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Churchill-Panzer


A 22 Churchill – englischer schwerer Infanteriepanzer Mark IV.
Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder, Video und 3d-Modell.

Churchill-Panzer im RAC Tank Museum
Churchill-Panzer im RAC Tank Museum, Bovington Camp, Dorset (England).


A22 Churchill
Typ: schwerer Infanteriepanzer Mark IV

Geschichte:

Bei Ausbruch des 2. Weltkrieg im September 1939 gab es die vorherrschende Meinung im britischen Kriegsministerium, dass die Bedingungen an einer neuen Westfront denen von 1914 bis 1918 sehr ähnlich sein werden. Daher ergab sich der Bedarf für einen schweren Infanteriepanzer, welcher unverwundbar gegen die vorhandenen Panzerabwehrwaffen sein sollte, mit einer sehr großen Grabenüberschreitfähigkeit, und welcher in der Lage sein sollte, ein durch Artilleriefeuer aufgewühltes Trichterfeld zu durchfahren. Diese Spezifikation wurde vom Vorsitzenden für die Panzerbeschaffung, Woolwich, als A20 bezeichnet und die Firma Harland&Wolff wurde gebeten, ein Pilotmodell zu bauen. Eine 80-mm-Panzerung, eine Geschwindigkeit von 25 km/h, eine Kletterfähigkeit von 1,50 m und eine Besatzung von 7 Mann wurden als weitere Charakteristiken gefordert.

Im Wesentlichen war der A20 eine Verfeinerung der ‘Rauten’-Tanks (Mark I bis V) welche die Engländer 1916-1918 gebaut hatten. Verschiedene Bewaffnungs-Kombinationen wurden in Erwägung gezogen, einschließlich der 2- und 6-Pfünder, der französischen 75-mm-Kanone und 3-inch-Haubitze. Letztlich wurde die 2-Pfünder für den Turm ausgewählt und eine weitere sollte vorne eingebaut werden. Dazu Maschinengewehre an den Rumpfseiten und der Vorderseite. Vier Prototypen wurden im Februar 1940 bestellt. Der erste Prototyp begann mit Tests im Juni 1940 und wurde von Getriebe-Problemen geplagt. Die Ergebnisse der Tests zeigten jedoch, dass um die geforderte Leistung einzuhalten, die Bewaffnung auf eine einzige 2-Pfünder-Kanone reduziert werden musste.

Das ganze fiel zeitlich mit der Evakuierung von Dünkirchen zusammen, nach der England weniger als 100 Panzern für die Verteidigung seiner Insel übrig blieben. Die Firma Vauxhall (der britische Ableger der US-Firma GMC) wurde daher aufgefordert, den Entwurf des A20 zu überarbeiten, ihn etwas zu verkleinern und so schnell wie möglich in die Produktion zu nehmen – wenn möglich, innerhalb eines Jahres.

Vauxhall wurde vor allem deswegen gewählt, weil deren Vauxhall-Bedford Zwillings-6-Zylinder-Motor für den A20 vorgesehen war. Der A20-Prototyp und die Pläne wurden an Vauxhall weitergereicht, zusätzliche technische Zeichner vom englischen Mechanisation Board gestellt und ein neues Pilot-Modell – genannt A22 Infanteriepanzer Mark IV – wurde im November 1940 fertig.

Die ersten 14 Serienmodelle wurden im Juni 1941 ausgeliefert, von einer Bestellung von 500 Exemplaren direkt vom Zeichenbrett.
Wegen des gehetzten Entwicklungsprogramms gab es zahlreiche Konstruktionsmängel, welche zu häufigen Pannen mit den ersten Marks führten. Dies erforderte erhebliche Überbearbeitungsprogramme 1942-1943, die von Vauxhall-Techniker bei den Einheiten, welche mit dem neuen Panzer ausgerüstet waren, durchführten. Dabei gab es zahlreiche Detailverbesserungen an mechanischen Komponenten.

Als Churchill benannt, wurde der A22 in großen Mengen von einem Firmen-Konsortium aus Broom&Wade, Birmingham Carriage & Wagon, Metropolitan Cammell, Charles Roberts, Newton Chambers, Gloucester Railway Carriage, Leyland, Dennis und Harland&Wolff – alle unter dem Vorsitz von Vauxhall – gebaut.

Churchill-Panzer bei Dieppe
Erstmals im Einsatz bei der fehlgeschlagenen Landung von Dieppe im August 1942, waren diese zurückgelassenen Churchill-Panzer abgedichtet und mit einer spezieller Watausrüstung versehen.

Der Churchill war eine Verbundkonstruktion, bestehend aus einer 1,2-cm starken Innenhaut aus Weichstahl mit einer Außenhaut aus Panzerplatten, welche in ihren Positionen verschraubt oder vernietet wurden. Zunächst wurde ein Guss-Turm verwendet, aber spätere Modelle hatten größere Türme, welche gegossen, geschweißt und in Verbundkonstruktion hergestellt wurden. Der Motor und Antrieb befanden sich im Heck. Die Laufketten mit den kleinen, gefederten Laufrollen oben und unten ermöglichten Stauräume für Munition, Vorräte und Gepäck zwischen dem oberen und unteren Kettenlaufwerk. Dies machte den Churchill zu einem ungewöhnlich geräumigen Kampffahrzeug. Notausgänge für die Besatzung wurden an jeder Seite angebracht. Die Kraftübertragung erfolgte durch das neue Merritt-Brown-Vier-Gang-Getriebe mit gesteuerter Differenziallenkung, wodurch der Churchill der erste englische Panzer mit einer derartigen Schaltung war.

