Produktion und Verluste an Panzern

Produktion und Verluste an Panzern an der Ostfront 1941 bis 1945.

abgeschossene T-34
Abgeschossene russische T-34 an der Ostfront.

t_arrow2 Hier zum Teil I: Zahlenvergleich deutscher und russischer Panzer

 

Hätte die Rote Armee den Krieg alleine gewinnen können?

Kurze Antwort: sehr unwahrscheinlich – aber es kommt darauf an, was man mit „alleine“ meint.

Wenn damit gemeint ist, ganz ohne Beteiligung der westlichen Alliierten – kein D-Day, kein Bombenkrieg, keine Leih- und Pacht-Hilfe –, dann hätte die Rote Armee gegen Deutschland vielleicht trotzdem irgendwann gewinnen können, allerdings zu weitaus höheren Kosten, über einen längeren Zeitraum und mit einem weniger sicheren Ausgang – ein Patt aufgrund von Ermattung wäre auf jeden Fall ein mögliches Szenario.

Hier ist der Grund:

Was die UdSSR allein leisten konnte
Die Sowjetunion trug die Hauptlast des Krieges in Europa. Rund 70–80 % der deutschen militärischen Verluste ereigneten sich an der Ostfront. Bis 1943–44, nach Stalingrad und Kursk, hatte die Rote Armee die Initiative ergriffen und drängte mit massiven Truppenstärken, industrieller Produktion (die größtenteils östlich des Urals verlagert worden war) und wachsender operativer Kompetenz nach Westen vor. Deutschland war bereits überfordert.

Rein in Bezug auf Mannstärke, Territorium und die Bereitschaft, Verluste hinzunehmen, hatte die UdSSR also die Kapazität, Deutschland zermürben zu können.

Was „allein“ beseitigen würde
Hier wird es knifflig. Die westlichen Alliierten spielten in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Rolle:

Lend-Lease-Hilfe: Die UdSSR erhielt riesige Mengen an Lastwagen, Lokomotiven, Lebensmitteln, Funkgeräten, Rohstoffen und Kraftstoffzusätzen. Die sowjetischen Offensiven waren stark von dieser logistischen Basis abhängig – insbesondere von den Lastwagen. Ohne sie wären die Vorstöße langsamer und weniger koordiniert verlaufen.

Zweite Front (D-Day): Ab 1944 musste Deutschland auch im Westen einen großen Krieg führen. Das spaltete seine Streitkräfte, Ressourcen und Aufmerksamkeit.

Strategische Bombardements: Die Bombardements der Alliierten legten die deutsche Industrie, Ölförderung und die Verkehrsnetze lahm. Das schwächte die Wehrmacht, noch bevor die sowjetischen Offensiven überhaupt einsetzten.

Ohne diese Faktoren hätte Deutschland weitaus mehr Kräfte an der Ostfront konzentrieren können, was den Krieg möglicherweise erheblich verlängert hätte.

Was ändert sich also wahrscheinlich?
– Der Krieg in Europa dauert wahrscheinlich länger – möglicherweise bis 1946 oder darüber hinaus und hätte in einem erschöpfenden Patt enden können.
– Die sowjetischen Verluste (die ohnehin schon enorm waren) steigen noch weiter an und es wäre fraglich, ob sie auf Dauer hätten durchgehalten können.
– Die sowjetischen Vorstöße verlaufen langsamer und zermürbender
– Deutschland könnte die Fronten länger stabilisieren, insbesondere in den Jahren 1943–44

Doch Deutschland hatte nach wie vor grundlegende Probleme: begrenzte Ölvorräte, überlastete Logistik und eine Zwei-Fronten-Situation schon vor dem D-Day. Die Sowjetunion verfügte über Tiefe des Raums, Personalreserven und eine wachsende industrielle Dominanz.

Fazit
Hätte die Rote Armee den Krieg allein gewinnen können? Möglicherweise ja – aber nicht schnell und nicht ohne hohe Kosten.
War die Unterstützung der westlichen Alliierten entscheidend? Sie hat den Krieg nicht allein gewonnen, aber sie hat ihn erheblich verkürzt und die Kosten gesenkt – insbesondere für die UdSSR.

