vollsichtverglaste Rumpfbug einer He 111


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Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Griechische Soldaten 1940/41

    Stärke und Organisation der Streitkräfte von Griechenland 1940 bis 1941 im Krieg gegen Italien und Deutschland im Balkanfeldzug. Die griechischen Streitkräfte von 1940 bis 1941. Von 1938 bis zum deutschen Angriff 1941 war Griechenland eine konstitutionelle Monarchie unter König Georg II., aber die tatsächliche Macht lag in den Händen des faschistischen Diktators General Metaxas. Griechische Streitkräfte Die griechischen Streitkräfte litten – wie übrigens auch die der meisten der kleineren Nationen – an einem Mangel an modernen Waffen und Kraftfahrzeugen. Allerdings war die gebirgige Grenze zu Albanien ideal für jeden Abwehrkampf und die traditionelle Zähigkeit der Griechen war zu viel für die italienischen Angreifer. Die zu Beginn des italienischen Angriffs am 28. Oktober 1940 zahlenmäßig unterlegene griechische Armee war nicht nur in der Lage diesen aufzuhalten, sondern konnte die Invasoren sogar bis nach Albanien hineinzurückdrängen, wo sie mit englischer Materialhilfe und Unterstützung durch die RAF die Front bis April 1941 halten konnte. Am 6. April 1941 erfolgte jedoch der deutsche Angriff von Bulgarien und über Jugoslawien aus, und dieser Offensive von der besten Armee in Europa konnte die griechische Armee nicht mehr standhalten. Trotz erbitterten Widerstandes zwang die Wehrmacht die griechische Armee in Ost-Mazedonien zur Kapitulation und die Briten zum Rückzug. Am 20. April kapitulierte auch die griechische Epirus-Armee und am 22. April begannen die verbliebenen britischen Einheiten mit der Evakuierung von Griechenland. Der Oberbefehlshaber über dei griechischen Streitkräfte hatte General Papagos und die direkte Operationsführung der Armee wurde von einem Oberkommando und fünf Armeekorps ausgeübt. Kurz vor dem italienischen Angriff am 28. Oktober 1940 mobilisierten die Griechen ihre Streitkräfte. Das Feldheer war in zwei Heeresgruppen, sechs Hauptquartiere, sechs Infanterie- und 9 Gebirgsjäger-Divisionen, vier Gebirgsjäger-Brigaden und eine Kavallerie-Division gegliedert. Bei Kriegsbeginn zählte die griechische Armee 430.000 Mann, jedoch waren die Verluste schwer und rund 60.000 Mann waren nach den Winterkämpfen gefallen, verwundet oder vermisst. Griechische Armee Divisionen der griechischen Armee: Im März 1941 bestanden die griechischen Streitkräfte aus insgesamt 540.000 Mann, zu den jedoch auch 50.000 Rekruten mit nur einem Monat Ausbildungszeit zählten. Diese waren unter 4 Armee-Kommandos und drei General-Hauptquartiere verteilt und bestanden aus 3 Infanterie-Divisionen, 14 Gebirgs-Divisionen, 1 Infanterie-Brigade, 1 motorisierte Division und 1 Kavallerie-Division. Der deutsche Angriff kostete Griechenland 15.700 Mann Verluste auf dem Schlachtfeld und 220.000 Soldaten wurden gefangengenommen, jedoch kurz danach wieder freigelassen. Die Armee-Korps bestanden aus zwei bis vier Infanterie- oder Gebirgsjäger-Divisionen. Das I., II., III. und IV. Korps wurden jeweils zusätzlich von einem Artillerie-Regiment aus 7 Batterien (8 x 85 mm, 8 x 105 mm und 12 x 155 mm Geschütze) unterstützt, während das V. Korps über zusätzlich 4 x 85 mm, 4 x 105 mm und 4 fest eingebaute 152-mm-Kanonen verfügte. Jedes Korps hatte auch seine eigene Flak-Abteilung aus 88 mm, 37 mm und 20 mm-Geschützen. Eine Infanterie-Division bestand aus drei Infanterie-Regimentern, ein Regiment aus Divisions-Artillerie und Unterstützungseinheiten. Die Gebirgs-Divisionen waren von besonderer Bedeutung, da die griechische Armee einen großen Mangel an modernen Waffen hatte und sie es daher bevorzugte, in den Bergen zu kämpfen. Die Gebirgs-Divisionen