Kriegstagebuch 5. Oktober 1917


Warnung vor dem besonders scheußlichen Gelbkreuz-Kampfgas
Warnung vor dem besonders scheußlichen Gelbkreuz-Kampfgas, das sogar die Uniform durchfraß und sich tagelang im Gelände halten konnte.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 5. Oktober 1917:

Westfront


Ypern: In 67 Tagen Kämpfe hat das BEF 93 Quadrat-Kilometer erobert, 20.564 Kriegsgefangene eingebracht und 55 Kanonen erbeutet, für 162.768 Mann Verluste.

Luftkrieg

Palästina: Die Palästina-Brigade des Royal Flying Corps wird für Allenbys Offensive unter Brigade-General W. Salmond gebildet. 5 neue Bristol-Jäger fliegen den ersten Einsatz am 7. Oktober und zerstören am 8. bzw 18. Oktober 2 deutsche Jagdflugzeuge.

Seekrieg

Adria: Die Besatzung des österreich-ungarischen Torpedoboot Tb11 meutert und desertiert zu den Italienern.
Nordsee: Das Küsten-U-Boot UB 41 läuft auf eine Mine und sinkt vor Flamborough Head.

Politik

Peru (und Uruguay am 7. Oktober): Die Regierungen brechen die Beziehungen zu Deutschland ab. 8 deutsche Schiffe werden in Callao interniert und am 14. Juni 1918 besetzt.
Schweden: Proteste der Regierung gegen die britische Beschlagnahme von schwedischen Schiffen in britischen Häfen (4 werden am 11. Oktober übernommen, welche hauptsächlich britische Eigentümer haben).

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Im Blickpunkt:
  • 13. Waffen-SS-Division Handschar

