Pz-II-01


Frühes Modell des Pz Kpfw II c

Frühes Modell des Pz Kpfw II c

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Im Blickpunkt:
  • 3D-Modell BM-13N Katjuscha

    Sowjetischer Mehrfach-Raketenwerfer BM-13, BM-13N, BM-8-48, BM-31 Katjuscha oder Stalinorgel. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Mehrfach-Raketenwerfer BM-13, BM-13N, BM-8-48, BM-31 (Katjuscha oder Stalinorgel). Typ: Artillerie-Selbstfahrlafette. Geschichte der Katjuscha Die erste, in größeren Mengen gebaute, selbstfahrende russische Artillerie-Waffe war nicht eine konventionelle Kanone, sondern eine neuartige Raketen-Waffe. Im Juni 1938 hatte das GAU die RNII (Wissenschaftliches Entwicklungs-Institut für Strahlantrieb) ermächtigt, einen Boden-Mehrfach-Raketenwerfer zum Abfeuern der RS-132 Luft-Boden-Raketen zu entwickeln. Ein Design-Team unter I. Gvay entwickelte eine 24-Schienen-Raketenwerfer für modifizierte M-132-Raketen, zum Abfeuern über die Seite eines ZiS-5 LKW. Die Montage erwies sich während des Abfeuerns als instabil, was zu einem zweiten Prototyp namens MU-1 führte (Mechanisches Gerät-1). Dies war auch ein Fehlschlag, der V.N.Galkovskiy vorschlagen ließ, dass die Raketen in Längsrichtung des Fahrgestells abgefeuert werden sollten. Dies führte zu dem BM-13 (Kampffahrzeug für M-13-Raketen), welches im August 1939 fertiggestellt wurde. Feldversuche mit einer Vielzahl von verschiedenen Arten Raketen fanden während des ganzen Jahres 1940 statt, als das GAU schließlich die Genehmigung für das Fahrzeug BM-13-16 (Kampffahrzeug für M-13-Raketen mit sechzehn Starter-Schienen) erteilte. Jedoch wurden nur 40 fertiggestellt, bevor der Krieg begann. Die neue Waffe wurde unter größter Geheimhaltung bewacht und bei Ausbruch des Krieges wurde eine besondere Einheit unter NKWD-Leitung aufgestellt. Die erste Batterie Katjuschas ging in der Nähe des Bahnhofs Orscha am 7. Juli 1941 in den Einsatz und erwies sich als ein sofortiger Erfolg. Das GAU war dermaßen beeindruckt und ordnete die sofortige Massenproduktion auf provisorischer Basis an. Die Raketenwerfer waren als so geheim eingestuft, dass sie eine Vielzahl von Tarn-Namen wie Kostikow-Kanonen u.ä. erhielten. Schließlich wurden sie offiziell als Garde-Mörser benannt, aber ihr üblicher Name wurde Katjuscha, die verniedlichende Form des Namens Katherina, nach einer zu dieser Zeit in Russland populären Melodie mit gleichen Namen von Isakowskiy. Das Geheule der Katjuscha-Raketen brachte die Deutschen dazu, sie Stalinorgel zu nennen. Obwohl ursprünglich auf LKW montiert, wurden 1941 Versuche zur Entwicklung anderer Fahrgestelle für eine bessere Geländegängigkeit unternommen. Einige BM-13-Werfer wurden auf die STZ-5-Artillerie-Zugmaschine gesetzt und in kleinen Stückzahlen produziert. Es gab auch eine Version auf dem KW-Panzer, die aber nur in geringer Menge hergestellt wurde, da es eine völlige Verschwendung eines guten, schweren Panzers für eine Rolle war, die auch leicht zufriedenstellend von einem weniger teuren Fahrgestell erfüllt werden konnte. Im August 1941 wurde eine zweite Art von Katjuscha-Raketen entwickelt, die M-8-82mm-Rakete. Sie war kleiner und hatte eine kürzere Reichweite. Diese wurden unter dem Namen BM-8-36 auf Lastwagen montiert oder auf leichte Panzerfahrgestelle ohne Turm, wie die T-40 und T-60, als BM-8-24. 