abgeschossener KW-1 vor Moskau


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Im Blickpunkt:
  • Holländische Soldaten mit einem schweren Mörser

    Divisionen, Ausrüstung, Stärke und Organisation der Armee, Luftwaffe und Marine der Niederlande beim deutschen Angriff im Mai 1940. Mit Uniformen, Rangabzeichen und die Streitkräfte in Niederländisch-Ostindien im Dezember 1941. Holländische Armee Während des 1. Weltkrieg wurde die Neutralität der Niederlande gewahrt und in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen hielt es die Regierung daher für angebracht, die Militärausgaben auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Weder die aggressive Haltung der deutschen Nazi-Regierung, noch Warnungen aus gut unterrichteten Kreisen konnten die niederländische Regierung davon überzeugen, dass diesmal mit großer Wahrscheinlichkeit ihre Neutralität verletzt werden würde. So dauerte es bis zum April 1940, bis die niederländischen Streitkräfte mobilisiert wurden. Einige deutsche Offiziere, welche erhebliche Bedenken gegen den Angriff auf ein neutrales Land hatten, informierten die Holländer über den genauen Angriffstermin und somit waren die niederländischen Streitkräfte in den frühen Morgenstunden des 10. Mai 1940 im Alarmzustand. Trotz der Warnungen und vieler tapferer, selbst aufopfernder Taten war der deutsche Einfall in die Niederlande nach fünf Tagen erfolgreich vollendet und das Land war gezwungen zu kapitulieren. Nach dem Krieg wurde die niederländische Führung für diese schwache Leistung verantwortlich gemacht, aber tatsächlich gab es wohl wenig, was die Holländer unter diesen Umständen tun konnten. Nichtsdestotrotz war das deutsche Oberkommando beeindruckt von der Hartnäckigkeit der niederländischen Armee, da deren Truppen eigentlich weder die Ausrüstung, noch die entsprechende Ausbildung oder Erfahrung hatten, um mehr als einen symbolischen Widerstand zu leisten. Viele Holländer entzogen sich der Gefangennahme durch die Deutschen und erreichten schließlich England, von wo aus sie ihren Kampf fortführten. Die Armee bestand aus einem kleinen professionellen Kader von 1.500 Offizieren und 6.500 Soldaten, welche für die Aufrechterhaltung der militärischen Organisation verantwortlich waren sowie für die Ausbildung der jährlich 60.000 Wehrpflichten. In den Niederlanden hatte jeder Mann im Alter von 20 bis 40 Jahren grundsätzlich einen elfmonatigen Wehrdienst abzuleisten. Das Feldheer war bei Mobilisation 114.000 Mann, bzw. mit Reserven 270.000 Mann, stark. Das Land war unterteilt für vier Armeekorps, welche in Amsterdam, Arnheim, Breda und Amersfoort stationiert waren. Ein Armeekorps umfasste den Korpsstab, zwei Infanterie-Divisionen, ein oder zwei schwere Artillerie-Regimenter, ein unabhängiges Artillerie-Bataillon und ein Nachrichten-Bataillon sowie ein Aufklärungs-Bataillon. Darüber hinaus gab es eine Leichte Brigade (bestehend aus dem Stab, Nachrichten-Bataillon, Abteilung von Panzerspähwagen, Radfahrer-Regiment, zwei Husaren-Kavallerie-Regimenter und ein pferde- bespanntes Artillerie-Regiment), eine Flugabwehr-Brigade mit Stab und zwei Flugabwehr-Regimenter. Divisionen der niederländischen Armee 1940: Uniformen: Eine grau-grüne Uniform wurde 1912 eingeführt, aber die Farbe änderte sich bald, sodass bei Kriegsausbruch 1940 die Farbe fast identisch mit dem deutschen Feldgrau war. Der Stil der Uniform war einfach, aber veraltet in dem Sinne, dass der Schnitt immer noch eng und einschränkend auf die Bewegungsfähigkeit war. Dazu machte sie das Vollfutter im Sommer zu heiß zum Tragen und bei Nässe war sie nur schwer zu trocknen. 