U-Boot Typ VII

Deutsches U-Boot Typ VII, mit 705 Booten meistgebautes Unterseeboot im Zweiten Weltkrieg.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

Schlachtkreuzer und U-Boote
Ein deutscher Schlachtkreuzer trifft sich mit U-Booten im Atlantik zum Rendezvous.

Deutsche U-Boote des Zweiten Weltkriegs

Die U-Boote spielten eine wichtige Rolle in der Seestrategie Deutschlands während des Zweiten Weltkriegs.

Überblick

Typen und Entwicklung:

– Typ VII: Die häufigste U-Boot-Klasse mit etwa 700 gebauten Booten. Der Typ VIIC war das Arbeitspferd der Flotte.
Typ IX: Größere U-Boote mit großer Reichweite, die für Einsätze fernab der Heimatbasen konzipiert wurden.
Typ XXI: Revolutionäres Design, das gegen Ende des Krieges eingeführt wurde und eine deutlich verbesserte Unterwasserleistung und Batteriekapazität aufwies.
Typ XXIII: Kleinere Küstenversion des Typs XXI mit ähnlichen fortschrittlichen Eigenschaften.

Die Schlacht um den Atlantik:

Die U-Boote spielten eine wichtige Rolle in der Atlantikschlacht (1939-1945), in der sie versuchten, die britischen Nachschubwege zu unterbrechen, indem sie Handelsschiffe versenkten. Die wichtigsten Phasen waren:

– Erste glückliche Zeit (1940): Erste Erfolge gegen schlecht geschützte Konvois
– Konvoy-System: Alliierte Antwort mit begleiteten Handelsschiffsgruppen
– Zweite glückliche Zeit (1942): Erfolgreiche U-Boot-Operationen vor der amerikanischen Küste
– Schwarzer Mai 1943: Wendepunkt, als verbesserte alliierte Taktik und Technologie den U-Booten schwere Verluste zufügten

Wolfsrudel-Taktik:

Admiral Karl Dönitz entwickelte die Rudeltaktik, bei der mehrere U-Boote ihre Angriffe auf Konvois koordinieren und in der Regel nachts an der Oberfläche angreifen.

Technologie:

– Schnorchel: Ermöglichte es den U-Booten, Dieselmotoren zu betreiben, während sie auf Periskoptiefe abgetaucht waren.
– Akustische Torpedos: Zielsuchende Torpedos wie der T5 „Zaunkönig“ (Zaunkönig)
– Radar-Detektoren: Geräte wie Metox und Naxos zum Aufspüren von alliiertem Radar

Vermächtnis:

Bis Kriegsende wurden 782 U-Boote versenkt, wobei etwa 28.000 Besatzungsmitglieder ums Leben kamen (75 % Verlustquote). Obwohl die U-Boote anfangs sehr effektiv waren, wurde die Bedrohung durch die verbesserte alliierte U-Boot-Bekämpfung schließlich neutralisiert.

Geschichte

U-Boot Typ II
Deutsches U-Boot vom Typ II.

Gemäß den Bedingungen des Vertrages von Versailles war es Deutschland nicht erlaubt, U-Boote zu bauen oder zu unterhalten, sodass die deutsche U-Boot-Flotte bei Ausbruch des 2. Weltkrieg vergleichsweise modern war, da alle Boote erst seit 1935 gebaut worden waren. Jedoch waren die deutschen U-Boot-Ingenieure zwischen 1919 und 1934 nicht untätig und unter den Booten, welche auf verschiedenen europäischen Werften nach deutschen Entwürfen und mit deutscher Hilfe gebaut worden waren, befand sich Gür, welches 1932 für die türkische Marine fertiggestellt worden war, sowie 1933 Vesikko für Finnland.

