Matilda II Panzer während des Unternehmen Brevity


Matilda II Panzer während des Unternehmen Brevity

Matilda II Panzer während des Unternehmen Brevity

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Im Blickpunkt:
  • Japanische Truppen stürmen an Land

    Die kaiserlich-japanische Armee beim Angriff auf die Alliierten 1941/42. Verteilung der japanischen Invasions- und Besatzungsdivisionen im Dezember 1941, Soll-Stärken und Ausrüstung, Organisation und die Struktur einer Infanterie-Division. Hier zu Teil I: Japanisches Heer und Luftwaffe vor 1941 Die japanische Armee zu Beginn des Pazifikkrieges Als Japan die Alliierten im Fernen Osten im Dezember 1941 angriff, verlegte es seinen militärischen Schwerpunkt von China in den Pazifik. Die kaiserlich-japanische Armee war dabei in einer Reihe von amphibischen Operationen gegen pazifische Inseln beteiligt, obwohl dies eigentlich in der Hauptverantwortung der Marine lag. Der größte Erfolg der Armee war jedoch die Eroberung von Singapur und die Vertreibung der Briten aus Malaysia und Burma. Zahlenmäßig den britischen Streitkräften weit unterlegen, erwies sich der Kampfgeist der japanischen Soldaten und die Führungskunst ihrer Kommandeure als unschlagbar. Bis zum März 1942 stand die japanische Armee an den Grenzen Indiens. Verteilung der japanischen Invasions- und Besatzungsdivisionen im Dezember 1941 Die verfügbaren japanischen Invasionstruppen im Dezember 1941 waren relativ gering – von den insgesamt 51 Divisionen in China und der Mandschurei konnten nur 11 entbehrt werden. Selbst im Jahr 1943 waren in China noch 25 Infanterie-Divisionen, 1 Panzer-Division, 11 gemischte Brigaden, 1 Kavallerie-Brigade und 1 Luftlande-Division gebunden – Streitkräfte von 620.000 Mann mit 14.000 Fahrzeugen. Diese Streitkräfte wurden als Kwangtung-Armee bezeichnet und mussten während des Pazifik-Krieges ständig Verstärkungen dafür abstellen, sodass sie bis 1945 unterbesetzt und zu schwach waren, um eine wirkliche Bedrohung darzustellen. Kaiserliches Hauptquartier: Zahlenmäßige Übersicht der Divisionen Vollständig aufgestellte und einsatzbereite Divisionen der kaiserlich-japanischen Armee außerhalb Japans: Zahlenmäßige Übersicht der Divisionen: Japanische Divisionen im Südwest-Pazifik im August 1942: insgesamt 4 (2., 16., 38., 48. Infanterie-Division) Japanische Divisionen in Burma im September 1942: insgesamt 4 (18., 33., 55., 56. Infanterie-Division) Soll-Stärke der Divisionen Ungefähre Soll-Stärke der wichtigsten Divisions-Typen (I): Ungefähre Soll-Stärke der wichtigsten Divisions-Typen (II): Organisation der japanischen Armee Die Galionsfigur, welche über der japanischen Kriegsmaschinerie thronte, war der Kaiser, welcher nominell der Oberbefehlshaber war und auch die Macht hatte, einen Krieg zu erklären oder einen Frieden zu schließen. Diese Macht war tatsächlich aber nur noch formal gegeben. Ihm wurden Empfehlungen durch zwei Räte vorgelegt, dem Vorsitz der Marschälle und Admirale sowie dem Obersten Militärrat. Die wirkliche Macht lag aber beim Kaiserlichen Hauptquartier. Dieses bestand aus den Generalstabschefs der Armee und Marine, den Heeres- und Marine-Ministern und ihren jeweiligen Beratern. Verantwortlich für diese Offiziere waren der Generalstab, das Kriegsministerium und die zwei Inspektorate des Militärtrainings und der Heeresflieger. Der Generalstab bestand aus fünf wesentlichen Büros: den Allgemeinen Angelegenheiten, Operationen, Nachrichten, Transport und Geschichte. Sie bereiteten den Krieg vor, trainierten die Truppen und untersuchten Japans strategische Anforderungen. Der Chef des Generalstabs wurde offiziell vom Kaiser ernannt. Der Kriegsminister repräsentierte die politische Macht der Armee im Kabinett und war immer ein Offizier. Er hielt Kontakt zum Generalstabschef und theoretisch auch zum Diet, dem japanischen Parlament. Er wickelte die administrativen, logistischen