Bewaffnet war der Mark I mit der 2-Pfünder-Kanone und einer 3-inch (76mm) Haubitze in der Frontwanne. Veränderte taktische Anforderungen führten jedoch während der Produktionszeit ständig zu einer veränderten Bewaffnung. Gemeinsam mit den englischen Kreuzerpanzern wurde die 6-Pfünder-Kanone im Jahr 1942 eingeführt, was einen größeren Turm (Mark III) erforderlich machte.
Der Churchill-Panzer wurde erstmals bei der gescheiterten Landung von Dieppe im August 1942 eingesetzt.

Die Erfahrung des Wüstenkriegs 1941/42 ließen das englische Kriegsministerium annehmen, dass Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit wichtiger sind als starke Panzerung. So wurde beschlossen, die Churchill-Produktion 1943 auslaufen zu lassen, wenn die neuen A27-Kreuzerpanzer Cromwell zur Verfügung stehen würden.

Churchill-Panzer erklimmen die Hügel in Tunesien
Churchill-Panzer erklimmen die Hügel zu den deutschen Stellungen in Tunesien, die zuvor als ‘Panzer-sicher’ galten.

Jedoch waren die ersten Kampfeinsätze des Churchill bei der Britischen 1. Armee in Tunesien sehr überzeugend – insbesondere, da sie in dem dortigen Gelände nahezu jeden Hügel erklimmen konnten, den andere Panzer bisher nicht angreifen konnten. So erhielt der Infanteriepanzer nochmals eine Gnadenfrist. Im Jahr 1943 wurde der Churchill wieder anders bewaffnet, diesmal mit der neuen englischen Version der 75-mm-Kanone.

Zur selben Zeit wurden wesentliche Entwurfsverbesserungen vorgenommen. Da das Fahrzeug zu einer Zeit entworfen wurde – wie auch alle anderen englischen Kampfpanzer -, als die britischen Einschränkungen für die Eisenbahnladeflächen eingehalten werden mussten, litt der Churchill ebenso unter dem Nachteil, dass er zu eng war, um einen größeren Turm für die 17-Pfünder-Kanonen erhalten zu können. Aus diesem Grund war er im Vergleich zu seinen deutschen Rivalen 1944/45 unterbewaffnet, was aber zu einem gewissen Umfang durch die dicke Panzerung des Fahrzeuges ausgeglichen wurde.

Der andere Faktor, welcher den Churchill-Panzer zu einem der wichtigsten britischen Panzern der Jahre 1939 bis 1945 machten, war seine Fähigkeit, eine ganze Serie von Spezialfahrzeuge aus ihm zu entwickeln, welche für die geplante Invasion in Nordwesteuropa im Jahr 1944 benötigt wurden.
Das geräumige Innere des Fahrzeuges, zusammen mit seinen regelmäßigen Formen und schwerer Panzerung, machte es besonders nützlich als gepanzertes Pionier-Fahrzeug, Brückenleger oder Bergepanzer. Dazu wurden noch jede Menge experimentelle Varianten entwickelt und erprobt.

Benutzer: Großbritannien.

Churchill-Versionen

Churchill I
Der Churchill I zeigt noch die ursprünglichen Entwurfseigenschaften, wie die zusätzliche 3-inch-Haubitze vorne in der Wanne.

Churchill I
Das Originalmodell von 1941 mit gegossenen Turm. Bewaffnet mit der 2-Pfünder-Kanone und einem koaxialen 7,92-mm-MG-Besa-MG und einer 3-inch-Haubitze (76,2 mm) vorne im Rumpf. 150 Schuss für die 2-Pfünder und 58 Schuss für die 3-inch-Haubitze als Munitionsvorrat. Einige der Churchill I wurden im Dieppe-Raid am 19. August 1942 eingesetzt.

 
 
 

Churchill II
Dieser Churchill II zeigt das Besa-MG in der vorderen Wanne, welches die 3-inch-Haubitze ersetzt hatte.

Churchill II
Wie der Churchill I, jedoch wurde die 3-inch-Haubitze im Bug gegen ein zweites Besa-MG ersetzt.

Churchill IICS
Wie der Churchill I, aber die Geschütz-Positionen wurde so ausgetauscht, dass sich die 3-inch-Haubitze im Turm befand und die 2-Pfünder-Kanone vorne im Rumpf. Nur in geringen Stückzahlen gebaut.

Diese drei ersten Versionen hatten alle nicht abgedeckte Kettenlaufwerke und Motoreinlass-Lamellen an der Seite der Wanne, welche Seitenöffnungen hatten. Ab Mai 1942 wurden die meisten vorhandenen Fahrzeuge überarbeitet und erhielten Kettenabdeckungen und Verkleidungen an den Seiten, sowie Verstärkungsplatten vorne. Neue Motoreinlass-Lamellen wurden ebenfalls eingebaut, welche sich oben befanden, um zu verhindern, dass der Motor beim Waten geflutet werden kann. Für das durchwaten größerer Wassertiefen konnten verlängerte Schnorcheln an das Ende der Motoreinlass-Lamellen installiert werden. Zusätzlich gab es noch weitere mechanische Verbesserungen.

