Front (Timoschenko) in Ostpolen einmarschiert. Stalin sah sich nun gezwungen, noch eiligst das ihm im deutsch-sowjetischen Vertrag vom 23. August 1939 zugestandene Territorium zu sichern. Noch am selben Abend verließen die polnische Regierung und die Armeeführung ihr Land und wurden in Rumänien interniert.   Der Einmarsch der Roten Armee in Ostpolen zwang die Wehrmacht die Schlachten von Lemberg und Tomaszow am 20. September abzubrechen und sich hinter die mit den Sowjets vereinbarte Demarkationslinie zurückzuziehen. Der polnische General Langner in Lemberg kapitulierte dann bereits am 22. September vor den Russen. Ebenfalls am 20. September Tag wurde die polnische Armee Lublin eingeschlossen, die sich sofort mit 60.000 Mann übergab. Kapitulationen Die zur Festung erklärte Hauptstadt Warschau mit 180.000 Verteidigern war seit dem 22. September vollständig eingeschlossen und wurde belagert. Die Stadt wurde ab dem 24. September ununterbrochen von der deutschen Luftwaffe bombardiert und von der Artillerie beschossen. Am Donnerstag dem 28. September 1939 kapitulierte dann die polnische Garnison von Warschau und General Rómmel mit 120.000 Verteidigern marschierte in die Gefangenschaft.   Am 28. September 1939 einigten sich Deutsche und Sowjets jedoch auf eine neue Demarkationslinie und verzichteten auf die Beibehaltung eines polnischen ‘Reststaat’. Deshalb mussten deutsche Truppen in Teile des soeben geräumten Gebietes wieder einmarschieren und gegen die dort noch befindlichen polnischen Truppen kämpfen.   Am nächsten Tag kapitulierte die Festung Modlin, am 1. Oktober die 4.000 polnischen Verteidiger der Halbinsel Hela und am 6. Oktober 1939 die letzten 16.800 Mann unter Generalmajor Kleeberg bei Kock. Am 3. Oktober nahm Hitler die Siegesparade in Warschau ab.   Etwa 120.000 polnische Soldaten konnten über die ungarische oder rumänische Grenze entkommen und kämpften bald auf Alliierter Seite als Polnische Exilstreitkräfte weiter. Über 700.000 polnische Soldaten gerieten in deutsche Kriegsgefangenschaft und die Rote Armee gab an, 217.000 Kriegsgefangene genommen zu haben. Die polnischen Verluste ließen sich nicht genau feststellen und wurden auf etwa 200.000 Mann, darunter 66.000 Gefallene, geschätzt. Die vorsätzlichen Reiterattacken polnischer Ulanen auf deutsche Panzer gab es wohl nur in der NS-Propaganda. Zumindest kann kein einziger derartiger Fall bezeugt werden, obwohl es natürlich vorgekommen sein kann, dass ein Lanzenangriff auf Infanterie zum unbeabsichtigten Zusammenstoß mit Panzerfahrzeugen führte. Die deutschen Verluste im Polenfeldzug beliefen sich auf 10.572 Gefallene, 3.404 Vermisste und 30.322 Verwundete. Dazu gingen 217 Panzer und 283 Flugzeuge verloren. Die Rote Armee büßte 737 Gefallene und 1.859 Verwundete ein. Sicher ist jedoch, dass im Vergleich zu den Grabenkriegen des Ersten Weltkrieges durch den modernen Bewegungskrieg die Verluste auf beiden Seiten deutlich geringer waren und die Dauer der Kämpfe erheblich verkürzt wurde. Gräueltaten in Polen In Polen selbst kam es am 3. September 1939 zum Höhepunkt der Ausschreitungen gegen die deutsche Minderheit. Jeder dritte Einwohner Polens gehörte einer Minderheit an, was ein enormes Risiko für die Polen in einem Konflikt darstellte. Nicht nur, dass die Polen in ihrem Angriff auf das bolschewistische Russland Lenins nach dem Ersten Weltkrieg große Gebiete mit Weißrussen und Ukrainer eroberten, sie annektierten auch 1920 die alte litauische Hauptstadt Wilna und erhielten im Vertrag von Versailles die alten preußischen Provinzen Westpreußen und Posen und große Teile Galiziens zugesprochen.   Bereits seit sich die deutsch-polnischen Beziehungen wegen Danzig und der Frage des Korridors zwischen Pommern und Ostpreußen im März 1939 verschlechtert hatten, begann der Druck auf die deutsche Minderheit zuzunehmen. So musste der deutsche Botschafter aus Warschau melden, dass die polnische Regierung es dank der englischen Blanko-Vollmacht offensichtlich nicht mehr für notwendig hielt, auf die deutsche Minderheit Rücksicht zu nehmen. So spricht auch der polnische Woiwoden von Schlesien ganz offen davon, dass die Polen den Deutschen die Augen ausbrennen und Zungen herausreißen werden, bevor sie über die Grenze gejagt werden. Etwa 3.500 deutsche Volksangehörige wurden ermordet. Die meisten Opfer – Männer, Frauen und Kinder – fallen Erschießungen am 3. mehr …

