Schlachtschiffe South Dakota Klasse


Schlachtschiffe der amerikanischen South Dakota Klasse und der Einsatz von USS Massachusetts im F2P-Spiel WoWs.
Geschichte, Bau, Einsätze, Spezifikationen und Bilder der US-Schlachtschiffe South Dakota, Indiana, Massachusetts und Alabama im Zweiten Weltkrieg.

Schlachtschiff USS Massachusetts
Schlachtschiff USS Massachusetts der South-Dakota-Klasse im F2P-Spiel WoWs.


South-Dakota-Klasse (South Dakota, Indiana, Massachusetts, Alabama).
Typ: Schlachtschiffe (gebaut zwischen 1939 und 1942).

Geschichte

Schlachtschiff South Dakota
Schlachtschiff South Dakota
Der Entwurf der South-Dakota-Klasse wurde gleichzeitig neben dem der Washington-Klasse von 1939 entwickelt. Im Gegensatz zu letzteren sollten sie sogar gegen Artilleriebeschuss aus 406-mm-Geschützen gepanzert sein.
Da sie jedoch immer noch den internationalen Tonnage-Beschränkungen unterlagen, war es schwierig, das Gewicht der Panzerung bei einer identischen Höchstgeschwindigkeit von 28 Knoten und den neun 406-mm-Geschützen gegenüber der Washington-Klasse zu erhöhen.
Durch die Reduzierung der Wasserlinienlänge konnte Gewicht eingespart werden, aber der verbesserte Panzerschutz erforderte einen breiteren Schiffskörper, was wiederum stärkere Antriebsmaschinen erforderte, um die gleiche Geschwindigkeit der vorausgegangenen Klasse zu erreichen.

Die Größe des Maschinenraums konnte erfolgreich reduziert werden, wodurch Gewicht durch die kürzere Zitadelle eingespart wurde. Der kürzere Schiffsrumpf ermöglichte dazu auch eine bessere Handhabung und Manövrierfähigkeit des Schlachtschiffs.
Das so eingesparte Gewicht wurde zur Verbesserung des Panzerschutzes und einer Unterteilung des Schiffs gegen Torpedotreffer genutzt.

In vielerlei Hinsicht erwiesen sich die Schlachtschiffe der South-Dakota-Klasse als die kosteneffektivsten Großkampfschiffe, welche im Rahmen der Tonnage-Begrenzungen des Washingtoner Flottenvertrages gebaut wurden, da sie eine hervorragende Panzerung mit schwerer Bewaffnung und einer brauchbaren Geschwindigkeit kombinierten. Ihr hauptsächlicher Nachteil war, dass sie jedoch zu langsam waren, um mit den schnellen Flottenträgern zusammen zu operieren. Dies konnte zum Zeitpunkt ihrer Konstruktion jedoch noch nicht vorausgesehen werden.

Bau

South Dakota (BB-57) wurde im Juli 1939 auf der Camden-Werft des New Yorker Schiffbauers auf Kiel gelegt. Sie lief am 7. Juni 1941 vom Stapel und wurde im März 1942 in Dienst gestellt.

Indiana (BB-58) wurde im November 1939 auf Newport News auf Kiel gelegt, lief am 21. November 1941 von Stapel und wurde im April 1942 in Dienst gestellt.

Massachusetts (BB-59) wurde im Juli 1939 bei Bethlehem am Fore River auf Kiel gelegt, lief am 23. September 1941 von Stapel und wurde im Mai 1942 in Dienst gestellt.

Alabama (BB-60) wurde im Februar 1940 auf der Marinewerft Norfolk auf Kiel gelegt, lief am 16. Februar 1942 von Stapel und im August 1942 in Dienst gestellt.

Einsätze

South Dakota wurde sofort nach Abschluss ihres Einfahrens in den Pazifik entsandt, lief aber im August 1942 auf einen Korallenriff bei Tangarebu. Ihre Reparaturen wurden rechtzeitig abgeschlossen, sodass sie an der Schlacht bei den Santa-Cruz-Inseln teilnehmen konnte. Dabei meldete sie am 26. Oktober 1942 die Rekordzahl von 26 abgeschossenen japanischen Flugzeugen, als erstmals Flugabwehr-Granaten mit Annäherungszünder verwendet wurden.