und Mobilisierung-Pläne ab. Die zwei Inspektorate leiteten die Ausbildung der Truppen. Im Feld wurde die japanische Armee in Heeresgruppen, Bereichs-Armeen, Armeen und Divisionen unterteilt. Dazu gab es noch ‘Verbände mit Spezialaufträgen’, welche nicht einer bestimmten Armee oder Division unterstanden. Heeresgruppen umfassten einen gesamten Kriegsschauplatz und es gab die japanische Heimverteidigungsarmee, die Kwangtung-Armee und die Süd-Armee. Eine Bereichs-Armee, wie zum Beispiel die 23. in Burma, entsprach einer deutschen Feldarmee. Die japanische Armee war viel kleiner als das deutsche Gegenstück und entsprach etwa einem starken Korps. Dafür gab es keine Armeekorps in den japanischen Streitkräften. Die Stärke einer japanischen Armee variierte zwischen 50.000 bis 150.000 Mann. Die 18. Armee im Südwest-Pazifik hatte im April 1943 eine Sollstärke von 130.000 Mann, obwohl ihre tatsächliche Ist-Stärke viel geringer war. Diese Streitmacht bestand aus drei Divisionen und unabhängigen, gemischten Brigaden. Die Artillerie bestand aus vier unabhängigen Feldartillerie-Kompanien, zwei Feld-Maschinengewehr-Kompanien, einem unabhängigen Panzerabwehr-Bataillon, sechs Feldartillerie-Bataillonen, sechs Feld-Scheinwerfer-Kompanien sowie Unterstützungseinheiten, wozu Pionieren, Transport- und Flugfeld-Sicherungstruppen zählten. Der hervorstechende Schwachpunkt bei der japanischen Organisation während des Krieges war das Aufsplittern von Verbänden. Es wurden Soldaten einer Einheit genommen und mit Männern von anderen Einheiten zusammengewürfelt, um Sonderaufträge durchzuführen. Nach dem Abschluss des Auftrags wurde diese Einheit entweder für weitere Aufträge wieder zersplittert oder die Männer wurden wieder zu ihren ursprünglichen Einheiten zurückgeschickt. Es gab nur wenig Kontinuität und folglich eine Fülle von unabhängigen Verbänden. Japanische Infanterie-Division Die typische japanische Infanterie-Division vom Dezember 1941 bestand aus drei Infanterie-Regimentern, einem Kavallerie- oder Aufklärungs-Regiment und einem Regiment aus Pionieren. Zusätzlich neben dem Divisionsstab und den Nachrichteneinheiten, wurde die Division durch das Transport-Regiment, einer medizinischen Abteilung und Feldhospital-Stab, einer Wasseraufbereitungs-Einheit, Ordonanz-Einheit und einer Veterinär-Einheit unterstützt. Mit dem Fortschreiten des Krieges wurden noch ‘Komfort-Bataillone’ aus Prostituierten der Division angeschlossen. Es gab jedoch immer eine weite Variation in Organisation und Stärke der einzelnen japanischen Verbände, abhängig von ihrem Einsatzort und dem dort vorherrschenden Gelände. Unter den Anforderungen des Krieges kategorisierten die Japaner ihre Verbände in drei Gruppen: Kategorie A war die stärksten, Kategorie B waren die Standard- und Kategorie C die Spezial-Verbände. Trotzdem waren nicht alle japanischen Division aus der gleichen Kategorie zusammengesetzt. Eine Division Standard-B konnte zum Beispiel die Artillerie einer A-Kategorie haben. Dazu konnte es unterschiedliche Stärken innerhalb der Divisions-Einheiten selbst geben. In einem Infanterie-Regiment der A-Kategorie konnte die Regiments-Artillerie entweder aus einer Kompanie aus vier Kanonen oder zwei Kompanien zu vier Kanonen unter einem kleinen Bataillons-Hauptquartier bestehen. Trotz dieser Variation gab es im Allgemeinen vier Arten japanischer Infanterie-Divisionen: Da war zum ersten die Standard-Division aus B-Truppen, welche am häufigsten von den alliierten Truppen angetroffen wurde. Zweitens gab es die verstärkte Division, zusammengesetzt aus A-Typ-Einheiten, welche auch eine zusätzliche Artillerie-Gruppe beinhalten konnte, die aus einem Gruppen-Hauptquartier und einem Feld- oder Gebirgsartillerie-Regiment sowie womöglich auch aus einer Panzer-Einheit bestand. Drittens gab es die modifizierte, verstärkte Division, welche zusätzliche Artillerie, aber keine Panzertruppen beinhaltete. Die Stärke der Schützen-Kompanien war dabei von 265 auf 205 Mann heruntergesetzt. Schließlich gab es noch die leichte Division, welche hauptsächlich aus C-Truppen mit zwei Brigaden bestand. Jede dieser Brigaden hatte vier unabhängige Infanterie-Bataillone mit Unterstützungstruppen aus kleinen Einheiten von Hilfstruppen, hauptsächlich aus der Kategorie A. Diese Divisionen wurden häufig als Garnisonen auf Japans kleineren Inselstützpunkten und in China mehr …