1937 wurde die Uniform in einigen Punkten geändert, um sie praktischer zu machen. Der steife Stehkragen wurde zu einem weicheren Steh-Fallmuster, Außentaschen wurden hinzugefügt, Reithosen für Reiter wurden eingeführt und eine neue bequeme Seitenmütze wurde zur Grundform der Kopfbedeckung. Vor Kriegsausbruch trugen die regulären Soldaten eine schwarze Ausgehuniform, wenn sie nicht im aktiven Dienst waren, während die Kavallerie und die bespannte Artillerie Altbestände ihrer früheren Uniformen in voller Montur beibehielten. Der holländische Uniformrock hatte einen Steh- oder Steifkragen, sieben matt brünierte Knöpfe vorne, zwei Schlitzbrusttaschen mit spitzer Patte und Knopf und runde Manschetten. Die Schulterriemen, die angenäht waren, endeten in einer Rolle, die verhinderte, dass die Ausrüstung von den Schultern rutschen konnte. Der Mantel war zweireihig mit einem großen Fallkragen, zwei Reihen mit fünf Metallknöpfen, umgeschlagenen Manschetten, schrägen Seitentaschen mit rechteckigen Patten und einem Halbgürtel im Rücken, der mit drei Knöpfen geschlossen wurde. Der Mantel hatte weder Schulterriemen noch Paspeln. Die Kopfbedeckung bestand 1940 aus der Seitenmütze oder dem Stahlhelm. Der steife Tschako wurde im Frühjahr 1940 außer Gebrauch genommen, obwohl einige Offiziere ihn weiterhin trugen. Die Seitenmütze wurde 1937 eingeführt und war für andere Dienstgrade in der Farbe der Waffenfarbe gefärbt oder für Offiziere mit Metallgeflecht. Alle nicht berittenen oder motorisierten anderen Dienstgrade trugen passende Kniebundhosen und Gamaschen, während Offiziere, Stabsfeldwebel und Unteroffiziere passende Reithosen – manchmal mit Paspelierung – und schwarze Reitstiefel oder Stiefeletten oder auch Ledergamaschen trugen. Die Handschuhe waren aus braunem Leder oder grau-grüner Wolle. Die Besatzungen von geschlossenen gepanzerten Fahrzeugen trugen einen Helm ohne Krempe und einen einteiligen grauen Overall. Offiziere und Stabsfeldwebel trugen einen braunen Ledergürtel mit einer zweizackigen Messing-Schnalle und einem ledernen Querriemen. Auf der rechten Seite trugen sie gewöhnlich die belgische kurzläufige 9-mm-FN-Pistole in einem braunen Lederholster. Abzeichen: Offiziere im Generalsrang zeichneten sich durch eine spezielle Schirmmütze, goldbestickte Eichenblätter am Kragen des Uniformrocks und zwei Reihen karminroter Paspeln an der Reithose aus. Alle Offiziere hatten an der Seitenmütze eine Biese aus Goldgeflecht und Rangabzeichen auf dem Uniformrock und dem Mantelkragen. Andere Dienstgrade trugen Ärmelabzeichen mit ihrem Rang. Der Dienstgrad wurde durch die Farbe der Paspelierung an der Seitenmütze, am Kragen des Uniformrocks und an den Manschetten und Reithosen der Offiziere und Adjutanten gekennzeichnet. Die von Unteroffizieren und Männern an den Ärmeln getragene Spitze zur Rangunterscheidung war in der Farbe der Waffengattung eingefasst. Einige Einheiten und Formationen trugen ein Metallabzeichen auf der linken Seite der Seitenmütze. 1. Reihe, v.l.n.r.: Kragenaufnäher für General, Generalleutnant, Generalmajor, Oberst der Luftwaffe, Oberstleutnant der Artillerie, Major der Luftwaffe, Major der Reserve des Freiwilligen motorisierten Korps. 2. Reihe, v.l.n.r.: Kragenaufnäher für 1. Hauptmann der Grenadiere, Adjutant-Hauptmann der Luftwaffe, 1. Leutnant der Kavallerie, 1. Adjutant-Leutnant der Luftwaffe, 2. Leutnant der Jäger, Stabsfeldwebel der Infanterie, andere Ränge der Luftwaffe. 3. Reihe, v.l.n.r.: Manschettenabzeichen für Oberfeldwebel der Infanterie, Feldwebel der Jäger, Quartiermeister und Unterfeldwebel der Luftwaffe, Unteroffizier, Oberschütze. Rechts drei Mantelkragen-Aufnäher für Generalleutnant, Oberst und Stabsfeldwebel, darunter Piloten- und Beobachter-Abzeichen der Luftwaffe. Holländische Luftwaffe Alarmiert durch die kriegerische Haltung Deutschlands, begann die niederländische Regierung 1937 mit einem begrenzten Erweiterungs- und Modernisierungsprogramm der Luftwaffe, welche nur aus Heeresfliegern bestand. Die niederländische Luftwaffe blieb Teil der Armee, wurde aber halb-autonom und im November 1938 wurden auch die Flugabwehrgeschütze, Suchscheinwerfer-Einheiten und das Luftbeobachter-Korps eingegliedert, sodass das Ganze dann ‘Luftverteidigungs-Kommando’ genannt wurde. Im Mai 1940 wurden die aktiven Teile der mehr …

