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Verluste im Zweiten Weltkrieg



Anzahl der Verluste und Opfer im Zweiten Weltkrieg.
Militärische und zivile Menschenverluste, Verluste an Flugzeugen, Kriegsschiffen und Handelsschiffen aller Kriegsteilnehmer 1939 bis 1945.

Pionier-Gräber
Pionier-Gräber im September 1940 (Bild des Großvaters des Autors).

Militärische und zivile Menschenverluste der Kriegsteilnehmer 1939 bis 1945



Alliierte:

NationGefallen oder vermisstVerwundetGefangenZiviltote
Großbritannien395.800277.100172.60060.600 (plus 30.000 in der Handelsmarine)
Australien29.40039.80026.400ca. 250
Kanada39.30053.2009.000-
Indien36.10064.30079.500ca. 500
Neuseeland12.20019.3008.500-
Südafrika8.70014.40014.600-
Britische Kolonien6.8776.97222.323-
Britisches Empire mit Commonwealth insgesamt528.377475.072332.92361.350
Belgien8.000 (1940-45)15.900200.00012.000
Brasilien9434.222-ca. 100
China1.400.000 (2.200.000 1937-45)ca. 1.800.000-8.000.000 (20.000.000 1937-45)
Dänemark1.800--ca. 1.000-2.000
Frankreich122.000 (1939-45)335.000 (1939-45)1.456.500 (1939-45)470.000
Griechenland18.30060.000-415.000 (incl. 260.000 Verhungert)
Niederlande13.700 (1940-45)6.900?150.000 (einschl. in Asien und Vermisster)
Norwegen2.000??3.800
Philippinen27.000--91.000
Polenca. 90.800 (1939-45)ca. 166.700 (1939-45)ca. 1.000.000ca. 5.675.000 (davon 4.800.000 in Todeslagern)
Sowjetunionüber 13.600.000 (incl. 2.600.000 Kriegsgefangene)?ca. 6.000.000ca. 6.700.000
Tschechoslowakei10.000?-215.000
USA405.400671.801139.7096.000
Jugoslawien410.000425.000-1.200.000
Alliierte insgesamt 1939-45ca. 16.638.320ca. 3.960.595ca. 9.462.055ca. 23.061.600

Hinweis zur Sowjetunion: Während der Zeit des Kommunismus blieben Unterlagen über den Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion unter Verschluss und die offiziell angegeben Verlustzahlen waren propagandistische Schönfärbungen. Stalin selbst erklärte im Mai 1946, dass sich die sowjetischen Verluste von 1941 bis 1945 auf 7 Millionen Tote belaufen haben.

Eine genauere Untersuchung im März 2008, bei der die eingetragenen Dienstpflichtigen der Roten Armee überprüft wurden, ergab, dass als tot oder vermisst 14,241 Millionen (970.000 Offiziere und 13.271.269 Wehrpflichtige) Soldaten gelten müssen. Diese Arbeiten sind aber noch nicht abgeschlossen, da weiterhin Kriegsgräber auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion und in Osteuropa untersucht werden.

Achsenmächte:

NationGefallen oder vermisstVerwundetGefangenZiviltote
Deutsches Reichca. 3.250.000ca. 4.606.600ca. 3.400.0002.350.000 (davon 300.000 Nazi-Opfer)
Italien226.900ca. 66.000ca. 350.000ca. 60.000
Japanca. 1.219.000 (1.740.000 1937-45)94.000ca. 810.000 (davon 41.000 Tote)ca. 672.000
Bulgarienca. 20.000ca. 22.000-50.000 (incl. 30-40.000 Juden)
Finnland89.900201.600-3.400
Ungarn136.000ca. 250.000170.000290.000
Rumänienca. 481.000 (davon ca. 100.000 auf sowjetischer Seite)ca. 313.000 (davon ca. 70.000 auf sowjetischer Seite)ca. 100.000340.000
Achsenmächte insgesamt 1939-45ca. 5.422.800ca. 5.553.2004.830.0003.765.400

Gesamtzahl der Opfer:

TotalGefallen oder vermisstVerwundetGefangenZiviltote
Insgesamt22.061.1209.513.79514.292.05526.827.000

Holocaust:

LandErmordete Juden
Baltikum (Estland, Litauen, Lettland)200.000
Belgien und Luxemburg75.000
Bulgarien30.000
Frankreich120.000
Deutschland (1933-45)330.000
Griechenland60.000
Ungarn400.000
Italien12.000
Niederlande177.000
Norwegen und Dänemark1.000
Polen3.000.000
Rumänien230.000
Sowjetunion700.000
Jugoslawien60.000
Insgesamt5.645.000


Flugzeug-Verluste

In Bezug auf die Verluste von Flugzeugen ist es nicht möglich, auf präzise Vergleichswerte zurückzugreifen. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Zu einem haben verschiedene Streitkräfte überhaupt keine offiziellen Angaben publik gemacht.
Zweitens gibt es verschiedene Definition, was ein ‘verlorenes’ Flugzeug ist. Bei der deutschen Luftwaffe zum Beispiel wurden die Verluste nach dem Prozentsatz des Schadens an dem Flugzeug bemessen. Ein Hundert-Prozent-Schaden ist offensichtlich ein Verlust, aber tatsächlich wurden Flugzeuge mit einem Schaden ab 60 Prozent als solchen gewertet. Dagegen wurden Flugzeuge mit einem Schaden von weniger als 60 Prozent als reparaturfähig eingestuft, wenn auch der Umfang und Dauer der Wiederherstellung unterschiedlich war.
Zum Dritten machen die meisten der vorhandenen Verlustzahlen nicht eindeutig klar, ob diese aus allen Ursachen bestanden (Gefechtseinwirkung und die zahlreichen Unfälle bei der Ausbildung, Landung, Transfer usw.) oder nur aus Kampfeinsätzen.

Es ist daher nicht möglich, eine genaue und zuverlässige Übersicht über die Flugzeug-Verluste wiederzugeben, noch nicht einmal für die wichtigsten beteiligten Luftstreitkräfte. Lediglich für die Verluste der alliierten schweren strategischen Bomber in Europa und während der Luftschlacht um England gibt es genaue Zahlen, welche hier aber in die mehr oder weniger genauen vollständigen Angaben eingearbeitet wurden.

Etwaige Flugzeug-Verluste aus Kampfeinsätzen:

Luftstreitkräfteverlorene Flugzeuge
Deutschland ca. 28.000 (ab 10% Schaden vom 1.9.1939 bis 10.1.1945: 40.613 im Einsatz, 10.457 bei Unfällen, 11.442 bei der Ausbildung)
Großbritannien 15.992-22.010 (10.045 Jäger, 11.965 Bomber)
Italien 5.272-6.483 (3.269 im Kampf, 1.771 bei Unfällen, 232 Außerdienststellungen). Andere Quelle 3.380 Jäger und 3.110 Bomber verloren
Japan über 31.500 (38.105 Flugzeuge, davon 17.760 Heeres- und 20.345 Marine-Flugzeuge; andere Quelle etwa 50.000 Flugzeuge, davon 40% im Einsatz und 60% beim Training verloren)
Sowjetunion ca. 56.000 (106.652 bis 31. Dezember 1944 aus allen Ursachen)
USA 22.951 bei Einsätzen, davon 8.420 Jäger und 9.949 Bomber nur in Europa (plus 22.000 aus anderen Ursachen verloren)
Frankreich 413 im Einsatz (250 Jäger, 106 Bomber, 57 Aufklärer), 234 auf dem Boden, 245 bei Unfällen (nur 1940)
Finnland 67 (davon 42 im Einsatz) im Winterkrieg 1939/40; 536 (davon 209 im Einsatz) 1941-44
Niederlande81 (nur Mai 1940)
Polen398 (nur 1939)


Verluste an Kriegsschiffen und Handelsschiffen

Kriegsschiffs-Verluste:

MarinenFlugzeug- trägerSchlacht- schiffeSchwere KreuzerLeichte KreuzerZer- störerGe- leiterU-Boote
USA11273711053
Groß-britannien1053311105879
UdSSR-11233-ca. 100
Australien--1242-
Kanada----611-
Japan1981720134-130
Deutsches Reich-3542816781
Italien-247562884
Frankreich144658-58

Bemerkungen:

  • Zusätzlich wurden 217 deutsche U-Boote bei der Kapitulation im Mai 1945 selbst versenkt. Das vierte deutsche Großkampfschiff, der im ruhenden Umbau befindliche Schlachtkreuzer ‘Gneisenau’, wurde Ende März 1945 selbst versenkt. Alle drei Panzerschiffe (die sogenannten ‘Westentaschen’-Schlachtschiffe) wurden gemäß ihrer im Zweiten Weltkrieg gültigen Klassifizierung als schwere Kreuzer eingerechnet.
  • Bei den Flugzeugträgern wurden auch Geleitträger (aber keine Wasserflugzeug-Träger) eingerechnet.
  • Drei weitere, inaktive japanische Schlachtschiffe kenterten nach US-Luftangriffen kurz vor Kriegsende in ihren Häfen. Bei den japanischen Zerstörern sind auch Geleitzerstörer eingerechnet.
  • Der Großteil der französischen Verluste entstand bei der Selbstversenkung vor dem deutschen Zugriff im November 1942.

Handelsschiffs-Verluste:

 Schiffsraum (t)Anzahl Schiffe
Alliierte im Atlantik16.899.1473.843
Alliierte anderswo5.029.9571.250
Achse Mittelmeer2.190.857597
Japan im Pazifik8.617.2342.345


Panzer-Verluste

siehe Panzer-Verluste an der Ostfront 1941-45


Deutschlands Kriegsverluste

Die Verluste deutsche Volkssubstanz im Zweiten Weltkrieg, welche durch unmittelbare Kriegseinwirkungen entstanden, erreichten rund 6,5 Millionen Menschen. Etwa 3,05 Millionen Tote hatten die Angehörigen der Wehrmacht nur aus den dem Reichsgebiet von 1937 erlitten. Davon wurden 1,65 Millionen bis Oktober 1946 amtlich als tot erklärt. Der andere Teil beruht auf Schätzungen aufgrund der Vermisstenmeldungen und Kriegsgefangenen.
Nach dem Stand von Ende 1946 wurden noch 1,9 Millionen als Kriegsgefangene angenommen, während die Zahl der vermissten Soldaten 1,6 Millionen betrug. Nach Schätzungen mussten davon etwa 400.000 als Gefallene und 800.000 in der Kriegsgefangenschaft als umgekommen angesehen werden. Dies würde etwa 2,85 Millionen Tote Wehrmachtsangehörige ergeben. Weitere 200.000 in der harten sowjetischer Gefangenschaft konnten diese nicht überlebt haben.

Zusätzlich zu diesen Angehörigen der Wehrmacht kommen die Toten der Volksdeutschen aus dem Sudetenland und anderswo. Ohne die österreichischen Wehrmachtsangehörigen muss hier mit mindestens 200.000 weiteren Toten gerechnet werden. Somit ergibt sich eine Summe von etwa 3,25 Millionen deutschen Wehrmachts-Toten von 1939 bis 1945.

Ermordete Volksdeutsche
Ermordete Volksdeutsche in der Tschechoslowakei.
Die Opfer unter der deutschen Zivilbevölkerung setzen sich vor allem aus den Toten der Kriegshandlungen – hier vor allem der Bombenkrieg – und denen aus Vertreibung und Racheaktionen im Osten zusammen.

Zu Beginn wurden die Opferzahlen durch den Luftkrieg – vor allem aus propagandistischen Gründen – übertrieben dargestellt. Verlässlichere Schätzungen kommen auf etwa 100.000 Tote unter der deutschen Zivilbevölkerung durch Luftangriffe (zum Vergleich, in Großbritannien wurden etwa 60.000 Zivilisten durch vom Umfang wesentlich weniger heftige Luftangriffe getötet, was doch statistische Zweifel aufkommen lässt), was damit etwa schon die zivilen Gesamtverluste aller Kriegsteilnehmer aus der Zeit des Ersten Weltkriegs erreichte.

