Kriegstagebuch 6. Juli 1917


Richthofen verwundet
Manfred von Richthofen, das As der Asse erholt sich von seiner Kopfverletzung.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 6. Juli 1917:

Luftkrieg


Westfront: Guynemer erzielt den ersten Luftsieg mit seiner neuen, mit 37-mm-Puteaux-Kanonen bewaffneten Spad S12, indem er eine DFW mit einem einzigen Schuss abschießt. Fonck erzielt sogar insgesamt 6 Abschüsse mit dieser kraftvollen, aber gefährlichen Rückstoßwaffe.
Deutsche Flugzeuge bombardieren in der Nacht vom 6./7. Juli den Flugplatz Bray Dunes des Royal Navy Air Service und beschädigen dabei 12 Flugzeuge.
Richthofen wird in einem Luftkampf mit einer FE26 der 20. Squadron des Royal Flying Corps verwundet und fällt für 6 Wochen aus. Trotzdem erzielt sein JG1 9 Luftsiege ohne eigenen Verlust am 7. Juli unter der Führung von Hauptmann W. Reinhard.

Westfront

USA: Pershing meldet Washington, dass bis Mai 1918 eine Million Mann nach Frankreich geschickt werden müssen.
Flandern: Die deutsche Artillerie verfeuert bis zum 10. Juli 300.000 Explosiv- und Gasgranaten auf die neuen britischen Yser-Brückenköpfe, welche diese von den Franzosen übernommen haben.

Ostfront

Galizien: Kornilows russische Achte Armee greift südlich vom Dnjestr um 07:00 Uhr gegen die österreich-ungarische Dritte Armee an und bringt 7.000 Kriegsgefangene ein, erbeutet 48 Kanonen und nimmt den Gipfel des Jutrena Gora bis zum 8. Juli. Nur die deutsche Reserven stemmen sich gegen den Angriff.

Naher Osten

Arabien – Fall von Akaba: 300 türkische Soldaten kapitulieren gegenüber den 2.500 Arabern von Lawrence, 210 km von Allenbys Stellungen am Roten Meer entfernt. Lawrence verlässt mit 8 Kamelreitern die Stadt, um die Sinai-Halbinsel zu durchqueren und ein Nachschubsschiff mit Nahrungsmitteln aus Suez anzufordern (er kommt am 8. Juli dort an).

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  • Deutsche Soldaten entfernen die Grenzschranken zu Polen

