US-Soldaten durchsuchen Häuser in Metz



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Im Blickpunkt:
  • Eiserne Kreuz 1939

    Eisernes Kreuz und Gefallen an der Ostfront. Bilder vom Onkel des Autors in verschiedenen Wehrmachts-Uniformen der Panzer-Divisionen. Er erhielt als Panzerabwehr-Kanonier bei der 8. Panzer-Division im Raum Tarnopol an der Ostfront das Eiserne Kreuz und ist zwei Tage später – am 28. Juli 1944 – gefallen. Zur Vergrößerung bitte auf eines der Fotos klicken. Vorherige Seite: an der Ostfront 1944 Nächste Seite: Wehrpass der Wehrmacht Geschichte des Eisernen Kreuz Napoleonische Kriege Das Eiserne Kreuz wurde vom König von Preußen, Friedrich Wilhelm III., am 10. März 1813, dem Geburtstag seiner Königin Louise, eingeführt. Preußen begann damals gerade, zusammen mit Russland, sich in den ‘Befreiungskriegen’ gegen die Unterdrückung Napoleons aufzulehnen. Selbstaufopferung, Mut und Tapferkeit im Streben nach Freiheit sollten durch die Verleihung dieses Eisernen Kreuzes anerkannt werden. Es gilt als gesichert, dass die erste Verleihung des Eisernen Kreuzes II. Klasse an Generalleutnant von Borke am 2. April 1813 für die Schlacht bei Lüneberg erfolgte. Im Jahr 1813 wurden rund 16.000 Eiserne Kreuze Zweiter Klasse vergeben. Die genaue Anzahl ist umstritten, da eine Reihe von Quellen unterschiedliche Schätzungen wiedergeben. Da die Original-Aufzeichnungen aus dieser Zeit verloren gingen, lasst sich die genaue Anzahl nicht mehr ermitteln. Aber bekannt ist, dass eine Handvoll der Eisernen Kreuze Zweiter Klasse von 1813 auch an Frauen vergeben wurde. Das Eiserne Kreuz Zweite Klasse wurde an die Kämpfer mit einem Band ausgeben, welches hauptsächlich schwarz war und zwei weiße Randstreifen hatten. Um auch Verdienste oder Tapferkeit von Nicht-Kombattanten, wie zum Beispiel Sanitäter oder Chirurgen, zu würdigen, wurde ein spezielles Band mit umgekehrter Farbanordnung ausgegeben, also mit weißem Band und schwarzen Randstreifen. Das erste Eiserne Kreuz Zweiter Klasse für Nicht-Kombattanten ging an General von Esloeg, Militärgouverneur von Berlin. Um die Wertschätzung für die Empfänger des Eisernen Kreuzes weiter zu erhöhen, befahl Friedrich Wilhelm, dass die Prinzen von Königsblut nur die zweite Klasse erhalten sollten. Am 5. Mai 1814 befahl der König zusätzlich zur ursprünglichen Satzung, dass ‘Jeder Soldat, der bei einer heldenhaften Handlung starb, die nach dem einstimmigen Urteil seiner Führer und Kameraden das Eiserne Kreuz verdient hätte, wird nach seinem Tod durch ein Denkmal in der Kirche seines Regiments auf Kosten des Staates geehrt.’ Die Gesamtzahl der Auszeichnungen vom Eisernen Kreuz Erster Klasse während der Napoleonischen Kriege lag bei etwa 635 bis 670, wobei das Erste am 17. April 1813 in der Schlacht von Warfed an General von Helwig vergeben wurde. Deutsch-Französicher Krieg 1870/71 Die beeindruckende Staatskunst von Otto von Bismarck hatte Preußen sowohl in wirtschaftlicher als auch in militärischer Hinsicht unglaubliche Fortschritte eingebracht. Abgesehen von einem kurzen und erfolglosen Zwischenspiel revolutionärer Aktivitäten im Jahr 1848, erlebte es eine Zeit des Friedens und des Wohlstands bis 1864. Dann folgte ein Streit mit Dänemark über die Gebiete Schleswig-Holsteins, was zu einer gemeinsamen österreichisch-preußisch-bayerischen Besetzung dieses Gebietes führte. Die Dänen waren schnell besiegt, aber das Dreier-Bündnis war nur von kurzer Dauer und 1866 übernahm Preußen die alleinige Kontrolle über Schleswig-Holstein. Innerhalb weniger Wochen hatte Preußen auch die Kontrolle über Sachsen, Hannover und Hessen übernommen und die Österreicher in der Schlacht von