Kriegstagebuch 7. August 1917


Fabrik für Artillerie-Granaten
In einer Fabrik für Artillerie-Granaten wird Nachschub für die Materialschlachten bereitgestellt.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 7. August 1917:

Heimatfronten


Großbritannien: Churchill trifft den von der Clyde abgezogenen Kirkwood, macht ihn zum Direktor der Miie-End London Artillerie-Granaten-Fabrik am 10. August und Ende September hat diese die größte Produktion im ganzen Land.

Südfronten

Saloniki: Das britische Kriegskabinett stimmt zu, nicht mehr Truppen von diesem Kriegsschauplatz abzuziehen, nachdem die anderen Alliierten den Abzug der britischen 10. Division zustimmen, ‘es sei denn, daß unerwartete Ereignisse eintreten’.
Italienische Front: Auf der London-Konferenz bittet Baron Sonnino um 400 schwere Geschütze (bis zum 8. August).

Seekrieg

Großbritannien: Vizeadmiral Sir R. Weymss wird Nachfolger von Admiral Sir C. Burney als Zweiter Seelord.

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Im Blickpunkt:
  • Schlachtschiff Marat

    Russische Schlachtschiffe Archangelsk der britischen Royal-Sovereign-Klasse und Marat, Gangut. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Schlachtschiff Archangelsk Archangelsk Typ: russisches Schlachtschiff der englischen Royal-Sovereign-Klasse. Geschichte: Nach der Kapitulation Italiens im September 1943 beanspruchte die sowjetische Regierung umgehend ein Drittel der italienischen Flotte, als Ausgleich für die durch italienische Kriegsschiffe im Schwarzen Meer verursachten Schäden. Wenn auch die Angloamerikaner wenig Bereitschaft dafür zeigten, hatten sie jedoch keine andere Wahl, als einen Kompromiss einzugehen. Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die überlassenen italienischen Flotteneinheiten einsatzbereit und aufgeteilt werden könnten, wollten sie einige ihrer eigenen Schiffe an die Sowjetunion ausleihen. Als Teil dieser Vereinbarung machte die englische Royal Navy das alte Schlachtschiff Royal Sovereign (Stapellauf 1915), zusammen mit vier Unterseebooten (U- und S-Klasse) und neun ehemaligen amerikanischen Glattdeck-Zerstörer verfügbar. Die Schiffe der Royal-Sovereign-Klasse (oder kurz ‘R’-Klasse genannt) waren die letzten englischen Schlachtschiffe, welche während des 1. Weltkrieg gebaut wurden. Die Klasse bestand ursprünglich aus acht Schiffen, aber nur fünf wurden tatsächlich fertiggestellt: Resolution, Revenge, Royal Oak, Ramillies und Royal Sovereign. Ihre Abmessungen waren etwas kleiner als die der vorausgegangenen Queen Elizabeth Klasse, aber ihre Panzerung war besser verteilt und sie hatten die gleiche Hauptbewaffnung aus acht 38,1-cm-Geschützen in vier Türmen. Diese fünf Schiffe wurden zwar während der Jahre zwischen den beiden Weltkriegen umgebaut, jedoch nicht modernisiert. Während des 2. Weltkrieg taten sie daher nur Dienst bei zweitrangigen Aufgaben – welche aber