Japanisches Premium-Schlachtschiff Mutsu der Nagato-Klasse im F2P-Spiel ‚World of Warships‘ und im Zweiten Weltkrieg.

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Japanische Schlachtschiffe Nagato-Klasse
Die Schlachtschiffe der Nagato-Klasse waren zwei Dreadnought-Schlachtschiffe, die in den 1910er Jahren für die Kaiserlich-Japanische Marine (IJN) gebaut wurden. Die beiden Schiffe der Klasse hießen Nagato und Mutsu, die nach alten japanischen Provinzen benannt wurden.
Überblick Nagato-Klasse
Bewaffnung: Die Hauptbatterie bestand aus acht 41-cm-Kanonen in vier Zwillingstürmen, zwei vorn und zwei achtern. Außerdem verfügten sie über eine Sekundärbewaffnung von zwanzig 14-cm-Kanonen und verschiedene Waffen kleineren Kalibers.
Panzerung: Die Schiffe hatten eine Hauptgürtelpanzerung von 305 mm und eine Deckspanzerung von 69 mm.
Antrieb: Die Schlachtschiffe der Nagato-Klasse wurden von vier Gihon-Getriebe-Dampfturbinen angetrieben, die jeweils eine Propellerwelle antrieben, mit einer Gesamtleistung von 80.000 Wellen-PS. Dies ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 26,5 Knoten (49,1 km/h).
Größe: Die Schiffe hatten eine Länge von 215,8 Metern, eine Breite von 29,02 Metern und einen Tiefgang von 9,08 Metern.
Modernisierung: Beide Schiffe wurden in den 1930er Jahren erheblich modernisiert, wodurch ihre Geschwindigkeit, Panzerung und Flugabwehrfähigkeiten verbessert wurden.
Die Nagato und die Mutsu dienten die meiste Zeit ihrer Karriere als Flaggschiffe der Vereinigten Flotte. Sie nahmen am Zweiten Chinesisch-Japanischen Krieg und am Zweiten Weltkrieg teil.
Die Nagato war bei der japanischen Kapitulation im August 1945 immer noch vorhanden und wurde später während der Operation Crossroads 1946 als Ziel von Atomtests versenkt. Die Mutsu sank 1943 nach einer Explosion vor Anker, wobei 1.121 Besatzungsmitglieder ums Leben kamen.
Mutsu in World of Warships
Das Schlachtschiff Mutsu gehörte zur Nagato-Klasse und ist auf dem Rang VI des japanischen Forschungsbaums platziert. Auf diesem Rang ist das frei zu Spielende japanische Schlachtschiff Fuso schwächer und das Klassenschiff Nagato ist erst auf Rang VII zu haben.
Nachdem das Spielprinzip von World of Warships und der taktische Einsatz schon beim Review über das deutsche Schlachtschiff Kaiser in WoWs aus dem Ersten Weltkrieg erläutert wurde, ist hier doch ein Unterschied erwähnenswert: die große Feuerreichweite und die enorme Wirkung der dafür langsamer schießenden acht 40,6-cm-Geschütze der Mutsu. In der Regel ist die Verwendung von panzerbrechenden Granaten für fast alle aufkommenden Gegner ausreichend und bei einem Fahrtwinkel von etwa 30° Grad zu diesen können alle Geschütze in einer Salve abgefeuert werden und die Mutsu bietet nur ein kleines ab- oder anlaufendes Ziel.
Wieso ein Premium-Schiff ?
In World of Warships sind genauso wie in War Thunder zahlreiche, sogenannte Premium-Modelle, erhältlich. Hier sind es natürlich Kriegsschiffe und sie gibt es von verschiedenen Klassen, wie Zerstörern, Kreuzern, Schlachtschiffen und sogar Flugzeugträgern.
Sie sind deshalb als ‚Premium‘ einzigartig, weil sie auf gewöhnliche Art im Spiel nicht durch Fortschritte im Schiffs-Forschungsbaum freigeschaltet werden können. Sie können nur gegen Real-Währung gekauft werden oder manchmal bei Wettbewerben innerhalb des Spiels gewonnen werden.
Die japanischen Premium-Schiffe sind hier im Schiffs-Forschungsbaum am rechten Rand mit gelben Namen aufgeführt. Die Mutsu findet man in der zweiten Spalte von rechts als drittes Schiff von oben auf Rang VI.

