US-Infanterie schießt auf Japaner



US-Infanterie schießt auf Japaner

US-Infanterie schießt auf Japaner

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  • PzKpfw III dient hier der Infanterie als Feuerschutz

    Geschichte von deutschen Divisionen im Zweiten Weltkrieg. Bezeichnungen, Aufstellung, Kommandeure, Gliederung und Ausrüstung, Geschichte, Einsätze und Ende ausgewählter Divisionen der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Divisionen der Wehrmacht Die Dauer des Zweiten Weltkrieges erforderte es, die seit 1935 existierende deutsche Großverbände – darunter fallen Divisionen, Brigaden und manchmal auch besondere Regimenter – der Wehrmacht immer wieder aufzufrischen und der neuen waffentechnischen und taktischen Entwicklung anzupassen. Deshalb entstanden zwischen 1939 und 1945 verschiedene Gliederungen, Sollstärken und Bezeichnungen für Divisionen. Wieder andere, bewährte Verbände wurden schließlich von Regimentsstärke auf ein ganzes Korps erweitert, so wie z.B. das Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring. Zusätzlich wurden noch zahlreiche Verbände neu aufgestellt, manchmal für spezielle Aufgaben oder nur als Improvisation für einen kurzen Zeitraum. Da bis zum Kriegsende viele hunderte deutsche Division im Rahmen der Wehrmacht aufgestellt wurden, können in dieser Kategorie der Webseite WWW.WELTKRIEG2.DE nur herausragende, einzigartige oder repräsentative Großverbände mit den wichtigsten Einzelheiten aus Bezeichnungen, Aufstellung und Ausbau, Gliederung, Ausrüstung, Kommandeure, Besonderheiten und ihre Geschichte und Einsätze bis zu ihrem Ende während des Zweiten Weltkrieges behandelt werden. Dies sind vor allem die Elite-Verbände des Heeres, Waffen-SS und der Luftwaffe, sowie einige der Panzer-Divisionen und weitere Spezialeinheiten. Kriegsgeschichte von Divisionen Wiederbewaffnung und Gründung der Wehrmacht Am 2. August 1934 verstarb der alte Reichspräsident von Hindenburg und Adolf Hitler verkündete sofort, dass er nun als ‘Führer’ die Aufgaben von Reichskanzler und Reichspräsident gemeinsam übernehmen werde. Schon am nächsten Tag legte die Reichswehr einen Treueid auf den Führer persönlich, und nicht wie zuvor auf das Amt des Präsidenten und des deutschen Staates ab. Bis zum nächsten Jahr war die zuerst heimliche Wiederbewaffnung Deutschlands nicht mehr zu verbergen, die Alliierten beließen es aber lediglich bei Protesten gegen den offensichtlichen Bruch des Vertrags von Versailles. Nur die Briten luden im Februar 1935 eine deutsche Delegation nach London ein, um fruchtlose Gespräche zu führen. Kurz zuvor, am 13. Januar 1935, stimmen 90,3 % der Wähler im Saarland für den Wiederanschluss an Deutschland. Als Reaktion darauf verdoppelte Frankreich seine Armee am 6. März durch Heraufsetzung der Dienstzeit und Herabsetzung des Alters zur Wehrpflicht. Als Folge davon verkündet Göring am 10. März bei einem Empfang für die ausländischen Luftwaffen-Attachés, dass Deutschland bereits eine schlagkräftige Luftwaffe aufbaut und schon über mehrere Jagd- und Bombergeschwader verfüge. Hitler legte am 16. März 1935 nach, indem er die Klauseln zur Rüstungsbeschränkung des Versailler Vertrages aufkündigte. Das ‘Truppenamt’ wurde wieder zum Generalstab unter von Beck und die neue Wehrmacht sollte von den 100.000 Mann der Reichswehr auf 550.000 Mann in 36 Divisionen vergrößert werden. Pläne für die Vergrößerung der deutschen Streitkräfte wurden bereits um die Jahreswende 1933/1934 ausgearbeitet, allerdings ging das Truppenamt ursprünglich nur von 20 oder 21 Divisionen mit 300.000 Mann aus. Nach Becks Vorstellung sollte ein langsames Anwachsen auf 500.00 Mann bis zum Beginn der 1940er Jahre erfolgen, um Mannschaften und Offiziere