Kriegstagebuch 9. Januar 1917


Britische Haubitze auf der Sinai-Halbinsel im Einsatz
Britische Haubitze auf der Sinai-Halbinsel im Einsatz gegen türkische Truppen.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 9. Januar 1917:

Naher Osten


Mesopotamien – Schlacht von Kut (bis zum 24. Februar): Die 3. indische Division (700 Verluste) mit 70 Geschützen erstürmt die türkischen Stellungen in Khadairi Bend und hält sie gegen Gegenangriffe.
Sinai – Gefecht von Rafa: Chetwodes Wüstenkolonne (486 Verluste) erstürmt die türkischen Grenzverteidigungsstellungen. Die türkischen Verluste belaufen sich auf 1.635 Kriegsgefangene und 4 Kanonen. Ägypten ist jetzt von türkischen Truppen gesäubert und 8 britische Tank Mark I treffen in Alexandria ein.

Seekrieg

Deutschland: Nach einem Kriegsrat bei Pless wird endgültig ein kaiserlicher Befehl erlassen: ‘Ich befehle, den UNBEGRNZTEN U-BOOT-KRIEG MIT VOLLER KRAFT AM 1. FEBRUAR ZU BEGINNEN.’ Reichskanzler Bethmann sagt: ‘Der U-Boot-Krieg ist unser letzter Trumpf’. Die Entscheidung wird von Österreich-Ungarn am 20. Januar gebilligt.
Zentrales Mittelmeer: Das britisches Schlachtschiff Cornwallis (13 Menschenleben verloren) sinkt durch 3 Torpedos von U 32 (Hartwig) 160 km südöstlich von Malta.
Ostatlantik: Der Handelszerstörer Seeadler versenkt sein erstes Opfer sowie ein anderes britisches Schiff am 10. Januar südlich der Azoren.

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Im Blickpunkt:
  • Messerschmitt Me 264V1

    Messerschmitt Me 264 ‘Amerika’-Langstreckenbomber. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken und Bilder des Amerika-Bombers, Parasiten-Jäger Me 328 und weiterer Langstrecken-Bomber-Projekte. Messerschmitt Me 264 Typ: Langstrecken-Bomber. Geschichte Inoffiziell als ‘Amerika-Bomber’ bezeichnet, war der Entwurf der Messerschmitt Me 264 ein unbewaffneter Langstreckenbomber mit der außergewöhnlich großen Reichweite von 45 Stunden Flugzeit, welcher auf der Strecke von Berlin nach New York 1.800 kg Bomben mitführen sollte. Die Arbeit an drei Prototypen unter Dr. Konrad begann 1941 und die Me 264 V1 (RE+EN) flog erstmals am 23. Dezember 1942. Das Versuchsflugzeug wurde von vier Jumo 211J-1 Motoren in serienmäßigen Motorgehäusen der Ju 88A-4 angetrieben und verfügte über einen Treibstoffvorrat von 25.250 Litern in den Flügeln. Der Flug dauerte jedoch nur 22 Minuten, da sich durch einen Fehler das Fahrwerk nicht einziehen ließ. Am 23. März 1943 trat bei der V1 ein weiteres Versagen des Fahrwerks auf. Zwischen August 1943 und April 1944 wurde die Me 261 V1 mit vier BMW 801 G-2 Sternmotoren ausgerüstet. Nach dem Kriegseintritt der USA im Dezember 1941 wurde das Konzept des Amerika-Bomber dahingehend geändert, dass ein Flugzeug mit sechs Motoren und größerer Bombenzuladung verlangt wurde. Deshalb wurden die Prototypen V2 und V3 als Aufklärungsflugzeug Me 264A weiterentwickelt, mit vergrößerter Flügelspannweite, BMW 801-Motoren, Leuchtfackeln, drei Fotokameras und einem zusätzlichen Treibstofftank im Bombenschacht. Motoren und wichtige Bestandteile der Flugzeugzelle waren gepanzert und als Abwehrbewaffnung waren zwei 20-mm MG151 und vier 13-mm MG131 vorgesehen. Die unbewaffnete Me 264 V2 sollte auch BMW-Motoren erhalten und die Flügelspannweite wurde auf 43 Meter vergrößert. Der Prototyp V2 wurde jedoch Ende 1943 oder Anfang 1944 (unterschiedliche