Gür war 72,4 m lang und hatte aufgetaucht eine Wasserverdrängung von 750 t, getaucht von 960 t und war mit 6 Torpedorohren – vier im Bug und zwei im Heck – und einem 10,2-cm-Geschütz bewaffnet.
Vesikko war ein kleineres U-Boot von nur 250 t über Wasser bzw. 300 t getaucht mit einer Länge von 40,8 m und bewaffnet mit drei 53-cm-Torpedorohren im Bug und einem kleinen Geschütz.
So wurde Gür zum Prototyp für ein Hochsee-U-Boot, während Vesikko der Vorläufer der Küsten-U-Boote war.

Nach dem britisch­-deutschen Flottenabkommen von 1935 hatte Großbritannien Deutschland einseitig den Besitz von U-Booten gestattet, worauf Deutschland sein U-Boot-Bauprogramm durchführte. Deutschland hatte die Gleichbehandlung mit den Commonwealth-Ländern verlangt und versichert, es würde nicht mehr als 45 % von deren U-Boot-­Tonnage bauen, sofern die Lage es ’nicht dazu zwinge‘. Der damalige britische Außenminister Sir Samuel Hoare bemerkte dazu, das ‚die Marineführung, die zu diesem Zeitpunkt glaubte, der U-Boot­-Gefahr Herr geworden zu sein, gegen dieses Zugeständnis keine Einwände hatte‘. Diese Selbstgefälligkeit führte zu Großbritanniens Beinahe-Niederlage als Folge des von den Deutschen 1935 begonnenen Bauprogramms

Typ II

Typ II
U-Boote vom Typ II von einer Ausbildungs-Flotillie.

Um das deutsche Aufrüstungsprogramm so schnell wie möglich in Gang zu bringen und um Besatzungen für U-Boote auf hoher See ausbilden zu können, wurden als Erstes die Küsten-U-Boote, welche als Typ II bezeichnet wurden, auf Stapel gelegt. Das erste Boot dieses Typs für die deutsche Kriegsmarine war U 1, welches im Juni 1935 in Kiel von Stapel lief. Die anderen folgten kurz danach.
Die Typen II B und II C waren sehr ähnlich, waren aber größer und verfügten über mehr Treibstoff für einen größeren Fahrbereich. Die Boote vom Typ IID wurden 1940 eingeführt und waren nochmals größer mit zusätzlichen Außentanks, um die Reichweite noch weiter zu vergrößern.
Auch wenn diese Boote anfangs im Krieg im Einsatz waren, wurden sie jedoch schnell für Ausbildungsaufgaben verwendet, was eine wesentliche Grundlage des enormen Erweiterungsprogramms für die U-Boot-Waffe war.

Typ I

Inzwischen gab Typ I, von dem nur zwei Boote gebaut wurden, der deutschen Kriegsmarine die Möglichkeit für Operationen im Atlantik. Die Boote hatten im Grunde den gleichen Entwurf wie die Gür und wurden zusammen mit der UB48-Klasse von 1917 zum Prototyp einer neuen Serie von Hochsee-U-Booten, dem Typ VII.
Diese Boote trugen die Hauptlast der deutschen U-Boot-Offensive im 2. Weltkrieg. Die verschiedenen Varianten enthielten viele strukturelle Merkmale des ursprünglichen Typs VII, hatten aber eine verbesserte Leistungsfähigkeit oder waren für spezielle Aufgaben konzipiert.

Typ VII

Wolfsrudel-Taktik
Zwei deutsche U-Boote bei der Wolfsrudel-Taktik im Nordatlantik.

Typ VII (705 Boote).
Typ: Deutsches U-Boot.

Typ VIIA

Das erste U-Boot Typ VIIA war U 27, welches 1936 vom Stapel lief und für Einsätze im Atlantik ausgelegt war. Es hatte eine gute Seetüchtigkeit und eine einfache Handhabung bei Über- und Unterwasserfahrt. Dazu trug es die bestmögliche Torpedo-Bewaffnung für ein Boot von weniger als 65 m Länge und weniger als 636 t Wasserverdrängung an der Oberfläche. Es waren prächtige Seefahrzeuge, die über Wasser 17 kn liefen und sich dank ihrer mit dem Doppelruder ermöglichten hohen Manövrierfähigkeit in idealer Weise für die Überwasser-Rudeltaktik eigneten. Sie waren jedem anderen Boot ebenbürtig. Sie konnten bei 4 kn etwa 18 Stunden getaucht fahren.

