Kriegstagebuch 6. April 1917


Kriegserklärung des US-Präsidenten Wilson
Der Text der Kriegserklärung des US-Präsidenten Wilson.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 6. April 1917:

Politik


USA ERKLÄRT DEUTSCHLAND DEN KRIEG um 13 Uhr mit 373 zu 50 Stimmen im Repräsentantenhaus. 87 deutsche Schiffe in amerikanischen Häfen werden besetzt und am 9. April folgen 14 österreich-ungarische Schiffe.

Westfront

Frankreich: Präsident Poincare und die Generäle treffen sich im Zug bei Compiegne, um die Offensive zu überdenken. Nivelle droht zurückzutreten und erhält die Erlaubnis anzugreifen. Allerdings kann die Genehmigung zur Offensive zurückgezogen werden, falls nach 48 Stunden nicht die erhofften Gewinne eintreten. 5.350 französische Geschütze beschießen jetzt die deutschen Stellungen.

Luftkrieg

Westfront: Mannock wird zur 40. Squadron versetzt. 5 Sopwith Pup Jagdflugzeuge der 3. (Marine) Squadron schießen eine Gruppe aus 4 Halberstadt-Jäger vollständig ab.


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    • Adolf Hitler

      Adolf Hitler (1889-1945); Biografie und der fragliche Stammbaum vom Führer des Dritten Reichs und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, welcher zu seiner eigenen Überraschung den Zweiten Weltkrieg auslöste. Biografie und Lebenslauf von Adolf Hitler. HITLER, Adolf (1889-1945) Führer Drittes Reich, Oberbefehlshaber der Wehrmacht – und der Mann, welcher zu seiner eigenen Überraschung den Zweiten Weltkrieg auslöste … Adolf Hitler war ein Größenwahnsinniger mit einer morbiden Faszination für Tod und Zerstörung sowie einem fanatischen Hass auf Juden und Kommunisten. Als gewandter Lügner und Hetzredner war er auch in der Lage, ein überraschendes Maß an Loyalität von seinen Untergebenen und Anhängern zu erhalten und diese zu inspirieren. Nach seinem erstaunlichen Erfolg im kühnen Blitzkrieg gegen Frankreich hielt er sich selbst in dem Glauben, der ‘größte Feldherr aller Zeiten’ zu sein und entschied Russland zu überfallen. Übernahm im Dezember 1941 persönlich den Befehl über das Heer während der kritischen Schlacht um Moskau und beharrte auf dem Recht, gegen alle taktischen Entscheidungen seiner Armeebefehlshaber ein Veto einlegen zu können. Zusammen mit seiner starren ‘keinen-Schritt-zurück’-Strategie führte dies zu den Katastrophen von Stalingrad und Kursk, in Tunesien, in Weißrussland und in der Ardennen-Offensive. Der selbst auferlegte, fieberhafte Arbeitsstress ruinierte in erschreckendem Maße Hitlers Gesundheit und er wurde drogenabhängig. Verbrachte die letzten Wochen seiner Macht zurückgezogen im Führerbunker in Berlin und wütete über die ‘verräterischen Generäle’ und ‘jüdische Bolschewisten’, kommandierte imaginäre Armeen und Divisionen und gab den ‘Verbrannte-Erde’-Befehl