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Verluste im Zweiten Weltkrieg



Anzahl der Verluste und Opfer im Zweiten Weltkrieg.
Militärische und zivile Menschenverluste, Verluste an Flugzeugen, Kriegsschiffen und Handelsschiffen aller Kriegsteilnehmer 1939 bis 1945.

Pionier-Gräber
Pionier-Gräber im September 1940 (Bild des Großvaters des Autors).

Militärische und zivile Menschenverluste der Kriegsteilnehmer 1939 bis 1945



Alliierte:

NationGefallen oder vermisstVerwundetGefangenZiviltote
Großbritannien395.800277.100172.60060.600 (plus 30.000 in der Handelsmarine)
Australien29.40039.80026.400ca. 250
Kanada39.30053.2009.000-
Indien36.10064.30079.500ca. 500
Neuseeland12.20019.3008.500-
Südafrika8.70014.40014.600-
Britische Kolonien6.8776.97222.323-
Britisches Empire mit Commonwealth insgesamt528.377475.072332.92361.350
Belgien8.000 (1940-45)15.900200.00012.000
Brasilien9434.222-ca. 100
China1.400.000 (2.200.000 1937-45)ca. 1.800.000-8.000.000 (20.000.000 1937-45)
Dänemark1.800--ca. 1.000-2.000
Frankreich122.000 (1939-45)335.000 (1939-45)1.456.500 (1939-45)470.000
Griechenland18.30060.000-415.000 (incl. 260.000 Verhungert)
Niederlande13.700 (1940-45)6.900?150.000 (einschl. in Asien und Vermisster)
Norwegen2.000??3.800
Philippinen27.000--91.000
Polenca. 90.800 (1939-45)ca. 166.700 (1939-45)ca. 1.000.000ca. 5.675.000 (davon 4.800.000 in Todeslagern)
Sowjetunionüber 13.600.000 (incl. 2.600.000 Kriegsgefangene)?ca. 6.000.000ca. 6.700.000
Tschechoslowakei10.000?-215.000
USA405.400671.801139.7096.000
Jugoslawien410.000425.000-1.200.000
Alliierte insgesamt 1939-45ca. 16.638.320ca. 3.960.595ca. 9.462.055ca. 23.061.600

Hinweis zur Sowjetunion: Während der Zeit des Kommunismus blieben Unterlagen über den Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion unter Verschluss und die offiziell angegeben Verlustzahlen waren propagandistische Schönfärbungen. Stalin selbst erklärte im Mai 1946, dass sich die sowjetischen Verluste von 1941 bis 1945 auf 7 Millionen Tote belaufen haben.

Eine genauere Untersuchung im März 2008, bei der die eingetragenen Dienstpflichtigen der Roten Armee überprüft wurden, ergab, dass als tot oder vermisst 14,241 Millionen (970.000 Offiziere und 13.271.269 Wehrpflichtige) Soldaten gelten müssen. Diese Arbeiten sind aber noch nicht abgeschlossen, da weiterhin Kriegsgräber auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion und in Osteuropa untersucht werden.

Achsenmächte:

NationGefallen oder vermisstVerwundetGefangenZiviltote
Deutsches Reichca. 3.250.000ca. 4.606.600ca. 3.400.0002.350.000 (davon 300.000 Nazi-Opfer)
Italien226.900ca. 66.000ca. 350.000ca. 60.000
Japanca. 1.219.000 (1.740.000 1937-45)94.000ca. 810.000 (davon 41.000 Tote)ca. 672.000
Bulgarienca. 20.000ca. 22.000-50.000 (incl. 30-40.000 Juden)
Finnland89.900201.600-3.400
Ungarn136.000ca. 250.000170.000290.000
Rumänienca. 481.000 (davon ca. 100.000 auf sowjetischer Seite)ca. 313.000 (davon ca. 70.000 auf sowjetischer Seite)ca. 100.000340.000
Achsenmächte insgesamt 1939-45ca. 5.422.800ca. 5.553.2004.830.0003.765.400

Gesamtzahl der Opfer:

TotalGefallen oder vermisstVerwundetGefangenZiviltote
Insgesamt22.061.1209.513.79514.292.05526.827.000

Holocaust:

LandErmordete Juden
Baltikum (Estland, Litauen, Lettland)200.000
Belgien und Luxemburg75.000
Bulgarien30.000
Frankreich120.000
Deutschland (1933-45)330.000
Griechenland60.000
Ungarn400.000
Italien12.000
Niederlande177.000
Norwegen und Dänemark1.000
Polen3.000.000
Rumänien230.000
Sowjetunion700.000
Jugoslawien60.000
Insgesamt5.645.000


Flugzeug-Verluste

In Bezug auf die Verluste von Flugzeugen ist es nicht möglich, auf präzise Vergleichswerte zurückzugreifen. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Zu einem haben verschiedene Streitkräfte überhaupt keine offiziellen Angaben publik gemacht.
Zweitens gibt es verschiedene Definition, was ein ‘verlorenes’ Flugzeug ist. Bei der deutschen Luftwaffe zum Beispiel wurden die Verluste nach dem Prozentsatz des Schadens an dem Flugzeug bemessen. Ein Hundert-Prozent-Schaden ist offensichtlich ein Verlust, aber tatsächlich wurden Flugzeuge mit einem Schaden ab 60 Prozent als solchen gewertet. Dagegen wurden Flugzeuge mit einem Schaden von weniger als 60 Prozent als reparaturfähig eingestuft, wenn auch der Umfang und Dauer der Wiederherstellung unterschiedlich war.
Zum Dritten machen die meisten der vorhandenen Verlustzahlen nicht eindeutig klar, ob diese aus allen Ursachen bestanden (Gefechtseinwirkung und die zahlreichen Unfälle bei der Ausbildung, Landung, Transfer usw.) oder nur aus Kampfeinsätzen.