Quellenlage) bei einem alliierten Luftangriff zerstört, noch bevor er ein einziges Mal fliegen konnte. Die V1 wurde nach 49 Probeflügen der Transportstaffel 5 in Memmingen zugeteilt und am 16. April 1944 ebenfalls bei einem Luftangriff zerstört. Während dieser Testflüge wurden verschiedene Motoren ausprobiert und es kam dabei immer wieder zu Verzögerungen aufgrund von Stabilitätsproblemen und Leitwerks-Flattern. So blieb nur die V3 übrig, welche der Prototyp für die geplante A-Serie sein sollte. Mit einer Spannweite von 43 Metern sollte das Flugzeug 565 km/h in einer Flughöhe von 8.000 Metern bei einem Gewicht von 49.000 kg erreichen. Die maximale Reichweite lag bei 12.500 km. So weit bekannt, wurde das Flugzeug aber niemals fertiggestellt und das gesamte Programm des sechsmotorigen Me 264 Amerika-Bombers wurde Ende 1944 eingestellt. Der geplante ‘Amerika-Bomber’ Me 264B wurde mit sechs Motoren entworfen. Es blieb hierbei aber nur beim Entwurf, da der Kriegsverlauf die weitere Entwicklung illusorisch machte. Eine Reihe weiterer Versionen waren ursprünglich geplant worden, darunter eine mit Turboprop- oder Hilfs-Turbojet-Motoren und eine mit einem Me 328 Eskort-Jäger. Diese kleinen und billigen ‘Parasiten’-Jäger Me 328 wurden für die He 177 und Me 264 entwickelt und sollten bei Gefahr von der Trägermaschine freigegeben werden, um diese zu verteidigen oder mit einer angebrachten Bombe von 1.000 oder 1.400 kg zielgenaue Punktangriffe zu fliegen. Die Version A-3 sollte dabei sogar vom Mutterflugzeug in der Luft aufgetankt werden können. Spezifikationen für Messerschmitt Me 264 Amerika-Bomber Spezifikationen: Bewaffnung: Einsatzstatistik: Parasiten-Jäger Me 328 Auf der Grundlage früherer Studien der Firmen DFS und Messerschmitt nahm das Projekt der Me 328 im Frühjahr 1943 Fahrt auf. Ursprünglich war das Flugzeug als billiger, weitgehend entbehrlicher ‘Parasiten’-Jäger gedacht, welcher an einem Langstreckenbomber vom Typ He 177 oder Me 264 angebracht werden sollte, um diesen bei Angriffen feindlicher Jäger zu schützen. Schließlich wurden drei Jäger- und drei Jagdbomber-Versionen vorgeschlagen: die mit kurzen Flügeln versehene Me 328A-1 mit zwei Geschützen MG 151 und zwei Pulsstrahltriebwerken. Die mit längeren Flügeln, vier Pulsstrahltriebwerken und zusätzlich zwei weiteren MK 103 Maschinenkanonen auf insgesamt 4 Geschützen verstärkte A-2. Die A-3, welche der A-2 ähnlich war, aber auch im Flug betankt werden konnte. Die Jagdbomber B-1 und B-2, welche den Jägern A-1 bzw. A-2 ähnlich waren, aber zusätzlich eine 1.000-kg-Bombe tragen sollten. Schließlich noch die B-3 mit einer 1.400-kg-Bombe. Drei Prototypen wurden von der DFS gebaut und sieben von Jacob Schweyer Segelflugzeugbau. Als Erstes wurde die V1 ohne Triebwerk vom Rücken einer Do 217E aus im Flug getestet. Dabei stellte sich heraus, daß der Entwurf aerodynamisch schlecht war. Die Argus As014 Pulsstrahltriebwerke wurden in Anordnungen von zwei oder vier Stück unter den Flügeln und an den Rumpfseiten ausprobiert, aber ihre lauten Geräusche und Vibrationen verursachten ständige Probleme. Deshalb wurden die Jäger der Me 328A-Serie schließlich aufgegeben. Schweyer begann mit dem Bau einiger Me 328B-Prototypen, für die vorgeschlagen wurde, sie vom 5./KG 200 als Gleitbomben zu verwenden. Die Flugzeuge wurden aber niemals fertiggestellt und das schließlich geplante Projekt