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Englische Panzer rollen in die Tank-Schlacht von Cambrai

Kriegstagebuch 1917


Die Situation an den Fronten im Jahr 1917.

U-Boote heraus
Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für Januar 1917. Konferenz der Alliierten in Rom - Deutscher Kronrat in Pless unterstützt den unbegrenzten Read more
Pilot und Heckschütze einer Sopwith 1 1/2-Strutter
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 1. April 1917: Luftkrieg Westfront - 'BLUTIGER APRIL': Richthofens 'Fliegender Zirkus' beherrscht den Himmel. Read more
Benedikt XV.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 1. August 1917: Politik Päpstliche Friedensnote an die Kombattanten (versendet am 9. August, veröffentlicht Read more
türkische Sturmtruppen
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 1. Dezember 1917: Naher Osten Palästina: Das Sturmbataillon der türkischen 19. Division, welches auf Read more
Ein U-Boot läuft aus,
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 1. Februar 1917: Seekrieg DEUTSCHLAND BEGINNT MIT DEM ENDGÜLTIGEN, UNEINGESCHRÄNKTEN U-BOOT-KRIEG: 105 U-Boote stehen Read more
Der Konvoi.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 1. Juli 1917: Seekrieg Großbritannien: 3.000 britische Handelsschiffe sind nun bewaffnet. 2.180 Geschütze werden Read more
Typenvielfalt auf einem alliierten Flugfeld
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 1. Juni 1917: Luftkrieg Westfront: Eine bedeutende Anzahl von SE5, Sopwith Triplane, Bristol-Jäger und Read more
U-81
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 1. Mai 1917: Seekrieg Ostatlantik: Das britische U-Boot E54 versenkt U 81 vor West-Irland. Read more
Dampfer von U-Boot torpediert
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 1. März 1917: Seekrieg Im März sind pro Tag durchschnittlich 40 deutsche U-Boote auf Read more
König Viktor Emmanuel III. trifft die Alliierten
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 1. November 1917: Südfronten Italienische Front: Die Italiener halten die Flusslinie vom Tagliamento, welcher Read more
Ballonsperre vor London
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 1. Oktober 1917: Luftkrieg Großbritannien: 6 von 18 losgeschickten Gotha-Bomber greifen London an. 6 Read more
deutsche Truppen überqueren Düna
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 1. September 1917: Ostfront Baltikum: HUTIERS DEUTSCHE RIGA-OFFENSIVE (bis zum 5. September) beginnt mit Read more
Kanadische Soldaten Vimy-Höhe
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 10. April 1917: Westfront Artois: Kanadische Truppen (7.707 Verluste am 9./10. April) säubern die Read more
General Sir Edmund Allenby
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 10. August 1917: Naher Osten Palästina: Allenby wird mitgeteilt, er werde eine Division aus Read more
MAS-Torpedoboot vom Typ 'Grillo'
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 10. Dezember 1917: Seekrieg Adria: 2 italienische MAS-Boote dringen in den Hafen von Triest Read more
Batterie britischer 60-Pfünder-Geschütze
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 10. Februar 1917: Naher Osten Mesopotamien: Eine britische 60-Pfünder-Batterie setzt der türkischen Shumran-Brücke auf Read more
Gasmaske für Mensch und Muli.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 10. Juli 1917: Westfront Flandern - Deutscher Angriff in der Dämmerung mit 15 Bataillonen Read more
Petain mit beschwerenden Soldaten
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 10. Juni 1917: Westfront Frankreich: Die ersten 2 französische Meuterer werden hingerichtet und die Read more
General Pershing und Admiral Sims
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 10. Mai 1917: Westfront USA: PERSHING ZUM OBERBEFEHLSHABER DER AMERIKANISCHEN EXPEDITIONSSTREITKRÄFTE (AEF) BESTIMMT. Frankreich: Read more
HMS 'G 13'
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 10. März 1917: Seekrieg Nordsee: Das britische U-Boot G13 versenkt UC 43 vor den Read more
Kanadische und deutsche 'laufende Verwundete'
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 10. November 1917: Westfront Flandern - Zweite Schlacht von Passchendaele endet: Die 1. kanadische Read more
Portugiesosche Maschinengewehr-Stellung
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 10. Oktober 1917: Afrika Ostafrika: Die erste Kolonne der Kilwa-Force nimmt die Ruponda-Straße und Read more
Britische Schiffe der Orion-Klasse
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 10. September 1917: Seekrieg Nordsee: Der Befehlshaber der US-Atlantik-Flotte, Admiral Mayo, besucht seit dem Read more
als zerschossenen Baumstamm getarnten deutschen Beobachtungsposten
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 11. April 1917: Westfront Artois: Die britische 3. Kavallerie-Division mit 2 Divisionen der Dritten Read more
vorgeschobene deutsche Patrouille
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 11. August 1917: Westfront Ypern: Deutsche Gegenangriffe östlich von Ypern, Teil vom Glencorse-Wald werden Read more
Allenby betritt Jerusalem
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 11. Dezember 1917: Naher Osten Palästina: Allenby betritt Jerusalem zu Fuß durch das Jaffa-Tor Read more
D.F.W. Typ C.V
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 11. Februar 1917: Luftkrieg Westfront - Erstes erfolgreicher Nachtkampf zwischen Flugzeugen: Die deutschen Flieger Read more
Airco DH-4-Bomber
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 11. Juli 1917: Luftkrieg Großbritannien: Das Kabinett beschließt, ein Komitee - einschließlich Smuts - Read more
Palaestina Lazarett
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 11. Juni 1917: Naher Osten Palästina: Murray wird mitgeteilt, daß er abgelöst wird und Read more
Verhaftung Deutsche in USA
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 11. Mai 1917: Heimatfronten USA: Nur 125 Ausländer aus feindlichen Staaten verhaftet seit dem Read more