für Deutschland heraus. Mehr über Hitler Kurzbiografie Adolf Hitler Geboren in Braunau am Inn (Österreich) am 20. April 1889 als Sohn eines kleinen Zollbeamten. Verbrachte seine ersten Jahre als ‘brotloser’ Künstler in Wien und München. Diente an der Westfront von 1914 bis 1918 mit dem Rang eines Gefreiten und erhielt das Eiserne Kreuz (1. und 2. Klasse). Erblindete kurzfristig bei einem Gasangriff im Oktober 1918. Nach dem Ersten Weltkrieg tätig in München als Geheimagent der Militärbehörden, mit dem Auftrag die ‘Deutsche Arbeiterpartei ‘ zu unterwandern. Wurde zum Führer der in ‘Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei’ (NSDAP) umbenannten Partei gewählt (1921). Leitete den gescheiterten Putsch in München am 8. November 1923. Verurteilt zu 9 Monaten Festungshaft, wo er das Buch ‘Mein Kampf’ schrieb. Erhielt während der Depression seit 1930 Unterstützung einflussreicher Großindustrieller. Stellte sich erfolglos gegen Hindenburg in den Präsidentschaftswahlen von 1932 auf. Zum Kanzler am 30. Januar 1933 ernannt. Alle Oppositionsparteien und Rivalen innerhalb der Regierung (‘Ermächtigungsgesetz’ nach den ‘Reichsbrand’, 24.3.1933) und der eigenen Nazi-Bewegung werden 1933-1934 unterdrückt oder ausgeschaltet. Höhepunkt ist die ‘Nacht der langen Messer’ (Röhm-Putsch) am 30. Juni 1934. Übernimmt auch zusätzlich das Amt des Reichspräsidenten unter dem neuen Titel Führer nach dem Tod von Hindenburg am 2. August 1934. Die Befugnisse werden durch Volksabstimmung am 19. August 1934 bestätigt.     Befiehlt die Aufstellung einer Luftwaffe am 1. Oktober 1934, führt die Wehrpflicht im März 1935 wieder ein. Erlässt Gesetze gegen Juden im September 1935. Lässt die Wehrmacht in das entmilitarisierte Rheinland im März 1936 einmarschieren. Unterstützt im Juli 1936 General Franco im Spanischen Bürgerkrieg. Unterzeichnet die Vereinbarung zur Achse Rom-Berlin im Oktober 1936. Einmarsch und Anschluss von Österreich im März 1938. Trifft die britischen und französischen Staatschefs und Mussolini in München im September 1938 und erhält das Sudetenland von der Tschechoslowakei. Besetzt die Rest-Tschechoslowakei im März 1939. Unterzeichnet einen Nichtangriffspakt mit Stalin (Sowjetunion) im August 1939. Angriff auf Polen am 1. September 1939. Erobert und besetzt Dänemark, Norwegen, Luxemburg, Belgien, die Niederlande und Frankreich zwischen dem 9. April und 22. Juni 1940. Im Machtkampf mit der Armeeführung setzt er sich durch und ermöglicht so dem Britischen Expeditionskorps aus Dünkirchen (Mai/Juni 1940) zu entkommen. Besucht Paris im Juni 1940. Plant im Juli 1940 die Invasion von England und bietet Friedensverhandlungen in seiner Rede zum ‘Letzten Appell an die Vernunft’ an. Befiehlt im September 1940 der Luftwaffe London aus Vergeltung