geglueckter Schuss



geglueckter Schuss

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Im Blickpunkt:
  • Sturzangriff eines Stuka

    Einsatzleistung und Sturzflug-Taktik am Beispiel des Junkers Ju 87 Stuka, das tödlichste und moralisch wirksamste Erdkampfflugzeug aller Streitkräfte während der ersten Hälfte des Zweiten Weltkrieges. hier zu Teil I: Ju 87 Stuka Einsatzleistung der Ju 87 Die Junkers Ju 87, welche gewöhnlich als Stuka bekannt ist, ist eines der klassischen Militärflugzeuge der Luftfahrtgeschichte. Der Name Stuka, Kurzform für Sturzkampfflugzeug, ist zusammen mit dem Panzer gleichbedeutend mit der modernen Vision vom Blitzkrieg. Das ist kein Zufall, denn die beiden arbeiteten sehr eng zusammen als ein kombiniertes Waffen-Team, wobei die Stukas die ‘fliegende Artillerie’ waren, welche jeden feindlichen Stützpunkt, Verteidigungsstellung oder Truppenkonzentration zerschlagen konnten, welche den Vorstoß der Panzertruppe hätte behindern können. In dieser Hinsicht war die Ju 87 immer ein Erdkampfflugzeug. Sie war ein taktischer Bomber, welcher die Bodentruppen der Wehrmacht unterstützte und kein strategischer Bomber. Die Erfolge der Stuka erstreckten sich dabei auch auf eine Vielzahl anderer Ziele, darunter Schiffe, Flugplätze, Eisenbahnhöfe, Brücken und auch andere strategische Ziele, welcher aber nur zweitrangig neben der Hauptaufgabe waren, zusammen mit den deutschen Bodentruppen in Hauptrichtung des Vormarsches zusammenzuarbeiten. Bei eigener Luftüberlegenheit war die Ju 87 zweifellos das tödlichste und moralisch wirksamste Erdkampfflugzeug aller Streitkräfte während der ersten Hälfte des 2. Weltkrieges. Die Hauptgründe dafür war zum einen die Genauigkeit, mit welcher ein erfahrener Stuka-Pilot eine 500-kg-Bombe auf sein Ziel abwerfen konnte, sowie das erhebliche Problem für Flak-Kanoniere, welche versuchten, ein Flugzeug abzuschießen, welches in einem steilen horizontalen Winkel von 5° anfliegt. Es ist eine bemerkenswerte Tatsache, dass kein anderes Flugzeug, welches während des 2. Weltkrieges eingesetzt wurde, große oder kleine Bomben mit einer solchen, regelmäßigen Genauigkeit auf ein Ziel abwerfen konnte. Die Stuka-Piloten waren so fähig, dass sie oft von den taktischen Luftwaffen-Verbindungsgruppen bei den Heeres-Einheiten per Funk damit beauftragt wurden, einzelne ausgesuchte Gebäude, Bunker, Artillerie-Stellungen oder sogar eingegrabene feindliche Panzer zu zerstören. Es war nicht ungewöhnlich, dass ihre Sturzangriffe nur ein paar hundert Meter vor den angreifenden, eigenen Bodentruppen geflogen wurden. Mit ziemlicher Sicherheit hat die Ju 87 während des 2. Weltkrieges feindlichen Bodenstreitkräfte mehr Schaden für jedes verlorene Flugzeug zugefügt, als jedes andere Flugzeug auf Achsen- oder Alliierten-Seite. Eine bemerkenswerte Tatsache ist es auch, dass die Stuka mehr Schiffe als jedes andere Flugzeug der Militärgeschichte zerstört hat. Die Ju 87 war so tödlich genau, weil ihre Konstruktion des Rumpfes und dessen Stabilität eine extreme Sturzflug-Taktik erlaubte. Darüber hinaus verfügte der Entwurf über einen effektiven Zielmechanismus und ein automatisches System zum Abfangen des Sturzfluges. Beim Anflug auf das Ziel stellte der Pilot die Bombenabwurfhöhe in einem Gerät ein, welches automatisch die Bomben auslöst und das Flugzeug aus dem Sturzflug in die Vertikale herauszieht. Die große Bombe unter dem Rumpf wurde dabei mit der Aufhängung automatisch ausgeschwenkt, um einen Kontakt mit dem Propeller im nahezu vertikalen Sturz zu vermeiden. Der Pilot drosselte dann den Motor und fährt die Sturzflugbremsen aus, welche sich an den Vorderkanten der Flügel befanden, wodurch sich automatisch die Trimmklappen am Aufzug aktivierten und das Flugzeug