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  • PzKpfw III dient hier der Infanterie als Feuerschutz

    Geschichte von deutschen Divisionen im Zweiten Weltkrieg. Bezeichnungen, Aufstellung, Kommandeure, Gliederung und Ausrüstung, Geschichte, Einsätze und Ende ausgewählter Divisionen der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Divisionen der Wehrmacht Die Dauer des Zweiten Weltkrieges erforderte es, die seit 1935 existierende deutsche Großverbände – darunter fallen Divisionen, Brigaden und manchmal auch besondere Regimenter – der Wehrmacht immer wieder aufzufrischen und der neuen waffentechnischen und taktischen Entwicklung anzupassen. Deshalb entstanden zwischen 1939 und 1945 verschiedene Gliederungen, Sollstärken und Bezeichnungen für Divisionen. Wieder andere, bewährte Verbände wurden schließlich von Regimentsstärke auf ein ganzes Korps erweitert, so wie z.B. das Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring. Zusätzlich wurden noch zahlreiche Verbände neu aufgestellt, manchmal für spezielle Aufgaben oder nur als Improvisation für einen kurzen Zeitraum. Da bis zum Kriegsende viele hunderte deutsche Division im Rahmen der Wehrmacht aufgestellt wurden, können in dieser Kategorie der Webseite WWW.WELTKRIEG2.DE nur herausragende, einzigartige oder repräsentative Großverbände mit den wichtigsten Einzelheiten aus Bezeichnungen, Aufstellung und Ausbau, Gliederung, Ausrüstung, Kommandeure, Besonderheiten und ihre Geschichte und Einsätze bis zu ihrem Ende während des Zweiten Weltkrieges behandelt werden. Dies sind vor allem die Elite-Verbände des Heeres, Waffen-SS und der Luftwaffe, sowie einige der Panzer-Divisionen und weitere Spezialeinheiten. Kriegsgeschichte von Divisionen Wiederbewaffnung und Gründung der Wehrmacht Am 2. August 1934 verstarb der alte Reichspräsident von Hindenburg und Adolf Hitler verkündete sofort, dass er nun als ‘Führer’ die Aufgaben von Reichskanzler und Reichspräsident gemeinsam übernehmen werde. Schon am nächsten Tag legte die Reichswehr einen Treueid auf den Führer persönlich, und nicht wie zuvor auf das Amt des Präsidenten und des deutschen Staates ab. Bis zum nächsten Jahr war die zuerst heimliche Wiederbewaffnung Deutschlands nicht mehr zu verbergen, die Alliierten beließen es aber lediglich bei Protesten gegen den offensichtlichen Bruch des Vertrags von Versailles. Nur die Briten luden im Februar 1935 eine deutsche Delegation nach London ein, um fruchtlose Gespräche zu führen. Kurz zuvor, am 13. Januar 1935, stimmen 90,3 % der Wähler im Saarland für den Wiederanschluss an Deutschland. Als Reaktion darauf verdoppelte Frankreich seine Armee am 6. März durch Heraufsetzung der Dienstzeit und Herabsetzung des Alters zur Wehrpflicht. Als Folge davon verkündet Göring am 10. März bei einem Empfang für die ausländischen Luftwaffen-Attachés, dass Deutschland bereits eine schlagkräftige Luftwaffe aufbaut und schon über mehrere Jagd- und Bombergeschwader verfüge. Hitler legte am 16. März 1935 nach, indem er die Klauseln zur Rüstungsbeschränkung des Versailler Vertrages aufkündigte. Das ‘Truppenamt’ wurde wieder zum Generalstab unter von Beck und die neue Wehrmacht sollte von den 100.000 Mann der Reichswehr auf 550.000 Mann in 36 Divisionen vergrößert werden. Pläne für die Vergrößerung der deutschen Streitkräfte wurden bereits um die Jahreswende 1933/1934 ausgearbeitet, allerdings ging das Truppenamt ursprünglich nur von 20 oder 21 Divisionen mit 300.000 Mann aus. Nach Becks Vorstellung sollte ein langsames Anwachsen auf 500.00 Mann bis zum Beginn der 1940er Jahre erfolgen, um Mannschaften und Offiziere bestmöglich auszubilden und nicht als Kanonenfutter zu verheizen. Hitler setzte sich