Alter Volkssturmmann mit Panzerfaust


Alter Volkssturmmann mit Panzerfaust

Alter Volkssturmmann mit Panzerfaust

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Im Blickpunkt:
  • Ein schönes Farbfoto eines T-34/85.

    Sowjetischer mittlerer Kampfpanzer T-34 Modell 1943, Modell 1944 und T-44 mit 85-mm-Kanonen. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. T-34 Modell 1944 (T-34/85) und T-44 Typ: Sowjetischer mittlerer Kampfpanzer. Hier zum Vorgängermodell T-34 Modell 1943 T-34/85 (Modell 1944) Geschichte Nachdem die Unfähigkeit des T-34 Model 1943 offensichtlich wurde, mit den neuen deutschen Panzertypen – wie dem Panther-Panzer und PzKpfw VI Tiger – fertig zu werden, war das NKTP gezwungen, dieser Tatsache in das Auge zu sehen. Egal wie sehr auch die Panzerproduktion dadurch gestört werden würde, es mussten wesentliche Verbesserungen an den vorhandenen russischen Panzertypen vorgenommen werden. Auch das GKO griff ein, nachdem es von zahlreichen Beschwerden von Fronteinheiten überschwemmt worden war, dass ein ‘längerer Arm’ benötigt wurde, um die deutschen Panzer zu erreichen und erfolgreich zu bekämpfen. Vier Entwicklungsteams von Kanonen wurden aufgefordert, ein Sofort-Programm zur stärkeren Bewaffnung des T-34 zu starten. Die Teams von Grabin und Petrow arbeiteten bereits an 85-mm-Kanonen, als Grabins Büro vom 23 Jahre alten A. Savin übernommen wurde, als dessen bisheriger Chef zum Zentralen Artillerie-Entwicklungsbüro (TsAKB) nach Moskau versetzt wurde. Zudem begann noch das Team von Siderenko mit den Arbeiten an ihrer 85-mm-Kanone S-18. Die neuen Kanonen wurden auf dem Testgelände von Gorokhovieskiy außerhalb von Gorki erprobt und Grabins ZiS-53 wurde zum Sieger erklärt. Leider vertrug sich aber der neue Panzerturm, welcher von V. Kerichew bei Krasnoye Sormovo in Gorki entwickelt worden war, nicht mit der neuen Kanone. Offenbar hatte dieser nämlich den Turm um Petrovs D-5-Kanone herum entwickelt, welche früher zur Verfügung gestanden hatte und sich bereits für den Jagdpanzer SU-85 in Produktion befand. Zwei unbewaffnete T-34/85 waren bis zum 15. Dezember 1943 fertiggestellt worden und das GKO genehmigte den neuen Typ für den sofortigen Bau und Einsatz trotz dieser Probleme. Um weitere Verzögerungen zu vermeiden, befahl das NKTP den T-34/85 vorübergehend mit der D-5T-Kanone zu bauen, bis Savin einen neuen Panzerturm für Grabins neue und modifizierte ZiS-53-Kanonen sowie weiteren Verbesserungen entworfen hatte. Diese vorläufige Zwischenlösung, der T-34/85 Modell 1943 mit der D-5T-Kanone, ging noch im Dezember 1943 bei Zavod Nr. 112 in Krasnoye Sormovo in Produktion. Die Freigabe für die Serienproduktion erfpgte am 15. Dezember 1943 und bis zum Ende des Jahres waren bereits 293 fertiggestellt worden. Im Jahr 1944 folgten weitere 11.000 T-34/85 des Modell 1943 und vor allem Modell 1944.   Die zwischenzeitlich modifizierte, neue Kanone wurde ZIS-S-53 genannt, um Savins Einfluss auf den Entwurf zu würdigen und ersetzte im Frühjahr 1944, zusammen mit dem neuen Turm, den bisherigen mit der D-5T-Kanone. Dieser Panzer war nun der T-34/85 Modell 1944. Der T-34/85 Modell 1943 und 1944 unterschieden sich in vielerlei Hinsicht. Der augenscheinlichste Unterschied war der Geschützmantel, doch beim Modell 1944 war auch die Kommandantenkuppel nach hinten versetzt, um den Kanonier mehr Platz zu geben und ein Funkgerät in der Nähe des Kommandanten unterzubringen. Der T-34-85 bedeutete nicht nur einen wichtigen Schritt vorwärts bezüglich einer höheren Feuerkraft, sondern endlich wurde auch der Drei-Mann-Turm (Kommandant, Kanonier und Ladeschützen) mit vollständigen visuellen