Sherman Panzer während eines Manövers


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Im Blickpunkt:
  • Eiserne Kreuz 1939

    Eisernes Kreuz und Gefallen an der Ostfront. Bilder vom Onkel des Autors in verschiedenen Wehrmachts-Uniformen der Panzer-Divisionen. Er erhielt als Panzerabwehr-Kanonier bei der 8. Panzer-Division im Raum Tarnopol an der Ostfront das Eiserne Kreuz und ist zwei Tage später – am 28. Juli 1944 – gefallen. Zur Vergrößerung bitte auf eines der Fotos klicken. Vorherige Seite: an der Ostfront 1944 Nächste Seite: Wehrpass der Wehrmacht Geschichte des Eisernen Kreuz Napoleonische Kriege Das Eiserne Kreuz wurde vom König von Preußen, Friedrich Wilhelm III., am 10. März 1813, dem Geburtstag seiner Königin Louise, eingeführt. Preußen begann damals gerade, zusammen mit Russland, sich in den ‘Befreiungskriegen’ gegen die Unterdrückung Napoleons aufzulehnen. Selbstaufopferung, Mut und Tapferkeit im Streben nach Freiheit sollten durch die Verleihung dieses Eisernen Kreuzes anerkannt werden. Es gilt als gesichert, dass die erste Verleihung des Eisernen Kreuzes II. Klasse an Generalleutnant von Borke am 2. April 1813 für die Schlacht bei Lüneberg erfolgte. Im Jahr 1813 wurden rund 16.000 Eiserne Kreuze Zweiter Klasse vergeben. Die genaue Anzahl ist umstritten, da eine Reihe von Quellen unterschiedliche Schätzungen wiedergeben. Da die Original-Aufzeichnungen aus dieser Zeit verloren gingen, lasst sich die genaue Anzahl nicht mehr ermitteln. Aber bekannt ist, dass eine Handvoll der Eisernen Kreuze Zweiter Klasse von 1813 auch an Frauen vergeben wurde. Das Eiserne Kreuz Zweite Klasse wurde an die Kämpfer mit einem Band ausgeben, welches hauptsächlich schwarz war und zwei weiße Randstreifen hatten. Um auch Verdienste oder Tapferkeit von Nicht-Kombattanten, wie zum Beispiel Sanitäter oder Chirurgen, zu würdigen, wurde ein spezielles Band mit umgekehrter Farbanordnung ausgegeben, also mit weißem Band und schwarzen Randstreifen. Das erste Eiserne Kreuz Zweiter Klasse für Nicht-Kombattanten ging an General von Esloeg, Militärgouverneur von Berlin. Um die Wertschätzung für die Empfänger des Eisernen Kreuzes weiter zu erhöhen, befahl Friedrich Wilhelm, dass die Prinzen von Königsblut nur die zweite Klasse erhalten sollten. Am 5. Mai 1814 befahl der König zusätzlich zur ursprünglichen Satzung, dass ‘Jeder Soldat, der bei einer heldenhaften Handlung starb, die nach dem einstimmigen Urteil seiner Führer und Kameraden das Eiserne Kreuz verdient hätte, wird nach seinem Tod durch ein Denkmal in der Kirche seines Regiments auf Kosten des Staates geehrt.’ Die Gesamtzahl der Auszeichnungen vom Eisernen Kreuz Erster Klasse während der Napoleonischen Kriege lag bei etwa 635 bis 670, wobei das Erste am 17. April 1813 in der Schlacht von Warfed an General von Helwig vergeben wurde. Deutsch-Französicher Krieg 1870/71 Die beeindruckende Staatskunst von Otto von Bismarck hatte Preußen sowohl in wirtschaftlicher als auch in militärischer Hinsicht unglaubliche Fortschritte eingebracht. Abgesehen von einem kurzen und erfolglosen Zwischenspiel revolutionärer Aktivitäten im Jahr 1848, erlebte es eine Zeit des Friedens und des Wohlstands bis 1864. Dann folgte ein Streit mit Dänemark über die Gebiete Schleswig-Holsteins, was zu einer gemeinsamen österreichisch-preußisch-bayerischen Besetzung dieses Gebietes führte. Die Dänen waren schnell besiegt, aber das Dreier-Bündnis war