jedoch durch, indem er betonte, dass jeder gute Nationalsozialist mangelnde Ausbildung durch seinen fanatischen patriotischen Eifer ausgleichen würde. Bereits im Juni 1934 wurde die ‘Inspektion der Kraftfahrtruppen’ eingerichtet, wobei Oberstleutnant Heinz Guderian ihr Stabschef wurde. Guderian hatte kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs die Kriegsakademie besucht und war auch ein Teilnehmer der Sedan-Generalstabslehrgänge gewesen. Schon kurz nach Kriegsende entwickelte er sich dann bei der Reichswehr zum führenden Fachmann und Befürworter des Bewegungskrieges mit Panzern. In dieser Zeit entwickelte er bereits die Gliederungen, Taktiken und Techniken einer zukünftigen Panzertruppe. Ab 1935 erstellte das ‘Kommando der Kraftfahrtruppen’ Spezifikationen für Panzerkampfwagen, leichte Artilleriegeschütze, Panzerabwehrkanonen, LKWs, Waffenträger, Feldfunkgeräte und anderes Material für die zukünftige Panzertruppe. Bereits im Spätsommer 1935 war die erste Versuchs-Panzer-Division einsatzbereit und nach vier Wochen intensiver Ausbildung wurden eine ganze Reihe taktischer Einsatzversuche durchgeführt. Kurz nach diesen Manövern wurde die Bezeichnung des Stabes in ‘Kommando der Panzertruppen’ geändert. Wenige Tage später, am 15. Oktober 1935, wurden drei weitere Panzer-Divisionen aufgestellt und Guderian wurde bereits nur mit dem Rang eines Obersten schon einer ihrer Divisionskommandeure. Nach dem Anschluss von Österreich wurde das deutsche Heer mit Stichtag 1. April 1939 auf etwa eine Million Mann in 51 aktiven Divisionen vergrößert. Bei einer Mobilmachung standen zusätzlich noch 750.000 Reservisten für 52 Reserve- und Landwehr-Divisionen bereit. Das Offizierkorps hatte zu diesem Zeitpunkt eine Stärke von über 25.000 aktiven Offizieren, darunter 500 Generalstabsoffiziere, erreicht. Dabei war die Qualität der Offiziere aufgrund des schnellen Anwachsens der Wehrmacht schlechter als es wünschenswert gewesen wäre. Die motorisierten Verbände bestanden aus 12 hinreichend ausgebildeten und ausgerüsteten Panzer- und motorisierten Divisionen. Vier weitere Divisionen standen kurz vor der Einsatzbereitschaft. Dies war aber nur etwa ein Viertel des deutschen Heeres, dem Rest fehlten Offiziere und vor allem erfahrene und verlässliche Unteroffiziere. Die traditionellen Divisionen waren aufgrund der raschen Vergrößerung des Heeres nicht hinreichend ausgebildet und es fehlten ihnen immer noch ausreichend moderne Waffen und Ausrüstung. Nur durch die Beschlagnahmung der Waffen des tschechoslowakischen Heeres im Frühjahr konnte die Lage verbessert werden, führte aber gleichzeitig zu Organisationsproblemen durch die Integration von fremden Waffensystemen. Generalstabschef Halder, welcher nach dem Rücktritt von Beck, diesen Posten übernommen hatte, erwartete eigentlich erst einen zufriedenstellenden Ausbildungsstand bei Offizieren und Mannschaften im Jahr 1943. Die wichtigste Einheit in der Wehrmacht war die Division, von der fünf Basistypen existierten: Infanterie-Division, motorisierte Infanterie-Division, Panzer-Division, Leichte Division und Gebirgsdivision. Infanterie-Division der Wehrmacht Infanterie-Divisionen wurden in Wellen aufgestellt und die Divisionen jeder Welle variierten bis zu einem gewissen Grad in Umfang, Organisation und Ausrüstung, abhängig von ihrem vorgesehenen Verwendungszweck und der Verfügbarkeit von Männern und Material. Die 35 Divisionen, welche die ursprünglich erste Welle der Wehrmacht bildeten, hatten eine Stärke von jeweils nahezu 18.000 Mann, während die der nächsten Welle 15.000 Mann stark waren. Divisionen der dritten und vierten Welle hatten wesentlich weniger Artillerie-Unterstützung als die vorhergehenden Formationen. Die Infanterie-Division der Wehrmacht bestand aus drei Infanterie-Regimentern von jeweils etwa 3.000 Mann und einem Artillerie-Regiment sowie zusätzliche Unterstützungseinheiten. Im Gegensatz zu der Praxis in den meisten anderen Armeen, galten Pioniere und die Aufklärungseinheit als Kampfeinheiten, und führten oft mit ihrer hervorragenden Ausstattung aus Flammenwerfern und Panzerabwehrkanonen den Angriff an. Die Abteilung war eine Einheit unterschiedlicher Stärke, mehr …