    Der Weg in den 2. Weltkrieg und das Kriegstagebuch für das Jahr 1939. Monatliche Kriegstagebücher für September, Oktober, November und Dezember 1939.   Friede in unserer Zeit In einer später berüchtigten Radiosendung vom 28. September 1938 klagte der britische Premierminister Chamberlain darüber: ‘Wie schrecklich und unglaublich erscheint es, dass wir Schützengräben ausheben und Gasmasken tragen sollen, wegen eines Streits in fernen Ländern, zwischen Menschen, über welche wir überhaupt nichts wissen’. Obwohl dieser sogenannte ‘Streit’ offenbar zwei Tage später durch das Münchner Abkommen beigelegt wurde, war das Ergebnis nicht der ‘Frieden in unserer Zeit’ – wie von Chamberlain verkündet – sondern lediglich eine Atempause über 5 1/2 Monate. Bestärkt durch Verachtung und Hohn für die Leichtgläubigkeit des ‘netten, alten Mannes’, welchem er ja nur seine Unterschrift in München gegeben hatte, steigerte Hitler die Propaganda und den Druck auf die Tschechoslowakei und drohte dreist Prag in Ruinen zu bombardieren, wenn der schüchterne Präsident Hacha nicht auf seine Forderungen eingeht. Am 15. März 1939 unterzeichnete Hacha eine Erklärung in Berlin, in welcher es lautete, dass um die ‘abschließende Befriedung zu erreichen, er zuversichtlich das Schicksal des tschechischen Volkes und Landes in die Hände der Führer des Deutschen Reiches legt.’ Kriegstagebuch 1939 Kriegstagebücher zu den einzelnen Monaten des Jahres 1939: Ende der Appeasement-Politik Der deutsche Einmarsch in die Tschechoslowakei am 15. März 1939 zwangen die britische und französische Regierung die ‘Appeasement’-Politik aufzugeben. Innerhalb von zwei Tagen gab Chamberlain eine öffentliche Verurteilung ab. Darauf folgte am Ende des gleichen Monats eine anglofranzösische Garantie zur Hilfe für Polen, welches offenbar das nächste Opfer Hitlers werden sollte: ‘Im Falle einer Handlung, die eindeutig die polnische Unabhängigkeit bedroht, und welche die polnische Regierung entsprechend zwingt, mit ihren nationalen Streitkräften Widerstand zu leisten … werden wir der polnischen Regierung alle in unserer Macht nur mögliche Unterstützung gewähren.’ Am 26. April wurde als Reaktion auf Mussolinis Besetzung des kleinen Königreichs Albanien in Großbritannien die Wehrpflicht wieder eingeführt, ein einmaliger Vorgang in Friedenszeiten, ebenso wie es die Garantie für Polen in der britischen Außenpolitik gewesen war. Darauf hin einigten sich Deutschland und Italien darauf, ihre Achse in ein formelles Militärbündnis umzuwandeln. Großbritannien und Frankreich schlossen Pakte mit der Türkei, Griechenland und Rumänien. Hitler war inzwischen damit beschäftigt, die Wiedergewinnung des polnischen Korridors, Danzig und letztlich die Zerschlagung des polnischen Staates vorzubereiten. Der Wehrmacht wurde öffentlich befohlen, bis zum 25. August 1939 für alle Eventualitäten bereit zu sein. Eine große Frage blieb jedoch noch bestehen: Welche Rollen würden das sowjetische Russland und die USA in den heraufziehenden Konflikt spielen ? Es gab wenig Zweifel über das vorläufige Verhalten der USA, denn gebunden durch drei selbst auferlegte Neutralitätsakte musste ein noch isolationistisches Amerika von seinem Präsidenten umworben werden, mehr Interesse in Europa zu zeigen, als an dem zwei Jahre alten chinesisch-japanischen Konflikt. Es gab deshalb mehr Diskussionen darüber, welche Politik die Sowjetunion verfolgen würde. Die sogenannte ‘Friedensfront’, welche Großbritannien und Frankreich aufbauen wollten und an welcher bis jetzt Polen, die Türkei, Griechenland und Rumänien teilnahmen, konnte niemals eine wirksame Abschreckung für Hitler ohne Russland sein. Britische und russische Diplomaten trafen sich zwar in ständigen