Churchill III
Serienmäßiger Churchill III mit Kettenlaufwerkabdeckung und überarbeiteten Seiteneinlauf-Lamellen. Das Modell erschien im März 1942 und war das Erste mit der 6-Pfünder-Kanone.

Churchill III
Diese Version erschien im März 1942 und war die erste, welche eine 6-Pfünder-Kanone erhielt, nachdem das britische Kriegsministerium die vorhandenen Typen der Kreuzer- und Infanteriepanzer stärker bewaffnet sehen wollte. Um die 6-Pfünder-Kanone zu verwenden, war ein neuer geschweißter Turm notwendig. Die ersten Mk III, welche vor Mai 1942 gebaut wurden, hatten den ursprünglichen Typ der Lufteinlässe und keine Verkleidung des Kettenlaufwerks. Viele der bisher gebauten Mk I und Mk II wurden auf den Standard des Mk III nachgerüstet und erhielten den neuen Turm mit der 6-Pfünder-Kanone.


 

Churchill IV
Churchill IV mit der 6-Pfünder Mark 5 Kanone und Gegengewicht. Dieses Fahrzeug zieht einen Anhänger mit zusätzlichem Treibstoff. Das Modell hatte einen neuen Gussturm, welcher einen etwas besseren Panzerschutz als der geschweißte Turm des Mark III versprach.

Churchill IV
Wie der Churchill III mit der 6-Pfünder-Kanone, aber mit einem neuen gegossenen Turm, welcher einen etwas besseren Panzerschutz als der geschweißte Turm bot. Zum ersten Mal Mitte 1942 gebaut. Abgesehen vom Turm waren der Churchill III und IV identisch. Es konnten 84 Schuss für die 6-Pfünder-Kanone mitgeführt werden. Die meisten Fahrzeuge hatten die 6-Pfünder Mk 3, aber die ersten Serienmodelle hatten die 6-Pfünder Mk 5, welche länger und leichter aussieht und manchmal ein Gegengewicht an der Mündung hatte.

Churchill IV (NA 75)
Churchill IV (NA 75) war der Mark IV mit einer amerikanischen 75-mm-Kanone und Blende, welche aus zerstörten M4 Sherman Panzern von britischen Feldwerkstätten in Nordafrika eingebaut wurde. ‘NA 75’ steht für ‘Nord Afrika 75-mm-Kanone’.

 

Churchill IV (NA75)
Das Erscheinen der amerikanischen M3 Lee/Grant und M4 Sherman-Panzer im Wüstenkrieg betonte die Notwendigkeit von Kanonen im 75-mm-Kaliber für die britischen Panzer, welche gleichzeitig Explosivgranaten oder panzerbrechende Granaten verschießen konnte. Die Werkstätten der mit Churchill-Panzer ausgerüsteten Brigaden der britischen 1. Armee in Tunesien begannen daher im Januar 1943 aus eigener Initiative 120 Mk IV mit der amerikanischen 75-mm-M3-Kanone einschließlich Geschützblende auszurüsten, welche aus unbrauchbaren Sherman-Panzern ausgebaut worden waren.
Dies waren überhaupt die ersten britischen Panzer, welche mit einer 75-mm-Kanone in den Kampf zogen. Sie wurden mit großem Erfolg im Feldzug auf Sizilien und Italien eingesetzt und blieben bis Kriegsende im Einsatz. In dieser Form konnten 84 Granaten vom Kaliber 75 mm mitgeführt werden und das Kürzel ‘NA’ stand für North Africa (Nord-Afrika).

3-inch Gun Carrier Churchill Mk I
Im September 1941 fragte der britische Generalstab bei den Verantwortlichen für die Panzertruppe nach, ob es eine Möglichkeit gibt, Kanonen mit größerem Kaliber und Geschossgeschwindigkeit in Kreuzer- und Infanterie-Panzer einzubauen, insbesondere um die erwarteten neuen schweren deutschen Panzer zu bekämpfen. Um diese Anforderung für die Kreuzer-Panzer zu erfüllen, wurde anschließen der Challenger mit einer 17-Pfünder-Kanone entwickelt.
Für den Infanterie-Panzer wurde vorgeschlagen, eine 3-inch-Flugabwehrkanone (76,2mm) mit einem begrenzten Richtbereich in ein Churchill-Fahrgestell einzubauen. Diese Waffe war verfügbar, da sie in den Flak-Einheiten durch die 3,7-inch-Kanone ersetzt wurden. Einhundert Fahrzeuge sollten hergestellt werden, aber im Dezember 1941 wurde beschlossen, dass alle produzierten Churchill-Panzer als Kampfpanzer benötigt werden und mit der gerade verfügbaren 6-Pfünder-Kanone ausgerüstet werden sollten.
Deshalb wurde die Bestellung auf 24 Fahrzeuge reduziert und der Prototyp war im Februar 1942 fertig. Keines der Fahrzeuge wurde jemals im Kampf eingesetzt und die meisten wurden in Snake-Minenräumer A22D umgebaut und so bei Versuchen und zum Training 1943 und 1944 eingesetzt.