Es ist daher nicht möglich, eine genaue und zuverlässige Übersicht über die Flugzeug-Verluste wiederzugeben, noch nicht einmal für die wichtigsten beteiligten Luftstreitkräfte. Lediglich für die Verluste der alliierten schweren strategischen Bomber in Europa und während der Luftschlacht um England gibt es genaue Zahlen, welche hier aber in die mehr oder weniger genauen vollständigen Angaben eingearbeitet wurden.

Etwaige Flugzeug-Verluste aus Kampfeinsätzen:

Luftstreitkräfteverlorene Flugzeuge
Deutschland ca. 28.000 (ab 10% Schaden vom 1.9.1939 bis 10.1.1945: 40.613 im Einsatz, 10.457 bei Unfällen, 11.442 bei der Ausbildung)
Großbritannien 15.992-22.010 (10.045 Jäger, 11.965 Bomber)
Italien 5.272-6.483 (3.269 im Kampf, 1.771 bei Unfällen, 232 Außerdienststellungen). Andere Quelle 3.380 Jäger und 3.110 Bomber verloren
Japan über 31.500 (38.105 Flugzeuge, davon 17.760 Heeres- und 20.345 Marine-Flugzeuge; andere Quelle etwa 50.000 Flugzeuge, davon 40% im Einsatz und 60% beim Training verloren)
Sowjetunion ca. 56.000 (106.652 bis 31. Dezember 1944 aus allen Ursachen)
USA 22.951 bei Einsätzen, davon 8.420 Jäger und 9.949 Bomber nur in Europa (plus 22.000 aus anderen Ursachen verloren)
Frankreich 413 im Einsatz (250 Jäger, 106 Bomber, 57 Aufklärer), 234 auf dem Boden, 245 bei Unfällen (nur 1940)
Finnland 67 (davon 42 im Einsatz) im Winterkrieg 1939/40; 536 (davon 209 im Einsatz) 1941-44
Niederlande81 (nur Mai 1940)
Polen398 (nur 1939)


Verluste an Kriegsschiffen und Handelsschiffen

Kriegsschiffs-Verluste:

MarinenFlugzeug- trägerSchlacht- schiffeSchwere KreuzerLeichte KreuzerZer- störerGe- leiterU-Boote
USA11273711053
Groß-britannien1053311105879
UdSSR-11233-ca. 100
Australien--1242-
Kanada----611-
Japan1981720134-130
Deutsches Reich-3542816781
Italien-247562884
Frankreich144658-58

Bemerkungen:

  • Zusätzlich wurden 217 deutsche U-Boote bei der Kapitulation im Mai 1945 selbst versenkt. Das vierte deutsche Großkampfschiff, der im ruhenden Umbau befindliche Schlachtkreuzer ‘Gneisenau’, wurde Ende März 1945 selbst versenkt. Alle drei Panzerschiffe (die sogenannten ‘Westentaschen’-Schlachtschiffe) wurden gemäß ihrer im Zweiten Weltkrieg gültigen Klassifizierung als schwere Kreuzer eingerechnet.
  • Bei den Flugzeugträgern wurden auch Geleitträger (aber keine Wasserflugzeug-Träger) eingerechnet.
  • Drei weitere, inaktive japanische Schlachtschiffe kenterten nach US-Luftangriffen kurz vor Kriegsende in ihren Häfen. Bei den japanischen Zerstörern sind auch Geleitzerstörer eingerechnet.
  • Der Großteil der französischen Verluste entstand bei der Selbstversenkung vor dem deutschen Zugriff im November 1942.

Handelsschiffs-Verluste:

 Schiffsraum (t)Anzahl Schiffe
Alliierte im Atlantik16.899.1473.843
Alliierte anderswo5.029.9571.250
Achse Mittelmeer2.190.857597
Japan im Pazifik8.617.2342.345


Panzer-Verluste

siehe Panzer-Verluste an der Ostfront 1941-45


Deutschlands Kriegsverluste

Die Verluste deutsche Volkssubstanz im Zweiten Weltkrieg, welche durch unmittelbare Kriegseinwirkungen entstanden, erreichten rund 6,5 Millionen Menschen. Etwa 3,05 Millionen Tote hatten die Angehörigen der Wehrmacht nur aus den dem Reichsgebiet von 1937 erlitten. Davon wurden 1,65 Millionen bis Oktober 1946 amtlich als tot erklärt. Der andere Teil beruht auf Schätzungen aufgrund der Vermisstenmeldungen und Kriegsgefangenen.
Nach dem Stand von Ende 1946 wurden noch 1,9 Millionen als Kriegsgefangene angenommen, während die Zahl der vermissten Soldaten 1,6 Millionen betrug. Nach Schätzungen mussten davon etwa 400.000 als Gefallene und 800.000 in der Kriegsgefangenschaft als umgekommen angesehen werden. Dies würde etwa 2,85 Millionen Tote Wehrmachtsangehörige ergeben. Weitere 200.000 in der harten sowjetischer Gefangenschaft konnten diese nicht überlebt haben.

Zusätzlich zu diesen Angehörigen der Wehrmacht kommen die Toten der Volksdeutschen aus dem Sudetenland und anderswo. Ohne die österreichischen Wehrmachtsangehörigen muss hier mit mindestens 200.000 weiteren Toten gerechnet werden. Somit ergibt sich eine Summe von etwa 3,25 Millionen deutschen Wehrmachts-Toten von 1939 bis 1945.

