Kriegstagebuch 9. Dezember 1917


Britische Artillerie  in Palästina
Britische Artillerie macht sich zum Gefecht in Palästina bereit.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 9. Dezember 1917:

Mittlerer Osten


Palästina – FALL VON JERUSALEM: Der Bürgermeister übergibt den Schlüssel zur Kirche und Andrewes Messebesteck an den kommandierenden General der britischen 60. Division, dessen Truppen den Berg Scopus erstürmen. Motts Abteilung besetzt Bethlehem.

Ostfront

Rumänien: Waffenstillstand von Focsani zwischen Rumänien (General Lupescu) und den Mittelmächten (vertreten durch den deutschen General Morgan).
Südrussland: Sowjetkommissare erklären den Kosakenführern den Krieg. Die entkommenen Generäle, mit Ausnahme von Kornilow, werden an den Kuban geschickt. Die ersten Einheiten der Weißen Freiwilligenarmee, organisiert von General Alexejew, paradieren in Novocherkask.
Finnland: Abzug der russischen Truppen gefordert.

Südfronten

Piave: Die Italiener umfassen den österreich-ungarischen Brückenkopf am unteren Piave-Delta, mehr Kämpfe am 19. Dezember. Plumer teilt dem italienischen Oberbefehlshaber Diaz mit, daß die Briten nicht zurückweichen werden, selbst wenn die Italiener es tun.

Seekrieg

Ärmelkanal: Der Konvoi-Eskort-Trawler Ben Lawer rammt und versenkt das Küsten-U-Boot UB 18, welches 1916/17 insgesamt 126 Schiffen mit zusammen 128.555 t versenkte.

close
Hallo 👋
Schön, dass Du Dich für diese Inhalte interessierst !
Trag dich ein, um jeden Sonntag morgen die Top-Beiträge von Weltkrieg2.de in deinen Posteingang zu bekommen (es wird garantiert nicht mehr oder Werbung verschickt!).

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Zum teilen:

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Freiwillige der britischen Home Guard