beschädigte US-Schlachtschiff 'South Dakota
Nach der zweiten Seeschlacht von Guadalcanal liegt das beschädigte US-Schlachtschiff ‘South Dakota’ zusammen mit zwei Zerstörern neben dem Werkstattschiff ‘Prometheus’ in Noumea.
Ihr nächster Einsatz erfolgte während der Seeschlacht von Guadalcanal in der Nacht vom 14. auf den 15. November 1942. Kurz nach Beginn des Gefechts erlitt das Schlachtschiff einen totalen Stromausfall, als die Druckwelle des Abschusses einer eigenen 127-mm-Kanone die Ringleitung durchschlug.
Ohne Radar, Feuerleitkontrolle und Beleuchtung trudelte South Dakota auf die japanische Flottenlinie zu und wurde vom japanischen Schlachtkreuzer Kirishima und den schweren Kreuzern Takao und Atago beschossen. Sie wurde nur durch das Eingreifen des Schlachtschiffs Washington gerettet, dass ständig auf die japanischen Suchscheinwerfer feuerte und diese ausschaltete. Dadurch konnte South Dakota die Stromversorgung teilweise wiederherstellen und sich zur Wehr setzen.
Sie wurde insgesamt 27-mal von 356-mm, 18-mal von 203-mm, sechsmal von 152-mm, einer 127-mm- und einer Granate unbekanntes Kaliber getroffen. Obwohl der Schaden beträchtlich war, war er nur oberflächlich.
Sie büßte 38 Tote und 60 Verwundete ein und die Reparatur der Schäden dauerte 62 Tage.

amerikanische Schlachtschiff 'USS South Dakota'
Das amerikanische Schlachtschiff ‘USS South Dakota’ im August 1943 beim Einsatz mit der britischen ‘Home Fleet’.
Im Jahr 1943 war sie dann als Verstärkung bei der britischen Home Fleet im Atlantik zur möglichen Abwehr deutscher schwerer Einheiten in der Arktis, darunter vor allem gegen das deutsche Schlachtschiff Tirpitz.

Nach ihrer Rückkehr in den Pazifik nahm sie 1944 dann an Operationen gegen die Philippinen und im nachfolgenden Jahr gegen Iwo Jima und Okinawa teil. Gegen Kriegsende beschoss sie die japanischen Heimatinseln.

Indiana ersetzte ihr beschädigtes Schwesterschiff South Dakota nach der Schlacht von Guadalcanal und deckte die Landungen auf Tarawa im Jahr 1943. Im Februar 1944 wurde sie bei einer Kollision mit dem Schlachtschiff Washington schwer beschädigt und musste zu Reparaturen nach Pearl Harbor zurückkehren.
Sie war rechtzeitig wieder bei den Operationen gegen Hollandia vor Neuguinea wieder im Einsatz, nahm anschließend bei der Unterstützung der Landungen auf den Marianen-Inseln und dann bei dem Beschuss von Truk teil.
Mit ihren Schwesterschiffen war sie im Juni 1944 in der Schlacht in der Philippinen-See im Einsatz und deckte 1945 die Landungen auf Iwo Jima und beschoss zuletzt die japanischen Heimatinseln.

Massachusetts war an der alliierten Invasion von Französisch-Nordwestafrika (Unternehmen Torch) beteiligt, wobei sie das französische Schlachtschiff Jean Bart bekämpfte. Nach einer Umrüstung ging sie 1943 in den Pazifik, wo sie an Operationen gegen die Gilbert-Inseln, Kwajalein, Truk, die Karolinen-Inselgruppe und Okinawa teilnahm. Sie war auch an den Schlachten in der Philippinen-See und am Golf von Leyte beteiligt.

Alabama diente ebenso wie South Dakota im Jahr 1943 bei der britischen Home Fleet, bevor sie in den Pazifik geschickt wurde. Im Februar 1944 schoss bei einem Gefecht gegen japanische Flugzeuge eine ihrer 127-mm-Flakstellungen versehentlich in den Rücken einer anderen, was mehrere Opfer forderte.
Wie ihre Schwestern nahm sie an den Kämpfen in der Philippinen-See und im Golf von Leyte teil und deckte die Operationen gegen die Marianen und nahm am Beschuss der japanischen Heimatinseln teil.

Alle vier Schiffe wurden Anfang 1947 außer Dienst gestellt. Im Juli 1954 wurde eine Studie auf den Weg gebracht, um Möglichkeiten zur Erhöhung der Geschwindigkeit der Schiffe der South-Dakota- und der Washington-Klasse zu finden. Der Vorschlag lautete, den hinteren 406-mm-Drillingsturm zu entfernen, um Platz für zusätzliche Kessel zu schaffen. Es wurde mitgeteilt, dass 256.000 PS benötigt würden, um die Geschwindigkeit auf 31 Knoten zu erhöhen. Zusätzlich wäre auch noch eine größere Umgestaltung des hinteren Schiffskörpers, der Ruder und Propeller erforderlich gewesen.
Da dies schätzungsweise 40 Millionen US-Dollar gekostet hätte, ohne die Aktualisierung der Elektronik oder anderer Systeme an Bord, wurde das Projekt nicht weiter verfolgt.