    Befehlshaber, Aufstellung, Einsätze, Ende, Infanterie-Stärke und Panzerausstattung der Waffen-SS-Divisionen 13-19 (Handschar bis lettische Nr.2). Kommandeure, Infanterie- und Panzer-Stärke, Einsätze, besondere Hinweise und Ende. Waffen-SS-Divisionen 13-19 hier zu den Waffen-SS-Divisionen 5-12 So merkwürdig auch einige der auf dieser Seite aufgelisteten Waffen-SS-Divisionen auch waren, so darf jedoch nicht vergessen werden, dass die Elite-Panzer-Divisionen und Panzer-Grenadier-Divisionen der Waffen-SS Deutschlands effektivste Verbände in der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges waren, welche einen Standard an Kampfkraft und Kampfleistungen setzten, der unübertroffen von jeder anderen Streitmacht irgendeiner Nation ist. 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS Handschar (kroatische Nr.1) Befehlshaber: SS-Brigadeführer Sauberzwerig, SS-Brigadeführer Hampel. Aufstellung (als Division): Juli 1943 (einsatzbereit März 1944). Ende: Aufgelöst Oktober 1944 wegen zu vielen Desertionen im Angesicht der vorrückenden Roten Armee. Infanterie-Stärke: 2 Gebirgsjäger-Infanterie-Regimenter. Im Juli 1943 die kroatischen SS-Freiwilligen-Gebirgsjäger-Regimenter 1 und 2, ab Januar 1944 SS-Freiwilligen-Gebirgsjäger-Regimenter 27 und 28. Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Aufgestellt im Frühjahr um einen Kader der SS-Division Prinz Eugen herum. Zuerst aus Freiwilligen, später auch Eingezogenen, aus der Gruppe der bosnischen Moslems gebildet. Dieses waren die traditionellen Feinde der christlichen Serben, aus denen die Masse von Titos Partisanen bestand. Der ursprüngliche Divisions-Name lautete ‘BH’, was für ‘Bosnien-Herzegowina’ stand. Von Juli 1943 bis Februar 1944 Grundausbildung und Training in Frankreich, wo es zu Meutereien und Übergriffen kommt. Die Einsätze gegen Partisanen beginnen im Frühjahr 1944 mit dem Divisions-Hauptquartier in Brcko, wobei es zu zahlreichen Gräueltaten kommt. Im Angesicht der vorrückenden Roten Armee kommt es zu zahlreichen Desertionen, sodass die Division im Oktober 1944 wieder aufgelöst wird. Der Kader aus ‘Volksdeutschen’ bildet die Regiments-Gruppe der 13. SS-Gebirgs-‘Handschar’ der Kampfgruppe Hanke. Kämpfe in Ungarn, südlich von Budapest, am Plattensee und an der Drau. Die Überlebenden gerieten im Mai 1945 in Österreich in britische Kriegsgefangenschaft. Individuelle Abzeichen: ‘Handschar’-Krummsäbel in Hand mit Hakenkreuz in der Ecke an den Kragenabzeichen. Abzeichen der Gebirgsjäger. 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische, später ukrainische Nr.1) Befehlshaber: SS-Brigadeführer Schimana, SS-Brigadeführer Freitag. Aufstellung (als Division): April 1943 (einsatzbereit Juni 1944). Ende: Kapitulierte gegenüber den Briten in der Steiermark, Mai 1945. Einige aus dem Kessel von Tarnopol (Juli 1944) entkommene Restteile kämpften sich im Winter 1946/47 von den Karpaten bis nach Bayern durch. Infanterie-Stärke: 3 Infanterie-Regimenter. Waffen-Grenadier-Regimentder der SS 29 (galizische Nr. 1), 30 (galizische Nr. 2), 31 (galizische Nr. 3). Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Im April 1943 aus Ukrainern hinter der deutschen Front rekrutiert. Der Kader bestand aus ‘Volksdeutschen’. Massige freiwillige Meldungen, wovon etwa 30.000 angenommen werden. Der Titel ‘Galizisch’ war fiktiv, verursacht durch die politisch-rassistische Haarspalterei und wurde im November 1944 auf ‘Ukrainisch’ geändert. Grundausbildung in Deutschland und im Juni 1944 verlegt an die Ostfront. Bereits im Juli 1944 im Kessel bei Tarnow fast vernichtet, einige Überlebende erreichten die deutschen Linien. Anschließend in die Slowakei zur Erholung und Wiederauffüllung verlegt. Andere Versprengte hielten sich in den Karpaten bis Ende 1946 verborgen, bis sie sich im Winter 1946/47 bis zur amerikanischen Besatzungszone in Deutschland durchkämpften. Die Rumpfdivision sah nur noch wenige Kampfeinsätze nach der Kesselschlacht bei Tarnow und wurde auf kleiner Stärke in der Steiermark Anfang 1945 gehalten. Im April 1945 zur ‘Ukrainischen Nationalarmee’ überstellt und im Mai 1945 in britische Kriegsgefangenschaft bei Radstadt geraten. Ihre Überlebenden konnten die Repatriierung nach Russland vermeiden. Individuelle Abzeichen: Nach links gewandter Löwe am Kragenabzeichen. 