Im Gegensatz zu den frei spielbaren Schiffen sind sie vollkommen ausgebaut, haben aber oft schlechtere statistische Werte als ihre frei spielbaren Pendants. Im Fall der Mutsu liegt diese aber einen Rang tiefer als das etwas bessere, freie und zusätzlich modernisierte Klassen-Schiff Nagato und trifft somit auf schwächere Gegner.
Dazu hat nicht jeder Spieler jedes Premium-Schiff, sodass man in der Schlacht schon in bisschen mehr einzigartig und besonders ist.
Aber vor allem haben Premium-Schiffe einige andere Vorteile:
So sind die Reparaturkosten und der Kauf neuer Munition nach der Schlacht günstiger als bei den gewöhnlichen Schiffen und man erwirtschaftet mehr ‚In-Game-Währung‘. Dadurch hat man mehr Geld zur Verfügung, seine Schiffe auszurüsten und neu erforschte Schiffe zu kaufen.
Dazu erhalten die Kapitäne der Premium-Schiffe mehr Erfahrungspunkte in der Schlacht. Nebenbei gibt es zusätzliche Forschungspunkte, deren Umwandlung zum Kauf von noch nicht erforschten Schiffen aber echtes Geld kostet, was wohl nur die wenigsten Spieler nutzen.
Da die Masse die Forschungspunkte in WoWs in der Regel für das nachfolgende Schiff erwirtschaftet werden und ein Premium-Schiff natürlich keines hat, da es sich außerhalb des gewöhnlichen Schiffs-Forschungsbaums befindet, geht es dort nur verhältnismäßig langsam voran. Wer hier schneller und ohne zusätzlichen Echtgeld-Einsatz vorwärtskommen will, der muss auch zwischendurch ein reguläres Standard-Schiff einsetzen.
Trotz allem sind die Premium-Schiffe in WoWs im Allgemeinen nicht sehr überlegen und kein ‚Pay-to-Win‘-Modell, wenn auch einige besser als andere sind. So galt der deutsche Schlachtkreuzer Scharnhorst lange Zeit als bestes Premium-Schiff, aber auch die Mutsu kann auf dem Rang VI als gelungen bezeichnet werden.
Nicht jedes Premium-Schiff eignet sich für jeden Spielertyp und man sollte darauf achten, mit der Schiffsklasse zuvor ausreichend Erfahrung bei der Einsatztaktik gesammelt zu haben und nicht zu weit nach oben im Rang sich ‚einzukaufen‘, da auch hier die Spielweise sich durch größere Feuerreichweiten und stärkere Träger mit Flugzeugen ändert, was nicht jedem liegt.
Schlachtschiffe sind eben für eine weniger hektische Spielweise mit großen Schussentfernungen geeignet und sind nun mal nicht so schnell versenkt – außer man läuft direkt in einen Fächer von Torpedos -, vor allem da sie auch noch während der Schlacht repariert werden können.
Video vom Einsatz des Schlachtschiffs Mutsu in WoWs

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Geschichte der Schlachtschiffe Mutsu und Nagato

Die Nagato-Klasse hatten als Vorbild die schnellen Schlachtschiffe der englischen Queen-Elizabeth-Klasse.
Naganto und Mutsu waren die ersten Schlachtschiffe mit einer Hauptbewaffnung aus 40,6-cm-Geschützen bei einer gleichzeitig hohen Geschwindigkeit von über 25 Knoten.
Der Rumpf basierte auf der vorhergehenden, japanischen Hyuga-Klasse, aber die 40,6-cm-Granaten hatten ein Gewicht von je 993 kg gegenüber den 675-kg-Granaten von 35,6-cm-Geschützen. Für das gleiche Breitseitengewicht konnte somit die Zahl der Geschütze verringert werden.
Nach ihrer Indienststellungen 1920-1921 waren sie dadurch die kampfkräftigsten Schlachtschiffe aller Nationen, welche ein hervorragendes Verhältnis zwischen Bewaffnung, Panzerschutz, Seetüchtigkeit und Geschwindigkeit hatten. Dazu waren sie die ersten japanischen Schlachtschiffe mit Pagodenbrückenmasten.