Alle vier Schiffe wurden 1962 abgemustert, wobei Teile der South Dakota für ein Kriegsdenkmal geborgen wurden, während Alabama und Massachusetts als Museumsschiffe von ihren namensgebenden US-Bundesstaaten bewahrt wurden. Die beiden anderen Schlachtschiffe wurden jedoch verschrottet.


Spezifikationen

Spezifikationen:

South-Dakota-KlasseSpezifikation
TypSchlachtschiff
Wasserverdrängung38.000 t
Einsatzverdrängung44.000 - 45.000 t
Länge zwischen Loten?
Länge über alles 207,3 m
Breite33 m
Tiefgang11,1 m
Kessel?
Maschinen4-Wellen-Getriebedampfturbinen
Gesamtleistung130.000 PS
Heizöl ?
Geschwindigkeit28 kn
Fahrbereich?
Besatzung2.384

Bewaffnung:

South-Dakota-KlasseSpezifikation
Haupt-Bewaffnung9 x 406-mm L/45 Mk 6 Geschütze (in drei Drillingstürmen)
Sekundär-Bewaffnung 16 oder 20 x 127-mm DP Mk 12 Geschütze
Flak48 bis 68 x 40-mm Bofors; 40 bis 52 x 20-mm Oerlikon
Torpedorohre-
Flugzeuge 2 Kingfisher-Wasserflugzeuge


Panzerschutz:

South-Dakota-KlasseDicke
Seite (Gürtel)311 mm
Decks38-127 mm
Hauptartillerie457 mm
Barbetten?
Sekundärartillerie?

Einsatzstatistik:

AngabenSouth Dakota (BB-57)Indiana (BB-58)Massachusetts (BB-59)Alabama (BB-60)
KiellegungJuli 1939November 1939Juli 1939Februar 1940
Stapellauf7. Juni 194121. November 194123. September 194116. Februar 1942
IndienststellungMärz 1942April 1942Mai 1942August 1942
VerbleibAußerdienst- stellung Anfang 1947, verschrottet 1962Außerdienst- stellung Anfang 1947, Museumsschiff 1962Außerdienst- stellung Anfang 1947, Museumsschiff 1962Außerdienst- stellung Anfang 1947, verschrottet 1962


Massachusetts in WoWs

amerikanischen Forschungsbaum von WoWs
Das Schlachtschiff Massachusetts befindet sich rechts bei den Premium-Schiffen (Mitte, Tier VIII) im amerikanischen Forschungsbaum von WoWs.
Das amerikanische Schlachtschiff Massachusetts (BB-59) der South-Dakota-Klasse ist als Premium-Schiff auch im Free-to-Play Online-Spiel World of Warships (WoWs) erhältlich.

Das nicht gerade billige Schiff wird immer wieder mal für kurze Zeit im Premium-Shop vom Entwickler Wargaming angeboten, hat aber den Ruf, als Nahkampf-Schiff sogar besser als alle dafür eigentlich spezialisierten deutschen Schlachtschiffe zu sein.
Als Besitzer des Schlachtschiffs Bismarck und Fan der Nahkampf-Schiffe im Spiel hatte ich daher sofort die Gelegenheit genutzt und das Schiff im Premium-Shop erworben.

Um es gleich vorweg klarzustellen: Massachusetts hat sich nach einer Eingewöhnungsphase schnell als das beste und spaßigste aller meiner für den Nahkampf bisher vorhandenen Schlachtschiffe herausgestellt.
Dazu spielt es mit jeder Schlacht eine große Menge der In-Game-Währung, freien Forschungspunkten, Kapitäns-Punkte und auch normale Forschungspunkte ein, um schneller die täglichen Belohnungen oder Fortschritte bei Aufträgen und Feldzügen zu erzielen – insbesondere, wenn Schiffe ab Tier VIII dafür notwendig sind.

Auslegung der Panzerung der Massachusetts
Auslegung der Panzerung der Massachusetts in WoWs.

Gründe dafür sind die Platzierung und das schwere Kaliber der Hauptartillerie, wovon sechs Rohre von 40,6-cm-Geschützen nach vorne zeigen. Wenn das Schiff leicht angewinkelt mit dem Bug zum Gegner steht, erhält es zudem auch nur relativ wenig Schaden bei Treffern und der Torpedoschutz ist zusammen mit der Flugabwehr hervorragend.
Um die relativ kurze Feuerreichweite der Hauptgeschütze auszugleichen, kann man bei größeren Gefechtsentfernungen zu Beginn der Seeschlacht ein Aufklärungsflugzeug starten und hat dann erst einmal genügend Reichweite. Später im Gefecht ist die Sekundär-Batterie von großer Tragkraft und bei richtiger Handhabung des Schiffes ist es den meisten gegnerischen Schlachtschiffen im Nahkampf deutlich überlegen, selbst wenn diese eine höhere Stufe als Tier VIII haben.