Zwangsläufig wurden diese Vorteile auf Kosten anderer Faktoren erreicht und die Bewohnbarkeit war spartanisch, um es gelinde auszudrücken. Eine ihrer Schwäche war vor allem auch die Unterbringung von O²-Flaschen zwischen den Hüllen, wo sie bei einem Angriff zerreißen konnten, sowie in dem unbequemen Mittelgang aller Wohnräume zu sehen.

Die U-Boote vom VIIA erkennt man durch ihr einziges Torpedorohr am Heck. U 30, ein Boot dieser Art, war für die Versenkung des Passagierschiffs Athenia am Beginn des Krieges verantwortlich.

Typ VIIB

U 45 war das erste U-Boot vom Typ VIIB, welches im April 1938 von Stapel lief. Dieser Typ war größer und hatte mehr Wasserverdrängung, um kraftvollere Motoren und mehr Treibstoff aufnehmen zu können. Das Heck-Torpedorohr wurde im Rumpfinneren untergebracht. U 47 unter Korvetten-Kapitän Günther Prien war eines der Boote dieses Typs, welches 1939 nach Scapa Flow eindrang und das Schlachtschiff Royal Oak versenkte und später viele Tausende von Tonnen von alliierten Handelsschiffsraum im Atlantik vernichtete.

Günther Priens U-47 vom Typ VII B läuft aus
Günther Priens U-47 vom Typ VII B läuft aus. Sechs Wochen nach Kriegsbeginn hatte Deutschland seinen ersten Helden. Prien drang mit seinem U-Boot in den britischen Kriegshafen Scapa Flow ein und versenkte das Schlachtschiff ‚Royal Oak‘.

Typ VIIC

Die U-Boote vom Typ VIIC, welche im Jahre 1940 eingeführt wurden, hatten eine weitere Vergrößerung der Wasserverdrängung und Treibstoffkapazität, stärkeren Druckkörper, mehr Reservetorpedos und eine bessere Flak-Bewaffnung. Es wurden Aufträge über 688 dieser U-Boote erteilt, wenn auch später einige storniert wurden und einige Boote während des Baus durch feindliche Luftangriffe auf Werften zerstört wurden.

U-960 vom Typ VIIC
U-960 vom Typ VIIC in Narvik am 15. August 1943.
Typ VIIC-41

Der Typ VIIC-41 unterschied sich davon nur, dass er einen verstärkten Rumpf und eine größere Tauchtiefe hatte. Acht Boote diesen Typ sollten für die italienische Marine gebaut werden, aber nach der italienischen Kapitulation wurden sie von der deutschen Kriegsmarine übernommen.
U 573 wurde in Cartagena in Spanien interniert, nachdem es im Jahr 1942 durch Wasserbomben durch ein RAF-Flugzeug schwer beschädigt worden war. Im Jahr darauf wurde es an Spanien verkauft und als G7 bezeichnet.
U 570 ergab sich, nachdem es von einem RAF-Flugzeug südlich von Island beschädigt wurde und wurde später von der Royal Navy als HMS Graph eingesetzt.

Typ VIIC-42

Aufträge für eine zweite Version, als Typ VIIC-42 bezeichnet, wurden zugunsten der Herstellung der neuen Typ XXI Boote storniert. Wären sie gebaut worden, hätten sie einen noch größeren Fahrbereich und eine noch größere Tauchtiefe gehabt.

 

Typ VIID

Eine Minenleger-Variante vom Typ VIID wurde im Jahr 1942 gebaut. Die sechs Schiffe dieser Art wurde um 10 Meter verlängert, um fünf Minenschächte mit jeweils drei Minen einbauen zu können.

