Draufansicht einer B-17G


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  • 3D-Modell JS-2

    Sowjetischer schwerer Kampfpanzer Josef Stalin JS-2 und JS-3. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modelle. JS-1, JS-2, JS-3 Josef Stalin Typ: schwerer Panzer. Geschichte: Den Sowjets war spätestens seit August 1942 bewusst, dass für den Wehrmacht neue schwere Panzer, wie der Tiger-Panzer und den PzKpfw V Panther mit wirkungsvollerer Bewaffnung und stärkerer Panzerung, entwickelten wurden. Nach der Schlacht von Kursk im Sommer 1943 übernahm die Rote Armee die strategische Initiative an der Ostfront, welche sie bis zur Eroberung von Berlin im Mai 1945 nicht mehr abgeben sollte. Dabei versuchten die Sowjets mit ihren Panzerentwürfen mit den Deutschen Schritt zu halten, wobei sie im Großen und Ganzen erfolgreich waren. Das galt sowohl für den mittleren T-34 Panzer, welcher mit ab Ende 1943 eine 85-mm-Kanone erhielt und zum T-34-85 wurde, als auch für den schweren KW-Panzer. Die Entwicklung vom KW-1 zum JS-1 JS-1 Der KW-1 wurde nach und nach weiterentwickelt, bis es 1943 dem KW-85 mit ebenfalls einer 85-mm-Kanone und einem umgestalteten Turm gab. Durch die schrittweise Überarbeitung der Kraftübertragung, Umformung und Neugestaltung des Rumpfs und der Kettenaufhängungen entstand ein flacherer und leichterer Panzerentwurf. Dieser neue schwere Panzer wurde als JS-1 bezeichnet, wobei ‘JS’ als Abkürzung für Josef Stalin stand. Der neue Kampfpanzer wog etwas mehr als der KW-Panzer, hatte aber eine stärkere und günstiger geformte Panzerung, die einen hervorragenden Panzerschutz bot. Das Gewicht wurde auch dadurch in Grenzen gehalten, dass die einzelnen Baugruppen sehr kompakt gehalten wurden. Dieser JS-1 übernahm die 85-mm-Kanone des KW-85 und wurde daher zuerst als JS-85 bezeichnet. Da nun wieder einmal die Frage im Raum stand, warum der neue schwere Panzer wiederum nur die gleiche 85-mm-Kanone wie der neue mittlere T-34-85 erhalten sollte, wurde über eine schwerere Bewaffnung nachgedacht. JS-2 Die Entwicklungsmannschaft für das JS-Projekt in Tscheljabinsk passte zwei schwerere Geschütze an den JS-1 an, das 100-mm-Panzerabwehrgeschütz BS-3 und das 122-mm-Geschütz A-19, welche als schwere Panzer IS-100 bzw. IS-122 bezeichnet wurden. Im November 1943 wurden beide in Kubinka Schießversuchen unterzogen. Ein erbeuteter Panzer V Panther wurde als Ziel benutzt und ein 122 mm-Geschoss durchschlug sowohl die Frontpanzerung des Turms, als auch die Rückseite. Die 100-mm-Kanone hatte jedoch eine bessere Durchschlagskraft auf Panzerplatten, nämlich etwa 185 mm auf 1.000 Metern im Vergleich zu 160 mm bei der 122-mm-Kanone. Schließlich wurde aber entschieden, die 122-mm-Kanone zu verwenden, weil es einen Überschuss bei der Produktion an 122-mm-Rohren und eine bessere Munitionsbevorratung dafür gab, während es bei der 100-mm-Kanone genau das Gegenteil war. Einige wenige JS-1 mit 85-mm-Kanonen wurden fertiggestellt, bevor diese Entscheidung getroffen wurde. Nach Übernahme des JS-122 für die Verwendung durch die Rote Armee als Stalin-Panzer JS-2 wurden diese JS-1 vor dem Einsatz ebenfalls auf die schwere Kanone umgerüstet. Insgesamt 102 JS-2 und die Prototypen wurden somit im Jahr 1943 noch fertiggestellt. Der JS-2 sah seinen ersten Einsatz mit dem 11. schweren Garde-Panzer-Regiment bei den Schlachten von Korsun und Schewtschenko im Frühjahr 1944. Während des ersten Einsatzes beobachtete General Kotin persönlich die Leistungsfähigkeit des JS-2 und gewann so wichtige Hinweise auf die Vor- und Nachteile des neuen