Englische Unterseeboote der S-Klasse aus dem 2. Weltkrieg.
Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder, Video und 3d-Modell.

Britische U-Boote der S-Klasse
S-Klasse (63 Boote)
Typ: Englische Unterseeboots-Klasse, gebaut 1931-1945.
Die U-Boote der S-Klasse waren eine Klasse von U-Booten, die in den 1930er Jahren für die Royal Navy gebaut und während des Zweiten Weltkriegs intensiv genutzt wurden.
Überblick
Entwurf und Konstruktion:
– Entworfen in den frühen 1930er Jahren als Ersatz für die U-Boote der H-Klasse
– 63 U-Boote der S-Klasse wurden zwischen 1931 und 1945 gebaut.
– Sie galten als mittelgroße Patrouillen-U-Boote
Technische Daten:
– Länge: Ungefähr 66 Meter
– Breite: Ungefähr 7,3 Meter
– Verdrängung: 830 Tonnen an der Oberfläche, 1000 Tonnen unter Wasser
– Geschwindigkeit: 14,75 Knoten über Wasser, 9 Knoten getaucht
– Bewaffnung: Sechs 53,3-cm-Torpedorohre (4 am Bug, 2 am Heck), ein 76,2-mm-Deckgeschütz
Besatzung:
– Normalerweise bestand die Besatzung aus 44 Offizieren und Matrosen.
Einsätze:
– Einsatz auf verschiedenen Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs, u. a. in der Nordsee, im Mittelmeer und im Pazifik
– Hauptsächlich für Patrouillen- und Aufklärungseinsätze eingesetzt
– Wurde auch bei Sondereinsätzen und als Minenleger eingesetzt
Bemerkenswerte Ereignisse:
– HMS Stoic versenkte 1944 das deutsche U-Boot U-161
– Mehrere U-Boote der S-Klasse unterstützten die Landung der Alliierten in Nordafrika (Unternehmen Torch)
Verluste:
– 19 U-Boote der S-Klasse gingen während des Zweiten Weltkriegs aus verschiedenen Gründen verloren, u. a. durch Feindeinwirkung und Unfälle
Nachkriegszeit:
– Einige U-Boote der S-Klasse dienten noch bis in die 1960er Jahre bei der Royal Navy.
– Mehrere wurden an andere Marinen verkauft oder übergeben, darunter die von Frankreich, Israel und Portugal.
Die U-Boote der S-Klasse spielten während des Zweiten Weltkriegs eine wichtige Rolle bei den U-Boot-Einsätzen der Royal Navy und erwiesen sich als vielseitige und effektive Schiffe in verschiedenen Kampf- und Patrouillenfunktionen.
Geschichte

