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Königstiger


Königstiger – deutscher schwerer Panzerkampfwagen VI Tiger II
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder, Video und 3d-Modell.

Königstiger im Panzermuseum Munster
Königstiger im Panzermuseum Munster.

Panzerkampfwagen VI Ausf. B (SdKfz 182) Königstiger.
Typ: deutscher schwerer Panzerkampfwagen.

Geschichte

Kaum war der Tiger-Panzer in der Produktion, als auch schon die Entscheidung getroffen wurde, eine noch besser bewaffnete und gepanzerte Version zu entwickeln. Insbesondere sollte der neue schwere Panzer allen Kampffahrzeugen überlegen sein, welche die Russen in Zukunft noch zum Einsatz bringen könnten.

Wieder einmal wurden Henschel und Porsche aufgefordert, einen Entwurf vorzubereiten. Porsche entwickelte zunächst einen Panzer auf der Grundlage des früheren VK4501-Entwurfs, welcher mit einer 15-cm-Kanone bewaffnet sein sollte. Diese Idee wurde jedoch zugunsten einer in einem Turm eingebauten 88-mm-Kanone abgelehnt. Aber auch dieser Entwurf wurde bald abgebrochen, da der Elektroantrieb für den Turm zu viel Kupfer benötigte, welches zu diesem Zeitpunkt knapp war.
Aber dieser Porsche-Turm befand sich schon in der Produktion und diese wurden benutzt, um die ersten 50 Henschel-Tiger damit auszurüsten.

Der VK4503(H)-Entwurf von Henschel wurde am 20. Oktober 1943 fertig, etwa später als eigentlich geplant. Die Verzögerungen hingen damit zusammen, dass beschlossen wurde, Bauteile mit dem geplanten Panther II zu vereinheitlichen.

In vielerlei Hinsicht war der Königstiger in der Auslegung identisch zum Panther-Panzer, so wurde er auch vom gleichen Motor angetrieben wie die späteren Modelle des Panthers. Dies resultierte natürlich in einem viel ungünstigeren Verhältnis bei Leistung zu Gewicht, sodass der Königstiger langsamer und unbeweglicher als der Panther war.


 

Der Rumpf des Königstigers war vollständig geschweißt und hatte eine maximale Panzerung von 150 mm an der Vorderfront, welche zudem noch mit 50 Grad abgewinkelt war. Der Fahrer saß in seinem Sitz vorne links, mit dem Funker und gleichzeitigem Front-Maschinengewehrschützen zu seiner rechten.
Der Porsche-Turm war eine Schweißkonstruktion mit einer maximalen Panzerung von 100 mm vorne, in welchem der Kommandant und Richtschütze auf der linken Seite untergebracht waren und der Ladeschütze auf der rechten Seite. Der spätere Henschel-Turm erreichte eine Frontpanzerung von bis zu 180 mm.
Der Motor befand sich im hinteren Rumpfabschnitt.

Die Hauptbewaffnung bestand aus einer lang-läufigen 88-mm-KwK43-Kanone, welche panzerbrechende und Sprengmunition verschießen konnte. Erstere hatte eine weit höhere Mündungsgeschwindigkeit als die vergleichbare Granate vom Tiger I.
Ein 7,92-mm-MG34 war koaxial zur Hauptwaffe montiert und ein weiteres Maschinengewehr vorne im Rumpf. Der schwere Kampfpanzer konnte 84 Stück 88-mm-Granaten und 5.850 Schuss MG-Munition mitführen.

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Produktion

Die Produktion der Tiger II – vollständig Panzerkampfwagen VI Tiger II Ausf. B (SdKfz 182) – begann in der Henschel-Fabrik in Kassel im Dezember 1943 neben dem Tiger I. Die ersten 50 Produktionsfahrzeuge erhielten den Porsche-Turm, danach wurde der Henschel-Turm verwendet.

Als die Produktion voll lief, brauchte es nicht mehr als 14 Tage, um einen Tiger II fertigzustellen und bei Henschel befanden sich zumeist immer 60 Stück auf dem Fließband. Insgesamt wurden nur 485 Fahrzeuge bis März 1945 fertiggestellt, über 600 Stück kostete der Produktionsausfall nach alliierten Luftangriffen auf die Herstellerwerke.

Einsatz

Königstiger
Formation von Königstiger beim ersten Panzerbataillon, welches den schweren Kampfpanzer erhalten hatte.

Die ersten Königstiger wurden an Trainingseinheiten im Februar und Mai 1944 geliefert. Der erste Kampfeinsatz fand an der Ostfront im Mai 1944 und an der Westfront im August des gleichen Jahres statt. Alle – bis auf fünf Stück – welche der Feldherrnhalle-Division im März 1945 beigegeben wurden, gingen an selbstständige schwere Panzerabteilungen des Heeres und der Waffen-SS.

Der Königstiger wurde in kleinen Gruppen von vier bis fünf Fahrzeugen im Herbst 1944 an die Fronteinheiten geliefert – wie auch der Tiger I. Der Tiger II zerstörte seine Gegner an der Ost- und Westfront mit Leichtigkeit.

Während die Panzerung der Königstiger Schutz gegen praktisch alle Panzerkanonen der Alliierten bot, war er jedoch technisch anfällig und nur schwerfällig über das Schlachtfeld zu bewegen und zu verbergen. Viele wurden von ihren Besatzungen aufgegeben, als sie keinen Treibstoff mehr hatten und kein zusätzlicher Nachschub herankommen konnte.
Bei einem schnellen und beweglichen Kampfverlauf mit erzwungen Rückzug, was oft an der Ostfront im letzten Kriegsjahr geschah, wurden viele Königstiger von ihren Besatzungen aufgegeben.
Doch wenn der Königstiger überlegt eingesetzt wurde, war er sehr effektiv und konnte eine große Anzahl an Gegnern zerstören und unter Kontrolle halten, ohne sich selbst zu gefährden.

Die Westalliierten nannten den schweren Panzer ‘Royal Tiger’ oder ‘King Tiger’, bei den deutschen Truppen wurde er im Allgemeinen als Königstiger bezeichnet.

Benutzer: Wehrmacht.

Teil II Königstiger: Produktion, Einsatz, 3D-Modell, Spezifikationen, Statistiken


Animation 3D-Modell Königstiger (Porsche-Turm)


Bilder vom Königstiger


Video über den Königstiger

Teil II Königstiger: Leistung im Einsatz, 3D-Modell, Spezifikationen, Statistiken


Quellenangaben und Literatur

Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr (Werner Oswald)
Encyclopedia of German Tanks of World War Two (P.Chamberlain, H.L.Doyle)
Panzer und andere Kampffahrzeuge von 1916 bis heute (Christopher F. Foss, John F. Milsom, Colonel John Stafford Weeks, Captain Georffrey Tillotson, Richard M. Ogorkiewicz)
Panzerkampfwagen des 1. und 2. Weltkrieges (Andrew Kershaw)
Krieg der Panzer (Piekalkiewicz)
The Encyclopedia of Weapons of World War II (Chris Bishop)
Tigers in Combat I + II (W. Schneider)
Sledgehammers: Strength and Flaws of Tiger Tank Batailions in WWII (C.W.Wilbeck)
Tiger tanks (Michael Green)


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