waren auf der gleichen Grundlage wie die Infanterie-Divisionen organisiert, aber mit weniger Artillerie. Gebirgs- und Infanterie-Divisionen waren beide 12.000 Mann stark. Die 56 Infanterie-Regimenter bestanden jeweils aus dem Regiments-Stab, einem Aufklärungszug, Hauptquartier-Zug, Stabskompanie und zwei Bataillonen. Jedes Bataillon hatte einen Bataillonsstab, drei Schützen-Kompanien und einer Maschinengewehr-Kompanie. Die Bataillonsstärke waren 58 Offiziere und 1.100 Mannschaften. Die Hauptbewaffnung bestand aus dem Männlicher-Schönauer M1903/14 Gewehr und die Unterstützungswaffen waren 36 leichte Maschinengewehre Hotchikss 8mm, acht schwere Maschinengewehre St.Etienne M07, vier 81-mm-Granatwerfer und zwei 65-mm-Gebirgsgeschütze. Die Elite-Soldaten der griechischen Armee waren die Evzones. Ursprünglich während des Unabhängigkeitskrieges zu Beginn des 19. Jahrhundert als Leichte Infanterie aufgestellt, wurden diese Hochländer 1833 Teil der regulären Streitkräfte. Im Jahr 1940 dienten sie in den Leichten Infanterie-Regimentern und mit der Königlichen Garde. Die Divisions-Artillerie der Gebirgs-Divisionen berstand aus vier Batterien – wobei in der griechischen Armee eine Batterie aus 4 Geschützen bestand – mit 75-mm-Gebirgskanonen, sowie zwei Batterien aus 105-mm-Geschützen. Infanterie-Divisionen hatten neun Batterien aus 75-mm-Feldgeschützen. Jedes Armeekorps hatte seinen eigenen Bestand an schwerer Artillerie und es gab 12 Batterien an schwerer Artillerie zum Einsatz bei dem Feldheer. Da alle Artillerie-Geschütze entweder aus Frankreich, Deutschland oder der Tschechien stammten, war England nicht in der Lage, die Griechen mit Munition dafür zu versorgen. Die noch vorhandenen Lagerbestände in den USA waren bald erschöpft, sodass die Engländer damit begannen die griechische Armee mit italienischen Beutebeständen aus Nordafrika auszurüsten und zu versorgen. Neben den Armeetruppen gab es noch eine Reihe von Bataillonen und Kompanien für die Verteidigung der Inseln und als Grenztruppen, sowie eine Anzahl von beweglichen und stationären Maschinengewehr-Einheiten. Als die Engländer im März 1941 auf dem griechischen Festland selbst mit Kampftruppen an Land gingen, mussten sie bestürzt feststellen, dass es einige Divisionen nur auf dem Papier gab. So hatte eine Division aus kürzlich neu aufgestellten Truppen gerade mal eine Stärke von sechs Bataillonen und als Transportmittel stand nur das Auto des Kommandanten und fünf Lastkraftwagen zur Verfügung. Die ‘motorisierte Division’ bestand aus 2.000 gerade eingezogenen KfZ-Mechanikern. Sie hatte nur 24 leichte italienische und holländische Tanketten, einige italienischen Lastkraftwagen, einige wenige britische Bren Gun Carrier und dazu noch ein paar Motorräder und Personenkraftwagen. Es gab zwei Regimenter von Kavallerie, jedes mit vier Schwadronen aus mit Säbeln bewaffneten Kavalleristen, einer Maschinengewehr-Einheit mit 12 MGs und eine Schwadron mit vier 81-mm-Granatwerfern. Ein drittes Regiment, welche gerade motorisiert wurde, bestand aus vier Schwadronen ausgerüstet mit Panzerspähwagen, einer Maschinengewehr-Einheit, einer Schwadron mit 81-mm-Granatwerfern, einer berittenen Maschinengewehr-Einheit mit 12 MGs und einer Schwadron bewaffnet mit Säbeln. Diese drei Regimenter, zusammen mit einer Batterie von Gebirgsartillerie, einer Pionier-Schwadron und einer Nachrichten-Schwadron wurden zu einer unabhängigen Brigade zusammengestellt und spielten eine wichtige Rolle bei der Abwehr des italienischen Angriffs. Neben dieser größeren Formationen gab es noch berittene Truppen, welche als Aufklärungseinheiten der Armee-Korps und Infanterie-Divisionen eingesetzt wurden. Diese Aufklärungs-Bataillone bestanden aus zwei Schwadronen, einer Maschinengewehr-Kompanie oder Abteilung und bei den Korps-Einheiten noch einer Granatwerfer-Abteilung. Die griechische Armee leistete einen starken Widerstand gegen die Achsentruppen und griechische Partisanen blieben ein unangenehmer Gegner in der nachfolgenden Zeit. Griechische Luftwaffe Das griechische Luftfahrtministerium war zuständig für die Unterhaltung der Luftstreitkräfte der Armee und mehr …