15. Waffen-Grenadier-Division der SS Befehlshaber: SS-Brigadeführer Hansen, SS-Brigadeführer Graf von Pückler-Burghaus, SS-Oberführer Heilmann, SS-Oberführer von Oberwurzer, SS-Oberführer Ax, SS-Oberführer Burks. Aufstellung (als Division): Anfang 1944 zur Division aufgestockt. Ende: Teile kapitulierten gegenüber der Roten Armee bei Neu-Ruppin, Teile gegenüber der US Army an der Elbe. Infanterie-Stärke: 3 Infanterie-Regimenter, 1 Füsilier-Bataillon. Im Mai 1944 aus den Waffen-Grenadier-Regimentern der SS 32 (lettische Nr. 3), 33 (lettische Nr. 4), 34 (lettische Nr. 5), Füsilier-Bataillon 15. Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Schon seit Juli 1941 bildeten Letten viele innere Sicherungseinheiten, sogenannte ‘Schuma-Bataillone’. Anfang 1943 wurden einige der Schuma-Bataillone in die Lettische SS-Freiwilligen-Legion übernommen. Diese wird später zur Lettischen SS-Freiwilligen-Brigade mit dem Kader aus der 2. SS-Infanterie-Brigade. Im November 1943 erstmals im Einsatz in der Frontlinie bei Newel. Anfang 1944 zur Division ausgebaut und im Einsatz an der Narwa im Sommer 1944. Ende 1944 zur Auffrischung aus der Front gezogen. Über Kurland nach Pommern verlegt und schwer mitgenommen bei Danzig Anfang 1945. Ein Teil kapitulierte gegenüber der Roten Armee bei Neu-Ruppin im Mai 1945, ein anderer Teil nach Abwehrkämpfen vor Berlin gegenüber der US-Armee in der Nähe der Elbe im April 1945. Beste Kampfleistung aller baltischen Verbände. Individuelle Abzeichen: Kragenabzeichen ursprünglich nur Schwarz, aber einige trugen SS-Runen. Später ein Sonnendurchbruch mit drei Sternen. 16. SS-Panzer-Grenadier-Division Reichsführer-SS Befehlshaber: SS-Brigadeführer Simon, SS-Oberführer Baum. Aufstellung (als Division): Seit Oktober 1943 zur Division ausgebaut (einsatzbereit Februar 1944). Ende: Zersprengte Einheiten kapitulierten gegenüber den Briten in Kärnten (Österreich). Infanterie-Stärke: 2 motorisierte Infanterie-Regimenter (jedes mit 3 Bataillonen). SS-Panzergrenadier-Regimenter 35 und 36, SS-Panzer-Abteilung 16. Panzer-Ausstattung 1 Panzer-Bataillon (mit 4 Kompanien PzKpfw IV und PzKpfw V Panther, jede mit 22 Panzern), 3 Batterien Sturmgeschütze mit je 10 StuG III, Panzerjäger-Zug mit 10 Jagdpanzer IV, von Dezember 1944 an 12 Flak-Panzer. Insgesamt 140 Panzer. Einsätze: Himmlers Begleit-Bataillons Kommandostab RF-SS wurde im Februar 1943 zur Sturmbrigade ‘Reichführer-SS’ erweitert. Im Sommer 1943 im Einsatz auf Korsika. Im Oktober 1943 in Slowenien und Österreich zur Division erweitert. Im Februar 1944 war das SS-Panzergrenadier-Regiment 35 und die Flak-Abteilung im Einsatz bei Anzio. Die anderen Teile der Division nahmen im März 1944 an der Besetzung von Ungarn teil. Im Mai 1944 wurde die Teile der Division bei Grossetto in West-Italien zusammengeführt. Rückzugskämpfe entlang der Küste über Livorno, Pisa, Carrara im August 1944. Im September 1944 im Einsatz gegen Partisanen, dabei mehrere schwere Gräueltaten. Bis Januar 1945 über Bologna und Forli und dann nach Ungarn verlegt. Im Einsatz am Plattensee im April 1945. Zersprengte Teileinheiten kapitulierten gegenüber britischen und amerikanischen Streitkräften bei Klagenfurt und Radstadt. Besonderes: Viel Ersatz durch ‘Volksdeutsche’ aus der Batscha (Ungarn, Slowenien) Individuelle Abzeichen: Armbinde mit dem Titel ‘Reichsführer-SS’. 17. SS-Panzer-Grenadier-Division Götz von Berlichingen Befehlshaber: SS-Brigadeführer Ostendorff (verwundet im Juni 1944), dann fünf stellvertretende Befehlshaber. Ostendorff kehrt im November 1944 zurück und bleibt im Kommando bis Februar 1945. Anschließend SS-Oberführer Bochmann. Aufstellung (als Division): Aufgestellt im November 1943 in Frankreich. mehr …

