Kriegstagebuch 8. Oktober 1917



Sowjet von Petrograd
Sitzung des Sowjet von Petrograd.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 8. Oktober 1917:

Heimatfronten


Russland: Kerenski bildet die dritte Koalitionsregierung, um mit dieser zu regieren, bis die konstituierende Versammlung zusammentritt. Trotzki, jetzt in Petrograd als Vorsitzender der Sowjets, verurteilt es als eine Regierung des Bürgerkrieges. 1,2 Millionen Schienen- und Eisenbahnarbeiter im Streik seit dem 6. Oktober.

Westfront

Großbritannien: Haigs Brief an den britischen Generalstabschef Robertson, welcher über gute Fortschritte bei Ypern berichtet und Robertson versichert, dass das BEF die deutsche Armee mit minimaler alliierter (d.h. französischer oder russischer) Hilfe bis zur Ankunft der US-Armeen im Jahr 1918 bekämpfen kann. Haig bedauert die ‘Einmischung’ der Alliierten oder von Ministerpräsident Lloyd George.
Champagne: Französischer Angriff südwestlich von Beaumont.

Luftkrieg

Deutschland: Das Marine-Luftschiff L57 wird bei einem Sturm zerstört.

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Im Blickpunkt:
  • Kapitulation Stalingrad