nur von kurzer Dauer und 1866 übernahm Preußen die alleinige Kontrolle über Schleswig-Holstein. Innerhalb weniger Wochen hatte Preußen auch die Kontrolle über Sachsen, Hannover und Hessen übernommen und die Österreicher in der Schlacht von Königgrätz besiegt und sich damit als unangefochtener Herrscher über den größten Teil Deutschlands – mit Ausnahme des katholischen Südens – etabliert. Preußen hatte jedoch mit den meisten dieser Staaten, aber auch mit Russland im Osten, geheime Verträge und konnte sich so sicher fühlen. Die kluge Staatskunst von Bismarck führte dazu, dass Österreich-Ungarn eine sehr günstige Friedensregelung erhielt. Es sollten keine Besatzungstruppen auf österreich-ungarischen Boden stationiert werden, ebenso wenig wie lähmende Reparationen. Bismarck wusste, dass die Franzosen der größte potenzielle Feind der Bestrebungen Preußens, ein Deutsches Reich zu schaffen, waren. Deshalb wollte er freundschaftliche Beziehungen zu den Österreichern im Falle eines zukünftigen europäischen Konflikts unterhalten. Der französische Kaiser Napoleon III. war verständlicherweise wütend über den Gedanken, als später auch noch Spanien drohte unter preußischen Einfluss zu geraten. In Unkenntnis der wahren Stärke des aufkommenden deutschen Nationalismus, der in all den noch vereinzelten deutschen Staaten spürbar wurde, tauschte Napoleon in diplomatischen Schreiben Beleidigungen mit den Preußen aus. Diese wurden von Bismarck geschickt so konstruiert, dass diese Napoleon III. provozierten, woraufhin er im Juli 1870 Preußen den Krieg erklärte. Die Franzosen waren zuversichtlich, dass sich die süddeutschen Staaten an Frankreich binden würden. Umso mehr waren sie entsetzt, als alle Deutschen fest hinter Preußen standen. Die deutschen Streitkräfte fegten im 1870/71 deutsch-französischer Krieg durch Frankreich und innerhalb von vier kurzen Wochen wurde die französische Armee in Metz zusammen mit ihrem Kaiser eingeschlossen und dieser bei Sedan gefangen genommen. Die französische Armee war vernichtet, trotzdem wurde Paris verteidigt und belagert und Franceurs führten einen erbarmungslosen Guerilla-Krieg gegen die Deutschen. Bereits am 19. Juli 1870 gab König Wilhelm I. von Preußen eine Proklamation heraus, welche wieder die Ausgabe des Eisernen Kreuzes Erster und Zweiter Klasse beinhaltete. Da erst nach Kriegsende eine Reihe der Eisernen Kreuze Zweiter Klasse fertiggestellt werden konnten, welche für Kämpfe im Jahr 1870 verliehen worden waren, sind die Schätzungen über die Anzahl der vergebenen Auszeichnungen unklar. Wenn man die verschiedenen Quellen im Mittel nimmt, kommt man auf eine Anzahl von rund 41.770 Auszeichnungen, davon 3.500 an Nicht-Kombattanten. Es sind sogar eine Reihe von Briten unter den Ausgezeichneten von 1870. Darunter General Sir C.P.B Walker, die Chirugen im Generalsrang J.H.K.Innes und W.G.N.Manley (auch Victoria Cross), General Sir Henry Brakenbury und Captain Sir James Lumsden Seaton. General Manley ist ein besonders interessanter Fall. Manley, der für die B-Abteilung der Britischen Ambulanz zuständig war, welche der preußischen 22 Infanterie-Division angegliedert war, erhielt das Eiserne Kreuz für sein ‘hingebungsvolles und ausgezeichnetes Verhalten bei der Suche nach Verwundeten und deren Pflege bei der 22. Division in den Kämpfen von Chateauneuf und Bretoncelle am 18. und 21. November und den Schlachten um Orleans und Cravant vom 10. Dezember 1870’. Die Gesamtzahl der Eisernen Kreuze Erster Klasse von 1870 schwankt zwischen 1.230 bis 1.903, je nach Quelle. Aber bei den meisten Quellen liegt die Zahl um die 1.300. Die erste Verleihung des Eisernen Kreuzes Erster Klasse von 1870 ging an Generalfeldmarschall von Steinmek, einen Veteranen der Befreiungskriege, der bereits das Eiserne Kreuz Zweiter Klasse von 1813 trug. Erster Weltkrieg mehr …