Bei der Flucht und Vertreibung aus den ostdeutschen Gebieten von 1944 bis 1946 gelten 1,55 Millionen Zivilisten als verschollen, welche als tot angesehen werden müssen. Dazu kommen etwa 1 Million Angehöriger deutscher Volksgruppen aus Osteuropa und dem Balkan, insbesondere in Rumänien, Ungarn, Jugoslawien, Tschechoslowakei und Polen.


Die deutschen Zivilverluste belaufen sich damit zusammen auf mindestens 3 Millionen Menschen. Dazu kommen noch etwa 300.000 Deutsche, welche den Nazis aus rassischen, religiösen oder politischen Gründen in den Kriegsjahren zum Opfer gefallen sind.
Dazu können die Opfer unter den Wolgadeutschen und ähnlichen Gruppen in Osteuropa nicht annähernd geschätzt werden.

Bis 1944 lebten etwa 16,5 Millionen Deutsche in den bis dato deutschen Provinzen östlich der Oder und Neiße, in Danzig, Memel, Polen, Rumänien, Ungarn, Jugoslawien und der Tschechoslowakei. Zunächst durften oder mussten von diesen zwei Millionen in ihrer Heimat verbleiben. In Polen verblieben etwa 1,12 Millionen deutsche Volksangehörige, welche der Vertreibung oder Tötung entgingen.

Durch den Zweiten Weltkrieg büßte die deutschstämmige Bevölkerung somit mindestens 6,5 Millionen Angehörige ein. Diese Verluste bestanden zu einem großen Teil aus Menschen der besten und jüngsten Jahrgänge. Auch von den 2,01 Millionen Verwundeten der Wehrmacht und unter den Zivilisten wurden viele dauerhaft Kriegsgeschädigt und konnten keine volle Leistung mehr erbringen.

Die Zahl von 6,5 Millionen toten Deutschen ist eher konservativ geschätzt und die genaue Anzahl dürfte eher mehr als weniger sein.