Königgrätz besiegt und sich damit als unangefochtener Herrscher über den größten Teil Deutschlands – mit Ausnahme des katholischen Südens – etabliert. Preußen hatte jedoch mit den meisten dieser Staaten, aber auch mit Russland im Osten, geheime Verträge und konnte sich so sicher fühlen. Die kluge Staatskunst von Bismarck führte dazu, dass Österreich-Ungarn eine sehr günstige Friedensregelung erhielt. Es sollten keine Besatzungstruppen auf österreich-ungarischen Boden stationiert werden, ebenso wenig wie lähmende Reparationen. Bismarck wusste, dass die Franzosen der größte potenzielle Feind der Bestrebungen Preußens, ein Deutsches Reich zu schaffen, waren. Deshalb wollte er freundschaftliche Beziehungen zu den Österreichern im Falle eines zukünftigen europäischen Konflikts unterhalten. Der französische Kaiser Napoleon III. war verständlicherweise wütend über den Gedanken, als später auch noch Spanien drohte unter preußischen Einfluss zu geraten. In Unkenntnis der wahren Stärke des aufkommenden deutschen Nationalismus, der in all den noch vereinzelten deutschen Staaten spürbar wurde, tauschte Napoleon in diplomatischen Schreiben Beleidigungen mit den Preußen aus. Diese wurden von Bismarck geschickt so konstruiert, dass diese Napoleon III. provozierten, woraufhin er im Juli 1870 Preußen den Krieg erklärte. Die Franzosen waren zuversichtlich, dass sich die süddeutschen Staaten an Frankreich binden würden. Umso mehr waren sie entsetzt, als alle Deutschen fest hinter Preußen standen. Die deutschen Streitkräfte fegten im 1870/71 deutsch-französischer Krieg durch Frankreich und innerhalb von vier kurzen Wochen wurde die französische Armee in Metz zusammen mit ihrem Kaiser eingeschlossen und dieser bei Sedan gefangen genommen. Die französische Armee war vernichtet, trotzdem wurde Paris verteidigt und belagert und Franceurs führten einen erbarmungslosen Guerilla-Krieg gegen die Deutschen. Bereits am 19. Juli 1870 gab König Wilhelm I. von Preußen eine Proklamation heraus, welche wieder die Ausgabe des Eisernen Kreuzes Erster und Zweiter Klasse beinhaltete. Da erst nach Kriegsende eine Reihe der Eisernen Kreuze Zweiter Klasse fertiggestellt werden konnten, welche für Kämpfe im Jahr 1870 verliehen worden waren, sind die Schätzungen über die Anzahl der vergebenen Auszeichnungen unklar. Wenn man die verschiedenen Quellen im Mittel nimmt, kommt man auf eine Anzahl von rund 41.770 Auszeichnungen, davon 3.500 an Nicht-Kombattanten. Es sind sogar eine Reihe von Briten unter den Ausgezeichneten von 1870. Darunter General Sir C.P.B Walker, die Chirugen im Generalsrang J.H.K.Innes und W.G.N.Manley (auch Victoria Cross), General Sir Henry Brakenbury und Captain Sir James Lumsden Seaton. General Manley ist ein besonders interessanter Fall. Manley, der für die B-Abteilung der Britischen Ambulanz zuständig war, welche der preußischen 22 Infanterie-Division angegliedert war, erhielt das Eiserne Kreuz für sein ‘hingebungsvolles und ausgezeichnetes Verhalten bei der Suche nach Verwundeten und deren Pflege bei der 22. Division in den Kämpfen von Chateauneuf und Bretoncelle am 18. und 21. November und den Schlachten um Orleans und Cravant vom 10. Dezember 1870’. Die Gesamtzahl der Eisernen Kreuze Erster Klasse von 1870 schwankt zwischen 1.230 bis 1.903, je nach Quelle. Aber bei den meisten Quellen liegt die Zahl um die 1.300. Die erste Verleihung des Eisernen Kreuzes Erster Klasse von 1870 ging an Generalfeldmarschall von Steinmek, einen Veteranen der Befreiungskriege, der bereits das Eiserne Kreuz Zweiter Klasse von 1813 trug. Erster Weltkrieg mehr …

  • Modell 105mm leFH 18 Feldhaubitze