  • Japanische Truppen stürmen an Land

    Die kaiserlich-japanische Armee beim Angriff auf die Alliierten 1941/42. Verteilung der japanischen Invasions- und Besatzungsdivisionen im Dezember 1941, Soll-Stärken und Ausrüstung, Organisation und die Struktur einer Infanterie-Division. Hier zu Teil I: Japanisches Heer und Luftwaffe vor 1941 Die japanische Armee zu Beginn des Pazifikkrieges Als Japan die Alliierten im Fernen Osten im Dezember 1941 angriff, verlegte es seinen militärischen Schwerpunkt von China in den Pazifik. Die kaiserlich-japanische Armee war dabei in einer Reihe von amphibischen Operationen gegen pazifische Inseln beteiligt, obwohl dies eigentlich in der Hauptverantwortung der Marine lag. Der größte Erfolg der Armee war jedoch die Eroberung von Singapur und die Vertreibung der Briten aus Malaysia und Burma. Zahlenmäßig den britischen Streitkräften weit unterlegen, erwies sich der Kampfgeist der japanischen Soldaten und die Führungskunst ihrer Kommandeure als unschlagbar. Bis zum März 1942 stand die japanische Armee an den Grenzen Indiens. Verteilung der japanischen Invasions- und Besatzungsdivisionen im Dezember 1941 Die verfügbaren japanischen Invasionstruppen im Dezember 1941 waren relativ gering – von den insgesamt 51 Divisionen in China und der Mandschurei konnten nur 11 entbehrt werden. Selbst im Jahr 1943 waren in China noch 25 Infanterie-Divisionen, 1 Panzer-Division, 11 gemischte Brigaden, 1 Kavallerie-Brigade und 1 Luftlande-Division gebunden – Streitkräfte von 620.000 Mann mit 14.000 Fahrzeugen. Diese Streitkräfte wurden als Kwangtung-Armee bezeichnet und mussten während des Pazifik-Krieges ständig Verstärkungen dafür abstellen, sodass sie bis 1945 unterbesetzt und zu schwach waren, um eine wirkliche Bedrohung darzustellen. Kaiserliches Hauptquartier: Zahlenmäßige Übersicht der Divisionen Vollständig aufgestellte und einsatzbereite Divisionen der kaiserlich-japanischen Armee außerhalb Japans: Zahlenmäßige Übersicht der Divisionen: Japanische Divisionen im Südwest-Pazifik im August 1942: insgesamt 4 (2., 16., 38., 48. Infanterie-Division) Japanische Divisionen in Burma im September 1942: insgesamt 4 (18., 33., 55., 56. Infanterie-Division) Soll-Stärke der Divisionen Ungefähre Soll-Stärke der wichtigsten Divisions-Typen (I): Ungefähre Soll-Stärke der wichtigsten Divisions-Typen (II): Organisation der japanischen Armee Die Galionsfigur, welche über der japanischen Kriegsmaschinerie thronte, war der Kaiser, welcher nominell der Oberbefehlshaber war und auch die Macht hatte, einen Krieg zu erklären oder einen Frieden zu schließen. Diese Macht war tatsächlich aber nur noch formal gegeben. Ihm wurden Empfehlungen durch zwei Räte vorgelegt, dem Vorsitz der Marschälle und Admirale sowie dem Obersten Militärrat. Die wirkliche Macht lag aber beim Kaiserlichen Hauptquartier. Dieses bestand aus den Generalstabschefs der Armee und Marine, den Heeres- und Marine-Ministern und ihren jeweiligen Beratern. Verantwortlich für diese Offiziere waren der Generalstab, das Kriegsministerium und die zwei Inspektorate des Militärtrainings und der Heeresflieger. Der Generalstab bestand aus fünf wesentlichen Büros: den Allgemeinen Angelegenheiten, Operationen, Nachrichten, Transport und Geschichte. Sie bereiteten den Krieg vor, trainierten die Truppen und untersuchten Japans strategische Anforderungen. Der Chef des Generalstabs wurde offiziell vom Kaiser ernannt. Der Kriegsminister repräsentierte die politische Macht der Armee im Kabinett und war immer ein Offizier. Er hielt Kontakt zum Generalstabschef und theoretisch auch zum Diet, dem japanischen Parlament. Er wickelte die administrativen, logistischen und Mobilisierung-Pläne ab. Die zwei Inspektorate leiteten die Ausbildung der Truppen. Im Feld wurde die japanische Armee in Heeresgruppen, Bereichs-Armeen, Armeen und Divisionen unterteilt. Dazu gab es noch ‘Verbände mit Spezialaufträgen’, welche nicht einer