bestmöglich auszubilden und nicht als Kanonenfutter zu verheizen. Hitler setzte sich jedoch durch, indem er betonte, dass jeder gute Nationalsozialist mangelnde Ausbildung durch seinen fanatischen patriotischen Eifer ausgleichen würde. Bereits im Juni 1934 wurde die ‘Inspektion der Kraftfahrtruppen’ eingerichtet, wobei Oberstleutnant Heinz Guderian ihr Stabschef wurde. Guderian hatte kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs die Kriegsakademie besucht und war auch ein Teilnehmer der Sedan-Generalstabslehrgänge gewesen. Schon kurz nach Kriegsende entwickelte er sich dann bei der Reichswehr zum führenden Fachmann und Befürworter des Bewegungskrieges mit Panzern. In dieser Zeit entwickelte er bereits die Gliederungen, Taktiken und Techniken einer zukünftigen Panzertruppe. Ab 1935 erstellte das ‘Kommando der Kraftfahrtruppen’ Spezifikationen für Panzerkampfwagen, leichte Artilleriegeschütze, Panzerabwehrkanonen, LKWs, Waffenträger, Feldfunkgeräte und anderes Material für die zukünftige Panzertruppe. Bereits im Spätsommer 1935 war die erste Versuchs-Panzer-Division einsatzbereit und nach vier Wochen intensiver Ausbildung wurden eine ganze Reihe taktischer Einsatzversuche durchgeführt. Kurz nach diesen Manövern wurde die Bezeichnung des Stabes in ‘Kommando der Panzertruppen’ geändert. Wenige Tage später, am 15. Oktober 1935, wurden drei weitere Panzer-Divisionen aufgestellt und Guderian wurde bereits nur mit dem Rang eines Obersten schon einer ihrer Divisionskommandeure. Nach dem Anschluss von Österreich wurde das deutsche Heer mit Stichtag 1. April 1939 auf etwa eine Million Mann in 51 aktiven Divisionen vergrößert. Bei einer Mobilmachung standen zusätzlich noch 750.000 Reservisten für 52 Reserve- und Landwehr-Divisionen bereit. Das Offizierkorps hatte zu diesem Zeitpunkt eine Stärke von über 25.000 aktiven Offizieren, darunter 500 Generalstabsoffiziere, erreicht. Dabei war die Qualität der Offiziere aufgrund des schnellen Anwachsens der Wehrmacht schlechter als es wünschenswert gewesen wäre. Die motorisierten Verbände bestanden aus 12 hinreichend ausgebildeten und ausgerüsteten Panzer- und motorisierten Divisionen. Vier weitere Divisionen standen kurz vor der Einsatzbereitschaft. Dies war aber nur etwa ein Viertel des deutschen Heeres, dem Rest fehlten Offiziere und vor allem erfahrene und verlässliche Unteroffiziere. Die traditionellen Divisionen waren aufgrund der raschen Vergrößerung des Heeres nicht hinreichend ausgebildet und es fehlten ihnen immer noch ausreichend moderne Waffen und Ausrüstung. Nur durch die Beschlagnahmung der Waffen des tschechoslowakischen Heeres im Frühjahr konnte die Lage verbessert werden, führte aber gleichzeitig zu Organisationsproblemen durch die Integration von fremden Waffensystemen. Generalstabschef Halder, welcher nach dem Rücktritt von Beck, diesen Posten übernommen hatte, erwartete eigentlich erst einen zufriedenstellenden Ausbildungsstand bei Offizieren und Mannschaften im Jahr 1943. Die wichtigste Einheit in der Wehrmacht war die Division, von der fünf Basistypen existierten: Infanterie-Division, motorisierte Infanterie-Division, Panzer-Division, Leichte Division und Gebirgsdivision. Infanterie-Division der Wehrmacht Infanterie-Divisionen wurden in Wellen aufgestellt und die Divisionen jeder Welle variierten bis zu einem gewissen Grad in Umfang, Organisation und Ausrüstung, abhängig von ihrem vorgesehenen Verwendungszweck und der Verfügbarkeit von Männern und Material. Die 35 Divisionen, welche die ursprünglich erste Welle der Wehrmacht bildeten, hatten eine Stärke von jeweils nahezu 18.000 Mann, während die der nächsten Welle 15.000 Mann stark waren. Divisionen der dritten und vierten Welle hatten wesentlich weniger Artillerie-Unterstützung als die vorhergehenden Formationen. Die Infanterie-Division der Wehrmacht bestand aus drei Infanterie-Regimentern von jeweils etwa 3.000 Mann und einem Artillerie-Regiment sowie zusätzliche Unterstützungseinheiten. Im Gegensatz zu der Praxis in den meisten anderen Armeen, galten Pioniere und die Aufklärungseinheit als Kampfeinheiten, und führten oft mit ihrer hervorragenden Ausstattung aus Flammenwerfern und Panzerabwehrkanonen den Angriff an. Die Abteilung war eine Einheit unterschiedlicher Stärke, mehr …