  • Flugzeugträger Shinano

    Japanischer Riesen-Flugzeugträger Shinano, Projekte Unryu-Klasse und Ibuki Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Shinano Typ: Flugzeugträger. Geschichte Flugzeugträger Shinano: Die frühen Kampfhandlungen zur See im Pazifik-Krieg zeigten sehr schnell die Überlegenheit der Flugzeuge gegenüber dem schweren Schiffsgeschütz. Ein unmittelbares Ergebnis dieser Ereignisse war die Einstellung aller Arbeiten an Schlachtschiffen in Japan. Dies betraf auch den Bau von Schlachtschiffen der Yamato-Klasse, von denen eines Mitte 1942 und ein weiteres fast fertig war. Es befand sich noch ein drittes Schiff der Klasse im Bau, von dem erst der Rumpf fast vollständig fertig war. Dieses dritte Schiff, Shinano, bot sich nach den schweren Verlusten in der Seeschlacht bei den Midway-Inseln als Plattform für einen Flugzeugträger an und wäre außerdem hervorragend gepanzert. Zudem würde das Schiff über ein erhebliches Ladevolumen verfügen, wodurch große Mengen an Kraftstoff und Kampfmittel mitgeführt werden könnten. Diese Fähigkeit führte zu der Idee, Shinano als Versorgungsschiff für Kampfverbände auszulegen, das die anderen Flugzeugträger mit Treibstoff, Munition und auch Reserve-Flugzeugen versorgen könnte. Der Flugzeugträger-Kampfverband könnte dann wesentlich länger in See bleiben. Der Schiffskörper des ursprünglichen Schlachtschiffes wurde im Großen und Ganzen zusammen mit dem hervorragenden Panzerschutz beibehalten. Lediglich der Panzergürtel wurde von 398 mm auf 205 mm reduziert, mit Ausnahme um die Magazine, wo er seine ursprüngliche Stärke behielt. Der wichtigste horizontale Schutz bestand aus einem 190 mm dicken Panzerdeck. Der Hangar war ein einziger 168 Meter langer Raum, unterteilt mit Rolltoren. Es gab zwei Aufzüge, die Flugzeuge auf das mit 80 mm gepanzerte Flugdeck bringen sollten. Der Kommandoturm an Steuerbord war ähnlich den Flugzeugträgern der Hiyo-Klasse, aber erheblich größer. Radargeräte der Typen 13 und 22 wurden eingebaut. Shinano sollte mit einer eigenen Gruppe von 40 bis 50 Flugzeugen, untergebracht im vorderen Teil des Hangars, ausgerüstet werden. Der Großteil der Kapazität sollte aber aus Ersatzmaschinen für andere Flugzeugträger oder vorgeschobene Landbasen bestehen. Das Schiff wurde jedoch niemals eingesetzt. Während der Fahrt nach Kure für die Endausrüstung und Seeerprobung wurde der Flugzeugträger Shinano am 29. November 1944 von vier Torpedos des amerikanischen U-Bootes Archersfish getroffen. Da noch nicht alle Pumpen und Schotte vollständig installiert waren und die Besatzung noch mit ihrem Schiff unvertraut war, sank der Träger, nachdem der Maschinenraum und die nahezu leeren Treibstoffbunker überflutet waren, sieben Stunden später. Shinano war bis zur USS Forrestal (1954) der größte Flugzeuträger der bis zum 2. Weltkrieg und danach gebaut wurde. Animation 3D-Modell Flugzeugträger Shinano Spezifikationen Flugzeugträger Shinano Spezifikationen: Bewaffnung: Panzerschutz: Einsatzstatistik: Weitere japanische Flugzeugträger-Projekte Taktisch legten die Japaner, ebenso wie die Amerikaner, den Schwerpunkt ihrer Trägereinsätze auf Angriffe gegen feindliche Seestreitkräfte. Aufklärung dagegen wurde eher durch