Churchill V
Churchill V war die Unterstützungsvariante des Mark IV, welcher mit einer 95-mm-Haubitze ausgerüstet war

Churchill V
Zusammen mit dem Churchill IV gebaut, war dies grundsätzlich das gleiche Fahrzeug, aber mit einer 95-mm-Haubitze anstatt der 6-Pfünder bewaffnet, um zur Nahunterstützung eingesetzt zu werden. Nur 10 % der Churchill-Produktion – einschließlich des weiter unten aufgeführten Mk VIII – wurden mit der 95-mm-Haubitze ausgeliefert. 47 Schuss für die Haubitze konnten mitgeführt werden.

 

Churchill VI
Churchill VI war der Mark IV, welcher in die Nähe des neuen Mark VII-Standards gebracht wurde und über eine 75-mm-Kanone anstatt der 6-Pfünder verfügte.

Churchill VI
Die Erfahrungen im Wüstenkrieg führten zu Forderungen, eine 75-mm-Kanone in die britischen Panzer einzubauen, welche vergleichbar mit der amerikanischen 75-mm-Kanone in den mittleren M3 und M4 Panzern war, welche so erfolgreich von der britischen 8. Armee eingesetzt wurden. So wurde eine britische Version der amerikanischen 75-mm-Kanone von Vickers entwickelt, welche auch die amerikanische Munition verschießen konnte. Seit Januar 1943 wurden Pläne vorbereitet, diese neue Kanone in den Churchill einzubauen, aber die 75-mm-Kanone war nicht vor dem Winter 1943/44 verfügbar. Zwischenzeitlich wurde auch eine neue Churchill-Version für diese neue Kanone als Mk VII (siehe nächste Version) entwickelt.
So wurden ab November 1943 vorhandene Mk IV etwa auf den Standard des geplanten Mk VII gebracht durch Hinzufügen einer Kommandanten-Kuppel, Diopter und der 75-mm-Kanone anstatt der 6-Pfünder. Diese nachträglich umgebauten Fahrzeuge wurden als Mk VI bezeichnet, während die neu gebauten Churchill die Bezeichnung Mk VII erhielten. Alle wurde in Nordwest-Europa 1944/45 eingesetzt.

Churchill VII
Churchill VII mit einem kombiniert geschweißten und gegossenen Turm, runden Notausgängen und der neuen 75-mm-Kanone.

Churchill VII
Dies war die weitgehend überarbeitete Version des Churchill-Panzers mit einer dickeren, integrierten Panzerung gegenüber der zusammengesetzten Panzerung der vorhergehenden Fahrzeuge. Ein neuer gegossener und geschweißter schwerer Turm mit Kommandanten-Kuppel, kreisförmigen anstatt quadratischen Notausstiegsluken, schwererer Kettenaufhängung, verbesserten Getriebe, der neuen 75-mm-Kanone und vielen andere Detailverbesserungen wurden dafür verwendet. Als A22F wurde diese Version im Feldzug in Nordwest-Europa von 1944 bis 1945 eingesetzt und blieb noch viele Jahre nach Kriegsende im Truppengebrauch. 84 Schuss Munition konnten mitgeführt werden und ab 1945 wurden die Fahrzeuge als A42 bezeichnet.

Churchill VIII
Der Churchill VIII war die Unterstützungsvariante des Mark VII mit einer 95-mm-Haubitze.

Churchill VIII
Wie der Churchill VII, aber ebenfalls wie beim Mk V weiter oben beschrieben, mit der 95-mm-Haubitze bewaffnet.

Churchill IX
Dies waren überarbeitete Churchill III oder IV mit dem Einbau des neuen gegossenen und geschweißten Turms des Mk VII, aber weiterhin mit der 6-Pfünder-Kanone bewaffnet. Weitere Verbesserungen waren Zusatz-Panzerung an den Seiten und der Vorderseite der Wanne.

Churchill IX LT
Ebenfalls überarbeitete Churchill III oder IV, aber mit dem ursprünglichen Turm.

Churchill X
Churchill Mk IV auf Mk IX, aber mit der 75-mm-Kanone.

Churchill X LT
Überarbeiteter Churchill VI, aber mit Original-Turm.

Churchill XI
Mk V mit schwerem Turm wie beim Mk VIII und Zusatzpanzerung.

Churchill XI LT
Überarbeiteter Mk V zu Mk XI, aber mit Original-Turm.

Churchill-Flammenwerfer-Panzer
Churchill-Flammenwerfer-Panzer im RAC Tank Museum, Bovington Camp, Dorset (England).

Hinzu kommen noch zahlreiche Varianten mit Flammenwerfer (Oke und Crocodile), Pionier-Panzer AVRE, Bergungspanzer ARV und BARV, Brückenlege-Panzer Ark, Minenräum-Panzer, Mattenleger für Strände, Sprengpanzer und verschiedene andere, experimentelle Modifikationen.


Animation 3d-Modell Churchill VI


Spezifikationen für Churchill-Panzer, Infanteriepanzer Mark IV, A22

Spezifikationen:

Churchill Mark VISpezifikation
Typschwerer Infanteriepanzer
Antriebwassergekühlter Bedford 12-Zylinder-Motor mit 350 PS
GetriebeMerritt-Brown 4-Gang-Getriebe
Besatzung insg.5
Turm-Besatzung3
Länge 7,44 m
Breite 2,75 m / 3,25 m
Höhe 3,21 m
Gewicht 39.574 kg
Straßengeschwindigkeit25 km/h
Geländegeschwindigkeit13 km/h
Verbrauch/100 km?
Kraftstoffvorrat?
Straßen-Fahrbereich144 km
Gelände-Farbereich?
Kletterfähigkeit 0,81 m
Graben-überschreitung 3,05 m
Watfähigkeit 1,11 m
Wendekreis?
Steigfähigkeit?