und herzlichen Konferenzen, welche aber fruchtlos blieben. Die sowjetische Presse beendet die Denunziation von Chamberlain wegen seines angeblichen Verrats an der Tschechoslowakei und der Londoner Times wurde ungewöhnlich still darüber, über die Mängel der sowjetischen Politik zu berichten. Anfang Juni ging schließlich William Strang, ein hoher Beamter im Auswärtigen Amt und ein Experte in russischen Angelegenheiten, als Sonderbotschafter nach Moskau, um Gespräche über einen anglo-russischen Militärpakt einzuleiten. Stalins Doppelspiel Aber für diejenigen, welche offene Augen hatten, war zu erkennen, dass Stalin ein doppeltes Spiel betrieb. Während einer großen Rede am 28. April 1939 kündigte Hitler zwar den deutsch-polnischen Pakt von 1934 und das deutsch-englische Flottenabkommen von 1939 auf, ließ jedoch die übliche Hetze gegen den ‘jüdischen Bolschewismus’ und die ‘monströsen Untermenschen’ aus dem Kreml weg. Am 3. Mai wurde der diplomatische und britisch-freundliche Kommissar für Auswärtige Angelegenheiten, Litwinow, plötzlich gegen den grimmigen und provinziellen Molotow ersetzt. Einige Tage später traf auch ein neuer russischer Botschafter in Berlin ein und erhielt einen außergewöhnlich herzlichen Empfang. Als Anfang August schließlich britische und französische Stabsoffiziere nach Moskau geschickt wurden, um Gespräche mit dem russischen Marschall Woroschilow zu beginnen, fanden sie sich bald in einem Kreislauf von mysteriösen Verzögerungen und Hindernissen wieder. Woroschilow verlangte Zustimmung zur russischen militärische Kontrolle über die baltischen Staaten und es gab endlose Diskussionen über geeignete militärische Gegenmaßnahmen gegen die ‘indirekte Aggression’. Die baltischen Staaten waren abgeneigt, ihre Neutralität zu gefährden und bevorzugten getrennte Nichtangriffspakte mit Deutschland auszuhandeln. Die Polen hielt immer noch an ihrer traditionellen Russen-Phobie fest. Dann, am 19. August 1939 kündigte Stalin gegenüber dem Politbüro seine feste Absicht an, einen Pakt mit Deutschland zu schließen. Am 21. August wurde dann der bevorstehende Abschluss eines deutsch-sowjetischen Pakts in Berlin gegenüber einer erstaunten Welt bekannt gegeben. Im Laufe des Tages versuchten die britischen und französischen Offiziere in Moskau, Woroschilow zu kontaktieren. Aber als der Leiter der französischen Militärmission schließlich mit dem russischen Marschall sprechen konnte, wurde er mit einem peinlichen Vortrag abgehandelt: ‘Die Frage der militärischen Zusammenarbeit mit Frankreich steht seit mehreren Jahren im Raum, wurde aber niemals vereinbart. Im vergangenen Jahr, als die Tschechoslowakei geopfert wurde, warteten wir vergeblich auf ein Signal aus Frankreich, aber es wurde keines gegeben. Unsere Truppen waren bereit … Die französische und englische Regierung haben nun die politische Diskussion zu lange verschleppt.’ Am nächsten Tag traf Hitlers arroganter Außenminister von Ribbentrop in Moskau für die feierliche Unterzeichnung des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts ein. Der ‘unnatürliche’ Hitler-Stalin-Pakt Obwohl es auf den ersten Blick nach Churchills Worten ein ‘so sehr unnatürlicher Pakt’ war, hatte er eine gewisse machiavellistische Logik. Stalin konnte sich aus dem drohenden Krieg in Europa heraus halten und den Kampf Deutschland und den westlichen Demokratien überlassen. Dies war insbesondere wichtig, als der sowjetische Führer vor kurzem erst Tausende von hohen Offizieren der Roten Armee hat liquidieren lassen. Stalin glaubte, dass die westlichen Demokratien ihn immer wieder in einen Krieg mit Deutschland verwickeln wollten, und das diese hofften, aus einem deutsch-russischen Vernichtungskrieg unversehrt mehr …

