U-Boot-Bunker


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Im Blickpunkt:
  • Bf 109 G-2 Gustav

    Deutsche Messerschmitt Bf 109-Jäger der G-Serie. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell der Bf 109 Gustav. hier zum Vorgänger-Modell Bf 109F Bf 109 Gustav Messerschmitt Bf 109 G (Gustav) Typ: einsitziges Jagdflugzeug. Geschichte Die kriegsbedingten Anforderungen nach einem leistungsfähigeren Jagdeinsitzer, welche insbesondere durch die Luftschlacht um England deutlich wurden, führten bis zum Frühsommer 1942 zur Entwicklung der Bf 109 G mit dem stärkeren DB605A-Motor. Bei einer Startleistung von 1.475 PS gab dieser Motor der ‘Gustav’ eine Geschwindigkeit von über 650 km/h in einer Höhe von 6000 Metern. Die neue Flugzeugzelle erhielt ein stärkeres Fahrwerk, einen größeren Treibstoffbehälter, eine gerade neue verfügbar gewordene Druckkabine, Einbaumöglichkeiten für die GM-1 Stickstoff-Einspritzanlage, Rücken- und Kopf-Panzerschutz für den Piloten und Roller-gelagerte Lamellen. Es konnten auch Aufhängungen für Bomben oder Abwurftanks angebaut werden. Bereits im Herbst 1941 wurde eine Vorserie von mehreren Modellen des neuen Jägers mit dem DB601E-Motor getestet. Die Bf 109 G-1 wurde als einsitziger Höhenjäger mit einer Druckkabine konzipiert. Das Flugzeug ging an das II/JG1 und später erhielt das II/JG26 einige zur Ausrüstung für Höhenjäger-Staffeln. Ende 1942 sahen sie den ersten Kampfeinsatz über dem Mittelmeer. Die Serienproduktion der Bf 109 G-2 ohne Druckkabine begann gleichzeitig zusammen mit der Bf 109 G-1. Die G-2 wurde im Sommer 1942 unter anderen an die Jagdgeschwader JG 2, 3, 5, 27, 62, 53, 54 und 66 ausgeliefert, sowie an verschiedene Aufklärungs-Gruppen. Als Nächstes kam die Bf 109 G-3, welche die zweite ‘Gustav’ mit einer Druckkabine war. Von 1943 wurde dieses Modell in kleiner Zahl von Höhenjäger-Staffeln und von der Ergänzungsjagdgruppe West verwendet. Ab Mai 1943 begann die Ausrüstung mit dem GN-1 Einspritz-System. Im August 1942 begann die Produktion der Bf 109 G-4 in großer Zahl. Diese Version kam ab November 1942 zum Kampfeinsatz. Die Bf 109 G-5 war die letzte Serie, welche als Höhenjäger mit Druckkabine gebaut wurden. Durch die Einführung der stärkeren Bf 109 G-6 hatte die G-5 nur eine begrenzte Verbreitung in den Jagdgruppen. Im Februar 1943 wurde die Bf 109 G-6 eingeführt und wurde in großen Stückzahlen bis zum Sommer 1944 gebaut. Die G-6 wurde zum wichtigsten Jäger in der Reichsverteidigung und an allen Fronten. Die ersten Flugzeuge unterschieden sich nur geringfügig von der G-4, so wurden die zwei MG17 über dem Motor durch MG131 ersetzt. Es war nicht möglich einen ausreichenden Munitionsvorrat innerhalb der bisherigen Motorhaube unterzubringen, sodass ab der G-6 die so typischen Ausbuchtungen auf beiden Seiten des vorderen Rumpfes eingearbeitet wurden. Zum besseren Schutz des Piloten wurden die Flugzeuge ab 1943 mit der sogenannten ‘Galland-Panzerung’ aus Panzerglas ausgerüstet und etwas später mit der ‘Erla-Kabinenhaube’ oder auch manchmal als ‘Galland-Kabinenhaube’ bezeichnet. Weitere Modifikationen bestanden aus der teilweisen