trotzdem wichtig waren, wie die Sicherung von großen Geleitzügen oder Truppentransporten gegen deutsche Handelszerstörer oder als Abschreckung gegen die Japaner im Indischen Ozean. Der einzige Kriegsverlust der Klasse war die Royal Oak, welche bereits am 14. Oktober 1939 durch Günther Prien mit seinem U 47 in Scapa Flow versenkt wurde. Resolution wurde 1940 durch ein französisches Unterseeboot torpediert und Ramillies durch ein japanisches Kleinst-U-Boot vor Madagaskar im Jahr 1942, aber beide Schiffe konnten repariert werden und traten wieder der Flotte bei. Ramillies wurde später auch noch zum Beschuss der Küstenabschnitte an der Normandie und in Südfrankreich während der dortigen alliierten Invasionen eingesetzt. Die Royal Sovereign war zwar erst kurz zuvor mit neuem Radargerät und Flugabwehr-Kanonen ausgerüstet worden, trotzdem war sie nun – abgesehen von ihrer Einsatzmöglichkeit zum Küstenbeschuss – für die Royal Navy entbehrlich geworden. Eine sowjetische Schiffsbesatzung traf im Frühjahr 1944 in England ein und stellte das Schiff offiziell am 30. Mai 1944 als Archangelsk in Dienst. Im August 1944 lief sie zusammen mit dem Arktis-Konvois JW59 in das Weiße Meer. Sie verblieb in der Arktis für den Rest des Krieges und feuerte dabei keinen einzigen Schuss ab. Zu dem damaligen bizarren russischen Charakter noch die Anmerkung, dass als sie im Februar 1949 wieder an die Royal Navy zurückgegeben wurde, alle Waffen an Bord – von dem 38,1-cm-Geschütz bis zur 4-cm-Flak – noch immer geladen waren und zusätzlich die Messedecks mit menschlichen Exkrementen bedeckt waren. Benutzer: Britische Royal Navy, Russische (Sowjetische) Marine. Animation 3D-Modell Schlachtschiff Revenge der Royal-Sovereign-Klasse Spezifikationen für Schlachtschiff Archangelsk Spezifikation: Bewaffnung: Panzerschutz: Einsatzstatistik: Schlachtschiff-Klasse Marat oder Gangut (Oktjabrskaja-Revoluzia) Die einzigen anderen sowjetischen Schlachtschiffe des Zweiten Weltkrieges waren die Schiffe der Klasse Oktjabrskaja-Revoluzia, welche ursprünglich unter dem Namen Gangut-Klasse zu Beginn des Ersten Weltkrieges für die Marine des Zaren in Dienst gestellt worden waren. Etwa ein Dutzend russische Schlachtschiffe überstanden die Russische Revolution von 1917, aber die meisten wurde in den frühen zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts verschrottet. Die einzige Ausnahme waren die vier Einheiten der Gangut-Klasse, welche neben dem Klassenschiff die Namen Petropawlowsk, Poltawa und Sewastopol hatten. Sie hatten eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte, denn nach den schweren Verlusten der zaristischen Flotte im Russisch-Japanischen Krieg, musste Russland seine Flotte wieder vollständig neu bauen. Die ersten der neuen Großkampfschiffe waren die Einheiten der Gangut-Klasse für die Ostsee-Flotte, mit deren Planungen bereits 1906/1907 begonnen wurde. Das Ziel der