Das Problem der hohen Verluste

Werden die westlichen Alliierten nicht berücksichtigt und die Russen hätten von diesen die 11.900 Panzerfahrzeuge durch Lend-Lease nicht erhalten und alle deutschen Panzerfahrzeuge der Wehrmacht, welche im Westen und Süden verloren gegangen sind, hätten an der Ostfront eingesetzt werden können, so hätten die deutschen Truppen ein Abschuss-zu-Verlust-Verhältnis von 2,45 zu 1 benötigt, um alle am 22. Juni 1941 vorhanden 23.300 und alle 99.150 während des Krieges gebauten russischen Panzerfahrzeuge (insgesamt 122.450) zu zerstören. Dieser Wert liegt deutlich unter dem tatsächlich erzielten Verhältnis von 2,91 zu 1, welches an der Ostfront während des 2. Weltkrieges erreicht wurde.

Dieses Verhältnis zerstört einen weiteren, in jüngster Zeit wieder in Mode gekommen Mythos, welcher sich auf die Lage an der Ostfront bezieht. Darin wird behauptet, dass die Russen vor allem durch ihre große Menge an produzierten T-34 den 2. Weltkrieg ohne jegliche Unterstützung durch die US- oder Commonwealth-Streitkräfte hätten gewinnen können.

Dass diese Behauptung unhaltbar ist, zeigt schon das Verlustverhältnis – und noch bevor überhaupt die vermehrte deutsche Produktion aufgrund des Fehlens des alliierten Bombenkrieges berücksichtigt worden wäre. Gleichzeitig hätte sich die zunehmende deutsche Luftüberlegenheit an der Ostfront ab 1943 ausgewirkt, während die Rote Armee etwa die Hälfte ihrer motorisierten Transportmittel beraubt worden wäre, welche aus Lend-Lease-Fahrzeugen bestanden.

Auch die 9.000 bis 10.000 88-mm-Flak-Geschütze, welche nicht zur Luftverteidigung des Reichsgebietes notwendig gewesen wären, hätten als effektive Panzerabwehr an der Ostfront zum Einsatz kommen können.
Hinzu kommt, dass z.B. für die rund 1.000 dann nicht notwendigen deutschen U-Boote anderes Kriegsmaterial – wie z.B. Panzer – hätte hergestellt werden können.

Ungefähre monatliche Produktion und Verluste von russischen und deutschen Panzerfahrzeugen (Deutschland: nur Kampfpanzer und Sturmgeschütze, aber an allen Fronten):

Monat
russische Produktion
russische Verluste
deutsche Produktion
deutsche Verluste (an allen Fronten)
Juni 1941
500
2.200
207
179
Juli 1941
800
7.000
399
834
Aug. 1941
900
5.000
356
697
Sep. 1941
600
6.000
360
299
Okt. 1941
500
1.000
374
376
Nov. 1941
550
1.000
402
421
Dez. 1941
900
1.600
396
568
FÜR 1941
6.274
23.800
3.796 (incl. Pak-Sfl)
2.853 (an allen Fronten)
Jan. 1942
900
500
350
400
Feb. 1942
900
600
410
250
März 1942
900
800
330
80
April 1942
1.500
300
400
100
Mai 1942
1.600
1.300
490
90
Juni 1942
1.700
800
440
200
Juli 1942
1.700
3.000
440
350
Aug. 1942
1.700
3.200
400
250
Sep. 1942
1.700
2.000
380
300
Okt. 1942
1.700
1.200
370
220
Nov. 1942
1.800
1.000
410
400
Dez. 1942
1.800
1.300
530
180
FÜR 1942
24.690
16.000
6.189 (incl. Pak-Sfl)
3.105 (incl. Pak-Sfl an allen Fronten)
Jan. 1943
1.800
1.000
380
420
Feb. 1943
1.800
1.000
460
1.810 (Stalingrad plus Außerdienststellung 350 PzKpfw I)
März 1943
1.800
1.000
580
610
April 1943
1.800
100
620
450
Mai 1943
2.000
unter 100
1.100
310
Juni 1943
2.000
unter 100
790
40
Juli 1943
2.000
3.800
810
820
Aug. 1943
2.000
3.800
760
700
Sep. 1943
2.200
2.000
920
560
Okt. 1943
2.200
1.500
1.050
620
Nov. 1943
1.900
1.800
720
740
Dez. 1943
1.900
1.500
1.130
690
FÜR 1943
24.006
16.200
10.747 (incl. Pak-Sfl)
8.992 (incl. Pak-Sfl an allen Fronten)
Jan. 1944
1.900
3.000
1.130
800
Feb. 1944
1.900
1.700
1.120
570
März 1944
1.900
1.700
1.190
420
April 1944
1.900
1.900
1.340
1.020
Mai 1944
2.000
200
1.400
360
Juni 1944
2.200
500
1.600
700
Juli 1944
2.400
2.000
1.650
2.080
Aug. 1944
2.500
2.200
1.620
1.080
Sep. 1944
2.500
1.800
1.450
1.280
Okt. 1944
2.500
3.000
1.530
1.060
Nov. 1944
2.600
800
1.790
440
Dez. 1944
2.800
1.000
1.780
710
FÜR 1944
28.933
19.800
18.284 (incl. Pak-Sfl)
12.079 (incl. Pak-Sfl an allen Fronten)
Jan. 1945
2.900
4.000
1.690
1.220 (insg. 1.433 incl. Pak-Sfl für Jan. 1945 an allen Fronten)
Feb. 1945
2.900
4.100
1.200 (insg. 2.931 incl. Pak-Sfl bis Feb. 1945)
?
März 1945
3.000
4.200
?
?
April 1945
3.600
4.200
?
?
Mai 1945
3.900
4.100
?
?
BIS JUNI 1945
26.297 (inklusive 18.330 T-34/85, vermutlich aber Jahresproduktion plus Nachrüstungen)
20.600
?
?