der Me 328C mit Jumo 004B-Strahltriebwerken wurde niemals durchgeführt. Die Me 328B-1 hatte zwei AS014 Pulsstrahltriebwerke mit je 300 kg Schub, eine Spannweite von 8,60 Metern, eine Länge von 6,83 Metern, eine Flügelfläche von 9,40 m² und wog beladen 3.230 kg. Damit konnte sie 698 km/h Höchstgeschwindigkeit bei einer Gipfelhöhe von 4.000 Metern erreichen und hatte eine Reichweite von bis zu 750 Kilometern. Weitere Langstrecken-Bomber-Projekte Zwei weitere ‘Amerika’-Langstreckenbomber wurden von den Firmen Junkers und Focke-Wulf auf den Weg gebracht. Dies war zu einem die Junkers Ju 390, welche von Diplom-Ingenieur Kraft aus der Ju 290 entwickelt wurde. Den Ursprung hatten die Flugzeuge in dem Ju 89 Bomber. Aus diesem wurde die Ju 90 als kommerzielles Transportflugzeug für die DLH (Deutsche Lufthansa) entwickelt, welche erstmals am 28. August 1937 flog. Diese zivile Ju 90S mit starkem BMW 139 Motoren war der Stolz der Lufthansa. Bis 1939 flog die Maschine mit neuen Flügeln und den BMW 801 Motoren. 1940 wurden einige der Flugzeuge von der Luftwaffe zum Einsatz beim Unternehmen Weserübung, der Invasion von Norwegen, übernommen.   Mehrere der Ju 90 wurden Prototypen der Militärversion Ju 290. Die Ju 290A-0 und A-1 Transportflugzeuge wurden erstmals für die Luftbrücke nach Stalingrad im Winter 1942/43 verwendet. Von der Ju 290 wurden 65 gebaut, einschließlich fünf Ju 290A-1, drei A-2, fünf A-4, 29 A-5, etwa 12 A-7 und eine A-8. Diese unterschieden sich hauptsächlich bei Abwehrbewaffnung und Treibstoffzuladung und wurden erstmals Anfang 1943 eingesetzt. Die A-8 trug dabei mit zehn MG 151 und drei MG 131 die schwerste Abwehrbewaffnung eines im Zweiten Weltkrieg eingesetzten mehr …

  • Die Armee von Serbien und Montenegro im Ersten Weltkrieg von 1914-1918 – Uniformen, Stärke, Organisation. Österreich-Ungarn erklärte Serbien am 28. Juli 1914 den Krieg. Obwohl Russland in den Krieg zog, um Serbien zu retten, war die serbische Armee unter Marschall Putnik nur 190.000 Mann stark und in großer Gefahr überrannt zu werden, bevor Hilfe wirksam werden könnte. Serbische Armee Die serbischen Streitkräfte waren in drei Armeen organisiert, welche aber jeweils nur etwas stärker als ein österreich-ungarisches Korps waren. Unter Zurücklassung einer Nachhut an den Grenzen, welche den feindlichen Vormarsch verzögern sollten, versammelten sich die serbischen Verbände in Nord-Serbien, um sofort an den Stellen einsatzbereit zu sein, wo der Hauptangriff herkommen würde. Die Armee hatte in den harten Balkankriegen von 1912 und 1913 gekämpft. Die Soldaten waren hoch motiviert und glühende Patrioten, welche durch unerbittliche Kriege und Kämpfe über Generationen unerschrocken waren. Die Aussicht, diese Truppen in den Bergen ihrer Heimat anzugreifen, hätte selbst bessere Soldaten, als es die der österreich-ungarischen Generale Konrad von Hötzendorf und Potiorek waren, vor eine große Herausforderung gestellt. Serbische Uniformen Im Jahr 1912 wurden neue, oliv-graue Uniformen eingeführt. Durch den Ausbruch des Krieges konnte allerdings nur der I. Ban diese erhalten. Der II. Ban trug die farbigen Friedensuniformen, welche zuvor dem I. Bann gehört hatten. Der III. Bann trug Trachten-Zivilkleidung. Diese Uniformen von 1912 bestand aus einem steifen Käppi für Offiziere mit brauner Lederspitze und Kinnriemen, und einem Ring auf der Krone. Auf der