    Deutsche Feldartillerie im 2. Weltkrieg: 105 mm leichte Feldhaubitze 18, 7,5-cm leichte Feldkanone 18, 10,5-cm-Kanone 18. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. 105 mm leichte Feldhaubitze 18, 7,5-cm leichte Feldkanone 18, 10,5-cm-Kanone 18 Typ: deutsche Feldartillerie. Leichte Feldhaubitze 105 mm leFH 18 Die deutsche Armee hatte das Kaliber 105 mm für ihre standardmäßigen Feldhaubitzen schon weit vor dem Ersten Weltkrieg gewählt und blieb auch dabei. Im 1. Weltkrieg war das 10,5-cm leFH 16 die Standard-Feldhaubitze, welche die gleiche Lafette wie das vorherige Standard-Feldgeschütz 7,7-cm FK 16 verwendete. Nach 1918 verblieb eine Anzahl dieser Haubitzen bei der neuen Reichswehr und wurden dazu verwendet, die Batterie-Kommandeure und Unteroffiziere des 2. Weltkrieg auszubilden. Die Einsatzanalyse der deutschen militärischen Planer während der 20er Jahre ergab, dass in zukünftigen Konflikten eine 105-mm-Granate wesentlich effektiver wäre als das 75-mm-Äquivalent, und sich ohne großen Mehraufwand auf das Gewicht des Geschützes auswirken würde. So entschieden sie sich für eine neue 105-mm-Haubitze und die Entwurfsarbeiten begannen 1928/29. Die Firma Rheinmetall wurde zum Projektleiter und das Ergebnis ihrer Bemühungen war 1935 bereit für den Truppengebrauch. Die neue Kanone war die 105mm leFH 18, eine konventionelle und ordentliche Haubitze mit einem brauchbaren Projektil-Gewicht und angemessener Schussweite. Wenn es einen Fehler mit der leFH 8 gab, dann war es die Tatsache, dass sie so ordentlich gebaut war, da sie auch ziemlich schwer wurde. Allerdings wurde der Transport durch Kraftfahrzeuge vorausgesetzt, wodurch genügend Zugkraft zur Verfügung stehen würde – zumindest in der Theorie. Die leFH 18 wurde zu einem begehrten Exportgut und eine Reihe wurden an Spanien, Ungarn, Portugal und einige südamerikanische Staaten verkauft. Ebenfalls kamen große Stückzahlen von den Produktionsbändern, um die expandierende Wehrmacht auszustatten. Wie immer verlangten die Artilleristen bald nach einer größeren Schussweite – und als Folge davon wurde eine Granate mit erhöhter Treibladung für die leFH 18 eingeführt. Dies zwang zum Einbau einer Mündungsbremse, wodurch die damit ausgerüsteten Geschütze als 105mm leFH 18(M) – M für Mündungsbremse – bezeichnet wurden. Die Einführung der Mündungsbremse verhinderte jedoch die Verwendung einer speziellen, unterkalibrigen 88-mm-Granate, bis ein neuer und überarbeiteter Entwurf etwas später eingeführt wurde. So gingen die leFH 18 Modelle in den Krieg und erwiesen sich als effizient genug bis zur Winterschlacht im Osten 1941/1942. Während des einsetzenden Tauwetter gingen große Zahlen der 105mm-Haubitzen verloren, da ihr Gewicht zu groß für die verfügbaren Zugfahrzeuge war, um diese aus und durch den tiefen Schlamm zu ziehen. Dort zeigten die übergewichtigen Haubitzen ihre Nachteile mit aller Macht und eine eilige Suche nach einer alternativen Lafette begann. Das Ergebnis war eine unbefriedigende Improvisation aus der Lafette der Panzerabwehrkanone 7,5cm-Pak 40, auf welche ganz einfach eine neue Halterung für die leFH 18(M) montiert wurde, sowie aus dem großen Schutzschild. Das Resultat war nur geringfügig leichter als das Original, aber mit der improvisierten Anordnung gab es ständig Probleme, welche niemals vollständig behoben werden konnten. Also wurde vorgesehen, das gesamt Heer mit einer neuen, als 105mm leFH 18/40, bezeichneten Feldhaubitze auszurüsten. Dies gelang jedoch nicht mehr und selbst 1945 war noch die alte FH 16 aus dem Ersten Weltkrieg bei den Frontverbänden zu finden. Die 105mm leFH 18 wurde aber ab 1943 sehr erfolgreich als Selbstfahrlafette Wespe bei den Panzer-Divisionen