für britische Luftangriffe auf Berlin anzugreifen, anstatt weiter das Jägerkommando der RAF unter Druck zu setzen. Verschiebt die Invasion von England und befiehlt stattdessen den Überfall auf die Sowjetunion (Dezember 1940). Greift im Februar 1941 in den italienischen Krieg in Nordafrika ein (Rommels Afrika-Korps). Schlägt Jugoslawien und Griechenland im April 1941 innerhalb von 17 Tagen nieder. Genehmigt die erste strategische Luftlandung der Militärgeschichte auf Kreta (Mai 1941). Befiehlt die Ermordung der europäischen Juden (‘Endlösung’, Mai 1941). Beginnt mit dem verspäteten Angriff auf die Sowjetunion (Unternehmen Barbarossa, 22. Juni 1941). Greift entscheidend in die Operationsführung ein (Eroberung der wirtschaftlich wichtigen Ukraine mit Kiew anstatt die schnelle Wegnahme des politischen Zentrums Moskau). Befiehlt zu spät die Eroberung von Moskau (Oktober – Dezember 1941). Verhindert den Rückzug und womögliche Zerschlagung der besiegten deutschen Armeen vor Moskau (Dezember 1941) durch strikte ‘keinen-Schritt-zurück’-Befehle und durch die Entlassung vieler bewährter Generale (Guderian). Versucht im Sommer 1942 Stalingrad und die Ölfelder im Kaukasus zu erobern. Verbietet der eingeschlossenen 6. Armee aus Stalingrad auszubrechen (November 1942-Februar 1943). Beginnt die dritte und letzte Sommeroffensive in Russland (Panzerschlacht von Kursk), Juli 1943. Sendet verspätet massive Verstärkungen zu Rommel nach Nordafrika (November 1942-April 1943). Lässt den abgesetzten italienischen Diktator Mussolini im September 1943 befreien. Befiehlt den Angriff auf London mit Vergeltungswaffen (Marschflugkörper V-1 und Rakete V-2) im Mai 1944. Übersteht den Attentats- und Putschversuch vom 20. Juli 1944 (Stauffenberg). Führt eine letzte, verzweifelte große Gegenoffensive an der Westfront im Dezember 1944 durch (Ardennen-Offensive). Ordnet im April 1945 die ‘Verbrannte-Erde’-Strategie für Deutschland an. Entscheidet sich am 22. April 1945 bis zuletzt in Berlin zu verbleiben. Heiratet seine langjährige Geliebte Eva Braun am 28. April 1945. Beide begehen am 30. April 1945 Selbstmord. Siehe auch: Adolf Hitler – Charakter Siehe auch: Hitler Bilder War Hitlers Großvater ein Jude ? Hitlers eigentliche Abstimmung liegt auch noch heute im Halbdunkel. Sicher ist, dass er am 20. April 1889 im ‘Gasthaus zum Pommer’ in der kleinen österreichischen Stadt Braunau am Inn geboren wurde, welcher der Grenzfluss zwischen Österreich und Bayern ist. Vater war ein österreich-ungarischer Zollbeamter im damaligen Alter von 52 Jahren, welcher noch zwölf Jahre vor der Geburt des Sohns Adolf ‘Alois Schickelgruber’ hieß. Über den Verlauf des Stammbaums des Alois Schickelgruber gibt es drei unterschiedliche Möglichkeiten, die alle ein gewisses Maß an Wahrheit mehr …