1942 entwickelten die Sowjets dann eine Version der M-13 Katjuscha-Rakete mit einem vergrößerten Sprengkopf, die M-30. Im Gegensatz zu den beiden anderen Arten wurde die M-30 nicht auf Selbstfahrlafetten montiert, sondern wurde von Schienen aus abgefeuert. Selbstfahrlafetten dieser schweren Version kamen nicht vor 1944 als BM-31 zur Truppe. Die Hauptattraktion der Stalinorgel-Raketenwerfer war, dass sie billig zu produzieren waren und auch durch kleine Fabriken – ohne die aufwendigen Werkzeugmaschinen, welche für konventionelle Artillerie benötigt wird – herzustellen waren. Eine BM-13-Salve verschoss 4,35 t Raketen und hochexplosiven Sprengstoff auf einen 10 Hektar großen Fläche in einem schrecklichen, 7-10 Sekunden andauernden, Angriff. Obwohl nicht so genau und weit schießend wie konventionelle Artillerie, war die Katjuscha viel mehr von den deutschen Soldaten gefürchtet, als herkömmliche Artillerie. Bis zum Ende des Krieges wurden ca. 10.000 Stalinorgel-Raketenwerfer hergestellt, vor allem für die Armee, aber auch einige für die Fluss-Kanonenboote der Marine. Die Mehrzahl der Raketenwerfer der Armee wurden auf Selbstfahrlafetten geliefert. Die BM-8, BM-13 und BM-31 wurden zunächst alle auf den ZiS-6 LKW oder dessen Derivate, wie die ZiS-5 und ZIS-5V, montiert. Als 1942 die ersten Lend-Lease-Lastwagen zur Verfügung standen, wurde der Raketenwerfer auf eine Vielzahl von amerikanischen, britischen und kanadischen Lastwagen, wie den Chevrolet I 1/2 Tonner, International K, Ford WOT-8, GMC 2 1/2 Tonner und Studebaker US6 2 1/2 Tonnen-LKW, montiert. Die Lend-Lease-Typen wurden manchmal als BM-13S bezeichnet. Die überlegene Geländegängigkeit des Studebaker US6 brachte das GAU dazu, die Stalinorgel auf diesen Typ als BM-13N (N = Narmalizovanniy, in Deutsch ‘Standard’) zu standardisieren. Die BM-8-Raketenwerfer konnten auch auf kleinere Chassis wie den GAZ-67 Jeep als BM-8-8 montiert werden. Er wurde jedoch auch auf größere Fahrzeuge mit mehr Schienen, als BM-8-48 auf den Studebaker US6, montiert. Die großen BM-31 Raketenwerfer-Gestelle waren stets in größeren Lastkraftwagen, die erste auf ZiS-6, aber häufiger auf den Studebaker US6, montiert. Katjuscha-Raketen wurden auch auf gepanzerte Züge montiert. Nach dem ersten Erfolg der BM-13 Katjuscha-Batterie in Orscha, beeilte sich die Rote Armee weitere Garde-Mörser-Einheiten aufzustellen. Die ersten Garde-Mörser-Batterien hatten jeweils sieben BM-13, aber im Juli 1941 wurde deren Anzahl auf vier Raketenwerfer je Batterie standardisiert. Sie wurden meist eingesetzt zur Unterstützung der Infanterie (Schützen)-Divisionen und standen zunächst unter Kontrolle des NKWD (Sicherheitsdienst). Nachdem die Deutschen ihrerseits den Nebelwerfer weitverbreitet eingesetzt hatten, wurde dieses Sicherheitssystem gelockert. Im August 1941 ordnete Stalin persönlich die Bildung von speziellen Garde-Mörser-Regimentern unter der Leitung des Oberkommandos der Heeresreserve an (STAVKA-VGK). Diese bestand aus drei Bataillonen zu jeweils drei Batterien, was eine Menge von 36 BM-13 oder BM-8 Raketenwerfer ergab. Zur gleichen Zeit wurden unabhängige Garde-Mörser-Bataillone