Kampfpanzers. Der schwere Panzer war nach seinem erstmaligen Auftreten an der Front so sehr bei den Panzerverbänden der Roten Armee gefragt, dass das NKTP im April 1944 den Bau einer neuen Montagehalle in Tankograd anordnete, um die Produktionszahlen zu erhöhen. Die neu gestaltete Wanne und die Form des JS-2 gaben ihm einen besseren ballistischen Schutz als beim KW-Panzer und die maximale Turmpanzerung betrug beeindruckende 160 mm. Es war ein massives Fahrzeug, seine Größe wurde noch durch das lange Geschützrohr unterstrichen. Neben dem Turm war auch der Rumpf mehr als reichlich mit einer Panzerung von maximal 132 mm ausgestattet. Doch weitaus mehr geschätzt wurde von den Besatzungen die Wirkung der neuen Kanone, vor allem gegen Panzer. Sie entwickelte beim Aufprall 3,5-mal mehr kinetische Energie als die 76-mm-Granate. Selbst in den seltenen Fällen, in denen diese nicht ausreichte, um die Panzerung zu durchschlagen, reichte die Kraft des Aufpralls und der Wirkung der hochexplosiven Füllung in der Regel aus, um den Turm von fast jedem Panzer abzusprengen. Der gravierendste Nachteil des JS-2 war jedoch, dass sein geringer Innenraum nur das Verstauen von 28 Schuss Munition erlaubte. Dazu bestand die schweren Granaten aus zwei Teilen, was die Feuergeschwindigkeit der großkalibrigen Kanone noch weiter reduzierte. Die Sekundärbewaffnung bestand aus einem 12,7-mm und einem 7,62-mm-Maschinengewehr. Der JS-2 wurde in Bezug auf Panzerung und Feuerkraft unvorteilhaft sowohl mit dem Tiger I als auch später mit dem Königstiger verglichen. Allerdings muss bedacht werden, dass er in Bezug auf Gewicht, Größe und Kosten viel eher mit dem mittleren Panzerkampfwagen V Panther vergleichbar war als mit dem viel größeren und schwereren Tiger. Tatsächlich war die Entscheidung der Deutschen, für ihren mittleren Panzer einen so großen, schweren und komplexen Panzer wie den Panther auszuwählen, einer der Faktoren, die die deutsche Panzerproduktion auf ein Niveau weit unter dem der Sowjetunion beschränkte. Dies half den Sowjets, sich im letzten Kriegsjahr einen entscheidenden quantitativen Vorteil bei den Panzerstreitkräften aufzubauen. JS-2m Im Frühjahr 1944 wurde der JS-2 durch die Einführung des JS-2m (‘m’: modifikatsirovanniy = modifiziert) weiter verbessert. Abgesehen von Verbesserungen bei der Feuerleitung und anderen internen Änderungen bestand der Hauptunterschied in der Verwendung eines neuen, einfacheren und besser gewinkelten Gussentwurfs. Außerdem wurde das verbesserte Geschütz D-25T eingeführt, das nahezu identisch mit dem A-19 war, jedoch einen Fallverschluss hatte, der das Laden beschleunigte. Es wurden mehrere Versuchsversionen des schweren Panzers mit verschiedenen Geschützen gebaut, wobei die drastischste Variante der JS-2E mit einem neuen elektrischen Getriebe und einer neuen Kettenradkonfiguration war. Keine davon wurde zur Produktion angenommen, aber schwere Kampfpanzer vom Typ JS-2 waren bei den sowjetischen Streitkräften noch bis zum Ende der 1970er Jahre im Einsatz. Animation 3d-Modell JS-2: JS-3 Während die Experimente mit dem schweren Panzer durchgeführt wurden, wurde das TsKB-2-Team aufgeteilt, damit eines davon unter Dukhow die Untersuchung eines radikal umkonfigurierten JS-2 durchführen konnte. Die Entwicklungsgruppe unter N. Dukhow hielt sich dabei an das Vorbild des ideal abgeschrägten mittleren Kampfpanzers T-34. Zwei Versionen wurden vom Dukhow-Team vorgeschlagen: der Stalin 3-Panzer JS-3 mit einem neuen halbkugelförmigen Turm und der JS-4 mit einer längeren Wanne mehr …