  • Fallschirmjäger mit einem frühen 'E-Modell' des FG42-Sturmgewehr

    Deutsches Fallschirmjägergewehr 42 (FG-42, FjG42) aus dem Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Herstellung, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Fallschirmjägergewehr 42 (FG 42, FjG42) Typ: Automatisches Sturmgewehr. Geschichte: Als die Entwicklung der MP 43 begann, waren auch die deutschen Fallschirmjäger an dieser interessiert, da eine solche Waffe eine Lücke in ihrer Ausrüstung schließen würde. Bei Luftlandeoperationen kam es nämlich immer auf maximale Feuerkraft bei möglichst geringem Gewichts- und Platzverbrauch an. Nach einer eingehenden Untersuchung lehnte die Luftlandetruppe jedoch den Entwurf mit der Begründung ab, dass die kurze Patrone, um welche herum die neue Waffe entwickelt wurde, nicht ausreichend für ihre besonderen Bedürfnisse war. Sie verlangten eine ähnliche Waffe, welche die normal lange Standardpatrone verschoss. Diese Forderung ergab sich aus den Erfahrungen der Luftlandung auf Kreta, wo sie unter Fernfeuer der englischen Lee-Enfield Gewehre lagen und dass davon ausgegangen werden kann, dass die gewöhnlich 7,92-mm-Standardpatrone auf jedem Kriegsschauplatz leichter verfügbar war. Da das Heer nicht an einer solchen Waffe interessiert war und die Fallschirmjäger ein Teil der Luftwaffe waren, legten sie ihre Forderung erneut über die Kanäle der Luftwaffe vor und dort wurden diese erhört. Die Waffe wurde von Rheinmetall-Borsig entwickelt, welches die ersten Spezifikationen bereits Ende 1940 erhalten hatte. Der erste Prototyp war Mitte 1942 für Tests fertiggestellt. Die Spezifikationen wurden ursprünglich an nicht weniger als acht Firmen vergeben, aber nur der Entwurf von Rheinmetall-Borsig war es wert, weiter verfolgt zu werden. Zwar wurde das Gewehr schließlich in die Produktion genommen, aber während des Herstellungsprozesses gab es so viele Änderungen und Modifikationen, sodass die Waffe noch nicht einmal bei Kriegsende endgültig fertig entwickelt worden war. Das FG 42 war ein hervorragender Entwurf, welcher auf bewährten Techniken basierte. Es wurde durch Gasdruck betrieben und der Mechanismus war so ausgelegt, dass bei Einzelschüssen der Bolzen die Patrone umschloss und beim Zurückziehen des Auslösers die Waffe schoss, welche dann automatisch sich neu lud. Während automatischen Feuers blieb der Bolzen offen, wenn der Auslöser losgelassen wurde, um die Kammer und den Lauf zwischen den Feuerstößen abzukühlen. Große Teile der Waffen wurden mit billigem Pressstahl fabriziert, während die Verkleidung aus Schichtholz oder Kunststoff bestand. Zwar war es eine genial einfache und effektive Waffe, aber wegen des starken Rückschlags der Standardpatrone war es schwierig mit Einzelschüssen genau zu zielen, während es aufgrund seiner leichten Bauweise und fehlenden Zweibein nicht einfach war, vollautomatisch damit zu feuern. Herstellung und Einsatz des Fallschirmjägergewehr 42 Beim Fallschirmjägergewehr 42 wurden die meisten Teile aus Blech gestanzt. Die