in den Sturzflug eintrat. Rote Linien an den Seitenfenstern halfen dem Piloten dabei, den richtigen Sturzflugwinkel einzurichten und dieser konnte sich voll und ganz darauf konzentrieren, das Ziel in den Augen zu behalten. Bei Erreichen der vorgewählten Höhe wurde die Bombe ausgelöst und ein automatisches Gerät zum Herausziehen aus dem Sturzflug justierte die Trimmklappen und die Nase des Flugzeuges hob sich über den Horizont. Der Pilot übernahm dann wieder die Kontrolle nach dem Sturzflug, öffnete die Motordrosselung und schloss die Sturzflugbremsen. Die Widerstandsfähigkeit der Zelle und der Flügel der Ju 87 ermöglichten üblicherweise Kräfte von mehr als 6g beim Herausziehen aus dem Sturzflug. Am 21. Juni 1941, zu Beginn des Angriffs auf die Sowjetunion, gab es 315 Ju 87 Stukas um das Unternehmen Barbarossa zu unterstützen. Davon waren 219 Maschinen einsatzfähig. Rechtzeitig zu Beginn des Unternehmens führte die Luftwaffe eine neue Bombe speziell für Angriffe gegen taktische Bodenziele ein. Diese SD-2-Fragmentbomben wurden im Tiefflug mit einzelnen Flugzeugen, im Paar oder bis zu drei Maschinen durchgeführt, wobei die Bomben in kurzen Abständen abgeworfen wurden, was zu erheblichen Zerstörungen an Truppen und ungepanzerten Fahrzeuge im offenen Feld oder abgestellten Flugzeugen auf Flugfeldern führte. Die Stuka konnte 96 dieser kleinen Bomben transportieren. Später wurde die SD-2 in Behältern abgeworfen, welche sich nach dem Abwurf öffneten und die Bomben über den Boden verteilten. Dadurch konnten diese Bomben auch im Sturzangriff abgeworfen werden, was das Risiko für das Flugzeug durch Bodenbeschuss verringerte. Unter Berücksichtigung der zahlreichen sowjetischen Berichte über die allgegenwärtigen, fürchterlichen Stukas ist die Anzahl von maximal 315 Maschinen in den ersten Monaten des Krieges in Russland erstaunlich. Denn selbst wenn jeder Sturzkampfbomber täglich mehrfache Einsätze geflogen wäre, so kämen doch nicht mehr als eintausend bis eintausend fünfhundert Ju 87 auf die fast 2.500 Kilometer langen Ostfront dabei heraus, welche zudem bis zu mehreren hundert Kilometer weit einflogen. Den gefürchteten Ruf der deutschen Sturzkampfbomber innerhalb der Roten Armee steht also in keinem Verhältnis zu ihrer tatsächlichen Anzahl, weshalb man davon ausgehen kann, dass jeder Stuka-Angriff vernichtend und höchst wirksam gewesen sein muss. Sturzflug-Taktik Die nachfolgende Beschreibung von Sturzflug-Taktiken bezieht sich auf den deutschen Sturzkampfbomber (kurz Stuka) Junkers Ju 87. Die Methoden der zweimotorigen Junkers Ju 88 waren im wesentlichen ähnlich, wenn auch der tatsächliche Sturzflugwinkel etwas flacher war (60° in der ersten Kriegshälfte, später dann 50°). Der Sturzflugangriff war eine der genauesten Methoden zur Bombardierung. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung an der spezialisierten Sturzkampfbomber-Flugschule wurde von den Besatzungen erwartet, dass sich 50 % der geworfenen Bomben innerhalb eines Radius von 25 Meter vom Ziel befinden. Der vergleichbare Radius für mittlere Horizontal-Bomber war etwa zwei- bis dreimal so groß (wobei die Bombendichte der mittleren Bomber im Zielgebiet noch zweieinhalb mal höher war als die der alliierten schweren viermotorigen Bomber). Zudem waren operative Ziele in der Regel von Flugabwehrkanonen (FLAK) verteidigt, sodass die Genauigkeit bei allen Arten der Bombardierung um den Faktor zwei bis drei abnahm. Wenn auch der Sturzangriff nicht genau genug war, um kleine, geschützte Ziele, wie z.B. einzelne Panzer zu zerstören, so war er doch sehr wirksam gegen weiche Ziele, wie Fahrzeug-Kolonnen, die anfällig auch mehr …

  • Crusader-Panzer Testschiessen