Beobachtungsmöglichkeiten und Funkgeräten für den Panzerkommandanten eingeführt, was bei den deutschen Panzerkampfwagen schon lange üblich war und ein wichtiger Teil ihrer bisherigen, taktischen Überlegenheit bildete. Die Produktion des T-34-85 ersetzte nicht sogleich den gesamten Bau des T-34 Modell 1943 mit der 76-mm-Kanone in allen Panzerfabriken, machte aber trotzdem den Großteil der russischen Panzerproduktion im Jahr 1944 aus. Zu Anfang wurde der neue T-34 von den Deutschen irrtümlich als T-43 identifiziert, über den es einige Meldungen gab und der über einen besseren Panzerschutz verfügen sollte. Im Oktober 1943 entschied das NKTP auch endgültig die Produktion von leichten Panzern zu beenden, nachdem nur 120 T-80 ausgeliefert worden waren. Zu diesem Zeitpunkt des Krieges waren die sowjetischen leichten Panzer praktisch unbrauchbar gegen deutsche Panzer und die benötigten Mengen an Aufklärungspanzern und leichten Unterstützungspanzer für die Infanterie konnten von Lend-Lease-Modellen wie dem Stuart oder Valentine ausgefüllt werden. Einsatz Im Zusammenhang mit dieser Entscheidung wurden im November 1943 die sowjetischen Tank-Brigaden erneut reorganisiert, wobei alle leichten Panzer bei diesen gestrichen wurden und die neuen Brigaden nur noch aus dem T-34 Modell 1943 und T-34/85 bestanden. Die Mischung aus T-34 mit der 76-mm oder 85-mm-Kanone war willkürlich und nur davon abhängig, welcher Typ gerade zur Verfügung stand, obwohl Garde-Einheiten natürlich mit der besseren Ausrüstung ausgestattet wurden, wenn dies möglich war. Die leichten Panzer wurden den mechanisierte Artillerie-Einheiten und einigen anderen Formationen zur Aufklärung oder Verbindungsaufgaben beigegeben. Verfügbar in Abertausenden, übernahm der T-34 die Herrschaft über das Schlachtfeld, zwang die deutschen Truppen immer mehr Defensive und gewann schließlich die taktische und strategische Initiative im ‘Großen Vaterländischen Krieg’ für die Sowjetunion. Nach dem Krieg wurde der T-34/85 und seine Nachfolger noch lange weiter verwendet und war noch im Koreakrieg der wichtigste mittlere Kampfpanzer. Gleichzeitig wurde er noch bis in die Mitte der 1950er Jahre weitergebaut, bis er vom T-54 endgültig abgelöst wurde. Bei anderen Armeen stand er noch bis Mitte der 1960er Jahre im Dienst und tauchte in manchen Buschkriegen auch noch viel später auf. In Erinnerung wird der T-34/85 jedoch als der hervorragende Panzer bleiben, welcher den Zweiten Weltkrieg für die Rote Armee gewonnen hat. Nach der Einführung des T-34/85 war die Rote Armee seit Sommer 1944 so stark, dass sie für den Durchbruch durch die deutsche Verteidigungszone an der Front lediglich ihre Panzer- und mechanisierten Korps benötigte. Die frischen Panzerarmeen wurden erst bei einem Einbruch von etwa 25 bis 40 Kilometern Tiefe eingesetzt, sodass sie weit in das deutsche Hinterland eindringen konnten. Nach dem Durchbruch in die Tiefe des Raumes war ihre Aufgabe, die deutschen operativen Reserven zu zerschlagen und so keine Verteidigungslinien mehr im rückwärtigen Raum zuzulassen. Die sowjetischen Panzer griffen mit tief gestaffelter, danach folgender Infanterie an. Diese Angriffe erfolgten möglichst tief und starr in frontaler Richtung. Erst in der Nacht wurde angehalten, um möglichst viel Infanterie aufschließen zu lassen, die sich eingrub und das neu eroberte Gelände sicherte. Die Gegenangriffe deutscher Panzereinheiten wurden zumeist schon in schnellen Begegnungsschlachten abgewehrt. Durch den zunehmenden Einsatz von Panzernahbekämpfungsmitteln bei der deutschen Infanterie, wie Panzerschreck und Panzerfaust, brachten die sowjetischen Panzerbesatzungen Bretter oder Gitter behelfsmäßig an mehr …