  • Kapitulation Stalingrad

    Das Jahr 1943 im Zweiten Weltkrieg Die deutschen Pläne und Hoffnungen für das Jahr 1943 nach der Katastrophe von Stalingrad. Die deutsche Führung schaute Anfang 1943 auf die Zukunft mit guten und schlechten Aussichten. Die guten Aussichten bestanden aus zwei Umständen: Die Katastrophen, welche mit der Kapitulation der deutschen Sechsten Armee in Stalingrad ihren Höhepunkt erreicht hatten, konnten aufgehalten werden. Zum Zweiten waren endlich neue Waffen bereit zum Einsatz, darunter die dringend erwarteten Panther- und Tiger-Panzer. Zwischenzeitlich konnte der Verlauf der Kampfhandlungen an der Ostfront durch den Gegenangriff und der Rückeroberung von Charkow wieder gewendet werden, wodurch wieder neue Hoffnungen auf eine erneute Sommer-Offensive im Osten geweckt werden konnten. Allerdings war der Ausblick in Nordafrika im März – dem Monat der großen deutschen Siege im Osten – grimmig für die Achsen-Streitkräfte. Aber wenigstens wurde ein schneller alliierter Sieg in Nordafrika verhindert, welcher womöglich für den Sommer oder Herbst 1943 eine alliierte Invasion in Nordwest-Europa ermöglicht hätte. Selbst wenn nun nach einer erfolgreiche alliierte Offensive in Tunesien noch weitere Unternehmungen im Mittelmeer-Raum folgen sollten, wurde doch ein enormer Zeitgewinn geschunden. Weiterhin erschienen neue Waffen aus den Rüstungswerken in immer größeren Stückzahlen. Der Bau von U-Booten hatte einen Umfang erreicht, der es ermöglichte, immer Einhundert von ihnen gleichzeitig auf See zu halten. Die neuen, schweren Tiger-Panzer überwanden ihre anfänglichen technischen Probleme und der mittlere PzKpfw V Panther wurde zwischenzeitlich auch ausgeliefert. Es bestanden auch beste Aussichten, dass im Laufe des Jahres 1943 der monatliche Ausstoß dieser und anderer wichtiger Waffen – insbesondere Sturmgeschütze – ständig zunehmen würde. Von größter Wichtigkeit waren allerdings die Auswirkungen der Mobilisation auf die Heeresstärke. Die Kombination aus Rationalisierungen in der Industrie und der massive Einsatz von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern ermöglichte es, das Heer zu verstärken, sodass im Sommer 1943 die deutschen Armeen im Osten fast so stark waren, wie zwei Jahre zuvor. Die Versuche der Finnen, Ungarn und Rumänen, einen Ausweg aus dem Krieg zu finden, wurden von der deutschen Führung wirksam ausgehebelt. Vom U-Boot-Krieg konnte erwartet werden, dass dieser die westlichen Alliierten während des Jahres 1943 ziemlich einschränken würde und es gab die Erwartung, dass im Verlauf dieses Jahres sich die Lage am Südabschnitt der Ostfront wieder erholen würde. Die nun freigemachten Verbände durch die Räumung der Frontvorsprünge von Demjansk und Rschew erlaubten zumindest den großen Angriff an einem Abschnitt der Ostfront. Die Kämpfe auf diesem Kriegsschauplatz würden weiterhin Priorität haben und würden auch mit großer Heftigkeit fortgesetzt werden. Der Druck, den Nazi-Deutschland durch die U-Boote auf die westlichen Alliierten und an der Landfront auf die Sowjetunion ausüben würde, könnte ein Durchkämpfen ermöglichen – zumindest bis daran die Allianz aus Großbritannien, der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten von Amerika zerbricht. Die tatsächlichen Ereignisse Nach dem erfolgreichen Unternehmen Torch rückten die Alliierten schnell vor und näherten sich Tunis im Januar 1943. Aber die Vorräte gingen zur Neige, und die deutschen Truppen schlossen sich mit Rommels Armee aus Libyen zusammen, um die noch ‘grünen’ Amerikaner am Kasserine-Pass zu schlagen. Dieser Rückschlag war aber nur vorübergehend. Montgomery