Panzerung:

Churchill Mark VImmWinkel
Details unbekannt Maximum 102 mm, Minimum 16 mm unbekannt

Bewaffnung und Ausrüstung:

Churchill Mark VISpezifikation
Hauptbewaffnung OQF 75-mm-Kanone Mark V
Schuß84
Schwenkbereich 360°
Höhenbereich ?
Mündungsgeschw. APC619 m/s
Mündungsgeschw. APCBC808 m/s
Granatgewicht 6,23 kg (andere Quellen: 6,52 kg)
Maximale Schußweite Explosiv: 10.000 m; Nebel: 4.500 m; Panzerbrechend: 2.000 m
Sekundär-Bewaffnung 2 x 7,92-mm-BESAG-MG
Funkgerät ?
Zieloptik ?

Durchschlagskraft mm auf 30° Panzerplatte der OQF 75-mm-Kanone Mark V”:

EntfernungAPCAPCBC
Durchschlag 100 m??
Durchschlag 500 m68 mm103 mm
Durchschlag 1.000 m61 mm94 mm
Durchschlag 1.500 m54 mm86 mm
Durchschlag 2.000 m47 mm78 mm

Herstellung:

Churchill Mark VIAngaben
Herstellung seit November 1943, indem vorhandene Mark IV etwa auf den Standard des neuen Mark VI gebracht wurden
Ersteinsatz in Nordwest-Europa 1944/45
Stückpreis?
Stückzahl (alle)5.640

Einsatzstatistik für Churchill-Panzer:

JahrBestandProduktionVerluste
vor 1939---
1939---
1940---
1941-?-
1942???
1943???
1944???
1945???
Insgesamt-5.640?


Video vom Einsatz des Churchill-Panzers in Computerspielen

Einsatz eines deutschen Beutepanzer PzKpfw. Churchill in einer Realistischen Landschlacht vom free2play-Spiel War Thunder:

Wer das Gratis-Panzer-Spiel noch nicht kennt, kann War Thunder hier kostenlos downloaden:

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Als den Deutschen Anfang 1942 klar geworden war, dass sie mehr Männer für ihre Offensive im Sommer 1942 benötigen würden, schickten sie Feldmarschall Keitel aus, um die Ungarn und Rumänen zu überreden, mehr Truppen bereitzustellen. Keitel musste jedoch einwilligen, dass diese Truppen im Rahmen unabhängiger, nationaler Armee eingesetzt werden. Diese Armeen begannen an der Ostfront während des Sommers 1942 einzutreffen. Als die Deutschen sich ihren Weg in den Kaukasus und nach Stalingrad freikämpften, fanden sich ihre Verbündeten in langen Abschnitten entlang des Dons wieder. In diesen verbündeten Armeen erkannte die Rote Armee ihre Möglichkeiten und im November 1942 durchbrachen sie die zwei rumänischen Armeen, um Stalingrad einzuschließen. Dem folgte eine Reihe von Hammerschlägen auf die italienische und ungarische Armee. Nach diesen Katastrophen sagte Hitler ‘Ich will nie mehr einen Soldaten unserer östlichen Verbündeten an der Ostfront sehen’ und die meisten dieser Überlebenden wurden tatsächlich mit Beginn des Jahres 1943 nach Hause geschickt. Die Verbleibenden wurden zur Bekämpfung von Partisanen, Garnison-Dienst oder Küstenschutz am Schwarzen Meer für den Rest des Jahres verwendet. Die Moral dieser Soldaten zerfiel und ihre Regierungen zu Hause streckten Friedensfühler zu den westlichen Alliierten aus. 1944 war dann das Jahr des endgültigen Zerfalls des Achsenbündnisses. Anfang 1944 mussten die Rumänien zurück in die Frontlinie kommen, um die Situation im Süden nun vor ihrer Haustür zu stabilisieren, während Slowaken und Ungarn sich darauf vorbereiteten, die Karpaten-Pässe gegen die vorstürmende Rote Armee zu verteidigen. Im August 1944 stießen die Russen dann wieder durch die rumänischen Armeen hindurch und schlossen dabei wieder eine deutsche Armee ein. Durch einen Putsch in Bukarest liefen die Rumänen zu den Russen über und die Slowaken begannen einen erfolglosen Aufstand. Zwischenzeitlich hatten die Russen auch im Norden eine Offensive gegen die Finnen begonnen, welche um Frieden bitten mussten und zustimmten, die deutschen Einheiten aus ihrem Land zu vertreiben. Der letzte Abschnitt des Krieges brachte dann Rumänen und Finnen dazu, aktiv auf der Seite der Sowjets gegen die Deutschen zu kämpfen, während die Slowakei zu einem besetzten Land wurde. Nur Ungarn verblieb an der deutschen Seite, aber hauptsächlich nur deshalb, weil ein deutscher Putsch eine faschistische Regierung an die Macht brachte. Dazu führte der Umstand, dass die verhassten Rumänen nun auf der anderen Seite kämpften, auch dazu, dass die Ungarn sich nun wesentlich mehr in diesem Krieg engagierten. Rumänen und Ungarn waren sich gegenseitig so sehr verhasst, dass sie nun mit erheblich mehr Enthusiasmus aufeinander schossen, als sie das noch gegen die Russen getan hatten. Während des Jahres 1942, als ihre Teilnahme an dem Krieg am größten war, stellten die Satelliten-Armeen etwa ein Viertel der Achsen-Divisionen an der Ostfront. Abgesehen von den Finnen, waren sie fast ausschließlich bei der deutschen Heeresgruppe Süd konzentriert. Jedoch bedeutete ihre Mängel bei Ausrüstung, Training und Begeisterung, dass ihre Präsenz in der Frontlinie eine Schwachstelle darstellte. Gegen Ende des Krieges hatten die Deutschen jegliche Begeisterung für Massen von unwilligen Wehrpflichtigen ihrer Verbündeten verloren und beschränkten sich auf eine begrenzte Anzahl fanatischer Freiwilliger, welche nach deutschen Maßstäben ausgerüstet und organisiert werden konnten. Trotzdem gaben deutsche Verantwortliche zu, dass die Finnen überlegen in ihrem eigenen, nördlichen Kriegsschauplatz waren und das auch Ungarn, Rumänen und Slowaken bei vielen Gelegenheiten gut gekämpft hatten. Verhältnis Deutschlands zu den Verbündeten Die Beziehungen zwischen den Deutschen und ihren Verbündeten waren im allgemeinen gut. Viele der höheren Offiziere dieser osteuropäischen Armeen hatten vorausgegangene Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den Deutschen. Die Ungarn und Slowaken hatten in der österreich-ungarischen Armee zusammen mit deutschen Einheiten während des Ersten Weltkriegs gekämpft, vor allem gegen Russen an der Ostfront. Und viele der Finnen hatten in der deutschen Armee gekämpft, als sie in den Jäger-Freiwilligen-Bataillonen organisiert waren. 