    Britische Armee und Home Guard in Westeuropa und im Mittelmeer-Raum im Jahr 1940. Organisation, Divisionen, Ausrüstung und Home-Guard-Uniformen. Die kanadische Armee in Großbritannien und die Empire-Verbände im Nahen Osten. In den ersten sechs Monaten des 2. Weltkrieges gab es wenig Kampfhandlungen an der Westfront, mit Ausnahme einer kleinen und halbherzigen französischen Offensive in der Saar-Region. Das britische Expeditionskorps BEF führte Übungen durch, verstärkte seine Stellungen und legte Depots und Vorratslager an. Von November 1939 an befand sich, in Absprache mit den Franzosen, immer eine der englischen Divisionen für einen kurzen Zeitraum an der Saar-Front und unter französischem Kommando, um Einsatzerfahrung zu sammeln. Die britische Armee 1940 Ende April 1940 hatte das BEF eine Stärke von 394.165 Mann in 10 Divisionen. Als dann der Krieg am 10. Mai 1940 ernsthaft begann, war das relativ kleine englische Kontingent nicht in der Lage, den schnellen deutschen Vorstoß aufzuhalten. Innerhalb von zwei Wochen wurde das BEF an die Kanalküste zurückgeworfen und das Unternehmen ‘Dynamo’, die Evakuierung aus Dünkirchen, begann. Vor allem durch den Widerstand der französischen Streitkräfte, welche den deutschen Vormarsch verzögerte, und des umstrittenen Halte-Befehls Hitlers, die deutschen Panzer außerhalb Dünkirchens zurückzuhalten, konnten 224.320 englische (einschließlich 15.350 Verwundete) und 141.842 alliierte Soldaten evakuiert werden. Obwohl Dünkirchen der letzte Akt einer großen englischen Niederlage war, stellte das Entkommen von über 350.000 alliierten Soldaten einen großen Erfolg dar und war ein wichtiger Impuls für die auf ihren Tiefpunkt angekommene britische Kampfmoral. 3.457 Mitglieder des BEF sind während des Westfeldzug gefallen und wenn auch die englische Rolle in den Kämpfen nur untergeordnet war, so waren doch viele deutsche Soldaten von dem disziplinierten Auftreten der britischen Truppen beeindruckt. Home Guard (Heimwehr) Die deutschen Luftlandeeinsätze in Holland und Belgien zur Besetzung wichtiger Positionen hinter der eigentlichen feindlichen Hauptverteidigungslinie richtete die Aufmerksamkeit auf die Möglichkeit, dass diese Form des Angriffes auch gegen England selbst eingesetzt werden könnte. Als Vorsichtsmaßnahme rief der Kriegs-Staatssekretär Anthony Eden am 14. Mai 1940 über Rundfunk alle einsatzfähigen Männer im Alter von 16 bis 65 Jahren dazu auf, sich bei einer Militärorganisation, welche als ‘Local Defence Volunteers’ (abgekürzt LDV und das britische Äquivalent zum späteren deutschen Volkssturm) benannt wurde, zu melden. Bis zum 20. Mai hatten sich fast 250.000 Freiwillige in die Listen eingetragen und bis zum Ende des Monats hatte ihre Zahl 300.000 erreicht. Diese Streitmacht wurde zusammen mit den Territorial-Streitkräften organisiert und kam unter die Einsatzkontrolle des Oberbefehlshabers der britischen Heimatstreitkräfte. Am 31. Juli 1940 wurde dann die Bezeichnung dieser Streitmacht in Home Guard (Heimwehr) geändert. Das unmittelbare Problem mit dem die Home Guard konfrontiert war, war ein akuter Mangel an Waffen, Uniformen und Ausrüstung. Es gab nur Militär-Gewehre für ein Drittel der Home Guard und der Rest musste sich auf Monate mit Schrotflinten, Sport- und Jagdgewehren oder sogar Golfschlägern und selbstgemachten Piken begnügen. Die Mitglieder der Home Guard erhielten keinen Sold und wurden zum Dienst oder zur Übung nur außerhalb der Arbeitszeit eingezogen. Sie waren in Bataillone, Kompanien und Züge organisiert, aber es gab keine festgelegte Anzahl für die Größe dieser Einheiten. Eine Kompanie konnte zwischen 300 und 400 