ersten Modelle hatten neben einer Mündungsbremse auch ein einklappbares Zweibein sowie ein Bajonett, das in einem Bügel drehbar eingebaut war. Die Waffe war zwar billig beim Material und revolutionär entworfen, war jedoch nur aufwändig und mit vielen Arbeitsschritten herzustellen. Deshalb wurde nur eine relativ kleine Anzahl hergestellt – die meisten Quellen zitieren 7.000 Stück – da sich während der Entwicklung die Prioritäten ständig verändert hatten. Davon sollen etwa 2.000 bis 2.100 Exemplare vom ersten Modell E produziert worden sein. Anschließend wurde bei der Version F das Zweibein weiter vorne befestigt und zusätzliche Vereinfachungen eingeführt. Bei der anschließenden Ausführung G wurde ein einfacher Holzschaft verwendet und der Pistolengriff wurde durch eine mehr orthodoxe Komponente ersetzt. Von den Modellen F und G wurden etwa weitere 5.000 Exemplare bis Kriegsende hergestellt. Die Luftlandung auf Kreta, wo der Einsatz dieser Waffe sinnvoll gewesen wäre, hatte auch gezeigt, dass solche Operationen zu kostspielig waren um öfters wiederholt zu werden, und so verbrachten die Luftlandetruppen den Rest des Krieges zumeist als herkömmliche Bodentruppen, wenn auch mit hoher militärischer Leistungsfähigkeit aufgrund ihrer langen und hervorragenden Ausbildung. Zudem wurden die meisten Waffenfabriken vom Heer kontrolliert, welches zögerlich war, Produktionskapazitäten für Waffen abzuzweigen, welches es als überflüssig ansah. Schon die Entwicklung musste bei der Firma Rheinmetall-Borsig in Auftrag gegeben werden, da diese zu diesem Zeitpunkt zu den Reichswerken Hermann Göring, dem Oberbefehlshaber der Luftwaffe, gehörten. Angeblich soll das FG 42 erstmals bei der Befreiung Mussolinis im September 1943 eingesetzt worden sein. Anschließend wurde es von den Fallschirmjäger-Einheiten – den bei den Alliierten gefürchteten ‘Grünen Teufeln’ – in den Kämpfen um Monte Cassino in Italien verwendet.   Das Fallschirmjägergewehr 42 stellte sich als so erfolgreich heraus, dass die Bodeneinheiten der Luftwaffe ständig mehr Waffen davon forderten, was aufgrund der Schwierigkeiten bei der Herstellung kaum möglich war. Die Mehrzahl der Waffen wurde an Einheiten an der Westfront ausgegeben, wo auch eine große Anzahl durch alliierten Truppen 1944 erbeutet wurden, was zu der Spekulation Anlass gab, dass es in größerer Zahl vorhanden sein musste, als es tatsächlich produziert wurde. Das Fallschirmjägergewehr 42 war trotz allem seiner Zeit weit voraus und nach dem 2. Weltkrieg wurden viele seiner Eigenschaften und Ideen bei anderen Entwürfen verwendet und sind bis heute bei vielen modernen Sturmgewehren enthalten. Benutzer: Deutschland (Luftlandetruppen). Animation 3d-Modell Fallschirmjägergewehr 42 Spezifikationen FG 42 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Video vom Schiessen mit dem Fallschirmjägergewehr 42 https://www.youtube.com/watch?v=NstrbkCg_ks

  • 'Schlanke Emma' in Feuerstellung