mit ebenfalls 36 Raketenwerfer aufgestellt. Bis Ende 1941 gab es 554 Raketenwerfer im Einsatz mit 8 Regimentern, 35 selbständigen Bataillonen und 2 unabhängigen Batterien. Mit der Ankunft der ersten schweren M-30-Raketen im Juni 1942 wurden schwere Garde-Mörser-Bataillone aufgestellt, aber diese hatten statische, nicht mobilen Raketenwerfer. Diese hatten auch drei Batterien, aber jede hatte 36 Raketenwerfer, während die späteren selbstfahrenden Einheiten nur zwölf Raketenwerfer pro Batterie hatten. Als die mobilen BM-31 schließlich 1944 verfügbar wurden, hatten die motorisierten Garde-Mörser-Bataillone nur 48 Raketenwerfer im Vergleich zu den 96 Raketenwerfer der statischen Bataillone. Es wurden 3.237 Raketenwerfer im Jahr 1942 hergestellt, sodass die Gesamtstärke auf bis zu 57 Regimenter anstieg. Zählt man noch die kleineren, unabhängigen Bataillonen, so war der Gegenwert von 216 Batterien im Dienst. Von diesen waren 23 Prozent schwere M-30 Einheiten, 56 Prozent waren BM-13 Einheiten und 21 Prozent waren die leichten BM-8 Einheiten. 1943 wurden Garde-Mörser-Brigaden mit statischen Raketenwerfern formiert, und später sogar Divisionen. Bis zum Ende des Krieges befand sich der mehr …

  • Bf 109 G-14

    Kriegsgliederung der Luftwaffe vom 10. Januar 1945: Einsatzstärken und Ausstattung mit Flugzeugen der deutschen Luftflotten in der letzten Kriegsphase. Die deutsche Luftwaffe im letzten Kriegsjahr Nachfolgend wird die Stärke der Einsatzkräfte zu Beginn des Jahres 1945 wiedergegeben, als sich die Luftwaffe auf die letzten Kämpfe des Krieges bereitstellte. Die schrecklichen Verluste der letzten 2 1/4 Jahre hatte ihre Spuren hinterlassen und die Streitmacht war ein Schatten dessen, was sie die Luftwaffe im September 1942 gewesen war. Die Schlagkraft von zwei einst mächtigen Luftflotten war fast auf Nichts reduziert worden. Der sowjetische Vormarsch im Sommer 1944 hatte die Luftflotte 1 in Kurland abgeschnitten, deren 247 Einsatzflugzeuge aus Treibstoffmangel die meiste Zeit auf dem Boden bleiben mussten. Die Luftflotte 2 in Norditalien befand sich in einem noch kritischerem Zustand. Von ihren 68 Flugzeugen waren 23 veraltete Ju 87 Stuka und die restlichen Maschinen Aufklärungsflugzeuge verschiedener Typen. Diese Luftflotte besaß keinen einzigen Jagdverband. Selbst bei den Luftflotten mit einem großen Bestand an Flugzeugen führte der lähmende Treibstoffmangel zu einem starken Rückgang der Einsätze und mehrere der Bomber-Geschwader wurden aufgelöst. Obwohl die Einsatzverbände mit drei Typen von Düsenflugzeugen – der Me 163 Komet, der Me 262 Schwalbe und der Ar 234 Blitz Kampfeinsätze flogen, standen weniger als hundert dieser modernen Maschinen für den Einsatz zur Verfügung. So waren die Bf 109, Bf 110, Ju 87, Ju 88 und He 111, welche alle noch auf Vorkriegsentwürfen basierten und inzwischen völlig veraltet waren, weitaus zahlreicher und noch bei vielen Frontverbänden im Einsatz. Kriegsgliederung Luftwaffe vom 10. Januar 1945 Luftflotte 1 in Kurland (Litauen) Luftflotte 2 in Nord-Italien Luftflotte 3 in Westdeutschland und Holland Luftflotte 4 in Ungarn und Jugoslawien Luftflotte 5 in Norwegen und Finnland Luftflotte 6 in Ostpreußen und Polen Luftflotte Reich in Mittel-Deutschland