Englische Panzer rollen in die Tank-Schlacht von Cambrai
Englische Panzer rollen in die Tank-Schlacht von Cambrai am 20. November 1917.
Während dieses ‚Jahres der Agonie‘, in dem in so vieler Weise die moderne Welt begann, wie wir sie kennen, hat Russland die absolute Monarchie abgeschüttelt, zwei Revolutionen über sich ergehen lassen und sich sanft einem deutsch-österreich-ungarischen ‚Friedensdiktat‘ unterworfen.

Die britische Armee verblutete in Flandern und die U-Boote wüteten unter den britischen Handelsschiffen, während die französische Armee von Meutereien und Defätismus überzogen wurde.
In Deutschland verursachte der zunehmende schwere Nahrungsmittelmangel Aufstände und Streiks, während es in der blockierten Hochseeflotte zu Streiks kam.
Österreich-Ungarn erlebte nahezu eine Hungersnot und die ersten, ernsten Unruhen unter seinen beherrschten Völkerschaften.
Am schlimmsten traf es jedoch Italien, welches nahezu durch einen tödlichen Schlag aus dem Krieg geworfen wurde.
Und in Ostafrika ging die letzte Kolonie Deutschland verloren, wenn auch der unbezwingbare Lettow-Vorbeck seine verbliebene Truppe in das portugiesische Mosambik führte und dadurch den Widerstand auf diesem Nebenkriegsschauplatz für ein weiteres Jahr verlängern konnte.

Der Krieg war zu einer immer mehr anwachsenden, allumfassenden Belagerung für die Völker geworden, in der Kampffront und Heimatfront in einer einzigen, unteilbaren Tortur verschmolzen.
Die Alliierten machten den Arabern und den Juden widersprüchliche Versprechungen zu ihrer Unabhängigkeit, als die Türken Bagdad und Jerusalem an die britischen Armeen verloren.

Das einzige, davon unabhängige Ereignis, welches letztlich aus freien Willen und nicht durch Notwendigkeiten erzwungen wurde und zum entscheidenden Faktor werden sollte, war jedoch Amerikas Kriegserklärung an Deutschland.

Die schweren Verluste, welche während der Schlacht an der Somme eingetreten waren, hatten das deutsche Oberkommando dazu veranlasst, die zu weit vorgeschobenen Stellungen in Frankreich aufzugeben und sich auf eine neue, stark befestigte Verteidigungslinie zurückzuziehen, welche mit begrenzten Kräften gehalten werden konnte. In der Zwischenzeit konnten die Deutschen Russland den endgültigen Schlag versetzen.
Diese ‚Hindenburg‘- (oder auch ‚Siegfried‘-) Linie wurde während des Winters 1916/1917 erbaut. Genauer gesagt war diese ‚Linie‘ eine komplexe Anlage mit Schützengräben, Betonunterständen, Geschützstellungen und Stacheldraht, welcher ‚Rasiermesser‘ genannt wurde.
Dahinter wurden noch die ‚Hunding‘- und ‚Brunhilde‘-Linien errichtet, welche 1918 fertiggestellt wurden. Deutschlands Propagandisten verkündeten lauthals, dass dieses Stellungssystem ‚uneinnehmbar‘ wäre, um der zunehmenden Kriegsmüdigkeit der unterernährten deutschen Bevölkerung entgegenzuwirken.
Ludendorff vertrat die Meinung, dass diese Linie gehalten werden könnte, bis der uneingeschränkte U-Boot-Krieg die Engländer zu Sinnen gebracht haben würde – oder besser, auf ihre Knie.