Vorderseite wurde ein ovale Glasur-Kokarde in den Nationalfarben – weiß, blau und rot – getragen. Andere Ränge hatten ein Seitenkappe im ähnlichen Schnitt wie das Käppi, aber ohne Spitze oder Kokarde. Die Tunika mit Stehkragen (in farbigen Samt für Offiziere), mit Brust- und Seitentaschen war ein Einreiher mit drei Spitzenklappen und runden Manschetten. Andere Ränge hatten Schulterriemen, passend mit einer Rolle auf der rechten Seite und lose Reithosen, die eng vom Knie bis zum Knöchel verliefen, mit niedrigen Marschstiefel oder Opanki. Offiziere hatten Reithosen, die entweder mit schwarzen Reitstiefeln, oder braunen und knöchelhohen Stiefeln mit Ledermanschette getragen wurden. Generale hatte scharlachfarbene Lampassen. Die Mannschaften hatten ein Zweireiher-Mantel mit großen Fallkragen und zwei Reihen zu sechs Knöpfen, Seitentaschen, Umschlagmanschetten und Halbgürtel. Die Farbe der Waffengattung wurde am Kragenspiegel getragen. Beim I. Ban wurden die Ränge wie folgt angezeigt: Kaplar (Oberschütze): ein in einem Viereck angeordneter vierzackiger, gelber Metallstern auf den Schulterstücken. Podnarednik (Unteroffizier): zwei vierzackige, gelbe Metallsterne auf den Schulterstücken. Narednik (Unterfeldwebel): drei vierzackige, gelbe Metallsterne auf den Schulterstücken. Entsprechend der Dauer ihrer Dienstzeit trugen Angehöriger der serbischen Armee im Unteroffiziersrang eine gelbe oder Gold-farbiger Litze an der rechten Ärmelmanschette. Musiker trugen Rosetten anstatt der Sterne an den Kragenstücken. Kompanie-Offiziere: Metallene Spitzen-Schulterstücke mit einem Längsmittelstreifen und Untergrund in der Waffenfarbe und ein bis drei vierzackigen Metallsternen. Kordeln in Waffenfarbe um die Spitze des Käppis. Feld-Offiziere: Metallene Spitzen-Schulterstücke und der Untergrund in Waffenfarbe und ein bis drei vierzackigen Metallsternen. Kordeln in Gold oder Silber um die Spitze des Käppis. Offiziere im Generalsrang: Verdrehte Goldschnüre auf hellblauen Untergrund mit zwei oder drei sechszackigen, weißen Metallsternen. Für den Oberbefehlshaber noch mit dem serbischen Staatswappen. Auf goldenen Spitzen-Schulterstücke waren die Sterne in Silber und umgekehrt. Die Waffengattung des Trägers wurde durch die Farbe auf den Kragenabzeichen und Kordeln an dem Käppi und der Bluse, an den Kragenstücken des Mantels und durch die Farbe auf den Schulterstücken der Offiziere angezeigt. Diese waren wie folgt: Scharlachrot für Generale und Generalstabsoffiziere. Bei Adjutanten und Ordonanz-Offizieren des Königs befand sich das königliche Chiffre auf den Abzeichen. Karminrot bei der Infanterie und die Regiments-Nummer in arabischen Ziffern auf den Abzeichen. Dunkelblau für die Kavallerie und die Regiments-Nummer in arabischen Ziffern auf den Abzeichen. Schwarz bei der Artillerie und pyrotechnisch Truppen und die Regiments-Nummer in arabischen Ziffern auf den Abzeichen. Ebenfalls schwarz bei der Gebirgsartillerie, aber die Regiments-Nummer in römischen Ziffern auf den Abzeichen. Pioniere in Kirschfarbe und die Regiments-Nummer in römischen Ziffern auf den Abzeichen. Eisenbahntruppen ebenfalls in Kirschfarbe mit einem geflügelten Rad auf den Abzeichen. Angehörige von Munitionslager und zugehörige Einrichtungen in Schwarz. Brückenbau-Pioniere in Kirschfarbe. Andere Nachschubtruppen in Dunkelrot. Militärpolizei in karminrot mit einem weißen Stern