  • Die türkische Armee im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918. Uniformen, Stärke, Verluste, Organisation, Kriegsgliederung und Disposition der Streitkräfte des Osmanischen Reichs. Anfang November 1914 trat das Osmanische Reich (Türkei) in den Krieg gegen die Alliierten ein. Das marode Osmanische Reich bröckelte bereits seit fünfzig Jahren, als im Jahr 1908 die revolutionären Jungtürken die Macht ergriffen, indem sie Sultan Abdul Hamid mit überraschender Leichtigkeit loswurden. Trotzdem folgten weitere Niederlagen: 1911 gegen Italien bei Tripolis und im Jahre 1912 im Ersten Balkankrieg. Obwohl die Türken wieder etwas Territorium im Zweiten Balkankrieg zurückgewinnen konnten, war die Armee nach sechs Jahren Kampf erschöpft und befand sich zu diesem Zeitpunkt kurz vor dem Zusammenbruch. Ihre Soldaten waren oft hungrig und in Lumpen gekleidet, ihr Sold im Rückstand und die Verwaltung zusammengebrochen. Türkische Armee im Ersten Weltkrieg Seit den Balkankriegen war eine starke deutsche Militärmission an der Arbeit gewesen, welche energisch die Organisation und die Ausbildung verbesserte. Und die türkischen Soldaten wussten in jedem Fall mit den Gegebenheiten des Krieges zurechtzukommen. In ihren Einheiten – einige der arabischen Divisionen ärgerte auch die türkische Dominanz, was für einen gewissen Wettbewerb sorgte – herrschte ein heftiger, nachtragender und Wolfs-ähnlichen Stolz, der den türkischen Soldaten zu einem der stursten und erbittertsten Kämpfer der Welt auf dem Schlachtfeld machte. Da die Türken von ihren nördlichen Verbündeten abgeschnitten waren, da Bulgarien und Rumänien noch neutral waren, konnten sie dringend benötigte Lieferungen nur durch List und Schmuggel erhalten. Innerhalb ihrer eigenen Grenzen hatten die neuen Eisenbahnstrecken, welche von deutschen Ingenieuren gebaut wurden, noch Unterbrechungen auf jeder Seite des Golfs von Alexandretta, wo sie die Taurus- und Amanus-Gebirge auf dem Weg nach Aleppo überquerte. Dort verzweigte die Bahn in Richtung Bagdad, wo aber noch 500 km Strecke bis zum Tigris fehlten, und in die andere Richtung nach Amman und Medina. Die nächste Eisenbahnstation an der russischen Kaukasus-Grenze war noch 400 km davon entfernt. Die Armee, die etwas mehr als eine Million Mann stark war, mit sechsunddreißig regulären Divisionen, wurde in die I., II., III. und IV. Armee eingeteilt. Jeweils eine Armee befand sich im europäischen Teil der Türkei, eine in West-Anatolien, eine bei Erzurum in der Nähe der russischen Grenze, und eine war auf Syrien verteilt. Darüber hinaus gab es jeweils zwei regulären Divisionen im Jemen, Zentral-Arabien und Mesopotamien (dem heutigen Irak). Kriegsminister Enver Pascha, welcher mit dem Innenminister Talat Bey die Regierung beherrschte, übernahm persönlich das Kommando über die Dritte Armee, welche etwa 150.000 Mann stark war. Mitte Dezember schickte er seine schlecht ausgerüsteten Soldaten über die Berge in den Kaukasus gegen die kleinere russische 7. Armee. Durch die Winterstürme wurde das Eintreffen der drei Korps verzögert, sodass diese einzeln in den Kampf geworfen werden mussten. Trotzdem kämpften die hungrigen und erschöpften Soldaten so energisch, dass die russische Führung alarmiert wurde. Dann, nachdem sie rund um Sarikamish geschlagen worden waren, standen die Türken vor der Wahl, entweder zu kapitulieren oder den Rückzug über die eisigen Pässe anzutreten. Nur 12.000 Mann gelang die Rückkehr nach Erzurum. Eine ganze Korps legte seine Waffen nieder und die Russen zählten 30.000 gefrorene Leichen in den Bergen. Im Februar 