  • Formation von Lancaster-Bombern

    Schwerer Bomber Avro Manchester, Lancaster Mk I, II und Spezial der RAF. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Avro 683 Lancaster Typ: Schwerer Bomber der RAF. Geschichte der Lancaster: Der Avro Lancaster, ohne Zweifel eines der bedeuteten Bombenflugzeuge des 2. Weltkrieges und eines der herausragenden Militärflugzeuge der Luftfahrtgeschichte, verdankt seine Entwicklung den Problemen, mit welchen das Vorgängermodell Avro Manchester zu kämpfen hatte. Wie immer man auch zur britischen Nachtoffensive auf die deutschen Städte steht, deren vorgebliches Ziel die Schwächung der deutschen Rüstungswirtschaft war, so erhielten doch mit 10 Victoria-Cross-Auszeichnungen Besatzungen der Lancaster die meisten der höchsten militärischen Orden ihres Landes von irgendeinem Flugzeugtyp (insgesamt 32 Victoria Cross wurden während des Zweiten Weltkrieges an Flugzeugbesatzungen oder Piloten verliehen). Mit der Spezifikation P.13/36 hatte die Royal Air Force ursprünglich die Entwicklung eines starken und sehr großen Bomber mit zwei Motoren vorgesehen, für welchen einer der neusten, leistungsfähigen Antriebe verwendet werden sollte, welche zu diesem Zeitpunkt gerade entworfen wurden. Insbesondere der neue Rolls-Royce 24-Zylinder X-Motor wurde favorisiert. Rolls-Royce Entscheidung von 1935 zur Produktion seines sehr starken Motors aus zwei Peregrine-Zylinder-Blöcken zu einem Kurbelgehäuse (das untere Paar umgekehrt für eine X-förmige Auslegung) veranlasste das englische Luftfahrtministerium daher eine Spezifikation für einen zweimotorigen, schweren Bomber von beispielloser Leistungsfähigkeit auszustellen. Avro Manchester Handley Page erkannte vorab die Problematik, einen großen Bomber mit nur zwei Motoren zu bauen und entwickelte seinen Halifax-Bomber mit vier Merlin-Motoren, während sich Avro für den Einbau eines doppelten Vulture-Boxermotors gemäß der Spezifikation entschied und seinen Typ 679 Avro Manchester am 25. Juli 1939 zum erstenmal fliegen ließ. In vielen Belangen war die Avro Manchester der beste aller neuen schweren Bomber, aber der Motor war nicht zu bändigen und musste gedrosselt werden, da er extrem unzuverlässig war. Ursprünglich hatte der Avro Manchester zwei Flossen, jedoch wurde bei der Produktion der Mk I eine feste, mittlere Flosse hinzugefügt. Der Großteil der 209 Bomber bekam jedoch zwei größere Flossen und keine mittlere und wurde als Mk IA bezeichnet. Die Situation mit den Motoren war so hoffnungslos, dass die Aufträge zum Bau der Avro Manchester bei Armstrong Withworth und Fairey aufgegeben wurden und Metropolitan-Vickers den Bau nach dem 32. Flugzeug stoppte. Avro baute das Flugzeug jedoch weiter bis die neue Lancaster den Platz einnehmen konnte und die ersten davon erhielten noch die Rümpfe der Manchester mit einer Reihe von kleinen Fenstern auf jeder Seite. Bis November 1941 wurden dann insgesamt 209 Manchester-Bomber gebaut, doch blieb die Zuverlässigkeit und Leistung der gekoppelten Boxermotoren so unbefriedigend, dass die Produktion gestoppt werden musste. Zu diesem Zeitpunkt waren schon 8 Bomberstaffeln vollständig und zwei weitere zum Teil mit der Manchester ausgestattet worden und das Flugzeug wurde auch vom Küstenkommando verwendet. Bis Juni 1942 wurden sie jedoch dann in allen Staffeln ersetzt und verschrottet. Animation 3d-Modell Avro Manchester: Avro Lancaster Der Rumpf und der Entwurf der Manchester war jedoch äußerst brauchbar, weshalb bereits 1940 beschlossen wurde, ein noch größeres Modell mit diesmal vier einzelnen Merlin-Motoren zu entwickeln. Diese erste Avro Lancaster (Nummer