Macchi C.202 auf einem Flugfeld in der Wüste Nordafrikas


Macchi C.202 auf einem Flugfeld in der Wüste Nordafrikas

Macchi C.202 auf einem Flugfeld in der Wüste Nordafrikas

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Acht-Acht Flakbatterie im Erdkampf

    Einsätze des Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring bei der Verteidigung Ostpreußens, bei der sowjetischen Winteroffensive und im Endkampf an der Ostfront 1944-45 (Teil IV der Division HG). Hier zu Teil III: Fallschirm-Panzer-Division Hermann Göring. Verteidigung Ostpreußens Am 5. Oktober 1944 begann vor Warschau eine neue sowjetische Offensive der 3. Weißrussischen Front mit 19 Infanterie-, sechs Panzer- und zwei Artillerie-Divisionen gegen die geschwächte deutsche Front. Schon zwei Tage später wurde jedoch das Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring aus der Front gezogen und als Reserve nach Ostpreußen verlegt. Hier wurden die Korps-Truppen durch das Flak-Regiment ‘HG’ und die Sturmgeschütz-Abteilung ‘HG’ ergänzt. Mitte Oktober wurde ‘HG’ per Eisenbahntransport nach Schloßberg und Gumbinnen gebracht, um gegen den sowjetischen Vorstoß auf Königsberg eingesetzt zu werden. Zusammen mit der 5. Panzer-Division und der Führer-Begleit-Brigade drängte das nur nach und nach eintreffende Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring bis zum 21. Oktober die Stoßkeile der sowjetischen 11. Garde-Armee bis in den Raum von Gumbinnen und Nemmersdorf ab. Bis zum 23. Oktober konnte auch die Abwehrfront südlich bis Groß-Tellrode durch Gegenangriff und Verbindungsaufnahme zur Führer-Begleit-Brigade Grossdeutschland und der Panzer-Brigade 103 hergestellt werden. Die westlich durchgebrochenen sowjetischen Truppen wurden anschließend vernichtet und die Gegend um Goldap konnte bis zum Monatsende zurückerobert werden.   In den vierzehntägigen, heftigen Kämpfen konnten die Truppenteile des Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring erfolgreich deutschen Boden verteidigen und alles zurückschlagen, was die Russen auf sie losließen. Nachdem die sowjetische Offensive verblutet war, gingen die Kämpfe in einen statischen Grabenkrieg über. Von Dezember 1944 bis Anfang Januar 1945 war ‘HG’ Reserve der Heeresgruppe Mitte und das Korps schloss seine Aufstellung größtenteils ab und war ab 1945 Einsatzbereit. Den Befehl über das Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring blieb bei Generalmajor Schmalz, welcher am 30. Januar 1945 zum Generalleutnant befördert wurde. Die grundsätzliche Kriegsgliederung des neuen Korps war wie folgt, wobei darauf hingewiesen werden muss, dass der volle Umfang niemals erreicht worden ist: Generalkommando Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring Korpstruppen: Fallschirm-Panzer-Sturm-Bataillon ‘HG’ (Infanterie-Bataillon auf SPW), Fallschirm-Panzerkorps-Pionier-Bataillon ‘HG’, Fallschirm-Panzerkorps-Nachrichten-Abteilung ‘HG’, Fallschirm-Flak-Regiment ‘HG’, Nachschub-Abteilung ‘HG’, Instandsetzungs-Abteilung ‘HG’, Verwaltungs-Bataillon ‘HG’, Sanitäts-Abteilung ‘HG’. Korpstruppen in der Heimat: Fallschirm-Panzer-Ersatz und Ausbildungsbrigade ‘HG’, Fallschirm-Panzer-Ersatz und Ausbildungsbrigade 2 ‘HG’, Führer-Flak-Abteilung, Begleit-Bataillon ‘Reichsmarschall Göring’, Ersatz- und Ausbildungsregiment ‘HG’, Heimatstab Berlin. Fallschirm-Panzer-Division 1 ‘Hermann Göring’: Divisionsstab, Fallschirm-Panzer-Regiment ‘HG’ (2 Bataillone), Fallschirm-Panzergrenadier-Regiment 1 ‘HG’ (2 Bataillone), Fallschirm-Panzergrenadier-Regiment 2 ‘HG’ (2 Bataillone), Fallschirm-Panzer-Artillerie-Regiment 1 ‘HG’ (3 Bataillone), Fallschirm-Panzerfüsilier-Bataillon 1 ‘HG’ (Jäger), Fallschirm-Panzer-Pionier-Bataillon 1 ‘HG’, Fallschirm-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 1 ‘HG’, Fallschirm-Panzer-Nachrichten-Abteilung 1 ‘HG’, Feldersatz-Bataillon 1 ‘HG’, Sanitäts-Abteilung 1 ‘HG’. Fallschirm-Panzergrenadier-Division 2 ‘Hermann Göring’: Divisionsstab, Fallschirm-Panzergrenadier-Regiment 3 ‘HG’ (3 Bataillone), Fallschirm-Panzergrenadier-Regiment 4 ‘HG’ (3 Bataillone), Fallschirm-Panzer-Artillerie-Regiment 2 ‘HG’ (3 Bataillone), Fallschirm-Sturmgeschütz-Abteilung ‘HG’ (5 Züge), Fallschirm-Panzerfüsilier-Bataillon 2 ‘HG’ (Jäger), Fallschirm-Panzer-Pionier-Bataillon 2 ‘HG’, Fallschirm-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 2 ‘HG’, Fallschirm-Panzer-Nachrichten-Abteilung 2 ‘HG’, Feldersatz-Bataillon 2 ‘HG’, Sanitäts-Abteilung 2 ‘HG’. Memelfront 1945 Bevor das neue Korps aber als gemeinsamer Großverband zum Einsatz kommen konnte, mussten die Fallschirm-Panzer-Division und das Flak-Regiment der Korps-Truppen in die Gegend zum Fluss Russ in die Nähe von Memel geschickt werden, wo ein sowjetischer Durchbruch drohte. Hier zeigte sich wieder der hohe Kampfgeist von ‘HG’, wo es den Truppen gelang, den Gegner aufzuhalten und einen katastrophalen Zusammenbruch der Front zu vermeiden. Gemeinsam mit anderen Teilen der deutschen 4. Armee büßten die Panzer- und Sturmgeschütz-Einheiten der ‘HG’ zwar erhebliche Verluste ein, zerschlugen aber die Rote Armee aufs heftigste. Feldwebel Bowitz zum Beispiel, Kommandant eines Panther-Panzers der 4. Kompanie vom Panzer-Regiment ‘HG’, zerstörte innerhalb weniger Stunden 13 feindliche Panzer und erhielt am 14. Januar 1945 das Ritterkreuz dafür. Die 1. Kompanie erzielte ebenfalls herausragende Erfolge, als sie innerhalb von sechs Tagen schwerer Kämpfe 47 sowjetische Panzer und 30 Panzerabwehrkanonen ausschaltete. Nachdem die Kämpfe in dem Abschnitt nachgelassen hatten, wurde die Fallschirm-Panzer-Division ‘HG’ wieder nach Süden in die Gegend von Gumbinnen verlegt, wo die Aufstellung des neuen Korps abgeschlossen werden sollte. Dem Korps gehörten nun auch die Panzergrenadier-Division Grossdeutschland, zwei Infanterie- und zwei Volksgrenadier-Divisionen an. Die sich gegenüberliegenden deutschen und russischen Truppen waren allerdings erschöpft und so hielt der statische Stellungskrieg an. Sowjetische Winteroffensive Den Deutschen war allerdings klar, dass eine neue sowjetische Offensive unvermeidlich war. Am 12. Januar begann schließlich die große und letzte sowjetische Winteroffensive mit der Schlacht im großen Weichselbogen, welche sich bis hinauf zur Ostsee bei Tilsit ausdehnte. Als 14. Januar 1945 befahl daher das Oberkommando der Wehrmacht, die Fallschirm-Panzer-Division 1 ‘Hermann Göring’ zusammen mit dem ersten Bataillon des Flak-Regiments, der Panzergrenadier-Division Brandenburg und dem General-Kommando des Panzer-Korps ‘Grossdeutschland’ als Reserve zur Heeresgruppe A westlich von Radom und Lodz abzutransportieren.   