Ermordete Volksdeutsche
Ermordete Volksdeutsche in der Tschechoslowakei.
Die Opfer unter der deutschen Zivilbevölkerung setzen sich vor allem aus den Toten der Kriegshandlungen – hier vor allem der Bombenkrieg – und denen aus Vertreibung und Racheaktionen im Osten zusammen.

Zu Beginn wurden die Opferzahlen durch den Luftkrieg – vor allem aus propagandistischen Gründen – übertrieben dargestellt. Verlässlichere Schätzungen kommen auf etwa 100.000 Tote unter der deutschen Zivilbevölkerung durch Luftangriffe (zum Vergleich, in Großbritannien wurden etwa 60.000 Zivilisten durch vom Umfang wesentlich weniger heftige Luftangriffe getötet, was doch statistische Zweifel aufkommen lässt), was damit etwa schon die zivilen Gesamtverluste aller Kriegsteilnehmer aus der Zeit des Ersten Weltkriegs erreichte.

Bei der Flucht und Vertreibung aus den ostdeutschen Gebieten von 1944 bis 1946 gelten 1,55 Millionen Zivilisten als verschollen, welche als tot angesehen werden müssen. Dazu kommen etwa 1 Million Angehöriger deutscher Volksgruppen aus Osteuropa und dem Balkan, insbesondere in Rumänien, Ungarn, Jugoslawien, Tschechoslowakei und Polen.


Die deutschen Zivilverluste belaufen sich damit zusammen auf mindestens 3 Millionen Menschen. Dazu kommen noch etwa 300.000 Deutsche, welche den Nazis aus rassischen, religiösen oder politischen Gründen in den Kriegsjahren zum Opfer gefallen sind.
Dazu können die Opfer unter den Wolgadeutschen und ähnlichen Gruppen in Osteuropa nicht annähernd geschätzt werden.

Bis 1944 lebten etwa 16,5 Millionen Deutsche in den bis dato deutschen Provinzen östlich der Oder und Neiße, in Danzig, Memel, Polen, Rumänien, Ungarn, Jugoslawien und der Tschechoslowakei. Zunächst durften oder mussten von diesen zwei Millionen in ihrer Heimat verbleiben. In Polen verblieben etwa 1,12 Millionen deutsche Volksangehörige, welche der Vertreibung oder Tötung entgingen.

Durch den Zweiten Weltkrieg büßte die deutschstämmige Bevölkerung somit mindestens 6,5 Millionen Angehörige ein. Diese Verluste bestanden zu einem großen Teil aus Menschen der besten und jüngsten Jahrgänge. Auch von den 2,01 Millionen Verwundeten der Wehrmacht und unter den Zivilisten wurden viele dauerhaft Kriegsgeschädigt und konnten keine volle Leistung mehr erbringen.

Die Zahl von 6,5 Millionen toten Deutschen ist eher konservativ geschätzt und die genaue Anzahl dürfte eher mehr als weniger sein.