Upgrades für Massachusetts
Die aktuell verwendeten Upgrades für Massachusetts.
Natürlich habe ich Massachusets optimal für den Nahkampf ausgebaut. Dies trifft sowohl auf technische Verbesserungen auch als auf die Fähigkeiten ihres Kapitäns zu.
Deshalb wird bei den ‘Upgrades’ von links nach rechts ‘Auxiliary Armaments Modification 1’, ‘Damage Control System 1’, ‘Secondary Battery Modification 1’, ‘Damage Control System Modification 2’ und ‘Torpedo Lookout System’ verwendet.
Besonders wichtig sind die beiden Module für die Sekundär-Batterien (das erste und dritte Modul) und da das Schiff oft in vorderster Front im Nahkampf steht und häufig mit Torpedos angegriffen wird, das letzte Modul.

Kapitän 'George Doe' auf der Massachusetts
Die Verteilung der Fähigkeitspunkte von Kapitän ‘George Doe’ auf der Massachusetts.
Als Kapitän habe ich im Arsenal einen der amerikanischen Elite-Kommandanten dazu angeschafft, welcher von Haus aus schon 10 Erfahrungspunkte mitgebracht hatte und spezielle Fähigkeiten beim Wechseln der Granaten-Typen (‘Expert Loader’) und bei der Geschwindigkeit des Ausrichtens der Hauptartillerie (‘Expert Marksman’) hat.
Zurzeit verfügt George Doe über 16 Fähigkeitspunkte, die wie folgt, verteilt sind:
‘Preventive Maintenance’, ‘Expert Marksmann’ und ‘Adrenaline Rush’, ‘Basic Fire Training’, ‘Manual Fire Control for secondary Armament’ und ‘Advanced Fire Training’.
Besonders wichtig sind zum effektiven Einsatz der Sekundär-Geschütze im Nahkampf die letzten drei Fähigkeiten. ‘Basic Fire Training’ erhöht die Feuergeschwindigkeit, ‘Manual Fire Control for secondary Armament’ erhöht die Wirksamkeit um 60 % durch Markieren eines Ziels auf der Mini-Karte und ‘Advanced Fire Training’ sorgt zusammen mit den Modulen für eine optimale Feuerreichweite der Sekundär-Geschütze.
Zusätzlich sollte man noch die Flagge mit einer Vergrößerung der Schussweite für Sekundär-Geschütze immer gehisst haben.
Die verbliebenen drei weiteren möglichen Fertigkeitspunkte sind für den ‘Expert Loader’ und ‘High Alert’ vorgesehen.

Auf Tarnung, d.h. Verringerung der Sichtbarkeit des Schiffes, wird komplett verzichtet – sowohl bei Modulen als auch Kapitäns-Fähigkeiten. Dies hat den Grund, dass das Schiff sowieso relativ schnell in den Nahkampf geführt werden kann und aufgrund seiner relativ langsamen Höchstgeschwindigkeit für ein Tier-VIII-Schlachtschiff sowieso sich dann kaum noch zurückziehen kann. Hier heißt es, ‘reingehen, kämpfen und siegen oder untergehen’.
Solange das Schlachtschiff Massachusetts immer leicht angewinkelt auf den Gegner zuläuft, ruht oder abläuft, erhält es frontal zumeist nur geringen Schaden durch panzerbrechende Granaten. Ein leichtes Anwinkeln zum markierten Gegner ist nötig, um die Sekundär-Artillerie wirksam zum Einsatz bringen zu können.

Video vom Einsatz des Schlachtschiffs Massachusetts in WoWs mit fünf Versenkungen:

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Wer World of Warships noch nicht kennt, kann sich den kostenlosen Spiel-Client hier herunterladen:

Weitergehende Informationen:
Die Spieler-Statistiken für Schiffe in World of Warships gibt es hier:
Schlachtschiffe Tier VIII Statistiken.

Die Spezifikationen und Eigenschaften in englischer Sprache der Massachusetts in World of Warships sind hier:
Massachusetts — American Premium Tier VIII battleship.

Ein ausführliches Review in englischer Sprache über Massachusetts gibt es hier:
Review von Little White Mouse zur Massachusetts.