die durch Katapulte gestartete Wasserflugzeuge der Kreuzer und Schlachtschiffe durchgeführt. Allerdings bildete die Doktrin der Zerstreuung statt Konzentration der Träger eine ihrer hauptsächlichen Schlacht-Taktiken nach dem erfolgreichen Schlag gegen Pearl Harbor im Dezember 1941. Der umfassende See- und Luftkrieg im Pazifik ab Mitte 1942, welcher durch die amerikanische Fähigkeit der Massenproduktion von Kriegsschiffen und Flugzeugen ausgelöst wurde, traf die Japaner unvorbereitet. Das traf sowohl für die Technologien und noch viel mehr für ihre Fähigkeit zu, Schiffe und Flugzeuge in großen Mengen zu bauen sowie ausreichend qualifizierte Piloten in der notwendigen Zahl hervorzubringen. Diese Nachteile führten hauptsächlich zum allmählichen Aussterben der japanischen Träger-Streitmacht, welche 1945 aufgehört hatte zu existieren, so wie praktisch auch die gesamte kaiserlich-japanische Marine. Ibuki 1943 bestand die japanische Flugzeugträger-Streitmacht aus nur noch zwei Angriffsträgern, zwei großen, aber langsamen Flotten-Trägern, welche von Handelsschiff-Entwürfen abstammten, und drei leichten Trägern, von denen einer immer zum Training eingesetzt wurde. Weitere Flottenträger befanden sich im Bau und verschiedene Umbauten zu Trägern aus Frachtschiffen waren verfügbar, aber wenn sich die Verluste entsprechend der Rate aus dem Jahr 1942 fortsetzten, war es klar, dass Ersatzschiffe in einer wesentlich schnelleren Geschwindigkeit verfügbar gemacht werden müssen. So wurde ein Notfall-Programm zum Träger-Bau begonnen. Als die japanische Lage mehr und mehr verzweifelter wurde, konnten viele dieser Projekte nicht mehr realisiert werden, einschließlich des Umbaus dieses schweren Kreuzers. Einzelheiten zum ursprünglichen Kreuzer-Entwurf sind nur wenige vorhanden, aber er erscheint, dass dieser 12.500 Tonnen Wasserverdrängung und eine Bewaffnung von zehn 203-mm-Geschützen erhalten sollte. Die Panzerung war ähnlich der schweren Kreuzer der Mogami-Klasse, mit einer 100-mm-Panzerung am Gürtel, welche bis auf 125 mm entlang der Magazine anstieg. Die Panzerdecks waren von 36 bis 61 mm dick, aber es ist unklar, ob diese Panzerung auch im Träger-Umbau beibehalten werden sollte. Die Schiffshülle war in jedem Fall ausgebeult, vermutlich um die Stabilität zu verbessern, von dem was einmal eine lebhafte Kreuzer-Plattform war. Eine Insel an Steuerbord war eine Eigenschaft des überarbeiteten Entwurfs, mit einem abwärts entlüfteten achternen Schornstein und der üblichen Batterie aus 48 Stück 25-mm-Flugabwehrkanonen entlang der Deckkante. Schweres Flugabwehrfeuer sollte von zwei 76,2-mm-Kanonen/60 nach vorne erfolgen und es gab eine Vorrichtung für 168 Flugabwehr-Raketenwerfer. Der Hangar bestand aus einem einzigen Abschnitt mit zwei Aufzügen. Um zusätzlich Treibstoff zu bunkern, wurde die Hälfte der Kessel entfernt. Der Umbau der Ibuki zum Träger wurde im Herbst 1943 angeordnet und ihr unvollständiger Rumpf wurde nach Sasebo geschleppt. Die Arbeiten an dem Schiff gingen etwas unregelmäßig vonstatten und wurden im März 1945 abgebrochen, ohne die geringste Aussicht, den Träger fertigzustellen. Der Schiffsrumpf wurde in der Nachkriegszeit verschrottet. Unryu-Klasse Der ultimative Entwurf der japanischen Flugzeugträger-Entwicklung während des Zweiten Weltkrieges war eine Gruppe von Schiffen, welche im Allgemeinen auf einer verbesserten Soryu-Klasse basierten. Die Unryu-Klasse hatte eine starke Ähnlichkeit zu dieser Klasse, aber jedes Schiff unterschied sich wiederum im Detail, welche durch die Erfahrung während des Kriegsverlaufs im Pazifik ausgelöst wurden. Unryu wurde im Flottenprogramm von 1941 bestellt, gefolgt von einem Schwesterschiff. Das zweite Schiff wurde 