BT 308) machte ihren Jungfernflug noch als Manchester III zu Beginn des Jahres 1941. Die Flugleistungen waren so überragend, dass der neue Bomber sofort die Manchester auf den Fließbändern ersetzte. Dabei wurden schon im Bau befindliche Manchester einfach als Lancaster fertiggestellt, welche daran zu erkennen sind, dass diese noch rechteckige Fenster im hinteren Rumpfabschnitt hatten. Zum Zeitpunkt als ‘Bomber-Harris’ den Befehl über das britische Bomberkommando übernahm, befand sich die 44. Squadron in Waddington seit Dezember 1941 und die 97. Squadron ab Januar 1942 in der Umrüstung auf den neuen Bomber. Der erste Kampfeinsatz erfolgte am 25. Januar 1942, bei welchem Minen in den Aas-Fjord in Norwegen geworfen wurden, um das deutsche Schlachtschiff Tirpitz am Auslaufen zu hindern. Es folgten ab März 1942 weitere Minenoperationen über der Helgoländer Bucht, wobei in der Nacht vom 24./25. März der erste Verlust einer Lancaster erfolgte. Der erste strategische Bombereinsatz kam am 25./26. März 1942, als beide Staffeln bei einem Nachtangriff auf Essen im Rahmen einer RAF-Streitmacht von 254 Bombern teilnahmen. Bis Ende März hatte das Bomberkommando 54 Lancaster erhalten und begann mit der Ausrüstung einer dritten Staffel. Der erste strategische Tages-Einsatz als Bomber erfolgte am 17. April 1942, als die 44. und 97. Squadron einen waghalsigen Überraschungsangriff bei Tageslicht auf die MAN-Werke in Augsburg unternahmen. Dabei wurden die Lancaster aber von deutschen Bf 109 und Fw 190 Jägern angegriffen und so wurden sieben der Bomber abgeschossen. Nur 12 der 17 abgeworfenen Bomben explodierten, verursachten aber starke Schäden in einem begrenzten Fabrikbereich, was drei Prozent der Fertigungsanlagen zerstörte. Der wichtigste Angriff der Lancaster des Bomberkommandos richtete sich in der Nacht vom 17./18. August 1943 gegen die Raketenversuchsanstalt Peenemünde. Insgesamt nahmen an dem einzigartig durchgeführten Angriff 324 Lancaster, 218 Halifax und 54 Stirling-Bomber teil. 40 Bomber des Angriffsverbandes, darunter 23 Lancaster, wurden von deutschen Nachtjägern, worunter sich 12 mit der neuen ‘Schrägen Musik’ ausgerüstete Maschinen befanden, abgeschossen. Die 6,7 Prozent Verluste waren es der RAF wert, Peenemünde schwer zu treffen, 180 leitende Techniker zu töten und das V-2-Raketenprogramm um mehrere Monate zu verzögern. Bis zum Kriegsende flogen die Lancaster dann insgesamt 156.000 Einsätze in Europa und warfen dabei 608.612 t Bomben ab. Die Gesamtproduktion betrug, einschließlich der bei Victory Aircraft in Kanada gebauten Flugzeuge, 7.377 Stück, von denen 3.425 Mk I und 3.039 Mk III mit den in den USA von Packard gebauten Motoren waren. Benutzer: England (RAF mit englischen, kanadischen und polnischen Staffeln), Australien, Kanada, Neuseeland. Einsatzleistung der Lancaster-Bomber Der Befehlshaber des englischen Bomberkommandos, genannt Bomber-Harris, fasste folgendes über die Avro Lancaster zusammen: ‘Man kann eine Lancaster vier Halifax-Bomber vorziehen. Die Halifax erleidet viermal so viele Verluste für die gleiche abgeworfene Bombenmenge. Niedrige Flughöhe und kürzere Reichweite machen sie zu einer Verlegenheitslösung bei der Planung von Angriffen zusammen mit der Lancaster.’ Tatsächlich aber erlitten die Lancaster eine höhere Verlustquote als der Halifax während der Tagesangriffe, welche gegen Ende des 2. Weltkrieges vorherrschten. Außerdem kamen im Verhältnis mehr ihrer Besatzungsmitglieder ums Leben, wenn ihr Flugzeug abgeschossen wurde. Es wird auch vielfach vermutet, dass die Besatzungen von Lancaster-Bombern aufgrund der größeren Flughöhe und ihrer mehr …

  • PTRD-1941