    Das Jahr 1943 im Zweiten Weltkrieg Die deutschen Pläne und Hoffnungen für das Jahr 1943 nach der Katastrophe von Stalingrad. Die deutsche Führung schaute Anfang 1943 auf die Zukunft mit guten und schlechten Aussichten. Die guten Aussichten bestanden aus zwei Umständen: Die Katastrophen, welche mit der Kapitulation der deutschen Sechsten Armee in Stalingrad ihren Höhepunkt erreicht hatten, konnten aufgehalten werden. Zum Zweiten waren endlich neue Waffen bereit zum Einsatz, darunter die dringend erwarteten Panther- und Tiger-Panzer. Zwischenzeitlich konnte der Verlauf der Kampfhandlungen an der Ostfront durch den Gegenangriff und der Rückeroberung von Charkow wieder gewendet werden, wodurch wieder neue Hoffnungen auf eine erneute Sommer-Offensive im Osten geweckt werden konnten. Allerdings war der Ausblick in Nordafrika im März – dem Monat der großen deutschen Siege im Osten – grimmig für die Achsen-Streitkräfte. Aber wenigstens wurde ein schneller alliierter Sieg in Nordafrika verhindert, welcher womöglich für den Sommer oder Herbst 1943 eine alliierte Invasion in Nordwest-Europa ermöglicht hätte. Selbst wenn nun nach einer erfolgreiche alliierte Offensive in Tunesien noch weitere Unternehmungen im Mittelmeer-Raum folgen sollten, wurde doch ein enormer Zeitgewinn geschunden. Weiterhin erschienen neue Waffen aus den Rüstungswerken in immer größeren Stückzahlen. Der Bau von U-Booten hatte einen Umfang erreicht, der es ermöglichte, immer Einhundert von ihnen gleichzeitig auf See zu halten. Die neuen, schweren Tiger-Panzer überwanden ihre anfänglichen technischen Probleme und der mittlere PzKpfw V Panther wurde zwischenzeitlich auch ausgeliefert. Es bestanden auch beste Aussichten, dass im Laufe des Jahres 1943 der monatliche Ausstoß dieser und anderer wichtiger Waffen – insbesondere Sturmgeschütze – ständig zunehmen würde. Von größter Wichtigkeit waren allerdings die Auswirkungen der Mobilisation auf die Heeresstärke. Die Kombination aus Rationalisierungen in der Industrie und der massive Einsatz von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern ermöglichte es, das Heer zu verstärken, sodass im Sommer 1943 die deutschen Armeen im Osten fast so stark waren, wie zwei Jahre zuvor. Die Versuche der Finnen, Ungarn und Rumänen, einen Ausweg aus dem Krieg zu finden, wurden von der deutschen Führung wirksam ausgehebelt. Vom U-Boot-Krieg konnte erwartet werden, dass dieser die westlichen Alliierten während des Jahres 1943 ziemlich einschränken würde und es gab die Erwartung, dass im Verlauf dieses Jahres sich die Lage am Südabschnitt der Ostfront wieder erholen würde. Die nun freigemachten Verbände durch die Räumung der Frontvorsprünge von Demjansk und Rschew erlaubten zumindest den großen Angriff an einem Abschnitt der Ostfront. Die Kämpfe auf diesem Kriegsschauplatz würden weiterhin Priorität haben und würden auch mit großer Heftigkeit fortgesetzt werden. Der Druck, den Nazi-Deutschland durch die U-Boote auf die westlichen Alliierten und an der Landfront auf die Sowjetunion ausüben würde, könnte ein Durchkämpfen ermöglichen – zumindest bis daran die Allianz aus Großbritannien, der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten von Amerika zerbricht. Die tatsächlichen Ereignisse Nach dem erfolgreichen Unternehmen Torch rückten die Alliierten schnell vor und näherten sich Tunis im Januar 1943. Aber die Vorräte gingen zur Neige, und die deutschen Truppen schlossen sich mit Rommels Armee aus Libyen zusammen, um die noch ‘grünen’ Amerikaner am Kasserine-Pass zu schlagen. Dieser Rückschlag war aber nur vorübergehend. Montgomery