Obwohl die Ursprünge der S-Klasse bis auf das Jahr 1928 zurückgingen, was sie während des 2. Weltkrieg sehr erfolgreich und auch die am meisten gebaute Unterseeboot-Klasse der englischen Royal Navy.
Die britische Admiralität bemühte sich Anfang der 1930er Jahre um eine international vereinbarte Begrenzung der Überwasserverdrängung von U-Booten auf 610 Tonnen. Die S-Klasse wurde vor diesem Hintergrund entworfen. Die vorgesehenen Einsatzgebiete waren nordeuropäische Gewässer und das Mittelmeer.
Ursprünglich sollten die Boote nur etwa 800 km zu ihren Zielgebieten laufen (innerhalb der damaligen Funkradio-Reichweite), wo sie etwa 10 Tage auf Patrouille bleiben sollten. Diese Spezifikation wurde später drastisch auf 1.930 km Amarschstrecke und 8 Tage auf Patrouille bei nicht weniger als 9 kn erhöht.
Die Boote waren sehr wendig und konnten sehr schnell wegtauchen. Als Gegenmaßnahme gegen verbesserte U-Jagd-Techniken erhielten die Boote eine starke Torpedobewaffnung, mit der sie größere Fächer schießen konnten, um Treffer auch auf weite Entfernungen zu erzielen. Die 1. Gruppe besaß ein erhöhtes, vor dem Turm versenkbar angeordnetes 7,6-cm-Geschütz, während bei der 2. Gruppe das Geschütz in einer Lafette fest auf der Außenhülle montiert war.
Im Gefecht erwiesen sich die Boote als sehr erfolgreich und während des Krieges wurde der Bau dieses Typs wieder aufgenommen. Einige der Boote wurden teilweise geschweißt, die letzten Boote waren vollständig geschweißt.
Einige Boote dieser 3. Gruppe, welche etwas länger als die vorhergehenden Einheiten waren, erhielten ein zusätzliches Torpedorohr im Heck. Bei anderen wiederum wurde das 7,6-cm-Geschütz und das Heck-Torpedorohr gegen eine stärkere 101,6-mm-Kanone eingetauscht. Da die S-Klasse nur insgesamt 12 oder 13 Torpedos mitführen konnte, war der Einsatz eines starken Geschützes wichtig für alle Ziele, zu deren Versenkung keine Torpedos benötigten wurden.
Somit waren alliierte U-Boot-Operationen zu Beginn des Krieges offensichtlich deutlich gefährlicher als später – oder die Boote der 3. Gruppe waren wesentlich effektiver.
Nach dem Krieg wurden einige Boote modernisiert: Das Geschütz wurde entfernt und der Turm erhielt Stromlinienverkleidung.
Benutzer: englische Royal Navy (12 Boote an andere Marinen abgegeben).
Spezifikationen für englisches Unterseeboot der S-Klasse (3. Baugruppe)
Spezifikationen:
S-Klasse (3. Gruppe) | Spezifikation |
|---|---|
Typ | Unterseeboot |
Wasserverdrängung | 827 t aufgetaucht, 1.006 t getaucht |
Länge zwischen den Loten | 61,4 m |
Länge über alles | 66,3 m |
Breite | 7,2 m |
Tiefgang | 4,1 m |
Maschinen | 2 Admirality-Diesel für Überwasserfahrt, 2 Elektromotoren von Laurence Scott oder General Electric oder Metrovick für Unterwasserfahrt für 2 Wellen |
Gesamtleistung | 1.900 PS über Wasser, 1.300 PS unter Wasser |
Brennstoffvorrat | 49 t Dieselöl |
Geschwindigkeit | 14,75 kn über Wasser, 9 kn unter Wasser |
Fahrbereich | 6.000 sm bei 10 kn über Wasser (Boote der 3. Gruppe hatten zusätzliche Außentanks, ältere Boote daher geringeren Fahrbereich), unter Wasser unbekannt |
Tauchtiefe | 76 m |
Besatzung | 44 - 48 |
Bewaffnung:
S-Klasse (3. Gruppe) | Spezifikation |
|---|---|
Haupt-Bewaffnung | 6 x 53,3-cm-Torpedorohre im Bug, bei einigen 1 x 53,3-cm-Torpedorohr im Heck. Insgesamt 12-13 Torpedos. |
Sekundär-Bewaffnung | 1 x 76,2-mm-Kanone (einige Boote stattdessen 101,6-mm-Kanone und kein Heck-Torpedorohr) |
Flak | später 1 x 20-mm-Oerlikon-Flak eingebaut |
Einsatzstatistik:
S-Klasse (3. Gruppe) | Angaben |
|---|---|
Boote 1. Gruppe | 4 Boote (darunter Swordfish, Sturgeon) gebaut 1931-1933 |
Boote 2. Gruppe | 8 Boote (darunter Sealion, Sunfish) gebaut 1933-1938 |
Boote 3. Gruppe | 51 Boote (darunter Seraph, Springer) gebaut 1941-1945 (erster Stapellauf Oktober 1941) |
Verbleib | 19 gesunken, 39 abgewrackt, 12 an andere Marinen abgegeben, 4 annulliert bei Kriegsende |
Animation 3D-Modell Unterseeboot Seawolf der S-Klasse
Quellenangaben und Literatur
Fighting Ships of the World (Antony Preston)
Flotten des 2. Weltkrieges (Antony Preston)
Kriegsschiffe von 1900 bis heute – Technik und Einsatz (Buch und Zeit Verlagsgesellschaft)
The Encyclopedia of Weapons of World War II (Chris Bishop)







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