Typ VIIF

Typ VIIF wiederum war etwa gleich lang wie VII D, damit 25 Reservetorpedos zur Versorgung anderer Boote auf See mitgeführt werden konnten. Vier Boote dieses Typs wurden gebaut und sie führten zusätzlichen Kraftstoff mit, um ihre Reichweite zu erhöhen. Zusätzlich zu den Nachschub-Torpedos für andere Boote hatten sie ihre eigene Torpedobewaffnung, um feindliche Schiffe angreifen zu können.

Insgesamt 705 Boote aller Varianten wurden bis zur Kapitulation im Jahr 1945 in Dienst gestellt. Von diesen gingen 437 im Einsatz verloren.
U 977 (Typ VIIC) verließ Norwegen anstatt sich zu ergeben und nach einer kontinuierlichen Unterwasserfahrt von 66 Tagen erreichte es am 17. August 1945 Argentinien, wo die Besatzung interniert wurde.

weiterHier zu den Hochsee-U-Booten vom Typ IX


Typ XIV

Typ XIV 'Milchkuh'
Typ XIV ‚Milchkuh‘

Zehn Boote des Typs XIV wurden als U-Boot-Tanker gebaut und unter dem Namen ‚Milchkühe‘ bekannt. Von diesen überstand kein einziges den Krieg – die meisten wurden versenkt, weil es gelang, den deutschen Geheimcode zu entschlüsseln. Jeder der U-Boot-Tanker konnte 437 t Brennstoff und vier Reservetorpedos mitführen. Sie trugen wesentlich zum Erfolg der U-Boot-Operationen gegen die beklagenswert unvorbereitete Ostküste der USA Anfang 1942 bei.

Milchkuh U-462
Milchkuh U-462 versorgt deutsche U-Boote im Atlantik.

Die ‚freundlichen Kühe‘ mussten an den ‚glücklichen Tagen‘ ein willkommener Anblick gewesen sein: Am 22.-23. 4. 1942 ergänzten 14 U-Boote ihren Brennstoff in einem Seegebiet 800 km von Bermuda entfernt. Auf diese Weise gelang es den Deutschen, 18 Boote zwischen Kap Sable und Key West den Mai über im Einsatz zu halten. Die Milchkühe waren jedoch besonders leicht verwundbar und wegen ihrer vermutlich langen Wegtauchzeit fielen neun von ihnen Luftangriffen und nur eines einem Überwasserangriff zum Opfer.

 

Die 920 U-Boote des Typs VII, Typ IX und XIV trugen die Hauptlast der deutschen U-Boot-Offensive im 2. Weltkrieg.
Insbesondere die rund 600 Boote des Typs VIIC hätten beinahe den Zweiten Weltkrieg für das Deutschland Adolf Hitlers gewonnen. Denn um von der Defensive in die Offensive überzugehen, sollte ab 1941 in Großbritannien eine riesige Nachschubs-Organisation für alliierte Truppen zum Sturm auf die Festung Europa aufgebaut werden. Und Waffen und Soldaten mussten dazu vor allem aus den U.S.A. und Kanada über See herangebracht werden.

Deshalb waren sichere Seeverbindungen über den Atlantik kriegsentscheidend. Nur ein Sieg über die deutschen Wolfsrudel konnte dies ermöglichen. Und eine alliierte Niederlage in der ‚Schlacht im Atlantik‘, praktisch der entscheidende Schlüsselpunkt für den gesamten Krieg, musste daher auch zum Verlust des Krieges führen. Somit war der Sieg über die deutschen U-Boote im Atlantik der einzige Weg und der Schlüssel zum alliierten Kriegsgewinn.
Nach Berechnungen von Admiral Dönitz war der Sieg der Achsenmächte sicher, wenn monatlich durchschnittlich 800.000 BRT alliierter Tonnage versenkt werden. Im Jahr 1942 erreichten die deutschen Boote fast 650.000 BRT, was auch ausreichend war, den diese Verluste lagen weit über den alliierten Neubauten an Handelsschiffen.