    Feuerkraft der Panzer im Zweiten Weltkrieg: Historische Testergebnisse im Vergleich zu berechneten Werten der Durchschlagskraft der panzerbrechenden Granaten. Für militärische Kriegsspiele, Konflikt-Simulationen und auch in Computerspielen wird die Fähigkeit eines Waffensystems oder Kampfverbandes mit der zugehörigen standardmäßigen panzerbrechenden Granate eine homogene Panzerplatte zu durchdringen, die in einem Winkel von 30 Grad in 1000 Metern Entfernung geneigt, als Grundlage der Berechnungen für die Panzerabwehr verwendet. Testergebnisse Leider führt die Verwendung spezifischer Durchschlagskraft-Werte als Grundlage der Fähigkeit zur Bekämpfung von Panzern dazu, dass eine ‘Büchse der Pandora’ in Bezugnahme auf den ‘realen’ und ‘richtigen’ Wert geöffnet wird. Dabei gibt es zwei hauptsächliche Ursachen, welche zu Ungenauigkeiten führen. Erstens gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen historischen Quellen in Bezug auf die Durchschlagwerte, die bei Tests erzielt wurden; manchmal sogar für die gleiche Waffe und Munition. Zweitens gibt es oft erhebliche Unterschiede zwischen den tatsächlich praktisch erprobten Durchschlagwerten einer Panzerung und den mit physikalischen Gleichungen berechneten prognostizierten Durchschlagwerten. Bei der Betrachtung historischer Aufzeichnungen von Testschüssen werden aus verschiedenen Gründen Schwankungen von vermeintlich vergleichbaren Zahlen festgestellt. Dazu gehören: Die Testzahlen kommen von ähnliche Tests mit vergleichbaren Schussentfernungen und Auftreffwinkeln, aber zu einem unterschiedlichen Datum und in verschiedenen Ländern. Die für die Tests verwendete Panzerung ist bei Brüchigkeit, Härte und Qualität unterschiedlich je nach Prüfung und Land, d.h. es gibt unterschiedliche Poldi- oder Brinell-Härtewerte. Die Definition eines ‘Durchschlages’ ist in verschiedene Ländern unterschiedlich. So schlossen beispielsweise deutsche Zahlen das gesamte Geschoss ein, während britische Testzahlen auch teilweise Durchschläge zuließen. Wenn dies eine APHE-Granate (panzerbrechende Hochexplosivgranate) ist, dann ist für die vollständige Wirkung auch ein vollständiger Durchschlag erforderlich. Wenn dies jedoch ein Wuchtgeschoss ist, ist die partielle Penetration immer noch wirksam. Vor allem die britischen Durchschlagzahlen müssen mit Vorsicht behandelt werden, da in einigen Fällen sogar nur mit 20 % in die Panzerung eindringende Schüsse als ‘Durchschlag’ gewertet wurden. Manchmal wurden auch unterschiedliche Treibladungen verwendet, um die Durchschlagskraft bei einem Geschoss zu bestimmen. Das bedeutet, dass die Munition unterschiedlich war, auch wenn sie möglicherweise die gleiche Bezeichnung hatte. Bei einigem Test wurde auch stirnseitige gehärtete Panzerung verwendet, während diese bei anderen nicht verwendet wurde. Die stirnseitige gehärtete Panzerung hat mehr Auswirkungen auf ein Wuchtgeschoss (AP) als auf ein Panzerbrechendes Wuchtgeschoss mit Schutzkappe (APC) oder eine panzerbrechende Hochexplosivgranate (APCBC). Zusammengenommen und im Nachhinein ist es nicht realistisch, zu erwarten, dass verschiedene Tests zu verschiedenen Zeitpunkten und Orten identisch sind. Mit sorgfältiger historischer Forschung ist es jedoch möglich, einen großen Teil der Ursachen für die Unterschiede auszuschließen. Dazu gehört die Sicherstellung, dass die Reichweiten und Winkel so identisch wie möglich sind; die Sicherstellung des verwendeten Munitionstyps und die Sicherstellung, dass die Definition eines Durchschlags einigermaßen einheitlich ist. Der größte Faktor außerhalb der historischen Kontrolle scheint die Härte und Qualität der verwendeten Panzerplatten zu sein, die bei dem Testschießen verwendet wurde. Dies scheint zu variieren, je nachdem, wann, wo und in welchem Land sie produziert wurde. Dennoch