Kriegstagebuch 7. April 1917


Nieuport XVII
Albert Ball wurde zum Fliegerhelden in seiner Nieuport XVII – bis zu seinem mysteriösen Tod im Mai 1917.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 7. April 1917:

Luftkrieg


Westfront: Zweiter Leutnant Ball kehrt zurück an die Front (zur 56. Squadron), nach dem er Piloten in England unterrichtet hat. Richthofens 5 Albatros DIII schiessen 2 von 6 Nieuport-Jägern der 60. Squadron ab. Letztere verliert am 16. April nochmals 4 von 6 Flugzeugen.

Seekrieg

Nordsee: 4 britische CMB (Küsten-Motor-Torpedoboote) überfallen Zeebrügge in der Nacht vom 7./8. April. CMB8 torpediert und versenkt dabei den deutschen Zerstörer G88 am 8. April.

Politik

Kuba und Panama erklären Deutschland den Krieg; 4 deutsche Schiffe werden in Havanna beschlagnahmt.

close
Hallo 👋
Schön, dass Du Dich für diese Inhalte interessierst !
Trag dich ein, um jeden Sonntag morgen die Top-Beiträge von Weltkrieg2.de in deinen Posteingang zu bekommen (es wird garantiert nicht mehr oder Werbung verschickt!).

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Zum teilen:

