Kriegstagebuch 9. Mai 1917


Handgranatenwurf aus Graben
Deutsche Soldaten werfen Handgranaten aus dem Graben.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 9. Mai 1917:

Westfront


Aisne – NIVELLE-OFFENSIVE ENDET: Deutsche Gegenangriffe scheitern bei Chemin des Dames, Craonne und Goroeny.

Südfronten

Serbien – Alliierter Angriff in der Crna-Schleife und im Moglena-Gebirge (die serbische Zweite Armee nimmt die Höhe 1824 ein): In erster erobert die russische 2. Brigade das Dorf Orle 1,5 km weit in den bulgarischen Linien, wird aber mit 50% Verlusten zum Rückzug gezwungen. Die französische 18. Kolonial-Division erobert die Mamelon, nur um von einem deutschen Angriff zurückgetrieben zu werden. Die französischen Verluste belaufen sich auf 1.579 Mann. Die Italiener erreichen die erste Linie, ziehen sich aber in der Nacht zurück.

Seekrieg

Nordsee: U 19 versenkt ein Schiff aus einem britischen Konvoi auf der Route nach Skandinavien östlich von den Shetlands.

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Im Blickpunkt:
  • Panzerwerfer 42 auf Maultier

    Maultier, Panzerwerfer 42 und Schwerer Wehrmachtschlepper. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modelle. Deutsche Halbkettenfahrzeuge Maultier, SdKfz 4/1 Panzerwerfer 42 und Schwerer Wehrmachtschlepper. Maultier Der erste Kriegswinter in Russland 1941/42 führte der Wehrmacht eindringlich vor, dass der Großteil ihrer Räder-Kraftfahrzeuge vollständig unfähig war, mit den völlig verschlammten Wegen während des Tauwetters am Anfang und Ende des Winters fertig zu werden. Unter diesen Bedingungen konnten nur Halbkettenfahrzeuge überhaupt vorwärtskommen, aber diese wertvollen Fahrzeuge von ihren eigentlichen Aufgaben abzuziehen, um tägliche Versorgungsroutinen durchzuführen, schien ziemlich unwirtschaftlich. So wurde beschlossen, möglichst billige Halbkettenfahrzeuge für den Transport des Nachschubs zu bauen. Dies geschah einfach dadurch, indem Lastkraftwagen von Opel und Daimler-Benz aus der laufenden Produktion genommen wurden und deren Hinterachse entfernt wurde. An ihrer Stelle wurden neue Antriebswellen zu Baugruppen von Kettenlaufwerken verlegt, welche aus Laufrädern und Ketten des PzKpfw II stammten. Sogar diese Maßnahme war äußerst ökonomisch, da der PzKpfw II zu diesem Zeitpunkt aus der Produktion genommen wurde und dessen Produktionskapazitäten für andere Projekte, wie den LKW-Umbau, verwendet werden konnten, was das ganze Unternehmen noch kostengünstiger machte. Diese neuen Halbkettenfahrzeuge wurden unter dem Namen Maultier ausgeliefert und schließlich erfolgte der Umbau hauptsächlich aus dem Opel Blitz Typ S/SSM-LKW. Im Einsatz waren sie ein durchgehender Erfolg, wenn sie auch nicht die komplette Mobilität der ‘richtigen’ Halbkettenfahrzeuge hatten. Es überrascht nicht, dass der Einsatz des Maultiers auf die Ostfront beschränkt war und die Fahrzeuge wurden