Deutsche Panzerproduktion und Verluste von Juni bis Dezember 1941:

Produktion (Verluste)
Juni 1941
Juli 1941
Aug 1941
Sep 1941
Okt 1941
Nov 1941
Dez 1941
Insg.
Pzkpfw I
- (34)
- (146)
- (171)
- (7)
- (18)
- (33)
- (19)
- (428)
5 (16)
27 (117)
9 (106)
26 (32)
23 (65)
50 (30)
41 (92)
181 (458)
- (26)
- (26)
- (26)
- (26)
- (26)
- (26)
- (6)
- (162) nur mtl. Schnitt
Pzkpfw 38(t)
29 (33)
80 (182)
64 (183)
63 (62)
66 (85)
50 (149)
49 (102)
401 (796)
Pzkpfw III (37mm)
- (23)
- (59)
- (25)
- (16)
- (11)
- (13)
- (29)
- (176)
PzKpfw III (50mm)
88 (27)
176 (164)
185 (78)
182 (104)
174 (79)
198 (116)
198 (208)
1.201 (776)
56 (3)
47 (11)
50 (26)
38 (12)
71 (23)
46 (10)
40 (19)
348 (104)
29 (16)
55 (111)
43 (70)
49 (23)
40 (55)
58 (38)
56 (65)
330 (378)
Pz.Befwg.
0 (1)
14 (18)
5 (12)
2 (17)
0 (14)
0 (6)
12 (28)
33 (96)
Insg.
207 (179)
300 (834)
356 (697)
360 (299)
374 (376)
402 (421)
396 (568)
2.494 (3.374)

Etwa 240 Pzkpfw II, III und IV gingen davon in Nordafrika verloren.
*Die erste Zahl ist die Monatsproduktion, in Klammern () sind die Verluste.

Deutscher Gesamtbestand an Panzerkampfwagen, Sturmgeschützen und Pak-Selbstfahrlafetten 1939 bis 1945:

Typ/Datum
1.9.1939
1.6.1941
1.1.1942
1.1.1943
1.1.1944
1.1.1945
PzKpfw I
1.445
877
723
-
-
-
PzKpfw II
1.223
1.072
837
997
399
-
PzKpfw II (Flamm)
3
85
89
-
-
-
PzKpfw 35(t)
weniger als 219 (alle in 1. Leichter Div)
187
197
-
-
-
PzKpfw 38(t)
weniger als 150 (in 3. Leichter Div.)
754
381
287
227
-
PzKpfw III
98
1.440
1.849
2.944
920
533 (Dez 1944)
PzKpfw III (Flamm)
-
-
-
-
30
-
PzKpfw IV
211
517
513
1.077
1.668
1.630 (Dez 1944)
-
-
-
-
-
575
PzKpfw V Panther
-
-
-
-
1.084
1.982
PzKpfw VI Tiger I
-
-
-
65
395
245
PzKpfw VI Tiger II
-
-
-
-
-
183
Flak-Pz. 38(t), IV
-
-
-
-
-
256
Pz.Bef.Wg. (I-VI)
215
330
307
278
477
320
Berge-Pz. (38(t), III-V)
-
-
-
-
66
505
Stug III A-F (7,5cm L/24)
5
377
625
(in 7,5cm L/48)
193
225
StuG III ab F2 (7,5cm L/48)
-
-
-
1.146
1.945
3.501
StuH III (10,5cm L/28)
-
-
-
9
97
573
Stu.Pz. IV Brummbär
-
-
-
-
31
188
Jagdpz 38(t) Hetzer und IV (7,5cm L/48)
-
-
-
-
-
1.478
-
-
-
-
-
149
-
-
-
-
47
-
-
-
-
-
-
41
7,5cm/7,62 cm Pak Marder etc.
-
-
-
1.124
1.306
581
Nashorn (8.,8cm L/71)
-
-
-
-
263
155
INSGESAMT
ca. 3.200 + Pzkpfw 35/38(t)
5.639
5.521
7.927
9.148
13.175 (alle, für 1.1.1945)
Truppenbestand an frontfähigen Panzerfahrzeugen (Monatsdurchschnitt)
?
4.494 (1.1.-31.12.1941)
4.390 (1.1.-31.12.1942)
5.857 (1.1.-31.12.1943)
9.670 (1.1.-31.12.1944)
?

Deutsche Totalverluste an Panzerkampfwagen, Sturmgeschützen und Pak-Selbstfahrlafetten 1941 bis 1945 an allen Fronten:

Typ/Jahr
1941
1942
1943
1944
1945 (nur Jan)
INSGESAMT (Jan 1941-Jan 1945)
PzKpfw I
345
60
-
-
-
405
PzKpfw II
393
287
408
61
-
1.149
PzKpfw 38(t)
773
196
96
-
-
1.065
PzKpfw III
782
1.501
2.395
115
-
4.808
PzKpfw III (Flamm)
-
-
63
19
-
82
PzKpfw IV
369
502
2.352
2.643
287
6.153
Jagdpanzer IV/70
-
-
-
53
93
146
PzKpfw V Panther
-
-
525
2.297
237
3.059
PzKpfw VI Tiger I
-
3
307
783
62
1.155
PzKpfw VI Tiger II
-
-
-
51
6
57
Flak-Pz. 38(t), IV
-
-
-
91
22
113
Pz.Bef.Wg (I-VI)
96
99
209
271
46
721
Berge-Pz. 38(t), III-V
-
-
7
35
11
53
StuG III
95
330
1.566
3.558
317
5.866
StuH III (10,5cm L/28)
-
-
71
437
59
567
Stu.Pz. IV Brummbär
-
-
24
83
1
108
Jagd.Pz. 38(t) Hetzer und IV (7,5cm L/48)
-
-
-
344
216
560
Jagdpanther
-
-
-
33
17
50
Elefant
-
-
44
35
-
79
Jagdtiger
-
-
-
-
1
1
7,5/7,62 cm Pak Marder etc
-
127
833
981
48
1.989
Nashorn (8,8cm L/71)
-
-
92
174
10
276
INSGESAMT
2.853
3.105
8.992
12.079
1.433
28.462

button goSiehe auch: Militärische Leistungsfähigkeit an der Ostfront


Quellenangaben und Literatur

Operation Barbarossa: the Complete Organisational and Statistical Analysis, and Military Simulation, Volume I – IIIB (Nigel Askey)
Krieg der Panzer (Piekalkiewicz)
World War II – A Statistical Survey (John Ellis)
Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg (10 Bände, Zentrum für Militärgeschichte)
Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr (Werner Oswald)
Encyclopedia of German Tanks of World War Two (P.Chamberlain, H.L.Doyle)
Soviet Tanks and Combat Vehicles of World War Two (Steven J. Zaloga, James Grandsen)