    • Deutsche Soldaten entfernen die Grenzschranken zu Polen

      Der Weg in den 2. Weltkrieg und das Kriegstagebuch für das Jahr 1939. Monatliche Kriegstagebücher für September, Oktober, November und Dezember 1939.   Friede in unserer Zeit In einer später berüchtigten Radiosendung vom 28. September 1938 klagte der britische Premierminister Chamberlain darüber: ‘Wie schrecklich und unglaublich erscheint es, dass wir Schützengräben ausheben und Gasmasken tragen sollen, wegen eines Streits in fernen Ländern, zwischen Menschen, über welche wir überhaupt nichts wissen’. Obwohl dieser sogenannte ‘Streit’ offenbar zwei Tage später durch das Münchner Abkommen beigelegt wurde, war das Ergebnis nicht der ‘Frieden in unserer Zeit’ – wie von Chamberlain verkündet – sondern lediglich eine Atempause über 5 1/2 Monate. Bestärkt durch Verachtung und Hohn für die Leichtgläubigkeit des ‘netten, alten Mannes’, welchem er ja nur seine Unterschrift in München gegeben hatte, steigerte Hitler die Propaganda und den Druck auf die Tschechoslowakei und drohte dreist Prag in Ruinen zu bombardieren, wenn der schüchterne Präsident Hacha nicht auf seine Forderungen eingeht. Am 15. März 1939 unterzeichnete Hacha eine Erklärung in Berlin, in welcher es lautete, dass um die ‘abschließende Befriedung zu erreichen, er zuversichtlich das Schicksal des tschechischen Volkes und Landes in die Hände der Führer des Deutschen Reiches legt.’ Kriegstagebuch 1939 Kriegstagebücher zu den einzelnen Monaten des Jahres 1939: Ende der Appeasement-Politik Der deutsche Einmarsch in die Tschechoslowakei am 15. März 1939 zwangen die britische und französische Regierung die ‘Appeasement’-Politik aufzugeben. Innerhalb von zwei Tagen gab Chamberlain eine öffentliche Verurteilung ab. Darauf folgte am Ende des gleichen Monats eine anglofranzösische Garantie zur Hilfe für Polen, welches offenbar das nächste Opfer Hitlers werden sollte: ‘Im Falle einer Handlung, die eindeutig die polnische Unabhängigkeit bedroht, und welche die polnische Regierung entsprechend zwingt, mit ihren nationalen Streitkräften Widerstand zu leisten … werden wir der polnischen Regierung alle in unserer Macht nur mögliche Unterstützung gewähren.’ Am 26. April wurde als Reaktion auf Mussolinis Besetzung des kleinen Königreichs Albanien in Großbritannien die Wehrpflicht wieder eingeführt, ein einmaliger Vorgang in Friedenszeiten, ebenso wie es die Garantie für Polen in der britischen Außenpolitik gewesen war. Darauf hin einigten sich Deutschland und Italien darauf, ihre Achse in ein formelles Militärbündnis umzuwandeln. Großbritannien und Frankreich schlossen Pakte mit der Türkei, Griechenland und Rumänien. Hitler war inzwischen damit beschäftigt, die Wiedergewinnung des polnischen Korridors, Danzig und letztlich die Zerschlagung des polnischen Staates vorzubereiten. Der Wehrmacht wurde öffentlich befohlen, bis zum 25. August 1939 für alle Eventualitäten bereit zu sein. Eine große Frage blieb jedoch noch bestehen: Welche Rollen würden das sowjetische Russland und die USA in den heraufziehenden Konflikt spielen ? Es gab wenig Zweifel über das vorläufige Verhalten der USA, denn gebunden durch drei selbst auferlegte Neutralitätsakte musste ein noch isolationistisches Amerika von seinem Präsidenten umworben werden, mehr Interesse in Europa zu zeigen, als an dem zwei Jahre alten chinesisch-japanischen Konflikt. Es gab deshalb mehr Diskussionen darüber, welche Politik die Sowjetunion verfolgen würde. Die sogenannte ‘Friedensfront’, welche Großbritannien und Frankreich aufbauen wollten und an welcher bis jetzt Polen, die Türkei, Griechenland und Rumänien teilnahmen, konnte niemals eine wirksame Abschreckung für Hitler ohne Russland sein. Britische und russische Diplomaten