auf den Kragen-Abzeichen. Bei Musiker die zugehörige Waffenfarbe und eine Leier auf den Kragen-Abzeichen. Normalerweise erhielt derII. Ban keine Uniform, es sei denn die veralteten, farbigen des I. Bann. Jedoch wurde versucht, jeden Mann zu mindestens mit einem Seitenkappe und Mantel auszustatten. Der III. Ban trug Zivilkleidung in Form von Trachten, mit einem Seitenkappe in Blau für Infanterie, Rot für Kavallerie und Schwarz für das medizinische Personal. Reserve-Offiziere und Unteroffiziere des II. Ban oder III. Ban, welche über eine richtige Uniform verfügten, trugen die folgenden Rangabzeichen am Kragen. Dabei hatten diejenigen vom II. Ban weiße oder silberne Flechten und beim III. Ban gelbe oder goldene. Descar (Unteroffizier): eine weiße oder gelbe Schleife. Dvajesnik (zwischen Unterfeldwebel und Unteroffizier): zwei weiße oder gelbe Schleifen. Narednik (Unterfeldwebel): drei weiße oder gelbe Schleifen. Zastavnik (Fähnrich, zwischen Stabsfeldwebel und Leutnant): eine silberne oder goldene Schleife. Vodnik (Leutnant): zwei silberne oder goldene Schleifen. Cetnik (Hauptmann): drei silberne oder goldene Schleifen. Major: eine weißlich-silberner oder goldener Litzen-Balken. Im Jahre 1916 wurde die Reorganisation der evakuierten serbischen Armee in Saloniki durchgeführt. An die Soldaten wurden entweder die britischen Khaki-Uniformen oder die französischen horizont-blauen Uniformen und Ausrüstung, einschließlich der französischen ‘Adrian’-Helme mit eingestanzten Wappen für Serbien, ausgegeben. SERBIEN (28. Juli 1914 – 3. November 1918) Truppenstärke bei Kriegsbeginn = 330.000 Heeresstärke im Verlauf des Krieges = 1.001.000 Tote Militär = 50.000 Verwundete Militär = 134.000 Ziviltote (Serbien und Österreich-Ungarn zusammen) = 1.000.000 Montenegro Montenegro trat am 4. August 1914 auf serbischer Seite in den Krieg ein. Nach Kämpfen mit österreich-ungarischen, deutschen und bulgarischen Truppen, mußte die 40.000 Mann starke Armee, welche größtenteils aus Irregulären bestand, am 25. Januar 1916 kapitulieren. Uniformen: 1910 begann Montenegro, eine Uniform im russischen Stil einzuführen, welche aus Material, das aus Russland kam, hergestellt wurde. Die Schirmmütze bestand aus einem hellen, olivfarbenen Khaki-Stoff mit olivgrüner Lederspitze und Kinnriemen. Auf der Vorderseite des Kappenbandes war ein Metallabzeichen angebracht, das den Rang des Trägers anzeigte. Im aktiven Dienst trugen die mehr …

  • Amerikanische Soldaten in Frankreich

    Die amerikanische Armee im Ersten Weltkrieg. Uniformen, Waffen, Artillerie, Luftstreitkräfte und Aufbau der US-Armee 1917 bis 1918. Der eigentliche Kriegseintritt der USA im April 1917 in den 1. Weltkrieg war tatsächlich von geringerer strategischer Bedeutung, als sich das die jubelnden Massen in Großbritannien und Frankreich vorgestellt hatten. Weder gab es eine anhaltende, ständig positive Entwicklung des Kriegsverlaufs, noch wurde es zu einer massiven Rettungsaktion. Allerdings hätten die Alliierten ohne die USA den Krieg wohl verloren. Die Erklärung dieses Paradox liegt in der Tatsache, dass die amerikanische Hilfe vor dem US-Kriegseintritt viel entscheidender war, als dieser selbst – zumindest bis auf die letzten drei Monate des Krieges. Die US-Armee im 1. Weltkrieg Großbritannien und Frankreich hatten vor 1914 veraltete Industrieanlagen und Arbeitsmethoden, welche noch auf