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An der Stelle des Käppi trugen Offiziere entweder ihre unverwechselbare Kopfbedeckung oder die Seitenmütze. Sowohl die Doppel-Tunika als auch der M.1863 Dolman wurden im Jahr 1913 durch ein neues Muster der Tunika ersetzt, aber die alten Modelle wurden auch weiterhin benutzt, bis sie abgenutzt waren. Die M.1913 Tunika war ein Einreiher mit Stehkragen (Passants), neun vergoldeten Metall-Knöpfen auf der Vorderseite, schrägen Brusttaschen mit rechteckigen Klappen und Knopf sowie schrägen Seitentaschen auf der Rundung mit Klappen, runde oder spitze Bündchen mit einem rechteckigen Schnitt und drei Knöpfen auf der Außenseite, sowie angedeutete Taschen auf der Rückseite mit zwei ‘blinden’ Klappen mit je zwei Knöpfen. Die vordere und die obere Kante des Kragens und der Vorderseite wurden durch Bündchen und Taschenklappen in Abzeichenfarbe markiert. 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Gür war 72,4 m lang und hatte aufgetaucht eine Wasserverdrängung von 750 t, getaucht von 960 t und war mit 6 Torpedorohren – vier im Bug und zwei im Heck – und einem 10,2-cm-Geschütz bewaffnet. Vesikko war ein kleineres U-Boot von nur 250 t über Wasser bzw. 300 t getaucht mit einer Länge von 40,8 m und bewaffnet mit drei 53-cm-Torpedorohren im Bug und einem kleinen Geschütz. So wurde Gür zum Prototyp für ein Hochsee-U-Boot, während Vesikko der Vorläufer der Küsten-U-Boote war. Nach dem britisch­-deutschen Flottenabkommen von 1935 hatte Großbritannien Deutschland einseitig den Besitz von U-Booten gestattet, worauf Deutschland sein U-Boot-Bauprogramm durchführte. Deutschland hatte die Gleichbehandlung mit den Commonwealth-Ländern verlangt und versichert, es würde nicht mehr als 45 % von deren U-Boot-­Tonnage bauen, sofern die Lage es ‘nicht dazu zwinge’. Der damalige britische Außenminister Sir Samuel Hoare bemerkte dazu, das ‘die Marineführung, die zu diesem Zeitpunkt glaubte, der U-Boot­-Gefahr Herr geworden zu sein, gegen dieses Zugeständnis keine Einwände hatte’. Diese Selbstgefälligkeit führte zu Großbritanniens Beinahe-Niederlage als Folge des von den Deutschen 1935 begonnenen Bauprogramms Typ II Um das deutsche Aufrüstungsprogramm so schnell wie möglich in Gang zu bringen und um Besatzungen für U-Boote auf hoher See ausbilden zu können, wurden als Erstes die Küsten-U-Boote, welche als Typ II bezeichnet wurden, auf Stapel gelegt. Das erste Boot dieses Typs für die deutsche Kriegsmarine war U 1, welches im Juni 1935 in Kiel von Stapel lief. Die anderen folgten kurz danach. Die Typen II B und II C waren sehr ähnlich, waren aber größer und verfügten über mehr Treibstoff für einen größeren Fahrbereich. Die Boote vom Typ IID wurden 1940 eingeführt und waren nochmals größer mit zusätzlichen Außentanks, um die Reichweite noch weiter zu vergrößern. Auch wenn diese Boote anfangs im Krieg im Einsatz waren, wurden sie jedoch schnell für Ausbildungsaufgaben verwendet, was eine wesentliche Grundlage des enormen Erweiterungsprogramms für die U-Boot-Waffe war. Typ I Inzwischen gab Typ I, von dem nur zwei Boote gebaut wurden, der deutschen Kriegsmarine die Möglichkeit für Operationen im Atlantik. Die Boote hatten im Grunde den gleichen Entwurf wie die Gür und wurden zusammen mit der UB48-Klasse von 1917 zum Prototyp einer neuen Serie von Hochsee-U-Booten, dem Typ VII. Diese Boote trugen die Hauptlast der deutschen U-Boot-Offensive im 2. Weltkrieg. Die verschiedenen Varianten enthielten viele strukturelle Merkmale des ursprünglichen Typs VII, hatten aber eine verbesserte Leistungsfähigkeit oder waren für spezielle Aufgaben konzipiert. Typ VIIA Das erste U-Boot Typ VIIA war U 27, welches 1936 vom Stapel lief und für Einsätze im Atlantik ausgelegt war. Es hatte eine gute Seetüchtigkeit und eine einfache Handhabung bei Über- und Unterwasserfahrt. Dazu trug es die bestmögliche Torpedo-Bewaffnung für ein Boot von weniger als 65 m Länge und weniger als 636 t Wasserverdrängung an der Oberfläche. Es waren prächtige Seefahrzeuge, die über Wasser 17 kn liefen und sich dank ihrer mit dem Doppelruder ermöglichten hohen Manövrierfähigkeit in idealer Weise für die Überwasser-Rudeltaktik eigneten. Sie waren jedem anderen Boot