  • Selbstladekarabiner M1, häufigste amerikanische Waffe im Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. US Carbine Caliber .30 M1, M1A1, M2, M3 Typ: Automatischer Selbstladekarabiner. Geschichte Der US Carbine M1 hat seine Ursprünge im Jahr 1938 aufgrund einer Anforderung der amerikanischen Infanterie nach einem leichten Gewehr, vergleichbar mit dem Karabiner der Kavallerie vergangener Tage. Diese Waffe sollte das Standardgewehr und die Pistole, mit denen Fahrer, Maschinengewehrschützen, Granatwerfer-Mannschaften, Offiziere, Artilleristen, Fernmeldesoldaten, Spezialisten, Fahrzeugbesatzungen, Köche, Feldpriester und andere Angehörige der Streitkräfte, deren hauptsächlicher Einsatz nicht als Gewehrschützen erfolgte, ersetzen. Denn das Standardgewehr Garand M1 war zu schwer und zu groß und die Colt M1911 Pistole hatte keine ausreichende Reichweite und Wirksamkeit. Diese Forderung wurde jedoch zurückgewiesen, zweifellos wegen finanzieller Gründe. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde der Antrag aber 1940 wieder eingereicht und wurde diesmal wohlwollender aufgenommen, da die US Army nun ausgebaut wurde und die Produktion des Standardgewehres M1 Garand schon bis zum äußersten angespannt war.   Bis Oktober 1940 waren die Entwurfsspezifikationen vorbereitet und bei zahlreichen Waffenbauern herumgereicht worden. Zusätzlich erhielt die Firma Winchester einen Auftrag, eine spezielle Patrone als Munition zu entwerfen, welche eine 7,128 Gramm schwere Kugel mit einer Geschwindigkeit von 567 Metern pro Sekunde verschießen sollte. Diese wurde offiziell das ‘.30 Short Rifle Cartridge’ genannt und basierte größtenteils auf einer älteren, kommerziellen Patrone, der ‘Winchester .32 Automatic Sporting Rifle Cartridge’. Es war eine pistolenähnlichen Patrone im Kaliber .30, jedoch mit erhöhter Leistung, die ein Feuern auf bis zu 300 Metern ermöglichte. Elf Firmen reichten Waffen für Testversuche ein. Einige wurden sofort abgelehnt. Andere, welche vielversprechend aussahen, für weitere Entwicklungsarbeiten zurückgeschickt und schließlich sieben Stück zu den Tests zugelassen. Von diesen wurde der Entwurf der Firma Winchester angenommen, welcher eine Modifikation des Bolzens des Garand-Gewehres mit einem Gaskolben mit einem kurzen Anschlag verwendete, welcher ursprünglich für ein potenzielles Militärgewehr entwickelt wurde. Der in seiner Grundfunktion vom Garand-Gewehr abgeleitete Entwurf wurde dabei von David M. Williams vervollkommnet. Die Gasdruck-Funktion verwendete einen eingeschlossenen Kolben, welcher eine Distanz von etwa 85 mm zurücklegte. Dieser schlägt auf ein Gleitstück, welches genug Energie liefert, um den Bolzen gegen die Kraft der Rückstellfeder durchzudrücken. Die Rückwärtsbewegung des Bolzens spannt auch den Hahn, bevor die Feder ihn zurückzieht, wobei eine neue Patrone geladen wird und der Bolzen festgehalten wird. Der Selbstladekarabiner M1 wurde im Oktober 1941 eingeführt und im Frühjahr 1942 begann seine Produktion in Großserie in neun Fabriken. Dort wurden bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges fast 6 Millionen Karabiner gebaut, womit er häufiger als das Standardgewehr M1 Garand in