überwältigte Rommel im Osten Tunesiens und die US-Streitkräfte unter einem neuen Kommandanten, dem Panzer-Taktiker George S. Patton, schlug hart aus dem Westen zu. Alliierte Luft- und Seestreitkräfte brachten fast alle Nachschubkonvois der Achsenmächte zum Erliegen. Die deutschen und italienischen Truppen in Afrika kapitulierten im Mai 1943. Für 75.000 Mann Verluste haben die Alliierten alleine 250.000 Kriegsgefangene eingebracht. Der Feldzug unterstrich die Bedeutung Maltas, dessen Verbleib in alliierten Händen die Grundlage für die Luft- und Seeherrschaft der Briten bildete. Zusätzlich half ULTRA Montgomery dabei, Rommel zu besiegen und die Achsen-Konvois mit erstaunlicher Präzision durch Flugzeuge zu zerschlagen. Eisenhower erwies sich als ein begabter alliierter Führer mit viel politischem Verständnis und Pattons Fähigkeiten als Kommandant der Panzerstreitkräfte zeichneten sich ab. Rommels Ruf von Ritterlichkeit sowie brillante Taktiken blieb erhalten, obwohl dies zum Teil eine Folge des öden Landes und des geringen Rassenwahns war, in dem der Feldzug geführt wurden. Denn weniger zivile Opfer bedeuten auch weniger unnötige Brutalität. Dieser Sieg half den Alliierten ungemein. El Alamein, zusammen mit Stalingrad, überzeugte einige Vichy-Befehlshaber, es mit den Alliierten zu versuchen. Franco, schon immer ein Opportunist, weigerte sich, die Deutschen durch Spanien zum Angriff auf Gibraltar ziehen zu lassen. Diese britische Enklave im Süden Spaniens garantierte den Alliierten den sicheren Zugang durch die Meerenge in das Mittelmeer. Das was Churchill als ‘Tunisgrad’ bezeichnete und höhere Verluste und größere Folgen für die Achsenmächte hatte, als die Schlacht im Südosten Russlands an der fernen Wolga, war das Ergebnis der alliierten Behauptung von Malta und Gibraltar. Auf der Casablanca-Konferenz im Januar 1943 plädierte Roosevelt für eine Landung im deutsch-besetzten Frankreich in diesem Sommer. Churchill forderte dagegen Maßnahmen in Italien oder auf dem Balkan. Als Kompromiss einigte man sich auf Sizilien. Die Invasion Siziliens begann im Juli mit einem Angriff von 160.000 Amerikanern, Briten und Kanadiern, unterstützt von 4.000 Flugzeugen und mächtigen Seestreitkräften. Die britische 8. Armee unter der Führung von Montgomery landete ungehindert in der Nähe von Syrakus und zog nach Norden, bevor sie von deutschen Einheiten rund um den Ätna zum Stehen gebracht wurde. Die amerikanische 5. Armee unter George Patton landete in Gela, schlug Gegenangriffe der Achsenstreitkräfte ab und marschierte entgegen der Befehle über Palermo nach Messina, wo sie noch vor Montgomery im August einmarschierte. Die Invasion war aber nur ein Teilerfolg. Die Alliierten sammelten Erfahrungen mit amphibischen Operationen, veranlassten den faschistischen Großen Rat, Mussolini zu entlassen und Gespräche über die Kapitulation aufzunehmen und sicherten die Insel. Aber sie konnten 100.000 deutsche und italienische Soldaten nicht daran hindern, zusammen mit 10.000 Fahrzeugen auf das italienische Festland zu entkommen. Churchill forderte nun eine Invasion Italiens, von der er behauptete, dass sie den ‘weichen Unterbauch’ der ‘Festung Europa’ treffen wird, um die Deutschen zu zwingen, Divisionen aus Russland abzuziehen und damit Montgomery mit der britischen 8. Armee die Gelegenheit weiterer Siege eröffnen würde. Roosevelt dagegen favorisierte eine Landung in Südfrankreich, gab dann aber nach, da seine Luftwaffen-Führung Bomberbasen in Italien haben wollte. Die Invasion begann im September 1943. Montgomery nahm Reggio und Tarent und bewegte sich geschickt auf der mehr …