  • Repetierflinte mit Extras

    Selbstladeflinten im Krieg und Demonstration einer Maverick Modell 88. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Grabengewehr, Selbstladeflinte, Repetierflinte. Typ: Grabengewehr im Kriegseinsatz. Grabengewehr Geschichte der Selbstladeflinten Sogenannte Selbstladeflinten oder auch Repetierflinten (im englischen ‘Pump action shotgun’ oder kurz ‘Pumpgun’) wurden weit verbreitet während der Grabenkämpfe im 1. Weltkrieg und auch teilweise noch im Zweiten Weltkrieg und bis heute von verschiedenen Heeren – darunter auch die Bundeswehr – verwendet. Sie sind nur auf sehr kurze Distanz (unter 50 Meter) wirksam, dafür aber bei Entfernungen darunter, welche im Graben- und Häuserkampf sehr oft vorkommen, äußerst effektiv. Das erste Patent für eine Selbstladeflinte wurde 1854 auf den Briten Alexander Bain ausgestellt. Ältere Pump-Action-Flinten sind oft schneller als moderne halbautomatische Flinten, da sie oft keinen Abzugstrenner hatten und in der Lage waren, eine neue Patrone so schnell abzufeuern, wie die Pump-Action betätigt wurde, wobei der Abzug kontinuierlich gedrückt gehalten wurde. Diese Technik wird als ‘Slamfire’ bezeichnet und wurde oft beim Einsatz des Winchester Model 1897 in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs angewendet. Moderne Pump-Action-Entwürfe sind etwas langsamer als eine halbautomatische Schrotflinte, aber die Pump-Action bietet eine größere Flexibilität bei der Auswahl der Schrotpatronen, die es dem Schützen erlaubt, verschiedene Arten von Ladungen zu mischen und Spezialladungen oder geringer Wirksamkeit, z.B. für Polizeieinsätze, zum Einsatz zu bringen. Halbautomatische Schrotflinten müssen einen Teil der Energie jedes abgefeuerten Schusses nutzen, um ihre Mechanik zu aktivieren, was bedeutet, dass sie mit Patronen geladen werden müssen, die stark genug sind, um zuverlässig zu funktionieren. Die Pump-Action vermeidet diese Einschränkung. Außerdem sind Pump-Action-Waffen, wie alle Handfeuerwaffen, unter ungünstigen Bedingungen wie Schmutz, Sand oder extremen klimatischen Bedingungen zuverlässiger als halbautomatische Waffen. Daher waren bis vor kurzem die militärischen Kampfschrotflinten fast ausschließlich Pump-Action-Entwürfe. Funktion Die Mehrladeflinte oder Vorderschaft-Repetierflinte ist ein Gewehr mit glattem Lauf, die manuell durch Bewegen eines verschiebbaren Handschutzes am Vorderschaft der Waffe bedient wird. Beim Schießen wird der verschiebbare Vorderschaft nach hinten gezogen, um eine verbrauchte Patrone auszuwerfen, und dann nach vorne geschoben, um den Hahn oder Schlagbolzen zu spannen und eine neue Patrone in die Kammer zu laden. Die Munitionszufuhr erfolgt in der Regel aus einem Röhrenmagazin unterhalb des Laufes, zumeist um die 8 Geschosse mit Ladungen von bis zu 6 bis 9-mm großen Schrotkugeln. Einige Waffen verfügen auch über ein abnehmbares Kastenmagazin. Die Patronen einer Pump-Action-Waffe wird typischerweise aus einem Röhrenmagazin unterhalb des Laufs zugeführt, das auch als Führung für den beweglichen Vorderschaft dient. Die Patronen werden eine nach der anderen durch eine Öffnung im Gehäuse zugeführt, wo sie nach vorne geschoben werden. Eine Verriegelung an der Rückseite des Magazins hält die Patronen im Magazin fest, bis sie benötigt werden. Wenn die Waffe vollständig geladen werden soll, kann eine Patrone durch die Auswurföffnung