hauptsächlich für die routinemäßigen Versorgungsfahrten verwendet. Ihr Einsatz sollten zwar für die Schlammperiode aufgespart werden, aber aufgrund des ständigen Mangels an Transportfahrzeugen wurden sie die ganze Zeit über eingesetzt, sodass ihr Verschleiß auch hoch war. Das Maultier wurde von 1942 bis 1944 gebaut und die Produktion erreichte insgesamt 21.945 Fahrzeuge. Panzerwerfer 42 Bis Ende 1942 hatten sich die Nebelwerfer-Batterien als ein fester Bestandteil der deutschen Artillerie etabliert und so sollten auch die Panzerformationen ihre eigenen Batterien erhalten. Zu diesem Zeitpunkt verwendeten die meisten Batterien gezogene Nebelwerfer, aber um mit den beweglichen Panzerformationen Schritt zu halten, sollte eine Version auf Selbstfahrlafetten dafür entstehen. Nachdem die Herstellung des Maultiers im Jahr 1943 4.000 Stück überschritten hatte und kein anderes Fahrgestell oder Halbkettenfahrzeug dafür verfügbar war, wurde beschlossen, dieses Fahrzeug dafür zu verwenden. Während des Jahres 1943 wurde Opel beauftragt, eine mit Panzerschutz versehene Version des Maultiers mit einem 15-cm-Nebelwerfer oder als Munitionstransporter herzustellen. Das Maultier erhielt ein vollständig gepanzertes Fahrerhaus, Motorhaube, Rumpf und Heck. Auf dem Dach des Hecks wurde der dafür extra neu entwickelte, zehnläufige 15-cm Panzerwerfer 42 platziert, welcher um 270° Grad gedreht und bis zu 80° in die Höhe eingestellt werden konnte. Die Raketen wurden alle in einer Salve abgefeuert und die dabei entstehenden Rauchschwaden ließen den Gegner rasch die Stellung einer Raketenbatterie erkennen. Der Raketenwerfer 42 auf Maultier konnte jedoch als Selbstfahrlafette nach dem Abschuss schnell einen Stellungswechsel vornehmen. Das Maultier bot daher zusätzliche Mobilität vor feindlichen Artillerie-Gegenfeuer sowie Schutz vor Infanteriefeuer und Granatsplitter. Das Heer bestellte 300 dieser Fahrzeuge, unter der Annahme, dass die Produktion anschließend auf den Schweren Wehrnachtschlepper übergehen sollte. Da der Schwere Wehrmachtschlepper (siehe weiter unten) aber niemals in den geforderten Stückzahlen hergestellt werden konnte, blieb es nur bei diesen Plänen und lediglich 300 Panzerwerfer 42 auf Maultier wurden umgebaut. Der erste dieser Maultiere mit Panzerwerfer 42 wurden 1943 eingesetzt und hatte eine Besatzung von drei Mann. Die Raketen befanden sich im Werfer und zehn Ersatzraketen für eine weitere Salve wurden an den Seiten im unteren Rumpf mitgeführt. Ebenfalls befand sich gewöhnlich ein Maschinengewehr auf dem Fahrerhaus und spätere Modelle hatten auch Rauchgranatwerfer, um sich selbst einzunebeln. Einige dieser gepanzerten Maultiere wurden auch ohne Raketenwerfer produziert, um zusätzliche Reserve-Raketen für die Werfer-Fahrzeuge mitzuführen. Davon wurden eine Reihe auch von anderen Einheiten als gepanzerte Munitionstransporter verwendet, obwohl der