Die in Ostpreußen zurückgebliebenen Teile des Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring wurden von starken sowjetischen Panzerverbänden immer weiter nach Ostpreußen hineingedrängt. Innerhalb von zehn Tagen schnitten die Sowjets ganz Ostpreußen ab und schlossen dort die deutschen 2., 3. und 4. Armeen ein. Wenn auch nun eingeschlossen, so fügten die Korpstruppen und die Fallschirm-Panzergrenadier-Division 2 ‘Hermann Göring’ dem Feind schwere Verluste zu und wurden herausragend erwähnt. Aber sie erlitten ebenfalls schwere Verluste und viele Teile des Korps ‘HG’ wurden praktisch vollkommen zerschlagen. Am 25. März 1945 wurden die überlebenden Truppen von Balga und Kahlholz über das Frische Haff nach Pillau evakuiert. Von dort erfolgte der Abtransport über See nach Swinemünde, Wismar und von Teilen sogar bis nach Dänemark. Innerhalb der ersten zehn Wochen seit Beginn der sowjetischen Winteroffensive hat das Korps ‘HG’ etwa 75 Prozent seines Bestandes in den schweren Kämpfen eingebüßt. Die als Reserve vorgesehene Fallschirm-Panzergrenadier-Division ‘HG’ dagegen musste schon bei Lodz aus dem Zug entladen werden, da die sowjetischen Panzerspitzen schon vor der Stadt standen. Division ‘GD’ und ‘HG’ wurden eingeschlossen und konnten aber das zurückflutende XXIV. Panzer-Korps aufnehmen. Nach dem Ausbruch erfolgten Rückzugsgefechte bis hinter die Oder, welche die Truppen in der Nacht vom 31. Januar auf den 1. Februar 1945 bei Glogau erreichten, nachdem Pioniere von ‘Grossdeutschland’ eine Behelfsbrücke geschlagen hatten. Es folgte ein Stellungskrieg an der Neiße und Anfang März eine kurze Auffrischung nahe der Front bei Görlitz. Endkampf 1945 Mitte März stand die Fallschirm-Panzer-Division ‘HG’ bis zum 6. April 1945 wieder in Abwehrkämpfen an der Neiße. Vom 10. bis 14. April wurde die Division wieder in die Gegend nördlich von Görlitz verlegt, wo Abwehrkämpfe bei Kodersdorf bis zum 20. April erfolgten. Dort stieß mehr …

  • Focke-Wulf Fw44C Basistrainer-Doppeldeckern

    Piloten-Training der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg (Teil I: Verlauf der Ausbildung bis zu Anfang 1942). Piloten-Training der deutschen Luftwaffe vor 1942 Die Dauer der Ausbildung der neuen Piloten der deutschen Luftwaffe wurde während des Verlaufes des 2. Weltkrieg ständig gekürzt. Die nachfolgende Beschreibung ist daher repräsentativ für die Situation während der zweiten Hälfte des Jahres 1941. Wenn der zukünftige Pilot aus dem zivilen Leben in die deutsche Luftwaffe eintrat, war sein erster Schritt ein sechsmonatiger Aufenthalt in einer Fliegerersatzabteilung oder einer Rekrutenschule. Dort lag der Schwerpunkt auf dem Drill sowie der körperlichen Fitness und der einzige Aspekt zur Luftfahrt waren elementare Vorlesungen über die Grundlagen des Funkverkehrs und des Lesens von Karten. Nach dem Abschluss dieser Grundausbildung ging der Flugschüler zu einer Fluganwärter-Kompanie, wo er bis zu zwei Monate lang Themen zur allgemeinen Luftfahrt studierte. So vorbereitet, ging er zu einer