überwältigte Rommel im Osten Tunesiens und die US-Streitkräfte unter einem neuen Kommandanten, dem Panzer-Taktiker George S. Patton, schlug hart aus dem Westen zu. Alliierte Luft- und Seestreitkräfte brachten fast alle Nachschubkonvois der Achsenmächte zum Erliegen. Die deutschen und italienischen Truppen in Afrika kapitulierten im Mai 1943. Für 75.000 Mann Verluste haben die Alliierten alleine 250.000 Kriegsgefangene eingebracht. Der Feldzug unterstrich die Bedeutung Maltas, dessen Verbleib in alliierten Händen die Grundlage für die Luft- und Seeherrschaft der Briten bildete. Zusätzlich half ULTRA Montgomery dabei, Rommel zu besiegen und die Achsen-Konvois mit erstaunlicher Präzision durch Flugzeuge zu zerschlagen. Eisenhower erwies sich als ein begabter alliierter Führer mit viel politischem Verständnis und Pattons Fähigkeiten als Kommandant der Panzerstreitkräfte zeichneten sich ab. Rommels Ruf von Ritterlichkeit sowie brillante Taktiken blieb erhalten, obwohl dies zum Teil eine Folge des öden Landes und des geringen Rassenwahns war, in dem der Feldzug geführt wurden. Denn weniger zivile Opfer bedeuten auch weniger unnötige Brutalität. Dieser Sieg half den Alliierten ungemein. El Alamein, zusammen mit Stalingrad, überzeugte einige Vichy-Befehlshaber, es mit den Alliierten zu versuchen. Franco, schon immer ein Opportunist, weigerte sich, die Deutschen durch Spanien zum Angriff auf Gibraltar ziehen zu lassen. Diese britische Enklave im Süden Spaniens garantierte den Alliierten den sicheren Zugang durch die Meerenge in das Mittelmeer. Das was Churchill als ‘Tunisgrad’ bezeichnete und höhere Verluste und größere Folgen für die Achsenmächte hatte, als die Schlacht im Südosten Russlands an der fernen Wolga, war das Ergebnis der alliierten Behauptung von Malta und Gibraltar. Auf der Casablanca-Konferenz im Januar 1943 plädierte Roosevelt für eine Landung im deutsch-besetzten Frankreich in diesem Sommer. Churchill forderte dagegen Maßnahmen in Italien oder auf dem Balkan. Als Kompromiss einigte man sich auf Sizilien. Die Invasion Siziliens begann im Juli mit einem Angriff von 160.000 Amerikanern, Briten und Kanadiern, unterstützt von 4.000 Flugzeugen und mächtigen Seestreitkräften. Die britische 8. Armee unter der Führung von Montgomery landete ungehindert in der Nähe von Syrakus und zog nach Norden, bevor sie von deutschen Einheiten rund um den Ätna zum Stehen gebracht wurde. Die amerikanische 5. Armee unter George Patton landete in Gela, schlug Gegenangriffe der Achsenstreitkräfte ab und marschierte entgegen der Befehle über Palermo nach Messina, wo sie noch vor Montgomery im August einmarschierte. Die Invasion war aber nur ein Teilerfolg. Die Alliierten sammelten Erfahrungen mit amphibischen Operationen, veranlassten den faschistischen Großen Rat, Mussolini zu entlassen und Gespräche über die Kapitulation aufzunehmen und sicherten die Insel. Aber sie konnten 100.000 deutsche und italienische Soldaten nicht daran hindern, zusammen mit 10.000 Fahrzeugen auf das italienische Festland zu entkommen. Churchill forderte nun eine Invasion Italiens, von der er behauptete, dass sie den ‘weichen Unterbauch’ der ‘Festung Europa’ treffen wird, um die Deutschen zu zwingen, Divisionen aus Russland abzuziehen und damit Montgomery mit der britischen 8. Armee die Gelegenheit weiterer Siege eröffnen würde. Roosevelt dagegen favorisierte eine Landung in Südfrankreich, gab dann aber nach, da seine Luftwaffen-Führung Bomberbasen in Italien haben wollte. Die Invasion begann im September 1943. Montgomery nahm Reggio und Tarent und bewegte sich geschickt auf der mehr …