das viktorianische Zeitalter zurückgingen. Dagegen hatte Deutschland eine moderne Industrie, vor allem durch die chemische Industrie, welche leicht auf die wichtige Munitionsproduktion umgestellt werden konnte. Viele moderne Industriegüter und Maschinen, welche vor dem Krieg in Großbritannien verwendet wurden, stammten aus Deutschland. Mit Beginn des 1. Weltkrieg endete dieser Zustrom und nur die USA konnten hier einspringen und übertraf dazu noch Deutschland an Quantität und noch mehr bei der Qualität der Produktionsmethoden. Es steht deshalb außer Frage, dass ohne die amerikanischen Ressourcen, Großbritannien und Frankreich kaum in der Lage gewesen wären, den Krieg zu führen und dabei ihre eigenen, modernen Rüstungsbetriebe aufzubauen. Bis Mitte 1917 hatten Großbritannien und Frankreich mit amerikanischer Hilfe jedoch gut aufgestellte Kriegsindustrie, befanden sich aber wegen der schweren Verluste, die sie in den vergangenen Jahren erlitten hatten, in einer zunehmend problematischeren Lage, ausreichend Soldaten und Arbeitskräfte aufzubieten. Auch wenn die Vereinigten Staaten nicht die 180 Millionen Russen ersetzen konnten, welche für die alliierte Sache in diesem Zeitraum wahrscheinlich verloren gehen würden, so hatten sie jedoch bei einer Bevölkerung von 93 Millionen Menschen eine große Reserve an mobilisierbaren Männern. Jedoch fehlte weitgehend die militärische Rüstungsindustrie, um diese Truppen auszustatten, obwohl sich die Stahlproduktion auf 45 Millionen Tonnen im Jahr belief und damit etwa dreimal so groß war, wie von Deutschland und Österreich-Ungarn zusammen. Anstatt darauf zu warten, dass die Amerikaner zu einem Zeitpunkt, bei dem Geschwindigkeit von entscheidender Bedeutung war, erst einmal nach und nach ihre eigenen Streitkräfte bewaffnen und ausrüsten konnten, war es für Großbritannien und Frankreich besser, der US-Armee und ihren Luftstreitkräften diese Mittel zur Verfügung zu stellen. Nur die US-Marine, die stärkste amerikanische Waffengattung, war voll einsatzbereit und ausgebaut und benötigte keine zusätzliche Hilfe. Diese Entscheidung über die Ausrüstung der US-Armee im 1. Weltkrieg brachte es auch mit sich, dass kein Schiffsraum benötigt wurde, um große Mengen an amerikanischen Waffen und Ausrüstung in Übersee zu transportieren. Dieser konnte stattdessen dafür genutzt werden, um eine größere Anzahl von US-Soldaten schneller nach Europa zu bringen. Diese kluge Strategie ermöglicht es, dass schon 1917/18 etwa zwei Millionen US-Soldaten den Nordatlantik überqueren konnten. Die USA erklärten Deutschland am 6. April 1917 den Krieg und die Friedensstärke der US-Armee belief sich auf 190.000 Offiziere und Mannschaften. Von diesen trafen die ersten Soldaten bereits am 26. Juni 1917 in Frankreich ein. Uniformen Die US-Truppen trafen mit ihren eigenen Uniformen und amerikanischen Handfeuer- und Infanteriewaffen in Europa ein. Die USA hatten 1903 eine khaki-farbene Uniform eingeführt. Bei ihrer Ankunft in Frankreich erhielten sie teilweise französische Uniform-Stücke sowie britische Stahlhelme und Gasmasken. Jedoch wurden die afroamerikanischen Einheiten den französischen Verbänden zugeteilt und erhielten stattdessen die französischen Adrian-Helme. Offiziere trugen khakifarbene Dienst-Schirmmützen mit einem hell-khaki Mohairband und hell-brauner Spitze und Kinnriemen. Auf der Vorderseite war der