    Skoda-Haubitzen 30,5cm Modell 1911 ‘Schlanke Emma’ und 149-mm-Feldhaubitzen Modell 14 und 14/16. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. In den Jahren bis zum Ersten Weltkrieg war der Skoda-Konzern mit Sitz in Pilsen in Österreich-Ungarn (heute Tschechoslowakei) bei der Entwicklung und Herstellung von überschwerer Artillerie führend. Wie so viele andere Nationen in Europa während dieser Zeit stand die österreich-ungarische Armee vor dem Problem, sich durch einen Ring massiver Festungswerke durchschlagen zu müssen, welche die wichtigsten Gebiete ihrer potenziellen Gegner schützten. Da diese Befestigungen immer mächtiger wurden, waren auch immer schwerere Waffen notwendig, diese zu überwinden. Skoda-Haubitze Schlanke Emma 1911 baute Skoda bereits eine 305-mm-Haubitze, die gleichwertig zu jeder ähnlichen Waffe bei den europäischen Streitkräften war. Diese kurzläufige Haubitze konnte eine 382-kg oder 287-kg-Granate verschießen, welche in der Lage waren, die dicksten aller vorhandenen Festungswerke zu durchdringen. Diese Haubitze Skoda Modell 1911 war ein bedeutender Entwurf, da es eines der ersten derartig schweren Artilleriegeschütze war, welche von Beginn unter Berücksichtigung des Transportes mit motorisierten Traktoren entwickelt worden war. Dazu konnte jede Haubitze in drei Hauptlasten zerlegt werden: den Lauf, die Feuerplattform und das Hauptgestell. Lauf und Hauptgestell konnten von einem kräftigen Austro-Daimler-Traktor über Straßen gezogen werden; zwar schwerfällig, aber dauerhaft über größere Strecken. Im Jahre 1911 waren solche Traktoren zwar nichts mehr ungewöhnliches, aber die Konstruktion einer schweren Haubitze, welche davon gezogen werden sollte, war neuartig und erregte deshalb viel Aufmerksamkeit. Die Haubitzen wurden in Batterien zu je zwei Geschützen organisiert, wozu zwei Traktoren für die beiden Geschützlasten und ein weiterer Traktor für beide Feuerplattformen hinzukamen. Auf jeder gezogenen Last saßen Mannschaftsmitglieder der Haubitzen, um die Bremsen während der Fahrt zu bedienen. Weitere Traktoren zogen Munitionsvorräte, Montagekräne, Werkzeuge und sogar eine besondere, mobile Werkstatt. Zusätzliche Lastkraftwagen transportierten die Feuerleit-Instrumente, Verpflegungen für die Batterie, ihre Offiziere und weitere benötigte Dinge. Derartige österreich-ungarische mobile Batterien aus der ‘Schlanken Emma’ wurden auch bei der Zerschlagung der belgischen Forts neben den 42-cm Dicken Berta-Haubitzen von Krupp eingesetzt. Der erste Kampfeinsatz erfolgte am 12. August 1914 gegen den angeblichen stärksten Festungskomplex der Welt von Lüttich. Zur Bestätigung der Mittelmächte und Entsetzen der übrigen Welt wurden die angeblich undurchdringbaren Beton- und Stahlwände der Festungen in weniger als vier Tagen in Schutthaufen verwandelt. Das Festungssystem von Namur erlitt kurz danach und die Forts von Antwerpen später das gleiche Schicksal. Zumindest die österreich-ungarischen ‘Schlanken Emmas’ hätten für die Welt keine Überraschung sein dürfen, denn die Österreicher legten nicht besonders viel Wert auf Geheimhaltung und so ziemlich alle Einzelheiten über diese Waffen hätte man auch aus den Zeitungen erfahren können. Trotzdem sorgten diese schweren Haubitzen unter den Alliierten für Entsetzen und so versuchten diese, schnell ihrerseits ähnlich schwere Haubitzen zu bauen. Einige der erfolgreicheren Versuche war die 220-mm Schneider Modell 1917, welche zwar nur eine 90,7 kg schwere Granate verschießen konnte, dafür aber über 22.400 Meter. Die meisten der alliierten schweren Haubitzen hatten kürzere Feuerreichweiten und konnten ebenfalls in mehrere Teile zerlegt werden. Später kam die ‘Schlanke Emma’ auch vor Verdun sowie an der Ostfront in Russland und an der italienischen Front zum Einsatz. Nachdem der Erste Weltkrieg ausgebrochen war, gab es bedarf nach noch schwerer Artillerie und Skoda begann damit, Waffen