Schutz nur gegen Handfeuerwaffen und Granatsplitter ausreichend war. Animiertes 3D-Modell des 15cm Panzerwerfer 42 auf SdKfz 4/1 Maultier: Schwerer Wehrmachtschlepper Bis Ende 1941 hatten die Einsatzerfahrungen gezeigt, dass die Modelle der deutschen Halbkettenfahrzeuge einer Überarbeitung bedurften. Die Ein- und 3-Tonner-Halbkettenfahrzeuge am unteren Ende der Skala waren als Nachschubs- und Artillerie-Zugmaschinen weiterhin gut zu gebrauchen, aber im mittleren bis schweren Bereich hatten sich die Dinge verändert. Es wurde entschieden, die 5-Tonnen-Fahrzeuge auslaufen zu lassen, da die 8-Tonnen-Fahrzeuge für die schwere Artillerie und andere Aufgaben weiterhin benötigt wurden. So wurde nach einer neuen Lösung für den Bereich zwischen 3 und 8 Tonnen gesucht, welcher relativ kostengünstig für die Ende 1941 stark beanspruchte deutsche Rüstungsindustrie sein sollte. Ein billig herzustellendes Halbkettenfahrzeug wurde dafür benötigt. Der Entwurf, welcher übernommen wurde, war der Schwere Wehrmachtschlepper (kurz: s.WS.) von Büsing-NAG. Adolf Hitler befahl am 7. Mai 1942 dieses Transport-Halbkettenfahrzeug für den Einsatz an der Ostfront zu bauen, um die 5- und 3-Tonnen-Fahrzeuge zu ersetzen. Die ersten Prototypen waren erst im Herbst 1943 fertig und es sollten 150 Stück jeden Monat gebaut werden. Das Fahrzeug war nicht so sehr für Panzer- oder Artillerie-Einheiten vorgesehen, sondern eher für die Infanterie-Formationen, wo es als Mannschaftstransporter und Nachschubfahrzeug verwendet werden sollte. Entsprechend dieser Anforderungen war es grundsätzlich ein Halbketten-Lastkraftwagen mit praktisch keinem Panzerschutz. In seiner Transportfunktion hatte es ein offenes Fahrerhaus mit einer Planen-Abdeckung für den Fahrer und einen Beifahrer. Um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, hatte das Kettenlaufwerk nicht die zeitaufwendigen und teuren Gummiketten der Kampffahrzeuge, sondern stattdessen einzelne, mit Trockenstiften versehene Ganzstahl-Ketten. Die Auslegung des Kettenlaufwerks war identisch zum PzKpfw V Panther. Der Schwere Wehrmachtschlepper sWS ging in der Büssing-NAG-Fabrik in Berlin im Herbst 1943 in Produktion und ebenso im Werk Ringhofer-Tatra in der Tschechien. Nur fünf sWS wurden 1943 fertig, da die Produktion nur sehr langsam anlief. Der sWS hatte nur eine geringe Priorität erhalten und das RAF Bomberkommandos traf das Berliner Werk bald schwer. So wurden statt der ab Dezember 1943 monatlich 150 erwarteten Fahrzeuge bis September 1944 nur 381 ausgeliefert. Diese verfügbaren Fahrzeuge wurden schließlich an allen Fronten ab Mitte 1944 eingesetzt. Bis Kriegsende waren es dann immerhin insgesamt knapp 1.000 sWS (825 bis März 1945) von den 7.484 ursprünglich bestellten Exemplaren, welche die Wehrmacht erhielt. Aufgrund dieser geringen Produktionszahlen wurde auch die hastige Maultier-Improvisation eingeführt und mehr …