U-Boot versenkt Frachter
In den ‚glücklichen Tagen‘ zu Beginn des Jahres 1943 gibt ein deutsches U-Boot einem alliierten Frachter im Nordatlantik den Fangschuss.

Bis Frühjahr 1943 war klar, dass die Entscheidung in dieser Schlacht in den nächsten Monaten erfolgen wird. Im letzten Moment wendete sich das Blatt, als US-Präsident Roosevelt persönlich die Abstellung von B-24 Liberator Langstreckenbomber zu Patrouillen über dem Nordatlantik befahl, die alliierten Geleitflugzeugträger vom Unternehmen Torch – der alliierten Landung in Nordafrika – für ‚Support Groups‘ (U-Jagd-Gruppen) verfügbar waren sowie vermehrt Kurzwellen-Radargeräte verwendet wurden.

Somit wiederholte sich die Geschichte aller vorausgegangenen großen Konflikten: die Seite, welche die Herrschaft über die Meere erringt, entscheidet auch den Krieg.

Benutzer: Deutschland, Spanien, Japan.


Museums-U-Boot U-995 vom Typ VIIC

U-995
U-995 vom Typ VIIC, heute ein Museums-U-Boot.

Stapellauf: 22. Juli 1943 (Hamburg), Indienststellung 16. September 1943.
Geschichte: Nach der Kapitulation am 8. Mai 1945 an Großbritannien übergeben. 1952 an norwegische Marine weitergegeben, wo das U-Boot bis 1962 als Schulboot in Dienst blieb. 1965 an Deutschland zurückgegeben und in den Zustand vom Mai 1945 versetzt. Seit 1977 als Museums-U-Boot in Laboe ausgestellt.

Fotos vom Museums-U-Boot U-995:

 

Marine-Ehrenmal

Das U-Boot ist Bestandteil des Marine-Ehrenmal in Laboe. Dabei wurden die Fotos von oben auf U-995 von der Spitze des Ehrenmals aufgenommen, etwa 80 Meter über Meereshöhe.

Zum Ehrenmal gehört ein Raum mit der Abbildung aller gesunken Schiffe und Marine-Zeppeline der deutschen Kriegsmarine, ein Fahnenraum mit Ehrenflaggen ausländischer Marinen, ein unterirdischer Gang zur Halle der Toten und die Halle selbst (einschließlich einer Gedenktafel an die Gefallenen auf der Bismarck) u.s.w.
Dazu gibt es ein Modell der Bismarck, einen besonderen Raum zum Untergang der Wilhelm Gustloff und eine Original-Antriebsschraube des Schweren Kreuzers Prinz Eugen.

Das Marine-Ehrenmal Laboe: Deutschlands Marine-Denkmal an der Ostsee

Ehrenflaggen
Ehrenflaggen ausländischer Marinen

Das hoch über der Ostseeküste thronende Marine-Ehrenmal in Laboe ist eines der markantesten Wahrzeichen Deutschlands. Das Denkmal befindet sich in der Küstenstadt Laboe in der Nähe von Kiel in Schleswig-Holstein und ehrt Seeleute aller Nationen, die auf See ihr Leben verloren haben. Gleichzeitig dient es als Ort der Besinnung über die Folgen des Krieges.

Ein Wahrzeichen mit beeindruckender Präsenz

Der ikonische Turm des Denkmals ist 72 Meter hoch und schon aus mehreren Kilometern Entfernung über den Kieler Fjord hinweg zu sehen. Der Bau begann im Jahr 1927, und das Denkmal wurde 1936 offiziell eingeweiht.

Ursprünglich war es deutschen Marineangehörigen gewidmet, die im Ersten Weltkrieg gefallen waren, doch nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte sich die Bedeutung des Denkmals. Heute erinnert es an alle Seeleute aller Nationen, die auf See ums Leben gekommen sind, und fördert so das Gedenken und den Frieden.

Was Ihr am Denkmal erleben könnt

Ein Besuch des Marine-Ehrenmals bietet mehr als nur einen Panoramablick.