  • Herstellung von ZIS3-Feldgeschützen

    Die sowjetische Rüstungsproduktion im Zweiten Weltkrieg von 1939 bis 1945. Aufstellung der jährlichen russischen (sowjetischen) Rüstungsproduktion nach Waffengattungen und Rüstungsgütern (ohne Munition) sowie ein Vergleich des dafür notwendigen Rohstoffaufkommens. Russische Rüstungsproduktion nach Waffengattung Panzerfahrzeuge: Andere Rüstungsgüter: Rohstoffproduktion für diese Rüstungsproduktion: Rohstoffe (in Millionen Tonnen) und Jahr: Die Evakuierung der sowjetischen Industrien Nach dem Beginn von Unternehmen Barbarossa, dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 und deren enormen Anfangserfolgen, setzten die Russen bereits am 24. Juni 1941 einen ‘Evakuierung-Rat’ ein. Nachdem nach zwei Wochen Krieg klar war, wie gewaltig der deutsche Ansturm voranging, befahl der Ratsvorsitzende und Direktor des Fünfjahresplanes, Voznesenki, am 4. Juli 1941 die Verlegung der wichtigen Industrien und deren Arbeiter nach Osten zu organisieren. Lokale Komitees nutzten die Strukturen der Fünf-Jahres-Plan-Organisation mit ihren 3.000 Vertretern, um diese Bewegungen zu kontrollieren. Die eigentliche Evakuierung der Industrieanlagen begann im August 1941, als die deutschen Angriffe aus Erschöpfung und Nachschubmangel nach dem weiten Vorstoß erstmals zum Erliegen kamen und nur noch wesentliche Angriffsoperationen bei einer Heeresgruppe zuließen. Die Verlegungen der sowjetischen Industrien dauerten anschließend bis zum Jahresende an. Weniger bekannt ist jedoch, dass vor diesen ‘offiziellen’ Evakuierungen schon viel früher der Abtransport von Werkzeugmaschinen und Facharbeitern begann. So meldete der US-Militärattaché bereits Ende 1940 und Anfang 1941, dass es bedeutende Transporte von Maschinen und Arbeitern aus dem Moskauer Gebiet in den Osten gibt. Der recht schnelle russische Produktionsanstieg ab Anfang 1942 deutete darauf hin, daß die ersten Evakuierungen bereits 1940 begonnen hatten. Lediglich die Geschwindigkeit und das Ausmaß nahm im August 1941 zu. Die jeweilige Evakuierung begann nach einer Empfehlung einer lokalen Behörde an das Kommissariat des entsprechenden Industriezweigs. Nach einer Überprüfung wurde die Empfehlung vom Evakuierung-Rat genehmigt und ein Zeitplan mit Angabe des Datums, der Transportmethode und des Umsiedlungsorts festgesetzt. Darüber hinaus fanden auf Initiative der lokalen Behörden auch nicht offiziell genehmigte Evakuierungen statt. Die Evakuierung war in der ersten Augustwoche 1941 in vollem Gange. Unter Einbuße ihres aktuellen Produktionsergebnisses wurden viele Fabriken im August geschlossen, abgebaut und verladen und in den Ural verlegt. Da jedoch immer einige der Produkte und Waren dringend benötigt wurden, mussten einige Fabriken am Laufen gehalten werden, bis es für eine Evakuierung zu spät war. So konnten nur 17 der 64 Eisen- und Stahlwerke aus dem Donezbecken zwischen Oktober und Dezember 1941 evakuiert werden und die Panzerfabrik in Charkow wurde gerade erst zerlegt, als die deutschen Truppen eintrafen. Die Evakuierungen waren nur durch die Eisenbahn möglich. Während die Eisenbahn 2,5 Millionen Mann neuer Truppen im Juni, Juli und August an die Front brachte, nahmen sie die Maschinen der Industrieanlagen auf der Rückfahrt mit. So wurden zum Beispiel Anfang August im Bereich des Dnjepr täglich etwa 3.000 Eisenbahnwaggons mit Ausrüstungsteilen