direkt in das Patronenlager geladen oder aus dem Magazin gezogen werden, das dann mit einer weiteren Patrone aufgefüllt wird. Es gibt Pumpguns mit abnehmbaren Kastenmagazinen oder sogar Trommeln, bei denen das Magazin eingelegt werden kann, ohne die oberste Patrone zu entfernen. Wie die meisten Unterhebelrepetierer verwenden auch die meisten Pump-Action-Schrotflinten und Gewehre ein festes Röhrenmagazin. Dies führt zu einem langsamen Nachladen, da die Patronen einzeln in die Waffe eingelegt werden müssen. Einige Pump-Action-Flinten und Gewehre, wie die russische Zlatoust RB-12, die italienische Valtro PM5, die amerikanische Remington 7600-Serie und die Mossberg 590M, verwenden deshalb abnehmbare Kastenmagazine. Es gibt auch kleinere Geschosse mit weniger und kleineren Schrotkugeln, deren Mannstoppwirkung oder Effizienz beim Beseitigen oder Öffnen von Hindernissen (wie Türen oder Barrikaden) aber natürlich wesentlich geringer ist. Umso größer die Ladung und Schrotkugeln, desto größer folglich auch die Wirkung auf das Ziel. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, mit kleineren aber mehr Schrotkugeln in dem Geschoss Treffer zu erzielen, natürlich deutlich größer. Da der Vorderschaft in der Regel mit der Stützhand bedient wird, ist eine Pump-Action-Waffe viel schneller als eine Repetierwaffe und etwas schneller als eine Hebelwaffe, da die Abzugshand beim Nachladen nicht vom Abzug genommen werden muss. Da der Abzug linear betätigt wird, entsteht auch weniger Drehmoment, welcher die Waffe bei schnellen Schusswiederholungen kippen und aus dem Ziel werfen könnte. Ein geübter Schütze kann mit einem Grabengewehr ohne Schwierigkeiten ein bis zwei Schüsse pro Sekunde abgeben, da die Handhabung recht einfach und die Trefferwahrscheinlichkeit auf kurze Distanz äußerst hoch ist. Der Schütze muss lediglich den Vorderschaft zurückziehen, schon wird der Verschluss geöffnet und der Schlaghahn gespannt. Eine schon verschossene, leere Hülse wird gleichzeitig ausgeworfen. Nun zieht der Schütze wieder den Vorderschaft nach vorne und die nächste Patrone wird geladen und der Verschluss geschlossen. Dazu muss man im Gegensatz zum normalen Gewehr noch nicht einmal die Waffe abgesetzt werden, was es ermöglicht, die Waffe ständig auf das Ziel zu richten und eine hohe Feuerrate zu erreichen. Video Maverick Modell 88 und Fabarm Pumpgun https://youtu.be/zjTErUp-IfE Video vom Tontaubenschießen mit der Maverick Modell 88 sowie einer Fabarm Pumpe (1:13 min). Feuer-Zyklus Fast alle Pump-Mechaniken verwenden eine Vorwärts- und Rückwärtsbewegung des Vorderschafts, um die Mechanik zu betätigen. Der Vorderschaft ist durch eine oder zwei Stangen mit dem Verschluss verbunden. Zwei Stangen gelten als zuverlässiger, da sie symmetrische Kräfte auf den Verschluss und die Pumpe ausüben und die Gefahr des Klemmens verringern. Die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung des Verschlusses in einem Röhrenmagazin betätigt auch die Hebevorrichtung, welche die Patronen von der Ebene des Magazins auf die Ebene des Laufs anhebt. Nach dem Abfeuern eines Schusses wird der Verschluss entriegelt und der Vorderschaft ist frei beweglich. Der Schütze zieht den Vorderschaft zurück, um den Feuer-Zyklus zu beginnen. Der Verschluss wird entriegelt und beginnt sich nach hinten zu bewegen, wodurch die leere Patrone aus dem Patronenlager herausgezogen und ausgeworfen wird, der Hahn gespannt wird und das Laden der neuen Patrone beginnt. Bei einem Röhrenmagazin wird bei der Rückwärtsbewegung des Verschlusses eine einzelne Patrone aus dem Magazin freigegeben und nach hinten geschoben, bis sie auf der Hebevorrichtung zur Ruhe kommt. Wenn der Vorderschaft die Rückseite erreicht und sich nach vorne bewegt, hebt die Hebevorrichtung die Hülse an und richtet sie mit dem Lauf aus. Wenn sich der Verschluss nach vorne bewegt, gleitet die Patrone in das Patronenlager, und der letzte Teil des Stulpwegs verriegelt mehr …