  • Browning Modell 1919A4

    Browning M1917 und M1919-Maschinengewehre. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Browning M1917, M1919 Typ: Schweres Maschinengewehr. Browning M1917 Mit den Arbeiten an seinem ersten Maschinengewehr hatte John Moses Browning bereits 1889 begonnen, als die amerikanischen Streitkräfte immer noch auf der durch eine Handkurbel betriebenen Gatling-Gun angewiesen waren und als Maxim sein durch Rückstoß arbeitendes Maschinengewehr patentiert hatte. Aus diesem Grund musste Browning für sein erstes Maschinengewehr noch auf einen Gas-Mechanismus zurückgreifen. Die ersten seiner Maschinengewehre Colt-Browning Model 1895 gingen mit dem US-Marine-Korps beim Feldzug auf Kuba 1898 in den Einsatz. Einige wurden auch an Belgien und Russland verkauft, aber bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs war das Modell 1895 bereits veraltet. Trotzdem wurden von der Firma Colt noch etwa 100.000 Stück während des Krieges gebaut. Von diesen wurden aber nur wenige von den US-Streitkräften verwendet, aber von Belgien und Russland wurden sie eingesetzt. Einige der russischen Exemplare wurden sogar 1941 noch von der Roten Armee verwendet. Sobald sich das Colt-Browning Modell 1895 Maschinengewehr in der Produktion befand, begann Browning mit der Arbeit an einer neuen, nach dem Rückstoß-Prinzip arbeitenden, Waffe. Zum Nachteil Brownings hatten die amerikanischen Militärbehörden zu dieser Zeit kein Interesse in weiteren Maschinengewehren, da sie annahmen, dass sie schon genug davon hätten und die verfügbaren Gelder knapp waren. Browning reichte das Patent für das neue Maschinengewehr schon 1901 ein, hatte aber erst 1910 genügend finanzielle Mittel, um einen Prototyp zu bauen. Er konnte zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht das Interesse des US-Militärs erwecken. So passierte bis 1917 praktisch nichts, als die US-Army im Februar 1917 endlich aufwachte, dass womöglich ein Krieg auf sie zukam und es praktisch so gut wie keine Maschinengewehre gab. Schließlich konnte Browning nun endlich seine neuen Waffen – darunter auch das BAR – vorführen. Hier zum leichten Browning-Maschinengewehr BAR Das US-Kriegsministerium konnte sich aber zu keiner Entscheidung durchringen und im April 1917 befanden sich die USA plötzlich mit nur wenigen modernen Waffen und noch weniger einsetzbaren Maschinengewehren im Krieg. Im folgenden Monat führte Browning das M1917 noch einmal vor und verfeuerte spektakulär 20.000 Schuss ohne Unterbrechung. So wurde das ‘neu entdeckte’ Browning-Maschinengewehr innerhalb kürzester Zeit als Machine-Gun Caliber .30 M1917 in die Massenproduktion genommen und ein Vertrag über 45.000 Stück vereinbart. Äußerlich ähnelte das M1917 anderen Maschinengewehren dieser Zeit, insbesondere dem Vickers-Maschinengewehr. Jedoch war das M1917 völlig unterschiedlich, da es einen Mechanismus verwendete, der als ‘kurzes Rückstoßsystem’ bezeichnet wird. Dort drückt die Rückstoßkraft, welche beim Zünden der Patrone erzeugt wird, den Lauf und den Verschlussblock zurück zum Ende der Waffe. Nachdem beide, Lauf und Verschlussblock, über eine kurze Entfernung zurückgedrängt worden waren, wird deren Bewegung angehalten und ein Schwenkhebel als Beschleuniger drückt den Bolzen nach hinten. Während dieser