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Zweiter Weltkrieg, Zusammenfassung des Verlaufs von 1941 bis 1942, dem Höhepunkt der Expansion der Achsenmächte und die endgültige Kriegswende (Teil II). Hier zu Teil I: Zweiter Weltkrieg Verlauf 1939-40. Der Mittelmeer-Raum Hitler wollte mit dem Angriff auf die Sowjetunion seine alten Träume realisieren, neuen ‘Lebensraum’ für die Deutschen zu erobern. Deshalb ließ er bereits ab Herbst 1940 das Unternehmen Barbarossa planen und vorbereiten. Der geplante Termin für den Beginn des Angriffs war Mai 1941, welcher durch unerwartete Ereignisse auf dem Balkan ins Wanken geriet. Das Scheitern der italienischen Armee gegen Griechenland führte dazu, dass die griechischen Streitkräfte ihrerseits halb Albanien erobern konnten. Dazu kam noch ein Putsch in Belgrad, nachdem Jugoslawien am 25. März 1941 dem Dreimächtepakt zwischen Deutschland, Italien und Japan beigetreten war. Um ein Festsetzen der Briten in Griechenland zu verhindern, musste Hitler militärische eingreifen und dies war eigentlich mit jugoslawischer Hilfe geplant. Nun musste der Balkanfeldzug gegen beide Staaten geführt werden. Der Angriff begann am 6. April 1941 und die Kämpfe endeten wie erwartet recht schnell im gleichen Monat. Die Luftlandung auf Kreta in der zweiten Maihälfte forderte jedoch hohe Verluste, beendete aber den Feldzug offensichtlich. Jedoch blieben von nun an neben den Italienern und Bulgaren auch starke deutsche Truppenverbände auf dem Balkan gebunden, da vor allem in den zerklüfteten Gebieten Jugoslawiens bald ein heftiger Partisanenkrieg unter der Leitung von Josip Broz Tito ausbrach. Der Mittelmeer-Raum wurde nun auch zu einem deutschen Kriegsschauplatz, da nach schweren Niederlagen der Italiener gegen die Engländer in Nordafrika Rommels Afrikakorps bereits ab Ende 1940 zur Unterstützung der glücklosen Verbündeten nach Libyen geschickt wurde. Diesem gelang es durch einen kühnen Vorstoß die britische Armee zu verjagen, die ägyptische Grenze wieder zugewinnen und Tobruk unter Belagerung zu stellen. Russland-Feldzug Der Balkanfeldzug führte zu einer Verzögerung des Unternehmen Barbarossa, dem Russland-Feldzug, was nicht ohne wesentliche Auswirkungen bleiben sollte. Daher erfolgte der Angriff auf die Sowjetunion erst im Morgengrauen des 22. Juni 1941, als sich die größte Streitmacht der Militärgeschichte in Bewegung setzte. Über drei Millionen Mann hatte Hitler für den Russland-Feldzug aufmarschieren lassen und Stalin scheint dies trotz aller Warnungen bis zuletzt völlig ignoriert zu haben. Nicht zuletzt aus diesem Grund brach eine ungeheure Katastrophe über die Rote Armee von 1941 herein, welche in gigantischen Kesselschlachten hunderttausende Kriegsgefangene und massenhaft Kriegsmaterial verlor. Diese Ereignisse versetzten die deutsche Führung anfangs und zum letzten Mal in den Glauben, daß der Krieg nun schon so gut wie gewonnen sei und schienen den schlechten Eindruck über die Rote Armee, der seit dem Winterkrieg gegen Finnland vorherrschte, zu bestätigen. Jedoch retten der weite Raum Russlands und dessen schier unerschöpfliche Menschen-Reservoir, die strategischen Fehlentscheidung der deutschen obersten Führung und die sofort nach Kriegsausbruch kriminelle Behandlung der ‘Untermenschen’ im Osten, welche den Widerstandswillen nie erlöschen ließ, Stalins Sowjetunion. Als der Kreml in Moskau schon in Sichtweite der Scherenfernrohre der vordersten Stoßtrupps war und die deutschen Truppen nochmals unter letzter Kraftanstrengung versuchten, den Feldzug noch 1941 siegreich zu beenden, kam mit dem eiskalten Winter noch der stärkste Verbündete Russlands