A/B-Schule (Flug-Grundschule), wo er das Fliegen mit leichten Flugzeuge wie der Klemm 35, der Focke Wulf 44 und der Bücker 131 erlernte. Für seine A2-Lizenz erhielt der Flugschüler Unterricht in den Bereichen Aerodynamik, Luftfahrttechnik, elementare Navigation, Meteorologie, Flugprozeduren und Schulungen im Empfang von Morse-Nachrichten. Für seine B-Lizenz musste er leistungsfähigere Flugzeuge wie die Arado 66, die Gotha 145 und den Arado 76, sowie schwerere Flugzeuge wie die Junkers W33 und W44 und zweimotorige Focke-Wulf Fw 58 fliegen, außerdem veraltete Kampfflugzeuge wie die He 51, den Ar 65 und die Hs 123. Nach erfolgreichem Abschluss seiner B2-Ausbildung hatte der Kandidat zwischen 100 und 150 Flugstunden und erhielt seinen Luftwaffen-Flugzeugführerschein (Pilotenschein) und seine Flugzeugführer-Abzeichen. Diejenigen Piloten, welche für einmotorige Jagdflugzeuge oder Ju 87 Stukas ausgewählt wurden, gingen nun direkt zu den jeweiligen Fachschulen für die Ausbildung in diesen Rollen. Zukünftige Piloten für zweimotorige Zerstörer, Bomber oder Aufklärungsflugzeuge gingen zu den C-Flugschulen, wo sie weitere 50 bis 60 Flugstunden in einem Kurs von rund sechs Monaten Dauer absolvierten. Diesen Piloten wurde ein Bodentraining in fortgeschrittener Avionik zuteil und sie flogen veraltete Einsatzflugzeuge, z.B. im Falle von Bomberpiloten frühe Modelle der He 111, die Ju 52, Ju 86 und die Do 17 . Wenn der Pilot die Ausbildung in der C-Schule bestanden hatte, erhielt er seine ELF* Lizenz (erweiterten Pilotenschein). Er war nun in der Lage sein Flugzeug bei Tage und Nacht zu fliegen, hatte eine begrenzte Ausbildung im Instrumentenflug und konnte einfache Überland-Navigationsflüge unter klaren Wetterbedingungen durchführen. Nach dem Verlassen der C-Schule gingen die Jagdfliegerpiloten der zweimotorigen Zerstörer direkt zu ihrer Fachschule, während die Bomber- und Aufklärer-Piloten noch weitere 50 bis 60 Extra-Stunden im Blindflug erhielten, bevor auch diese zu ihren Fachschulen gingen. Bei den verschiedenen Fachschulen (Jäger, Bomber, Zerstörer, Sturzkampfbomber und Aufklärer) trafen die Piloten der mehrsitzigen Flugzeuge mit ihren Besatzungen zusammen. Es begann nun die kombinierte Ausbildung der Besatzungen in Militärflugzeugen der modernsten Bauart. Im Allgemeinen waren die Übungen in diesen Fachschulen ähnlich denen für Bomber- und Aufklärer-Piloten in den C-Schulen, aber die Nacht- und Überlandflüge waren von längerer Dauer und wurden bei wenig günstigerer Witterung durchgeführt. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung an den Fachschulen blieben die Besatzungen in der Regel zusammen und wurden zu einer operativen Einheit versetzt. Eine wichtige Besonderheit, auf die hier hingewiesen werden soll, was außerdem die Rolle des Beobachters in mehrsitzigen Flugzeugen. Tatsächlich wurde der Beobachter bis in die Anfangsphase des Krieges als Flugkapitän ausgebildet und war in der Pilotenausbildung bis zu den C-Schulen, bevor er zur Beobachter-Schule für einen neunmonatigen Kurs wechselte (wo er auch weitere Ausbildungen im Blindflug und Navigation erhielt). Bald jedoch nach Ausbruch des Krieges wurde die Ausbildung des Beobachters zum Flugkapitän