russischen Marine war es, ihre ersten Großkampfschiffe mit einer Höchstgeschwindigkeit von 21,5 Knoten und einer Hauptbewaffnung aus zwölf 305-mm-Geschützen und einer Sekundärbewaffnung aus sechzehn 120-mm-Kanonen in Kasematten zu bauen. Dafür wurden einundfünfzig Entwürfe geprüft, aber der beste von der deutschen Werft Blohm&Voss wurde zurückgewiesen, da die Regierung des Zaren darauf bestand, dass die Schiffe in Russland gebaut werden müssen. Mithilfe des britischen Schiffbauers John Brown wurde deshalb dieser Entwurf überarbeitet, was dazu führte, dass das Schiff ungefähr in der Klasse zwischen einem Schlachtschiff und Schlachtkreuzer lag und daher zu ihrer Zeit als ‘Ostsee-Schlachtschiff’ bezeichnet wurde. Das lag daran, dass man sich dabei eng an die Vorstellungen des italienischen Generals Cuniberti gehalten hatte, der schwerer bewaffnete und schnellere Kriegsschiffe bevorzugte, dafür weniger Wert auf Panzerschutz legte. Deshalb ähnelten die russischen Schiffe in einem größeren Maßstab dem italienischen Schlachtschiff Dante Alighieri, welches ebenfalls 305-mm-Geschütze in Drillingstürmen auf der Mittschiffs-Linie trug. Die Schiffe der Gangut-Klasse hatten jedoch dagegen glatt durchlaufende Decks, eine anders angeordnete Maschinenanlage und Panzerungsaufbau. Die vier Türmen mit jeweils drei 305-mm-Geschützen standen alle entlang der Mittellinie, was eine Breitseite von zwölf Kanonen gegenüber den acht von zeitgenössischen britischen und deutschen Schlachtschiffen ergab. Diese russischen 30,5-cm-L/52-Geschütze erwiesen sich zudem als sehr Zielgenau. Obwohl die Drillingstürme eine starke Bewaffnung ergaben, mussten jedoch der Bug- und Heckturm knapp vor dem Schiffsenden montiert werden, da es keine überhöhte Anordnung der einzelnen Türme gab. Deshalb war es auf den Schiffen der Gangut-Klasse bei Fahrt immer sehr Nass. Die Mittelartillerie war zudem schlecht angeordnet und bei schwerer See nur wenig Wert. Der Entwurf der Antriebsmaschinen und des Schiffskörpers ergab eine Höchstgeschwindigkeit von 23 Knoten, was 1,5 Knoten über den ursprünglichen Anforderungen lag und damit einen Vorsprung von zwei bis drei Knoten gegenüber jedem anderen auf See befindlichen Schlachtschiff ergab. Im Gegensatz zum Rest des Schiffes lag der Panzerschutz jedoch unter dem Standard, da mehrere Kompromisse eingegangen werden mussten, um das Gesamtgewicht geringer zu halten. Da die Schiffe insbesondere für den Einsatz in der Ostsee vorgesehen waren, hatten sie einen besonderes verstärkten, Eisbrechenden Bug. Das Gewicht der Maschinenanlage und der Panzerung verhinderte jedoch den Einbau von Torpedoschotten. Die Korbmasten amerikanischer Art, welche bei der vorhergehenden Imperator-Pawel-Klasse erstmals erprobt worden waren, wurden während des Baus durch Stangenmasten ersetzt. Trotzdem wurde der verfügbare Raum des Schiffskörpers nicht optimal genutzt und die mehr …