  • Zweiter Weltkrieg, Zusammenfassung des Verlaufs von 1941 bis 1942, dem Höhepunkt der Expansion der Achsenmächte und die endgültige Kriegswende (Teil II). Hier zu Teil I: Zweiter Weltkrieg Verlauf 1939-40. Der Mittelmeer-Raum Hitler wollte mit dem Angriff auf die Sowjetunion seine alten Träume realisieren, neuen ‘Lebensraum’ für die Deutschen zu erobern. Deshalb ließ er bereits ab Herbst 1940 das Unternehmen Barbarossa planen und vorbereiten. Der geplante Termin für den Beginn des Angriffs war Mai 1941, welcher durch unerwartete Ereignisse auf dem Balkan ins Wanken geriet. Das Scheitern der italienischen Armee gegen Griechenland führte dazu, dass die griechischen Streitkräfte ihrerseits halb Albanien erobern konnten. Dazu kam noch ein Putsch in Belgrad, nachdem Jugoslawien am 25. März 1941 dem Dreimächtepakt zwischen Deutschland, Italien und Japan beigetreten war. Um ein Festsetzen der Briten in Griechenland zu verhindern, musste Hitler militärische eingreifen und dies war eigentlich mit jugoslawischer Hilfe geplant. Nun musste der Balkanfeldzug gegen beide Staaten geführt werden. Der Angriff begann am 6. April 1941 und die Kämpfe endeten wie erwartet recht schnell im gleichen Monat. Die Luftlandung auf Kreta in der zweiten Maihälfte forderte jedoch hohe Verluste, beendete aber den Feldzug offensichtlich. Jedoch blieben von nun an neben den Italienern und Bulgaren auch starke deutsche Truppenverbände auf dem Balkan gebunden, da vor allem in den zerklüfteten Gebieten Jugoslawiens bald ein heftiger Partisanenkrieg unter der Leitung von Josip Broz Tito ausbrach. Der Mittelmeer-Raum wurde nun auch zu einem deutschen Kriegsschauplatz, da nach schweren Niederlagen der Italiener gegen die Engländer in Nordafrika Rommels Afrikakorps bereits ab Ende 1940 zur Unterstützung der glücklosen Verbündeten nach Libyen geschickt wurde. Diesem gelang es durch einen kühnen Vorstoß die britische Armee zu verjagen, die ägyptische Grenze wieder zugewinnen und Tobruk unter Belagerung zu stellen. Russland-Feldzug Der Balkanfeldzug führte zu einer Verzögerung des Unternehmen Barbarossa, dem Russland-Feldzug, was nicht ohne wesentliche Auswirkungen bleiben sollte. Daher erfolgte der Angriff auf die Sowjetunion erst im Morgengrauen des 22. Juni 1941, als sich die größte Streitmacht der Militärgeschichte in Bewegung setzte. Über drei Millionen Mann hatte Hitler für den Russland-Feldzug aufmarschieren lassen und Stalin scheint dies trotz aller Warnungen bis zuletzt völlig ignoriert zu haben. Nicht zuletzt aus diesem Grund brach eine ungeheure Katastrophe über die Rote Armee von 1941 herein, welche in gigantischen Kesselschlachten hunderttausende Kriegsgefangene und massenhaft Kriegsmaterial verlor. Diese Ereignisse versetzten die deutsche Führung anfangs und zum letzten Mal in den Glauben, daß der Krieg nun schon so gut wie gewonnen sei und schienen den schlechten Eindruck über die Rote Armee, der seit dem Winterkrieg gegen Finnland vorherrschte, zu bestätigen. Jedoch retten der weite Raum Russlands und dessen schier unerschöpfliche Menschen-Reservoir, die strategischen Fehlentscheidung der deutschen obersten Führung und die sofort nach Kriegsausbruch kriminelle Behandlung der ‘Untermenschen’ im Osten, welche den Widerstandswillen nie erlöschen ließ, Stalins Sowjetunion. Als der Kreml in Moskau schon in Sichtweite der Scherenfernrohre der vordersten Stoßtrupps war und die deutschen Truppen nochmals unter letzter Kraftanstrengung versuchten, den Feldzug noch 1941 siegreich zu beenden, kam mit dem eiskalten Winter noch der stärkste Verbündete Russlands hinzu. So wurde Stalins