Mann stark sein. Befehlshaber der Einheiten waren nicht Offiziere des regulären Militärs, sondern damit beauftragte öffentliche Amtsträger (z.B. Bürgermeister) und alle Mitglieder unterstanden dem Militärrecht als einfache Soldaten. Die Heimwehr war über das ganze Land zerstreut und jeder Bezirk, Stadt oder jedes Dorf hatte seine eigenen Einheiten. Ihre Aufgaben bestanden in der Bewachung wichtiger Gebäude, Verkehrskreuzungen, Eisenbahnlinien und Fabriken sowie mit der Patrouille an Küstenabschnitten, wo deutsche Landungen stattfinden könnten. Bis Ende Juli 1940 war die Home Guard bis auf 500.000 Mann aller Ränge angewachsen und während der Monate der Gefahr einer deutschen Invasion hatte ihre Präsenz und Begeisterung nicht nur geholfen, die britische Bevölkerung zu beruhigen und zu motivieren, sondern sie befreite auch eine große Anzahl regulärer Soldaten vom Wach- und Garnison-Dienst, welche dadurch bei aktiven Kampfverbänden verwendet werden konnten. Einige der amerikanischen Staatsbürger, welche in London lebten, traten den Local Defence Volunteers bei. Sie bildeten die ‘1st American Squadron’ (1. Amerikanische Staffel), welche als ‘Red Eagles’ (Rote Adler) bekannt wurde. Etwa 128 amerikanische Staatsbürger dienten in dieser Einheit während des gesamten Zweiten Weltkrieges. Sie setzten dabei nicht nur ihre eigenen Privat-Fahrzeuge ein, sondern einige der Mitglieder besorgten sich auch ihre eigenen Thompson-Maschinenpistolen. Uniformen der Home Guard: Zu Beginn verwendeten die Local Defence Volunteers ihre gewöhnliche, tägliche Kleidung mit einer khakifarbenen Armbinde am oberen rechten Arm, auf welcher die Buchstaben LDV in schwarz zu sehen waren. Ehemalige Soldaten und hier insbesondere die Offiziere verwendeten ihre alten Uniformen. Ebenso wurden die ehemaligen Regiments- und Korps-Abzeichen auf diesen alten Uniformen oder denen der Home Guard gerne geführt. Diese Praxis wurde aber von offizieller Seite nicht gerne gesehen und aktiv bekämpft. Sobald es möglich war, erhielten die Mitglieder der Home Guard besondere Jacken und später Kampfanzüge, sodass sie nach und nach begannen, wie richtige Soldaten auszusehen. Die Ausrüstung bestand zuerst aus dem sogenannten ‘Home-Guard’-Mustern mit einem Taillen-Gürtel und Riemen aus Leder, Web-Beuteln und einem speziellen Muster einer Wasserflasche und Brotbeutel. Die ersten Abzeichen, welche offiziell an die Home Guard ausgegeben wurden, war eine Armbinde mit einem großen Buchstaben, welcher aus farbigen Stoffen herausgeschnitten wurde. Dieses zeigte die Einsatzzone des Mitgliedes an, z.B. ‘S’ für ‘South’ (Süden). Diese wurden aber recht schnelle gegen ein Regional-Abzeichen ausgetauscht, welches die Bataillons-Nummer anzeigte. Stabsmitglieder der Home Guard, welche den Distrikt-Kommandos zugeteilt waren, führten zusätzliche Formations-Abzeichen des Kommandos. Einige Einheiten der Home Guard in Küstenabschnitten übernahmen auch Marine-Uniformen, auf welchen sie die Abzeichen der Home Guard führten. Kanadische Armee Im Juni 1940 wurde die kurz zuvor ausgeschiffte 1. kanadische Division wieder schon aus Frankreich evakuiert. Im Juli wurde die Division zusammen mit der 1. britischen Panzer-Division und der Masse der 2. neuseeländischen Division zum 7. britischen Korps zusammengefasst. Seit Mai 1940 kamen außerdem Einheiten der 2. kanadischen Division in Großbritannien an, aber die Division war nicht vollständig vor dem 25. Dezember 1940 versammelt. Von Ende Oktober an bewachten die schon eingetroffenen Teile der Division die Strände zwischen Worthing und Newhaven in Sussex. Am Weihnachtstag 1940 wurde das 7. britische mehr …