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Der dritte Schauplatz sollte eine Invasion von Russland aus nach Moldawien durch eine griechische Streitmacht sein. Das Unternehmen in Moldawien war schlecht vorbereitet und erfolgte zu einem ungünstigen Zeitpunkt und an einem ungünstigen Ort. Russland widersetzte sich den griechischen Plänen, da es sich an die Beschlüsse der Laubach-Konferenz gebunden sah, worin Revolutionen gegen rechtmäßige Herrschaftsansprüche nicht toleriert werden sollten. Somit war das ganze dort zum Scheitern verurteilt. Dieser Teil des Osmanischen Reiches war eine rumänische Provinz und so marschierten die griechischen Invasoren nicht gegen Türken, sondern gegen rumänische Dorfbewohner. Gleichzeitig weigerte sich der Aufständische Tudor Vladimirescu, Ypsilantis zu unterstützen, da er in erster Linie die Interessen der rumänischen Bojaren im Auge hatte. Nicht nur die mächtige Armee des Sultans in der Hauptstadt Konstantinopel, sondern auch Meinungsverschiedenheiten zwischen den verschiedenen Klassen der Griechen der Stadt verhinderten eine revolutionäre Bewegung in der Polis. Die Ausschreitungen gegen Griechen, die nach Beginn der Revolution in Konstantinopel folgten, erstickten jeden Gedanken an Aufständen dort schnell. Der Beginn der Revolution auf dem Peloponnes war wahrscheinlich erst für einen späteren Termin geplant, wurde aber vorverlegt, als die Osmanen von den Absichten der Griechen erfuhren. Andere Autoren behaupten dagegen, dass die Revolution dort früher begonnen hätte, wenn sie nicht durch die strenge Verwaltung von Ali Pascha von Ioannina verzögert worden wäre. Die Gründe für die griechische Revolution gehen eindeutig aus der ‘Warnung’ des ‘Messinischen Senats’ an die europäischen Großmächte vom 25. März 1821 hervor. Der sehr treffende Text gibt als Grund für die Revolution die Unterdrückung durch die Türken an und dass die Griechen grundsätzlich für ihre Menschenrechte und ihre Menschenwürde kämpften. Die Zunahme bei der Alphabetisierung, die Verbreitung der europäischen Bildung und der durch den Handel angehäufte Reichtum der Griechen waren die Mittel für den Ausbruch und den Erfolg der Revolution. Die Finanzen der Revolution wurden durch private Gelder aufgebracht, während zeitweise wohlhabende Griechen sogar militärische Einheiten organisierten und unterhielten. Der demografische Parameter war, wie sich in der antiken oder modernen Geschichte oft gezeigt hat, ein wesentlicher Faktor der Machtverhältnisse. Die Griechen im Osmanischen Reich waren die größte nicht-muslimische Minderheit und bildeten die Mehrheit auf dem Peloponnes. 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Die Waffe war eine bemerkenswerte Produktion, da sie mit Ausnahme des Laufes und Bolzen komplett aus Stahl gepresst wurde und an einigen Punkten zusammengeschweißt wurde. Die einzigen Teile, welche nicht aus Metall waren, sind der hölzerne Griff und ein kleines Stückchen Leder als Puffer auf dem Schlagbolzen. Die PPS hatte auch keinen Holzschaft, wie sonst bei sowjetischen Maschinenpistolen üblich, sondern eine einklappbare Metallstütze, offensichtlich in Anlehnung an die deutsche MP 40. Die Waffe funktionierte durch einen Masseverschluss. Feinarbeiten existierten praktisch nicht, stattdessen gab es grobe Schweißnähte und Schleifspuren auf der ganzen Waffe. Es muss die billigste Schusswaffe jeglicher Art sein, die jemals hergestellt wurde. Aber trotz allem, sie funktionierte gut und zuverlässig und viele Tausend wurden in ihrer ursprünglichen Form (PPS-42) und in der leicht veränderten Form (PPS-43), welcher aber im wesentlich identisch ist, hergestellt. Der perforierte Laufmantel erstreckt sich über den Lauf und dient als Mündungsbremse und Kompensator, wie auch bei der PPSh. Ein gekrümmtes Kastenmagazin wurde von unten hineingedrückt und das Stahlgehäuse zieht sich über die Oberseite der Waffe. Eine einfache Sicherung ist an der vorderen Kante des Abzugsbügels angebracht und es gibt keine Möglichkeit Einzelschüsse abzugeben. Die Waffe ist so viel billiger und einfacher in der Herstellung als die PPD oder selbst die PPSh-Modelle, dass sich die Frage aufdrängt, warum sie diese nicht ersetzte. Die einfache Konstruktion erforderte nur die Hälfte der Rohstoffe und ein Drittel an Dreharbeiten im Vergleich zur PPS-41. Die gesicherte Antwort darauf wird wohl niemals bekannt werden, aber eine Ahnung von den herrschenden Verhältnissen in der damaligen Sowjetunion erhält man davon, wie die Belagerung von Leningrad