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Englische Panzer rollen in die Tank-Schlacht von Cambrai

Kriegstagebuch 1917


Die Situation an den Fronten im Jahr 1917.

U-Boote heraus
Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für Januar 1917. Konferenz der Alliierten in Rom - Deutscher Kronrat in Pless unterstützt den unbegrenzten Read more
Ein U-Boot läuft aus,
Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für Februar 1917. Deutschland beginnt endgültig mit dem uneingeschränkten U-Boot-Krieg - der Kaiser unterzeichnet den Befehl Read more
Schiessereien Petrograd
Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für März 1917. Zimmermann sagt, dass sein Telegramm wahr ist - Fall von Bagdad - Erste Read more
wilden Enthusiasmus und wehenden Fahnen auf dem Broadway
Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für April 1917. Blutiger April; die durchschnittliche Lebenserwartung eines britischen Fliegers liegt bei nur noch 23 Read more
Französischer Inafnterie-Angriff
Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für Mai 1917. Zwei Millionen russische Deserteure - Dritte Schlacht an der Scarpe - Schlacht von Read more
Petain mit beschwerenden Soldaten
Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für Juni 1917. Italienische Regierung verkündet ein Protektorat über Albanien - Sopwith Camel zum ersten Mal Read more
Gasopfer
Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für Juli 1917. Erster regulärer Transatlantik-Konvoi - Kerensky-Offensive (bzw. Zweite Brussilow-Offensive) - die neue griechische Regierung Read more
Schlachtfeld von Ypern
Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für August 1917. August 1917 Päpstliche Friedensnote an die Kombattanten - Kornilow ersetzt Brussilow als russischer Read more
Bahrenträger im Schlamm von Ypern
Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für September 1917. September 1917 Deutsche Riga-Offensive - OHL (Oberste Heeresleitung) gründet und finanziert Tirpitz neue Read more
türkische Sturmtruppen
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 1. Dezember 1917: Naher Osten Palästina: Das Sturmbataillon der türkischen 19. Division, welches auf Read more
König Viktor Emmanuel III. trifft die Alliierten
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 1. November 1917: Südfronten Italienische Front: Die Italiener halten die Flusslinie vom Tagliamento, welcher Read more
Ballonsperre vor London
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 1. Oktober 1917: Luftkrieg Großbritannien: 6 von 18 losgeschickten Gotha-Bomber greifen London an. 6 Read more
MAS-Torpedoboot vom Typ 'Grillo'
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 10. Dezember 1917: Seekrieg Adria: 2 italienische MAS-Boote dringen in den Hafen von Triest Read more
Kanadische und deutsche 'laufende Verwundete'
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 10. November 1917: Westfront Flandern - Zweite Schlacht von Passchendaele endet: Die 1. kanadische Read more
Portugiesosche Maschinengewehr-Stellung
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 10. Oktober 1917: Afrika Ostafrika: Die erste Kolonne der Kilwa-Force nimmt die Ruponda-Straße und Read more
Allenby betritt Jerusalem
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 11. Dezember 1917: Naher Osten Palästina: Allenby betritt Jerusalem zu Fuß durch das Jaffa-Tor Read more
italienische Rückzugsstrasse hinter die Piave
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 11. November 1917: Südfronten Piave: ERSTER SCHLACHT AN DER PIAVE (bis 30. Dezember). Österreich-ungarische Read more
Airco DH4
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 11. Oktober 1917: Luftkrieg Frankreich: Der 41. Wing des Royal Flying Corps mit DH4, Read more
General Oskar von Hutier
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 12. Dezember 1917: Ostfront Russland: Die Bolschewiki bekämpfen die Kosaken in Rostow und besetzen Read more
Abgesessene australische berittene Infanterie
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 12. November 1917: Mittlerer Osten Palästina: Falkenhayn treibt die australische Berittene Division mit 5.000 Read more
Zeppelin über einem Kaiser-Klassen-Schlachtschiff
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 12. Oktober 1917: Ostfront Baltikum - Deutsche Landungen auf den Inseln im Golf von Read more
Italienisches Propagandaplakat nach Caporetto
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 13. Dezember 1917: Südfronten Italien: Nach dem österreich-ungarischen Staus Quo Friedensvorschlag von Außenminister Czernin Read more
erobertes türkisches Feldgeschütz in Palästina.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 13. November 1917: Naher Osten Palästina: Allenby attackiert die Jctn-Station der Jerusalemer Eisenbahn mit Read more
Soldat im Schlamm von Flandern
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 13. Oktober 1917: Westfront Großbritannien: Die Franzosen, einschließlich Foch, verlangen bei Dame in England, Read more
Italienische Kriegsgefangene
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 14. Dezember 1917: Südfronten Piave: Die österreich-ungarische 4. Division nimmt den Col Captile im Read more
Abmarsch von italienischen Kriegsgefangenen
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 14. November 1917: Südfronten Trentino: Die österreich-ungarischen Armeen von Conrad von Hötzendorf und Krauss Read more
Bulgarische Kriegesgefangene
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 14. Oktober 1917: Südfronten Saloniki: Die britische 27. Division (47 Verluste) erobert das Dorf Read more
Fraternisation zwischen österreich-ungarischen und russischen Soldaten
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 15. Dezember 1917: Ostfront 28-TÄGIGER WAFFENSTILLSTAND VON BREST-LITOWSK (bis zum 14. Januar 1918) unterzeichnet Read more
Türkische Kavallerie auf dem Rückzug
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 15. November 1917: Naher Osten Palästina: Die Berittene ANZAC-Division besetzt Ramleh und Ludd. Yeomanry-Reiter Read more
Schlacht von Nyangao und Mahlwa
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 15. Oktober 1917: Afrika Ostafrika - Schlacht von Nyangao und Mahlwa (bis zum 18. Read more