  • 3D-Modell Sten Mk 2

    Englische Maschinenpistole Sten Gun. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell der britischen Standard-Maschinenpistole Sten MP im Zweiten Weltkrieg. Sten Mk I, II, III, V Typ: Maschinenpistole. Geschichte der Sten MP Die britische Armee musste 1939 ohne irgendeine Maschinenpistole in den Krieg ziehen, da sie diese gering schätzte und sich lange gegen die Einführung einer derartigen Waffe gewehrt hatte. Schnell mussten die britischen Soldaten aber erkennen, dass es ohne die bisher verschmähte Maschinenpistole in einem modernen Krieg überhaupt nicht mehr ging. So kauften die Briten in den USA in großen Stückzahlen die Thompson-MPi ein. Diese amerikanische Maschinenpistole hatte jedoch einige Nachteile. Sie war schwer, schwierig in der Herstellung und obendrein teuer. Der hohe Preis und die Versorgungsschwierigkeiten der Thompson-MP ließen die Engländer bald daran denken, ein eigenes Modell zu entwickeln. Die Ereignisse Mitte des Jahres 1940, wo die Briten viele ihrer Waffen bei der Evakuierung aus Dünkirchen verloren, führten zu einer Beschleunigung dieser Gedanken. Im August 1940 wurde die Entscheidung von der britischen Regierung getroffen, eine Kopie der deutschen MP28 in die Produktion zu nehmen und davon 50.000 Waffen zu bauen. Gleichzeitig wurden 110 Millionen Stück 9-mm-Patronen dafür in den USA bestellt, da die Herstellung dieses Kalibers in Großbritannien viel zu gering war. Die neue Maschinenpistole wurde als ‘Lanchester’ bezeichnet und Einsatzvorführungen wurden am 28. November 1940 durchgeführt. Anschließend wurden Vorbereitungen zur Produktion dieser Waffe getroffen. Allerdings änderte sich in den ersten Tagen des neuen Jahres 1941 die Lage. Eine einfachere Waffe, bezeichnet als ‘N.O.T.40/1’ wurde von Major R.V. Stepherd und Mr. H.J.Turpin vom Chief Superintendent of Design’s Department (Chef-Superintendenten der Entwicklungsabteilung) fabriziert. Die Waffe wurde bei der Royal Small Arms Factory in Enfield Lock bereits am 10. Januar 1941 vorgeführt. Daraufhin wurde am 21. Januar Anweisung erteilt, sofortige Versuche mit beiden Maschinenpistolen durchzuführen und zeitnah zu entscheiden, ob die ‘Lancaster’ wie geplant oder der neue Entwurf produziert werden soll. Das britische Beschaffungsamt teilte am nächsten Tag dazu mit, daß ‘die wichtigste Berücksichtigung im Moment ist, irgendeine Art von Maschinenkarabiner, welche bei allen drei Bereichen der Streitkräfte verwendet werden kann, so schnell als möglich in die Produktion zu bringen’. Die N.O.T.40/1 wurde anschließend getestet und ein Bericht darüber ging am 31. Januar 1941 heraus. Die verschiedenen Versuche wurden zufriedenstellend abgeschlossen und 5.400 Schuss ohne Unterbrechung oder eine Fehlfunktion abgefeuert. Der Bericht schloss zusammenfassend, dass ‘dieser Karabiner scheint grundsätzlich brauchbar zu sein und funktioniert zufriedenstellend und genau.’ Daraufhin wurden Vorbereitungen getroffen, diese neue Waffe in Produktion zu nehmen und die ersten Exemplare kamen im Juni 1941 aus den Fabriken. Sten Mk I Das Ergebnis all dieser Bemühungen wurde zur Sten Mark I MP. Der Name ‘STEN’ setzt sich aus den beiden Namen der Konstrukteure Shepperd und Turpin sowie dem Hersteller Enfield zusammen. Während die Waffe immer noch einfach war, so verfügte sie doch immer noch über eine gewisse Raffinesse. So gab es einen hölzernen Vorderschaft und einen Klappgriff für die vordere Hand, einen Rohrrahmen-Hauptschaft als Laufummantelung, einen Schutz für das Zielkorn und einen Kompensator zur