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  • 3d-Modell Bf 110

    Messerschmitt Bf 110 als Zerstörer und Jagdbomber der Luftwaffe. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Messerschmitt Bf 110 Typ: schweres Jagdflugzeug, Zerstörer, Nachtjäger, Jagdbomber. Geschichte Während der 1930er Jahre wurde in Deutschland das Konzept eines zweimotorigen, schwer bewaffneten Hochgeschwindigkeits-Langstreckenjäger geboren. Der Gedanke dahinter war, dass dieser ‘schwere Jäger’ über genügend Leistung und Bewaffnung verfügen sollte, um tief in den feindlichen Luftraum einzudringen, um Langstreckeneinsätze zum Begleitschutz von Bombern oder Langstrecken-Patrouillen fliegen zu können. Die Bezeichnung, welche die eher herausfordernde Spezifikation des Reichsluftfahrtministerium (RLM) für dieses Flugzeug vorsah, war Kampfzerstörer. Diese Spezifikation wurde später durch zwei getrennte ersetzt, wobei aus der einen die Ju 88 hervorging. Der Zerstörer dagegen sollte sowohl Bombenflugzeuge als auch einsitzige Jagdflugzeuge bekämpfen können und die eventuell geringere Wendigkeit durch höhere Feuerkraft ausgleichen. Mit großer Reichweite sollten sie Bomber bei ihren Angriffen aufs feindliche Hinterland begleiten können. Die Messerschmitt Bf 110 wurde ab 1934 entwickelt, um die Zerstörer-Ausschreibung zu erfüllen und der Prototyp Bf 110V1 flog erstmals am 12. Mai 1936. Die Prototypen wurden durch zwei 910-PS DB600-Motoren angetrieben. Erprobt in Rechlin Anfang 1937, erreichte die Bf 110 eine hervorragende Wendegeschwindigkeit von 505 km/h, war aber behäbig zu fliegen und ihre Manövrierfähigkeit lies einiges zu Wünschen übrig. Aber der Mangel an den Motoren führte dazu, dass die ersten vier Vorserienflugzeuge Bf 110A-0 mit zwei 680-PS Junkers Jumo 210Da Motoren ausgerüstet werden mussten. Dies stellte sich als unbefriedigend heraus und es folgte schnell die Bf 110B-0 mit 710-PS Jumo 210G-Motoren nach. Die Bewaffnung der Bf 110A bestand aus vier 7,92 mm MG 17 Maschinengewehren in der Nase und einem MG 15 von gleichem Kaliber im hinteren Cockpit. Als Nächstes folgten 10 Vorserienflugzeuge Bf 110B-0, welche im Frühjahr 1938 mit 670-PS Jumo 210G Motoren fertig wurden. Diese wurden für die Entwicklung der ersten Serienflugzeuge vom Typ Bf 110 B-1 verwendet. Dabei wurde auch die sauber geformte Bugnase eingeführt, worin noch zwei zusätzliche 20-mm MG-FF-Maschinenkanonen untergebracht wurden. Im Gegensatz zu anderen Flugzeugen der deutschen Luftwaffe wurden diese nicht im Spanischen Bürgerkrieg erprobt und stattdessen zu B-2 und B-3 für die Pilotenausbildung umgebaut. Nur insgesamt 45 Flugzeuge der B-Serie wurden gebaut, bevor der 1.100-PS Einspritzmotor DB601A verfügbar und für die nachfolgenden C-Modelle verwendet wurde. Das erste Serienflugzeug Bf 110C-1 flog im Januar 1939 und die C-Serie wurde zum Standard-Zerstörer während der Jahre 1939/40. Die Bf 110C-1 wurde ab April 1939 bei der Luftwaffe eingeführt und bis Ende des Jahres wurden mehr als 300 Exemplare ausgeliefert. Untervarianten beinhalteten die C-2 mit verbesserter Funkausrüstung. C-3 mit verbesserten Maschinenkanonen, C-4 mit verbessertem Panzerschutz für die Besatzung, C-4/B als Jagdbomber, C-5 für Langstrecken-Aufklärungsmissionen und C-7, ebenfalls ein Jagdbomber. Die beiden Jagdbomber C-4/B und C-7 wurden beide von verbesserten 1.200-PS DB601N-Motoren angetrieben. Während des Polenfeldzug sahen die Bf 110C hauptsächlich Einsätze in der Unterstützungsrolle für Bodentruppen. Doch schnell stellte sich das prinzipielle Problem des Zerstörer-Konzepts ein – zumindest für die Typen während der ersten Hälfte des Zweiten Weltkriegs -, dass alle zweimotorigen Jäger nicht schnell und beweglich genug waren, um es selbst nur mit halbwegs brauchbaren feindlichen Jagdeinsitzern aufnehmen zu können. Obwohl der Zerstörer schwer bewaffnet war, konnte er nicht so einfach diese Bewaffnung gegen die beweglicheren feindlichen Jäger zum Einsatz bringen und wurde gewöhnlich ausmanövriert. Dies wurde alarmierend während der Luftschlacht um England vorgeführt, wo die Bf 110C eine einfache Beute für die Supermarine Spitfire und Hawker Hurricane der RAF wurde. Es kam während dieser Luftkämpfe regelmäßig vor, dass die Bf 110C ihrerseits von Bf 109E Jagdeinsitzern eskortiert werden mussten, während von den Bf 110 eigentlich erwartet wurde, die Bomber zu schützen. Nachdem etwa 200 Bf 110C verloren waren, wurde das Scheitern des Zerstörer-Konzepts klar und die deutsche Luftwaffe zog sie von Tageseinsätzen gegen die RAF ab. Es ist interessant festzustellen, dass das Zerstörer-Konzept niemals bei Tageseinsätzen zufriedenstellend angewendet werden konnte – ganz im Gegensatz zur späteren üblichen Verwendung als Nachtjäger. Selbst im späteren Verlauf des Krieges, als noch stärkere Motoren und bessere Flugzeugentwürfe verfügbar waren, war es nicht sonderlich erfolgreich. Wahrscheinlich war der verhältnismäßig noch erfolgreichste zweimotorige Jäger während des Zweiten Weltkriegs die amerikanische Lockheed P-38 Lightning. Obwohl dieses Flugzeug mehrere beachtenswerte Einsätze durchführen konnte, waren die Verluste der P-38 hoch im Vergleich zu anderen alliierten Jägern in der zweiten Kriegshälfte. Sie waren immer besser für schnelle Überfälle und um anschließend genauso schnell zu verschwinden geeignet, als es mit Bf 109 Gustav und Fw 190 im Luftkampf aufzunehmen. Nach dem Abzug von den Begleitschutzaufgaben für die Bomber wurden einige der ersten C-Modelle als Schlepper für Lastensegler – darunter auch die gigantische Me 321 – verwendet. Die Bf 110 C-4/B wurde zur am meisten verwendeten Version der C-Serie und als Jagdbomber bei der Unterstützung vom Unternehmen Barbarossa, dem Angriff auf die Sowjetunion, im Juni 1941 eingesetzt. Das Flugzeug war verhältnismäßig schnell und mit einer 20-mm-Zwillings-Maschinenkanone und vier 7,92-mm-Maschinengewehren nach vorne und einem MG15 nach hinten bewaffnet. Dazu trug sie 500 kg an Bomben. Die C-7 war identisch, hatte aber eine externe Bombenzuladung von bis zu 1000 kg. Wenn auch ihre Leistung als Jäger beschränkt war, wurden die Bf 110 C-4/B und C-7 über der Ostfront als Bodenangriffsflugzeuge verwendet und waren hauptsächlich wegen ihrer guten Bewaffnung sehr effektiv. Dies war auch ihr üblicher Einsatzzweck während des Jahres 1941. Nach den Erfahrungen des Sommers 1940 wurde die Einsatzrolle der Bf 110 weg vom schweren Begleitjäger-Konzept weiterentwickelt. Die nachfolgende Bf 110D-Serie verwendete 1.100 PS DB601A-Motoren und legte den Schwerpunkt des Flugzeuges auf die Rolle des leichten Hochgeschwindigkeits-Bombers und Aufklärungsflugzeug. Zu den Varianten gehörte die D-1/R1 mit Langstrecken-‘Dackelbauch’-Tank, D-1/R2 mit abwerfbaren Zusatztanks, D-2 als Jagdbomber mit bis zu 1.000 kg Bombenzuladung und die D-3 als Langstrecken-Begleitschutz für Schiffskonvois mit Zusatztanks. Bei der D-Serie wurde die schwere Bugbewaffnung aus zwei Maschinenkanonen und vier Maschinengewehren beibehalten. Im Juni 1941 rüstete die Bf 110D-2 das SKG 210 (Schnellkampfgeschwader 210) des II. Fliegerkorps der Luftflotte 2 an der Ostfront aus. Diese Flugzeuge wurden für Hochgeschwindigkeits-Bombenangriffe auf Bodenziele und Flugplätze weit in den feindlichen Luftraum hinein eingesetzt. In dieser neuen Rolle waren sie erfolgreich und ihre schwere Bewaffnung aus Maschinenkanonen machte sie mehr …