Anfang 1917 zogen sich deutsche Truppen in die Hindenburg-Linie zurück und führten rücksichtslose Deportationen und Zerstörungen in dem geräumten Gebiet durch. Heeresgruppen-Befehlshaber Prinz Rupprecht protestierte gegen dieses unnötige und ausufernde Vernichtungswerk und drohte zurückzutreten.
Die alliierten Offensiven im April eroberten die Vimy-Höhe, aber schreckliche französische Verluste während der übermäßig geförderten und unfähig durchgeführten Nivelle-Offensive am Aisne-Abschnitt lösten große Meutereien in der französischen Armee aus. Dank der meisterhaften Intervention von Petain wurden diese Unruhen schnell und heimlich unterdrückt.

Im Juni nahmen die Briten unter Plumer die Messines-Höhe und andere wichtige Punkte im Ypern-Frontbogen. Aber der gesuchte Erfolg ab dem 31. Juli in der Dritten Schlacht von Ypern oder Schlacht von Passchendaele, von Ypern aus nach Osten bis zu den deutschen U-Boot-Stützpunkten in Flandern durchzubrechen, brachte wenig bei schrecklich hohen Verlusten. Viele Hunderte, wenn nicht sogar tausende Soldaten des Britischen Empires sind einfach von der Bildfläche verschwunden und im bodenlosen Schlamm ertrunken.

Vielleicht hatte diese britische Offensive – wie von Haig und Robertson entschuldigend behauptet – die volle deutsche Aufmerksamkeit in einer kritischen Phase erzielt, während die zerschlagene und meuternde französische Armee sich langsam wieder erholte.
Aber bestimmt hätten ähnliche Erfolge auch mit einer besser durchdachten Strategie bei dem Verlust von weniger Menschenleben erreicht werden können, z.B. durch den schon detailliert geplanten amphibischen Angriff unter Verwendung spezieller Landungsfahrzeuge und auch Tanks auf die deutsch-besetzte belgische Küste.

Von August bis Oktober erzielten die Franzosen dann vor Verdun deutliche Geländegewinne und nahmen auch die Höhe Chemins des Dames in einer Folge von gut geplanten und begrenzt durchgeführten Angriffen.

Die Italiener hatten ihre wiederholten Offensiven gegen die österreich-ungarische Linie am Isonzo nordöstlich von Venedig fortgesetzt. Geringe Geländegewinne wurden gemacht, aber die italienischen Truppen waren ermattet. Wiederholte italienische Appelle um die Bitte von mehr anglofranzösischen schweren Geschützen waren ungehört verhallt.
Zwar erkannte der italienische Oberbefehlshaber Cadorna die drohende Gefahr einer deutsch-österreich-ungarischen Offensive, aber seine Vorsorgemaßnahmen wurden nicht von seinen dilettantischen Korpskommandeuren umgesetzt.
So boten italienische Gasmasken nur eingeschränkten Schutz und italienische Flieger waren im Allgemeinen den von der Westfront eingetroffenen deutschen Fliegern unterlegen.
Unerkannt von den Italienern war dazu heimlich eine kampfstarke deutsche Verstärkung aus sieben Divisionen von der eingeschlafenen Ostfront herangeführt worden. Ihre Truppenführer waren alle in die neuen ‚Sturmtruppen‘-Infiltration-Taktik des General Hutier eingewiesen, darunter auch ein Württemberger namens Erwin Rommel.

Am 24. Oktober 1917 erfolgte der Schlag am Caporetto. Die italienische Linie brach zusammen und wurde mit dem Verlust von 320.000 Mann und 3.000 Kanonen 115 Kilometer weit zum Fluss Piave zurückgedrängt.
Elf britische und französische Divisionen mussten in aller Eile an die Piave verlegt werden und ein oberster alliierter Kriegsrat wurde gegründet, um eine einheitliche Strategie zu planen.

In dieser dunklen Stunde erfolgte für die Alliierten ein Hoffnungsschimmer durch den überraschenden, massiven britischen Panzereinsatz bei Cambrai am 20. November 1917. Zwar war der Durchbruch nur vorübergehend und bald durch deutsche Verstärkungen von der Ostfront und aus Italien beseitigt, aber das Potenzial eines massiven Tank-Einsatzes war zweifelsohne bewiesen worden. Das Ereignis wurde zur Geburtsstunde des modernen, mechanischen Krieges.

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