Unterdrückung von Mündungsblitzen. Ein Sicherheitsschlitz an der Rückseite des Spannhebels ermöglichte eine rudimentäre Sicherung des Abzugshebels. Sobald die Produktion begann, wurde untersucht, ob ein Teil dieser Verfeinerung abgeschafft werden konnte, was sowohl die Produktion beschleunigte als auch die Waffe leichter machte. Der Unterdrücker für Mündungsblitze und der Vordergriff wurden weggelassen und das hölzerne Vorderende wurde durch eine Blechabdeckung über dem Abzugsmechanismus ersetzt. Die Konstruktion war sehr einfach und verwendete nur ein Minimum an Drehteilen. Die Herstellung fand vor allem mit Pressteilen und Schweißarbeiten statt. In ihrer äußeren Erscheinung wirkte sie beinahe so ‘zusammengehauen’, wie die russische PPS-MPi, da alles an ihr aus gepresstem, zum Teil gewelltem Metall bestand, auch die Schulterstütze. Doch sie besaß genau jene Vorzüge, die gefordert wurden: sie arbeitete gut und sie war billig, schnell und einfach zu produzieren. Ohne weitere Einwendungen ging die Sten MP in Produktion. Von Juni 1941 bis Juli 1942 wurde die Sten Mk I in einer Stückzahl von 100.000 Exemplaren gebaut. Sten Mk II Um die Forderung nach einer Monatsproduktion von 20.000 Stück zu erfüllen, wurden weitere Vereinfachung an der Maschinenpistole vorgenommen. Die dadurch entstandene Sten Mark II wurde zur häufigsten aller Varianten. Sie wurde in zwei Ausführungen hergestellt, mit Schulterstütze aus einem Profilrahmen oder aus Rohrmaterial mit aufgeschweißter Kappe. Die Schulterstütze ließ sich einfach abnehmen. Da am Verschluss und am Abzug so gut wie nichts mehr vereinfacht werden konnte, entfiel lediglich der hölzerne Vorderschaft. Es wurde aber auf den Laufmantel verzichtet und der Lauf mit einer kurzen zylindrische und perforierte Hülle, welche auch als Vorderhandgriff diente, angeschraubt. Dieser Lauf ließ sich ebenfalls leicht abnehmen. Das Magazingehäuse wurde so modifiziert, dass es um 90 Grad heruntergeschwenkt werden konnte, um die Zufuhr- und Auswurföffnungen gegen Schmutz zu verschließen. Der Sicherheitsschlitz wurde an der oberen Rückseite des Spanngriffschlitzes neu positioniert, da das Drehen des Griffs zum Verriegeln eine leichtere Bewegung war als das Herunterdrehen. In den Laufmantel konnte außerdem ein kurzes Tüllenbajonett eingeschoben werden. Über zwei Millionen dieser Muster wurden hergestellt und eine Zeit lang wurden sie mit einer Rate von mehr als 20.000 Stück pro Woche aus einer einzigen Fabrik hergestellt, dazu viel der Preis der Herstellung auf 2,87 Britische Pfund (ca. 30 Reichsmark) pro Waffe. Die Mark II wurde zum ersten Mal während der Dieppe-Landung im August 1942 eingesetzt. Obwohl der Überfall ein Fiasko war, gab es keine Beschwerden über den Teil, den die Sten-MP dabei spielte. Eine große Zahl der Sten Mk II wurde über den von Deutschland besetzten Teilen Europas für Partisanengruppen und Widerstandskämpfer aus Flugzeugen abgeworfen, wofür die einfache Zerlegbarkeit wichtig war. Es gab noch die Version Sten Mk IIS für Kommando- und Untergrundeinsätze, wo auf dem Lauf einen Schalldämpfer angebracht wurde. Dabei waren allerdings nur Einzelschüsse möglich. Sten Mk III Als Nächstes kam die Sten Mk III, welche noch einfacher herzustellen war. Dafür wurde aber auf den abnehmbaren Lauf und das bewegliche Magazingehäuse verzichtet. Der Feuermechanismus und die beiden Schulterstützen blieben zwar identisch, aber das Verschlussgehäuse wurde zusammen mit dem Laufmantel als ein Stück im Maschinenschweißen produziert. Dieses geschweißte Stahlrohr hatte ein mehr …