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Auf der Marti-Werft in Nikolajew wurde Svobodny gebaut. Auf der Werft von Sewastopol wurden Sposobny und Sovershenny gebaut. Am 27. Juni 1941 wurde Storozhevoi der Bug durch einen Torpedo eines deutschen S-Boots in der Irben-Strasse Weggeschossen. Sie wurde mit dem Bug eines unvollständigen Zerstörers der Ognevoi-Klasse wiederhergestellt und trat 1943 wieder zur Flotte. Serdlity und Smely wurden beide im Juli 1941 versenkt, ersterer durch eine Bombe bei der Insel Ösel und das andere Schiff durch eine Mine im Golf von Riga. Starny sank ebenfalls durch eine Mine vor Ösel am 18. August 1941, während Skory auf gleiche Weise vor Kap Juminda verloren ging. Sovershenny lief während einer Probefahrt im Schwarzen Meer auf eine Mine und während der anschließenden Reparaturen im Dock von Sewastopol wurde sie von einer Bombe getroffen und fiel um. Nachdem das Schiff wieder aufgerichtet war, wurde es durch Artilleriefeuer im April 1942 zerstört. Surovy war ein weiteres Minenopfer, diesmal vor Hangö in Finnland im November 1941. Smyshleny lief in der Straße von Kertsch im März 1942 ebenfalls auf eine Mine. Deutsche Flugzeuge zeichneten sich für die Zerstörung von Svobodny in Sewastopol im Juni 1942 sowie für Sposobny vor der Küste der Krim im Oktober 1943 verantwortlich. Soobrazitelny unternahm zusammen mit dem Flottillen-Führer Taschkent einige Fahrten in das belagerte Sewastopol und rettet die Überlebenden auf letzterem, als Taschkent bei einem Luftangriff versenkt wurde. Der große und schnelle Zerstörer und Flottillen-Führer Taschkent war von Italien im russischen Auftrag 1937 gebaut worden. Jedoch war auch dieses Schiff zu leicht gebaut und hatte andere, zahlreiche Kinderkrankheiten. Der Verbleib von Spokoiny ist unklar. Das Schiff wurde von Leningrad aus in die Arktis geschleppt und dann nach Molotovsk, wo sich seine Spur verliert. Womöglich ging der Zerstörer 1944 oder 1945 verloren. Stoiky wurde 1943 in Vitse-Admiral Drozd umbenannt. Wie die meisten überlebenden Schiffe der Klasse wurde sie Ende der 1950er Jahre verschrottet, da alle Schiffe einen sehr anstrengenden Einsatz während des Zweiten Weltkrieges hatten. Das einzige noch existierende Schiff ist die heroische Soobrazitelny, welche nach ihrer Außerdienststellung 1966 als Museumsschiff der Schwarzmeer-Flotte in Nikolajew konserviert wurde. Zerstörer Opitny Der Zerstörer Optiny wurde zwischen 1936 und 1941 gebaut. Opitny wurde als Versuchsschiff entworfen, um eine einheitliche Klasse von Hochgeschwindigkeits-Zerstörern herzustellen. Schiffe dieser Art waren schon immer eine russische Obsession, da die beiden Hauptflotten in jeweils abgeschlossenen Seegebieten operieren mussten. Das Schiff war der erste russische Zerstörer, welcher ohne ausländische Hilfe gebaut wurde. Auf Stapel in der Werft Zholanov in Leningrad im Jahr 1936 gelegt und 1941 in Dienst gestellt. Sie verfügte nur über drei einzelne 13-cm-Geschütze gegenüber den vier auf den vorhergehenden italienischen Entwürfen, um bessere See-Eigenschaften und eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen. Dafür wurde die Torpedo-Bewaffnung von sechs auf acht erhöht, jeweils in zwei Gruppen zu je vier Rohren. Dies unterstreicht die überfallartige Taktik, für welche Optiny vorgesehen war. Die Flugabwehr-Bewaffnung bestand aus vier einzelnen 45-mm und drei einzelnen 37-mm-Kanonen. Es gab Abwurfrollen für maximal 60 Seeminen an jeder Seite des Schiffes. Die Turbinen von Opitny produzierten 70.000 PS gegenüber 48.000 PS bei der Gordi-Klasse und hatte die verbesserte Maschinenanordnung wie bei der Silni-Klasse. Der Vortrichter war dünner als der zweite Schornstein, was die Ursache in einen Heizraum vorne und zwei weitere hinten hatte. Es wird berichtet, dass Optiny ihre Entwurfsgeschwindigkeit übertraf, wobei 41,6 Knoten bei Probefahrten erreicht wurden. Allerdings war der leicht gebaute Rumpf nicht passend für die Vibrationen der Maschinen, welche bei hoher Fahrt entstanden. Noch mehr litt der Rumpf, wenn das Schiff Salven aus seinen Geschützen abfeuerte. So bestand der Kriegseinsatz lediglich als schwimmende Batterie bei der Verteidigung von Leningrad und Optiny wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verschrottet. Ognevoi-Klasse Die Entwurfsarbeiten an der Ognevoi-Klasse begannen 1937 und es sollten 30 Schiffe gebaut werden. Davon wurden 17 zwischen 1939 und 1941 auf Stapel gelegt. Otlichny, Otvaszhny, Odarenny und vier unbenannte Schiffe wurden auf der Nikolajew-Werft bei Leningrad auf Stapel gelegt. Ognevoi, Ozornoi, Opasny mehr …