Sie wurden in den 1930er Jahren durch einen Totalumbau modernisiert, wobei sie neue Maschinenanlagen erhielten, das Heck verlängert und Torpedowulsten eingebaut wurden. Der vordere Schornstein wurde entfernt und der Pagodenmast vergrößert. Für zwei 14-cm und vier 7,6-cm-Geschütze wurden acht 12,7-cm-Geschütze und 20 25-mm-Flak eingebaut und der Richtwinkel für die Hauptgeschütze konnte von 13° auf 43° Grad angehoben werden.
Von 1941 bis 1942 waren die Schiffe bei der 1. Schlacht-Division und nahmen vom 4. bis 6. Juni 1942 an der Schlacht bei den Midway-Inseln teil.
Am 25. Dezember wurde Nagato vor Truk vom amerikanischen U-Boot Skate torpediert und beschädigt. Mutsu sank am 8. Juni 1943 in der Bucht von Hiroshima, als eine Munitionskammer explodierte, als das Schiff vor Anker lag.
Nagato wurde 1944 mit Radargeräten vom Typ 21 und 13 nachgerüstet und für zwei 14-cm-Geschütze erhielt sie 78 25-mm-Flak-Geschütze. In der Schlacht im Leyte-Golf vom 20. bis 26. Oktober 1944 versenkte sie den amerikanischen Geleitträger Gambier Bay.
Ab Januar 1945 wurde sie in Japan als schwimmende Luftabwehr-Batterie verwendet, wobei der Schornstein und der Hauptmast entfernt wurden. Am 18. Juli wurde sie bei einem US-Luftangriff beschädigt, übersteht aber den Zweiten Weltkrieg.
Sie wird erst nach der Verwendung als Zielschiff von den Amerikanern bei Atombomben-Tests im Bikini-Atoll am 29. Juli 1946 versenkt.

Spezifikationen Nagato-Klasse
Spezifikationen:
Spezifikation | Neubau | nach Umbau 1936 |
|---|---|---|
Typ | Schlachtschiff | |
Wasserverdrängung | 33.245 t | 38.800 t |
Einsatzverdrängung | 39.115 t | 43.470 t |
Länge zwischen Loten | 201,2 m | 201,2 m |
Länge an der Kielwasserlinie | 213,40 m | 221 m |
Länge über alles | 215,80 m | 225 m |
Breite | 29 m | 34,6 m |
Tiefgang | 9 m | 9,5 m |
Kampon (15 Öl, 6 Kohle/Öl) | Kampon (4 Öl) |
|
Maschinen | Kampon-Turbinen mit 4 Wellen | Kampon-Getriebeturbinen mit 4 Wellen |
Gesamtleistung | 80.000 PS | 82.000 PS |
Kohle | 1.625 t | - |
Heizöl | 3.450 t | 5.690 t |
Geschwindigkeit | 26,75 kn | 25 kn |
Fahrbereich | 5.500 sm bei 15 kn | 8.650 sm bei 16 kn |
Besatzung | 1.333 | 1.368 |
Bewaffnung:
Spezifikation | Neubau | nach Umbau 1936 |
|---|---|---|
Haupt-Bewaffnung | 8 x 40,6 cm L/45 Geschütze | 8 x 40,6 cm L/45 Geschütze |
Sekundär-Bewaffnung | 20 x 14 cm L/50 | 18 x 14 cm L/50, 8 x 12,7 cm |
Flak | 4 x 7,6 cm | 20 x 2,5 cm |
Torpedorohre | 8 x 53,3 cm | - |
Flugzeuge | - | 3 |
Panzerschutz:
Spezifikation | Neubau | nach Umbau 1936 |
|---|---|---|
Seite (Gürtel) | 76-300 mm | 76-300 mm |
Seite (Schiffsenden) | 100-200 mm | 100-200 mm |
Backdeck | 25 mm | 63 mm |
Hauptdeck | 44 mm | 44-69 mm |
Unterdeck | 50-76 mm | 50-76 mm |
Hauptartillerie | 356 mm | 356 mm |
Barbetten | 300 mm | 300 mm (500 mm 1941) |
Kasematten | 19-25 mm | 19-25 mm |
Einsatzstatistik:
Angaben | Nagato | Mutsu |
|---|---|---|
Werft | Staatswerft Kure | Staatswerft Yokosuka |
Kiellegung | 28.8.1917 | 1.6.1918 |
Stapellauf | 9.11.1919 | 31.5.1920 |
Fertigstellung | 25.11.1920 | 24.10.1921 |
Umbau | April 1934 bis Januar 1936 | September 1934 bis September 1936 |
Verbleib | versenkt am 29.7.1946 als Zielschiff | nach Magazin-Explosion am 8.6.1943 gesunken |
Quellenangaben und Literatur
Fighting Ships of the World (Antony Preston)
Kriegsschiffe von 1900 bis heute – Technik und Einsatz (Buch und Zeit Verlagsgesellschaft)
The Illustrated Directory of Warships from 1860 to the present day (David Miller)
Flotten des 2. Weltkrieges (Antony Preston)
Kriegsschiffe 1939-45 (Heyne-Bildpaperback)
The Encyclopedia of Weapons of World War II (Chris Bishop)
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