hinzu. So wurde Stalins Ignorieren der Bedrohung durch Hitlers Leichtfertig wieder ausgeglichen. Auf Geheiß letzteren wurden die deutschen Soldaten ohne Winterausrüstung oder ausreichende Reserven und Verstärkungen losgeschickt, denn vor dem Wintereinbruch sollte ja alles vorbei sein – oder ‘musste alles vorbei sein’, denn sonst wäre ja eigentlich sowieso schon alles verspielt, wie dem Führer in klaren Stunden durchaus bewusst war. Hitlers Charakter ignorierte dies dann aber in zunehmender Selbsttäuschung bis zum Schluss erfolgreich. So ließ der recht frühe Wintereinbruch den als entscheidend erhofften deutschen Angriff auf Moskau im Schnee steckenblieben und Marschall Schukow konnte am 5. Dezember 1941 mit einer überraschenden Gegenoffensive mit bestens für den Winter ausgerüsteten Sowjetsoldaten beginnen. Drei Tage später ging dann die Führerweisung Nr. 39 ein, in welcher der ‘Übergang zur Verteidigung’ befohlen wurde. Das war zwar nur die symbolische, aber die eigentliche Wendung des Zweiten Weltkriegs, denn noch hatten die deutschen Truppen fast ganz Europa unter ihrer Kontrolle. Der weltweite Konflikt Zwischenzeitlich wurde der Krieg nun auch vollends zu einem Weltkrieg, denn am 7. Dezember hatte ein japanischer Flugzeugträger-Kampfverband Pearl Harbor überfallen und die Vereinigten Staaten befanden sich nun offiziell im Krieg. Die Spannungen zwischen den Japanern und Amerikanern waren über die Situation im Pazifik schon seit vielen Jahren angewachsen. Japan hatte bereits 1931 durch die Besetzung der Mandschurei mit seiner Expansion in Ostasien begonnen. Seit 1937 befand sich Japan mit National-China unter Tschiang Kai-schek in einem unerklärten Krieg und von nun an standen sie den amerikanischen Export-Interessen im Weg, denn China war ein wichtiger Markt. Seitdem kam es immer wieder und zu vermehrten Reibungen zwischen Washington und Tokio. Deshalb war US-Präsident Roosevelt, welcher von 1933 bis 1945 regierte, an einer kriegerischen Entscheidung um die Vormachtstellung, sowohl in Asien als auch in Europa, interessiert. Hierfür stellte er gegenüber dem japanischen Kaiserreich Bedingungen, welches die stolzen Japaner unmöglich erfüllen konnten, ohne ihr Gesicht zu verlieren. In Europa unterstützte er Großbritannien, wie bis zu seiner Niederlage auch Frankreich, derart einseitig mit Waffen, Ausrüstungen und Gütern seit Beginn des Zweiten Weltkriegs und ließ einen ‘unerklärten Krieg’ im Atlantik führen, sodass Hitler unvermeidlich herausgefordert werden musste. Nachdem den Japanern klar geworden war, dass für sie keine annehmbare Lösung in Verhandlungen möglich war, entschlossen sie sich zu dem Überfall auf Pearl Harbor, um die amerikanische Flotte gleich zu Beginn des Krieges im Pazifik auszuschalten. Dieser, sehr wohl von Roosevelt insgeheim herbeigesehnte Angriff, vereinigte die eigentlich Kriegs-unwillige amerikanische Bevölkerung hinter ihrem Präsidenten, welcher dadurch Japan den Krieg erklären konnte. Gegenüber dem Deutschen Reich war die Situation komplizierter, doch wie auf Zuruf nahm Hitler dem US-Präsidenten dieses Problem durch seine eigene Kriegserklärung gegenüber den USA ab. Hochwasser-Linie der Achsenmächte Trotzdem sah das erste Jahr des vollständigen globalen Konflikts noch einmal große Erfolge der Achsenmächte. Dabei eroberten die Japaner, welche von den Amerikanern anfangs schwer unterschätzt wurden, in einem ‘Blitzkrieg zur See und zur Luft’ ganz Südostasien und den westlichen Pazifik. Die Wehrmacht, zusammen mit den Verbündeten Rumänen, Ungarn, Italienern, Slowaken und Kroaten, stieß im Rahmen von Fall Blau bis an die Wolga nach Stalingrad mehr …