eingesetzt. Benutzer: Deutschland, Spanien, Ungarn, Portugal, südamerikanische Staaten. siehe auch 10,5cm leFH 18 auf SdKfz 124 Wespe 7,5-cm leichte Feldkanone 16 und 18 Ein weiteres Geschütz, welches die Feldartillerie der Wehrmacht verwendete, stammte ursprünglich noch aus dem 1. Weltkrieg. Praktisch schon bei der Einführung neuer Feldgeschütze am Ende des 19. Jahrhunderts für das kaiserliche Heer wurde das Kaliber 77 mm für die Standard-Feldgeschütze bestimmt. Im Jahre 1896 wurde die Feldkanone C/96 in diesem Kaliber eingeführt und im Jahre 1916 zur 7,7-cm-FK 16 (Feldkanone) verbessert. Nach 1918 gab es eine drastische Veränderung bei der deutschen Bewaffnung und eine der Änderungen war die Einführung des Kalibers 75 mm als Standard. Das Kaliber 75 mm war und ist immer noch das Kaliber für die Munition der Standard-Feldgeschütze weltweit und somit passte sich die Reichswehr damit der üblichen Praxis an. Auch hatte der Versailler Vertrag der Reichswehr einen Bestand der alten FK 16 belassen und um diese Kanonen zu modernisieren, wurden sie mit 75-mm-Rohren neu ausgerüstet. Diese Kanonen wurden als 7,5-cm FK 16nA bezeichnet, wobei der Anhang ‘nA’ für ‘neuer Art’ steht. Diese modernisierten Kanonen wurden 1934 ursprünglich den berittenen Artillerie-Batterien der Kavallerie-Einheiten zugeteilt. Zwar setzte die Wehrmacht bis Kriegsende Kavallerie-Einheiten ein, aber die FK 16nA wurde dort zwischenzeitlich aussortiert, da sie zu sehr Relikt einer vergangenen Zeit und zu schwer und zu wenig mobil war, um dort verwendet zu werden. Stattdessen wurden viele zum Training oder bei Reserve-Verbände verwendet. Trotzdem waren bei Kriegsende immer noch große Mengen im Einsatz, von denen es eine FK 16nA bis in die Geschichtsbücher schaffte. Im Juni 1944 hielt in der Normandie eine einzige dieser alten Kanonen eine alliierte Panzereinheit für einige Zeit auf. Bevor diese einzelne deutsche Kanone zerstört werden konnte, hatte sie mindestens 10 alliierte Panzer ausgeschaltet. Zu dem Zeitpunkt, als die neuen Rohre für die alten FK 16-Feldkanonen eingebaut werden sollten, wurde schon ein Auftrag vergeben, eine neue Kanone für die Kavallerie zu bauen. Während der Jahre 1930 bis 1931 bauten die Firmen Krupp und Rheinmetall beide Pilot-Modelle, wobei der Krupp-Entwurf letztlich ausgewählt wurde. Trotzdem dauerte es noch bis 1938, bevor die ersten Exemplare in Dienst gestellt werden konnten. Dieser neue Entwurf wurde zur 7,5-cm leFK 18 (leichte Feldkanone) und hatte moderne Eigenschaften, wie eine Spreizlafette, damit die Kanone auf der Lafette besser geschwenkt werden kann, was die Bekämpfung von beweglichen Zielen wie Panzern erleichtert. Dazu gab es eine große Palette unterschiedlicher Munition, einschließlich Hohlladungsgranate zur Panzerbekämpfung. Diese Eigenschaften hätten die leFK 18 zu einem großen Erfolg werden lassen können, wenn nicht dafür die Feuerreichweite geringer war, als die derjenigen Kanone, welche sie ersetzen sollte. Vor allem aber machte die komplizierte Lafette die leFK 18 teuer und schwierig herzustellen. Folglich wurden nicht viele gebaut und der Schwerpunkt für das Kaliber der Feldartillerie verlagerte sich auf 10,5 cm. Trotzdem blieb die leFK 18 weiter in Produktion und wurde auch an verschiedene mehr …

  • Curtiss Hawk Jagdflugzeuge der Vichy-französischen Luftwaffe