den amerikanischen Streitkräften vorkam. Während des Krieges wurde der Entwurf weiter vervollkommnet und erhielt unter anderem ein einfacheres Visier und einen Bajonetthalter. Um Zeit zu sparen, wurde der US Carbine cal .30 M1 nur als Einzelschusswaffe in Dienst gestellt. Allerdings erfolgte auch bald die Produktion des sonst unveränderten US Carbine cal .30 M1A1 mit einklappbarer Schulterstütze und Pistolengriff für die Luftlandetruppe. Nachdem genügend der Waffen für die Truppe verfügbar waren, wurde auch das automatische Feuer übernommen und dieser Karabiner wurde als US Carbine cal .30 M2 bezeichnet. Er hatte eine zyklische Feuerrate von 750 bis 775 Schuss in der Minute und verwendete ein gekrümmtes 30-Schuss-Kastenmagazin. Der US Carbine cal .30 M3 hatte ein spezielles Infrarot-Zielsichtgerät für Nachteinsätze. Die beiden letzten Versionen wurden erst nach Kriegsende bei der Truppe eingeführt und damit erreichte die Gesamtproduktion 6.332.000 Stück. Während des Zweiten Weltkrieges erhielt eine standardmäßige Infanterie-Kompanie der US Army insgesamt 28 Carbine M1. Das Hauptquartier der Kompanie wurde mit 9 Karabinern, der schwere Waffen-Zug mit 16 Karabinern und die drei Schützen mit je 1 Karabiner ausgestattet, obwohl diese Zahlen an der Front dann stark variierten, da sich die einzelnen Einheiten und Soldaten oft nach eigenem Ermessen bewaffneten. Die Meinungen über den Karabiner M1 im Einsatz gingen auseinander. Es war zweifellos eine sehr gut zu handhabende Waffe, leicht und einfach zu benutzen und überall gut unterzubringen, z.B. in Fahrzeugen oder auch Flugzeugen. Jedoch waren die Kugeln eher die einer Pistole als die von einem Gewehr, sodass als Folge davon die Genauigkeit bei Entfernungen über kurze Distanzen nicht zufriedenstellend war. Die Waffe war nur effektiv bis etwa 100 Metern. Es fehlte auch etwas die Wirksamkeit der Geschosse nach einem Treffer. Trotzdem war auch die deutsche Wehrmacht von der Waffe ausreichend überzeugt, dass sie die zahlreichen, erbeuteten Exemplare unter der Bezeichnung ‘Selbstladekarabiner 455a’ in der letzten Phase des Krieges in Europa verwendet. Auch die US Marines im Pazifik übernahmen mehr und mehr den Karabiner M1 auch bei den Kampftruppen, da er mit seinem Gewicht und Abmessungen eine geringere Belastung im Dschungelkrieg darstellte als das Standardgewehr und hier die relativ kurze Reichweite kein allzu großer Nachteil war. Allerdings stellten Marinesoldaten und Soldaten der US-Armee fest, welche in häufige, tägliche Feuergefechte verwickelt waren, dass die Waffe nicht genügend Durchschlags- und Wirkungskraft hatte. Während die Kugeln des Garand-Gewehres leicht die Vorder- und Rückseite von japanischen Stahlhelmen und die auch in der letzten Kriegsphase von den Japanern verwendete Körperpanzerung durchdringen konnten, war dies beim M1 Carbine oft nicht der Fall – sogar manchmal auch nach mehreren Treffern nicht. Trotz der Massenproduktion während des Krieges wurde das M1 danach kaum noch verwendet. Zwar verwendeten viele Polizei-Einheiten es später, aber hauptsächlich wegen des schwachen Geschosses, welches im Polizeieinsatz in den meisten Situationen sicherer war, als schlagkräftigere Patronen. Dafür typisch war die Royal Ulster Constabulary in Nord-Irland, welche den Karabiner M1 gegen die IRA einsetzte. Ein weiteres Problem ist die Verbreitung der .30-Patrone. Während des Krieges wurde die Patronen in millionenfacher Anzahl hergestellt, aber da es danach kaum noch für ein bedeutendes Waffensystem verwendet wurde, gibt es auch kaum Nachschub davon. Varianten M1A1: Wie das M1, aber mit einem Pistolengriff und einer einklappbaren Skelett-Rahmen-Schulterstütze. Diese Ausführung war für die Fallschirmtruppe vorgesehen und wurde von Mai 1942 bis Kriegsende in einer Anzahl von ca. 140.000 Stück gebaut. M2: Version mit vollautomatischen Feuer. Es entsprach dem M1 mit der Ausnahme eines zusätzlichen Auswahlschalters an der linken Seite für den Feuermodus. Standardisiert im September 1944 und ein spezielles 30-Schuss-Magazin wurde dafür entwickelt. Die zyklische Feuerrate war etwa mehr …