Entfernung der Radarantenne hinter das Cockpit. In den ersten Monaten des Jahres 1944 erhielt eine zunehmende Anzahl von Bf 109 G-6 größere Flossen mit integriertem Servo-Ruder. Um die Motorleistung in größeren Höhen zu verbessern, wurde Anfang 1944 der DB605AS Motor mit dem stärkeren Lader des DB603 eingeführt. Dieser Motor war erheblich größer, sodass die Motorverkleidung der Bf 109 G/AS vollständig geändert werden musste. Gleichzeitig wurde der Munitionsvorrat für die MG131 etwas reduziert und ein neuer Propeller eingeführt. Die ersten dieser stärkeren Jagdflugzeuge wurden zu Beginn des Jahres 1944 an III/JG1 und I/JG5 ausgeliefert. Ein Teil der älteren Flugzeuge wurde auf den AS-Standard nachgerüstet.   Die G-8-Serie war eine Modifikation der Bf 109 G-6 für die Nahaufklärer-Rolle. Die G-10, welche im Spätsommer 1944 eingeführt wurde, war ein ‘Aufmotzen’ der nun älteren Flugzeuge an die Verhältnisse der aktuellen Luftkriegsführung. Mit verschiedenen Bauteilen der G-Typen wurde versucht, eine Annäherung an das Leistungsspektrum der Bf 109 K-4 zu erreichen. Da die DB695D-Motoren nicht in ausreichender Anzahl verfügbar waren, musste der DB605AS stattdessen verwendet werden. Der Rumpf bestand aus Bauteilen der G-6 oder K-4-Serie, die Flügel stammten von der G-2, G-14 und K-4 und die fest eingebaute Bewaffnung aus der G-5. Die Mehrzahl der ersten G-10-Jäger ging an die Jagdgeschwader 1, 3, 4, 6, 27 und 77. Auch wurde der Typ bei allen drei Gruppen des JG300 verwendet. Nachdem die Bauzahlen erhöht wurden, wurden auch der Nachtjagdverband II/NJG 11 und die Jäger-Kampfgruppe I/KG(J)6 damit ausgerüstet. Einige Flugzeuge gingen auch an Aufklärungsgruppen. Die Bf 109 G-10 wurde oft als Begleitschutz und Höhendeckung für Fw 190 F Jabo verwendet, welche ihrerseits zunehmend mit ‘Panzerblitz’ und Panzerschreck Panzerabwehr-Raketen ausgerüstet waren. Von Mitte 1944 wurden rund 145 ältere G-2, G-3, G-4 und G-6 Flugzeuge – vor allem durch Blohm&Voss – zu zweisitzigen Trainingsflugzeugen G-12 umgebaut. Die G-14 war das letzte Modell der G-Reihe. Die ersten Flugzeuge wurden an JG 4, 76 und 77 in Frankreich im Juni 1944 geliefert. Später erhielten sie nahezu alle Jagdgeschwader. Unter anderem wurden sie auch als Ersatz an das Kampfgeschwader I/KG(J)6, I/KG(J)27 und II/KG(J)30 sowie an die ersten beiden Gruppen von KG(J)55 geliefert. Einige dieser Flugzeuge gingen auch zur Nachtjagdgruppe 11 und an die NAG 1,2,34 und 14. Animation 3D-Modell Messerschmitt Bf 109 G-2/Trop Bf 109 Gustav bei verbündeten Luftwaffen Der Einsatz der Bf 109 Gustav bei verbündeten Luftwaffen und auch die Lizenzproduktion war ziemlich weit verbreitet. Ungarn: Die königlich-ungarische Luftwaffe erhielt 59 in Deutschland hergestellte Gustav (G-2 und G-6) und zusätzlich wurden etwa 700 Flugzeuge in den Fabriken in Györ und Budapest in Lizenz gebaut. Die Duna Fabrik wechselte die Produktion von der Me 210 auf die Bf 109 G im März 1944. Die ersten dieser Jagdflugzeuge erhielten die 5/1. und 5/2. Staffel der 5/I. Jagdflieger-Gruppe an der Ostfront. Später wurde die 5/1. Staffel zurückgezogen und die 5/2. Staffel dafür zur 102. unabhängigen Jagdfliegerstaffel ausgebaut. 