Weitere interessante Beiträge:
Königstiger von Peipers Kampfgruppe
1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS Adolf Hitler (LSSAH bzw. LAH). 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS Adolf Hitler Die 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte SS Adolf Hitler Read more
SdKfz 234/2 Puma
SdKfz 234 Panzerspähwagen Puma. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Schwerer Panzerspähwagen SdKfz 234 Puma SdKfz 234 Puma Read more
30,5cm Skoda-Haubitze
Die Artillerie im 1. Weltkrieg von 1914 bis 1918. Artillerie im 1. Weltkrieg Die Artillerie spielte im Ersten Weltkrieg eine Read more
Totenkopf Soldaten
Einsätze der 3. SS-Panzer-Division Totenkopf (T) von 1944 bis 1945 (Teil IV). In Russland 1944 und der Endkampf in Ungarn Read more
Ostfront 1944
Wehrmachts-Bilder von der Ostfront 1944 im 2. Weltkrieg. Bilder von der Ostfront an der Narva-Front im Baltikum aus dem ersten Read more
deutsche Infanterie-Einheit beim Abmarsch
Organisation der Formationen und Verbände der deutschen Wehrmacht nach Beginn des Russland-Feldzuges bis 1945. Hier zu Wehrmachts-Verbände Organisation 1939-41. Organisation Read more

4 Kommentare zu „Produktion und Verluste an Panzern“

  1. Daniel

    Sehr gut geschrieben ! Sehe das genau so wie du . Man hätte alles mögliche unternehmen müssen , nach dem man Frankreich erobert hatte ,England zu erobern ! Die Amis hätten keinen sicheren Hafen mehr gehabt . Danach hätte man genug Kräfte gehabt um mit Japan zusammen Russland einzunehmen . Italien und einige Verbände hätten nur den Norden Afrikas halten müssen .

  2. Kurni Kurni

    Interessante These das die Wehrmacht die Rote Armee besiegt hätte wenn die Westalliierten nicht den Russen geholfen hätten?
    Schwierige diese These zu beantworten:
    Ich denke die Wehrmacht hätte realistisch gesehen größere Siegchancen gehabt.
    Das Problem war das die Russen bei vielen Dingen den Deutschen masse-mäßig überlegen waren.
    Die Russen haben 50.000 T34 während des gesamten Krieges gebaut.
    Dazu hatte die russische Armee 2-3 mal soviel Soldaten eingezogen wie die Wehrmacht.
    In der Wehrmacht dienten 18 Millionen Soldaten und 5,1 Millionen sind gefallen.
    Bei der Roten Armee keine Ahnung wieviele da dienten, gefallen kann man von bis zu 14 Millionen Soldaten ausgehen.

    Ein Unentschieden an der Ostfront wäre wahrscheinlicher gewesen als ein Sieg.
    Weil es wird oft vergessen dass das Stalinregime nicht aufgeben wollte koste es was es wolle.
    Neben den Russen hatten die Deutschen noch Problem mit Partisanen die ebenfalls viele Truppen banden.
    Es war nicht schlau von den Deutschen Zivilisten zu erschießen ob sie behindert waren, andere Ethnie, oder anderen Glauben das beförderte massiv die Partisanenbewegung gegen die Wehrmacht.
    Die Partisanen die in den besetzten Gebieten die Infrastruktur sabotierten, immer mehr Deutsche Truppen banden.
    Auch konnten die Deutschen ihre Verluste nicht so schnell ersetzen wie die Russen.
    Während die Deutschen Soldaten in Stalingrad gegen Ende noch 100 fahrbereite Panzer hatte, trat der Russe mit 1000 T34 an um Stalingrad einzukesseln und zurück zu erobern.
    Dazu kam noch das Wetter was den Deutschen größere Probleme als den Russen bereitete.
    Da die Wehrmacht versäumte ausreichend Winterkleidung bereit zu stellen.
    Es gab monate an der Ostfront da hatte die Wehrmacht mehr ausfälle durch das Wetter als durch den Gegner.
    Ist nicht förderlich wenn 100.000de Soldaten erfrieren.
    Das Wetter hat den Russen auch geholfen.
    Dann über die Ressourcen usw……
    Das ist eine sehr lange Liste warum die Wehrmacht sich an der Ostfront so schwer tat.
    Die Winterbekleidung war ein Versäumnis der Armee nicht der Führung im 3 Reich.
    Die Armee war für die Ausrüstung und durchführung zuständig die Politische und Militärische Führung war damals für die Taktik und Strategie zuständig.