und Maschinen für die Eisen- und Stahlerzeugung, 1.000 Wagenladungen von der Elektroindustrie sowie 400 Wagenladungen von der chemischen Industrie und anderen Industriezweigen abtransportiert. Zwischen dem 8. und 15. August 1941 wurden auf 26.000 Eisenbahnwaggons Industrieanlagen aus der Ukraine abtransportiert. In Moskau wurden auf 80.000 Eisenbahnwaggons 498 Fabriken abtransportiert, darunter 75.000 Drehmaschinen. Zurück blieben nur 21.000 Drehmaschinen. Die Produktion von vielen Fabriken konnte im Dezember wieder aufgenommen werden. Allerdings verlief die Evakuierung nicht immer geordnet. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Planungen dafür nicht vollständig abgeschlossen waren und das die Hin- und Rückfahrten der Züge länger dauernden als sonst im Durchschnitt, sodass Ausrüstungsteile einfach neben den Gleisen heruntergeworfen wurden, um die Waggons für die Rückfahrt leerzumachen. Von den 700 Fabrikationsanlagen, welche in den ersten Monaten evakuiert wurden, erreichten nur 270 vollständig ihre geplanten neuen Standorte und 110 kamen nur mit einem Teil der Ausrüstung an. Manchmal war es notwendig, die Fabrikationsanlagen in irgendwelche Züge mit unbekanntem Ziel zu verladen, nur um zu verhindern, dass die deutschen Truppen die Maschinen erbeuteten. Derartige verwaiste Züge fuhren für eine lange Zeit durch das Land, weil es keine Planungen gab, was mit der Ausrüstung geschehen soll und niemand wusste, wo sie gebraucht wird. Die Verlegung der Fabriken nach Osten war eine riesige Aktion. In den letzten drei Monaten des Jahres 1941 wurden 1.360 Fabriken evakuiert. Davon 455 in den Ural, 210 nach West-Sibirien und 250 nach Zentralasien und Kasachstan. Bis zum Endes des Jahres waren insgesamt 1.523 große Fabriken verlegt worden, von denen einige sogar bis in den Fernen Osten gingen. Dies war zwar nur ein kleiner Teil der von den Deutschen insgesamt 32.000 eroberten Fabriken, aber die entscheidenden Rüstungsbetriebe, welche 12 Prozent in den eroberten Gebieten ausgemacht hatten, konnten evakuiert werden. Die Rüstungsproduktion entscheidet den Krieg Der sowjetische Sieg im ‘Großen Vaterländischen Krieg’ war untrennbar vor allem mit dem Erfolg der russischen Rüstungsindustrie verbunden, welche die Rote Armee mit einem konstanten Zustrom hochwertiger Panzerfahrzeuge versorgte. Obwohl in der Militärgeschichte die deutsche Auffassung akzeptiert wurde, dass die Niederlage der Wehrmacht an der Ostfront in den Jahren 1944 und 1945 auf eine überwältigende sowjetische Materialüberlegenheit zurückzuführen war, wird jedoch oft unterschätzt, wie schwierig es für die Russen war, diese zu schaffen. Es ist häufig nicht bekannt, dass die sowjetische industrielle Leistung während des Zweiten Weltkrieges wesentlich geringer war als die Deutschlands. Dies trifft vor allem auf die kriegswichtige Schlüsselindustrie der Eisen- und Stahlproduktion zu, die eigentliche Kennzahl für die Größe einer Rüstungsproduktion. Nach dem Verlust fast aller wichtigen Industriegebiete im europäischen Russland in den Jahren 1941 und 1942, erreichte Deutschland eine dreifach größere Stahlproduktion ! Trotzdem gelang es den Russen im Krieg mehr als 102.000 Panzerfahrzeuge zu bauen, gegenüber 76.000 in Deutschland. Nur die USA übertrafen noch mit ihrer Produktion von 287.000 Panzerfahrzeugen die sowjetische Produktion. Dies erreichten die Russen durch eine überlegene Industrie-Organisation und Verwaltung und durch beträchtliche Opfer des russischen Volkes. Von Beginn an konzentrierte sich die sowjetische Kriegsindustrie rücksichtslos nur auf die wichtigsten Waffen und so erreichte die Panzerproduktion – trotz der schwachen industriellen Basis – ein so hohes Niveau, weil Schiffs-, Lokomotiven-, Traktoren- und Automobilproduktion eingestellt oder zumindest stark zugunsten der Panzer zurückgefahren wurde. Noch verblüffender ist die Ungleichheit zwischen der Sowjetunion und Deutschland bei der Produktion der eigentlichen Kampfpanzer. Während des Krieges produzierte die Sowjetunion 79.611 Kampfpanzer im Vergleich zu 25.006 von Deutschland mehr …