1944 wurde die 101. Jagdflieger-Gruppe, auch bekannt als Puma-Gruppe, unter Obstl. Alador Heppes aufgestellt, welche Ungarn selbst gegen die vordringende Rote Armee verteidigen sollte. Bulgarien: 145 Gustav wurden 1943-44 nach Bulgarien geliefert und das 6. Jagdflieger-Regiment der bulgarischen Luftwaffe verwendete diese bei der Verteidigung von Sofia gegen alliierte Bombenangriffe im April 1944. Slowakei: Die Slowakei erhielt 15 Gustav (G-6) 1944 und die Lizenzproduktion der G-14 in der Prag-Kattowize-Avia-Fabrik wurde geplant. Aber dies konnte nicht vor Ende des 2. Weltkrieges durchgeführt werden und anschließend erfolgte die Produktion für die tschechoslowakische Luftwaffe mehr …

  • 3D-Modell des Infanteriepanzer Mark II, Matilda II (A12)

    Britischer Infanteriepanzer Mark II (A12), Matilda II, stärkster gepanzerter Kampfpanzer zu Beginn des Zweiten Weltkrieges. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Matilda II Typ: Infanteriepanzer Mark II (A12). Geschichte: Zu dem Zeitpunkt als das Pilotmodel A11E1 des Infanteriepanzer Mark I (Matilda I) ausgeliefert wurde, dachte das britische Kriegsministerium bereits über eine aufgerüstete Version mit einem zusätzlichen Besatzungsmitglied, einer 2-Pfünder-Kanone oder einem Zwillings-MG und einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h nach. Gleichzeitig sollte das Gewicht auf 14 Tonnen begrenzt sein, um die Einschränkungen von Brücken für Militärfahrzeuge einzuhalten. Es wurde bald klar, daß diese Anforderungen nicht vom Grundentwurf des A11 erfüllt werden konnten, da der Einbau einer 2-Pfünder-Kanone in einem Turm das Gewicht überschreiten und der Motor völlig überlastet sein würde. So wurde ein völlig neuer Entwurf in Angriff genommen, auf der Grundlage einer 60 mm starken Panzerung, einem handelsüblichen AEC-Dieselmotors, Seitenschürzen für das Kettenlaufwerk ‘japanischer Art’ vom mittleren Vickers-Panzer. Der Entwurf des ‘Matilda-Seniors’, wie der A12 Infanteriepanzer Mark II anfangs genannt wurde, basierte eng auf dem mittleren Panzer A7, welcher von den Royal Ordnance Factory in Woolwich im Jahr 1929 entwickelt wurde und als Prototyp von 1929 bis 1932 gebaut wurde. Im November 1936 wurdem mit der Vulcan Foundry in Warrington Verträge abgeschlossen, ein hölzernes Modell und zwei Pilotmodelle aus Weichstahl vom A12-Entwurf herzustellen. Das Holzmodell wurde im April 1937 begutachtet und es wurde beschlossen, gekoppelte Doppel-AEC-Dieselmotoren und ein Wilson-Schaltgetriebe zu verwenden. Außerdem wurden in dieser frühen Phase Vorbereitungen getroffen, eine 3-inch-Haubitze für Nahunterstützungsmodelle einbauen zu können und verschiedene andere Details. Der Bau der Pilotmodelle wurden jedoch durch Verzögerungen bei der Lieferung von Getriebe und anderen Bauteilen aufgehalten, und der A12E1 war nicht vor April 1938 fertig. Inzwischen wurden ein Auftrag direkt ‘vom Reißbrett’ für 65 Panzer im Dezember 1937 erteilt, welcher bald auf 165 aufgestockt wurde. Die Tests waren im allgemeinen zufriedenstellen, wenn auch einige kleine Änderungen am Getriebe