Die Aussichtsplattform:
Mit dem Aufzug (und nach einem kurzen Aufstieg über einige Stufen) gelangt ihr auf die Spitze des Turms, von wo ihr einen atemberaubenden Blick genießen können auf:
– die Ostsee
– den Kieler Fjord
– vorbeifahrende Marine- und Handelsschiffe
– an klaren Tagen sogar die dänische Küste

Ein Muss für Fotografen und Meeresliebhaber gleichermaßen.

Die Gedenkhalle:
Im Inneren des Turms finden Besucher:
– Eine feierliche Gedenkhalle
– Namen und Ehrungen für gefallene Seeleute
– Informative Ausstellungen zur Marinegeschichte

Die Atmosphäre ist ruhig und besinnlich und regt die Besucher dazu an, innezuhalten und über die menschlichen Kosten maritimer Konflikte nachzudenken.

Das U-Boot U-995:
Nur wenige Schritte vom Denkmal entfernt steht das deutsche U-Boot U-995, ein U-Boot vom Typ VII aus dem Zweiten Weltkrieg. Heute dient es als technisches Museum und ist eines der wenigen erhaltenen U-Boote dieser Art, das für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Besucher können die engen Gänge erkunden und hautnah erleben, unter welchen beengten Verhältnissen die Seeleute während ihrer Kriegseinsätze lebten.

Symbolik des Denkmals

Das Design des Turms wird oft auf verschiedene Weise interpretiert:
– Der Bug eines Wikingerschiffs
– Der Turm eines U-Boots
– Eine stilisierte maritime Struktur

Unabhängig von der Interpretation vermittelt seine vertikale Form Stärke, Widerstandsfähigkeit und Erinnerung.

Besucherinformationen

📍 Standort: Strandstraße 92, 24235 Laboe, Deutschland
🕒 Öffnungszeiten: In der Regel täglich geöffnet, mit saisonalen Abweichungen
🎟️ Eintritt: Separate oder kombinierte Tickets für den Turm und das U-Boot erhältlich

Es ist von Kiel aus leicht mit dem Auto, Fahrrad oder der Fähre zu erreichen und daher ein beliebtes Ausflugsziel.

Warum sollte man das Marine-Ehrenmal Laboe besuchen?

Ob ihr euch für Geschichte, Architektur, maritimes Erbe oder einfach nur atemberaubende Ausblicke auf die Küste interessiert, das Marine-Ehrenmal bietet ein bedeutungsvolles und unvergessliches Erlebnis. Es ist nicht nur eine Hommage an die auf See Verlorenen, sondern auch eine Erinnerung an die Bedeutung des Friedens in einer Welt, die von maritimen Verbindungen geprägt ist.

 


Animation 3d-Modell U-Boot Typ VII B


Spezifikationen U-Boote Typ VII

Spezifikationen:

Spezifikation
Typ VIIA
Typ VIIB
Typ VIIC
Typ VIIC-41
Typ
Hochsee-U-Boote
Wasserverdrängung (über/unter Wasser)
636/757 t
765/871 t
781/885 t
781/885 t
Länge über alles
64,9 m
66,9 m
67,5 m
67,5 m
Breite
5,9 m
6,2 m
6,2 m
6,2 m
Tiefgang
4,4 m
4,7 m
4,7 m
4,7 m
Maschinen
2 Diesel, 1 E-Motor mit 2 Wellen
Gesamtleistung
2800 PS über, 750 PS unter Wasser
Brennstoffvorrat (Dieselöl)
68 t
109 t
115 t
115 t
Geschwindigkeit über/unter Wasser
17/8 kn
18/8 kn
17,75/7,5 kn
17,5/7,5 kn
Fahrbereich
4.300 sm bei 12 kn
6.500 sm bei 12 kn
6.500 sm bei 12 kn (8.850 sm bei 10 kn)
Tauchtiefe
?
150 m
180 m
Schnelltauchzeit
?
30 Sekunden
25-30 Sekunden
Besatzung
?
?
44