trafen sich zwar in ständigen und herzlichen Konferenzen, welche aber fruchtlos blieben. Die sowjetische Presse beendet die Denunziation von Chamberlain wegen seines angeblichen Verrats an der Tschechoslowakei und der Londoner Times wurde ungewöhnlich still darüber, über die Mängel der sowjetischen Politik zu berichten. Anfang Juni ging schließlich William Strang, ein hoher Beamter im Auswärtigen Amt und ein Experte in russischen Angelegenheiten, als Sonderbotschafter nach Moskau, um Gespräche über einen anglo-russischen Militärpakt einzuleiten. Stalins Doppelspiel Aber für diejenigen, welche offene Augen hatten, war zu erkennen, dass Stalin ein doppeltes Spiel betrieb. Während einer großen Rede am 28. April 1939 kündigte Hitler zwar den deutsch-polnischen Pakt von 1934 und das deutsch-englische Flottenabkommen von 1939 auf, ließ jedoch die übliche Hetze gegen den ‘jüdischen Bolschewismus’ und die ‘monströsen Untermenschen’ aus dem Kreml weg. Am 3. Mai wurde der diplomatische und britisch-freundliche Kommissar für Auswärtige Angelegenheiten, Litwinow, plötzlich gegen den grimmigen und provinziellen Molotow ersetzt. Einige Tage später traf auch ein neuer russischer Botschafter in Berlin ein und erhielt einen außergewöhnlich herzlichen Empfang. Als Anfang August schließlich britische und französische Stabsoffiziere nach Moskau geschickt wurden, um Gespräche mit dem russischen Marschall Woroschilow zu beginnen, fanden sie sich bald in einem Kreislauf von mysteriösen Verzögerungen und Hindernissen wieder. Woroschilow verlangte Zustimmung zur russischen militärische Kontrolle über die baltischen Staaten und es gab endlose Diskussionen über geeignete militärische Gegenmaßnahmen gegen die ‘indirekte Aggression’. Die baltischen Staaten waren abgeneigt, ihre Neutralität zu gefährden und bevorzugten getrennte Nichtangriffspakte mit Deutschland auszuhandeln. Die Polen hielt immer noch an ihrer traditionellen Russen-Phobie fest. Dann, am 19. August 1939 kündigte Stalin gegenüber dem Politbüro seine feste Absicht an, einen Pakt mit Deutschland zu schließen. Am 21. August wurde dann der bevorstehende Abschluss eines deutsch-sowjetischen Pakts in Berlin gegenüber einer erstaunten Welt bekannt gegeben. Im Laufe des Tages versuchten die britischen und französischen Offiziere in Moskau, Woroschilow zu kontaktieren. Aber als der Leiter der französischen Militärmission schließlich mit dem russischen Marschall sprechen konnte, wurde er mit einem peinlichen Vortrag abgehandelt: ‘Die Frage der militärischen Zusammenarbeit mit Frankreich steht seit mehreren Jahren im Raum, wurde aber niemals vereinbart. Im vergangenen Jahr, als die Tschechoslowakei geopfert wurde, warteten wir vergeblich auf ein Signal aus Frankreich, aber es wurde keines gegeben. Unsere Truppen waren bereit … Die französische und englische Regierung haben nun die politische Diskussion zu lange verschleppt.’ Am nächsten Tag traf Hitlers arroganter Außenminister von Ribbentrop in Moskau für die feierliche Unterzeichnung des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts ein. Der ‘unnatürliche’ Hitler-Stalin-Pakt Obwohl es auf den ersten Blick nach Churchills Worten ein ‘so sehr unnatürlicher Pakt’ war, hatte er eine gewisse machiavellistische Logik. Stalin konnte sich aus dem drohenden Krieg in Europa heraus halten und den Kampf Deutschland und den westlichen Demokratien überlassen. Dies war insbesondere wichtig, als der sowjetische Führer vor kurzem erst Tausende von hohen Offizieren der Roten Armee hat liquidieren lassen. Stalin glaubte, dass die westlichen Demokratien ihn immer wieder in einen Krieg mit Deutschland verwickeln wollten, und das diese hofften, aus einem deutsch-russischen Vernichtungskrieg unversehrt mehr …