und Fahrwerk gemacht wurden. Die Kühlung wurde ebenfalls verbessert und für den Einsatz in Kolonialgebieten der Einbau eines Luftfilters vorgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war die Aufrüstung voll im Gange und der Bedarf an Panzerfahrzeugen war dringend. Im Juni 1938 wurden Verträge für weitere Fahrzeuge mit Fowler und Rouston&Hornsby als Lizenznehmer vom Hersteller Vulcan unterzeichnet, sowie anschließend mit LMS, Harland&Wolff und North British Locomotive. Für spätere Versionen wurde auch Leyland im Jahr 19430 hinzugenommen, um Motoren herzustellen. Die Gesamtproduktion des A12 belief sich auf 2.987 Stück, bis die Herstellung im August 1943 eingestellt wurde. Der A12 eignete sich nicht für die einfache Massenproduktion aufgrund der Größe und Form der Gussteile der Panzerung. Es gab insbesondere Schwierigkeiten bei der Herstellung der nur aus einem einzigen Teil bestehenden Seitenschürzen, sodaß die Anzahl der Öffnungen zum Abwerfen des in den Ketten sitzenden Schmutzes von 6 beim Pilotmodell auf 5 beim Serienmodell reduziert wurde. Bei Ausbruch des Krieges mit Deutschland im September 1939 waren erst 2 A12 Infanteriepanzer im Dienst. Allerdings konnte noch eine Reihe an das 7. Royal Tank Regiment in Frankreich bis Anfang 1940 ausgeliefert werden, wo sie erfolgreich in der Schlacht von Arras – kurz vor der Evakuierung bei Dünkirchen – eingesetzt wurden. Nachdem die ursprüngliche A11 Matilda zurückgezogen wurde, fielen auch die Begriffe ‘Matilda-Senior’ oder ‘Matilda II’ als Bezeichnung für den Infanteriepanzer Mark II weg, und das Fahrzeug wurde einfach als die ‘Matilda’ bezeichnet. Die Matilda ist vor allem bekannt geworden wegen ihrer wichtigen Rolle in den frühen Kämpfen in Nordafrika. In Libyen war sie 1940 praktisch immun gegen jede italienische Panzerabwehrwaffe oder Panzer. Die Matildas beherrschten das Schlachtfeld der Wüste bis zum Erscheinen der 88-mm-Flak in der Rolle als Panzerabwehrgeschütz Mitte 1941 unangefochten. Erst die Acht-Acht war in der Lage, die dicke Panzerung der Matilda auf große Entfernungen zu durchdringen. Es war nicht möglich, die 6-Pfünder-Kanone in die Matilda einzubauen – auch wenn der Versuch unternommen wurde, den Turm des A27 auf das Chassis zu montieren. Der Turm selbst war zu klein für die stärkere Kanone und ebenso der Turmring, um einen geeigneten anderen Turm stattdessen zu verwenden. So sank die Bedeutung der Matilda als Kampfpanzer während des Jahres 1942 immer weiter ab und ihren letzten Einsatz in dieser Rolle erlebte sie in der ‘Ersten Schlacht von El Alamein’ im Juli 1942. Matildas wurden auch beim Feldzug in Äthopien und später von der australischen Armee in Neu-Guinea eingesetzt. Bei einigen australischen Reserveverbänden waren sie sogar noch in der Nachkriegszeit im Einsatz. Außerdem wurden mehr als 1/3 aller gebauten Matildas als Lend-Lease nach Russland verschifft, wo sie bei der Roten Armee in ihrer ursprünglich gedachten Aufgabe, nämlich als Unterstützungspanzer für die Infanterie, verwendet wurden. Minenräumpanzer Matilda In Nordafrika und Europa wurden Matildas ab der zweiten Jahreshälfte 1942 