Die deutsche Luftwaffe im Jahr 1945 Der letzten große Einsatz der deutschen Luftwaffe fand auch sogleich am 1. Januar 1945 statt. Als die alliierten Piloten und Bodenpersonal noch kräftig Neujahr in ihren Kantinen feierten, herrschte auf den deutschen Flugplätzen emsiges Treiben. In den Morgenstunden des ersten Tages des neuen Jahres begann ‘Unternehmen Bodenplatte’, mit dem die alliierten Luftstreitkräfte, welche seit dem Aufklaren des Winterwetters den deutschen Truppen in den Ardennen während ihrer Großoffensive im Westen so sehr zusetzen, zumindest vorübergehend ausgeschaltet werden sollten. Die Anzahl der eingesetzten deutschen Flugzeuge ist nicht mehr genau feststellbar und die Zahlenangaben liegen zwischen 800 und 1.500 gestarteten Maschinen. Das Tagebuch des OKW meldet für diesen Tag allerdings 1.035 einsatzbereite Flugzeuge. Praktisch alle fliegenden Verbände von Generalleutnant Schmids Luftwaffen-Kommando West wurden mithilfe von Pfadfinder-Flugzeugen gegen 13 britische und vier amerikanische Feldflugplätze in Nordfrankreich, Belgien und Südholland herangeführt. Für die Alliierten kam der Luftschlag völlig überraschend, denn schon wie bei der Ardennen-Offensive waren ihrer Feindaufklärung die deutschen Vorbereitungen und Verlegung ganzer Geschwader zu vorgeschobenen Flugplätzen entgangen. Der Bodennebel verzögerte die Starts vieler Maschinen, sodass diese verteilt zwischen 7:25 und 9:20 Uhr erfolgten. Der Anflug musste in einer Flughöhe von weniger als 200 Metern unter dem feindlichen Radar und unter absolutem Funkverbot erfolgen. Adolf Hitler hatte wieder die höchste Geheimhaltungsstufe ausgegeben und so wurden noch nicht einmal die Flak-Kanoniere eingeweiht. Und gerade die besonders starke 16. Flak-Division unter Generalmajor Deutsch schützte genau in dieser Gegend die wichtigen Abschussstellungen für die V-1-Marschflugkörper und V-2-Raketen. Zuvor gelang es jedoch den deutschen Flugzeugen bei ihren Überfällen etwa 439 alliierte Flugzeuge innerhalb kürzester Zeit vor allem auf dem Boden zu vernichten. Zuerst verloren sie dabei selbst 93 Maschinen durch alliierte Jagdflugzeuge und Luftabwehrkanonen. Auf dem Rückflug schoss die nicht gewarnte eigene Flak dann jedoch weitere 184 deutsche Flugzeuge ab, welche die im Tiefflug aus dem Westen zurückkehrenden Maschinen natürlich als feindliche Einflüge ansah. Dadurch stiegen die deutschen Verluste auf 277 Flugzeuge an und unter den Getöteten befanden sich 59 höchst erfahrene Fliegerführer. Am gleichen und nächsten Tag griffen dann 570 schwere US-Bomber die Rheinbrücken von Remagen, Neuwied und Koblenz an. Die deutschen Verbindungslinien wurden dadurch gestört, was die schon durch den zunehmenden alliierten Widerstand erlahmende Ardennen-Offensive bald ganz zum Zusammenbruch brachte. Auch in den ersten Tagen des neuen Jahres trat eine Änderung der britischen Einsatz-Taktik bei den bisherigen Angriffen auf Berlin ein. Ab der Nacht vom 3. auf den 4. Januar flogen nur noch Mosquito-Bomber in Gruppen von 35 bis 50 Maschinen, beladen mit schweren 1.800-kg-Bomben, Störangriffe auf die deutsche Hauptstadt. Diese kurzen Angriffe dauerten meist nur wenige Minuten, rissen die Bevölkerung aber jede Nacht aus dem Schlaf und wurden