ergeben sich überraschend einheitliche Zahlen für die Durchschlagwerte der Mehrzahl der im Zweiten Weltkrieg eingesetzten Panzer- und Panzerabwehr-Waffen. Berechnete Werte Die zweite Methode ist es, die historischen Testzahlen durch prognostizierte Durchschlagwerte zu ersetzen, die mithilfe von physikalischen Gleichungen berechnet wurden. Um diese Möglichkeit untersuchen, betrachten wir die zwei grundlegenden Gleichungen, welche dabei verwendet werden: Pen = kmv² / d² Wobei ‘Pen’ die Durchschlagskraft in mm einer vertikal stehenden Panzerplatte (also 0° Grad) ist. ‘k’ ist der Koeffizient, der mit der Panzerungsqualität variiert, ‘m’ ist die Geschossmasse (in kg), ‘v’ ist die Projektil-Auftreffen-Geschwindigkeit (in m/s) und ‘d’ ist der Geschossdurchmesser (in mm). Die Geschwindigkeitsänderung des Projektils in Abhängigkeit von der Entfernung ist gegeben durch, wobei ‘v’ die Geschoss-Geschwindigkeit (in m/s), ‘vo’ die Mündungsgeschwindigkeit (in m/s), ‘e’ die Exponentiell-Konstante, ‘d’ der Geschossdurchmesser (in mm), ‘m’ die Geschossmasse (in kg), ‘x’ die Entfernung, die das Geschoss zurückgelegt hat (in Metern), und ‘c’ ist ein Koeffizient, der den aerodynamischen Widerstand des Geschosses darstellt. Diese Gleichung geht davon aus, dass die Geschossbahn des Projektils horizontal ist. Die Idee hinter diesen Gleichungen ist es, Variationen in den Variablen zu eliminieren, die bei Testfeuer-Ergebnissen verwendet wurden, um einen genaueren Vergleich der Fähigkeiten der Durchschlagskraft zwischen den unterschiedlichen Kanonen zu erhalten. Die Anwendung dieser Gleichungen auf einige der bekanntesten Panzer- und Panzerabwehrkanonen, die während des Zweiten Weltkriegs verwendet wurden und der Vergleich mit historischen Testergebnissen führt zu den in der nachfolgenden Tabelle abgebildeten Ergebnissen. Die in dieser Tabelle verwendeten historischen Testdaten verwenden die konstantesten Informationen aus seriösen Quellen. Es wurde darauf geachtet, dass für alle betrachteten Waffensysteme einheitliche Reichweiten und Schusswinkel verwendet werden. Darüber hinaus ist die gewählte Testmunition vom gleichen Typ, d.h. das standardmäßige ballistische AP-Wuchtgeschoss mit Schutzkappe wo immer möglich. Historische Testergebnisse gegen berechnete Werte (1.000 m auf 30°): Im Allgemeinen zeigt diese Tabelle der Durchschlags-Werte eher unklare Ergebnisse, obwohl es wohl einige Muster gibt. In 16 von 21 Fällen ist das theoretische Ergebnis höher als das in Tests erzielte. Mit anderen Worten, die Geschütze haben nicht so gut funktioniert, wie sie es theoretisch sollten, wenn die Mündungsgeschwindigkeiten wie angegeben waren und die Munition vernünftig entworfen und hergestellt wurde. Interessanterweise gehören alle sowjetischen, britischen und amerikanischen Beispiele zu dieser Kategorie, obwohl die meisten von ihnen nicht allzu weit unter der Marke liegen (d.h. eine Fehlerquote zwischen 1% und 10%). Bei den Waffen mit einem Fehler von 11 % oder mehr liegt offensichtlich ein grundlegendes Problem vor. Es ist unwahrscheinlich, dass die von den Sowjets oder Westalliierten verwendeten Panzerplatten bei den Tests eine höhere Qualität hatten, als die von den Deutschen verwendeten (was helfen würde, die Ergebnisse zu erklären, wenn dies der Fall wäre) und auf jeden Fall fallen auch einige der deutschen Teststudien in diese Kategorie. In diesen Fällen ist die wahrscheinlichste (und vernünftigste) Erklärung, dass die Mündungsgeschwindigkeiten nicht so hoch waren wie angegeben, oder die Munition, die Konstruktion oder das Material von minderwertiger Qualität waren. In nur 5 von 21 Fällen ist das theoretische Ergebnis geringer als bei den Tests. Dies sind alles deutsche Testergebnisse, obwohl die meisten nahe an der Marke und in einer angemessenen Fehlerspanne (5 % oder weniger) liegen. Die beiden Fälle mit großen Fehlern (21-27 mehr …