  • Mufti von Jerusalem Mohammed Hadschi Amin Al Husseini

    Befehlshaber, Aufstellung, Einsätze, Ende, Infanterie-Stärke und Panzerausstattung der Waffen-SS-Divisionen 20-25 (estnische Nr. 1 bis Hunyadi). In diesen Nummern-Bereich der Waffen-SS-Divisionen befinden sich auch einige weniger bekannte und bizarre Formationen, neben einigen mit hohem Kampfwert. hier zu Waffen-SS-Divisionen 13-19 Waffen-SS-Divisionen Nr.20 bis 25 20. Waffen-Grenadier-Division der SS (estnische Nr.1) Befehlshaber: SS-Brigadeführer Augsberger (bis März 1945), SS-Oberführer Maack. Aufstellung (als Division): Aufgestellt in Estland als Estnische Legion, zur Division im Januar 1944 ausgebaut. Ende: Kapitulierte gegenüber der Roten Armee bei Melmick (Tschechien) im Mai 1945. Infanterie-Stärke: 3 Infanterie-Regimenter. Im November 1944 das SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 45 ‘Estland’ sowie Nr. 46 und 47, welche im Juli 1944 aus den estnischen Freiwilligen-Bataillonen 658 und 659 gebildet wurden. Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Aufgestellt in Estland von März bis April 1943 als Estnische Legion. Umbenannt während des Trainings in 3. estnische SS-Freiwilligen-Brigade. Zum ersten Mal im Einsatz bei Newel im Herbst 1943. Im Januar 1944 zur Division ausgebaut, dabei das eingezogene, ehemalige Personal der estnischen Armee verwendet. Der Kader stammte von der 1. SS-Infanterie-Briagde (mot.). Gute Kampfleistungen an der Narwa von April bis August 1944 und die Division vermeidet die Einschließung im Kurland-Kessel, zieht sich nach Ostpreußen zurück. Im Einsatz in Schlesien im März 1945, nördlich von Hirschberg im April. Kapitulierte bei Melmick im Mai 1945 gegenüber den Russen. Gute Kampfleistung. Individuelle Abzeichen: Ursprünglich SS-Runen am Kragen, später ein ‘E’ mit einem Schwert und schließlich ein Panzerarm mit Schwert und dem Buchstaben ‘E’. 21. Waffen-Gebirgs-Division der SS Skanderbeg (albanische Nr.1) Befehlshaber: SS-Oberführer Schmidhuber (bis August 1944), SS-Obersturmbannführer Graaf (bis Januar 1945). Aufstellung (als Division): Formiert im Kosovo im Sommer 1944. Ende: Aufgelöst im Oktober 1944 nach einer Massen-Desertion, welche die Stärke auf 1.300 Mann reduzierte. Infanterie-Stärke: 2 Gebirgsjäger-Regimenter. Waffen-Gebirgsjäger-Regimenter der SS 50 und 51. Stärke von 6.500 Albanern im September 1944. Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Zweite Moslem-Division der Waffen-SS, deren Aufstellung im April 1944 autorisiert wurde. Die Aufstellung begann im Kosovo im Sommer 1944 und bis September 1944 waren 6.500 Albanern rekrutiert worden. Es folgte ein kurzer Einsatz gegen Partisanen, dann kam es im Angesicht der vorrückenden Roten Armee im Oktober 1944 zu einer Massen-Desertion, welche die Gesamtstärke auf 1.300 Mann reduziert. Die Division wurde aufgelöst und das deutsche Rahmenpersonal wurde als ‘Kampfgruppe Skanderbeg’ bezeichnet und dem 14. Regiment der Division Prinz Eugen zugeteilt. Im Einsatz von Dezember 1944 bis Januar 1945 bei Zwornik, Bjellina, Brcko und anschließend womöglich an der Oder-Front von Februar 1945 an. Individuelle Abzeichen: SS-Runen am Kragen und ein Ziegekopf mit ‘Skanderbeg’ am Helm, aber nicht oft getragen. Auf dem Armband das ‘Skanderbeg’-Gebirgsjäger-Abzeichen. 22. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division Maria Theresia Befehlshaber: SS-Brigadeführer Zehender. Aufstellung (als Division): Aufgestellt in Ungarn zwischen Frühjahr und Sommer 1944. Ende: Vernichtet beim Fall von Budapest, Februar 1945. Infanterie-Stärke: Erst 2, seit Oktober 1944 3 Kavallerie-Regimenter. Im Oktober 1944 die SS-Kavallerie-Regimenter 17, 52 und 53. Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Im Frühjahr und Sommer 1944 in Ungarn aus zwei ungarischen Regimentern aus ‘Volksdeutschen’ und dem altbewährten SS-Kavallerie-Regiment 17 (zuvor das SS-Reiter-Regiment 3), welches von der SS-Division ‘Florian Geyer’ abgezogen wurde, aufgestellt. Nur das 17. und 52. Regiment waren vollständig einsatzbereit, als die Division bei Debrecen erstmals eingesetzt wurde. Das 53. Regiment folgte im Oktober 1944 nach. Zusammen mit der ‘Florian Geyer’-Division im Einsatz bei und in Budapest von November 1944 bis Februar 1945, als die Division beim Fall der Stadt vernichtet wurde. Der Divisions-Name ‘Maria Theresa’ ist nicht gesichert. Individuelle Abzeichen: Am Kragen das ‘Karstblumen’-Abzeichen. 23. Waffen-Gebirgs-Division der SS Kama (kroatische Nr.2) Befehlshaber: SS-Standartenführer Raithel. Aufstellung (als Division): Rekrutierung seit Juni 1944. Ende: Russischer Vormarsch auf dem Balkan führte zum Verzicht auf die Fertigstellung der Division im September 1944. Divisions-Nummer wurde von Nederland-Division übernommen. Infanterie-Stärke: 2 Gebirgsjäger-Regimenter in Ausbildung. Waffen-Gebirgsjäger-Regimenter der SS 55 und 56. Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Die Rekrutierung begann in Bosnien im Juni 1944, aber der Einbruch der Roten Armee in den Balkanraum im September 1944 führte zum Abbruch des Trainings und der Auflösung der Einheit. Vorhandene Soldaten wurden als Ersatz für andere Verbände verwendet und die deutschen oder volksdeutschen Offiziere und Unteroffiziere traten der Kampfgruppe Hanke der 13. Waffen-SS-Division ‘Handschar’ bei. Individuelle Abzeichen: Das vorgesehene ‘Sonnendurchbruchs’-Motiv am Kragen wurde niemals eingeführt. 23. SS-Freiwilligen-Panzer-Grenadier-Division Nederland Befehlshaber: SS-Brigadeführer Wagner. Aufstellung (als Division): Aus der Freiwilligen-Legion wurde im Juli 1943 eine Brigade, welche Anfang 1945 als ‘Division’ bezeichnet wurde. Ende: Vernichtet bei Berlin, Ende April 1945. Infanterie-Stärke: 2 motorisierte Infanterie-Regimenter. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Regimenter 48 ‘General Seyffardt’ und 49 ‘De Ruiter’. Panzer-Ausstattung: 1943/44 drei Sturmgeschütz-Batterien mit 34 StuG. 1945 zwei schwache Panzerjäger-Kompanien mit Hetzer mit insgesamt 20 Jagdpanzern. Einsätze: Die Reste der holländischen Freiwilligen-Legion Niederlande wurde im Juni und Juli 1943 bei Sonneberg mit 5.500 holländischen Freiwilligen verstärkt, welche Anfang des Jahres von der 2. SS-Infanterie-Brigade bei der Heeres-Gruppe Nord zugeführt worden waren. Neben den niederländischen Freiwilligen wurde auch Personal aus anderen westeuropäischen Staaten von anderen Waffen-SS-Division, vor allem von Nordland und Wiking, zugeführt. Die Bezeichnung wurde daraufhin am 23. Oktober 1943 auf 4.SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Brigade ‘Nederland’ geändert und der Einsatz erfolgte im Rahmen des III. SS-Panzer-Korps. Während der Ausbildung im Herbst 1943 Einsätze gegen Partisanen in Kroatien. Im November 1943 erhielten die Regimenter ihre Namen und gingen im Januar 1944 an die Front vor Leningrad. Im Sommer 1944 in schweren Gefechten an der Narwa, wo das Regiment ‘De Ruiter’ nahezu vernichtet wurde. Mitte 1944 gehörten zur Brigade u.a. 2.736 Holländer und 35 Belgier. Etwa 1/3 der Soldaten waren Volksdeutsche aus dem Banat. Von September 1944 bis Januar 1945 Rückzug über Estland nach Litauen, von wo der Verband aus dem Kurland-Kessel evakuiert wurde, wobei Teile – einschließlich des Stabes – beim Untergang des Transportschiffes Moira vor Kolberg verloren gingen. Anfang 1945 Wiederaufstellung und als 23. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division ‘Nederland’ bezeichnet. Mangels ausreichendem Ersatz aus Holland und gebotener politischer Rücksichtnahme dort, blieb der Verband aber trotzdem nur eine starke, selbständige Panzergrenadier-Brigade, teilweise mit Schützenpanzern ausgerüstet. Im Einsatz in Pommern bei Stargard und Stettin. Anschließend nach Süden verlegt und kämpfte vor Berlin und wurde Ende April 1945 im ‘Kessel von Halbe’ bei Fürstenwalde nahezu vernichtet. Einige wenige Überlebende erreichten die US-Kriegsgefangenschaft bei Magdeburg. Höchste Kampfleistungen. Erreichte jedoch niemals wirklich Divisionsstärke. Individuelle Abzeichen: Die Freiwilligen-Legion Niederlande mehr …