    Sowjetische Panzerbüchsen PTRD-1941 und PTRS-1941 zur Panzerabwehr. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und Modell. PTRD-1941 Typ: Panzerbüchse zur Panzerabwehr. PTRD-1941 Entwicklung Die Panzerabwehrbüchse entstand erstmals in Deutschland während des Ersten Weltkrieges, um die seit 1916 vermehrt auftretenden britischen Tanks zu bekämpfen. Es war nicht mehr als ein modifiziertes Gewehr Modell 98 für das Kaliber 13 mm, um Löcher in die ersten Panzer zu schießen. Zwischen den beiden Weltkriegen wurde zwar zuerst der Panzer als die ideale Waffe zum Ausschalten feindlicher Panzer angesehen. Das Problem dabei war aber, das durchgebrochene und im Hinterland wütende Panzer auch von irgend jemanden ausgeschaltet werden mussten. Und dieser ‘Irgendjemand’ musste höchstwahrscheinlich die Infanterie sein. Deshalb hielten viele Streitkräfte daher die Panzerbüchse als die richtige Antwort zur Bewaffnung der Infanterie im Kampf gegen Panzer. In dieser Zeit hatten die Russen ursprünglich ein 12,7-mm-Zylinderverschluss-Panzerabwehr-Gewehr von der deutschen Panzerbüchse Modell 1918 kopiert, wobei eine Patrone verwendet wurde, welche ursprünglich für ein schweres Maschinengewehr entwickelt worden war. Die Leistung der Waffe war relativ schlecht und als eine Streitmacht, welche einen Schwerpunkt bei dem Panzer hatte, wurde 1932 mit einem neuen Entwurf begonnen. Dafür wurde eine völlig neue Patrone mit dem Kaliber 14,5 mm hergestellt, eine der schwersten jemals hergestellten Geschosse dieser Art. Die Waffe, welche von Degtjarew entworfen wurde, sieht sehr einfach aus und fast wie ein landwirtschaftliches Gerät. Aber sie verbirgt ein oder zwei feine Details unter der rauen Schale. Der Lauf gleitet beim Rückstoß auf einer Art Rutsche zurück, sodass der Rückstoß den Bolzengriff gegen einen Nocken trägt und ihn anhebt, um den Verschluss zu entriegeln. Der Bolzen wird dann gehalten, während sich der Lauf in seine Feuerposition zurückbewegt und die leere Patronenhülse herausgezogen und ausgeworfen wird. Der Schütze setzt dann eine neue Patrone ein und schließt den Bolzen von Hand. Eine solche Operation ist ein wenig schwer zu klassifizieren, da die Öffnungsmechanik als ‘langer Rückstoß’ bekannt ist, aber der Abschluss des Vorgangs von Hand gemacht wird, was einzigartig ist. Die Kugel, die von der PTRD-1941 verfeuert wurde, war ursprünglich ein stromlinienförmiger Typ mit Stahlkern, der eine kleine Ladung eines Brandbeschleunigers an der Spitze hatte, welche einen Explosionsblitz beim Aufschlag an der getroffenen Stelle verursachte. Aber stromlinienförmige Kugeln sind nur bei Langstreckenwaffen sinnvoll und 1941 wurde ein neuer Entwurf einer mehr quadratischen Kugel mit einem Wolframkarbid-Kern eingeführt. Diese Patrone verbesserte Geschossgeschwindigkeit und Durchschlagskraft auf kurze Entfernungen. Einsatz Die Panzerbüchse PTDR-1941 war bei der Roten Armee den ganzen 2. Weltkrieg über im Einsatz und wurde sogar noch von den kommunistischen Truppen während des Koreakrieg verwendet. Die Einführung der Panzerbüchse in größeren Stückzahlen erfolgte erst etwa zeitgleich mit Beginn des Unternehmen Barbarossa, dem deutschen Angriff auf Russland. Das Erstaunliche daran ist, dass zu diesem Zeitpunkt andere Streitkräfte schon händeringend nach einem Ersatz für die eigentlich veralteten Panzerbüchsen suchten, da deren Durchschlagskraft für die neuste Generation von Panzern nicht mehr ausreichend war. Wenn man auch zugeben muss, dass die PTRD-1941 wohl die beste und wirksamste jemals hergestellte Panzerbüchse war, so ist es doch erstaunlich, dass die Rote Armee es bis Kriegsende nicht für nötig befand, ihren