  • 3D-Modell T34 Modell 1940

    Berühmter sowjetischer T-34 Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modelle vom T-34 Modell 1940, 1941 und 1942. T-34 Modell 1940, 1941 und 1942 Typ: mittlerer Kampfpanzer. Geschichte des T-34 Panzer Entwicklung 1937 wurde der noch junge M. Koshkin als Leiter des Entwicklungsbüros zu den KhPZ-Werken in Charkow versetzt. Seine neue Mannschaft bestand dort aus A. Morozow für die Kraftübertragung, N. Kucherenko und P. Vasiliew für das Laufwerk sowie M. Tarshinow für die Gestaltung des Panzerschutzes. Alle Beteiligten hatten schon wichtige Erfahrungen im Panzerbau gesammelt. Tarshinow hatte die Vorteile stark abgeschrägter Panzerungen bei den experimentellen Prototypen BT-IS und BT-SW studiert, während Morozw am neuen V-2-Dieselmotor beteiligt war, der erstmals in den BT-8 und dem Woroschilow-Traktor eingebaut wurde. Kucherenki und Vasiliew hatten am T-29-4-Prototypen gearbeitet, welcher die Anwendbarkeit des Christie-Laufwerks bei mittleren Panzern untersuchte. Die Aufgabe des Entwicklungsbüros war es, einen Ersatz für den schnellen BT-Panzer zu entwickeln und der neue Entwurf wurde intern als A-20 bezeichnet. Die Spezifikationen verlangten aufgrund der Erfahrungen im Spanischen Bürgerkrieg und gegen die Japaner im Fernen Osten einen Panzer, welcher auf jede Entfernung den Beschuss einer 37-mm-Pak widerstehen konnte, sowie einer 76-mm-Kanone aus Entfernungen von über 1.000 Metern. Da die russischen Benzinmotoren sich als zu empfindlich gegen Beschuss herausgestellt hatten, wurde auch die Verwendung eines weniger feuer- und explosionsgefährdeten Diesel-Motors verlangt. Schließlich folgte noch während des Winterkriegs 1939/40 gegen Finnland die Forderung, nur Schmiermittel zu verwenden, welche auch bei sehr tiefen Temperaturen den Einsatz ermöglichen. Im Mai 1938 wurde ein Holzmodell des A-20 dem Verteidigungs-Komitee vorgestellt. Dieses entsprach den Spezifikationen, welche von Pawlow als Vorsitzendem des ABTU gefordert wurden, mit einer 20-mm-Panzerung, einer 45-mm-Kanone und einem abnehmbaren Kettenlaufwerk um auch auf Straßenrädern fahren zu können. Das Entwicklungs-Team des A-20 war nicht von der Einrichtung mit den abnehmbaren Ketten begeistert, da dies zusätzliches Gewicht verursacht und die bisherigen Kampferfahrungen gezeigt hätten, dass diese Eigenschaft überflüssig ist. Koshkin argumentierte, dass das Fahrzeug zumindest 30 mm Panzerung haben müsste, um gegen aktuelle und zukünftige Gefahren bestehen zu können, sowie eine 76-mm-Kanone benötigt, um feindliche Panzer mit gleich guter Panzerung bekämpfen zu können. Stalin war persönlich bei Koshkins Vorführung anwesend und dies führte zur Genehmigung, den A-20-Prototypen und einen weiteren, schwereren Prototypen zu bauen. Letzterer wurde erst A-30 und später T-32 genannt und beinhaltete die Vorschläge von Koshkin. Prototypen beider Modelle waren im Juli 1939 fertig und nach Kubinka für Testversuche geschickt. Wie vorhergesagt, waren die Leistungen des A-20 bei den Tests unter Einsatzbedingungen im Gelände ohne Ketten miserabel, während er mit Ketten genauso gut war wie der T-32. Am 1. September 1939 wurden alle neuen sowjetischen Panzertypen vorgeführt, einschließlich des A-20, T-32, KW-Panzer, T-40 und T-50. Dabei gab es immer noch keine Einigkeit, ob der A-20 oder T-32 der bessere Entwurf war. So schlug Koshkin vor, den T-32 als universellen Panzer anzusehen, welcher