  • Fokker Dr.I

    Deutsches Fokker Dr. I Dreidecker Jagdflugzeug aus dem Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Fokker Dr.I Dreidecker Typ: Einsitziges Jagdflugzeug. Vorgeschichte: Dreidecker-Wahn Hier zu den ersten Fokker-Jägern: Eindecker und D.I bis D.V. Im Frühjahr 1917 war die neue Sopwith Triplane das einzige alliierte Jagdflugzeug, welches die Albatros-Jäger schlagen konnte, was zu einem einjährigen Dreidecker-Wahn in Deutschland führte. Eine Sackgasse in der Entwicklung von Jagdflugzeugen, welche einer besonderen Erwähnung bedarf, kann am besten mit ‘Dreidecker-Wahn’ beschrieben werden. Als die Luftfahrt noch in den Kinderschuhen steckte, war es üblich, verschiedene Konfigurationen zu erproben, wenn die beste Konstruktion nicht offensichtlich war. Aus strukturellen und aerodynamischen Gründen waren die meisten Flugzeuge vor und während des Ersten Weltkriegs entweder Eindecker oder Doppeldecker. Anfang 1917 führte der englische Flugzeughersteller Sopwith jedoch einen Dreidecker ein, welcher aus der kleinen, beweglichen Sopwith Pup entwickelt worden war. Diese Sopwith Triplane übernahm das einzelne Maschinengewehr und die allgemeinen Linien der Pup, hatte jedoch einen stärkeren 110-PS-Umlaufmotor zusammen mit einer neuen Dreidecker-Flügelzelle. Zwar war das Flugzeug etwas zerbrechlich und nur in geringen Zahlen verfügbar, trotzdem war die Sopwith Triplane eine unangenehme Überraschung für die zu diesem Zeitpunkt dominierenden Albatros-Piloten. Dies hatte die Ursache darin, dass das neue britische Jagdflugzeug als einziges aller alliierten Flugzeuge den Albatros-Jäger in Steigleistung und Beweglichkeit überlegen war und dabei etwa die gleiche Höchstgeschwindigkeit erreichte. Trotz der allgemeinen deutschen Luftüberlegenheit im Frühjahr 1917, führte das Auftreten der Sopwith Triplane bei ihren deutschen Gegnern dazu, dass diese dem Dreidecker eine angeborene Überlegenheit gegenüber dem Zweidecker-Konzept nachsagten. Tatsächlich ist es aber so, dass die Zweidecker-Konfiguration ein natürlicher und besserer Kompromiss aus Stabilität, Stärke, Gewicht und Aerodynamik ist als der Dreidecker, welcher zu viel Luftwiderstand bietet. Die leichte, bewegliche Sopwith Triplane hatte letztlich nur einen zufälligen Höhepunkt des Dreidecker-Potentials erreicht, was zum ‘Dreidecker-Wahn’ in ganz Deutschland und auch Österreich-Ungarn führte. So verlangten die deutschen Verantwortlichen, gefolgt von ihren Kollegen in Österreich-Ungarn, von ihren Flugzeugherstellern Dreidecker-Jagdflugzeuge zu entwickeln. Dies führte zu einem Überfluss von neuen Flugzeugentwürfen, von denen fast alle niemals an der Front eingesetzt wurden, was eine erhebliche Verschwendung an Arbeitszeit der Flugzeug-Ingenieure bedeutete. Letztlich sind nur zwei deutsche Dreidecker-Jagdflugzeuge gebaut worden. Einer davon war die Pfalz Dr.I, wobei das ‘Dr’ immer für Dreidecker steht, von der nur zehn Stück gebaut wurden und von denen es einige Fotografien beim Jasta 73 gibt. Allerdings kann ein Kampfeinsatz nicht nachgewiesen werden. Das andere Flugzeug war der Fokker-Dreidecker, welches vor allem durch den Roten Baron, Manfred von Richthofen, berühmt wurde – und der auch in einem dieser Flugzeuge abgeschossen wurde und ums Leben kam. In vielen Bereichen ist der Fokker-Dreidecker ein Paradox. Das Flugzeug erschien genau zu einer Zeit, als die deutschen Albatros-, Roland- und Pfalz-Jäger den alliierten Typen unterlegen waren und so wurde der neue Jäger von den deutschen Piloten herzlich begrüßt. Anfangs gab es zwar strukturelle Fehler, aber die Probleme wurden schnell behoben. Obwohl das Flugzeug langsam war, wurde der Fokker-Dreidecker das bevorzugte Flugzeug vieler deutscher