Englische Panzer rollen in die Tank-Schlacht von Cambrai
Englische Panzer rollen in die Tank-Schlacht von Cambrai am 20. November 1917.
Während dieses ‚Jahres der Agonie‘, in dem in so vieler Weise die moderne Welt begann, wie wir sie kennen, hat Russland die absolute Monarchie abgeschüttelt, zwei Revolutionen über sich ergehen lassen und sich sanft einem deutsch-österreich-ungarischen ‚Friedensdiktat‘ unterworfen.

Die britische Armee verblutete in Flandern und die U-Boote wüteten unter den britischen Handelsschiffen, während die französische Armee von Meutereien und Defätismus überzogen wurde.
In Deutschland verursachte der zunehmende schwere Nahrungsmittelmangel Aufstände und Streiks, während es in der blockierten Hochseeflotte zu Streiks kam.
Österreich-Ungarn erlebte nahezu eine Hungersnot und die ersten, ernsten Unruhen unter seinen beherrschten Völkerschaften.
Am schlimmsten traf es jedoch Italien, welches nahezu durch einen tödlichen Schlag aus dem Krieg geworfen wurde.
Und in Ostafrika ging die letzte Kolonie Deutschland verloren, wenn auch der unbezwingbare Lettow-Vorbeck seine verbliebene Truppe in das portugiesische Mosambik führte und dadurch den Widerstand auf diesem Nebenkriegsschauplatz für ein weiteres Jahr verlängern konnte.

Der Krieg war zu einer immer mehr anwachsenden, allumfassenden Belagerung für die Völker geworden, in der Kampffront und Heimatfront in einer einzigen, unteilbaren Tortur verschmolzen.
Die Alliierten machten den Arabern und den Juden widersprüchliche Versprechungen zu ihrer Unabhängigkeit, als die Türken Bagdad und Jerusalem an die britischen Armeen verloren.

Das einzige, davon unabhängige Ereignis, welches letztlich aus freien Willen und nicht durch Notwendigkeiten erzwungen wurde und zum entscheidenden Faktor werden sollte, war jedoch Amerikas Kriegserklärung an Deutschland.

Die schweren Verluste, welche während der Schlacht an der Somme eingetreten waren, hatten das deutsche Oberkommando dazu veranlasst, die zu weit vorgeschobenen Stellungen in Frankreich aufzugeben und sich auf eine neue, stark befestigte Verteidigungslinie zurückzuziehen, welche mit begrenzten Kräften gehalten werden konnte. In der Zwischenzeit konnten die Deutschen Russland den endgültigen Schlag versetzen.
Diese ‚Hindenburg‘- (oder auch ‚Siegfried‘-) Linie wurde während des Winters 1916/1917 erbaut. Genauer gesagt war diese ‚Linie‘ eine komplexe Anlage mit Schützengräben, Betonunterständen, Geschützstellungen und Stacheldraht, welcher ‚Rasiermesser‘ genannt wurde.
Dahinter wurden noch die ‚Hunding‘- und ‚Brunhilde‘-Linien errichtet, welche 1918 fertiggestellt wurden. Deutschlands Propagandisten verkündeten lauthals, dass dieses Stellungssystem ‚uneinnehmbar‘ wäre, um der zunehmenden Kriegsmüdigkeit der unterernährten deutschen Bevölkerung entgegenzuwirken.
Ludendorff vertrat die Meinung, dass diese Linie gehalten werden könnte, bis der uneingeschränkte U-Boot-Krieg die Engländer zu Sinnen gebracht haben würde – oder besser, auf ihre Knie.