  • Legendäres französisches Schnellfeuer-Feldgeschütz Canon de 75 mle 1897 Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3D-Modell. Canon de 75 mle 1897 Typ: Feldgeschütz. Geschichte Der Anspruch auf eine der berühmtesten Kanonen aller Zeiten zu sein, kann wirklich der französischen ’75’, der bekannten ‘Soixante-Quinze’ oder ‘Canon de 75 mle 1897’ zugesprochen werden. Im Laufe der Jahre hat diese Waffe für sich einen fast schon legendären Ruf erworben, aber im historischen Vergleich ist es der verdiente Ruhm, eines der ersten echten Schnellfeuergeschütze gewesen zu sein. Dies wurde durch die Einführung eines neuen hydraulischen Rücklaufsystem möglich gemacht, welches zeitgenössischen Mechanismen, welche alleine auf der Verwendung von Federn basierten, über Nacht zum alten Eisen werden ließen. Dieser Mechanismus, kombiniert mit der etwa zeitgleichen Einführung des Nordenfeldt-Verschlussmechanismus, welcher durch das Umlegen eines Hebels geöffnet und geschlossen werden konnte, ermöglichte es der ‘M 1897’, bis zu 28 Granaten per Minute zu verschießen, was zu dieser Zeit eine wirklich revolutionäre Feuergeschwindigkeit war. Die ‘M 1897’ war ein staatlicher Entwurf und wurde zunächst im Atelier de Bourges hergestellt. Aber nach kurzer Zeit wurde das Modell in vielen Fabriken gebaut, darunter vor allem durch Schneider & Cie in Le Creusot. Die Produktion dort war so zahlreich, dass der Entwurf manchmal als ‘Schneider’ bezeichnet wurde. Die ersten Modelle erschienen im Jahre 1897 (daher mle 1897) und wurden für eine beträchtliche Zeit unter Verschluss gehalten, da sie als Geheimwaffen betrachtet wurden. Viel wurde von ihnen erwartet, denn sie wurden als die wichtigste Unterstützungswaffe für die französische Angriffsdoktrin angesehen, in welcher der Offensivgeist jeden Widerstand überwinden sollte. Die hohe Feuerrate der ‘M 1897’ sollte das relativ geringe Geschossgewicht der Explosivgranate von 6,195 kg überwinden helfen. Diese Doktrin war es jedoch, welche der französischen Armee im Jahr 1914 teuer zu stehen kam, aber trotzdem blieb die ‘M 1897’ den ganzen Krieg über das Standard-Feldgeschütz des französischen Heeres. Das Hydraulikrücklaufsystem der ‘M 1897’ erzeugte eine relativ lange Rückstoßwirkung, welche so enorm war, dass zwei Führungsrollen unter der Mündung angebracht wurden, um dem Zerren des Rücklaufsystems bei voller Kraft zu begegnen und eine Tonnenlast aus dem Kolben zu nehmen. Diese zwei Führungsrollen sind ein eindeutiges Erkennungszeichen der ‘M 1897’. Der Verschlussmechanismus verwendete einen einfachen Hebel mit einer Unterbrechungsaktion, die schnell und einfach ausgeführt werden konnte, damit die einteilige Munition in die Kammer eingeführt werden konnte. Ein kastenartiger Pfostenanhänger wurde verwendet, welcher den maximalen Höhenwinkel und damit die Reichweite begrenzte, aber diese später eigentlich unerwünschte Eigenschaft wurde erst nach dem 1. Weltkrieg entfernt. Viele ‘M 1897’ hatten ein Sicherungssystem gegen das Verrücken beim Feuern, welches an der Lafette angebracht war. Von der ‘M 1897’ waren bei Kriegsausbruch 1914 etwa 4.000 bei der französischen Armee vorhanden und weitere 17.000 wurden während des 1. Weltkrieg hergestellt. Das Feldgeschütz wurde auch von vielen anderen Armeen verwendet und die US-Armee übernahm die ‘M 1897’ im Jahr 1917 und begann später mit der Produktion ihrer eigenen Version (ca. 1000 Stück). Es wurden so viele ‘M 1897’ hergestellt, dass sie auch für eine Vielzahl von anderen Zwecken verwendet wurden. So bestand die Bewaffnung der ersten französischen Panzer aus der ‘M 1897’. Sie wurde auch als