  • Rommel besichtigt die 21. Panzer-Division

    Teil II: Neuaufstellung, Gliederung und Panzerbestand der 21. Panzer-Division und ihr Einsatz im Westen und Osten 1943 bis 1945. hier zu Teil I: 21. Panzer-Division in Nordafrika. Neuaufstellung 1943 Kurz nach ihrem Untergang in Tunesien wurde die 21. Panzer-Division jedoch in der Normandie in Frankreich wieder neu aufgestellt. Mit Termin 15. Juli 1943 wurde beim Oberbefehlshaber West auf eigene Initiative hin die ‘Schnelle Brigade 931’ bei der deutschen 7. Armee in 21. Panzer-Division/neu umbenannt. Zentrale Einheiten dieser Neuaufstellung waren das verstärkte Panzer-Grenadier-Regiment 931, zwei Kradschützen-Kompanien, das gepanzerte Artillerie-Regiment 931 unter Oberst Feuchtlinger und das in Frankreich gebildete Panzer-Regiment 100. Hinzu kam ein beträchtlicher Kader ehemaliger ‘Afrikaner’ aus dem ‘Afrika-Stau’ aus Urlaubern, Genesenen und Verstärkungen in Italien und Südfrankreich, welche schon in der ursprünglichen 21. Panzer-Division in Nordafrika gekämpft hatten und den Esprit de Corps und die Traditionen des Verbandes aufrechterhielten. Der Divisionsstab dieser neuen 21. Panzer-Division wurde aus dem Stab der Artillerie-Brigade West und Teilen der Panzer-Brigade 10 gebildet. Das Panzer-Grenadier-Regiment 125 bestand aus drei Bataillonen des verstärkten Pz.Gren.Rgt. der ‘Schnellen Brigade West’. Das Panzer-Grenadier-Regiment 192 wurde aus Teilen des Pz.Gren.Rgt 931 und anderen Infanterie-Einheiten beim Oberbefehlshaber West gebildet. Die Panzer-Aufklärungs-Abteilung 21 entstand aus den zwei Kradschützen-Kompanien, welche verstärkt wurden. Ende 1943 kam noch der Großteil der motorisierten Aufklärungs-Lehr-Abteilung hinzu. Das Panzer-Regiment 100 war schon im Januar 1943 bei der Panzer-Brigade 100 in Versailles aufgestellt worden. Es verfügte über den Stab und zwei Panzer-Kompanien der Panzer-Abteilung 223. Allerdings war dieses Panzer-Regiment ursprünglich nur mit veralteten französischen Beute-Panzern von zweifelhaftem Kampfwert ausgerüstet. Ab Mai 1944 wurde die Einheit als Panzer-Regiment 22 bezeichnet. Zwar hatten bis Sommer 1944 deutsche Panzertypen viele von den französischen Beute-Panzern ersetzt, aber selbst dann noch gab es einen nicht unerheblichen Anteil veralteter Fahrzeuge, wie PzKpfw IVB und PzKpfw IVC und sogar noch einige alte PzKpfw III. Deshalb befand sich die neu aufgestellte Division über ein Jahr als Besatzungstruppe in Frankreich, da sie wegen ihrer mangelhaften Ausstattung als nicht geeignet für die Ostfront angesehen wurde. 1944 wurde der Zusatz ‘/neu’ im Namen fallen gelassen und die Division wieder als 21. Panzer-Division bezeichnet. Im Frühjahr 1944 erhielt das Panzer-Grenadier-Regiment 125 Schützenpanzer und die Panzer-Aufklärungs-Abteilung und das Panzer-Pionier-Bataillon hatten drei bzw. zwei Kompanien mit mittleren Schützenpanzern. Die Neuaufstellung wurde Mitte Mai 1944 in der Normandie östlich von Caen abgeschlossen. Dabei verfügte das Panzer-Regiment 22 am 1. Juni über insgesamt 110 Panzer. Die I. Abteilung hatte 4 Panzer-Kompanien zu je 17 PzKpfw IV mit langer 7,5-cm-Kanone. Bei der II. Abteilung befanden sich 5 PzKpfw IV mit langer Kanone beim Stab und bei der 5. bis 7. Kompanien ebenfalls 5 PzKpfw IV mit langer Kanone, der Rest bestand dort weiterhin aus französischen Beute-Panzern. Bei der 8. Kompanien waren 6 PzKpfw IV mit kurzer 7,5-cm-Kanone vorhanden. Insgesamt waren noch 35 Somua S-35 und 2 Hotchkiss-Panzer französischer Bauart in der Division vorhanden. Jedoch war die artilleristische Feuerkraft der Division Mitte 1944 sehr stark. Gliederung 1944 Westfront 1944 Die 21. Panzer-Division wurde nach Abschluss ihrer Aufstellung und überwiegender Neuausrüstung ab Mitte Reserve bei der Heeresgruppe B von Rommel im Abschnitt des LXXXIV. Armee-Korps. Bei der alliierten Invasion am 6. Juni 1944 war die 21. Panzer-Division dann der einzige deutsche Panzer-Verband, welcher sich in der Nähe der Landeköpfe befand. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich Teile ihres Panzer-Regimentes in der Nähe auf einer Übung, waren aber nur mit Übungsmunition bewaffnet. Deshalb mussten sie erst schnell zurückgerufen werden, um mit richtiger Munition bewaffnet zu werden. Bedingt durch die Abwesenheit Rommels, welcher sich zum Geburtstag seiner Frau in Deutschland befand, da eigentlich zu schlechtes Wetter für eine Invasion angekündigt war, sowie das Zaudern seiner Stellvertreter, erhielt die 21. Panzer-Division erst um 10:30 Uhr den Befehl zu einem Gegenangriff in Richtung Küste. Der Angriff erfolgte mit drei Kampfgruppen zu beiden Seiten des Flusses Orne. Die ‘Kampfgruppe von Lucke’ des Befehlshabers des Panzer-Grenadier-Regiment 125 bestand aus dem verstärkten II. Bataillon mit der 4. Kompanie des Panzer-Regiment 22 und Teilen der Panzer-Aufklärungsabteilung 21 und Sturmgeschütz-Abteilung 200. Deren Angriff erfolgte östlich der Orne über Stützpunkte der verteidigenden deutschen 716. Infanterie-Division hinweg und traf auf britische Fallschirmjäger südlich von Ranville an der östlichen Flanke des britischen Landekopfs ‘Sword’. Die ‘Kampfgruppe Rauch’, Kommandeur des verstärkten Panzer-Grenadier-Regiments 192, griff westlich der Orne zur Küste in Richtung Lion-sur-Mer an. Um Benouville kam es zu Kämpfen mit britischen und kanadischen Fallschirmtruppen. Bis zum Abend konnte diese Kampfgruppe, welche jetzt von General Marcks, dem kommandierenden General des LXXXIV. Armee-Korps geleitet wurde, über Periers die Küste erreichen. Nördlich von Lagrune-sur-Mer gruben sich die Soldaten in Verteidigungsstellungen ein. Die ‘Panzer-Kampfgruppe von Oppeln’, dem Kommandeur des Panzer-Regiment 22, welcher über rund 80 mit langer 7,5-cm-Kanone bewaffneter Panzerkampfwagen IV, Schützenpanzern und die Selbstfahrlafetten des Artillerie-Regiments 155 verfügte, griff Mittags die zwischenzeitlich schon besetzten britischen Abwehrstellungen des Landekopf ‘Sword’ nördlich von Caen an. Die Briten hatten schon schwere Pak und Artillerie in Stellung gebracht und so mussten die deutschen Panzer ihre Marschrichtungen immer wieder stark ändern. Im unübersichtlichen und ansteigenden Gelände der Normandie wurden sie schließlich von starken britischen Pak-Stellungen bei Periers und Bievelle zum Stehen gebracht und mussten zur Rundum-Verteidgung übergehen. Nachdem sie die angreifende britische 27. Panzer-Brigade zerschlagen hatten, mussten sie sich bis zum 9. Juli in die Gegend nördlich von Caen zurückziehen. Die 21. Panzer-Division war dann an den Abwehrkämpfen in der Normandie vom 9. Juli bis 6. August 1944 beteiligt, wo sie ihre Stellungen bei Caen gegen wiederholte britische Angriffe hielt, darunter während der ‘Operation Goodwood’. In diesen Wochen, welche auf die Landung folgten, schlug die Division ununterbrochen aus ihren eingegrabenen Stellungen in der Gegend vor Caen auf die alliierten Truppen ein und hatte großen Anteil daran, den Zeitplan der Alliierten schwer durcheinander zu bringen. Nach dem Ausbruch der Invasions-Streitkräfte im Westen des alliierten Brückenkopfes wurden Teile der 21. Panzer-Division, welche bei der 12. SS-Panzer-Division der 5. Panzer-Armee eingesetzt waren, im Kessel von Falaise eingeschlossen. Diesen gelang der Ausbruch nur unter dem Verlust nahezu aller schweren Waffen und mit nur sechs PzKpfw IV. Die Besatzungen der verlorenen Panzer mussten als Infanterie eingesetzt werden. Panzerbestand der 21. Panzer-Division während der mehr …