Anfang 1917 zogen sich deutsche Truppen in die Hindenburg-Linie zurück und führten rücksichtslose Deportationen und Zerstörungen in dem geräumten Gebiet durch. Heeresgruppen-Befehlshaber Prinz Rupprecht protestierte gegen dieses unnötige und ausufernde Vernichtungswerk und drohte zurückzutreten.
Die alliierten Offensiven im April eroberten die Vimy-Höhe, aber schreckliche französische Verluste während der übermäßig geförderten und unfähig durchgeführten Nivelle-Offensive am Aisne-Abschnitt lösten große Meutereien in der französischen Armee aus. Dank der meisterhaften Intervention von Petain wurden diese Unruhen schnell und heimlich unterdrückt.

Im Juni nahmen die Briten unter Plumer die Messines-Höhe und andere wichtige Punkte im Ypern-Frontbogen. Aber der gesuchte Erfolg ab dem 31. Juli in der Dritten Schlacht von Ypern oder Schlacht von Passchendaele, von Ypern aus nach Osten bis zu den deutschen U-Boot-Stützpunkten in Flandern durchzubrechen, brachte wenig bei schrecklich hohen Verlusten. Viele Hunderte, wenn nicht sogar tausende Soldaten des Britischen Empires sind einfach von der Bildfläche verschwunden und im bodenlosen Schlamm ertrunken.

Vielleicht hatte diese britische Offensive – wie von Haig und Robertson entschuldigend behauptet – die volle deutsche Aufmerksamkeit in einer kritischen Phase erzielt, während die zerschlagene und meuternde französische Armee sich langsam wieder erholte.
Aber bestimmt hätten ähnliche Erfolge auch mit einer besser durchdachten Strategie bei dem Verlust von weniger Menschenleben erreicht werden können, z.B. durch den schon detailliert geplanten amphibischen Angriff unter Verwendung spezieller Landungsfahrzeuge und auch Tanks auf die deutsch-besetzte belgische Küste.

Von August bis Oktober erzielten die Franzosen dann vor Verdun deutliche Geländegewinne und nahmen auch die Höhe Chemins des Dames in einer Folge von gut geplanten und begrenzt durchgeführten Angriffen.

Die Italiener hatten ihre wiederholten Offensiven gegen die österreich-ungarische Linie am Isonzo nordöstlich von Venedig fortgesetzt. Geringe Geländegewinne wurden gemacht, aber die italienischen Truppen waren ermattet. Wiederholte italienische Appelle um die Bitte von mehr anglofranzösischen schweren Geschützen waren ungehört verhallt.
Zwar erkannte der italienische Oberbefehlshaber Cadorna die drohende Gefahr einer deutsch-österreich-ungarischen Offensive, aber seine Vorsorgemaßnahmen wurden nicht von seinen dilettantischen Korpskommandeuren umgesetzt.
So boten italienische Gasmasken nur eingeschränkten Schutz und italienische Flieger waren im Allgemeinen den von der Westfront eingetroffenen deutschen Fliegern unterlegen.
Unerkannt von den Italienern war dazu heimlich eine kampfstarke deutsche Verstärkung aus sieben Divisionen von der eingeschlafenen Ostfront herangeführt worden. Ihre Truppenführer waren alle in die neuen ‚Sturmtruppen‘-Infiltration-Taktik des General Hutier eingewiesen, darunter auch ein Württemberger namens Erwin Rommel.

Am 24. Oktober 1917 erfolgte der Schlag am Caporetto. Die italienische Linie brach zusammen und wurde mit dem Verlust von 320.000 Mann und 3.000 Kanonen 115 Kilometer weit zum Fluss Piave zurückgedrängt.
Elf britische und französische Divisionen mussten in aller Eile an die Piave verlegt werden und ein oberster alliierter Kriegsrat wurde gegründet, um eine einheitliche Strategie zu planen.

In dieser dunklen Stunde erfolgte für die Alliierten ein Hoffnungsschimmer durch den überraschenden, massiven britischen Panzereinsatz bei Cambrai am 20. November 1917. Zwar war der Durchbruch nur vorübergehend und bald durch deutsche Verstärkungen von der Ostfront und aus Italien beseitigt, aber das Potenzial eines massiven Tank-Einsatzes war zweifelsohne bewiesen worden. Das Ereignis wurde zur Geburtsstunde des modernen, mechanischen Krieges.

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