  • PzKpfw IV Ausf.J der Hohenstaufen-Division

    Einsätze der 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen (Teil II). Von Arnheim, über die Ardennen und nach Ungarn bis zum Ende. Hier zu Teil I: 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen. Arnheim Eigentlich war Arnheim nur als Sammelpunkt für die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen vorgesehen, welche zwischenzeitlich aus weniger als 3.000 Mann bestand. Von dort sollte die Division, nachdem sie ihre verbleibenden Panzer und Artillerie an die Frundsberg-Division übergeben hatte, mit der Eisenbahn in Richtung Deutschland zu einer vollständigen Wiederauffrischung abtransportiert werden. Jedoch am 17. September 1944, gerade als die Division bis auf ein verstärktes Alarm-Bataillon schon verladen war, erfolgte das alliierte Unternehmen ‘Market-Garden’ in Holland. Dieses Unternehmen setzte sich aus der Bodenoffensive ‘Market’ durch Verbände der britischen 2. Armee und 1. US-Armee und der Luftlandung ‘Garden’ der 1. Alliierten Luftlande-Armee zusammen, mit dem Ziel sich in den Besitz der Brücken über die Waal bei Nijmwegen und über den Unteren Rhein bei Arnheim zu setzen. Falls die Deutschen von der alliierten Luftlandung überrascht waren, so waren die Alliierten jedoch genauso davon überrascht, Mitten in einem Gebiet mit Truppenteilen von zwei Panzer-Divisionen der Waffen-SS abgesprungen zu sein. Selbst in ihrem aufgebrauchten Zustand waren diese immer noch ein kampfstarker Gegner gegen die nur leicht bewaffneten Luftlandtruppen. Die Fahrzeuge der Hohenstaufen-Division wurden hektisch wieder aus den Eisenbahnwaggons ausgeladen und die schon abgefahrenen Teile wieder zurückgeholt. Die meisten der noch vorhandenen Soldaten der Division wurden in die Kampfgruppe Harzer zusammengefasst, welche vom SS-Standartenführer Walter Harzer angeführt wurde. Rund 9.000 britische Fallschirmjäger waren in der Gegend um Wolfheze gelandet, welches rund 11 Kilometer westlich von Arnheim am nördlichen Ufer des Flusses lag. Die Fallschirmjäger, welche den Vorstoß unternahmen, das nördliche Ende der Brücke zu besetzen waren etwa 700 Mann stark und vom 2. und 3. britischen Fallschirmjäger-Bataillon. Sie unternahmen noch einen Versuch die Brücke zu überqueren, aber heftiges deutsches Feuer zwang die Fallschirmjäger sich auf die Konsolidierung ihrer Stellungen am Nordende der Brücke zu konzentrieren und auf Verstärkungen zu warten. So blieb das südliche Ende der Brücke in deutschen Händen. Die Befehle von General Bittrich an die Soldaten der 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen lauteten, den Ort und die Brücke zu besetzen und zu halten und jeden Vormarsch weiterer britischer Fallschirmjäger vom Westen auf Arnheim zu unterbinden. Während der Schlacht um Arnheim wurden die Divisionstruppen in weitere, kleinere Kampfgruppen aufgeteilt, welche als Sperrkräfte zum Einsatz kamen. Einige Teile jedoch schwärmten von Arnheim aus bis nach Neerpelt im Südwesten aus. Dazu wurden die erfahrenen Waffen-SS-Männern mit Soldaten anderer Kommandos verstärkt, zum Teil noch in der Ausbildung oder sogar Mannschaften der Kriegsmarine.   Während die Masse der britischen 1. Luftlande-Division versuchte, sich entlang des Nordufers von ihrer Absprungzone nach Arnheim und zur Brücke vorzukämpfen, brachte sie der deutsche Widerstand bei Oosterbeek zum Stehen, kurz außerhalb des Ortes. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass die Luftlandetruppen die Brücke nur für einen oder zwei Tage halten sollten, bevor die Bodenstreitkräfte sich ihren Weg aus dem Süden zu ihrem Entsatz durchgeschlagen haben würden. Der schon vorab beanstandete Vorstoß des britischen XXX. Korps, angeführt durch die Garde-Panzerdivision und der 43. Wessex-Division, durch einen schmalen Korridor fuhr sich jedoch fest. Dadurch kamen die nur leicht bewaffneten britischen Luftlandetruppen unter zunehmenden Druck der Soldaten der Waffen-SS. Model schickte in den nachfolgenden Tagen ständig Verstärkungen zu den deutschen Truppen, welche die britischen Fallschirmjäger umstellt hatten. Trotz verzweifelter Kämpfe wurden die britischen Stellungen um Oosterbeck und bei der Brücke in Arnheim selbst ständig zusammengedrückt.   