nur noch in Nebenrollen mit speziellen Sonder-Umbauten verwendet. Der wichtigste dieser Umbauten war ein Minenräumfahrzeug, da die große Anzahl der Minen, welche von beiden Seiten im Wüstenkrieg ausgelegt wurden, ein derartiges Fahrzeug notwendig machten. Major Du Toit, ein technischer Offizier der südafrikanischen Streitkräfte, schlug vor, mit einer Kette oder einem Schlegel auf den Boden vor einem sich langsam fahrenden Fahrzeug aufzuschlagen, um so Minen auf seinem Weg zur Explosion zu bringen. Ein Prototyp des von ihm vorgeschlagenen Fahrzeugtyps wurde von AEC unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Versorgung im Dezember 1941 gebaut. Das Fahrzeug wurde bekannt als Baron Mk I und war ein Matilda-Panzer, welcher seinen Turm und seine Hauptbewaffnung weiterhin behielt, aber zusätzlich eine Welle und einen Rotor etwa 3 Meter davor und in etwa 1,80 Meter Höhe über dem Boden an einem Gestell hielt. Ein Chrysler-Motor trieb den Schlegel-Rotor an und der Auftrieb für die Schlegel-Montage wurde aus dem hydraulischen Turmantriebssystem des Panzers entnommen. Sowohl der Chrysler-Motor als auch das hydraulische System erwiesen sich als untauglich für diese Aufgabe, als Versuche im Januar 1942 durchgeführt wurden. Das Fahrzeug wurde somit mit einem 6-Zylinder-Bedford-Motor, der den Chrysler-Motor ersetzte, und Hydraulikzylindern für die Schlegelarme wieder neu ausgerüstet. Das Fahrzeug war im April 1942 fertig und wurde in dieser modifizierten Version Baron II genannt. Versuche, die im Juni 1942 abgeschlossen wurden, zeigten die Notwendigkeit eines noch leistungsfähigeren Dreschflegel-Antriebs, einer niedrigeren Rotorhöhe, um mehr …

  • Kradschützen der SS-Division Reich

    Die Aufstellung und Einsätze der SS-Verfügungsdivision – später Reich – von 1939 bis 1942. Bezeichnungen, Kommandeure, Aufstellung, Westfeldzug, Balkanfeldzug und in Russland 1941 bis 1942. SS-Division Reich Bezeichnung Panzerverband Ostpreußen (10. September 1939) SS-Verfügungs-Division (mot.) (10. Oktober 1939) SS-Division Deutschland (1. April 1940) SS-Division (mot.) Reich (21. Dezember 1940) SS-Division (mot.) Das Reich (Mai 1942) SS-Panzergrenadier-Division Das Reich (9. November 1942) 2. SS-Panzer-Division Das Reich (R) (22. Oktober 1943) Kommandeure SS-Obergruppenführer Paul Hausser (Oktober 1939 bis Oktober 1941) SS-Obergruppenführer Wilhelm Bittrich (Oktober bis Dezember 1941) SS-Obergruppenführer Matthias Kleinheisterkamp (Dezember 1941 bis April 1942) SS-Obergruppenführer Georg Keppler (April 1942 bis Februar 1943) SS-Brigadeführer Herbert-Ernst Vahl (Februar bis März 1943) SS-Oberführer Kurt Brasack (März 1943) SS-Obergruppenführer Walter Krüger (März bis Oktober 1943) SS-Oberführer Heinz Lammerding (Oktober 1943 bis Juli 1944) SS-Standartenführer Christian Tyschen (Juli 1944) SS-Brigadeführer Otto Braun (Juli bis Oktober 1944) SS-Oberführer Heinz Lammerding (Oktober 1944 bis Januar 1945) SS-Standartenführer Karl Kreutz (Januar 1945) SS-Gruppenführer Werner Ostendorff (Januar bis März 1945) SS-Standartenführer Rudolf Lehmann (März bis April 1945) SS-Standartenführer Karl Kreutz (April bis Mai 1945) Aufstellung Die Division hatte ihren Ursprung in den zuvor bestehenden SS-VT-Regimentern Deutschland, Germania und Der Führer, zusammen mit Pionieren und Angehörigen der Nachrichtentruppe vom SS-Pionier-Sturmbann und dem SS-Nachrichtensturmbann. Die SS-VT, oder vollständig SS-Verfügungstruppe, war im März 1935 aus den zuvor bestehenden SS-Politischen Bereitschaften gebildet worden. Das erste dieser Regimenter der SS-VT, welche zu diesem Zeitpunkt als Standarten bezeichnet wurden, war ‘Deutschland’, welches in München im September dieses Jahres aufgestellt wurde. Ein Jahr später folgte das zweite Regiment ‘Germania’ in Hamburg. Nach dem Anschluss von Österreich folgte das dritte – ‘Der Führer’ – in Wien. Die verschiedenen Einheiten der SS-VT – mit Ausnahme von ‘Der Führer’, welches zu diesem Zeitpunkt immer noch in der Aufstellung war – wurden im Polenfeldzug unter dem Kommando der Wehrmacht eingesetzt. Das ‘Deutschland’-Regiment war der ‘Panzer-Division Kempf’ des Heeres angeschlossen als Teil der Heeresgruppe A, welche von Ostpreußen in Richtung Süden nach Polen einbrechen sollte, während ‘Germania’ der Heeresgruppe B im Süden zugeteilt wurde. ‘Deutschland’ tat sich hervor während der Angriffe auf die polnische Mlava-Verteidigungslinie und nahm insbesondere die Höhe 192, was einen Angriff den Hügel hoch auf eine hart verteidigte Stellung erforderte. Das Regiment beteiligte sich auch an der Einnahme der polnischen Befestigungen der Modlin-Linie und seine Soldaten wurden von General Kempf für ihre hervorragende Leistung während der Schlacht glorreich gelobt. Im Gegensatz zum Schwester-Regiment wurde ‘Germania’ nicht als Gesamtverband eingesetzt, sondern aufgeteilt und in einzelnen Gruppen verschiedenen Heeres-Einheiten zur Unterstützung zugeteilt. Die Entscheidung, nicht alle am Polenfeldzug beteiligten SS-Verbände in einer einzigen Streitmacht zusammenzufassen, war diskutiert worden. Hitler wünschte jedoch, die höheren Wehrmachtsoffiziere nicht zu verärgern, welche jeder Vergrößerung des Einflusses und Macht der bewaffneten SS (später Waffen-SS) neben den traditionellen Streitkräften ablehnend gegenüber standen. Aber nachdem die Leistung der SS-Truppe im Feld so überragend war, befahl Hitler im Oktober 1939 die Bildung der SS-Verfügungsdivision unter SS-Obergruppenführer Paul Hausser, einem sehr erfahrenen, ehemaligen professionellen Offizier des Heeres. Die neue Division sollte neben den Regimentern ‘Deutschland’, ‘Germania’ und ‘Der Führer’ auch das SS-Artillerie-Regiment, den SS-Pionier-Sturmbann, SS-Nachrichtensturmbann, Aufklärungs- und Panzerabwehr-Einheiten umfassen. Im Westen 1940 Bei Eröffnung des Westfeldzug im Mai 1940 griff der neue Verband durch Holland an, um sich mit den bei Rotterdam abgesprungenen deutschen Fallschirmjägern zu vereinigen. Obwohl die verschiedenen SS-VT-Einheiten in einer Division zusammengefasst waren, wurden sie zu Beginn des Feldzuges wieder in einzelne Gruppen aufgeteilt, um verschiedene Heeres-Einheiten zu unterstützen. Das Regiment ‘Der Führer’ war die Speerspitze des Angriffs, stürmte über den Fluss Issel, obwohl