bis weit in den April 1945 fortgesetzt. Am 12. Januar 1945 begann die letzte sowjetische Winteroffensive mit der Schlacht im großen Weichselbogen. Die Sowjets waren zahlenmäßig ein vielfaches überlegen und so standen auch in der Luft den 4.800 Flugzeugen der Roten Luftwaffe nur 300 deutsche Maschinen gegenüber. Am 14. Januar 1945 um 4.30 Uhr schlug die letzte von 1.200 von He 111-Bombern gestarteten Fieseler Fi 103 ‘Fliegenden Bombe’ in Großbritannien ein. Ab der Nacht vom 22. auf den 23. Januar 1945 griffen die schweren strategischen Bomber der RAF-Bomberkommandos die deutschen Eisenbahn-Knotenpunkte an; in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Bombern der 8. US-Luftflotte bei Tage. Die zunehmenden Transportschwierigkeiten durch das verwüstete Eisenbahnnetz verschlechterte die deutsche militärische Lage weiter. Dazu zerstörten alliierte Jagdbomber bei Angriffen auf das Straßennetz zahlreiche Fahrzeuge. Alleine am 22. und 23. Januar 1945 wurden dadurch beim deutschen Rückzug aus den Ardennen 6.000 Fahrzeuge vernichtet. Gleichzeitig hielt Treibstoffmangel die deutsche Luftwaffe immer mehr von Einsätzen ab. Viele Geschwader erhielten nur noch gerade soviel Benzin, um eine einzige Staffel am Tag in die Luft zu bringen und manchmal fehlte selbst Treibstoff für die Evakuierung von den durch alliierte Bodentruppen bedrohten Feldflugplätzen. Die Vergeltungswaffe V-1 wurde dagegen im Januar 1945 mit 100 Starts pro Tag aus der Eifel und Holland gegen den wichtigen alliierten Nachschubhafen Antwerpen und Lüttich fortgesetzt. Auch der Großraum London lag immer noch unter Beschuss durch die V-2-Rakete. Erst im Februar 1945 wurde das erste mit Düsenjägern Me 262 Schwalbe ausgerüstete Jagdgeschwader 7 von Oberst Steinhoff einsatzbereit. Dazu kam noch der Jagdverband 44 unter Generalleutnant Galland, welcher von Göring wegen dessen Kritik als General der Jagdflieger abgelöst worden war. Der mehr …

  • Reiter der 8.SS-Kavallerie-Division Florian Geyer

    Mythen über die Waffen-SS (Teil II). Verbrechen der Waffen-SS: Einsatzgruppen, Konzentrationslager-Wachmannschaften und Kriegsverbrechen. Mythen der Waffen-SS Hier zu Teil I: Waffen-SS Mythen. Einsatzgruppen und KZ-Wachmannschaften Entgegen der ursprünglichen Konzeption von Hausser und Steiner, hatte Reichsführer-SS Himmler der Waffen-SS zahlreiche andere Einheiten hinzugefügt, welche wenig mit dem eigentlichen Kampfauftrag der Truppe zu tun hatten. Dazu gehörten die Massenmorde der Einsatzgruppen und auch die KZ-Wachmannschaften, die sogenannten Totenkopf-Wachbataillone. Auch deren Soldaten trugen Waffen-SS-Soldbücher und auch die Einsatzgruppen hatten Mitglieder aus Soldaten der Waffen-SS, ebenso wie Angehörige der Militärpolizei des Heeres, SD-Männern (SS-Sicherheitsdienst) und freiwilligen Ausländern. Diese Henker und Wachen waren nicht für den Kampf ausgebildet oder dafür vorgesehen. Veteranen der Waffen-SS haben deshalb immer wieder darauf hingewiesen, dass sie bei diesen höchsten politischen Entscheidungen kein Mitspracherecht hatten, welche Männer in die Waffen-SS übernommen wurden und in vielen Fällen war ihnen überhaupt nicht bewusst, dass sie organisatorisch mit derartigen Gruppen verbunden waren. In den Köpfen