ebenbürtig. Sie konnten bei 4 kn etwa 18 Stunden getaucht fahren. Zwangsläufig wurden diese Vorteile auf Kosten anderer Faktoren erreicht und die Bewohnbarkeit war spartanisch, um es gelinde auszudrücken. Eine ihrer Schwäche war vor allem auch die Unterbringung von O²-Flaschen zwischen den Hüllen, wo sie bei einem Angriff zerreißen konnten, sowie in dem unbequemen Mittelgang aller Wohnräume zu sehen. Die U-Boote vom VIIA erkennt man durch ihr einziges Torpedorohr am Heck. U 30, ein Boot dieser Art, war für die Versenkung des Passagierschiffs Athenia am Beginn des Krieges verantwortlich. Typ VIIB U 45 war das erste U-Boot vom Typ VIIB, welches im April 1938 von Stapel lief. Dieser Typ war größer und hatte mehr Wasserverdrängung, um kraftvollere Motoren und mehr Treibstoff aufnehmen zu können. Das Heck-Torpedorohr wurde im Rumpfinneren untergebracht. U 47 unter Korvetten-Kapitän Günther Prien war eines der Boote dieses Typs, welches 1939 nach Scapa Flow eindrang und das Schlachtschiff Royal Oak versenkte und später viele Tausende von Tonnen von alliierten Handelsschiffsraum im Atlantik vernichtete. Typ VIIC Die U-Boote vom Typ VIIC, welche im Jahre 1940 eingeführt wurden, hatten eine weitere Vergrößerung der Wasserverdrängung und Treibstoffkapazität, stärkeren Druckkörper, mehr Reservetorpedos und eine bessere Flak-Bewaffnung. 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    US-Rifle cal .30 Springfield M1903 Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell des amerikanischen Infanteriegewehrs. Springfield M1903, US-Rifle cal .30 Typ: Infanterie-Gewehr. Modell 1903 Springfield Das Springfield-Gewehr im 1. Weltkrieg Um die Jahrhundertwende war die US-Armee mit einem Gewehr bewaffnet, welches unter dem Namen Krag-Jorgensen 1892 eingeführt worden war. Es dauerte nicht lange, bis die Amerikaner erkannten, dass das Krag-Jorgensen bei der schnellen Waffenentwicklung in den späten Jahren des 19. Jahrhunderts viel zu wünschen übrig ließ, und dementsprechend beschlossen sie, ein besseres Gewehr einzuführen. Sie sahen sich nach neuen Möglichkeiten um und waren bald von dem Grundsystem des Mauser-Gewehrs so beeindruckt, dass sie eine Lizenz zur Herstellung von Gewehren auf der Grundlage des Mauser-Entwurfes für die USA aushandelten. Für 200.000 US-Dollar kaufte die US-Regierung eine Lizenz von der Firma Mauser. Das Mauser-System wurde modifiziert, um ein Gewehr mit einer neuen amerikanischen Patrone mit dem Namen Cartridge, Ball, Caliber .30 in M1903, herzustellen. Diese ursprüngliche Kugel, für die das Gewehr entwickelt wurde, war ein 14,26 Gramm schweres Exemplar, welches eine stumpfe Spitze hatte. Als die deutsche Armee jedoch 1905 ihren ‘Spitzer’ – oder die spitze Kugel – einführte, welche eine bessere Leistung versprach, folgte der Rest der Welt eilig nach. Die US-Army führte eine Spitzkugel mit 9,72 Gramm ein und die Zielvorrichtung der Gewehre wurden modifiziert, um deren geänderter Ballistik zu entsprechen. Das Gewehr wurde 1903 fertig und wurde 1904 zuerst im Springfield-Arsenal in Illinois hergestellt, wodurch es seinen allgemein akzeptierten Namen Springfield-Gewehr erhielt. Vom Aussehen her war es offensichtlich ein Mauser-Gewehr, aber der Länge nach war es etwas Neues. Das neue Gewehr wurde offiziell als Magazine Rifle, Caliber .30, Model of 1903 bezeichnet, dies wurde aber meist mit Modell 1903 oder nur M1903 abgekürzt. Es unterschied sich von den meisten seiner Zeitgenossen dadurch, dass es eine Zwischengröße zwischen einem Infanteriegewehr in voller Länge und einem Karabiner war, denn es sollte die Dienstwaffe für alle Waffengattungen von der Kavallerie bis zur Infanterie sein. Dieser Kompromiss aus den unterschiedlichen Längen führte zu einem äußerst attraktiven und gut ausbalancierten Gewehr, das in der Handhabung eine Freude war und noch immer ist. Der ursprüngliche Entwurf war ein Langgewehr mit einem 76,2-cm langen Lauf gewesen. Während der Arbeiten führte jedoch die ‘Short’ Lee-Enfield Gewehr ein, und die US-Army beschloss, diese Idee für ein einziges Gewehr für alle Waffengattungen zu übernehmen. Der Entwurf wurde geändert und die ersten Modelle wurden ab 1905 mit einem 61 cm langen Lauf hergestellt. Obwohl das Gewehr