  • Hitlers Kriegserklärung USA

    Die Kriegserklärung Hitlers an die USA erscheint nur schwer verständlich, überflüssig und besiegelte das Schicksal des Dritten Reiches. Am 12. Dezember 1941 erklärte Adolf Hitler in einer langen Reichstagsrede den USA den Krieg. Im Nachhinein und im Lichte der gleichzeitigen Rückschläge an der Ostfront vor Moskau durch die erfolgreiche Gegenoffensive der Roten Armee erscheint diese Handlung als nicht nachvollziehbar und besiegelte letztlich das Ende des Dritten Reichs. Warum erklärte Hitler den USA den Krieg ? Hitler behauptete in dieser Reichstagsrede, dass der Versuch Deutschlands und Italiens, die Ausweitung des Krieges zu verhindern, durch ‘jahrelange Provokationen’ vonseiten Roosevelts vereitelt wurden. Gemäß des Dreimächtepakts sei er daher gezwungen, durch den japanischen Kriegseintritt den USA ebenfalls den Krieg zu erklären. Der SD (Sicherheitsdienst) meldete einige Tage später, dass die deutsche Bevölkerung mehrheitlich der Meinung sei, dass die Kriegserklärung an die USA keineswegs überraschend war und einfach nur den schon tatsächlich herrschenden Zustand formalisierte. Trotzdem herrschte Besorgnis vor, dass nun ein langer Krieg bevorstand, der nur durch einen Kompromissfrieden beendet werden könnte. Auch hatten viele Deutsche nicht vergessen, dass der Kriegseintritt der USA 1917 den 1. Weltkrieg entschieden hatte. Selbst Propaganda-Minister Goebbels ließ erkennen, dass ihn der Kriegseintritt der USA beunruhigte. Und auch der Befehlshaber der U-Boote, Dönitz, wurde von der Nachricht der Kriegserklärung überrascht. Schon Monate zuvor hatte dieser Hitler gebeten, ihn vorher zu verständigen, falls es zum Krieg gegen die USA kommen würde. So könne er die deutschen U-Boote vor der amerikanischen Ostküste aufstellen und schwere Schäden auf den nicht vorbereiteten Handelsschiffsrouten verursachen. Im Hitlers Hauptquartier Wolfsschanze in Ostpreußen bemerkte General Warlimont, der Stellvertreter Jodls und verantwortlich für die operative Planung, dass die Kriegserklärung ‘amateurhaft’ und ohne durchdachte Strategie durch eine spontane Reaktion, ohne vorhergehende Absprache oder Beratungen, erfolgt sein. Es stünde nun ein Zweifrontenkrieg in seiner ‘schwersten Form’ bevor, da die bisherige Strategie gescheitert sei, mit Russland den letzten möglichen Gegner auf dem europäischen Kontinent auszuschalten und anschließend mit vereinten Kräften den Krieg gegen Großbritannien auf die eine oder andere Weise zu beenden. Und Außenminister Ribbentrop soll Hitler zuvor darauf hingewiesen haben, dass Deutschland durch den Dreimächtepakt lediglich verpflichtet sei, Japan im Fall eines Angriffs durch einen anderen Staat zu unterstützen. Da Japan aber selbst den Krieg gegen die USA begonnen habe, sei Deutschland nicht zum Eingreifen verpflichtet. Daher wurde die Kriegserklärung bei vielen Deutschen und selbst in Hitlers Umgebung als weder selbstverständlich noch notwendig angesehen. Selbst im Rückblick wirkt diese einsame Entscheidung von Hitler als unerklärlich und wahnsinnig. Ausgerechnet zu einem kritischen Zeitpunkt der Kämpfe an der Ostfront entscheidet er sich, einem weiteren, mächtigen Gegner den Krieg zu erklären, ohne zu wissen, wie er ihn besiegen konnte. Bisher erfolgten alle Eröffnungen der Feindseligkeiten Hitlers durch einen blitzartigen Überfall, dies ist ausgerechnet seine einzige ‘formale Kriegserklärung’ und ohne vorhergehende oder gleichzeitige, direkte militärische Aktionen. Hitlers Bild über Amerika Hitler sah in der beherrschenden Weißen Rasse Amerikas mit ihren wirtschaftlichen Erfolgen und daraus resultierenden Lebensstandard ein Vorbild für seine