schrittweise gelockert und von Anfang 1942 verschlechterte sich diese auch noch ständig, bis sie 1944 nur noch fünf Monate mit wenig Pilotenausbildung umfasste. Nachdem die Besatzungen ihre jeweiligen Spezialisten-Schulen durchlaufen hatten, wurden sie zu einer der Ergänzungseinheiten (Einsatz-Trainingsverbände) geschickt, welche den verschiedenen Geschwadern oder Gruppen zugeteilt waren. Dort erlernten die Flugzeugbesatzungen die speziellen taktischen Einsatzmethoden der Verbände, welchen sie später beitreten sollten. Neben den weiteren Ausbildungsübungen dienten die Ergänzungseinheiten auch als ‘Pool’ für trainierte Flugzeugbesatzungen, bis sie von den Frontverbänden angefordert wurden. Von dem Zeitpunkt, als er in die Luftwaffe eingetreten ist, bis zu seiner Ankunft bei seiner Ergänzungseinheit hatte ein Jagdflieger- oder Sturzkampfbomber-Pilot eine dreizehnmonatige Ausbildung mit 150 bis 200 Flugstunden erhalten. Ein Bomber- oder Aufklärer-Pilot sah sogar auf eine 20 Monate andauernde Ausbildung mit 220 bis 270 Flugstunden zurück. Jedoch muss noch einmal betont werden, dass diese Zahlen sich nur auf die Männer beziehen, welche das Ausbildungssystem vor Beginn des Jahres 1942 durchlaufen hatten. Denn während dieses Jahres begann das Ausbildungsprogramm der Luftwaffe in Organisation, Effizienz und reibungslosen Ablauf unter dem Druck des Kriegsverlaufes zunehmend zu leiden. Teil II: Piloten-Training und Jagdflieger-Asse der deutschen Luftwaffe in der zweiten Hälfte des Zweiten Weltkriegs ab 1942 und der Niedergang bis zum Kriegsende

  • Deutsche Infanterie Strassenkampf

    Organisation der Formationen und Verbände der deutschen Wehrmacht vom Polenfeldzug 1939 bis zum Unternehmen Barbarossa 1941. Im März 1939 wurde zur Operationskontrolle der deutschen Streitkräfte das Oberkommando der Wehrmacht – oder kurz OKW – gegründet, dessen Chef Generaloberst Keitel war. Das Heer wurde vom Oberkommando des Heeres – kurz OKH – mit seinem Generalstab geführt. Oberbefehlshaber der Wehrmacht, also aller deutschen Streitkräfte, war Adolf Hitler. Spitzen-Organisation Das Deutsche Reich war 1939 in dreizehn geografische Wehrkreise eingeteilt, wovon jeder die Mannschaften für eine Anzahl von Divisionen und die Heimatstandorte der Regimenter stellte. Zum Zeitpunkt der Mobilisation am 26. August 1939 verfügte das deutsche Heer über 51 Divisionen: 35 Infanterie-Divisionen, 4 motorisierte Infanterie-Divisionen, 5 Panzer-Divisionen und eine Panzer-Brigade, 4 Leichte Divisionen und 3 Gebirgs-Divisionen. Siehe auch: Wehrmacht Kriegsgliederung Polen-Feldzug 1939. Nach der Mobilisation wurde dieses Friedensheer durch 16 Reserve-, 21 Landwehr- und 14 Ergänzungsdivisionen verstärkt. Zudem wurde bis zum Westfeldzug im Mai 1940 die Anzahl der Panzer-Divisionen auf 10 verdoppelt, vor allem, indem eine Reihe der Leichten Divisionen umgewandelt wurden. Die wichtigsten Formationen in der deutschen Armee war die Division, welche aus einem der fünf Grundtypen bestand: Infanterie-, motorisierte Infanterie-, Panzer-, Leichte oder Gebirgs-Divisionen. Die Infanterie-Divisionen Infanterie-Divisionen wurden in Wellen aufgestellt und die Divisionen jeder Welle variierten in Bezug auf Größe, Organisation und Ausrüstung, was von der Verfügbarkeit an Menschen und Material und ihrer geplanten Verwendung im Feld abhängig war.   