Ignorieren der Bedrohung durch Hitlers Leichtfertig wieder ausgeglichen. Auf Geheiß letzteren wurden die deutschen Soldaten ohne Winterausrüstung oder ausreichende Reserven und Verstärkungen losgeschickt, denn vor dem Wintereinbruch sollte ja alles vorbei sein – oder ‘musste alles vorbei sein’, denn sonst wäre ja eigentlich sowieso schon alles verspielt, wie dem Führer in klaren Stunden durchaus bewusst war. Hitlers Charakter ignorierte dies dann aber in zunehmender Selbsttäuschung bis zum Schluss erfolgreich. So ließ der recht frühe Wintereinbruch den als entscheidend erhofften deutschen Angriff auf Moskau im Schnee steckenblieben und Marschall Schukow konnte am 5. Dezember 1941 mit einer überraschenden Gegenoffensive mit bestens für den Winter ausgerüsteten Sowjetsoldaten beginnen. Drei Tage später ging dann die Führerweisung Nr. 39 ein, in welcher der ‘Übergang zur Verteidigung’ befohlen wurde. Das war zwar nur die symbolische, aber die eigentliche Wendung des Zweiten Weltkriegs, denn noch hatten die deutschen Truppen fast ganz Europa unter ihrer Kontrolle. Der weltweite Konflikt Zwischenzeitlich wurde der Krieg nun auch vollends zu einem Weltkrieg, denn am 7. Dezember hatte ein japanischer Flugzeugträger-Kampfverband Pearl Harbor überfallen und die Vereinigten Staaten befanden sich nun offiziell im Krieg. Die Spannungen zwischen den Japanern und Amerikanern waren über die Situation im Pazifik schon seit vielen Jahren angewachsen. Japan hatte bereits 1931 durch die Besetzung der Mandschurei mit seiner Expansion in Ostasien begonnen. Seit 1937 befand sich Japan mit National-China unter Tschiang Kai-schek in einem unerklärten Krieg und von nun an standen sie den amerikanischen Export-Interessen im Weg, denn China war ein wichtiger Markt. Seitdem kam es immer wieder und zu vermehrten Reibungen zwischen Washington und Tokio. Deshalb war US-Präsident Roosevelt, welcher von 1933 bis 1945 regierte, an einer kriegerischen Entscheidung um die Vormachtstellung, sowohl in Asien als auch in Europa, interessiert. Hierfür stellte er gegenüber dem japanischen Kaiserreich Bedingungen, welches die stolzen Japaner unmöglich erfüllen konnten, ohne ihr Gesicht zu verlieren. In Europa unterstützte er Großbritannien, wie bis zu seiner Niederlage auch Frankreich, derart einseitig mit Waffen, Ausrüstungen und Gütern seit Beginn des Zweiten Weltkriegs und ließ einen ‘unerklärten Krieg’ im Atlantik führen, sodass Hitler unvermeidlich herausgefordert werden musste. Nachdem den Japanern klar geworden war, dass für sie keine annehmbare Lösung in Verhandlungen möglich war, entschlossen sie sich zu dem Überfall auf Pearl Harbor, um die amerikanische Flotte gleich zu Beginn des Krieges im Pazifik auszuschalten. Dieser, sehr wohl von Roosevelt insgeheim herbeigesehnte Angriff, vereinigte die eigentlich Kriegs-unwillige amerikanische Bevölkerung hinter ihrem Präsidenten, welcher dadurch Japan den Krieg erklären konnte. Gegenüber dem Deutschen Reich war die Situation komplizierter, doch wie auf Zuruf nahm Hitler dem US-Präsidenten dieses Problem durch seine eigene Kriegserklärung gegenüber den USA ab. Hochwasser-Linie der Achsenmächte Trotzdem sah das erste Jahr des vollständigen globalen Konflikts noch einmal große Erfolge der Achsenmächte. Dabei eroberten die Japaner, welche von den Amerikanern anfangs schwer unterschätzt wurden, in einem ‘Blitzkrieg zur See und zur Luft’ ganz Südostasien und den westlichen Pazifik. Die Wehrmacht, zusammen mit den Verbündeten Rumänen, Ungarn, Italienern, Slowaken und Kroaten, stieß im Rahmen von Fall Blau bis an die Wolga nach Stalingrad mehr …