  • Herstellung von ZIS3-Feldgeschützen

    Die sowjetische Rüstungsproduktion im Zweiten Weltkrieg von 1939 bis 1945. Aufstellung der jährlichen russischen (sowjetischen) Rüstungsproduktion nach Waffengattungen und Rüstungsgütern (ohne Munition) sowie ein Vergleich des dafür notwendigen Rohstoffaufkommens. Russische Rüstungsproduktion nach Waffengattung Panzerfahrzeuge: Andere Rüstungsgüter: Rohstoffproduktion für diese Rüstungsproduktion: Rohstoffe (in Millionen Tonnen) und Jahr: Die Evakuierung der sowjetischen Industrien Nach dem Beginn von Unternehmen Barbarossa, dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 und deren enormen Anfangserfolgen, setzten die Russen bereits am 24. Juni 1941 einen ‘Evakuierung-Rat’ ein. Nachdem nach zwei Wochen Krieg klar war, wie gewaltig der deutsche Ansturm voranging, befahl der Ratsvorsitzende und Direktor des Fünfjahresplanes, Voznesenki, am 4. Juli 1941 die Verlegung der wichtigen Industrien und deren Arbeiter nach Osten zu organisieren. Lokale Komitees nutzten die Strukturen der Fünf-Jahres-Plan-Organisation mit ihren 3.000 Vertretern, um diese Bewegungen zu kontrollieren. Die eigentliche Evakuierung der Industrieanlagen begann im August 1941, als die deutschen Angriffe aus Erschöpfung und Nachschubmangel nach dem weiten Vorstoß erstmals zum Erliegen kamen und nur noch wesentliche Angriffsoperationen bei einer Heeresgruppe zuließen. Die Verlegungen der sowjetischen Industrien dauerten anschließend bis zum Jahresende an. Weniger bekannt ist jedoch, dass vor diesen ‘offiziellen’ Evakuierungen schon viel früher der Abtransport von Werkzeugmaschinen und Facharbeitern begann. So meldete der US-Militärattaché bereits Ende 1940 und Anfang 1941, dass es bedeutende Transporte von Maschinen und Arbeitern aus dem Moskauer Gebiet in den Osten gibt. Der recht schnelle russische Produktionsanstieg ab Anfang 1942 deutete darauf hin, daß die ersten Evakuierungen bereits 1940 begonnen hatten. Lediglich die Geschwindigkeit und das Ausmaß nahm im August 1941 zu. Die jeweilige Evakuierung begann nach einer Empfehlung einer lokalen Behörde an das Kommissariat des entsprechenden Industriezweigs. Nach einer Überprüfung wurde die Empfehlung vom Evakuierung-Rat genehmigt und ein Zeitplan mit Angabe des Datums, der Transportmethode und des Umsiedlungsorts festgesetzt. Darüber hinaus fanden auf Initiative der lokalen Behörden auch nicht offiziell genehmigte Evakuierungen statt. Die Evakuierung war in der ersten Augustwoche 1941 in vollem Gange. Unter Einbuße ihres aktuellen Produktionsergebnisses wurden viele Fabriken im August geschlossen, abgebaut und verladen und in den Ural verlegt. Da jedoch immer einige der Produkte und Waren dringend benötigt wurden, mussten einige Fabriken am Laufen gehalten werden, bis es für eine Evakuierung zu spät war. So konnten nur 17 der 64 Eisen- und Stahlwerke aus dem Donezbecken zwischen Oktober und Dezember 1941 evakuiert werden und die Panzerfabrik in Charkow wurde gerade erst zerlegt, als die deutschen Truppen eintrafen. Die Evakuierungen waren nur durch die Eisenbahn möglich. Während die Eisenbahn 2,5 Millionen Mann neuer Truppen im Juni, Juli und August an die Front brachte, nahmen sie die Maschinen der Industrieanlagen auf der Rückfahrt mit. So wurden zum Beispiel Anfang August im Bereich des Dnjepr täglich etwa 3.000 Eisenbahnwaggons mit Ausrüstungsteilen und Maschinen für die Eisen- und Stahlerzeugung, 1.000 Wagenladungen von der Elektroindustrie sowie 400 Wagenladungen von der chemischen Industrie und anderen Industriezweigen abtransportiert. Zwischen dem 8. und 15. August 1941 wurden auf 26.000 Eisenbahnwaggons Industrieanlagen aus der Ukraine abtransportiert. In Moskau wurden auf 80.000 Eisenbahnwaggons 498 Fabriken abtransportiert, darunter 75.000 Drehmaschinen. Zurück blieben nur 21.000 Drehmaschinen. Die Produktion von vielen Fabriken konnte im Dezember wieder aufgenommen werden. Allerdings verlief die Evakuierung nicht immer geordnet. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Planungen dafür nicht vollständig abgeschlossen waren und das die Hin- und Rückfahrten der Züge länger dauernden als sonst im Durchschnitt, sodass Ausrüstungsteile einfach neben den Gleisen heruntergeworfen wurden, um die Waggons für die Rückfahrt leerzumachen. Von den 700 Fabrikationsanlagen, welche in den ersten Monaten evakuiert wurden, erreichten nur 270 vollständig ihre geplanten neuen Standorte und 110 kamen nur mit einem Teil der Ausrüstung an. Manchmal war es notwendig, die Fabrikationsanlagen in irgendwelche Züge mit unbekanntem Ziel zu verladen, nur um zu verhindern, dass die deutschen Truppen die Maschinen erbeuteten. Derartige verwaiste Züge fuhren für eine lange Zeit durch das Land, weil es keine Planungen gab, was mit der Ausrüstung geschehen soll und niemand wusste, wo sie gebraucht wird. Die Verlegung der Fabriken nach Osten war eine riesige Aktion. In den letzten drei Monaten des Jahres 1941 wurden 1.360 Fabriken evakuiert. Davon 455 in den Ural, 210 nach West-Sibirien und 250 nach Zentralasien und Kasachstan. Bis zum Endes des Jahres waren insgesamt 1.523 große Fabriken verlegt worden, von denen einige sogar bis in den Fernen Osten gingen. Dies war zwar nur ein kleiner Teil der von den Deutschen insgesamt 32.000 eroberten Fabriken, aber die entscheidenden Rüstungsbetriebe, welche 12 Prozent in den eroberten Gebieten ausgemacht hatten, konnten evakuiert werden. Die Rüstungsproduktion entscheidet den Krieg Der sowjetische Sieg im ‘Großen Vaterländischen Krieg’ war untrennbar vor allem mit dem Erfolg der russischen Rüstungsindustrie verbunden, welche die Rote Armee mit einem konstanten Zustrom hochwertiger Panzerfahrzeuge versorgte. Obwohl in der Militärgeschichte die deutsche Auffassung akzeptiert wurde, dass die Niederlage der Wehrmacht an der Ostfront in den Jahren 1944 und 1945 auf eine überwältigende sowjetische Materialüberlegenheit zurückzuführen war, wird jedoch oft unterschätzt, wie schwierig es für die Russen war, diese zu schaffen. Es ist häufig nicht bekannt, dass die sowjetische industrielle Leistung während des Zweiten Weltkrieges wesentlich geringer war als die Deutschlands. Dies trifft vor allem auf die kriegswichtige Schlüsselindustrie der Eisen- und Stahlproduktion zu, die eigentliche Kennzahl für die Größe einer Rüstungsproduktion. Nach dem Verlust fast aller wichtigen Industriegebiete im europäischen Russland in den Jahren 1941 und 1942, erreichte Deutschland eine dreifach größere Stahlproduktion ! Trotzdem gelang es den Russen im Krieg mehr als 102.000 Panzerfahrzeuge zu bauen, gegenüber 76.000 in Deutschland. Nur die USA übertrafen noch mit ihrer Produktion von 287.000 Panzerfahrzeugen die sowjetische Produktion. Dies erreichten die Russen durch eine überlegene Industrie-Organisation und Verwaltung und durch beträchtliche Opfer des russischen Volkes. Von Beginn an konzentrierte sich die sowjetische Kriegsindustrie rücksichtslos nur auf die wichtigsten Waffen und so erreichte die Panzerproduktion – trotz der schwachen industriellen Basis – ein so hohes Niveau, weil Schiffs-, Lokomotiven-, Traktoren- und Automobilproduktion eingestellt oder zumindest stark zugunsten der Panzer zurückgefahren wurde. Noch verblüffender ist die Ungleichheit zwischen der Sowjetunion und Deutschland bei der Produktion der eigentlichen Kampfpanzer. Während des Krieges produzierte die Sowjetunion 79.611 Kampfpanzer im Vergleich zu 25.006 von Deutschland mehr …