Vision des ‘deutschen Lebensraums’ in Europa. Denn der rasante wirtschaftliche Aufstieg der USA ist nicht nur durch technischen und organisatorischen Fortschritt und industrielle Revolution ermöglicht worden, sondern auch durch die gewaltsame Aneignung fremder Territorien. Nach seinen Worten hat der ‘Weiße die Millionen von Rothäuten auf ein paar hunderttausend zusammengeschossen und deren Land genommen’. Dies entsprach auch Hitlers Vorstellungen von der ‘Gewinnung des deutschen Lebensraums durch das Schwert’. Bereits in seinen ersten Reden im Jahr 1919 bezeichnete Hitler Amerika als einer der größten Feinde Deutschlands. Amerika sei nur wegen des blutigen Geldes in den 1. Weltkrieg eingetreten. Als ‘Geldland’, dass der große Gläubiger von England und Frankreich war, musste Amerika in den Krieg eingreifen, um sein verliehenes Geld nicht zu verlieren und einen Löwenanteil an der Kriegsbeute einzustreichen. Und die Verknüpfung folgte direkt, da auch ‘dem Juden der Geldbeutel das Heiligste sei’. Deshalb war Amerika für ihn die vom ‘jüdischen Kapitalismus’ beherrschte neue Weltmacht. Während der Weimarer Republik waren die Beziehungen zu den USA gut gewesen und hatten sich ständig verbessert. Das änderte sich erst seit der Machtübernahme der Nazis. Gründe dafür waren aufkommende Zollstreitigkeiten, die mangelnde Bereitschaft amerikanische Kredite zu bedienen und vor allem die zunehmende Verfolgung der Juden und Oppositioneller sowie Angriffe auf die christlichen Kirchen und die Bücherverbrennungen. Dazu kam der Militarismus und Wiederaufrüstung zusammen mit einer aggressiver werdenden Außenpolitik, welche den Frieden in Europa zu gefährden schien. Jedoch das die Amerikaner gegenüber Deutschland immer kritischer wurden, bereitete Hitler keine schlaflosen Nächte. Die ideologischen Vorgaben des NS-Regimes vertrugen sich natürlich nicht mit dem amerikanischen Liberalismus, auf den man einfach keine Rücksicht nehmen konnte. Nach der ‘Reichskristallnacht’ wurden die Angriffe aus Amerika jedoch schärfer. Dies war der Hintergrund für eine der wichtigsten und aufschlussreichsten Reden Hitlers am 30. Januar 1939, zum Jahrestag der Machtergreifung. Zentraler Punkt der Rede war, dass das jüdische Finanzkapital in Großbritannien und der USA eine Bedrohung für Deutschland sei. Die Juden seien Kriegstreiber, die Deutschland einen Krieg aufzwingen wollten, den es nicht wolle. Deutschland werde die Herausforderung jedoch annehmen und bis zum Untergang kämpfen. Und sollte es zum Krieg kommen, so drohte Hitler, dann würden diejenigen, welche die Verursacher sind, nämlich die Juden, verschwinden. Der ‘unerklärte Krieg’ der USA gegen Deutschland Es herrschte schon seit einiger Zeit ein ‘unerklärter Krieg’ zwischen den USA und dem Deutschen Reich. Als Hitler im September 1939 Polen überfallen hatten, war es sich bewusst, dass nur ein begrenzter Zeitraum blieb, um den Kontinent unter seine Kontrolle zu bringen. Den USA mussten in zunehmenden Maße Aufmerksamkeit geschenkt werden und Deutschland musste in raschem Tempo siegen, bevor das amerikanische Wirtschafts- und Militärpotential sich auswirken konnte. Deshalb wollte Hitler schon wenige Wochen nach dem Polenfeldzug im Westen losschlagen. Dies verzögerte sich bis Mai 1940 und er rechtfertige den Angriff gegenüber Mussolini damit, ‘dass die drohenden Telegramme, Noten und Anfragen des Herrn Roosevelt aus Amerika es notwendig machen würden, vorsorglich für ein schnelles Ende des Krieges zu sorgen’. Als Italien am 10. Juni 1940 in den Krieg eintrat, schwor Roosevelt öffentlich, dass den Opfern der Aggressionen nun die materielle Hilfe der USA zur Verfügung stünde. Doch mehr …