  • Junkers Ju 287 V1

    Mehrstrahliger schwerer Düsenbomber Junkers Ju 287 mit vorgepfeilten Flügeln. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Junkers Ju 287 Typ: Mehrstrahliger schwerer Düsenbomber mit vorgepfeilten Flügeln. Geschichte Einer der bemerkenswertesten Flugzeug-Entwürfe des Zweiten Weltkriegs entstammte der seit Anfang 1943 begonnen Arbeiten von Dipl.-Ing. Hans Wocke, einen schweren Bomber mit einer Höchstgeschwindigkeit über der von zeitgenössischen Jagdflugzeugen zu bauen. Strahltriebwerke und Pfeilflügel-Technologie gaben dabei die grundsätzlichen Antworten, aber die Verwendung von den üblichen, gepfeilten Flügeln bei niedriger Fluggeschwindigkeit blieb ein Problem. Deshalb schlug Wocke die Verwendung eines vorgepfeilten Flügel vor. Diese ungewöhnlich nach vorne gepfeilten Flügeln würden die Probleme bei niedrigen Fluggeschwindigkeiten verringern, verursachten dafür allerdings strukturelle Aeroelastizitätsprobleme eigener Art. Der Ursprung der Ju 287 liegt jedoch in der Suche nach einem Nachfolger für die Junkers Ju 88. Im Jahr 1942 hatte das angedachte Nachfolgemuster Ju 288 noch erhebliche Schwächen und das Reichsluftfahrtministerium beauftragte die Firma Junkers, das Flugzeug zur Ju 288C umzubauen. Vermutlich um einen noch besseren Bomber zu entwickeln, erhielt eine mit vier DB 603 oder Jumo-213-Motoren ausgerüstete Maschine Ende 1942 die Bezeichnung Ju 287. Dabei wurden im Windkanal Tests mit gepfeilten Flügeln durchgeführt, wodurch eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 900 Kilometern in der Stunde möglich war. Dabei wurden auch vorgepfeilte Flügel untersucht, welche Vorteile gegenüber den üblichen Pfeilflügeln hatten. Seit Anfang 1943 wurde das Flugzeug von Dipl.Ing. Heinz Wocke entwickelt und er lehnte sich eng an den Entwurf der Ju 288 an. Fliegender Prüfstand Ju 287 V1 Dieses Entwurfsprogramm mit den vorgepfeilten Flügeln war aber so radikal, daß beschlossen wurde, mit der Ju 287 V1 einen maßstabsgetreuen ‘fliegenden Prüftstand’ zu bauen und zu fliegen. Dieses Flugzeug bestand aus nach vorne gepfeilten Flügeln, welche an den Rumpf einer He 177 montiert wurden. Dazu wurde das Heck einer Ju 388, starre Haupträder einer Ju 352 und das Bugrad einer erbeuten B-24 Liberator verwendet. Zwei Strahltriebwerke hingen in Gondeln unter den Flügelhinterkanten, während zwei weitere an den Seiten des vorderen Rumpfs montiert waren. Zum Start wurden ein Paar von Walter 501-Raketen-Packungen unter den Motor-Gondeln montiert, welche nach dem Abheben abgeworfen wurden. Dieser so konzipierte ‘fliegende Prüftstand’ hob erstmals am 16. August 1944 ab und beendete erfolgreich zumindest 17 ziemlich ereignislose Flugversuche. Dies bestätigte die Zuverlässigkeit des Konzepts.   Zuvor, im März 1944, wurden bereits aufgrund der Unterstützung von Oberst Siegfried Kneymeyer, dem Leiter der technischen Luftbewaffnungs-Abteilung der Luftwaffe, die Vorab-Spezifikationen für zwei ‘echte’ Prototypen festgelegt. Es wurde erwartet, dass im Sommer über einhundert Ju 287 bestellt werden. Die Spezifikationen verlangten eine normale Bombenzuladung von 3.000 kg bei einer Reichweite von etwa 2.000 Kilometern ohne Starthilfen. Für den Überlasteinsatz wurde eine Bombenzuladung von 4.000 kg bei einer Reichweite von 1.900 Kilometern unter der Verwendung von Startraketen festgelegt. Für die Serienmaschinen, bewaffnet mit FHL 131/Z (Zwillings-13mm-MG131) in einem ferngesteuerten Heckstand, wurde ein Fluggewicht von 28.000 kg für den Entwurf angenommen. Die Strahltriebwerke sollten aus sechs BMW003 A-1 bestehen, aber es konnten auch Jumo 004 B-1 oder 004 C-1 Triebwerke ohne besondere Modifikationen eingebaut