die Holländer die Brücke in die Luft gesprengt hatten. Die Soldaten bildeten einen Brückenkopf auf der anderen Seite des Flusses und nahmen die Ortschaft Westervoort. Dabei stieß das Regiment mehr als 100 km innerhalb eines Tages vor. Anderen Einheiten trafen auf wesentlich entschlossenere Gegner, aber trotz größerer Verluste überwanden sie die holländischen Verteidigungsanlagen am Maas-Waal-Kanal. Das Regiment ‘Der Führer’ setzte seine erstklassigen Kampfleistungen fort, stieß an Utrecht vorbei und stürmte durch Amsterdam nach Tandvoort bis an die Küste. Anschließend trafen die einzelnen SS-VT-Einheiten bei Marienbourg zusammen und als Division gingen sie gemeinsam in westliche Richtung vor, um den holländischen Widerstand auf Walcheren zu brechen. Dort befanden sich die Holländer in einer hervorragenden Verteidigungsstellung und wurden durch Artillerie und Kriegsschiffen vor der Küste unterstützt. Das Regiment ‘Deutschland’ führte den Angriff an und erlitt dabei schwere Verluste. Das Gefecht endete dann mit einem holländischen Rückzug anstatt einem erfolgreichen deutschen Sturmangriff. Am 22. Mai 1940 drängte die Division in Richtung Calais. Während eines Nachtlagers auf dem Weg dorthin wurden die SS-Soldaten von französischen Einheiten angegriffen, welche aus dem Einschließungsring von Dünkirchen ausbrechen wollten. Die Franzosen konnten aufgehalten werden, wenn auch die Kämpfe sehr hart waren. Nachdem die SS-VT erst einmal die Initiative zurückgewonnen hatte, waren die SS-Männer erfolgreich und zerstörten viele Panzer und nahmen mehrere hunderte Gefangene. Am nächsten Tag überschritt die Division den La-Bassee-Kanal und hielt einen Brückenkopf, den sie gegen britische Gegenangriffe hielt. Der Vorstoß wurde fortgesetzt, indem die Regimenter ‘Der Führer’ und ‘Germania’ durch den Wald von Nieppe durchstießen und die Briten zurückdrängten. Zu diesem Zeitpunkt erzwang ‘Deutschland’ den Übergang über den Lys-Kanal und hielt seine Stellungen gegen kräftige britische Panzerangriffe. Der Kampf wurde durch das Eintreffen der SS-Totenkopf-Division genau zum richtigen Zeitpunkt entschieden. Am 1. Juni wurde die Division aus der Front gezogen, um sich neu zu ordnen und für den zweiten Teil des Feldzuges vorzubereiten, der Schlacht um Frankreich. Diese begann vier Tage später, als die SS-VT südwärts durch Orleans losschlug und Angouleme besetzte. In der zweiten Phase der Schlacht war die Division hauptsächlich mit der Säuberung der überrannten Gebiete von zurückgebliebenen französischen Truppen beschäftigt, was bis zum Waffenstillstand am 25. Juni andauerte. Die SS-Soldaten nahmen dabei über 30.000 Gefangene für den Verlust von weniger als 35 Mann. Mehrere Angehörigen der SS-Verfügungsdivision wurden mit dem Ritterkreuz für ihren Einsatz während dieses Feldzuges ausgezeichnet. Im Juni 1940 wurde die Division in das besetzte Holland verlegt, wo sie mehrere Monate verbrachte, um auf den Beginn des Unternehmen Seelöwe zu warten, der Invasion von Großbritannien. Als dieses Unternehmen auf ‘unbestimmte Zeit verschoben’ wurde, mehr …

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