  • 3d-Modell Ju 52/3mg9

    Deutsches Transportflugzeug Junkers Ju 52/3m ‘Tante Ju’. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Junkers Ju 52/3m Typ: Transportflugzeug (auch Passagierflugzeug, Bomber, Aufklärer, Minenräumer, Sanitätsflugzeug und Lastensegler-Schlepper). Geschichte Im Volksmund bekannt als ‘Tante Ju’, war die dreimotorige Ju 52/3m das bedeutendste Luftwaffen-Transportflugzeug während des 2. Weltkrieg und wurde an allen Fronten und wichtigen Feldzügen eingesetzt. Die Ju 52 erblickte das Licht der Welt als einmotoriges Transport- und Verkehrsflugzeug nach dem Entwurf von Ernst Zindel im Jahr 1928. Der Prototyp dieses Flugzeuges flog erstmals im Oktober 1930 mit einem 750-PS-Junkers-Jumo-Motor. Das Flugzeug war ein Tiefdecker-Entwurf mit einem großen, gewinkelten Rumpf und großen Passagierfenstern sowie einer relativ großen Flügelfläche. Es war ein Ganzmetall-Flugzeug und verwendete die später für Junkers so charakteristische gewellte Metallhülle. Dies ergab eine enorm starke Flugzeugzelle, was dazu führte, daß die Ju 52 so vielseitig einsetzbar war. Sechs Monate später, im April 1931, machte die erste dreimotorige Ju 52/3m ihren Erstflug, angetrieben durch 550-PS starke Pratt&Whitney-Hornet-Sternmotoren. Mit Ausnahme der ersten paar produzierten Flugzeuge wurden dann 725-PS starke BMW 123A Sternmotoren verwendet. Der Großteil der ersten Ju 52 waren zivile Passagierflugzeuge und etwa 200 Stück wurden bis 1939 an 30 Fluggesellschaften auf der ganzen Welt ausgeliefert, die Masse an die Deutsche Lufthansa. 75 Prozent des Flugzeugbestandes der Lufthansa machte die Ju 52 aus, wo sie die Notlandungen von 7 auf 1,5 per Millionen Flugkilometer reduzierte. Einige dieser Flugzeuge wurden mit zweistufigen Metall-Schwimmern ausgestattet und in dieser Konfiguration wurden sie als Ju 52/3mW bekannt. In Folge des Fehlschlages mit der Dornier Do 11 bestellte die deutsche Luftwaffe auch einige frühe Modelle der Ju 52 als vorübergehende Bomber, bis die Auslieferung der neuen Ju 86, Do 17 und He 111 erfolgen konnte. Diese frühen Bomber wurden als Ju 52/3mg3e bezeichnet und rüsteten die ersten Bomberstaffeln der Luftwaffe in erster Line als Trainingsflugzeuge aus. Sie waren in der Lage eine Bombenlast bis 1.500 kg zu tragen. Der halb versenkbare Bauchstand mit einem 7,92-mm-MG 15 wurde in der Regel bei der späteren Verwendung als Transportflugzeug weggelassen, obwohl sie das MG 15 in einem offenen Kampfstand auf dem Rücken in Kampfzonen beibehielten. Das Kampfdebüt der Ju 52 kam dann während des spanischen Bürgerkrieges, in dem die 20 eingesetzten Flugzeuge 13.000 Flugstunden flogen und rund 6.000 Tonnen Bomben abwarfen. Bis Ende 1937 ist jedoch die Ju 52/3m durch modernere Typen wie die Do 17, He 111 und Ju 86 in der Bomberrolle bei der Luftwaffe weitgehend ersetzt worden und wurde in der weit geeigneteren Rolle als Truppen- und Versorgungstransporter verwendet, wo sie weltberühmt wurde. Die meisten der Ju 52, welche als ‘Bomber’ ausgeliefert wurden, wurden niemals als solche verwendet und bereits 1938 erwies sich die Ju 52 schon als ausgezeichneter STOL-Militärtransporter für kurze Start- und Landebahnen. Wahrscheinlich war das herausragendste Merkmal der Ju 52 ihre Fähigkeit, voll beladen (mit 10.476 kg) mit nur 109 km/h von einer nur 350 Meter langen Startbahn abzuheben. Eine voll beladene Ju 52 konnte noch auf einer nur 400 Meter langen Landebahn landen, mit Ausnahme bei äußerst widrigen Bedingungen. Viele