    • 3D-Modell T34 Modell 1940

      Berühmter sowjetischer T-34 Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modelle vom T-34 Modell 1940, 1941 und 1942. T-34 Modell 1940, 1941 und 1942 Typ: mittlerer Kampfpanzer. Geschichte des T-34 Panzer Entwicklung 1937 wurde der noch junge M. Koshkin als Leiter des Entwicklungsbüros zu den KhPZ-Werken in Charkow versetzt. Seine neue Mannschaft bestand dort aus A. Morozow für die Kraftübertragung, N. Kucherenko und P. Vasiliew für das Laufwerk sowie M. Tarshinow für die Gestaltung des Panzerschutzes. Alle Beteiligten hatten schon wichtige Erfahrungen im Panzerbau gesammelt. Tarshinow hatte die Vorteile stark abgeschrägter Panzerungen bei den experimentellen Prototypen BT-IS und BT-SW studiert, während Morozw am neuen V-2-Dieselmotor beteiligt war, der erstmals in den BT-8 und dem Woroschilow-Traktor eingebaut wurde. Kucherenki und Vasiliew hatten am T-29-4-Prototypen gearbeitet, welcher die Anwendbarkeit des Christie-Laufwerks bei mittleren Panzern untersuchte. Die Aufgabe des Entwicklungsbüros war es, einen Ersatz für den schnellen BT-Panzer zu entwickeln und der neue Entwurf wurde intern als A-20 bezeichnet. Die Spezifikationen verlangten aufgrund der Erfahrungen im Spanischen Bürgerkrieg und gegen die Japaner im Fernen Osten einen Panzer, welcher auf jede Entfernung den Beschuss einer 37-mm-Pak widerstehen konnte, sowie einer 76-mm-Kanone aus Entfernungen von über 1.000 Metern. Da die russischen Benzinmotoren sich als zu empfindlich gegen Beschuss herausgestellt hatten, wurde auch die Verwendung eines weniger feuer- und explosionsgefährdeten Diesel-Motors verlangt. Schließlich folgte noch während des Winterkriegs 1939/40 gegen Finnland die Forderung, nur Schmiermittel zu verwenden, welche auch bei sehr tiefen Temperaturen den Einsatz ermöglichen. Im Mai 1938 wurde ein Holzmodell des A-20 dem Verteidigungs-Komitee vorgestellt. Dieses entsprach den Spezifikationen, welche von Pawlow als Vorsitzendem des ABTU gefordert wurden, mit einer 20-mm-Panzerung, einer 45-mm-Kanone und einem abnehmbaren Kettenlaufwerk um auch auf Straßenrädern fahren zu können. Das Entwicklungs-Team des A-20 war nicht von der Einrichtung mit den abnehmbaren Ketten begeistert, da dies zusätzliches Gewicht verursacht und die bisherigen Kampferfahrungen gezeigt hätten, dass diese Eigenschaft überflüssig ist. Koshkin argumentierte, dass das Fahrzeug zumindest 30 mm Panzerung haben müsste, um gegen aktuelle und zukünftige Gefahren bestehen zu können, sowie eine 76-mm-Kanone benötigt, um feindliche Panzer mit gleich guter Panzerung bekämpfen zu können. Stalin war persönlich bei Koshkins Vorführung anwesend und dies führte zur Genehmigung, den A-20-Prototypen und einen weiteren, schwereren Prototypen zu bauen. Letzterer wurde erst A-30 und später T-32 genannt und beinhaltete die Vorschläge von Koshkin. Prototypen beider Modelle waren im Juli 1939 fertig und nach Kubinka für Testversuche geschickt. Wie vorhergesagt, waren die Leistungen des A-20 bei den Tests unter Einsatzbedingungen im Gelände ohne Ketten miserabel, während er mit Ketten genauso gut war wie der T-32. Am 1. September 1939 wurden alle neuen sowjetischen Panzertypen vorgeführt, einschließlich des A-20, T-32, KW-Panzer, T-40 und T-50. Dabei gab es immer noch keine Einigkeit, ob der A-20 oder T-32 der bessere Entwurf war. So schlug Koshkin vor, den T-32 als universellen Panzer anzusehen, welcher die Aufgaben des bisherigen schnellen BT, Infanteriepanzer T-26 und des mittleren T-28 übernehmen kann. Einige Mitglieder des Komitees störte die Tatsache, dass