der Überlebenden der SS-Verfügungstruppen waren sie und ihre germanischen Genossen die ‘wirkliche’ Waffen-SS und die anderen Elemente lediglich ein Umstand des Krieges. In ihren schriftlichen Erinnerungen heben die Veteranen jene Details hervor, welche für sie bedeutend waren. Das war vor allem, dass sie sich selbst als eine Elitetruppe ansahen, welche in vielen Schlachten tapfer gekämpft und zumeist ehrenhaft gedient hatte. Sie behaupteten, dass sie ‘genauso Soldaten wie die anderen’ aus dem Heer gewesen waren und zumindest die SS-Männer selbst sahen sich in diesem Anspruch als gerechtfertigt. Was diesen Anspruch erschwert, ist der Umstand, dass die Waffen-SS aus so vielen anderen Elementen bestand, wie anfangs beschrieben. Die Situation wird dadurch noch unübersichtlicher, dass es einen unterschiedlich starken Personalaustausch zwischen den Einsatzgruppen, den Totenkopf-Wachbataillonen und den Kampftruppen gab. Viele Menschen konzentrieren sich oft auf das Negative und heben die verschiedenen fragwürdigen Verbände hervor, welche mit der Waffen-SS in Verbindung gebracht werden und die unehrenhafte Handlungen während des Krieges begannen haben. Dies war jedoch nicht die Waffen-SS, welche Hausser und Steiner in den 1930er Jahren ursprünglich gründen wollten. Die Auseinandersetzungen mit der politischen Führung um ihre Vision resultierte in einer Vorverurteilung aller kämpfenden Mitglieder der Waffen-SS wie z.B. von der SS-Division Reich und Leibstandarte-SS-Adolf Hitler, ebenso wie alle gegen ihren freien Willen dazu eingezogenen deutschen Wehrpflichtigen im letzten Kriegsjahr und die freiwilligen, hoch motivierten Ausländer oder Volksdeutschen. Kriegsverbrechen Wenn die Probleme des Dienstes von Volksdeutschen in der Waffen-SS schon komplex und leicht missverständlich sind, so trifft dies auch auf die damit verbundenen Kriegsverbrechen und Gräueltaten dieser Einheiten zu. Bei beiden Themen wird viel spekuliert und vermutet, oft in Ermangelung solider Fakten. Die Kriegs- und Nachkriegspropaganda hat auch dieses Thema verwässert und spielte damit vielen Menschen in die Hände, welche die Waffen-SS als Verantwortliche für fast alle Kriegsverbrechen ansehen wollten und damit die Angehörigen der Wehrmacht davon freizusprechen. Es herrscht der weit verbreitete Glaube vor, dass die Männer Waffen-SS politisch indoktrinierte Soldaten auf die ein oder andere Weise waren. Die genaue Auslegung variierte in Abhängigkeit der Perspektive des jeweiligen Beobachters. Aus diesem Grund wurde also angenommen, dass der größte Teil der deutschen Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg von der Waffen-SS durchgeführt wurden. Zeitzeugen und ihre schriftlichen Aufzeichnungen unterstützen jedoch die Behauptungen vieler Veteranen der Waffen-SS, dass die politische Indoktrination maximal einen kleinen Anteil an der Ausbildung hatte. Denn die politische, ethnische und historische Indoktrination erfolgte im Dritten Reich schon in den nationalsozialistischen Jugendgruppen, wie der ‘Deutschen Jugend’ oder ‘Hitlerjugend’. Die Mitgliedschaft in der Hitlerjugend oder ihren verschiedenen Unterabteilungen wurde bereits 1936 zur Pflicht und die nationalsozialistische Indoktrination wurde vom Staat