moderne militärische STOL-Flugzeuge erreichen auch keine bessere Leistung. Darüber hinaus ermöglichte es das robuste Fahrwerk und die sehr starke Flugzeugzelle, die Ju 52 auch von relativ unpräparierten und nicht-asphaltierten Flugfeldern aus einzusetzen. Diese Vielseitigkeit wurde noch durch die Fähigkeit gesteigert, ein austauschbares Fahrwerk aus Rädern, Skiern oder Doppelschwimmern zu verwenden. Im Anschluss an die Ju 52/3g3eE mit 725-PS BMW 132A-3-Motore) kam aufeinander folgend neue militärischen Varianten heraus, welche sich durch die Suffixe von g4e zu g14e unterschieden, die entweder die spezifische Rolle eines bestimmten Modells angab (Transport, Ambulanz, Minenräumung etc.), die Installation neuer Varianten des BMW 132 Motor (ein in Lizenz gebaute Version der Hornet) oder sonstige bauliche Veränderungen. Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges sind rund 1.600 Ju 52 gebaut worden und von diesen sahen etwa 550-600 operative Einsätze bei den frühen Blitzkriegen. Sie wurden in großem Umfang als Transporter, Lastensegler-Schlepper und auch für größere und kleinere Fallschirmjäger-Einsätze während des Unternehmen Weserübung (der Invasion von Norwegen), Frankreich, den Niederlanden und bei der Luftlandung auf Kreta eingesetzt. Die Invasion in Norwegen im Jahr 1940 war von besonderer Bedeutung, weil sie die erste groß angelegte Verwendung des Lufttransportes in einen Krieg wurde. In diesem Feldzug fiel es den Ju 52 zu, eine große Anzahl von Fallschirmjäger abzusetzen, ebenso wie eine große Anzahl von Gebirgstruppen einzufliegen und diese alle zu Versorgen. Ju 52/3 mW (‘W’ für Wasser) Wasserflugzeuge landeten auch in den Fjorden und brachten Truppen und Ausrüstung nach Norwegen hinein. Doch wie die meisten Transportflugzeuge des 2. Weltkrieg war auch die Ju 52 eine ‘lahme Ente’ mit einer Höchstgeschwindigkeit von nur 275 km/h, sodass sie ohne Jagdschutz nicht lange in Anwesenheit von feindlichen Jäger überleben konnte. Während dieses Feldzuges gingen rund ein Viertel aller eingesetzten Ju 52 verloren, obwohl die meisten davon durch Flak abgeschossen oder am Boden zerstört wurden. Ende 1940 wurden die Motoren der Ju 52 aufgerüstet und die Ju 52/3mg5e eingeführt, um den leistungsfähigeren 830-PS BMW 13T Sternmotor zu verwenden, während die spätere Ju 52/3mg9e den BMW132Z hatte und die Ju 52/3mg12e den 800-PS BMW 132L. Die Ju 52/3mg6e war der Ju 52/3g5e mit Ausnahme der Funkausrüstung ähnlich. Eine der wichtigsten Produktionsversionen , die Ju 52/3mg7e hatte breitere Kabinentüren und andere Detailverbesserungen und wurde mit einem Autopiloten ausgestattet. Sie konnte entweder als Truppentransporter mit 18 Sitzen oder als Ambulanz-Flugzeug mit 12 Bahren eingerichtet werden, was zwei der wichtigsten Rollen für dieses Flugzeug waren. Am 21. Juni 1941 gab es 355 Ju 52/3m im Äquivalent von 9 KGr zbV (Kampfgeschwader zur besonderen Verwendung) in Bereitschaft für das Unternehmen Barbarossa. Zu dieser Zeit war die Ju 52/3mg5e der vorherrschende Typ im Dienst. Dies bedeutet, es wurden fast 63 Prozent der 567 Transportflugzeug im Inventar der Luftwaffe am 21. Juni 1941 an der Ostfront eingesetzt. Die einzige andere große Konzentration von Transportflugzeugen war zu diesem Zeitpunkt im Reich, wo das X. Fliegerkorps aus dem Mittelmeer-Raum zurückkehrte. Dieses hatte das Äquivalent von 5 KGr zbV (mit 164 Flugzeuge) und wurde nach den Verlusten während der Operation Merkur, der deutschen Luftlandung auf Kreta, mehr …