  • 3d-Modell F4U-1 Corsair

    F4 Corsair, der US-Jagdbomber mit der höchsten Luftsieg-Quote aller Zeiten. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Vought F4 Corsair Typ: US bordgestützter Jagdbomber. Geschichte: Die Produktion der F4 Corsair hielt für mehr als zehn Jahre an und der Typ blieb bis 1965 in Dienst. Die Gesamtproduktion belief sich auf 12.571 F4 Corsair. Die Vought F4 Corsair war der beste bordgestützte Jäger des Zweiten Weltkrieges und stach in mancher Hinsicht sogar die P-51 Mustang aus. Doch trotz dieser herausragenden Qualitäten unternahm die F4U Corsair fast die Hälfte ihrer operativen Einsätze von Landbasen aus. Nachdem die F4U Corsair in Dienst gestellt wurde, hielt die US Marine das Jagdflugzeug für fast ein Jahr als ungeeignet, um es von Flugzeugträgern aus einzusetzen. Trotzdem errang das großartige Jagdflugzeug eine beeindruckende Siegesserie. Allein im Pazifik konnten die F4U 2.140 japanische Flugzeuge bei einem Verlust von lediglich 189 Corsairs in 64.051 Einsätzen abschießen. Diese Einsatzstatistik ist ohne Konkurrenz in der Geschichte des Luftkrieges. Von den Japanern wurde die Corsair deshalb als ‘pfeifender Tod’ bezeichnet. Die Abschuss-Quote gegenüber der Zero betrug im letzten Kriegsjahr Zwölf zu Eins, während es gegenüber den neueren japanischen Jagdflugzeugen Ki-84 Hayate, J2M Raiden und N1K1-J Shiden immer noch Sieben zu Eins war. Dabei muss allerdings für das ‘lediglich’ bei den moderneren japanischen Jägern berücksichtigt werden, dass zu diesem Zeitpunkt ein japanischer Pilot nur noch 100 Trainingsstunden erhielt mit praktisch keinerlei Ausbildung zum Luftkampf zwischen Jagdflugzeugen, während der Amerikaner 400 bis 500 Ausbildungsstunden hatte. Die Corsair wurde Anfang 1938 aufgrund eines Auftrages der US-Marine entwickelt, die den Bau eines Prototyps am 30. Juni anordnete. Der Chefkonstrukteur der Firma Vought, Tex B. Beisel, entwarf die kleinste noch mögliche Zelle, welche mit dem stärksten verfügbaren Motor ausgerüstet werden konnte. Er entschied sich für den neuen 2.000 PS starken Pratt&Whitney XR-2800 Double Wasp 18-Zylinder-Motor, der sich gerade in der Entwicklung befand. Ein Propeller mit großem Durchmesser war notwendig um die Kraft des starken Motors umzusetzen, was wiederum zu den Knick-Flügeln führte, welche die Corsair so sehr kennzeichneten. Diese hielten den großen Propeller – den größten der jemals in einen Jäger eingebaut wurde – davon ab, den Boden zu berühren und ermöglichten ein Fahrgestell einzubauen, dass den Belastungen von Decklandungen auf Flugzeugträgern standhalten konnte. Der Prototyp, der XF4U-1, flog zum ersten Mal am 29. Mai 1940 und erwies sich gleich zu Beginn als herausragender Erfolg. Am 1. Oktober, während eines Überführungsfluges, erreichte die Corsair als erstes amerikanisches Flugzeug eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 400 Meilen (643 km/h) in der Stunde. Der Feinschliff benötigte jedoch noch eine lange Zeit. Zunächst wurde die Bewaffnung verstärkt. Dies bedeutete, die Treibstofftanks neu zu platzieren und einen weiteren im Rumpf einzubauen. Danach musste das Cockpit um fast einen Meter zurückversetzt werden, was zu Sichtproblemen für den Piloten auf dem Boden führte. Und es war die Frage der unzureichenden Sicht für den Piloten über die lange Nase hinweg, die offizielle Stellen