Jagdflieger. Dies lag an seiner hervorragenden Steigleistung und Manövrierfähigkeit, die es Ideal für enge Kurvenkämpfe mit deftigen Fliehkräften machten. Dazu hatte es die standardmäßigen zwei synchronisierten Maschinengewehre und nach Überwindung der Probleme bei der Qualitätskontrolle war es ein robustes Flugzeug. Obwohl dies manchmal behauptet wurde, war die Fokker Dr.I keine Kopie der Sopwith Triplane und hatte – abgesehen von den drei Flügeln – keine Gemeinsamkeiten mit dem britischen Entwurf. Zwar hatte der Fokker-Dreidecker nicht genügend Geschwindigkeit, jedoch konnte er zumindest seine Gegner bei Steigleistung und Manövrierfähigkeit übertreffen, während zu diesem Zeitpunkt die Albatros-Jäger nirgends mehr einen Vorteil hatten. Letztlich führte der höhere Luftwiderstand dazu, dass sich die Flugzeugkonstrukteure wieder von der Dreidecker-Konfiguration abwendeten. So wurde die Sopwith Triplane durch den Doppeldecker Sopwith Camel ersetzt, welche zwar keine bedeutend bessere Leistung hatte, jedoch viel robuster war und zwei Maschinengewehre hatte. Und auch die Fokker Dr.I wurde zum schnelleren Fokker D.VI-Doppeldecker weiterentwickelt. Jedoch stellte sich die Fokker D.VII mit den wassergekühlten Mercedes- oder BMW-Motoren als stärkeres Jagdflugzeug heraus, sodaß der Bau der Fokker D.VI nur sehr begrenzt war. Geschichte der Fokker Dr.I Wie schon erwähnt, was der Eindruck, den der britische Sopwith Triplane Dreidecker bei den führenden Kreisen des deutschen Militärs und der Luftfahrt hinterließ, derartig gewaltig, dass nicht weniger als vierzehn deutsche und österreich-ungarische Flugzeughersteller ihren eigenen Entwurf eines Dreideckers entwickelten. Es hatte offensichtlich ganz den Anschein, als wenn die magische Formel für den Erfolg im Luftkampf nun bei den Dreideckern liegen würde. Die meisten dieser Hersteller begannen mit ihren Entwürfen, nachdem einer der britischen Dreidecker im Juli 1917 erbeutet und inspiziert worden war. Damit begannen diese jedoch mit ihren Entwürfen ein gutes Stück nach Anthony Fokker, welcher eine Sopwith Triplane bereits im April 1917 an der Westfront in Aktion gesehen hatte. Es wurde oft behauptet, dass die Fokker Dr.I eine Kopie der Sopwith Triplane gewesen wäre, aber Reinhold Platz, der die Fokker-Maschine auf Wunsch seines Arbeitgebers entwarf, hatte niemals das britische Flugzeug gesehen und war eigentlich auch nicht von dessen Vorzügen überzeugt. Das Gerücht der Kopie hatte offensichtlich seinen Ursprung, als eine Fokker Dr.I von den Alliierten erbeutet werden konnte. Dazu schrieb ein gewisser M. Lagorgette in der ersten März-Ausgabe 1918 der französischen Zeitschrift L’Aerophile mehr oder weniger das folgende: Der feindliche Dreidecker ist im Effekt eine Kopie der Sopwith Triplane. Die Ähnlichkeit der beiden Flugzeuge ist sehr groß und es gibt bei beiden die gleichen Unterschiede zu den gewöhnlichen Jagdflugzeugen, da die Flügel bei beiden in gleicher Weise angeordnet sind, jedoch die Form und Dimensionen sich erheblich unterscheiden … Das Besondere an der Maschine ist jedoch, dass es keine Kabel oder irgend eine andere Form der Verspannung der Flügel gibt … Die Kontrollen sind wie bei den üblichen Fokker-Typen … Der Motor ist ein Oberursel-Umlaufmotor mit 100 oder 110 PS, was praktisch ein nachgebauter französischer Le Rhone ist … Die Bewaffnung besteht aus zwei starren Spandau-Maschinengewehren, welche zusammen oder einzeln abgefeuert werden können. Sie werden durch den Motor angetrieben und werden durch Boden-Kabel kontrolliert … Trotz Bedenken über die Leistungsfähigkeit des Dreidecker-Konzepts baute Reinhold Platz einen Prototyp, der als mehr …

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