  • 3d-Modell F4U-1 Corsair

    F4 Corsair, der US-Jagdbomber mit der höchsten Luftsieg-Quote aller Zeiten. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Vought F4 Corsair Typ: US bordgestützter Jagdbomber. Geschichte: Die Produktion der F4 Corsair hielt für mehr als zehn Jahre an und der Typ blieb bis 1965 in Dienst. Die Gesamtproduktion belief sich auf 12.571 F4 Corsair. Die Vought F4 Corsair war der beste bordgestützte Jäger des Zweiten Weltkrieges und stach in mancher Hinsicht sogar die P-51 Mustang aus. Doch trotz dieser herausragenden Qualitäten unternahm die F4U Corsair fast die Hälfte ihrer operativen Einsätze von Landbasen aus. Nachdem die F4U Corsair in Dienst gestellt wurde, hielt die US Marine das Jagdflugzeug für fast ein Jahr als ungeeignet, um es von Flugzeugträgern aus einzusetzen. Trotzdem errang das großartige Jagdflugzeug eine beeindruckende Siegesserie. Allein im Pazifik konnten die F4U 2.140 japanische Flugzeuge bei einem Verlust von lediglich 189 Corsairs in 64.051 Einsätzen abschießen. Diese Einsatzstatistik ist ohne Konkurrenz in der Geschichte des Luftkrieges. Von den Japanern wurde die Corsair deshalb als ‘pfeifender Tod’ bezeichnet. Die Abschuss-Quote gegenüber der Zero betrug im letzten Kriegsjahr Zwölf zu Eins, während es gegenüber den neueren japanischen Jagdflugzeugen Ki-84 Hayate, J2M Raiden und N1K1-J Shiden immer noch Sieben zu Eins war. Dabei muss allerdings für das ‘lediglich’ bei den moderneren japanischen Jägern berücksichtigt werden, dass zu diesem Zeitpunkt ein japanischer Pilot nur noch 100 Trainingsstunden erhielt mit praktisch keinerlei Ausbildung zum Luftkampf zwischen Jagdflugzeugen, während der Amerikaner 400 bis 500 Ausbildungsstunden hatte. Die Corsair wurde Anfang 1938 aufgrund eines Auftrages der US-Marine entwickelt, die den Bau eines Prototyps am 30. Juni anordnete. Der Chefkonstrukteur der Firma Vought, Tex B. Beisel, entwarf die kleinste noch mögliche Zelle, welche mit dem stärksten verfügbaren Motor ausgerüstet werden konnte. Er entschied sich für den neuen 2.000 PS starken Pratt&Whitney XR-2800 Double Wasp 18-Zylinder-Motor, der sich gerade in der Entwicklung befand. Ein Propeller mit großem Durchmesser war notwendig um die Kraft des starken Motors umzusetzen, was wiederum zu den Knick-Flügeln führte, welche die Corsair so sehr kennzeichneten. Diese hielten den großen Propeller – den größten der jemals in einen Jäger eingebaut wurde – davon ab, den Boden zu berühren und ermöglichten ein Fahrgestell einzubauen, dass den Belastungen von Decklandungen auf Flugzeugträgern standhalten konnte. Der Prototyp, der XF4U-1, flog zum ersten Mal am 29. Mai 1940 und erwies sich gleich zu Beginn als herausragender Erfolg. Am 1. Oktober, während eines Überführungsfluges, erreichte die Corsair als erstes amerikanisches Flugzeug eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 400 Meilen (643 km/h) in der Stunde. Der Feinschliff benötigte jedoch noch eine lange Zeit. Zunächst wurde die Bewaffnung verstärkt. Dies bedeutete, die Treibstofftanks neu zu platzieren und einen weiteren im Rumpf einzubauen. Danach musste das Cockpit um fast einen Meter zurückversetzt werden, was zu Sichtproblemen für den Piloten auf dem Boden führte. Und es war die Frage der unzureichenden Sicht für den Piloten über die lange Nase hinweg, die offizielle Stellen von einer Verwendung der Corsair auf Flugzeugträgern so lange Zeit abhielten. Dennoch wurde ein erster Auftrag über 584 F4U am 30. Juni 1941 erteilt und das erste Serienmodell war ein Jahr später