  • HG-Wachkompanie in Karinhall

    Aufstellung und Einsätze der Fallschirm-Panzer-Division HG der Luftwaffe. Teil I: Das Regiment General Göring 1935 bis 1941. Regiment General Göring Bezeichnungen Polizei-Abteilung z.B.V. Wecke Landespolizeigruppe Wecke Landespolizeigruppe General Göring Regiment ‘General Göring’ Brigade ‘Hermann Göring’ Hermann-Göring-Division (Kampfgruppe Schmid) Panzer-Division Hermann Göring (HG) Fallschirm-Panzer-Division Hermann Göring (HG) Kommandeure Major der Schutzpolizei Wecke, Oberstleutnant der Landespolizei Friedrich Wilhelm Jakoby, Generalmajor Conrath, Oberst/Generalmajor Schmid (in Tunesien), Generalmajor Conrath, Generalmajor Schmalz, Oberst v. Neckar, Oberst Lemke   Aufstellung Hermann Göring, Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe und hochdekoriertes Jagdflieger-Ass aus dem Ersten Weltkrieg, war berechtigterweise sehr stolz auf diese Einheit, welche seinen Namen trug. Die führende Kampfeinheit der Bodentruppen der durch die Nazis geschaffenen deutschen Luftwaffe hatte zwar ohne Zweifel viele überzeugte Mitglieder der NSDAP in ihren Reihen, focht aber einen weitgehend ‘sauberen’ Krieg. Dies stand im Gegensatz zu vielen anderen Kampfeinheiten, welche starke politische Wurzeln hatten. Tatsächlich war eine der bemerkenswertesten Leistungen der Hermann-Göring-Division während des Zweiten Weltkrieges nicht militärischer Art, sondern die Rettung der historischen Schätze des Benediktiner-Klosters auf dem Monte Cassino. Im Februar 1933, sofort nach der Machtübernahme Hitlers, wurde Hauptmann Hermann Göring, ein langer Weggefährte des Führers, zum preußischen Innenminister ernannt. Dieser Posten gab Göring die Kontrolle über die preußische Landespolizei und brachte ihm den Rang eines Generals ein. Er begann sofort eine neue Abteilung aufzustellen, welche aus Polizisten bestand, die dem Nazi-Regime zweifelsfrei loyal waren. Knapp über 400 Mann wurden für diese neue Einheit ausgewählt, welche vom Major der Schutzpolizei Wecke, befehligt wurde. Die Einheit, welche im berüchtigten linken Arbeiterbezirk Kreuzberg in Berlin stationiert wurde, erhielt nach ihrem Kommandanten die Bezeichnung ‘Polizei-Abteilung z.B.V. Wecke’. Innerhalb eines Monats wurde die Einheit schon gegen bewaffnete kommunistische Zellen in Berlin eingesetzt. Im Juli 1933 wurde die Abteilung in ‘Landespolizeigruppe Wecke’ umbenannt und kurz danach in ‘Landespolizeigruppe General Göring’. Die Einheit vergrößerte sich stark unter Görings Schirmherrschaft und wurde im April 1395 formell zum Regiment ‘General Göring’ unter dem Kommando von Oberstleutnant der Landespolizei, Friedrich Wilhelm Jakoby. Nur sechs Monate nach der Aufstellung transferierte Göring das Regiment von der Polizei, deren Kontrolle letztendlich von seinem erbitterten Rivalen Reichsführer-SS Heinrich Himmler übernommen wurde, zur neu gebildeten Luftwaffe, deren Oberbefehlshaber Göring wurde. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Gliederung des Regiments aus folgenden Einheiten: Regimentsstab, Musikkorps, I. und II. Jäger-Bataillon, 13. Kradschützen-Kompanie, 15. Pionier-Kompanie, Reiterzug, Nachrichtenzug. Zum Zeitpunkt, als das Regiment ‘General Göring’ zur Luftwaffe überstellt war, wurden auch Befehle zur Aufstellung eines Fallschirmjäger-Bataillons ausgegeben. Alle Freiwilligen für diese Einheit, welche Überlaufen von ungeduldigen Bewerbern war, wurden im I. Jäger-Bataillon versammelt. Ende 1937 wurden dann die Verschleierungsmaßnahmen zur vorgesehenen Verwendung dieser Truppe fallengelassen und die Freiwilligen, zusammen mit der 15. Pionier-Kompanie, als IV. Fallschirmschützen-Bataillon bezeichnet. Diese Einheit blieb bis März 1938 Bestandteil des Regiment ‘General Göring’, bevor sie zum Truppenübungsplatz Stendal verlegt wurde, um den Kader der ersten Fallschirmjäger-Einheit der Luftwaffe zu bilden, das I./Fallschirmjäger-Regiment 1.   