grundsätzlich vom Mauser-Typ war, gab es ein oder zwei Eigenschaften, welche das Springfield einzigartig machten. Der Schlagbolzen besteht aus zwei Teilen, der Hülsenauswurf erfolgt nicht durch eine Feder, und ein genialer Schlossanschlag ermöglicht es, den Bolzen zu entfernen und als Sperre zu wirken, sodass die Kugeln im Magazin festgehalten werden und das Gewehr als Einzellader verwendet werden kann. Der Repetierverschluss wurde als Abwärtsbewegung ausgeführt, mit einem gut platzierten Verschlussgriff, der bei Bedarf schnell zu betätigen war Die insgesamt gute Verarbeitung und Detailgestaltung machten die Waffe äußerst präzise, und die M1903 und ihre späteren Versionen werden immer noch als Scheibengewehre sehr geschätzt. Das ursprüngliche Modell 1903 war das Gewehr, das die US-Armee 1917 mit nach Frankreich nahm, aber es wurde in der Produktion bald von späteren Varianten ersetzt, darunter das M1903 Mark 1. Hierbei handelte sich dabei um ein Modell 1903, das an die unglückselige Pedersen-Vorrichtung angepasst war, eine Vorrichtung, die das Repetiergewehr in eine Art automatisches Sturmgewehr verwandeln sollte. Dazu wurde der Verschluss entfernt und durch einen neuen Empfänger ersetzt, der spezielle 7,62-mm-Pistolenmunition abfeuerte, die aus einem oben liegenden Magazin zugeführt wurde. Die Patronen wurden über den Lauf des Gewehrs abgefeuert. Obwohl diese Waffe ausgegeben wurde, erschien es zu spät für eine verbreitete Ausgabe an die Truppe und es sollte für die geplanten Offensiven im Jahr 1919 in Reserve gehalten werden. Nach dem Krieg wurde es ganz aus dem Verkehr gezogen und diese Mark-1-Gewehre wurden wieder auf das Standard-Modell 1903 umgerüstet. Unter Berücksichtigung aller Umstände kann es das Springfield Modell 1903 als eines der besten Infanteriegewehre seiner Zeit angesehen werden und die Waffe wird immer noch als Scheibengewehr oder Jagdgewehr verwendet und ist als Sammlerstück sehr begehrt. Im Zweiten Weltkrieg Nach 1918 wurde das Modell 1903 weiter in verschiedenen Formen modifiziert, hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt, die Herstellung zu vereinfachen. Die Modifikationen betrafen aber auch den Visiertyp, die Schaftform, wo ab 1929 das Modell 1903 A1 mit Pistolengriff entstand, und andere Details. Das M1903A2 wurde als unterkalibrige Waffe zum Einschieben in die Läufe von Küstengeschützen gebaut und war eine kostengünstige Methode, die Ausbildung an diesen Geschützen durchzuführen. Wenn auch das M1 Garand das Standardgewehr der US-Armee im Zweiten Weltkrieg war, so blieben jedoch viele Tausende der älteren Zylinderschloss-Gewehre Springfield M1903 weiterhin in Gebrauch. In der ersten Hälfte des Krieges wurden sie auch weit verbreitet von den Fronttruppen verwendet, bevor ausreichende Mengen des M1 produziert werden konnten. Anschließend wurden sie jedoch immer noch von Wachsoldaten, Reserveverbänden, Garnisonen hinter der Front und für die Grundausbildung von Rekruten verwendet. Außerdem wurden viele an die national-chinesische Armee, die britische Home Guard oder an die Frei-französischen Streitkräfte und Résistance geliefert. Selbst noch bei der Invasion in der Normandie 1944 verwendeten viele der anlandenden US-Truppen die M1903 Springfield. Obwohl seit 1936 das Garand-Gewehr bei der US-Armee neue eingeführt wurde, wurde jedoch auch das M1903 Springfield-Gewehr während des 2. Weltkrieges noch als Standard-Waffe geführt. Nachdem 1940 einige an die britische Home Guard ausgegeben wurden, waren die mit dem Springfield-Gewehr ausgerüsteten Einheiten damit so zufrieden, dass das Gewehr auf britischen Wunsch hin wieder in Produktion genommen wurde. Als dann die USA im Dezember 1941 in den Krieg eintraten, stand das M1 Garand weder in ausreichenden Mengen zur Verfügung noch wurden genügend davon gebaut. So wurde das Springfield als M1903A3 wieder in die Massenproduktion aufgenommen. Diese Version war für die schnellere Herstellung vereinfacht worden, war aber immer noch eine gut gemachte Infanteriewaffe. Einige der Teile wurden nun gestanzt, aber der Hauptunterschied war das Zielkorn, was nach hinten versetzt wurde. Eine Reihe der Scharfschützen-Gewehre vom Modell 1903 A4 wurden sogar noch im Koreakrieg mehr …