Bewaffnung:

Spezifikation
Typ VIIA
Typ VIIB
Typ VIIC
Typ VIIC-41
Torpedorohre
4 x 53,3-cm-Torpedorohre vorne, 1 x 53,3-cm Torpedorohr im Heck
Torpedos
11
14
14
14
Sekundär-Bewaffnung
1 x 8,8 cm Mehrzweck-Geschütz
-
-
-
Flak
1 x 2 cm
1 x 3,7 cm; 2 x 2 cm
1 x 3,7 cm; 2 x 2 cm
1 x 3,7 cm; bis zu 3 x 2 cm

Einsatzstatistik:

Typ VII
Angaben
Boote VIIA
U27-36
Boote VIIB
U45-55; 73-76; 83-87; 99-102
Boote VIIC
U69-72; 77-82; 88-98; 132-136; 201-212; 221-232; 235-458; 465-486; 551-683; 701-779; 821-836; 901-08; 921-930; 951-1058; 1063-1065
Boote VIIC-41
U 1101-1220; 1271-1279; 1301-1308
Insgesamt
705 U-Boote
Stapellauf (alle)
Juni 1936 (U-27) - November 1944 (U-1308). Typ VIIC ab 1940.
Indienststellung
1936-1945
Verbleib
437 aus verschiedenen Ursachen gesunken, 165 bei Kapitulation selbst versenkt, 103 übergeben


Entwicklung der U-Boot-Waffe

U-Boot-Waffe 1942-1945:

Monat
Indienst- stellungen
Bestand
Verluste
Verluste insg.
Jan 1942
10
244
3
64
Feb 1942
18
257
2
67
Mar 1942
18
267
6
69
Apr 1942
17
282
3
75
Mai 1942
26
295
3
78
Jun 1942
20
315
3
81
Jul 1942
22
323
12
84
Aug 1942
21
344
11
95
Sep 1942
19
353
12
107
Okt 1942
26
356
16
119
Nov 1942
26
368
14
135
Dez 1942
22
391
3
149
Jan 1943
22
407
6
152
Feb 1943
22
407
22
158
Mar 1943
26
412
17
180
Apr 1943
26
421
17
197
Mai 1943
27
407
40
214
Jun 1943
26
415
19
254
Jul 1943
26
421
20
273
Aug 1943
19
425
24
293
Sep 1943
22
434
8
317
Okt 1943
26
430
28
325
Nov 1943
25
437
19
351
Dez 1943
31
456
7
370
Jan 1944
23
471
16
377
Feb 1944
18
475
19
393
Mar 1944
23
470
23
412
Apr 1944
19
474
19
435
Mai 1944
18
479
24
454
Jun 1944
12
471
26
473
Jul 1944
15
461
22
504
Aug 1944
15
435
41
526
Sep 1944
19
426
24
567
Okt 1944
16
433
12
591
Nov 1944
24
442
7
603
Dez 1944
26
452
14
610
Jan 1945
36
467
11
624
Feb 1945
24
478
25
635
Mar 1945
29
456
36
660
Apr 1945
9
435
60
696
Mai 1945
0
399
245
756


Quellenangaben und Literatur

Fighting Ships of the World (Antony Preston)
Kriegsschiffe von 1900 bis heute – Technik und Einsatz (Buch und Zeit Verlagsgesellschaft)
The Illustrated Directory of Warships from 1860 to the present day (David Miller)
Kriegsschiffe 1939-45 (Heyne-Bildpaperback)
Flotten des 2. Weltkrieges (Antony Preston)
Die Schlacht im Atlantik (Andrew Kershaw)
U-Boote seit 1919 (Antony Preston, John Batchelor)
U-Boote im Duell (Harald Bendert)
Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg (10 Bände, Zentrum für Militärgeschichte)
World War II – A Statistical Survey (John Ellis)
Chronology of World War II (Christopher Argyle)
Seemacht – eine Seekriegsgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart (Elmar B. Potter, Admiral Chester W.Nimitz)

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