1942 aber wieder annulliert und stattdessen eine Serie von sieben Trägern genehmigt, denen acht weitere mit einem leicht vergrößerten Schiffsrumpf folgen sollten. Die Ereignisse führten jedoch dazu, dass nur fünf der ersten Nachfolgegruppe auf Kiel gelegt wurden, wovon nur zwei neben dem Klassenschiff Unryu bis Kriegsende fertiggestellt wurden. Um den Bau zu vereinfachen, wurden Antriebsmaschinen für Kreuzer eingebaut, aber ein Mangel an Teilen führte dazu, dass Aso und Katsuragi nur Zerstörer-Turbinen erhielten, was die Leistung um ein Drittel und die Höchstgeschwindigkeit um 2 Knoten reduzierte. Antriebsmaschinen und Magazine waren mehr …

  • La-7

    Lawotschkin La-5FN und La-7, das beste sowjetische Jagdflugzeug im 2. Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Lawotschkin La-5F, La-5FN, La-7, La-9 und La-11 Typ: russisches Jagdflugzeug. La-5F Der Nachfolger der La-5 erhielt seinen Namen von dem neuen ASh-82F-Motor (‘F’ für verstärkt), daher La-5F. Als der ursprüngliche Ash-82A-Motor im Mai 1942 in Perm in Produktion ging, lag das Hauptaugenmerk darauf, davon soviel wie möglich zu bauen. Als Folge davon galt der Motor als ‘unreif’, als er bei der La-5 eingebaut wurde. Die Zylinder-Temperaturen waren sehr kritisch und mussten immer zwischen 200 und 220 Grad Celsius gehalten werden. Es kam zu zahlreichen Vorfällen, wo die Zylinder praktisch ihre Köpfe verloren bis zur vollständigen Auflösung. Dies wurde zu einem großen Problem und so wurden Versuche unternommen, die Hitze unter Kontrolle zu bringen und gleichzeitig die Leistung zu steigern. Daraus entstand der ASh-82F-Motor. Der neue Motor hatte die gleiche Leistung wie der vorhergehende ASh-82A, ermöglichte aber eine größere Leistung auf Höhen über 1.500 Metern und war nicht so hitzeempfindlich. hier zum Vorgänger La-5 Die ersten der neuen Motoren wurden im Dezember 1942 in die La-5 eingebaut und die erste La-5F verließ die Fließbänder in Nizhny-Nowegorod im März 1943. Neben dem Motor waren die Hauptunterschiede eine neue Überdachung, wodurch der Pilot eine weit bessere Sicht nach hinten erhielt. Es gab nun eine vollständige Sicht um 360° und die Überdachung hatte 66 mm dickes Panzerglas, um den Kopf und die Schultern des Piloten zu schützen. An der Frontscheibe gab es nun ein 55 mm dickes Panzerglas und einen Rückspiegel für den Piloten. Die Visiereinrichtung wurde durch das PBP-1B auch etwas verbessert. Es gab noch weitere Veränderung bei der Funkantenne, Cockpit-Ventilation, Flügeln, Holzverarbeitung und Treibstofftanks. Bei den Tanks wurde 160 kg eingespart, was aber auch die Reichweite der La-5F von 1.190 km auf 760 km reduzierte. Der Hauptgrund dafür war, so viel Gewicht wie möglich zu sparen, um die Steigleistung gegenüber der Messerschmitt Bf 109 Gustav zu verbessern. Im April 1943 wurde der neue La-5F-Jäger erprobt und war nur geringfügige 10 km/h schneller als der Vorgänger. Dagegen stieg die Steigleistung auf 5.000 Metern von 6 Minuten bei der La-5 auf 5,5 Minuten für die La-5F an. La-5FN Die ersten La-5FN (FN für direkten Einspritzer) wurden ebenfalls im März 1943 ausgeliefert. Diese hatte den weiter entwickelten ASh-82FN-Motor mit bis zu 1.850 PS, dessen Leistung als Einspritzer für 10 Minuten gesteigert werden konnte. Dazu wurde der Rumpf nun aus einer Mischbauweise hergestellt, wobei leichtere Metallteile in den Flügeln verwendet werden, anstatt vollkommen nur das schwerere Holz. Auch hatte das Flugzeug etwas dickeres Panzerglas in der Cockpit-Haube. Mit der La-5FN erhielt die Rote Luftwaffe erstmals einen Jäger, welcher dem deutschen Standard-Jäger an der Ostfront, der Messerschmitt Bf 109 G-6, Paroli bieten konnte. Allerdings war die La-5F für die Fw 