    Die Wehrmacht war 1941-1942 nicht auf die Größenordnung vorbereitet.
    Die vielen Ausfälle sorgten dafür das die Wehrmacht im Osten keinen guten Stand hatte ab 1943-44 und ab 1945 war sowieso vorbei da lag das Verhältnis im Osten bei der Infantrie bei 1:11 für die Russen.
    Das konnte man mit den damaligen Möglichkeiten nicht mehr gewinnen.
    Dann kam noch dazu das die Militärische Führung es versäumte den unsinkbaren Flugzeugträger Namens England einzunehmen.
    Die Operation Seelöwe hätte Erfolg haben können wenn Neben den Flugzeugen sich eine Landungsstreitmacht in bewegung gesetzt hätte.
    Sicher verluste hätte man einkalkulieren müssen.
    Dennoch hätten die Deutschen Flugzeuge die Britische Airforce und Marine zumindest beschäftigen können damit die Landungstruppen hätten landen können ohne zuviel verluste zu haben.
    Damit wäre der Bombenkrieg gegen Deutschland nicht mehr möglich gewesen!

    Dann hätte sich gefragt ob der Einmarsch in die komplette Sovietunion nötig gewesen wäre und ob nicht die Wehrmacht über die Türkei viel einfacher an den Kaukasus gekommen wäre.
    Mit dem Sichern des Gebietes um Baku mit den Ölfeldern hätte die Wehrmacht gnügend Öl nach Deutschland schaffen können.
    Angriffe Russlands hätte Deutschland nur abwehren müssen.

    Die Strategie des 3 Reiches hat in Frankreich funktioniert aber nicht mehr in dem rießigen Russland.
    Gegen Russland kann man keinen Blitzkrieg führen, das Land ist zu groß um dies schnell zu besetzten.
    Das hätte nur funkioniert wenn die Japaner zeitgleich in Sibirien einmarschiert wären.
    Das was die Alliierten mit dem 2 Frontenkrieg gegen Achse gemacht haben, hätte die Achse auch machen müssen um chancen auf erfolg zu haben.

    1. reiner

      ist was wahres dran.wir stellen uns vor,die gesamte westfront wäre gen osten gezogen,was für ressourcen da frei waren.dann hätten nochmal 1,5 millionen mann dort gekämpft und über 1000 flugzeuge mehr.

  3. Gerald

    Na ihr vergesst ja wohl eines die Verluste des techn. Materials waren und sind in einem Krieg nicht von der Bedeutung die ihr diesem Beimesst. Panzer, Artilleriegeschütze, Schiffe und Flugzeuge müssen bemannt werden damit sie funktionieren. Die Besatzungen die diese bedienen müssen ausgebildet, geschult und trainiert werden. Einen Piloten auszubilden dauerte in Deutschland des Jahres 1939 bis zu 2-3 Jahren, einer Panzerbesatzung 8-12 Monate und eines Infantristen bis zu 6 Monate bis diese im Kampfeinsatz eingesetzt werden konnten. 1944 sah man bei einem Piloten nur noch 4-6 Monate, Panzerbesatzung einen Monat und bei Infantristen nur ein paar Tage für die Ausbildung vor. Das heißt die Wehrmacht und Luftwaffe konnte ihre Verluste an Mannschaften nicht mehr qualitativ kompensieren. Deshalb sind diese Zahlen eigentlich etwas irreführend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Nach oben scrollen

Einen Moment bitte noch - das hier ist bestimmt auch interessant:

Soldaten der SS-Division Hitlerjugend in der Normandie
Aufstellung und Einsätze der 12. SS-Panzer-Division Hitlerjugend 1943-45. Bezeichnung, Kommandeure, Aufstellung, Gliederung, Normandie, Ardennen-Offensive und in Ungarn. 12. SS-Panzer-Division Hitlerjugend: Read more

VIELEN DANK FÜR DIE AUFMERKSAMKEIT!