10 Kommentare zu „Verluste im Zweiten Weltkrieg“

  1. Es wird der Tag kommen, da werden wir die genauen Zahlen erfahren und wer sie jeweils wen auf dem Gewissen hat.
    P.S. Was ist mit den Toten nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland, die in die Millionen geht? Die Kriegsschuldigen haben aber keinerlei Rechte bzw. diese Toten dürfen nicht genannt werden …..

  2. Dieter Lenzen

    Ein kleiner Fehler ist bei dem “angeblich in Umbau/Reparatur” befindlichen Schlachtschiff Scharnhorst aufgetreten. Es handelt sich um das Schlachtschiff Gneisenau. Die Scharnhorst wurde am 26.12.1943 am Nordkap versenkt.
    Bitte die Angaben korrigieren!!

  3. Michael Deim

    Meinen Recherchen ergaben, das die Verluste der Wehrmacht, inclusive. Der Kriegsgefangenen die während der Gefangenschaft umkamen Minimum 5 mio Mann betrugen. Bei der roten Armee waren es Minimum 23 mio mann inclusive der 3,5 mio mann die in deutscher Gefangenschaft umgekommen sind, da 30 % der russischen Soldaten nicht registriert wurden. Somit nicht erfasst wurden. Das hat sich herausgestellt als in den letzten Jahren Massengräber geöffnet wurden. Sehr traurig was da alles passiert ist!!

    1. Zahlreiche abgeglichene Quellen, die wichtigsten sind
      World War II – A statistical survey (John Ellis)
      Chronology of World War II (Christopher Argyle)
      Das Dritte Reich (Kurt Zentner)

  4. Ich stimme hier voll zu. Diese Juden waren auch nicht nach ihre Religion hingerichtet, sonder nach Rassen-Rechtlinien, die gerne auch angepasst wurden, wenn jemand zum Beispiel der Besitzer von einem schönen Haus war.

  5. Jeder Tote war einer zu viel. Niemand hat mehr Deutsche auf dem Gewissen, als die Nationalsozialisten, niemand hat mehr deutsche Soldaten sinnlos geopfert und das Reichsgebiet nachhaltiger verkleinert. Wie viele Leben, wie viele zerrissene Schicksale … Schlimmer ist noch, dass hierdurch die Großmächte entstanden sind, welche seit dem 2. WK andauernd für Kriege und Aufstände weltweit gesorgt haben. Gelernt hat niemand etwas.

  6. die deutschen Zivilveluste betrugen ungefähr 4 Millionen und die Militärtoten 4,5 Millionen.Es ist unnötig , die Zahl der deutscehn Opfer ständig zu verniedlichen und dann jeden Juden dreifach zu zählen !!!

    1. Warum trennen wir immer noch nach Religionszugehörigkeit? Juden sind und waren Deutsche, Polen, Russen oder sonstiger Nationalität.

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