  • Bismarck vs Hood

    Unternehmen Rheinübung, die letzte Fahrt der Bismarck. Ausführlicher Bericht, zahlreiche Fotos und Video. hier zu Teil I: Entwurf, Spezifikationen, 3D-Modell der Bismarck Unternehmen Rheinübung, die letzte Fahrt der Bismarck In Mai 1941 lief das Schlachtschiff Bismarck in Begleitung des Schweren Kreuzer Prinz Eugen in den Nordatlantik aus, um die alliierten Konvoi-Routen zu stören. Es wurde gehofft, daß sie unentdeckt in den Atlantik ausbrechen könnten, aber am 23. Mai wurden die Schiffe im Nebel der Dänemark-Strasse durch den britischen Kreuzer Suffolk gesichtet. Kurz danach trat noch ein zweiter Kreuzer dazu, die Norfolk. Trotz aller Bemühungen diese abzuschütteln, begannen die zwei britischen Kreuzer die deutschen Schiffe zu beschatten und ihre Position zu melden. Zu diesem Zeitpunkt hätte Admiral Lütjens auf der Bismarck eigentlich das Unternehmen Rheinübung abbrechen müssen, da man ursprünglich von weniger leistungsstarken Bordradargeräten mit geringerer Reichweite auf britischen Schiffen ausgegangen war. Die erste Sichtmeldung von Suffolk wurde um 19:22 Uhr von Admiral Holand auf dem Schlachtkreuzer Hood empfangen, der sich zu diesem Zeitpunkt 300 Seemeilen entfernt befand. Mit hoher Fahrt von 27 Knoten steuerte er mit seinen Schiffen, neben der Hood auch das neue Schlachtschiff Prince of Wales und sechs Zerstörern, auf die Dänemark-Straße zu und hoffte, auf die deutschen Schiffe am nächsten Morgen zu treffen. Admiral Tovey an Bord des Flaggschiffs King George V erhielt die Meldung erst eine Stunde später und war in diesem Augenblick noch 600 Seemeilen entfernt. Zu seinem Verband gehörte auch der Flugzeugträger Victorious, welcher aber mit 48 für Ägypten bestimmte Hurricane-Jäger beladen war und somit nur noch sechs Fulmar- und neun Swordfish-Flugzeuge für den kurzfristigen Einsatz gegen den deutschen Flottenverband an Bord nehmen konnte. Admiral Tovey lief nun ebenfalls mit 27 Knoten auf Annäherungskurs, war aber zu weit weg, um am nächsten Morgen die deutschen Schiffe erreichen zu können.   Admiral Lütjens an Bord der Bismarck wusste in der Nacht durch die aufgefangenen, allerdings verschlüsselten, Funksprüche zwischen den britischen Flottenverbänden, dass er vermutlich am nächsten Tag in ein Gefecht geraten würde und bereitete seine Schiffe darauf vor. Um 5:30 Uhr am 24. Mai meldete der Ausguck auf den britischen Schiffen Bismarck und Prinz Eugen in 17 Seemeilen Entfernung. Aus einer Entfernung von 12,3 Seemeilen (24.232 Meter) eröffnete die führende Hood um 5:52 Uhr das Feuer auf den schweren Kreuzer Prinz Eugen. Das zweite Schiff, das Schlachtschiff Prince of Wales, eröffneten das Feuer kurz darauf, während die deutschen Schiffe zwei Minuten später auf das Feuer mit dem Beschuss der Hood antworteten. Auf dem Oberdeck der Hood war eine neuartige Flak-Munition gelagert, die erprobt werden sollte. Für diese neue Munition gab es noch keinen Stauraum und so war sie natürlich bei der Bereitschaftsmunition an Deck feindlichen Treffern ausgesetzt. Die zweite Salve der Prinz Eugen traf Hood und eine 20,3-cm-Granate explodierte auf dem Oberdeck und setzte die neue Munition in Brand. Hood wurde von dicken Rauchschwaden umhüllt, was zwar bedrohlich aussah, aber erst einmal keine unmittelbare Gefahr für das Schiff darstellte. Das Schlachtschiff Bismarck traf deckend mit der dritten und fünften Salve, wobei die letztere ein oder zwei direkte Treffer erzielte. Zu diesem Zeitpunkt lag die Gefechtsentfernung bei nur noch 17.373 Metern und bei dieser Schussentfernung waren die Geschütze hoch genug ausgerichtet, um den Granaten einen steilen Aufschlagwinkel zu geben. Die 25 Jahre alt Hood war ein Schlachtkreuzer und nicht gegen so steil aufschlagende, schwere Granaten gepanzert. Um 6:01 Uhr durchschlug eine der Granaten das Deck und detonierte im hinteren Munitionsmagazin des britischen Flaggschiffs. Durch eine ungeheure Explosion brach es in zwei Teile und sank innerhalb von 3 Minuten, wobei es nur drei Überlebende unter den 95 Offizieren und 1.324 Seeleuten gab. Danach wechselnden die deutschen Schiffe ihr Feuer auf die Prince of Wales, welche ihren Kurs ändern musste, um nicht mit Wrackteilen der Hood zu kollidieren. Dadurch sank die Feuerentfernung auf weniger als 16.500 Meter und Treffer von Bismarck und Prinz Eugen zerstörten die Brücke von Prince of Wales. Das britische Schlachtschiff war gerade erst in Dienst gestellt worden und noch nicht voll kampfbereit und eingefahren. Auch gab es noch Probleme mit den Antriebsanlagen der Türme und den Drehvorrichtungen der schweren Geschütze. Deshalb entschloss sich Kapitän Leach, das Gefecht abzubrechen und zog sich zu den weiterhin beschattenden Kreuzern Suffolk und Norfolk zurück.   Aber auch das Schlachtschiff Bismarck überstand das Gefecht nicht unbeschädigt und erhielt drei Treffer durch Prince of Wales. Ein Treffer durchschlug das Vorschiff, der einen Treibstofftank beschädigte und den Inhalt kontaminierte. Eine weitere durchschlug die Seitenpanzerung und verursachte ein Leck, welches später einen Kesselraum mit einem Dynamo außer Gefecht setzte, während der dritte Treffer als Abprall-Treffer auf dem Deck keinen wesentlichen Schaden verursachte. Der verunreinigte Treibstoff reduzierte die Reichweite des Schlachtschiff Bismarck und der Verlust eines Kesselraums verringerte die Geschwindigkeit um 2 Knoten, sodass beschlossen wurde, das Unternehmen abzubrechen und nach St.Nazaire für Reparaturen zu laufen. Der Schwere Kreuzer Prinz Eugen war unbeschädigt und wurde gegen Ende des Tages zur selbständigen Kaperfahrt in den Atlantik entlassen. Zu diesem Zeitpunkt stand Admiral Tovey auf dem Flaggschiff King George V und mit seinem Flugzeugträger nur noch 200 Seemeilen östlich. Am Abend des 24. Mai wurde das Schlachtschiff Bismarck von Swordfish-Flugzeugen vom Flugzeugträger Victorious angegriffen und wurde von einem Torpedo getroffen, der aber keinen ernsthaften Schaden verursachte. Prince of Wales, Norfolk und Suffolk folgten weiterhin der Bismarck. Die direkte Beschattung wurde von Suffolk durchgeführt, da dieses Schiff das beste Radargerät an Bord hatte, während die beiden anderen britischen Schiffe als Deckung folgten. Eine Stunde nach Mitternacht gab es einen kurzen Zusammenstoß auf etwa 10 Seemeilen Entfernung, als Bismarck und Prince of Walkes einige Salven ohne Treffer austauschten. Nun musste Suffolk dem deutschen Schlachtschiff auf maximaler Radarreichweite folgen und wegen einer U-Boot-Warnung im Zickzack laufen. Deshalb gelang es Bismarck in der Nacht, den beschatteten britischen Schiffen zu entkommen, da sie genau in diesem Augenblick einen weiten Bogen nach Westen gemacht hatte. Da die Briten nun erst einmal die mögliche Gefahr auf dem offenen Atlantik bannen mussten, wendeten sie sich nun nach Westen, während Bismarck in Richtung Nordwest-Frankreich lief. In diesem Moment hätte Bismarck entkommen können, aber mehr …

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