ein T-32 soviel kostete wie drei leichte T-26 und Pawlow unterstützte immer noch seine Spezifikationen, nach denen der A-20 entworfen war. Eine Sitzung des Verteidigungskomitees wurde für den 19. Dezember 1940 einberufen, um die Angelegenheit zu klären. T-34 Modell 1940 Zwischenzeitlich trafen Nachrichten aus Finnland ein, dass die sowjetischen Panzer äußerst empfindlich gegen die finnischen Panzerabwehrgeschütze waren und die 45-mm-Kanone in den Panzern der Roten Armee nicht mit den dortigen Bunkern fertig werden. Um die Angst der Komitee-Mitglieder zu besänftigen, hatte Koshkin seinen Stab Schätzungen ausarbeiten lassen, welche nahe legten, dass die Panzerung des T-32 noch weiter verstärkt werden konnte, ohne größere Einbußen bei der Mobilität zu erleiden. Als Folge davon befahl das Verteidigungskomitee eine mit verstärkten Panzerschutz versehene Version des mittleren Panzers T-32 für die sofortige Produktion freizugeben, um den schnellen BT und mittleren T-28 Panzer zu ersetzen. Diese neue Version wurde als mittlerer Kampfpanzer T-34 bezeichnet und den Vertretern des Kommissariat für die mittlere Schwerindustrie wurde der Auftrag erteilt, 200 T-34 Panzer im Jahr 1940 zu bauen. Die ersten beiden Prototypen des T-34 waren im Februar 1940 fertig und wurden in harte Feldversuche geschickt. Im Juni 1940 wurden Koshkin und der Direktor der KhPZ in Charkow, Maksarev, zu einer Sitzung des verängstigten Zentralkomitees der Kommunistischen Partei bestellt, welche besorgt über die Niederlage von Frankreich waren. Die sowjetische Führung war ernsthaft schockiert über die Geschwindigkeit dieser Niederlage. Im Angesicht der schlechten Leistung der Roten Armee im Winterkrieg gegen Finnland hatten sie davor Angst, dass die Wehrmacht bald ein Auge auf Russland als nächstes Opfer werfen könnte. Stalin beharrte darauf, daß die Produktion des T-34 von 200 auf 600 Panzer erhöht wird, wovon 500 das KhPZ-Werk und 100 STZ bauen sollte. Die Massenproduktion des neuen Panzerentwurfs stellte sich als extrem schwierig heraus und die Lage wurde nicht erleichtert durch fortgesetzte Auseinandersetzungen über den T-34 und die Verbitterung vieler hoher Offiziere, welche von dem Panzer wenig begeistert waren. Das erste Serienmodell des T-34 Modell 1940 verließ die Panzerfabrik KhPZ Nr. 183 nicht vor September 1940. Dazu starb noch später im selben Monat sein Konstrukteur M. Koshkin, angeblich durch Lungenentzündung. 1940 wurden nur 115 T-34 gebaut und einige davon mussten mit M-17T-Motoren und BT-Panzer-Kupplungen ausgerüstet werden, da es einen fortlaufenden Mangel an den neuen V-2-Motoren und Kraftübertragungen gab. Bis zu Beginn des Unternehmens Barbarossa am 21. Juni 1941 waren dann allerdings 967 T-34 an die Rote Armee ausgeliefert worden, zuzüglich 508 schwere KW-Panzer. Animation 3d-Modell T-34 Modell 1940 T-34 Modell 1941 Das Debüt des T-34 Modell 1940 im Kampfeinsatz im Sommer 1941 zeigte zweifelsfrei, daß dies der beste Panzerentwurf seiner Zeit war. Die revolutionäre Konstruktion mit einer dicken, schräg angebrachten Panzerung, starker Feuerkraft und hervorragender Beweglichkeit ordnete ihn in einer Klasse über seinen deutschen Zeitgenossen, dem PzKpfw III und PzKpfw IV, ein. Dies zwang die Wehrmacht zu einem kostspieligen Programm, die vorhandenen Panzertypen besser zu bewaffnen und stärker zu panzern, sowie den PzKpfw V Panther vollständig neu als Gegengewicht gegen den T-34 zu entwickeln. Das Erscheinen des T-34 zwang die Deutschen auch noch ihr komplettes Arsenal an Panzerabwehrmitteln zu mehr …

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