werden. Damit begannen die Arbeiten am Prototyp Ju 287 V2, welcher einen neuen Rumpf, ein einziehbares Fahrwerk und die sechs BMW 003A-1 Strahltriebwerke in Gruppen von je drei Stück unter den Vorderkanten jedes Flügels hatte. Dieser Prototyp war sonst praktisch identisch zur V1, lediglich das Höhenruder war 0,3 Meter größer. Die Flugzeugzelle der Ju 287 V3 wurde vollständig neu gebaut. Es war eine Druckkabine für drei Mann, Waffenschacht und die vollständige Einsatzausrüstung für den serienmäßigen Ju 287 A-1 Düsenbomber vorgesehen. Die Ju 287 B-1 sollte mit vier 1.275 kg starken Heinkel-Hirth 011A1-Strahltriebwerken ausgerüstet werden, während die Ju 287 B-2 über zwei BMW 018 Strahltriebwerke mit 3.426 kg Schub verfügen sollte. Veränderungen in den Rüstungsprioritäten Im Sommer 1944 wurde jedoch die Lage für Deutschland durch die erfolgreiche alliierte Invasion in der Normandie kritisch. Dazu zerstörten die alliierten Bomber Rüstungsbetriebe und die Treibstoffindustrie, ohne dass die deutschen Jäger noch bedeutende Abwehrerfolge erzielen konnten. Deshalb stieg der Druck auf die Luftwaffen-Führung, sich auf den Bau von Jagdflugzeugen zu konzentrieren. Die veralteten deutschen Kampfflugzeuge konnten zwischenzeitlich an der Westfront weder die Bodentruppen unterstützen, noch Großbritannien bombardieren. Gleichzeitig wurden am 12. Juni 1944 die ersten V-1 Flugbomben gegen London gestartet. Innerhalb von 10 Tagen wurden 1.000 der Flugbomben abgefeuert und für die deutsche Führung schien es klar, dass sie nun ohne irgendwelche Verluste an Besatzungen oder teuren Bombern mehr Bombenwirkung in der britischen Hauptstadt erzielt hatte, als dies in den letzten zwei Jahren bei konventionellen Angriffen der Fall gewesen war. Deshalb befahl Hermann Göring am 27. Juni, den Bau von Kampfflugzeugen einzustellen und sich auf die Herstellung von Jagdflugzeugen und V-Waffen zu konzentrieren. Jedenfalls überwachte der Reichsmarschall seine Anordnung nicht besonders, vermutlich weil die eher begrenzte Reichweite von 200 Kilometern der V-1 die möglichen Ziele ziemlich einschränkte. Wie bei allen anderen deutschen Konstrukteuren von Kampfflugzeugen ging daher die Entwicklung bei Junkers an der Ju 287 unter der Hand weiter. Junkers Chefpilot Siegfried Holzbaur startete in Brandis bei Leipzig schließlich am 18. August erstmals mit der Ju 287 V1.   Schon vier Tage später aber beschließt das Reichsluftfahrtministerium, die Ju 287 fallen zu lassen, um die Produktionsanlagen bei Junkers für die Ju 388 und den He 162 Volksjäger zu nutzen. Deshalb durfte am 27. Dezember 1944 der japanische General Oshima das Flugzeug, zusammen mit der Ju 288, Ju 248 und Ju 88 Mistel-Konstruktion, besichtigen. Kurze Zeit später erhielten die Japaner das gesamte Junkers-Programm zum Nachbau für 1945 und 1946. Das Ju 287-Programm kam jedoch im Rahmen einer Untersuchung durch eine Kommission unter Professor Bock für den Amerika-Bomber wieder auf den Tisch. Als Aluminium-Leichtbauversion ohne zusätzliche Abwehrwaffen und den allerneusten Triebwerken war der Düsenbomber durchaus in der Lage, Nordamerika zu erreichen. Gleichzeitig wurde die konventionelle Düsenbomber-Version bei Junkers umkonstruiert, um so wenig strategisches Material wie möglich zu verbrauchen. Am 25. Februar 1945 wurde jedoch entschieden, dass der Horten-Bomber am besten als Amerika-Bomber geeignet erscheint. Für die Ju 287 wurde jedoch am 17. März 1945 entschieden, dass das Flugzeug der zukünftige schwere Düsenbomber (TL-Großbomber) der deutschen Luftwaffe werden sollte. Trotz der zu diesem Zeitpunkt zunehmend kritischen Lage, sollten 75 mehr …

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