  • Panzerkreuzer Blücher

    Deutscher Panzerkreuzer Blücher und das Gefecht auf der Doggerbank im Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Der Panzerkreuzer SMS Blücher ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein völlig ungeeignetes Kriegsschiff entstehen kann. Panzerkreuzer Blücher Das Schiff wurde überstürzt entworfen und gebaut, um einer fälschlicherweise wahrgenommene Bedrohung durch eine rivalisierende Seemacht entgegenzutreten. Ursache war, dass die Briten ihr ersten Schlachtkreuzer unter großer Geheimhaltung bauten und diese bewusst irreführend als ‘Panzerkreuzer’ bezeichneten. Diese Panzerkreuzer hatten normalerweise eine Wasserverdrängung von über 13.500 Tonnen und eine Bewaffnung aus einem Mix von 233,7-mm und 190,5-mm-Geschützen, und es war einfach, die Deutschen glauben zu lassen, dass die neuen Schiffe eine Größe von 16.000 Tonnen mit einer Bewaffnung von acht 233,7-mm-Kanonen hatten. Tatsächlich hatten die schnellen Schlachtkreuzer der ‘Invincible’-Klasse jedoch 17.500 Tonnen und eine Bewaffnung von ach 304,8-mm-Geschützen. Als Antwort legten die jedoch etwas unsicheren deutschen Marineplaner erst einmal vorsichtig nur ein Schiff der ‘Blücher’-Klasse auf Stapel. Durch den Einbau einer Batterie aus 12 Geschützen in sechs hexagonal angeordneten Türmen, ähnlich wie in den neuen Schlachtschiffen der ‘Nassau’-Klasse, erwarteten sie einen Vorteil in der Breitseite. Nicht nur, dass die 210-mm-Geschütze der ‘Blücher’ die britischen 233,7-mm-Kanonen an Reichweite übertreffen würden, auch die verschossene Breitseite wog fast 1.134 kg gegenüber den 862 kg der erwarteten fünf 233,7-mm-Kanonen in Einzeltürmen. Anfangs wurden die Briten durch den Erfolg ihrer eigenen Täuschung ihrerseits erst einmal verwirrt. Noch 1908 wurde im maßgeblichen Marine-Jahrbuch Brassey’s Naval Annual zwar die Anzahl der Türme bei der ‘Blücher’ richtig angegeben, jedoch sollten vier davon über je zwei 280-mm-Geschütze und zwei Einzeltürme jeweils über ein 280-mm-Geschütz verfügen. Bei einem Schiff dieser Größe, so wird festgestellt, sollte dieses Kaliber die mindeste zu erwartende Bewaffnung sein. Nachdem die wahre Natur der britischen ‘Invincible’-Klasse bekannt wurde, so hatte man in Deutschland keine andere Wahl, als das einmal begonnene Schiff als ‘Super-Panzerkreuzer’ mit Panzergürtel über die volle Länge, zwei Panzerdecks und einer Geschwindigkeit von lediglich 26 Knoten fertigzustellen. Jedoch machte man dann den Fehler, diesen wohl besten jemals gebauten Panzerkreuzer zusammen mit den schnellen und stärker bewaffneten Schlachtkreuzern einzusetzen. ‘Blücher’ war langsamer und schlechter bewaffnet, als sie 1915 während der Schlacht auf der Doggerbank an das Ende von Hippers Schlachtlinie gesetzt wurde. Sie zwang die deutschen Schlachtkreuzer auf ihrem Rückzug dazu, nicht mit voller Fahrt laufen zu können und geriet als erste unter das Feuer der weiter tragenden 304,8-mm-Granaten der britischen Schlachtkreuzer, welche bei diesem steilen Einschlagswinkel die Panzerdecks durchschlugen und so zu ihrem Untergang führten. Spezifikationen Panzerkreuzer Blücher Spezifikationen: Schlacht auf der Doggerbank Deutsche Schlachtkreuzer hatten erstmals im Dezember 1941 die englische Küste beschossen, worauf Beatty mit seinen britischen Schlachtkreuzern eine allerdings ergebnislosen Vergeltungs-Operation in die Deutsche Bucht versuchte. Da die britischen Unternehmungen im Bereich der Doggerbank fortgesetzt wurden, befahl die deutsche Admiralität dem Schlachtkreuzer-Verband von Vizeadmiral Hipper auszulaufen. Sein Geschwader bestand aus drei modernen Schlachtkreuzern und dem großen Panzerkreuzer Blücher, dazu kamen sechs Leichte Kreuzer und über zwanzig Torpedoboote. Sein Auftrag lautete, im Morgengrauen des 