Bewegung führen eine Reihe von Nocken auch zu einer Weiterbewegung des Gurtmechanismus, welcher eine weitere Patrone in die Kammer bringt. Eine Rückholfeder drückt nun den Bolzen wieder nach vorne auf den Lauf und feuert die Patrone ab und der ganze Prozeß beginnt wieder von vorne. Dieser grundsätzliche Mechanismus wurde für alle weiteren Entwürfe von Browning-Maschinengewehren beibehalten, von den luftgekühlten 7,62-mm bis zu den großen 12,7-mm-M2-Waffen. Abgesehen von der internen Mechanik war ein weiterer Punkt, welcher das M1917 von dem britischen Vickers-MG unterschied, der Feuergriff, denn das Browning-Maschinengewehr hatte einen Pistolengriff und einen konventionellen Auslöser. Eine nähere Betrachtung der beiden Typen von Maschinengewehren führt noch zu vielen weiteren Unterschieden, aber der Pistolengriff im Browning ist das am offensichtlichsten erkennbare Unterscheidungsmerkmal. Das M1917 wurde in mehreren Fabriken sofort in die Produktion genommen und es wurde in solchen Mengen hergestellt, dass bis zum Ende des Ersten Weltkrieges nicht weniger als 68.000 fertig wurden. Nicht alle von diesen erreichten die Truppen in Frankreich vor dem Waffenstillstand, aber nach 1918 wurde das M1917 zum amerikanischen Standard-Maschinengewehr und blieb bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg im Dienst. Nach 1918 wurden durch die Kampferfahrungen in Frankreich geringfügige Veränderungen vorgenommen, die jedoch nicht bedeutsam waren. Dazu gehörten eine neue Bodenplatte, verschiedene Teile wurden aus Stahl anstatt aus Bronze hergestellt und es gab ein verbessertes Wasserkühlsystem. Das Ganze wurde nun als M1917A1 bezeichnet. Drastischere Veränderung erfolgten erst kurze Zeit danach, als der Wasser-Kühlmantel vollständig entfernt wurde und das M1919 entstand. Während der Kämpfe 1918 erwies sich der Einsatz des M1917 auf dem Gefechtsfeld als relativ problemlos und trotz der Eile, mit dem es in die Produktion genommen und an die Truppe ausgeliefert wurde, schienen nur wenige Probleme bekannt geworden zu sein. Relativ wenige M1917 erreichten die amerikanischen Fronttruppen in Frankreich vor dem Waffenstillstand, wenn sich auch viele auf dem Weg dorthin befanden. Diejenigen, welche ankamen, wurden intensiv verwendet, da das M1917 eine der wenigen, reinen amerikanischen Waffen der US-Truppen war. Die US-Soldaten hatten sonst nur noch ihre Springfield-Gewehre, einige wenige BAR und andere Ausrüstungsgegenstände, welche sie aus der Heimat erhalten hatte. Es war in dieser Situation gut für ihre Moral, dass sich das M1917 als exzellenter Waffenentwurf herausstellte. Polnisches schweres Maschinengewehr Modell 1930 Die polnischen Streitkräfte entschieden sich für das erprobte Browning M1917A1 als ihr schweres Maschinengewehr. Sie kauften davon zwei Stück und bauten diese praktisch unverändert und ohne Lizenz in der Waffenfabrik Warschau als ihr Modell 1930 nach. Die Waffe war wassergekühlt, auf ein Dreibein montiert und die Munition wurde durch einen Patronengurt eingeführt. Insgesamt wurden davon 7.861 Maschinengewehre hergestellt, von denen der Großteil von den polnischen Armeen im Jahr 1939 bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs eingesetzt wurde. Einige waren zuvor aber auch an Rumänien und Spanien verkauft worden. Browning M1919 Die Browning M1919-Serie unterschied sich von der früheren M1917-Serie darin, das der ursprüngliche wassergekühlte Lauf durch einen luftgekühlten Lauf ersetzt wurde. Dieses luftgekühltes Modell war ursprünglich vorgesehen zur Verwendung in den vielen Tanks, welche die Amerikaner bauen wollten. Das Ende des Ersten Weltkrieges führte dazu, dass die Aufträge für dieses Tanks und das Original-M1919-Maschinengewehr annulliert wurden. Aber dieses luftgekühlte Browning wurde zum M1919A1 weiterentwickelt, sowie anschließend zum M1919A2 für die Kavallerie und dann zum M1919A3. Die produzierten Stückzahlen dieser Modelle waren niemals sonderlich groß, aber mit der Vervollkommnung zur Variante M1919A4 in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts änderte sich dies. mehr …