mit größerem Kaliber zu bauen. Das erste Geschütz war schon 1914 fertig, war aber nicht als Feldhaubitze geplant, sondern als Küstenartillerie zum Einbau in Panzerkuppeln vorgesehen. Das Kaliber dieses Geschützes Skoda Modell 1914 war 420 mm, genauso wie das der Krupp-Haubitze ‘Dicke Berta’. Trotz des ursprünglich vorgesehenen Einsatzzwecks wurde das Modell 1914 bei verschiedenen Gelegenheiten an der italienischen Front zur Zerschlagung von starken Befestigungen verwendet. Einige blieben jedoch in ihren Küstenbatterie-Stellungen bis in den Zweiten Weltkrieg hinein im Einsatz. Die massive 420-mm-Haubitze zu bewegen war eine so gewaltige Aufgabe, sodass Skoda im Jahr 1916 eine formale Haubitzen-Version Skoda Modell 1916 einführte, um das Geschütz im Feld besser verwenden zu können. Trotzdem war es immer noch eine Herausforderung, die mächtig und schwere 420-mm-Haubitze in Stellung zu bringen oder zu bewegen, was Tage an Vorbereitungen und Arbeiten erforderte. Es dauerte bis in das Jahr 1917, bis aus dem 420-mm-Entwurf von seinem ursprünglichen Einsatzzweck als Küstengeschütz ein verhältnismäßig einfach zu bewegende und in Stellung zu bringende Feldhaubitze entstanden war. Diese Skoda Modell 1917 war in vielen Bereichen das gleiche Geschütz wie das Modell 1916, konnte jedoch in verschiedene, einzelne Ladungen zerlegt werden, sodass es von großen Rad-Traktoren gezogen werden konnte. Das Gesamtgewicht des Skoda Modell 1917 in Feuerstellung betrug über 100 Tonnen und auf der Straße erreichten alle Teilladungen zusammen ein noch weitaus größeres Gewicht. Die Feuergeschwindigkeit betrug nicht mehr als ein oder zwei Schüsse per Stunde, aber die schwerste Granate wog nicht weniger als 1.000 kg und die maximale Schussweite betrug 14.600 Meter. Die Firma Skoda baute im Jahr 1916 auch noch die Skoda Modell 1916 Haubitze mit 380 mm, welche den Spitznamen ‘Barbara’ erhielt. Sie war ebenfalls für den motorisierten Transport entworfen worden, aber nur wenige dieser Waffen wurden dann tatsächlich gebaut. Nach 1918 waren die 305-mm-Haubitzen ‘Schlanke Emma’ auf die Streitkräfte der aus der Donaumonarchie neu entstandenen Staaten verteilt. Die meisten befanden sich in Besitz der Ungarn und Tschechen, aber Italien besaß ebenfalls einige, zusammen mit den 420-mm-Haubitzen in seinen neu eroberten Küstenbatterie-Stellungen. Benutzer: Österreich-Ungarn. Skoda 149mm Modell 14 und 14/16 In vielerlei Hinsicht kann das Skoda 149mm Modell 14 als die mittlere Haubitzen-Version angesehen werden, welche dem 100-mm-Modell 1914 entspricht. Die 149-mm-Haubitze war jedoch viel größer und schwerer und war für den Einsatz auf höheren Organisationsebenen der Artillerie vorgesehen, als die von der Feldartillerie verwendete 100-mm-Haubitze. Deshalb wurde sie auf Regiments-Ebene und höher eingesetzt, einschließlich bei der Korps-Artillerie. Das Modell 14 war für die Zerstörung der größeren gegnerischen Stellungen und Feldwerke bestimmt und konnte eine sehr mächtige Waffe sein. Das Modell 14 war nur für den Einsatz als Feldhaubitze vorgesehen und es gab keine Möglichkeit, die Waffe in Lasten zu zerlegen, wie es bei den kleinkalibrigen Waffen oder größeren Haubitzen der Fall war. Stattdessen war das Modell 14 mit einem großen Kastenwagen ausgestattet, der so schwer war, dass ein spezieller Nachlauflüftungshebel über den Spaten angebracht werden mehr …

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