Flugabwehrkanone eingesetzt, entweder auf einem schrecklich anmutenden Gestell mit Metallrahmen oder als eine Selbstfahrlafetten auf einen Dion-LKW montiert. Einige wurden auch als Küstenverteidigungs-Geschütze verwendet und als eine 37-mm-Grabenkanone 1916 benötigt wurde, war das Ergebnis eine ‘halbierte M 1897’. Die ‘M 1897′ blickte nach 1918 noch eine auf eine lange Nachkriegskarriere und wurde auch später noch in einigen seltsamen Formen produziert, aber es ist der Einsatz als eines der meist verwendeten Geschütze des 1. Weltkrieges, welches in Erinnerung bleibt. Die deutsche Wehrmacht setzte erbeutete Exemplare als 7,S-cm Feldkanone 231 (f) – oder häufiger kurz als 7,5-cm-FK 97 (f) – noch während des 2. Weltkrieg ein. Benutzer: Frankreich, USA, Großbritannien, Belgien, Rumänien, Serbien, Portugal, Spanien, Polen, Finnland, Deutsches Reich (Wehrmacht). Animation 7,5-cm Geschütz M 1897 Spezifikationen 7,5-cm Geschütz M 1897 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Die Legende Die Waffe, welche international als die ’75’ bekannt wurde, hatte ihren Ursprung in einem französischen Armeeprojekt der 1890er Jahre. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Hinterladekanonen an der Tagesordnung, aber diese litt unter dem Problem, von welchem alle Artilleriewaffen seit den Tagen des Schwarzpulvers betroffen waren: wenn die Kanone abgefeuert war, führten die Rückstoßkräfte dazu, dass Lauf und Lafette aus ihrer Position sprangen. Vor dem nächsten Schuss musste die Kanonen erst wieder in ihre Stellung gerückt werden. Wenn ein Verfahren zur Absorbierung dieses Rückstoßes gefunden wurde, wäre eine schnellere Feuerrate möglich, da es für die Bedienungsmannschaft nicht notwendig wäre, das Geschütz nach jedem Schuss in seine Feuerstellung zurechtzurücken. Die Lösung schien auf dem Gebiet der Hydraulik zu liegen, für welche eine deutsche Firma einen Weg gefunden hatte durch die Herstellung eines Kolbens mit einem beweglichen Zylinder, welcher sich durch eine dickflüssige Flüssigkeit bewegte. Bei einer sorgfältigen Konstruktion könnte dies die Rückstoßkräfte absorbieren. Dieses Prinzip wurden bei einigen großen, statischen Küstenverteidigungsgeschützen angewendet, aber das Gleiche bei einem viel kleineren und leichten Feldgeschütz zu erreichen, war eine andere Sache. Die meisten europäischen Großmächte ließen ihre Artillerie-Ingenieure an diesem Problem arbeiten, aber die Franzosen fanden die Lösung als Erstes. Die französische Lösung war eine einfache Verlängerung der ursprünglichen deutschen Kolben- und Flüssigkeits-Idee. Sie machten es nur einfach kleiner und mit Öffnungen im Kolben, sodass eine Mischung aus Wasser und Glycerin in niedriger Geschwindigkeit durch die Löcher fließen konnte. Dies konnte die Rückstoßkräfte praktisch vollständig absorbieren und keine Kräfte würden auf die Lafette der Kanone einwirken. So wurde die ‘M 1897’ geboren und die französische Armee stellte sie sofort unter größte Geheimhaltung in Dienst. Niemand außerhalb des unmittelbaren Kreises der Benutzer, der Kanoniere, durfte die Waffe sogar nur sehen – und noch nicht einmal die Kanoniere hatten eine Vorstellung davon, wie das Rückstoß-System überhaupt funktionierte. Zum Leidwesen der Franzosen zog diese schon verzweifelte Geheimhaltung nun große Aufmerksamkeit auf sich und es dauerte nicht lange, bis die Arbeitsweise das Rückstoß-System bekannt wurde. Zu dieser Zeit hatten die anderen europäischen Großmächte schon entschieden, dass, wenn die Franzosen ein neues Schnellfeuergeschütz mit einem effizienten Rückstoß-System hatten, dass sie dann ebenso eines mehr …