anschließend von offizieller Seite abgehandelt wurde. Während der Belagerung wurden die heldenhaften Verteidiger der Stadt zu Nationalhelden – und in den Augen der Moskauer Führung wuchsen sie etwas zu sehr über sich hinaus. Als die Belagerung ausgestanden war, verschwanden viele prominente Persönlichkeiten aus Leningrad aus den Augen der Öffentlichkeit und die ganze Angelegenheit wurde stark heruntergespielt. Es scheint sehr wahrscheinlich, dass diese Haltung auch dazu führte, daß eine Waffe, welche während der Belagerung von Leningrad geboren wurde, nicht weiter verbreitet werden sollte. Deshalb ging die PPS niemals in volle Massenproduktion. Allerdings war die PPS-Maschinenpistole weniger sperrig als die anderen sowjetischen Modelle und eignete sich daher besser für Besatzungen von Panzern und Fahrzeugen, Fernmeldern und anderen Spezialisten, deren Hauptaufgabe nicht der Infanterie-Kampf war. Die meisten PPS-Modelle wurden nach Kriegsende aus den Beständen der Roten Armee entfernt und meist an die Satelliten-Länder weitergegeben. Auf jeden Fall war die PPS in Korea 1951/52 häufiger anzutreffen als jede andere russische Maschinenpistole. Die Produktion der PPS wurde aber nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Polen, China und anderen Staaten fortgesetzt. Benutzer: Russland/Sowjetunion. Animation 3D-Modell PPS-43 Spezifikationen PPS-43 Spezifikationen: Einsatzstatistik: PPD-1934/38 Eine weitere sowjetische Maschinenpistole ist das Modell 1934/38 oder Degtjarajew PPD-34/38. Dies ist überhaupt die erste in der Sowjetunion hergestellte und von der Roten Armee verwendete Maschinenpistole. Ursprünglich waren die Italiener die ersten, welche 1915 so etwas wie eine Maschinenpistole einführten. Dies war die Villar-Perosa, welche aber von der Konstruktion her in einer Sackgasse endete und nur als eine Art leichtes Maschinengewehr eingesetzt wurde. Die Waffe wurde daher nicht weiter entwickelt. So war die erste wirkliche Maschinenpistole die deutsche Bergmann MP 18, welche einem Karabiner ähnlich sah und Pistolenmunition vom Kaliber 9mm Parabellum im Dauerfeuer verschoss. Allerdings erschien sie zu spät auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs, sodass sich ihr Kampfwert nicht mehr auswirken konnte. Die von der MP 18 verwendete Pistolenmunition war kleiner und eine relativ leistungsschwächere Patrone, dafür war die Kugel ab schwer. Eine Waffe, die in der Hand gehalten vollautomatisch schießen sollte, musste aber leicht sein und so war die Pistolenmunition die offensichtliche Wahl. Die von der MP 18 verfeuerte 9-mm-Parabellum-Patrone wurden in den nachfolgenden Jahren praktisch zur universellen Wahl der meisten Entwürfe. Die Pistolenmunition erlaubte auch die Verwendung einer Arbeitsweise, welche schon lange bei automatischen Pistolen verwendet wurde, das Rückstoßprinzip. Das Rückstoßprinzip ist sehr einfach. Bei der MP 18 wurde das Magazin eingesteckt und die Waffe durch einen seitlich montierten Hebel in einer Rille gespannt. Wenn der Auslöser gezogen wurde, ließ der Verschlussblock los und bewegte sich durch die Energie einer großen Feder vorwärts. Bei der Vorwärtsbewegung nimmt der Verschlussblock eine Patrone aus dem Magazin mit, drückt diese in die Laufkammer und wenn die Patrone und der Verschlussblock in Position war, verfeuerte der Schlagbolzen die Patrone. Die durch die Patrone erzeugten Rückstoßkräfte wurden zunächst von der Energie der Vorwärtsbewegung überwunden, welche von der Masse des Verschlussblocks und der Feder erzeugt wurden. Jedoch blieb der Verschlussblock an seiner Stelle lange genug, um das System zu verriegeln, bis die Rückstoßkräfte in der Lage waren, diesen zurück zu drücken und die Feder in die ursprüngliche Position zu bringen. Falls der Auslöser noch durchgezogen wurde, beginnt dieser Zyklus wieder vor vorne, bis der Schütze den Finger vom Auslöser nimmt. Wenn dieses einfache Funktionsprinzip jemals aufgegeben wurde, war das Ergebnis in der Regel weniger zufriedenstellend, denn der Mechanismus wurde übermäßig komplex und bot mehr Schwachstellen zum Brechen oder Verklemmen. Aber wenn dieser Arbeitsmechanismus einfach und leicht gehalten werden konnte, war das grundlegende Gesamtkonzept der Maschinenpistole simpel. Die MP 18 war leicht genug um von einem einzigen Mann getragen und abgefeuert zu werden. Zu Beginn wurde dies nicht immer realisiert, als Büchsenmacher ihre beträchtlichen Fähigkeiten an vielen der frühen Maschinenpistolen verschwendeten. Während der Zwanziger und mehr …