die Aufgaben des bisherigen schnellen BT, Infanteriepanzer T-26 und des mittleren T-28 übernehmen kann. Einige Mitglieder des Komitees störte die Tatsache, dass ein T-32 soviel kostete wie drei leichte T-26 und Pawlow unterstützte immer noch seine Spezifikationen, nach denen der A-20 entworfen war. Eine Sitzung des Verteidigungskomitees wurde für den 19. Dezember 1940 einberufen, um die Angelegenheit zu klären. T-34 Modell 1940 Zwischenzeitlich trafen Nachrichten aus Finnland ein, dass die sowjetischen Panzer äußerst empfindlich gegen die finnischen Panzerabwehrgeschütze waren und die 45-mm-Kanone in den Panzern der Roten Armee nicht mit den dortigen Bunkern fertig werden. Um die Angst der Komitee-Mitglieder zu besänftigen, hatte Koshkin seinen Stab Schätzungen ausarbeiten lassen, welche nahe legten, dass die Panzerung des T-32 noch weiter verstärkt werden konnte, ohne größere Einbußen bei der Mobilität zu erleiden. Als Folge davon befahl das Verteidigungskomitee eine mit verstärkten Panzerschutz versehene Version des mittleren Panzers T-32 für die sofortige Produktion freizugeben, um den schnellen BT und mittleren T-28 Panzer zu ersetzen. Diese neue Version wurde als mittlerer Kampfpanzer T-34 bezeichnet und den Vertretern des Kommissariat für die mittlere Schwerindustrie wurde der Auftrag erteilt, 200 T-34 Panzer im Jahr 1940 zu bauen. Die ersten beiden Prototypen des T-34 waren im Februar 1940 fertig und wurden in harte Feldversuche geschickt. Im Juni 1940 wurden Koshkin und der Direktor der KhPZ in Charkow, Maksarev, zu einer Sitzung des verängstigten Zentralkomitees der Kommunistischen Partei bestellt, welche besorgt über die Niederlage von Frankreich waren. Die sowjetische Führung war ernsthaft schockiert über die Geschwindigkeit dieser Niederlage. Im Angesicht der schlechten Leistung der Roten Armee im Winterkrieg gegen Finnland hatten sie davor Angst, dass die Wehrmacht bald ein Auge auf Russland als nächstes Opfer werfen könnte. Stalin beharrte darauf, daß die Produktion des T-34 von 200 auf 600 Panzer erhöht wird, wovon 500 das KhPZ-Werk und 100 STZ bauen sollte. Die Massenproduktion des neuen Panzerentwurfs stellte sich als extrem schwierig heraus und die Lage wurde nicht erleichtert durch fortgesetzte Auseinandersetzungen über den T-34 und die Verbitterung vieler hoher Offiziere, welche von dem Panzer wenig begeistert waren. Das erste Serienmodell des T-34 Modell 1940 verließ die Panzerfabrik KhPZ Nr. 183 nicht vor September 1940. Dazu starb noch später im selben Monat sein Konstrukteur M. Koshkin, angeblich durch Lungenentzündung. 1940 wurden nur 115 T-34 gebaut und einige davon mussten mit M-17T-Motoren und BT-Panzer-Kupplungen ausgerüstet werden, da es einen fortlaufenden Mangel an den neuen V-2-Motoren und Kraftübertragungen gab. Bis zu Beginn des Unternehmens Barbarossa am 21. Juni 1941 waren dann allerdings 967 T-34 an die Rote Armee ausgeliefert worden, zuzüglich 508 schwere KW-Panzer. Animation 3d-Modell T-34 Modell 1940 T-34 Modell 1941 Das Debüt des T-34 Modell 1940 im Kampfeinsatz im Sommer 1941 zeigte zweifelsfrei, daß dies der beste Panzerentwurf seiner Zeit war. Die revolutionäre Konstruktion mit einer dicken, schräg angebrachten Panzerung, starker Feuerkraft und hervorragender Beweglichkeit ordnete ihn in einer Klasse über seinen deutschen Zeitgenossen, dem PzKpfw III und PzKpfw IV, ein. Dies zwang die Wehrmacht zu einem kostspieligen Programm, die vorhandenen Panzertypen besser zu bewaffnen und stärker zu panzern, sowie den PzKpfw V Panther vollständig neu als Gegengewicht gegen den T-34 zu entwickeln. Das Erscheinen des T-34 zwang die Deutschen auch noch ihr komplettes Arsenal an Panzerabwehrmitteln zu mehr …

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