1915 schickte die IV. Armee 20.000 Mann auf die Sinai-Halbinsel, um den Suezkanal abzuschneiden. Ägypten, noch im Jahr 1914 nominell ein Teil des Osmanischen Reiches, aber seit 1882 von Großbritannien besetzt und kontrolliert, hatte das Land zu einem britischen Protektorat erklärt, als die Türkei in den Krieg eintrat. Es wurde von einer britischen Territorial- und zwei indische Divisionen verteidigt und außerdem befand sich noch das zwei Divisionen starke ANZAC-Korps zur Ausbildung dort. So wurden die Türken mit Leichtigkeit geworfen. In den nachfolgenden Jahren gingen die Briten dann dazu über, selbst auf dem Sinai anzugreifen. Erst ungeschickt und zaghaft und dann im Jahre 1917 unter Allenby brillant und mit einer überwältigenden Überlegenheit, wobei Jerusalem im Dezember 1917 erobert wurde. Weiter östlich ergriffen die Briten von Anfang an gegen die Türken die Initiative. Eine Brigade aus Indien landete am Kopf des Persischen Golfs in Oktober 1914, gefolgt vom Rest einer Division, welche die anglo-persischen Ölfelder schützen und verhindern soll, dass feindliche Einfälle in den Indischen Ozean erfolgen. Sie nahmen schnell Basra und gewann etwas Raum den Euphrat hinauf. Der bei weitem wichtigste türkische Beitrag zu den deutsch-österreichischen Kriegsanstrengungen war jedoch die unmittelbare im Oktober 1914 erfolgte Schließung der Dardanellen und des Bosporus für die alliierte Schifffahrt. Durch dieses Abschneiden der russischen Schwarzmeerhäfen zur Außenwelt brach dessen großer Mais-Exporthandel zusammen. Auf einen Schlag fielen die russischen Exporte um 98 Prozent und die Importe um 95 Prozent. Diese Zahlen wären für jede Nation lähmend gewesen, aber um so mehr fatal für Russland, welches mit seiner riesigen Bevölkerung und schmalen industriellen Basis kaum auf eigenen Füßen stehen konnte. Es verlangte leistungsstarke strategische und moralische Maßnahmen der Alliierten, Russland zu Hilfe zu kommen. Im Gegensatz zu Ausrüstung und Vesorgung war die Moral der türkischen Armee praktisch nahezu bis zur Niederlage überragend. Der Sieg auf Gallipoli verstärkte die von Anfang an gute Moral noch weiter, denn es war der erste Sieg über europäische Großmächte seit ewigen Zeiten. Diesen Sieg verdankte die türkische Armee dem Mehmetcik, dem mutigen und anspruchslosen Infanteristen. Noch heute erinnert man sich im arabischen Raum, wo die Einwohner nur wenig Gründe haben, sich nostalgisch an die osmanische Herrschaft zu erinnern, dass der türkische Soldat ein Abu Shuja’a war, was übersetzt in etwa mit dem ‘Vater des Mutes’ gleichbedeutend ist, während die Briten als Abu Alf Midfah bezeichnet wurden, was ‘Vater der Tausend Kanonen’ bedeutet. Disposition der türkischen Streitkräfte im November 1914 THRAKIEN: Erste Armee I. Korps: 1., 2., 3. Infanterie-Division II. Korps: 4., 5., 6. Infanterie-Division III. Korps: 7., 8., 9. Infanterie-Division IV. Korps: 10., 11., 12. Infanterie-Division 19., 20. Infanterie-Division (neue Formationen) I. Kavallerie-Brigade Zweite Armee V. Korps: 13., 14., 15. Infanterie-Division VI. Korps: 16., 24. (neu), 26. Infanterie-Division SMYRNA Festungsbereich-Kommando SYRIEN Vierte Armee VIII. Korps: 23., 25., 27. Infanterie-Division XII. Korps: 35., 36. Infanterie-Division KAUKASUS Dritte Armee IX. Korps: 17., 28., 19. Infanterie-Division X. Korps: 30., 31., 32. Infanterie-Division XI. Korps: 18., 33., 34. Infanterie-Division 37. Infanterie-Division (in mehr …

  • Hummel