  • die deutsche Luftwaffe in Polen

    Einsatzstärken und Ausstattung an Flugzeugen der deutschen Luftflotten bei Kriegsbeginn und der Luftkrieg über Polen. Diese Kriegsgliederung der Luftwaffe gibt die Einsatzstärken und Ausstattung der Einsatzverbände am Tag nach dem deutschen Angriff auf Polen und einen Tag vor der Kriegserklärung durch England und Frankreich an Deutschland, wieder. Die Mehrzahl der Jagdeinsitzer, Sturzkampfbomber und Aufklärungsverbände in der Kriegsgliederung Luftwaffe waren der Luftflotte 1 und 4 für den Angriff auf Polen unterstellt. Allerdings waren Kampfflugzeuge mit größerer Reichweite von anderen Luftflotten auch in den Feldzug eingebunden. Die Lehrdivision operierte unabhängig von den Luftflotten, allerdings waren auch mehrere ihrer Verbände am Polenfeldzug beteiligt. Kriegsgliederung Luftwaffe vom 2. September 1939: Ausrüstung der Frontverbände der Luftwaffe am 1. September 1939: Staffel: Die Anzahl des Flugpersonals in einer Staffel hing natürlich vom Typ der Flugzeuge ab. Es waren 10 Piloten bei einsitzigen Jagdflugzeugen und konnten mehr als 40 Mann Flugpersonal bei mehrmotorigen Bombern sein. Die Anzahl des Bodenpersonals variierte zwischen 150 Mann bei einsitzigen Jagdflugzeugen und nur 80 Mann Mann bei mehrmotorigen Bombenflugzeugen. Der Grund für die im ersten Moment erstaunlich wirkende geringere Anzahl bei den Bombern ist, dass ein Großteil der Wartungseinrichtungen und administrativen Bürotätigkeiten von den örtlichen Luftgau übernommen wurde, in der die Einheit stationiert war. Eine Staffel hatte eine Stärke von 9 bis 12 Flugzeugen bei Kriegsbeginn, dies stieg aber ständig während des Krieges bis zu einer Maximalstärke von 16 an, wodurch natürlich auch die Anzahl des Flugpersonals und des Bodenpersonals vermehrt werden musste. Gruppe: Die Gruppe war normalerweise die grundsätzliche Einheit für operative Einsätze und Organisationsaufgaben. Ursprünglich bestand eine Gruppe aus drei Staffeln und dem Stab mit drei weiteren Flugzeugen, was somit eine Gesamtzahl von 30 Flugzeugen ergab. Ab der Mitte des Krieges hatten viele Jagdgruppen eine vierte Staffel und zusammen mit der maximalen Staffelstärke von 16 Jagdflugzeugen ergab dies eine Gruppenstärke von bis zu 67 Flugzeugen. Die Mannschaften eine Gruppe waren zwischen 35 und 150 Mann Flugpersonal sowie zwischen 300 und 515 Mann Bodenpersonal stark. Geschwader: Das Geschwader war die größte Flug-Formation in der Luftwaffe. Ursprünglich bestand es aus drei Gruppen mit 90 Flugzeugen und einem Stab mit vier, was insgesamt 94 Flugzeuge ergab. Luftkrieg über Polen 1939 Der Operationsplan der deutschen Luftwaffe für den Angriff auf Polen am 1. September 1939 sah die Umsetzung der ‘Douhet-Theorie’ vor. Durch ‘strategische’ Angriffe auf die polnischen Luftstreitkräfte sollten diese noch zu Beginn des Feldzuges auf dem Boden ausgeschaltet werden. Anschließend sollten die ‘taktischen’ Einsätze zur Unterstützung der Wehrmacht folgen. Tatsächlich wurden zwar in den ersten Tagen die Bodeneinrichtungen der polnischen Luftwaffe zerstört, zusammen mit Schulflugzeugen und nicht einsatzfähigen Maschinen, aber keine einzige polnische Frontmaschine, da diese zuvor auf provisorische Feldflugplätze verlegt und getarnt worden waren. Allerdings hat die deutsche Luftwaffe aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit und auch besseren Flugzeuge von Anfang an die eindeutige Überlegenheit in der Luft. Der erste Angriff von Ju 87 des Stuka-Geschwaders 1 fand schon 15 Minuten vor dem eigentlichen Angriffsbeginn statt. Die Staffel hatte einen Sonderauftrag und sollte die polnischen Zündposten an der strategisch wichtigen Eisenbahnbrücke