  • 3D-Modell Me 262A-1a

    Messerschmitt-Jagdflugzeug mit Strahltriebwerk, erster Düsenjäger und Aufstellung des ersten Jagdgeschwaders mit Jets. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Messerschmitt Me 262 Typ: Jagdflugzeug, Jagdbomber und Nachtjäger mit Strahltriebwerk. Geschichte Der Entwurf des Düsenjägers Me 262, welcher bei Messerschmitt die Projekt-Nummer 1065 führte, begann schon gut ein Jahr vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und hätte ab 1943 der Luftwaffe die Herrschaft über den deutschen Luftraum zurückgewinnen können. Durch Verzögerungen bei der Entwicklung und der Auslieferung geeigneter Düsentriebwerke, offizielles Desinteresse der Führung, Schäden durch alliierte Luftangriffe, ein von lästigen Schwierigkeiten geplagtes Entwicklungsprogramm und nicht zuletzt Hitlers Ablehnung, das Flugzeug in seiner ursprünglich geplanten Rolle einzusetzen, führten dazu, dass es fast sechs Jahre dauerte, bis die Me 262 Schwalbe endlich bei Staffeln der deutschen Luftwaffe zum Einsatz kommen konnte. Ein Attrappen-Modell des Flugzeuges wurde in der zweiten Hälfte des Jahres 1939 fertiggestellt. Nach Begutachtung durch das Reichsluftfahrtministerium (RLM) wurde im Frühjahr 1940 der Auftrag erteilt, drei flugfähige Prototypen fertigzustellen. Diese waren alle Anfang 1941 fertig, lange vor dem Eintreffen ihrer Düsentriebwerke. Um aber die grundsätzlichen Flugeigenschaften der Flugzeugzelle zu erproben, wurde die Me 262 V1 (PC+UA) mit zwei Attrappen-Düsentriebwerken unter den Flügeln und einem einzelnen 700-PS-Jumo-210G-Kolbenmotor in der Nase ausgerüstet und machte ihren Erstflug am 18. April 1941. Am 25. März 1942 konnte ein wenig erfolgreicher Versuch eines Erprobungsfluges mit zwei BMW-003-Strahltriebwerken unter den Flügeln, aber immer noch mit dem in der Nase montierten Jumo-210G-Kolbenmotor, durchgeführt werden. Der erste vollständige Flug mit Düsenantrieb erfolgte am 18. Juli 1942, als die Me 262 V3 (PC+UC) unter der Kraft von zwei 800-kg-Jumo-004A-Strahltriebwerken abhob. Noch viel mehr Prototypen wurden fertiggestellt um diese mit unterschiedlicher Bewaffnung und Ausrüstungsanordnungen zu erproben. Ab der V5, welche ihren Erstflug am 26. Juni 1943 hatte, wurde ein Dreiradfahrwerk für den ursprünglichen Spornrad-Typ verwendet. Pläne zur Massenproduktion unter höchster Priorität wurden durch alliierte Luftangriffe auf die Messerschmitt-Fabrik in Regensburg zunichtegemacht. Dazu gab es noch zahlreiche Probleme während der abschließenden Entwicklung, wozu Motorbrände und Motorversagen, Zusammenbrüche des Fahrgestells, Verklemmen der Munitionszufuhr bei den Maschinenkanonen und das Abbrechen von Bauteilen während des Flugs gehörten. Die zuverlässigen Lieferungen der Strahltriebwerke begann erst im Juni 1944, was die Auslieferung der ersten Serienflugzeuge der Me 262A ermöglichte. Trotz vieler Schwierigkeiten wurden im Juli 1944 die ersten Serienmaschinen ausgeliefert. Nur 513 Me 262 wurden 1944 von der Luftwaffe übernommen, was weniger als 40 Prozent von der ursprünglich vorgesehenen Anzahl war. Hitler hatte bereits 1.000 Jagdbomber-Versionen der Me 262 bis zum Sommer 1944 gefordert, um die erwartete alliierte Invasion im Westen zerschlagen zu können. Der Ausstoß erreichte aber erst Anfang 1945 akzeptable Mengen. Jedoch waren die Flugqualitäten der Me 262 hervorragend und eine Vorserie von 23 A-0 konnte bereits im Frühjahr 1944 von der Luftwaffe übernommen werden. Diese wurden dem Erprobungskommando in Rechlin und der Piloten-Umschulungseinheit EKdo 262 zugeteilt. Letzterer Verband setzte die Me 262 erstmals auch im Luftkampf ein, als am 25. Juli 1944 ein bis dato weitgehend unbelästigter englischer Mosquito Aufklärungsbomber über München abgeschossen wurde. Die