10 Kommentare zu „Verluste im Zweiten Weltkrieg“

  1. Es wird der Tag kommen, da werden wir die genauen Zahlen erfahren und wer sie jeweils wen auf dem Gewissen hat.
    P.S. Was ist mit den Toten nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland, die in die Millionen geht? Die Kriegsschuldigen haben aber keinerlei Rechte bzw. diese Toten dürfen nicht genannt werden …..

  2. Dieter Lenzen

    Ein kleiner Fehler ist bei dem “angeblich in Umbau/Reparatur” befindlichen Schlachtschiff Scharnhorst aufgetreten. Es handelt sich um das Schlachtschiff Gneisenau. Die Scharnhorst wurde am 26.12.1943 am Nordkap versenkt.
    Bitte die Angaben korrigieren!!

  3. Michael Deim

    Meinen Recherchen ergaben, das die Verluste der Wehrmacht, inclusive. Der Kriegsgefangenen die während der Gefangenschaft umkamen Minimum 5 mio Mann betrugen. Bei der roten Armee waren es Minimum 23 mio mann inclusive der 3,5 mio mann die in deutscher Gefangenschaft umgekommen sind, da 30 % der russischen Soldaten nicht registriert wurden. Somit nicht erfasst wurden. Das hat sich herausgestellt als in den letzten Jahren Massengräber geöffnet wurden. Sehr traurig was da alles passiert ist!!

    1. Zahlreiche abgeglichene Quellen, die wichtigsten sind
      World War II – A statistical survey (John Ellis)
      Chronology of World War II (Christopher Argyle)
      Das Dritte Reich (Kurt Zentner)

  4. Ich stimme hier voll zu. Diese Juden waren auch nicht nach ihre Religion hingerichtet, sonder nach Rassen-Rechtlinien, die gerne auch angepasst wurden, wenn jemand zum Beispiel der Besitzer von einem schönen Haus war.

  5. Jeder Tote war einer zu viel. Niemand hat mehr Deutsche auf dem Gewissen, als die Nationalsozialisten, niemand hat mehr deutsche Soldaten sinnlos geopfert und das Reichsgebiet nachhaltiger verkleinert. Wie viele Leben, wie viele zerrissene Schicksale … Schlimmer ist noch, dass hierdurch die Großmächte entstanden sind, welche seit dem 2. WK andauernd für Kriege und Aufstände weltweit gesorgt haben. Gelernt hat niemand etwas.

  6. die deutschen Zivilveluste betrugen ungefähr 4 Millionen und die Militärtoten 4,5 Millionen.Es ist unnötig , die Zahl der deutscehn Opfer ständig zu verniedlichen und dann jeden Juden dreifach zu zählen !!!

    1. Warum trennen wir immer noch nach Religionszugehörigkeit? Juden sind und waren Deutsche, Polen, Russen oder sonstiger Nationalität.

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