    Stärke und Organisation der l’ Armee de l’ Armistice von Vichy-Frankreich. Vichy-französische Streitkräfte: Armee, Kolonialtruppen, Luftwaffe und Marine. Der Französisch-Deutsche Waffenstillstand vom 22. Juni 1940 teilte Frankreich in zwei Hälften. Der Norden und die Westküste sollten bis zum Kriegsende und eines nachfolgenden Friedensvertrages als Basis zum Kampf gegen England durch deutsche Streitkräfte besetzt bleiben, während Mittel- und Südfrankreich unbesetzte Zone wurden. Benannt nach der Stadt, welche der vorübergehende Regierungssitz sein sollte, wurde diese Zone Vichy-Frankreich genannt. Streitkräfte von Vichy-Frankreich Artikel IV des Waffenstillstandes genehmigte eine kleine französische Armee in der unbesetzten Zone (l’ Armee de l’ Armistice) sowie eine militärische Besatzung für die französischen Überseegebiete. Die Aufgabe dieser Streitkräfte war es, die innere Sicherheit zu gewährleisten und französisches Territorium gegen eventuelle alliierte Übergriffe verteidigen zu können, was zumindest theoretisch unter der deutschen Gesamtleitung erfolgen sollte. Die Streitkräfte Vichy-Frankreichs in Syrien, Madagaskar und Dakar leisteten tatsächlich heftigen Widerstand gegen britische und frei-französische (General de Gaulle) Versuche, diese Gebiete zu übernehmen. Gegen die vorwiegend amerikanischen Landungen im Rahmen des Unternehmen Torch (Fackel) in Nordwestafrika war der Widerstand jedoch nur gering, was auch an den vorausgegangenen Niederlagen der Achsenstreitkräfte in Nordafrika (Schlacht von El Alamein) lag. Nach der schnellen Aufgabe des französischen Widerstandes in Nordwestafrika war dem deutschen Oberkommando der Niedergang der Vichy-Regierung augenscheinlich und es setzte das Unternehmen ‘Anton’ in Gang: am 11. November 1942 besetzten deutsche Truppen auch die unbesetzte Zone in Frankreich. Nach der deutschen Besetzung wurde die Armee de I’ Armistice aufgelöst. Vichy-Französische Armee Die genaue Stärke der französischen Armee in der Heimat wurde auf 3.768 Offiziere, 15.072 Unteroffiziere und 75.360 Mann festgelegt, welche alle Freiwillige sein sollten. Daneben waren noch eine halb-militärische Gendarmerie von 60.000 Mann und Luftabwehr-Verbände von 10.000 Mann vorgesehen. Trotz des Zustroms von Berufssoldaten von den Kolonialtruppen, welche ebenfalls im Rahmen des Waffenstillstandes reduziert werden mussten, gab es einen Mangel an Freiwilligen, sodass zunächst 50.000 Mann der im Jahr 1939 mobilisierten Streitkräfte weiterhin unter der Fahne dienen mussten, bis diese Quote erreicht war. Anfang 1942 wurden die Einberufenen schließlich entlassen, aber es gab immer noch zu wenige Freiwillige. Schließlich gelang es der Vichy-Regierung durch einen Appell an Deutschland, eine reguläre Form der Wehrpflicht wieder einzuführen. Die Armee war in zwei Gruppen eingeteilt, jede aus vier Militärdivisionen, und bestand aus: 18 Infanterie-Regimenter, 11 Kavallerie-Regimenter, 8 Artillerie-Regimenter, 15 Bataillone von Chasseurs (Jäger). Die Armee war aller ihrer Panzer und Panzerfahrzeuge beraubt und litt unter einem drastischen Mangel an Kraftfahrzeugen, insbesondere in den Kavallerie-Verbänden, welche eigentlich motorisiert sein sollten. Kolonialtruppen Die französischen Territorien am Mittelmeer bestanden aus dem Departement von Algerien, dem Protektoraten Tunesien und Marokko sowie aus den Mandaten über Syrien und dem Libanon. Der Waffenstillstand forderte aufgrund italienischer Wünsche die Entmilitarisierung von Tunesien und eine allgemeine Verkleinerung der französischen Kolonialtruppen. Vichy-Frankreich waren 55.000 Mann in Marokko und 50.000 Mann in Algerien erlaubt. Die französische Levante-Armee in Syrien und dem Libanon musste von rund 100.000 auf knapp unter 40.000 Mann verkleinert werden. Später wurden noch 15.000 Mann in Tunesien aufgrund alliierter Invasionsgefahren von den Italiener genehmigt. Die Vichy-französische Armee der Levante beherrschte die Mandatsgebiete in Syrien und dem Libanon – und