amerikanische Adler in bronzierten Metall. Alle Ränge hatten den khakifarbenen Feldzugs-Filzhut, welcher sich schnell als unpraktisch herausstellte und bald weggelassen wurde. Diese wurde durch die populären ‘Übersee’-Mütze ersetzt, welche getragen wurde, wenn kein Stahlhelm notwendig war. Die Schnüre des Feldzug-Filzhutes und Kordeln der ‘Übersee’-Mützen der Offiziere waren in den Farben der jeweiligen Waffengattung. Die Tunika war einreihig mit Stehkragen, fünf bronzenen Knöpfen vorne, passenden zugespitzten Schultergurten, Brustflecken und Seitentaschen mit spitzer Klappe und Knöpfen. Dazu eine Reihe aus khakifarbenen Spitzen um die Manschetten für beauftragte Ränge. Sie wurde mit passenden Pantaleons oder Hosen bei Offizieren getragen, entweder mit Segeltuch-Leggins, khakifarbenen Gamaschen, mit naturfarbenen Lederstiefeletten oder mit braunen Feldstiefeln mit Frontverschnürung, Reitstiefeln oder Stiefeletten. Der Überzugsmantel für andere Ränge war bei der Fußtruppen kurz, während er für berittene Mannschaften der Artillerie und Kavallerie lang war. Er hatte einen Stehkragen, zwei Reihen zu je vier bronzenen Knöpfen, vertikale schräge Seitentaschen und Manschetten mit Klappe und Knopf. Der Mantel für die Offiziere war lang, zweireihig mit zwei konvergierenden Reihen von fünf großen Hupenknöpfen, keine Schulterstreifen und einem rückseitigen Halbgürtel mit zwei Knöpfen. Der Rang wurde durch ungarische Knoten auf den Manschetten in braunen oder schwarzen Streifen angegeben. Bei warmem Wetter trugen alle Ränge olivgrüne Flanellhemden mit beiger Krawatte, sowie entweder Woll- oder Drill-Hosen. Einige Offiziere trugen die Drill-Version der wollenen Dienstkleidung, welche im Schnitt identisch war, mit der Ausnahme von spitzen Manschetten und ohne Litze. Zusätzlich zu dem zuvor beschriebenen Übergangsmantel, bestand die Winterkleidung aus einer Schlechtwetter-Kappe, hergestellt aus hellem ‘Senf’-Khaki-Gabardine mit passender Tuchspitze und Ohrenklappen sowie khakifarbenem Futter. Es gab entweder einen langen, Gabardine-Grabenmantel in heller Khaki-Farbe, oder die kurze Mackinaw-Jacke mit zwei Reihen aus je fünf bronzenen Knöpfen, eingepassten Gürtel, khakifarbenen Tuch-Rollkragen, Aufhänger und Knöpfe an den Manschetten, einer Tasche an der rechten Brust und Seitentaschen mit entweder geraden oder spitzen Klappen. Infanterie war ausgestattet mit der Modell 1910 Woll-Ausrüstung (gewoben), welche zusammen mit dem Gewehr über 31 kg wog. Kavallerie erhielt die Modell-1910-Ausrüstung. Offiziere trugen zuerst einen Leder-Hüftgurt mit quadratischer Messingschnalle, später aber Leder-Ausrüstung, wie einen Pistolenhalfter, Munitionsbeutel usw. An der Front in Frankreich begannen sie aber gewobene Ausrüstung zu verwenden und die britische ‘Sam-Browne’-Ausrüstung zusammen mit dem Dienstanzug beim und außerhalb vom Dienst zu verwenden. Der Rang der Offiziere wurde durch die Farbe der ‘Feldzugs’-Hütschnüre und ‘Übersee’-Mützenschnur, durch Metallabzeichen auf den Schultergurten, an der rechten Seite des Hemdkragens, an der ‘Übersee’-Mütze und durch die Streifen an den Manschetten der Überzugs- oder Regenmäntel angezeigt. Mannschaftsränge trugen olivfarbene, eintönige Chevrons mit entweder Bögen oder Bändern auf beiden Ärmeln des Hemdes, Tunika und Mantel. Infanterie-Waffen mehr …

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