  • 420-mm-Haubitze 'Dicke Berta' in Feuerstellung.

    Kurze Marinekanone 14 L/12 (M-Gerät) ‘Dicke Berta’. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und Modell. Dicke Berta Typ: Überschwerer Mörser. Geschichte Der Schlieffenplan hatte die Absicht, einen deutschen Sieg über Frankreich sicherzustellen. Dementsprechend sollten die deutschen Armeen durch Belgien vorrücken, um die französischen Armeen in der Flanke zu packen. Der Plan wurde in den 1890er Jahren konzipiert und bis 1914 fast zur Perfektion gebracht. Voraussetzung dafür war jedoch der Einmarsch in einen neutralen Staat (Belgien) und die schnelle Einnahme der Sperrforts von Lüttich und Namur, welche zu den stärksten der Welt gehörten. Dazu war schwerste Artillerie notwendig und das war der Punkt, ab dem die Firma Krupp beteiligt wurde. Während früherer Jahre war Krupp für eine lange Serie von überschweren Kanonen und Haubitzen verantwortlich gewesen, aber die belgischen Festungen zu besiegen, erforderte jedoch schon einen besonderen Entwurf. Es wurde eine Reihe von Studien mit großkalibrigen Waffen durchgeführt, welche letztlich zu der 420-mm-Haubitze ‘Gamma’ führten. Dieses eindrucksvolle Monster konnte eine so schwere Granate so genau verschießen, dass jede Befestigung zerstört werden konnte. Aber Gamma war ein statisches Geschütz, entworfen um für den Transport in Einzelteile zerlegt zu werden und nach dem Eisenbahntransport wieder zusammengebaut zu werden. Zwar schätzten die deutschen Planer die Feuerkraft von Gamma, wollten aber eine Waffe, welche auch auf Straßen transportiert werden konnte. Die Konstrukteure bei Krupp konnten nach einiger Forschung auch dafür eine Lösung präsentieren. Dies war ein vergrößertes und verändertes Fahrgestell, welches ursprünglich für eine 305-mm-Haubitze vorgesehen war. Daraus wurde das M-Gerät geboren. Dessen Entwicklung fand jedoch im allerletzten Augenblick statt und die großen Haubitzen konnten gerade noch im August 1914 in den Krieg ziehen. Diese Geschütze wurden bald als Dicke Berta von ihren Mannschaften bezeichnet und dieser Name prägte sich ein. Diese Mannschaften gehörten zu einer Spezialeinheit – genannt ‘Kurze Marinekanone 3’ – und lediglich zwei Haubitzen gingen Anfangs gegen die belgischen Forts in Stellung. Sie wurden über Straßen herangeführt, in jeweils fünf Teilen, welche von Traktoren gezogen wurden. Die Lafette wurde so entworfen, dass die Haubitzen mit einem Minimum an Arbeits- und Zeitaufwand vor Ort zusammengebaut werden konnten. Es standen spezielle panzerbrechende Geschosse sowie herkömmliche, hochexplosive Granaten zur Verfügung. Die Auswirkungen dieser großen Haubitzen sind in die Militärgeschichte eingegangen. Innerhalb weniger Tage wurden die mächtigen Forts von Lüttich zerschlagen und waren gezwungen, zu kapitulieren. Bald danach folgten die Forts von Namur. Die 420-mm-Granaten waren in der Lage tief in das Erdwerk einzudringen, bevor sie explodierten und die daraus resultierenden Schockwellen erschütterten die Forts bis auf ihre Fundamente. Dies hatte eine enorme Auswirkung auf die Moral sowie eine derartig zerstörerische Wirkung, dass die jeweiligen Garnisonen nach ein paar Tagen ununterbrochenen Beschuss sich in einem Zustand des nervlichen Zusammenbruchs befanden. Nach dem Einsatz in Belgien zog die Batterie an die russische Front, wo sie die Erfolge wiederholt. Die Haubitzen wurden bald durch weitere, neue Exemplare aus den Krupp-Werken ergänzt und noch mehr wurden an der Westfront zum Einsatz gebracht. Jedoch musste bald festgestellt werden, dass die Schussgenauigkeit der Haubitze nach schon einer