24. Januar 1915 die Doggerbank nach britischen Seestreitkräften abzusuchen und diese zu bekämpfen. Dahinter stand der Gedanke, überraschend mit größeren Schiffen leichte britische Aufklärungseinheiten zu versenken. Allerdings hatte ein einziges Ereignis großen Einfluss auf den Seekrieg in der Nordsee und dies praktisch fast für die gesamte Dauer des Ersten Weltkriegs. Der deutsche leichte Kreuzer Magedburg sank nämlich in der Ostsee, wobei ein Codebuch über Bord geworfen oder weggeschwemmt wurde. Die Russen konnten es bergen und obwohl es wasserdurchtränkt war, konnte es immer noch gelesen werden. Es beinhaltete alle militärischen Koordinaten, sowohl für die Ostsee als auch die Nordsee. Die Russen gaben diese Informationen an die Briten weiter und da der Code in Deutschland niemals mehr wesentlich während des Krieges verändert wurde, erhielt die Royal Navy von nun an durch abgehörte deutsche Funksprüche eine genaue Vorstellung der Unternehmungen deutscher Kriegsschiffe. So konnte die britische Funkaufklärung den Befehl an Hipper abfangen und die Koordinaten seines Operationsgebietes entschlüsseln. So lief nur fünfzehn Minuten nach Hipper auch Beatty mit seinen fünf Schlachtkreuzern und einem leichten Kreuzergeschwader aus dem Firth of Forth aus. Beatty hatte dabei die drei neusten britischen Schlachtkreuzer in seinem Verband, welche eine leicht höhere Geschwindigkeit hatten und mit 34,3-cm-Geschützen statt der 30,5-cm und 28-cm-Geschützen auf deutscher Seite bewaffnet waren. Allerdings hatten die deutschen Schlachtkreuzer eine etwas bessere Panzerung, zuverlässigere Granaten und ein überlegenes Feuerleitsystem und die Geschütztürme erlaubten durch ihre größere Überhöhung eine weitere Schussweite. Beatty vertraute aber noch auf Verstärkung durch Commodore Tyrwhitts leichte Kreuzer und Zerstörer, mit denen er sich am nächsten Morgen um 7 Uhr etwa 30 Seemeilen nördlich der Doggerbank und 180 Seemeilen westlich von Helgoland treffen wollte. An dieser Stelle nahmen die Briten an, würde auch Hipper zu diesem Zeitpunkt eintreffen. Das Schlachtkreuzer-Gefecht Etwas früher erreichten alle drei britischen Geschwader diese Stelle bei ruhiger See mit guter Sicht am frühen Morgen des 24. Januar 1915. Und wie auf Bestellung erschienen einige Minuten später tatsächlich Hippers Schiffe. Als die Deutschen die Dreibein-Masten der britischen Schiffe erkannten, drehten sie schnell ab, um zu ihren Stützpunkten zurückzulaufen. Dabei Übernahm der Schlachtkreuzer Sedylitz, das Flaggschiff Hippers, die Spitze. Hinter ihm liefen die beiden anderen Schlachtkreuzer Moltke und Derfflinger. Der ältere und langsamere Panzerkreuzer Blücher war das letzte der Schiffe in der Linie der deutschen Großkampfschiffe. Die drei neueren britischen Schlachtkreuzer Lion, Tiger und Princess Royal fuhren bald seitlich nach Süden versetzt mit 29 Knoten hinter den deutschen Schiffen her, was ihnen die Möglichkeit gab, diese von ihren Stützpunkten abzuschneiden. Die älteren Schlachtkreuzer New Zealand und Indomitable konnten diese Geschwindigkeit nicht erreichen und fielen zurück. Noch vor 9 Uhr eröffnete das Flaggschiff von Beatty, die Lion, die ersten Probeschüsse und erzielte kurz danach einen Treffer auf dem Panzerkreuzer Blücher.   Als die Entfernung zu den deutschen Schiffen weiter abnahm, konnte Lion den Schlachtkreuzer Derfflinger beschießen. Die gerade in Dienst gestellte Tiger, das einzige britische Schiff mit einem Feuerleitsystem auf der Doggerbank, übernahm nun das Feuer auf den Panzerkreuzer Blücher. Beatty beabsichtigte, so nahe heranzukommen, bis auch das deutsche Flaggschiff an der Spitze beschossen werden kann. Nach britischer Gefechtsvorschrift sollte jedes Schiff das mehr …

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll to Top