  • die deutsche Luftwaffe in Polen

    Einsatzstärken und Ausstattung an Flugzeugen der deutschen Luftflotten bei Kriegsbeginn und der Luftkrieg über Polen. Diese Kriegsgliederung der Luftwaffe gibt die Einsatzstärken und Ausstattung der Einsatzverbände am Tag nach dem deutschen Angriff auf Polen und einen Tag vor der Kriegserklärung durch England und Frankreich an Deutschland, wieder. Die Mehrzahl der Jagdeinsitzer, Sturzkampfbomber und Aufklärungsverbände in der Kriegsgliederung Luftwaffe waren der Luftflotte 1 und 4 für den Angriff auf Polen unterstellt. Allerdings waren Kampfflugzeuge mit größerer Reichweite von anderen Luftflotten auch in den Feldzug eingebunden. Die Lehrdivision operierte unabhängig von den Luftflotten, allerdings waren auch mehrere ihrer Verbände am Polenfeldzug beteiligt. Kriegsgliederung Luftwaffe vom 2. September 1939: Ausrüstung der Frontverbände der Luftwaffe am 1. September 1939: Staffel: Die Anzahl des Flugpersonals in einer Staffel hing natürlich vom Typ der Flugzeuge ab. Es waren 10 Piloten bei einsitzigen Jagdflugzeugen und konnten mehr als 40 Mann Flugpersonal bei mehrmotorigen Bombern sein. Die Anzahl des Bodenpersonals variierte zwischen 150 Mann bei einsitzigen Jagdflugzeugen und nur 80 Mann Mann bei mehrmotorigen Bombenflugzeugen. Der Grund für die im ersten Moment erstaunlich wirkende geringere Anzahl bei den Bombern ist, dass ein Großteil der Wartungseinrichtungen und administrativen Bürotätigkeiten von den örtlichen Luftgau übernommen wurde, in der die Einheit stationiert war. Eine Staffel hatte eine Stärke von 9 bis 12 Flugzeugen bei Kriegsbeginn, dies stieg aber ständig während des Krieges bis zu einer Maximalstärke von 16 an, wodurch natürlich auch die Anzahl des Flugpersonals und des Bodenpersonals vermehrt werden musste. Gruppe: Die Gruppe war normalerweise die grundsätzliche Einheit für operative Einsätze und Organisationsaufgaben. Ursprünglich bestand eine Gruppe aus drei Staffeln und dem Stab mit drei weiteren Flugzeugen, was somit eine Gesamtzahl von 30 Flugzeugen ergab. Ab der Mitte des Krieges hatten viele Jagdgruppen eine vierte Staffel und zusammen mit der maximalen Staffelstärke von 16 Jagdflugzeugen ergab dies eine Gruppenstärke von bis zu 67 Flugzeugen. Die Mannschaften eine Gruppe waren zwischen 35 und 150 Mann Flugpersonal sowie zwischen 300 und 515 Mann Bodenpersonal stark. Geschwader: Das Geschwader war die größte Flug-Formation in der Luftwaffe. Ursprünglich bestand es aus drei Gruppen mit 90 Flugzeugen und einem Stab mit vier, was insgesamt 94 Flugzeuge ergab. Luftkrieg über Polen 1939 Der Operationsplan der deutschen Luftwaffe für den Angriff auf Polen am 1. September 1939 sah die Umsetzung der ‘Douhet-Theorie’ vor. Durch ‘strategische’ Angriffe auf die polnischen Luftstreitkräfte sollten diese noch zu Beginn des Feldzuges auf dem Boden ausgeschaltet werden. Anschließend sollten die ‘taktischen’ Einsätze zur Unterstützung der Wehrmacht folgen. Tatsächlich wurden zwar in den ersten Tagen die Bodeneinrichtungen der polnischen Luftwaffe zerstört, zusammen mit Schulflugzeugen und nicht einsatzfähigen Maschinen, aber keine einzige polnische Frontmaschine, da diese zuvor auf provisorische Feldflugplätze verlegt und getarnt worden waren. Allerdings hat die deutsche Luftwaffe aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit und auch besseren Flugzeuge von Anfang an die eindeutige Überlegenheit in der Luft. Der erste Angriff von Ju 87 des Stuka-Geschwaders 1 fand schon 15 Minuten vor dem eigentlichen Angriffsbeginn statt. Die Staffel hatte einen Sonderauftrag und