Soldaten ein wirksameres Panzerbekämpfungsmittel zur Verfügung zu stellen. Mit ihren 25 mm Durchschlagskraft auf 500 Metern hatte die PTRD-1941 schon gegen einen PzKpfw III oder PzKpfw IV ernsthafte Probleme, sofern der Schütze nicht genau Schwachstellen traf – gegen einen Panther oder gar Tiger-Panzer war das Unterfangen sogar ziemlich aussichtslos. Die Panzerbüchsen waren jedoch immer noch nützlich gegen ‘weiche’ Ziele, wie zum Beispiel Lastkraftwagen. Aber auch in Häuserkämpfen waren sie trotz ihrer unhandlichen Größe und Gewicht gefährliche Waffen, da sie ohne weiteres die Wände durchschlagen konnten. Auch als Waffe von Partisanen waren sie sehr brauchbar, da sie leicht von zwei Mann überallhin getragen werden konnten. Wenn sich die Gelegenheit ergab, wurden sogar feindliche Tiefflieger damit beschossen. Einige der leicht gepanzerten Fahrzeuge trugen diese Panzerbüchsen sogar als Hauptbewaffnung und auf einer Reihe von Lend-Lease-Fahrzeugen, wie zum Beispiel dem britischen Universal-Carrier, wurden sie auch oft montiert. Auch war die Rote Armee nicht der einzige Nutzer dieser Waffen im Zweiten Weltkrieg. Die zahlreichen erbeutete Exemplare zu Beginn von Unternehmen Barbarossa wurden von der Wehrmacht sofort übernommen. In deutschen Diensten wurde die PTRD-41 als die 14,5-mm Panzerabwehrbüchse 783(r) und die PTRS-41 als 14,5 mm Panzerabwehrbüchse 784(r) bezeichnet. Nach 1943 allerdings verblieben nur noch wenige davon bei deutschen Fronteinheiten. PTRS-1941 Die Panzerbüchse PTRS-1941 wurde zeitgleich mit dem PTRD-1941 vom bekannten Waffenentwickler Simonow entwickelt. Der Mechanismus der Waffe weist viele Ähnlichkeiten mit seinen bekannteren automatischen Gewehrentwürfen auf. Es war eine sehr fortschrittliche Waffe, die einen oben montierte Gaszylinder und einen Kolben zum Betätigen des Bolzenträgers verwendete. Dadurch wurde der Bolzen nach unten gedrückt, um ihn zu entriegeln. Anschließend wurde er wieder zurückgeschoben, um die leere Kartusche zu entnehmen und im üblichen Ladevorgang auszuwerfen. Das Magazin, welches wie bei anderen Simonow-Entwürfen für die Reinigung vorne angebracht war, konnte bis zu 5 Patronen in einer besonderen Klammer aufnehmen, welche nur in einer Richtung geladen werden konnten. Dies war nicht gerade ideal im Eifer des Gefechts. Die größere Komplexität der Waffe machte sie anfälliger für alle Arten von Problemen und das der Lauf beim Transport abgenommen werden konnte, vereinfachte dies nicht. Dazu tendierte das 5-Schuss-Magazin zum Verklemmen. Obwohl der Entwurf fortschrittlicher als beim PTRD war, war das PTRS weit weniger robust im Einsatz und zudem schwerer und größer. Obwohl beide bis Ende der 1940er Jahre bei der Rote Armee im Einsatz waren, wurden vom PTRS viel weniger Exemplare gebaut. Die PTRD hatte aufgrund der identischen Munition die gleiche Leistung, war aber einfacher zu bedienen und zu bauen. Vermutlich wurden zuerst beide Modelle für den Truppengebrauch angenommen, um eine Alternative beim Versagen einer der beiden Waffensysteme zu haben. Nachdem die einfachere PTRD sich im Einsatz als Zuverlässig genug herausgestellt hatte, wurde die Produktion der PTRS zugunsten Ersterer eingestellt. Trotzdem wurde die PTRS-1941 auch noch im Korea-Krieg angetroffen. Spezifikationen sowjetische Panzerabwehrbüchsen Spezifikationen: Sowjetische Hundeminen Wie viele andere europäische Armeen auch, unterhielt die Rote Armee eine Anzahl von ‘Kriegshunden’ für verschiedene militärische Aufgaben. Dazu gehörte die Sprengstoffsuche, das Zustellen von Nachrichten und den Transport von medizinischen mehr …

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