Die 35 Divisionen, welche als Teil der ursprünglichen Welle aufgestellt wurden, hatten noch eine Gesamtstärke von fast 18.000 Mann, während die der nachfolgenden Welle etwa 15.000 Mann stark waren. Die mit der dritten und vierten Welle aufgestellten Divisionen hatten deutlich weniger Artillerieunterstützung als die vorausgegangenen Formationen. Eine Infanterie-Division bestand aus drei Infanterie-Regimenter (jeweils ca. 3.000 Mann) und einem Artillerie-Regiment, sowie unterstützenden Divisionseinheiten, wie die Panzerabwehr-, Nachrichten- und Aufklärungs-Abteilung, sowie Ambulanz- und Versorgungsdienste, das Pionier-Bataillon und ein Feldersatz-Bataillon. Im Gegensatz zur Praxis in den meisten anderen Armeen, waren das Pionier-Bataillon und die Aufklärungs-Abteilung auch Kampfeinheiten und führten mit Flammenwerfern und Panzerabwehr-Kanonen oft sogar die Angriffe an. Die Abteilung war in der Wehrmacht eine Formation in unterschiedlicher Stärke, irgendwo zwischen einem Regiment, Batterie oder Schwadron. Ein weiteres Merkmal der deutschen Armee war die Dezentralisierung von schweren Waffen innerhalb der Division, sodass jedes Regiment seine eigene Panzerabwehr- und Infanteriegeschütz-Kompanien hatte. Das Infanterie-Regiment besaß sein eigenes Hauptquartier mit einer Stabskompanie und einen Melder-, Fahrrad- und Pionier-Zug. Im Infanterie-Bataillon gab es drei Schützen-Kompanien (etwa 180 Mann mit einem Panzerabwehr-Zug), eine Maschinengewehr-Kompanie mit drei Maschinengewehr-Zügen (jeweils 12 Mann und zwei schwere Maschinengewehre) und einen schweren Granatwerfer-Zug mit drei Gruppen zu je 19 Mann mit zwei 8,1-cm-Granatwerfern. Die Aufteilung des Bataillons in eine Maschinengewehr- und drei Schützen-Kompanien erfolgte nur in Infanterie-Divisionen der ersten Welle, während die Divisionen nachfolgender Wellen über gemischte Kompanien verfügten.   Die Feuerkraft des Regimentes bestand aus: 26 schweren Maschinengewehren, 85 leichten Maschinengewehren MG 34, 18 8,1-cm-Granatwerfern, 27 5-cm-Granatwerfern, 12 3,7-cm PAK 36 Panzerabwehrkanonen, 6 7,5-cm-Infanteriegeschützen und 2 15-cm-Infanteriegeschützen. Das Artillerie-Regiment war in drei Feldartillerie-Abteilungen mit je drei Batterien aus je vier Feldgeschützen 105 mm leFH 18 gegliedert. Die Mittlere Artillerie-Abteilung war ursprünglich keine Divisionseinheit, welche nur dem Artillerie-Regiment zur Verfügung gestellt wurde. Später wurde sie jedoch ein fester Bestandteil der Infanterie-Divisionen der ersten Welle. Motorisierte Infanterie-Divisionen Die motorisierten Infanteriedivisionen sollten mit den schnell vorstoßenden Panzer-Divisionen Schritt halten und waren daher komplett mit Kraftfahrzeugen ausgestattet. Beim Polenfeldzug gab es vier motorisierte Infanterie-Divisionen, jede aus drei Infanterie- und einem motorisierten Artillerie-Regiment. Nach dem Feldzug verloren sie jedoch ihr drittes Infanterie-Regiment, da mit diesen zusätzliche Panzer-Divisionen gebildet wurden. Artillerie-Verbände Zusätzlich zur Divisions-Artillerie, welche zudem sich bei jeder Division in Ausstattung und Organisation unterscheiden konnte, verfügten noch Armeen und Korps über ihre eigenen, zusätzlichen Batterien aus mittlerer und schwerer Artillerie.   