begrenzten Anzahl von Schüssen, welche den Lauf verlassen hatten, nachließ und folglich sich auch die zerstörerische Wirkung reduziert. Obwohl die Dicke Bertha eine maximale Reichweite von 12.250 Metern hatte, lag ihre beste Genauigkeit bei etwa 9.490 Metern. Ein weiteres Problem kam schmerzlich ans Licht, als entdeckt wurde, dass die Projektile sehr empfindlich waren und detonieren konnten, wenn sie sich nach dem Abschuss noch im Lauf befanden, und auf diese Weise viele Rohre zerstört wurden. Die Dicke Berta erzielte ihre beste Wirkung gegen die belgischen Forts, wofür sie ja auch ursprünglich entworfen wurden. Danach nahm ihre Bedeutung jedoch ab und ein Kennzeichen dafür ist, dass obwohl viele vor Verdun verwendet wurden, es in den französischen Meldungen praktisch keine Erwähnung über sie gibt. Dies ist ein klares Anzeichen dafür, dass ihre Tage als Zerstörer von modernen Festungen gezählt waren. Keine durfte nach dem Waffenstillstand von 1918 mehr vorhanden sein, aber eine ‘Gamma’-Haubitze, welche bei der Entwicklung der Dicken Berta verwendet wurde, blieb vergessen – und wurde im 2. Weltkrieg bei der Belagerung von Sewastopol im Jahr 1942 eingesetzt. Spezifikationen Kurze Marinekanone 14 L/12 (M-Gerät) ‘Dicke Berta’ Spezifikationen: Einsatzstatistik: Leistungen der Dicken Berta Da die Dicke Berta mit verschiedenen Ladungen schie­ßen konnte, die der jeweiligen Schussentfernung angepasst wurden, so war die Auftreffwucht bei Verwendung der größten Ladung und der dazugehörigen größten Geschwindigkeit natürlich am größten; sie betrug bei dem an die Eisenbahn gebundenen Gamma-Gerät im Höchstfall 6000 mt, bei dem fahrbaren M-Gerät aber nur rund 3500 mt. Zum Vergleich sei erwähnt, dass die Auftreffwucht einer 30,5-cm-Granate im Durchschnitt rund 2000 mt, einer 21-cm-Granate rund 600 mt und einer 15-cm-Granate nur rund 200 mt beträgt. Auch die Energie der Detonationsgase der Sprengla­dung lässt sich mathematisch ziemlich genau ermitteln, da 1 kg der damals üblichen nitrierten Sprengstoffe ein Arbeitsvermögen von rund 350 mt besaß. Die Leistung der Detonationsgase der 42-cm-Granate betrug rund 38000 mt, der 30,5-cm-Granate rund 14000 mt, der 21-cm-Granate rund 6000 mt und der 15-cm-Granate rund 1900 mt. Die Energien der 42-cm-Granate waren also an sich gewaltig. Man muss in der Technik schon zu unseren großartigsten maschinellen Anlagen greifen, um dem Laien ein Vergleichsbild von der Riesenhaftigkeit der Leistung zu geben, die in dem doch verhältnismäßig kleinen Geschosse steckte. Die reine Bewegungsenergie der 42-cm-Granate kommt etwa derjenigen von 4 je 50 t schweren D-Zugwagen bei 90 km Stundenge­schwindigkeit und die Energie von 5 42-cm-Sprengla­dungen etwa derjenigen gleich, die ein großer Ozean­dampfer von 30000 t bei einer Stundengeschwindigkeit von 22 Seemeilen sekündlich leistet. Würde der obige D-Zug gegen einen Betonblock rasen, so würde er voll­kommen zerschellen, während der letztere nur gering­fügige äußerliche Abschürfungen erhielte. Die Granate dagegen bohrt sich mit ihrer harten massiven Stahl­spitze in den Beton und bleibt unversehrt. Wie groß war nun aber nicht nur die ideelle mathemati­sche Wirksamkeit, sondern die tatsächliche Wirkung der 42-cm-Geschosse gegen Betonziele ? Diese Wir­kung ist eine Funktion von so vielartigen Einzelfaktoren wie der Auftreffwucht, der Geschossform, dem Ge­schoss-Werkstoff, dem Auftreffwinkel, der äußeren Be­schaffenheit und der inneren Widerstandsfähigkeit des Zieles, der Art und Form der Sprengladung, der Zünd­einleitung usw., dass mehr …

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