  • Rekrut der US-Marines

    US-Rifle cal .30 Springfield M1903 Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell des amerikanischen Infanteriegewehrs. Springfield M1903, US-Rifle cal .30 Typ: Infanterie-Gewehr. Modell 1903 Springfield Das Springfield-Gewehr im 1. Weltkrieg Um die Jahrhundertwende war die US-Armee mit einem Gewehr bewaffnet, welches unter dem Namen Krag-Jorgensen 1892 eingeführt worden war. Es dauerte nicht lange, bis die Amerikaner erkannten, dass das Krag-Jorgensen bei der schnellen Waffenentwicklung in den späten Jahren des 19. Jahrhunderts viel zu wünschen übrig ließ, und dementsprechend beschlossen sie, ein besseres Gewehr einzuführen. Sie sahen sich nach neuen Möglichkeiten um und waren bald von dem Grundsystem des Mauser-Gewehrs so beeindruckt, dass sie eine Lizenz zur Herstellung von Gewehren auf der Grundlage des Mauser-Entwurfes für die USA aushandelten. Für 200.000 US-Dollar kaufte die US-Regierung eine Lizenz von der Firma Mauser. Das Mauser-System wurde modifiziert, um ein Gewehr mit einer neuen amerikanischen Patrone mit dem Namen Cartridge, Ball, Caliber .30 in M1903, herzustellen. Diese ursprüngliche Kugel, für die das Gewehr entwickelt wurde, war ein 14,26 Gramm schweres Exemplar, welches eine stumpfe Spitze hatte. Als die deutsche Armee jedoch 1905 ihren ‘Spitzer’ – oder die spitze Kugel – einführte, welche eine bessere Leistung versprach, folgte der Rest der Welt eilig nach. Die US-Army führte eine Spitzkugel mit 9,72 Gramm ein und die Zielvorrichtung der Gewehre wurden modifiziert, um deren geänderter Ballistik zu entsprechen. Das Gewehr wurde 1903 fertig und wurde 1904 zuerst im Springfield-Arsenal in Illinois hergestellt, wodurch es seinen allgemein akzeptierten Namen Springfield-Gewehr erhielt. Vom Aussehen her war es offensichtlich ein Mauser-Gewehr, aber der Länge nach war es etwas Neues. Das neue Gewehr wurde offiziell als Magazine Rifle, Caliber .30, Model of 1903 bezeichnet, dies wurde aber meist mit Modell 1903 oder nur M1903 abgekürzt. Es unterschied sich von den meisten seiner Zeitgenossen dadurch, dass es eine Zwischengröße zwischen einem Infanteriegewehr in voller Länge und einem Karabiner war, denn es sollte die Dienstwaffe für alle Waffengattungen von der Kavallerie bis zur Infanterie sein. Dieser Kompromiss aus den unterschiedlichen Längen führte zu einem äußerst attraktiven und gut ausbalancierten Gewehr, das in der Handhabung eine Freude war und noch immer ist. Der ursprüngliche Entwurf war ein Langgewehr mit einem 76,2-cm langen Lauf gewesen. Während der Arbeiten führte jedoch die ‘Short’ Lee-Enfield Gewehr ein, und die US-Army beschloss, diese Idee für ein einziges Gewehr für alle Waffengattungen zu übernehmen. Der Entwurf wurde geändert und die ersten Modelle wurden ab 1905 mit einem 61 cm langen Lauf hergestellt. Obwohl das Gewehr grundsätzlich vom Mauser-Typ war, gab es ein oder zwei Eigenschaften, welche das Springfield einzigartig machten. Der Schlagbolzen besteht aus zwei Teilen, der Hülsenauswurf erfolgt nicht durch eine Feder, und ein genialer Schlossanschlag ermöglicht es, den Bolzen zu entfernen und als Sperre zu wirken, sodass die Kugeln im Magazin festgehalten werden und das Gewehr als Einzellader verwendet werden kann. Der Repetierverschluss wurde als Abwärtsbewegung ausgeführt, mit einem gut platzierten Verschlussgriff, der bei Bedarf schnell zu