zwei hauptsächlich gebauten Modelle waren der Abfangjäger Me 262 A-1a Schwalbe und der Jagdbomber Me 262 A-2a Sturmvogel. Von dem Abfangjäger wurden zahlreiche Untertypen mit vier 30-mm-MK-108-Maschinenkanonen in der Nase oder mit alternativen Bewaffnung-Variationen gebaut. Der Jagdbomber war das Ergebnis von Hitlers Beharren, das Flugzeug als Bomber einzusetzen und hatte Unterstationen für eine 1.000-kg oder zwei 500-kg-Bomben. Andere Versionen beinhalteten die A-1a/V083 mit einer einzelnen 50-mm-MK5-Kanone in der Nase, die A-1b mit zwölf ungelenkten 55-mm-R4M-Raketen unter jedem Flügel, einer A-2a/U2 mit einer verglasten Nase um einen geneigten Bombenzielstand, das Bodenangriffsflugzeug Me 262A-3a und den Fotoaufklärern Me 262A-1a/U3 und Me 262A-5a. Eine zweisitzige Tandem-Trainerversion wurde als Me 262 B-1a bezeichnet und ein Prototyp wurde für den geplanten zweisitzigen Nachtjäger Me 262B-2a fertiggestellt. Dieser hatte einen längeren Rumpf, größeren Treibstoffvorrat und einen Einbau einer nach oben feuernden ‘Schrägen Musik’ aus zwei MK108-Kanonen hinter dem Cockpit. Die B-2a ging jedoch nicht mehr in Serienproduktion, aber mehrere der B-1a-Trainingsflugzeuge wurden ohne verlängerten Rumpf in Nachtjäger umgebaut und als Me 262B-1a/U1 bezeichnet. Diese wurden durchaus erfolgreich vom Kommando Welter und anschließend unter der regulären Verbandsbezeichnung 10./NJG 11 eingesetzt. Nur wenige der C-Modelle mit zusätzlichen, verschiedenen Raketenmotoren wurden bis Kriegsende fertiggestellt, um die Steiggeschwindigkeit des Düsenjägers zu verbessern. Wenn auch nur etwa mehr als 500 Me 262 bis Jahresende 1944 gebaut worden waren, so stieg deren Zahl bis Kriegsende doch auf 1.433 an. Von diesen sahen vermutlich weniger als 350 – also maximal ein Viertel – Einsätze bei Frontverbänden und auch ihre Verluste waren schwer. Aber nur wenige dieser Verluste hatten Kampfeinwirkung als Ursache. Während jedoch die alliierten Jagdflugzeuge mit Strahltriebwerk, wie z.B. die amerikanische Shooting Star oder die englische Vampire, entweder die Staffeln nicht mehr erreichten oder aber keinen Gegner mehr sahen, schossen die etwa 100 Me 262, die noch Treibstoff bekamen, weit mehr als 100 alliierte Bomber und Jäger ab. Die Einheit mit den meisten Abschüssen war der JV44, welcher in einem Monat Operationszeit bis zum Kriegsende im Mai 1945 etwa 50 Feindflugzeuge zerstörte. Ein Luftkampf zwischen der Messerschmitt Me 262 und alliierten Strahljägern wurde nicht bekannt, dagegen wurden eine Reihe der Jets durch P-51 Mustang, Spitfire, Tempest und P-47 Thunderbolt, insbesondere während der kritischen Starts und Landungen, zerstört. Benutzer: Deutschland. Aufstellung des ersten Düsenjäger-Jagdgeschwaders Die offizielle Genehmigung zur Serienproduktion der Jägerversion Me 262 Schwalbe ließ bei vielen verzweifelte Optimisten in Deutschland und im Oberkommando selbst die Hoffnung anwachsen, dass der Feind in der Luft noch einmal durch den Masseneinsatz von Düsenjägern zurückgeworfen werden könnte. General der Jagdflieger, Adolf Galland, nutzte sogleich die geänderte Stimmungslage dazu, Piloten von II./JG 3, die Stabsstaffel von III./JG 6 und besonders geeignete Piloten anderer Verbände nach Lechfeld zur Umschulung auf die Me 262 zu schicken. Das vorausgegangene ‘Kommando Nowotny’ diente als Basis für die neu aufzustellende Düsenjäger-Einheit, welche als III./JG 7 bezeichnet wurde. Das Jagdgeschwader 7, welches ursprünglich im August 1944 aufgestellt wurde und mit Fw 190 A und später Bf 109 Gustav ausgerüstet werden sollte, wurde auf drei Gruppen für Me 262 erweitert. Oberst Johannes Steinhoff, Träger des Ritterkreuzes mit Eichenblätter mit Schwertern und seit mehr …

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