    Deutsche schwere Panzerhaubitze Hummel auf Fahrgestell Panzerkampfwagen III/IV (Sf), SdKfz 165. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Hummel auf Fahrgestell Panzerkampfwagen III/IV (Sf) (SdKfz 165) Typ: Schwere Panzerhaubitze. Geschichte der Hummel Die Artillerie-Selbstfahrlafette, welche als Hummel bekannt wurde, war ein Hybrid, welcher Bauteile des PzKpfw III und PzKpfw IV zu einem neuen Fahrzeug kombinierte, welches als Geschützwagen III/IV bezeichnet wurde. Der erste dieser Hybride wurde während des Jahres 1941 gebaut und verwendete verlängerte Aufhängungen und Fahrwerk des PzKpfw IV zusammen mit dem Achsantrieb, Ketten und Getriebe des PzKpfw III. Auf dieses neue Fahrgestell wurde ein offener Überbau mit dünnen Panzerplatten gebaut und zwei verschiedene Waffen wurden schließlich verwendet.   Das Waffenamt hatte ursprünglich für die Unterstützung der Panzer-Division Artillerie auf gepanzerten Vollkettenfahrzeugen, bewaffnet mit der 10,5-cm leFH18 auf dem Fahrgestell des PzKpfw III/IV vorgesehen. Am 25. Juli 1942 wurde aber schließlich entschieden, die 15-cm schwere Feldhaubitze auf den Geschützwagen III/IV einzubauen, da das Fahrgestell des PzKpfw II für die 10,5-cm-Feldhaubitze ausreichend war und als Wespe in die Produktion ging. Die Firma Alkett wurde mit der Entwicklung des Fahrzeuges mit der schweren 15-cm-Haubitze beauftragt und stellte Hitler den Prototyp im Oktober 1942 vor. Die Hummel galt dabei nur als Zwischenlösung, bis ein spezielles Fahrgestell für Selbstfahrlafetten als Geschützplattform entwickelt und produziert werden konnte. Bis zum 12. Mai 1943 sollten 100 Hummel für die in diesem Jahr geplante Sommeroffensive im Osten gebaut werden. Fahrzeuge, welche als Panzerjäger Nashorn vorgesehen waren, erhielten die 88-mm-Pak, während die Fahrzeuge, welche als Artillerie-Selbstfahrlafetten verwendet wurden, mit einer speziellen Version der 15-cm FH18 Feldhaubitze bewaffnet waren.   Das Fahrgestell des Geschützwagen III/IV hatten den verlängerten Rumpf des PzKpfw IV als Grundentwurf, wobei aber der Motor weiter nach vorne in die Mitte verlegt wurde, um den Kampfraum möglichst niedrig zu halten. Dadurch lag das Kanonenrohr nur 2,30 Meter über dem Boden, was für diese improvisierte Lösung ein beachtliches Resultat war. Die Basisaufhängung des PzKpfw IV blieb, mit Ausnahme von mehr Platz zwischen den einzelnen Komponenten, die gleiche. Das Antriebskettenrad war von dem Typ, welcher für den PzKpfw III entworfen war. Der oben offene Kampfraum war an allen vier Seiten durch schräge Panzerplatten, welche auf den Rumpf verschraubt waren, umgeben. Die stärkste Panzerung des Fahrzeuges betrug 50 mm, aber die Panzerplatten des Kampfraumes waren nur 10 mm dick. Die Glacisplatte wurde vergrößert und eine kleine Kabine für den Fahrer wurde auf der linken Seite eingebaut. Die Hummel hatte eine Besatzung von fünf Mann, darunter der Fahrer, der vorne in der gepanzerten Kabine saß. Die Bereitstellung einer gepanzerten Kabine nur für den Fahrer allein wurde zwar unter den kriegsbedingten Anforderungen an eine hohe Produktion als purer Luxus angesehen, aber anstatt diese Eigenschaft einfach wegzulassen, machten die Konstrukteure die gesamte Angelegenheit billiger, indem sie die Panzerkabine vergrößerten und mehr flache Stahlplatten verwendeten. So gab es mehr Raum im inneren für ein weiteres Besatzungsmitglied. Daher hatte die Hummel, welche ab 1944 gebaut wurde, eine Kabine für Fahrer und Funker, welche sich über die gesamte Breite des vorderen Rumpfes hinzog. Die Bewaffnung war die Panzerfeldhaubitze 18/1 und wurde in der Mitte über dem Motor montiert, was dem Fahrzeug trotzdem immer noch eine