betätigen war Die insgesamt gute Verarbeitung und Detailgestaltung machten die Waffe äußerst präzise, und die M1903 und ihre späteren Versionen werden immer noch als Scheibengewehre sehr geschätzt. Das ursprüngliche Modell 1903 war das Gewehr, das die US-Armee 1917 mit nach Frankreich nahm, aber es wurde in der Produktion bald von späteren Varianten ersetzt, darunter das M1903 Mark 1. Hierbei handelte sich dabei um ein Modell 1903, das an die unglückselige Pedersen-Vorrichtung angepasst war, eine Vorrichtung, die das Repetiergewehr in eine Art automatisches Sturmgewehr verwandeln sollte. Dazu wurde der Verschluss entfernt und durch einen neuen Empfänger ersetzt, der spezielle 7,62-mm-Pistolenmunition abfeuerte, die aus einem oben liegenden Magazin zugeführt wurde. Die Patronen wurden über den Lauf des Gewehrs abgefeuert. Obwohl diese Waffe ausgegeben wurde, erschien es zu spät für eine verbreitete Ausgabe an die Truppe und es sollte für die geplanten Offensiven im Jahr 1919 in Reserve gehalten werden. Nach dem Krieg wurde es ganz aus dem Verkehr gezogen und diese Mark-1-Gewehre wurden wieder auf das Standard-Modell 1903 umgerüstet. Unter Berücksichtigung aller Umstände kann es das Springfield Modell 1903 als eines der besten Infanteriegewehre seiner Zeit angesehen werden und die Waffe wird immer noch als Scheibengewehr oder Jagdgewehr verwendet und ist als Sammlerstück sehr begehrt. Im Zweiten Weltkrieg Nach 1918 wurde das Modell 1903 weiter in verschiedenen Formen modifiziert, hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt, die Herstellung zu vereinfachen. Die Modifikationen betrafen aber auch den Visiertyp, die Schaftform, wo ab 1929 das Modell 1903 A1 mit Pistolengriff entstand, und andere Details. Das M1903A2 wurde als unterkalibrige Waffe zum Einschieben in die Läufe von Küstengeschützen gebaut und war eine kostengünstige Methode, die Ausbildung an diesen Geschützen durchzuführen. Wenn auch das M1 Garand das Standardgewehr der US-Armee im Zweiten Weltkrieg war, so blieben jedoch viele Tausende der älteren Zylinderschloss-Gewehre Springfield M1903 weiterhin in Gebrauch. In der ersten Hälfte des Krieges wurden sie auch weit verbreitet von den Fronttruppen verwendet, bevor ausreichende Mengen des M1 produziert werden konnten. Anschließend wurden sie jedoch immer noch von Wachsoldaten, Reserveverbänden, Garnisonen hinter der Front und für die Grundausbildung von Rekruten verwendet. Außerdem wurden viele an die national-chinesische Armee, die britische Home Guard oder an die Frei-französischen Streitkräfte und Résistance geliefert. Selbst noch bei der Invasion in der Normandie 1944 verwendeten viele der anlandenden US-Truppen die M1903 Springfield. Obwohl seit 1936 das Garand-Gewehr bei der US-Armee neue eingeführt wurde, wurde jedoch auch das M1903 Springfield-Gewehr während des 2. Weltkrieges noch als Standard-Waffe geführt. Nachdem 1940 einige an die britische Home Guard ausgegeben wurden, waren die mit dem Springfield-Gewehr ausgerüsteten Einheiten damit so zufrieden, dass das Gewehr auf britischen Wunsch hin wieder in Produktion genommen wurde. Als dann die USA im Dezember 1941 in den Krieg eintraten, stand das M1 Garand weder in ausreichenden Mengen zur Verfügung noch wurden genügend davon gebaut. So wurde das Springfield als M1903A3 wieder in die Massenproduktion aufgenommen. Diese Version war für die schnellere Herstellung vereinfacht worden, war aber immer noch eine gut gemachte Infanteriewaffe. Einige der Teile wurden nun gestanzt, aber der Hauptunterschied war das Zielkorn, was nach hinten versetzt wurde. Eine Reihe der Scharfschützen-Gewehre vom Modell 1903 A4 wurden sogar noch im Koreakrieg mehr …

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