fertig. Bis Ende 1942 hatte die US-Marine 178 Flugzeuge erhalten, wenn auch die Corsair nicht vor April 1944 von Flugzeugträgern aus eingesetzt wurde. Die Corsair wurde erstmals von den US Marines am 13. Februar 1943 von Guadalcanal aus eingesetzt. Die US Navy setzte ihre F4U erst einmal nur von Landbasen aus ein. Die F4U-1A Untertypen hatten unterschiedliche Cockpits, während die F4U-1D aus dem Jahr 1944 einen stärkeren Motor und schwerere Bewaffnung mit 20-mm-Maschinenkanonen erhielt. Die F4U-1 Corsair war die zahlenmäßig stärkste Version: insgesamt wurden 4.102 von Vought, 4.014 von Goodyear und 735 von Brewster gebaut. Großbritannien erhielt 2.012 Corsair und Neuseeland 370. Die letzte Version, welche während des Zweiten Weltkrieges gebaut wurde, war die F4U-4 mit einem 2.450-PS-Motor. Nur wenige davon kamen noch vor der japanischen Kapitulation zum Einsatz. Die Produktion der Corsair lief noch bis 1952 und viele davon kamen im Korea-Krieg zum Einsatz. Bewaffnung und Zuladung Eine Bombenzuladung unter den Flügeln und Raketen waren für die Corsair von Beginn der Entwicklungsphase an vorgesehen gewesen. Jedoch bestand die grundsätzliche Bewaffnung aus Maschinengewehren, welche in die Flügel eingebaut waren. Dies waren sechs 12,7-mm-Colt-Browning M2 zusammen mit Munition und einer Geschossgeschwindigkeit von 865 m/s und 800 Schuss je Minute. Die Patronengurte hatten selbst-abwerfende Metallbindungen. Um die Geschosskartuschen davon abzuhalten, in den Gurt des benachbarten Maschinengewehrs zu geraten, wurden die Browning-MGs wie in einem Treppenhaus angeordnet. Das Maschinengewehr am nächsten zur Flügelspitze wurde am weitesten zurückversetzt, während dasjenige am nächsten zum Rumpf am wenigsten versetzt war. Jedes der zwei Maschinengewehre in jedem Flügel, welche am nächsten zur Flügelzelle platziert waren, hatte einen 200-Schuss-Magazinkasten. Die äußersten Maschinengewehre waren in einem dünneren Abschnitt des Flügels montiert und hatten einen kompakteren Munitionskasten mit nur jeweils 175 Schuss. Die sechs Maschinengewehre waren so kalibriert, dass sie ein 1,80 Meter großes Ziel auf eine Entfernung von 305 Metern trafen. Den Auslöser für etwa eine Sekunde niederzudrücken, führte zum Abschuss von etwa 8 Geschossen und die gesamte Feuerzeit betrug etwa 30 Sekunden. Dies war nach den damaligen Standards eine Menge und ermöglichte sieben Piloten des US-Marine-Korps und zwei der US-Navy fünf Abschüssen innerhalb eines Tages zu erzielen und damit sofort zu einem Flieger-‘Ass’ zu werden. Der Rekord wurde dabei von Alfred Lerch von der Trägereinheit VF-10 aufgestellt. Vom Flugzeugträger Interpid aus, schoss er am 6. April 1945 sieben feindliche Flugzeuge ab. Während des gleichen Luftkampfs schoss Lerchs Vorgesetzter, Leutnant Phillip Kirkwood, sechs japanische Flugzeuge ab. Zwei Wochen später schoss Major Jefferson Dorroh von VMF-323 in der gleichen Gegend ebenfalls sechs feindliche Flugzeuge während eines Luftkampfs ab. Drei verschiedene Arten von Munition wurden zumeist verwendet: Panzerbrechende Brandmunition (API), Vollkugeln und Leuchtspurgeschosse. Die Anordnung auf dem Munitionsgurt war in Abhängigkeit von dem Bedarf und Wünschen bei den einzelnen Staffeln oder Piloten. Der Einfluss des Gewichts der Geschosstypen auf die Ballistik wurde dadurch minimiert, dass gewöhnlich nur auf kurze Entfernungen gefeuert wurde. Diese Angaben gelten für die F4U-1, F4U-1A und F4U-2 von 1942 bis 1944, jedoch nicht für die mehr …

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll to Top