sehr hohe Silhouette gab. Die 15 cm sFH18/1 konnte eine 43,5 kg schwere Granate bis zu einer Entfernung von 13.325 Meter verschießen. Die ersten produzierten Haubitzen wurden mit großen Mündungsbremsen gebaut, aber die Erfahrung zeigte, dass diese nicht unbedingt notwendig waren und wurden daher bei späteren Serienversionen weggelassen. Dies sparte Aufwand bei der Produktion und von hochfestem Stahlguss ein. Die Hummel konnte nur 18 Artilleriegranaten mit sich führen. Deshalb musste ein größerer Vorrat in der Nähe bereitgehalten und bei Bedarf herangebracht werden. Lastkraftwagen waren für diese Aufgabe wenig geeignet, deshalb wurden bis Ende 1944 nicht weniger als 150 Hummel-Fahrgestelle (insgesamt 157) ohne die Haubitze gebaut. Dabei wurden die verteilten Panzerplatten an der Front des Kampfraumes durch eine einzige Platte ersetzt, um die Lücke, wo sich normalerweise die Haubitze befand, zu verschließen. Auch unterschied sich der interne Stauraum. Diese Fahrzeuge wurden als Munitionstransporter bei den Batterien aus Hummel-Haubitzen eingesetzt. Mit der FH18 wurde das Fahrzeug vollständig als 15-cm Panzerfeldhaubitze 18M auf GW III/IV SdKfz 165 Hummel bezeichnet und bildete von Ende 1942 an den Anteil der schweren Feldartillerie in den Panzer- und Panzergrenadier-Divisionen. Mehrere Panzer-Divisionen erhielten die Hummel bis Anfang 1943 und diese Fahrzeuge sahen ihren ersten Kampfeinsatz in der Schlacht von Kursk. Anfangs hatte jede Panzer-Division nur sechs Hummel in einer einzigen schweren Batterie. Dann wurden zwei Munitionsfahrzeuge hinzugegeben und später erhielten einige Panzer-Divisionen eine zweite schwere Batterie. Bis Ende 1944 wurden nicht weniger als 666 Hummel-Selbstfahrlafetten mit der Haubitze gebaut und das Fahrzeug blieb praktisch bis Kriegsende in Produktion. Die Hummel stellte sich als nützliche, außerordentlich erfolgreiche und bei der Truppe beliebte Waffe heraus und wurde an allen Fronten eingesetzt. Die Haubitze konnte es auch mit schwersten Ziele aufnehmen und wurde dagegen oft eingesetzt. Das schloss auch Direktbeschuss auf sichtbare Ziele und selbst Kampfpanzer ein. Besondere Ausführungen einer breiteren Kette, genannt Ostkette, wurden hergestellt, um in den Wintermonaten an der Ostfront an den Fahrzeugen verwendet zu werden. Der oben offene Kampfraum wurde oft mit Segeltuchplanen abgedeckt, um vor dem schlimmsten Wetter geschützt zu sein. Die Besatzung lebte gewöhnlich in dem Fahrzeug und zahlreiche Hummel wurden nicht nur mit der Plane und Tarnmaterialien geschmückt, sondern mit allen möglichen Arten von der Besatzung als angenehm angesehenes Zubehör ausgestattet. Dazu gehörten Bettrollen, Kochtöpfe und alle möglichen, persönlichen Dinge. Die Hummel war eines der am besten gelungenen Beispiele für deutsche Artillerie-Selbstfahrlafetten. Das Fahrzeug war sehr geräumig mit viel Platz für die Bedienungsmannschaft der Haubitze und das Fahrgestell gab der Waffe die notwendige Mobilität, um innerhalb der Panzer-Divisionen Schritt zu halten. Zugleich war die Hummel auch die letzte deutsche Entwicklung einer Panzerhaubitze, welche noch im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam. Der Name Hummel störte Hitler jedoch aus unerfindlichen Gründen und so liegt ein Befehl vom 27. Februar 1944 vor, indem er die weitere Verwendung dieses Namens untersagte. Benutzer: Deutsches Reich. Animation 3d-Modell Hummel Waffenträger Der Waffenträger sollte alle bestehenden Artillerie-Selbstfahrlafetten ersetzen. Es war ein mehr …

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