von einer Verwendung der Corsair auf Flugzeugträgern so lange Zeit abhielten. Dennoch wurde ein erster Auftrag über 584 F4U am 30. Juni 1941 erteilt und das erste Serienmodell war ein Jahr später fertig. Bis Ende 1942 hatte die US-Marine 178 Flugzeuge erhalten, wenn auch die Corsair nicht vor April 1944 von Flugzeugträgern aus eingesetzt wurde. Die Corsair wurde erstmals von den US Marines am 13. Februar 1943 von Guadalcanal aus eingesetzt. Die US Navy setzte ihre F4U erst einmal nur von Landbasen aus ein. Die F4U-1A Untertypen hatten unterschiedliche Cockpits, während die F4U-1D aus dem Jahr 1944 einen stärkeren Motor und schwerere Bewaffnung mit 20-mm-Maschinenkanonen erhielt. Die F4U-1 Corsair war die zahlenmäßig stärkste Version: insgesamt wurden 4.102 von Vought, 4.014 von Goodyear und 735 von Brewster gebaut. Großbritannien erhielt 2.012 Corsair und Neuseeland 370. Die letzte Version, welche während des Zweiten Weltkrieges gebaut wurde, war die F4U-4 mit einem 2.450-PS-Motor. Nur wenige davon kamen noch vor der japanischen Kapitulation zum Einsatz. Die Produktion der Corsair lief noch bis 1952 und viele davon kamen im Korea-Krieg zum Einsatz. Bewaffnung und Zuladung Eine Bombenzuladung unter den Flügeln und Raketen waren für die Corsair von Beginn der Entwicklungsphase an vorgesehen gewesen. Jedoch bestand die grundsätzliche Bewaffnung aus Maschinengewehren, welche in die Flügel eingebaut waren. Dies waren sechs 12,7-mm-Colt-Browning M2 zusammen mit Munition und einer Geschossgeschwindigkeit von 865 m/s und 800 Schuss je Minute. Die Patronengurte hatten selbst-abwerfende Metallbindungen. Um die Geschosskartuschen davon abzuhalten, in den Gurt des benachbarten Maschinengewehrs zu geraten, wurden die Browning-MGs wie in einem Treppenhaus angeordnet. Das Maschinengewehr am nächsten zur Flügelspitze wurde am weitesten zurückversetzt, während dasjenige am nächsten zum Rumpf am wenigsten versetzt war. Jedes der zwei Maschinengewehre in jedem Flügel, welche am nächsten zur Flügelzelle platziert waren, hatte einen 200-Schuss-Magazinkasten. Die äußersten Maschinengewehre waren in einem dünneren Abschnitt des Flügels montiert und hatten einen kompakteren Munitionskasten mit nur jeweils 175 Schuss. Die sechs Maschinengewehre waren so kalibriert, dass sie ein 1,80 Meter großes Ziel auf eine Entfernung von 305 Metern trafen. Den Auslöser für etwa eine Sekunde niederzudrücken, führte zum Abschuss von etwa 8 Geschossen und die gesamte Feuerzeit betrug etwa 30 Sekunden. Dies war nach den damaligen Standards eine Menge und ermöglichte sieben Piloten des US-Marine-Korps und zwei der US-Navy fünf Abschüssen innerhalb eines Tages zu erzielen und damit sofort zu einem Flieger-‘Ass’ zu werden. Der Rekord wurde dabei von Alfred Lerch von der Trägereinheit VF-10 aufgestellt. Vom Flugzeugträger Interpid aus, schoss er am 6. April 1945 sieben feindliche Flugzeuge ab. Während des gleichen Luftkampfs schoss Lerchs Vorgesetzter, Leutnant Phillip Kirkwood, sechs japanische Flugzeuge ab. Zwei Wochen später schoss Major Jefferson Dorroh von VMF-323 in der gleichen Gegend ebenfalls sechs feindliche Flugzeuge während eines Luftkampfs ab. Drei verschiedene Arten von Munition wurden zumeist verwendet: Panzerbrechende Brandmunition (API), Vollkugeln und Leuchtspurgeschosse. Die Anordnung auf dem Munitionsgurt war in Abhängigkeit von dem Bedarf und Wünschen bei den einzelnen Staffeln oder Piloten. Der Einfluss des Gewichts der Geschosstypen auf die Ballistik wurde dadurch minimiert, dass gewöhnlich nur auf kurze Entfernungen gefeuert wurde. Diese Angaben gelten für die F4U-1, F4U-1A und F4U-2 von 1942 bis 1944, jedoch nicht für die mehr …

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