Die britische Streitmacht an der Brücke kapitulierte schließlich am 21. September 1944. Auf Intervention des Sanitätsoffiziers der Hohenstaufen-Division, SS-Sturmbannführer Egon Skalka, wurde am 24. September ein Waffenstillstand organisiert, wodurch 700 verwundete britische Fallschirmjäger aus dem Kampfgebiet evakuiert werden konnten. Am nächsten Tag wurden weitere 500 verwundete Briten an die Deutschen übergeben. Die deutschen Soldaten waren von dem Mut und der Zähigkeit der britischen Luftlandetruppen beeindruckt und die britischen Überlebenden berichteten später, dass ihre Behandlung durch die Waffen-SS-Männer mehr als korrekt war, sogar ‘freundlich’.   Die Ankunft der schweren Panzer-Abteilung 503 des Heeres mit Königstigern schließlich zerstörte jede Hoffnung der alliierten Entsatztruppen, sich noch den Weg zu den Eingeschlossen freikämpfen zu können. Deshalb wurde am 25. September 1944 der Befehl an die noch kämpfenden Überlebenden der britischen 1. Luftlande-Division herausgegeben, sich zurückzuziehen. Diejenigen, welche in der Lage waren, den Rhein in Sturmbooten von britischen und kanadischen Pionieren zu überqueren, wurden bis zum nächsten Tag evakuiert. Die Briten landeten etwa 9.000 Mann Luftlandetruppen bei Arnheim und später weitere 3.000 polnische Fallschirmjäger zu deren Unterstützung. Es wird geschätzt, dass etwa 8.000 dieser 12.000 Männer entweder gefallen oder in Kriegsgefangenschaft geraten waren. Die deutschen Verluste beliefen sich dagegen auf nur etwas über 3.000 Mann. Schließlich konnte die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen am 30. September wie geplant für eine längere Erholung, Auffrischung und Neuausrüstung nach Deutschland abtransportiert werden. SS-Standartenführer Harzer wurde mit dem Ritterkreuz in Anerkennung der Leistung seiner Truppen ausgezeichnet. Dies war nur eines der zwölf Ritterkreuze, welche an Angehörige der Division während des Zweiten Weltkriegs verliehen wurde. Ardennen-Offensive Für den nächsten Einsatz, an dem die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen teilnehmen sollte, wurde sie wieder auf knapp 20.000 Mann aufgefrischt. Aber davon waren nicht alle der neuen Soldaten von beeindruckender Qualität, denn diese beinhaltete einen großen Anteil von Personal der Luftwaffe. Die Division war außerdem erbärmlich knapp an Panzern, Fahrzeugen und Ausrüstung und einige ihrer Einheiten meldeten einen Fehlbestand von bis zu 50 Prozent.   Trotzdem wurde die Division am 12. Dezember in die Eifel verlegt und für die unglückselige Ardennen-Offensive vorbereitet. Die Hohenstaufen-Division wurde Teil der 6. SS-Panzerarmee, zusammen mit der 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS-Adolf Hitler, 2. SS-Panzer-Division Das Reich und 12. SS-Panzer-Division Hitlerjugend. Sie alle standen unter dem Kommando von SS-Obergruppenführer ‘Sepp’ Dietrich. Die Aufgabe der SS-Panzerarmee war es, entlang der nördlichen Flanke der Offensive bis nach Antwerpen vorzustoßen. Die Stadt war der entscheidende alliierte Nachschubhafen. Die Hohenstaufen-Division erreichte bei Beginn der Offensive am 16. Dezember 1944 Blankenheim und erhielt den Einsatzbefehl erst am Nachmittag des 19. Dezember im Rahmen des II. SS-Panzer-Korps zusammen mit der 2. SS-Panzer-Division Das Reich. Die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen war gezwungen, vier ganze Tage über völlig verstopfte Vormarschstraßen mehr …

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