190 A-3 in Sachen Höchstgeschwindigkeit immer noch kein Gegner. Im April 1943 wurden Testflüge der La-5FN gegen eine erbeutete Bf 109G-2 durchgeführt. Diese ergaben, dass die La-5F in niedriger und mittlerer Flughöhe schneller als der deutsche Jäger war – und in diesen Höhen fanden an der Ostfront die meisten Luftkämpfe statt. Dazu hatte die La-5F einen deutlichen Vorteil in der Manövrierfähigkeit gegenüber der Messerschmitt. Im Oktober 1944 wurde eine La-FN mit dem ASh-82FNV-Motor von der deutschen Luftwaffe in Rechlin erprobt. Das Flugzeug hatte aber schon viele Kampfeinsätze über der Ostfront gesehen, bevor es auf einem Flugfeld in Ostpreußen im September 1944 erbeutet wurde. Die Maschine war 57 kg schwerer als eine ursprüngliche, fabrikneue La-5F und die Testpiloten der deutschen Luftwaffe erreichten mit ihr nur eine Geschwindigkeit von 520 km/h in Seehöhe und eine Höchstgeschwindigkeit von 545 km/h in 6.500 Metern Höhe. Allerdings hatte das Flugzeug gute Flug-Charakteristiken und nur im extremen Sturzflug – einige Testpiloten erreichten bis zu 720 km/h dabei – waren die Steuerung schwer zu handhaben. Die Tests ergaben, dass die La-5FN ein hervorragender Jäger für niedrige bis mittlere Flughöhen und sehr wendig im Luftkampf mit hohen G-Werten war. Dazu hatte die La-5FN eine bessere Steigleistung als die deutschen Jäger in bis zu 3.000 Metern Höhe. Kurz nach Produktionsbeginn der La-5FN begann ein Programm, um Gewicht an dem Flugzeug zu sparen. Trotz eines größeren Tankinhalts fiel die Einsatzflugzeit der La-FN auf nur 40 Minuten ab, da der neue Motor mehr Treibstoff verbrauchte. Die Bewaffnung blieb die gleiche mit zwei über dem Motor montierten 20-mm-ShVAK-Kanonen mit 200 Schuss je Kanone. Unter jedem Flügel konnten Bombenzuladungen bis zu 100 kg transportiert werden. Diese wurden aber selten benutzt, da das Flugzeug empfindlich auf Beschuss vom Boden aus reagierte und der Abwurfmechanismus unzuverlässig war, sodass oft eine Bombe weiter unter dem Flügel fest hing. Auch die La-5FN tauchte erstmals während der Schlacht von Kursk auf und war eine unliebsame Überraschung für die deutsche Luftwaffe. Die vierzehn La-5FN der 32. Garde-Jagdflieger-Regiment waren in 25 Luftkämpfe während des Julis und August 1943 verwickelt und meldeten 33 deutsche Flugzeuge abgeschossen zu haben – darunter 21 Focke-Wulf Fw 190A und 3 Messerschmitt Bf 109G. Das russische Flieger-Ass, Major I.N. Kozhedub, erzielte in einer La-5FN während der Kämpfe bei der Überquerung des Dnjepr 11 Abschüsse in 10 Tagen und 1944 über Rumänien acht deutsche Flugzeuge innerhalb einer Woche. Ebenfalls schoss er zwei amerikanische P-51 Mustang über Rumänien ab, welche ihn irrtümlich als deutsche Fw 190 ansahen und angriffen. Insgesamt flog Kozhedub nicht weniger als 330 Kampfeinsätze, bei denen es zu 120 Luftkämpfen kam und er 62 Abschüsse erzielte – wobei die zwei amerikanischen Mustangs offiziell nicht eingerechnet wurden. Im Jahr 1943 wurden insgesamt 5.048 La-5F und La-5FN-Jagdflugzeuge gebaut. Während des Jahres 1944 wurden 3.826 La-5FN in drei Flugzeugfabriken hergestellt. Mit der Einführung der neuen La-7 im April 1944 wurde die Produktion der La-5FN nach und nach heruntergefahren. Bis November 1944 wurden die La-7 und La-5FN gleichzeitig hergestellt, bevor letztere vollständig eingestellt wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt waren insgesamt 9.920 La-5 fertiggestellt worden. Die La-5UTI war ein Trainer mit Doppelsteuerung. La-7 Bis zum Herbst 1943 war klar, dass die Leistung des Schwetsow-M82-Sternmotor über den Stand des ASh-82FN nicht weiter gesteigert werden kann. Deshalb wurde der 2.200 mehr …

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