Diese Batterien konnten in der Kaliber-Größe von der 88-mm-Flak bis zum gigantischen 60-cm-Belagerungsmörser auf Selbstfahrlafette, dem Karl-Mörser auftreten. Je nach Bedarf wurden diese Artillerie-Batterien bei Schwerpunkten der Schlacht von den höheren Stäben eingesetzt bzw. unterstellten Einheiten zur Verstärkung zugeteilt. Die meisten schweren Flugabwehr-Batterien standen unter dem Kommando der Luftwaffe, wurden aber dem Heer für besondere Aufgaben zugeteilt. Panzer-Divisionen Die Panzer-Division während des Polen- und Westfeldzuges bestanden aus zwei Panzer-Regimentern mit je zwei Bataillonen zu vier Kompanien mit je 32 Panzern. Dies ergab auf dem Papier insgesamt 561 Panzer, einschließlich Reserve- und Stabsfahrzeuge. Praktisch belief sich die Panzerstärke zum Zeitpunkt der Mobilisation aber deutlich unter dieser Sollstärke und war durchschnittlich etwa 320 Fahrzeuge stark.   Die Division war mit einer Kombination aus leichten Panzern der Typen PzKpfw I und PzKpfw II, welche nur mit Maschinengewehren bzw. mit einer 2-cm-Schnellfeuerkanone bewaffnet waren, tschechischen PzKpfw 35(t) und 38(t) und einigen modernen, mittleren Panzern der Typen PzKpfw III und PzKpfw IV ausgestattet. Dazu verfügte jede der Panzer-Divisionen über zwei vollständig motorisierte Infanterie-Regimenter, die ab 1942 in Panzergrenadiere umbenannt werden sollten. Das Aufklärungsbataillon war mit Panzerspähwagen und Kradschützen ausgestattet und die Division verfügte auch über ein eigenes, motorisiertes Bataillon für Nachrichtenübermittlung und andere Dienste. Der Erfolg der deutschen Panzerformationen bei den Blitzkriegen lag nicht in der Qualität ihrer Panzer, die in mancher Hinsicht denen ihrer Gegner von 1940 bis 1942 unterlegen waren, sondern in der organisatorischen und taktischen Überlegenheit. Dies ermöglichte es den deutschen Panzer-Divisionen, die scharfe Klinge des Heeres zu sein. Leichte Divisionen Die ursprünglichen Leichten Divisionen, die 1937 und 1938 aufgestellt wurden, waren motorisierte Kavallerie-Formationen, die in ihrer Organisation variierten. In der Regel verfügten sie jedoch über ein leichtes Panzer-Bataillon, ein oder zwei Regimenter berittener Infanterie mit jeweils zwei oder drei Bataillonen, ein motorisiertes Artillerie-Regiment mit 24 105 mm leFH, ein Panzerabwehr-Bataillon mit 36 3,7-cm PAK 36 und 12 2-cm Flak 38 und ein motorisiertes Aufklärungs-Bataillon oder ein Aufklärungs-Regiment mit Panzerspähwagen. Für einen Divisions-Verband waren sie nicht ausreichend bewaffnet und gepanzert und nach dem Polenfeldzug wurden sie zu Panzer-Divisionen aufgestockt. Anfang 1940 wurden aber wieder vier Infanterie-Divisionen zu ‘Leichten Division’ umgebildet, wenn auch ihre Struktur eher die von einer Infanterie-Division war. Gebirgs-Divisionen Die drei Gebirgs-Division waren ähnlich wie die üblichen Infanterie-Divisionen organisiert, obwohl ihre Organisation im Feld je nach Umständen unterschiedlich war. Die typische Stärke waren zwei Infanterie-Regimenter, jedes mehr …

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