obwohl sie keine Angriffshandlungen gegen die Briten unternahm, bedrohte alleine ihre Präsenz die strategisch wichtigen und empfindlichen britischen Ölfelder und Erdölleitung aus dem Irak und Kuwait. So fiel eine gemischte alliierte Streitmacht am 8. Juni 1941 nach Syrien ein, denen sich die Vichy-französische Levante-Armee verbissen entgegenstellte. Der Widerstand wurde mit verbissener Härte geführt, besonders wenn Franzosen gegen Franzosen kämpften. Als die Kämpfe in Syrien schließlich am 11. Juli 1941 endeten, hatten die Vichy-französischen Streitkräfte 6.000 Mann verloren, von denen 1.000 getötet worden waren. Insgesamt wurden 37.736 Soldaten gefangengenommen, aber nachdem sie vor die Wahl gestellt wurden, repatriiert zu werden oder sich den Truppen von General de Gaulle anzuschließen, nutzten nur 5.668 diese zweite Möglichkeit und alle anderen wurden nach Frankreich abtransportiert. Miliz Am 30. Januar 1943 wurde die paramilitärische Organisation Milice (Miliz) von Pierre Laval gegründet, um die ‘neue Ordnung’ im nun besetzten Vichy-Frankreich aufrechtzuerhalten. Dies brachte die Miliz zwangsläufig in direkte Konfrontation mit der Résistance, und sie wurde zur erbittertsten und am meisten verabscheuten kollaborierenden Organisation. Die Miliz war territorial in Departements, Regionen und Zonen unter dem Oberbefehl eines Generalsekretärs (Joseph Darnand) mit Sitz in Vichy organisiert. Im Herbst 1943 hatte die Milice ihre maximale Stärke von 29.000 Mann erreicht, aber nur 10.000 waren aktiv, während der Rest entweder nur Beiträge zahlte oder nur in Teilzeit verwendet wurden. Der militärische Arm der Milice war die Francs-Garde, die ab Juni 1943 auch eine reguläre und eine Teilzeit-Abteilung hatte. Die regulären Soldaten wurden bezahlt, kaserniert und von Oktober 1943 zunehmend bewaffnet. Sie überstieg aber nie eine Stärke von 2000 Mann. Wie die deutschen paramilitärischen Formationen der Vorkriegszeit übernahm die Milice archaische Bezeichnungen für ihre Unterabteilungen. Die Grundeinheit war ein Fünf-Mann-Trupp Main, dann folgten eine Dizaine (zehn Mann), Trentaine (30 Mann), Centaine (100 Mann) und eine Cohorte (500 Mann). Von letzteren bildeten vier ein Centre von etwa 2000 Mann, was einem Regiment entsprach. Je nach militärischer Lage konnten die Teilzeit-Mitglieder kurzfristig einberufen werden, und nach der alliierten Landung am D-Day wurden 3.000 Mann mobilisiert. Phalange Africaine Ende 1942 begann sich in Tunesien eine Einheit aus französischen pro-Achsen Freiwilligen zu bilden. Unter dem Kommando französischer Offiziere wurden etwa 300 Freiwillige (die Hälfte davon waren tunesische Araber) für die Phalange Africaine rekrutiert. Am 7. April 1943 traf das erste Kontingent in der Stärke einer starken Kompanie an der Front bei Medjez el Bab ein. Nach einigermaßen guten Leistungen bei den erbitterten Abwehrkämpfen gegen britische Truppen wurde die Einheit bis zum 29. April praktisch ausgelöscht. Am 8. Mai 1943 wurden die Überlebenden ausgezahlt und zum Untertauchen aufgefordert, während die Offiziere nach Vichy-Frankreich evakuiert wurden, wo einige weiterhin in der Miliz und der französischen Freiwilligenlegion dienten. Vichy-Französische Luftwaffe Als Folge britischer Luft- und Seeangriffe auf die französische Flotte in Mers-el-Kebir und die Angst vor Bombenangriffen auf Frankreich führten dazu, dass die deutsch-Italienisch-französische Waffenstillstandskommission den Franzosen erlaubte, einen Teil ihrer Luftwaffe weiterzuverwenden. Gleichzeitig wurde es Vichy-Frankreich erlaubt, Luftwaffenverbände in den Überseegebieten zu mehr …

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