bestimmten Armee oder Division unterstanden. Heeresgruppen umfassten einen gesamten Kriegsschauplatz und es gab die japanische Heimverteidigungsarmee, die Kwangtung-Armee und die Süd-Armee. Eine Bereichs-Armee, wie zum Beispiel die 23. in Burma, entsprach einer deutschen Feldarmee. Die japanische Armee war viel kleiner als das deutsche Gegenstück und entsprach etwa einem starken Korps. Dafür gab es keine Armeekorps in den japanischen Streitkräften. Die Stärke einer japanischen Armee variierte zwischen 50.000 bis 150.000 Mann. Die 18. Armee im Südwest-Pazifik hatte im April 1943 eine Sollstärke von 130.000 Mann, obwohl ihre tatsächliche Ist-Stärke viel geringer war. Diese Streitmacht bestand aus drei Divisionen und unabhängigen, gemischten Brigaden. Die Artillerie bestand aus vier unabhängigen Feldartillerie-Kompanien, zwei Feld-Maschinengewehr-Kompanien, einem unabhängigen Panzerabwehr-Bataillon, sechs Feldartillerie-Bataillonen, sechs Feld-Scheinwerfer-Kompanien sowie Unterstützungseinheiten, wozu Pionieren, Transport- und Flugfeld-Sicherungstruppen zählten. Der hervorstechende Schwachpunkt bei der japanischen Organisation während des Krieges war das Aufsplittern von Verbänden. Es wurden Soldaten einer Einheit genommen und mit Männern von anderen Einheiten zusammengewürfelt, um Sonderaufträge durchzuführen. Nach dem Abschluss des Auftrags wurde diese Einheit entweder für weitere Aufträge wieder zersplittert oder die Männer wurden wieder zu ihren ursprünglichen Einheiten zurückgeschickt. Es gab nur wenig Kontinuität und folglich eine Fülle von unabhängigen Verbänden. Japanische Infanterie-Division Die typische japanische Infanterie-Division vom Dezember 1941 bestand aus drei Infanterie-Regimentern, einem Kavallerie- oder Aufklärungs-Regiment und einem Regiment aus Pionieren. Zusätzlich neben dem Divisionsstab und den Nachrichteneinheiten, wurde die Division durch das Transport-Regiment, einer medizinischen Abteilung und Feldhospital-Stab, einer Wasseraufbereitungs-Einheit, Ordonanz-Einheit und einer Veterinär-Einheit unterstützt. Mit dem Fortschreiten des Krieges wurden noch ‘Komfort-Bataillone’ aus Prostituierten der Division angeschlossen. Es gab jedoch immer eine weite Variation in Organisation und Stärke der einzelnen japanischen Verbände, abhängig von ihrem Einsatzort und dem dort vorherrschenden Gelände. Unter den Anforderungen des Krieges kategorisierten die Japaner ihre Verbände in drei Gruppen: Kategorie A war die stärksten, Kategorie B waren die Standard- und Kategorie C die Spezial-Verbände. Trotzdem waren nicht alle japanischen Division aus der gleichen Kategorie zusammengesetzt. Eine Division Standard-B konnte zum Beispiel die Artillerie einer A-Kategorie haben. Dazu konnte es unterschiedliche Stärken innerhalb der Divisions-Einheiten selbst geben. In einem Infanterie-Regiment der A-Kategorie konnte die Regiments-Artillerie entweder aus einer Kompanie aus vier Kanonen oder zwei Kompanien zu vier Kanonen unter einem kleinen Bataillons-Hauptquartier bestehen. Trotz dieser Variation gab es im Allgemeinen vier Arten japanischer Infanterie-Divisionen: Da war zum ersten die Standard-Division aus B-Truppen, welche am häufigsten von den alliierten Truppen angetroffen wurde. Zweitens gab es die verstärkte Division, zusammengesetzt aus A-Typ-Einheiten, welche auch eine zusätzliche Artillerie-Gruppe beinhalten konnte, die aus einem Gruppen-Hauptquartier und einem Feld- oder Gebirgsartillerie-Regiment sowie womöglich auch aus einer Panzer-Einheit bestand. Drittens gab es die modifizierte, verstärkte Division, welche zusätzliche Artillerie, aber keine Panzertruppen beinhaltete. Die Stärke der Schützen-Kompanien war dabei von 265 auf 205 Mann heruntergesetzt. Schließlich gab es noch die leichte Division, welche hauptsächlich aus C-Truppen mit zwei Brigaden bestand. Jede dieser Brigaden hatte vier unabhängige Infanterie-Bataillone mit Unterstützungstruppen aus kleinen Einheiten von Hilfstruppen, hauptsächlich aus der Kategorie A. Diese Divisionen wurden häufig als Garnisonen auf Japans kleineren Inselstützpunkten und in China mehr …

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