sollte die polnischen Zündposten an der strategisch wichtigen Eisenbahnbrücke über die Weichsel bei Dirschau in Richtung Ostpreußen ausschalten, sodass ein Panzerzug die Brücke unversehrt erobern könnte. Die drei Stukas starteten um 4:26 Uhr und flogen im Tiefflug zu ihrem Ziel und erledigten ihren Auftrag, jedoch konnten die Polen die Zündkabel noch vor dem Eintreffen des Panzerzug flicken und um 6:30 Uhr wurde die Brücke trotzdem gesprengt. Den ersten Luftsieg des Zweiten Weltkriegs erzielte Stuka-Pilot Frank Neubert über dem Flugplatz von Krakau, als er einen polnischen P.11-Jäger abschoss. Kurz danach, um 5:30 Uhr, gelang es dem Polen Gnys im selben Luftkampf das erste deutsche Flugzeug abzuschießen, einen Stuka der I. Gruppe des Geschwaders Immelmann. Die bis zum Sommer 1940 größte Luftschlacht des Krieges fand am selben Tag ab 7 Uhr für etwa 50 Minuten nördlich von Warschau statt, als über 80 deutsche Bomber vom Typ He 111 und Do 17, gesichert durch 20 Zerstörer Messerschmitt Bf 110, von 64 polnischen Jägern P-11 angegriffen wurden. Jedoch waren die polnischen Doppeldecker zu langsam, um sich deutschen Flugzeugen auf vielversprechende Schussweite zu nähern. Auf Druck ihrer westlichen Verbündeten verweigerten die Polen ihren Bombern die Einsatzerlaubnis, selbst noch nicht einmal gegen deutsche motorisierte Kolonnen. Auch die modernen Los-Bomber, einer der besten mittleren Bomber zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, mussten auf dem Boden bleiben. Erst am zweiten Kriegstag griffen erstmals 6 leichte Karas-Bomber Einheiten des XVI. Panzer-Korps an. Die deutschen Luftangriffe in den ersten beiden Tagen richteten sich neben den Angriffen auf die Flugplätze aber auch gegen Verkehrsziele, sodass die polnische Mobilisierung in ein Chaos ausartete und die Kommandostruktur teilweise lahmgelegt wurde. Am dritten Kriegstag, dem 3. September 1939, begann die deutsche Luftwaffe mit der hauptsächlichen Unterstützung der Bodentruppen. Von nun an operierten die Luftwaffenverbände mit den Bodentruppen zusammen und griffen polnische Verteidigungsstellungen, Artilleriepositionen und Truppenkonzentrationen an. Zwischenzeitlich hatten Großbritannien und Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg erklärt. Zehn britische Blenheim-Bomber griffen am 4. September im hellsten Tageslicht die deutschen Kriegsschiffe vor Wilhelmshaven an. Davon wurden fünf abgeschossen und Feldwebel Troitsch von der II. Gruppe des JG 77 erzielt den ersten Luftsieg des Zweiten Weltkriegs im Westen. Nachdem am 4. September 1939 die polnische Verteidigung langsam zusammengebrochen war, erhielten auch die modernen Los-Bomber Starterlaubnis. Insgesamt 27 der mittleren Bomber griffen das XVI. Panzer-Korps bei Radomsko an. Aber die polnischen Fliegerverbände mussten nun auf andere Feldflugplätze zurückverlegen, wo kein Fliegerschutz bestand. Dadurch konnte die deutsche Luftwaffe erstmals 2 Los-Bomber und 3 P-11-Jäger auf dem Boden zerstören. Auch ging den polnischen Fliegern so langsam die MG-Munition aus. Am 5. September flogen die polnischen Bomber ihren letzten Angriff auf die Spitzen des XVI. Panzer-Korps, dass nun nahezu ungehindert auf Warschau vorstoßen konnte. Am nächsten Tag erfolgte nochmals ein Angriff von 6 Los-Bombern auf deutsche Panzertruppen bei Makow Mazowiecki, wobei die Hälfte von deutschen Jägern abgeschossen wurde. Die polnische Armeeführung wich nach Brest-Litowsk aus, wo sich auch die verbliebenen polnischen Fliegertruppen versammelten, welche bisher etwa 60 Prozent ihrer Flugzeuge eingebüßt hatten. Dies war auch auf den Beschuss durch eigene Flak und dem Versagen, auch nur ein einziges Mal Luftschutz für die mehr …

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