und mit der Gestaltung des Lehrplans an Schulen und Universitäten untermauert. Mithilfe dieses Systems konnte eine Generation Jugendlicher bis einschließlich der Geburtsjahrgänge 1928 beeinflusst werden, welche während des Zweiten Weltkrieges zum Militärdienst einberufen wurden. Die auf diese Weise beeinflusste Jugend diente vor allem in der Wehrmacht, was im Laufe des Krieges zunehmend das deutsche Heer insbesondere betraf. Während des gesamten Dritten Reiches bestand das deutsche Heer überwiegend aus deutschen Männern, wobei Volksdeutsche und Ausländer nur einen kleinen Anteil ausmachten. Dagegen bestand die Waffen-SS immer zwischen 33 und 50 Prozent aus Volksdeutschen oder Ausländern. Diese jungen Männer waren nicht in der Atmosphäre der nationalsozialistischen Indoktrination aufgewachsen und auch nicht mit den rassischen oder anderen toxischen Ideen des Nationalsozialismus in Berührung gekommen. Wenn auch einige von ihnen durch faschistischen oder anderen chauvinistischen Tendenzen beeinflusst worden waren, so waren doch nur wenige einer Indoktrination ausgesetzt, geschweige denn, was sie sich zu dieser Zeit in der Propaganda-Erziehung bei den Nazi-Organisationen in Deutschland abspielte. Damit besaß die Waffen-SS als Organisation einen geringeren Anteil von jungen Männern als die Wehrmacht oder insbesondere das Heer, die unter den Lehren des Nationalsozialismus aufgewachsen waren. In die entgegengesetzte Richtung wirkt sich jedoch aus, dass die Mehrzahl der deutschen Staatsangehörigen, welche bei der Waffen-SS dienten, sich freiwillig dafür gemeldet hatten. Es ist daher anzunehmen, dass diese Freiwillige eher eine größere Überzeugung den nationalsozialistischen Lehren entgegenbrachten. Allerdings gab es auch einen hohen Prozentsatz an jungen Freiwilligen für das deutsche Heer, die Marine oder Luftwaffe. Somit ist es kaum zutreffend, die Waffen-SS als einen Verein aus mehrheitlich Nazi-Fanatiker zu charakterisieren. Wahrscheinlich waren ihre Angehörigen im Durchschnitt weniger oder keinesfalls mehr Indoktriniert als die Angehörigen beim Heer. Um den schlechten Ruf der Waffen-SS zu erklären, ist es sinnvoll die Auswirkungen des politischen Opportunismus und die Art der Kriegsführung gegen Partisanen zu untersuchen. Insbesondere die Elite-Panzerdivisionen der SS waren eine geschlossene Gruppe und ein nicht zu übersehendes Ziel für angebliche Kriegsverbrechen schon während des Krieges, da sie für viele Verluste und auch Niederlagen der Sowjets und westlichen Alliierten verantwortlich waren und man auch offensichtlich auf Rache aus war. Manchmal wurden sie auch von deutschen Heerführern beschuldigt, vor allem, wenn die mit ihnen geplanten Operationen nicht das gewünschte Ergebnis brachten. Nach Kriegsende wurden diese Verbände und auch andere der Waffen-SS für die Mehrzahl der Kriegsverbrechen verantwortlich gemacht, während nur wenige Vorwürfe gegen Einheiten des Heeres erfolgten, selbst wo sie gerechtfertigt gewesen sein mögen. Interessanterweise wurden für jede der ersten acht SS-Divisionen eigene Straftaten gefunden, sowie für die Schwesterdivisionen von drei dieser Verbände. Diese Vorfälle sind manchmal wenig mehr …

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