über die Weichsel bei Dirschau in Richtung Ostpreußen ausschalten, sodass ein Panzerzug die Brücke unversehrt erobern könnte. Die drei Stukas starteten um 4:26 Uhr und flogen im Tiefflug zu ihrem Ziel und erledigten ihren Auftrag, jedoch konnten die Polen die Zündkabel noch vor dem Eintreffen des Panzerzug flicken und um 6:30 Uhr wurde die Brücke trotzdem gesprengt. Den ersten Luftsieg des Zweiten Weltkriegs erzielte Stuka-Pilot Frank Neubert über dem Flugplatz von Krakau, als er einen polnischen P.11-Jäger abschoss. Kurz danach, um 5:30 Uhr, gelang es dem Polen Gnys im selben Luftkampf das erste deutsche Flugzeug abzuschießen, einen Stuka der I. Gruppe des Geschwaders Immelmann. Die bis zum Sommer 1940 größte Luftschlacht des Krieges fand am selben Tag ab 7 Uhr für etwa 50 Minuten nördlich von Warschau statt, als über 80 deutsche Bomber vom Typ He 111 und Do 17, gesichert durch 20 Zerstörer Messerschmitt Bf 110, von 64 polnischen Jägern P-11 angegriffen wurden. Jedoch waren die polnischen Doppeldecker zu langsam, um sich deutschen Flugzeugen auf vielversprechende Schussweite zu nähern. Auf Druck ihrer westlichen Verbündeten verweigerten die Polen ihren Bombern die Einsatzerlaubnis, selbst noch nicht einmal gegen deutsche motorisierte Kolonnen. Auch die modernen Los-Bomber, einer der besten mittleren Bomber zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, mussten auf dem Boden bleiben. Erst am zweiten Kriegstag griffen erstmals 6 leichte Karas-Bomber Einheiten des XVI. Panzer-Korps an. Die deutschen Luftangriffe in den ersten beiden Tagen richteten sich neben den Angriffen auf die Flugplätze aber auch gegen Verkehrsziele, sodass die polnische Mobilisierung in ein Chaos ausartete und die Kommandostruktur teilweise lahmgelegt wurde. Am dritten Kriegstag, dem 3. September 1939, begann die deutsche Luftwaffe mit der hauptsächlichen Unterstützung der Bodentruppen. Von nun an operierten die Luftwaffenverbände mit den Bodentruppen zusammen und griffen polnische Verteidigungsstellungen, Artilleriepositionen und Truppenkonzentrationen an. Zwischenzeitlich hatten Großbritannien und Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg erklärt. Zehn britische Blenheim-Bomber griffen am 4. September im hellsten Tageslicht die deutschen Kriegsschiffe vor Wilhelmshaven an. Davon wurden fünf abgeschossen und Feldwebel Troitsch von der II. Gruppe des JG 77 erzielt den ersten Luftsieg des Zweiten Weltkriegs im Westen. Nachdem am 4. September 1939 die polnische Verteidigung langsam zusammengebrochen war, erhielten auch die modernen Los-Bomber Starterlaubnis. Insgesamt 27 der mittleren Bomber griffen das XVI. Panzer-Korps bei Radomsko an. Aber die polnischen Fliegerverbände mussten nun auf andere Feldflugplätze zurückverlegen, wo kein Fliegerschutz bestand. Dadurch konnte die deutsche Luftwaffe erstmals 2 Los-Bomber und 3 P-11-Jäger auf dem Boden zerstören. Auch ging den polnischen Fliegern so langsam die MG-Munition aus. Am 5. September flogen die polnischen Bomber ihren letzten Angriff auf die Spitzen des XVI. Panzer-Korps, dass nun nahezu ungehindert auf Warschau vorstoßen konnte. Am nächsten Tag erfolgte nochmals ein Angriff von 6 Los-Bombern auf deutsche Panzertruppen bei Makow Mazowiecki, wobei die Hälfte von deutschen Jägern abgeschossen wurde. Die polnische Armeeführung wich nach Brest-Litowsk aus, wo sich auch die verbliebenen polnischen Fliegertruppen versammelten, welche bisher etwa 60 Prozent ihrer Flugzeuge eingebüßt hatten. Dies war auch auf den Beschuss durch eigene Flak und dem Versagen, auch nur ein einziges Mal Luftschutz für die mehr …

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