Das Regiment ‘Hermann Göring’, ebenso wie die Elite-Formationen Regiment Grossdeutschland des Heeres und das erste Regiment der Waffen-SS, Leibstandarte-SS-Adolf Hitler, rekrutierten ihr Personal aus ganz Deutschland und nahmen nur Kandidaten des höchsten Kalibers und in physischer Höchstform auf. Die Angehörigen des Regiment ‘Hermann Göring’ bezogen einen brandneuen Baracken-Komplex in Berlin-Reinickendorf, welcher nach höchsten Standards und mit den modernsten Einrichtungen gebaut worden war. Dieser Komplex zeichnete sich durch über 120 Gebäude aus, einschließlich Sporthalle, Schwimmbäder und Freischwimmbädern und Sportplätzen und hatte sogar sein eigenes Postamt. Soldaten des Regiments in ihren unverwechselbaren Uniformen mit weißen Kragenspiegeln und dem Manschetten-Band der Sonderverbände wurden bald zu einem üblichen Straßenbild in Berlin. Die Truppen des Regimentes waren Bestandteil vieler großen Militärparaden der Vorkriegszeit in Berlin. Sie stellten auch die Wachen für Reichsmarschall Görings persönliches Hauptquartier in Berlin und die Ablösung der Wachtruppen wurde oft in vollem Zeremoniell unter Anwesenheit des Musikkorps des Regiments vollzogen. Soldaten des Regiments übten auch den Wachdienst bei Görings privaten Anwesen Carinhall nördlich von Berlin aus, welches nach seiner verstorbenen ersten Frau benannt war. Zu den Kriterien für die Übernahme in das Regiment gehörte ein Eintrittsalter von 18 bis 25 Jahren, eine Mindestgröße von 1,68 Meter, die deutsche Staatsbürgerschaft, Eignung zum Militärdienst, körperliche Leistungsfähigkeit für den aktiven Dienst, arische Abstammung, Unverheiratet, ein sauberer Polizeibericht und keine laufenden oder bestätigten strafrechtlichen Vergehen, sowie eine bestätigte Unterstützung des nationalsozialistischen Staates. Während der ersten Kriegsjahre wurde als weitere Anforderung hinzugefügt, dass der Freiwillige sich für eine Dienstzeit von mindestens 12 Jahren verpflichtete. Diese Voraussetzungen waren im Großen und Ganzen auch für die anderen Elite-Formationen, Grossdeutschland und Leibstandarte, Voraussetzung. Als dann im weiteren Kriegsverlauf die Verluste immer größer wurden, konnten solche strengen Voraussetzungen für keinen der Elite-Verbände mehr aufrechterhalten werden. Bei der ‘Hermann Göring’ Division wurden später daher auch Wehrpflichtige der Luftwaffe als Ersatz für die Verluste übernommen. Vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs nahmen Angehörige des Regiment ‘General Göring’ bei den sogenannten ‘Blumenkriegen’ teil. Das Regiment war am Anschluss Österreichs beteiligt, wo es mehrere Wochen in Wiener Neustadt blieb. Auch bei der Besetzung des Sudetenlandes und beim Einmarsch in Prag war es dabei, wo es die Sicherung der strategisch wichtigen Skoda-Werke übernahm. Am Vorabend des Krieges bestand das Regiment aus folgenden Teileinheiten: Regimentsstab, Musikkorps, Stabsartillerie, I.(schwere) Flak-Abteilung, II. (leichte) Flak-Abteilung, III. Scheinwerfer-Abteilung, IV. (leichte) Flak-Abteilung, Wachbataillon (Reiterschwadron, 9. Infanterie-Wachkompanie, 10. und 11. Wachkompanie), Reserve-Scheinwerfer-Abteilung, Ersatz-Abteilung, (schwere) Eisenbahn-Flak-Batterie, (leichte) Flak-Batterie. Blitzkriege 1940 Während des Polenfeldzug im September 1939 verblieb der Großteil des Regiments in Berlin, um Luftschutz für die Reichshauptstadt zu geben und Görings Hauptquartiere zu bewachen. Teile des Regiments nahmen jedoch am Unternehmen Weserübung teil, der Invasion von Dänemark und Norwegen im April 1940. Die Masse des Regiments war jedoch an der holländischen Grenze versammelt und wartete auf den Befehl zum Losschlagen im Westen.   Die in Dänemark eingesetzten Teile von ‘Hermann Göring’ standen unter dem Kommando von Hauptmann Kluge und bestanden aus einer Kompanie des Wachbataillons, zusammen mit einer 2-cm-Flak-Batterie auf Selbstfahrlafetten und einer Kradschützen-Kompanie. Sie nahmen an der Besetzung des Flugfeldes und der Funkstation von Esbjerg und der Sicherung der Küstenlinie von Jütland teil. Anschließend wurden sie über See nach Oslo transportiert, wo sie zusammen mit Heeres-Truppen beim Vormarsch auf Trondheim und mehr …

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