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Puma-Panzerspähwagen



SdKfz 234 Panzerspähwagen Puma.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

SdKfz 234/2 Puma
Panzerspähwagen SdKfz 234/2 Puma


SdKfz 234 Puma
Typ: Schwerer Panzerspähwagen.

Geschichte

Die Wehrmacht verlangte im August 1940 eine modernisierte Ausführung des schweren Achtrad-Spähpanzers. Der neue Entwurf sollte zwar dem bisherigen schweren Panzerspähwagen SdKfz 231 bis 233 entsprechen, aber eine selbsttragende Wanne haben und damit flacher werden. Auch sollte das Fahrzeug speziell für den Feldzug in Nordafrika ausgelegt werden, wofür ein sehr großer Fahrbereich verlangt wurde.
Aus diesem Grund wurde bei der Firma Tatra erstmals ein Dieselmotor mit 12-Zylindern in Auftrag gegeben, nachdem bisher alle deutschen Radpanzer Benzinmotoren erhalten hatten.

Der erste Prototyp wurde bereits im Juli 1941 vorgestellt, doch mit dem neuen Motor gab es ernsthafte Probleme. Diese zogen sich so lange hin, dass mit der Produktion des neuen Panzerspähwagens erst Ende 1943 begonnen werden konnte. Deshalb wurden die ersten Fahrzeuge erst 1944 in Dienst gestellt.

Vom SdKfz 234 gab es verschiedene Versionen. Das Basismodell war der Befehlspanzer SdKfz 234/1 mit einem oben offenen, voll drehbaren sechseckigen Turm mit 2-cm-Schnellfeuerkanone.
Der Puma war das SdKfz 234/2 mit einem Drehturm, welcher von oben wie ein Pferdehuf geformt war. Er sollte an der Ostfront die russischen Panzerspähwagen bekämpfen und der Turm mit 5-cm-Kanone war ursprünglich für den niemals in Dienst gestellten leichten Kampfpanzer Leopard entwickelt worden.
Nachdem klar war, dass zur Bekämpfung der sowjetischen Panzerverbände eine stärkere Bewaffnung notwendig war, erschien das SdKfz 234/3 mit kurzer 7,5-cm-Kanone und dann das SdKfz 234/4 mit langer 7,5 cm Pak 40, welche starr nach vorne in einem nach oben offenen Kampfstand montiert waren.

Die Fahrzeuge hatten einen extrem großen Fahrbereich von etwa 1.000 Kilometer, wie es in Nordafrika notwendig gewesen wäre. Für den Einsatz beim Afrikakorps wurden sie natürlich zu spät einsatzbereit, aber an der Ostfront und in Nordwesteuropa waren sie effektive Einsatzfahrzeuge.

Animation 3d-Modell Panzerspähwagen Puma

Varianten

SdKfz 234/2

Schwerer Panzerspähwagen Puma
Am 5. August 1940 wurde der Befehl erteilt, einen neuen achträdrigen Panzerspähwagen vergleichbar zum Entwurf des SdKfz 231 zu entwickeln. Im Gegensatz zum bisherigen Entwurf, wo der Panzerkörper auf das Fahrgestell aufgeschraubt wurde, sollte beim SdKfz 234 der Panzerrumpf als Fahrgestell dienen.
Dieser neue sPzSpWg 8-Rad TP (Tropen) sollte stärker gepanzert und einen luftgekühlten 12-Zylinder-Dieselmotor haben, welcher dafür ausersehen war, im heißen Klima von Nordafrika und den südrussischen Steppen eingesetzt zu werden.
Zwei Prototypen wurden gebaut und der ursprüngliche Auftrag von 500 Stück wurde später auf 1.500 Fahrzeuge aufgestockt.

Der ursprüngliche Auftrag sah die Bewaffnung mit einer 5 cm KwK 39/1 vor und wurde als SdKfz 234/2 bezeichnet. Im Januar 1944 wurde dieser Auftrag auf 100 Puma zusammengestrichen und befohlen, alle weiteren Fahrzeuge mit der 2-cm KwK oder der 7,5 cm KwK zu bewaffnen.

Der Entwurf des Rumpfes war ähnlich zum SdKfz 231, hatte aber einen besseren Frontalschutz durch dickere Panzerplatten, welche stärker abgewinkelt waren. Ein großer, vollständiger geschlossener Turm mit gekrümmten Seitenplatten wurde für die 5cm KwK 39/1 und das koaxiale MG42 im ‘Saukopf’-Geschützmantel verwendet.

Jede Panzerspähwagen-Kompanie bestand aus 25 Puma. Diese vier Kompanien wurden vier Panzer-Divisionen zugeteilt, welche sowohl an der Ostfront als auch im Westen im Einsatz standen.


SdKfz 234/1

SdKfz 234/1
SPzSpWg (2cm) SdKfz 234/1

Schwerer Panzerspähwagen (2cm)
Im September 1943 wurde befohlen, fünfzig Prozent der Produktion des neuen schweren Panzerspähwagen SdKfz 234 mit der 2-cm KwK38 zu bewaffnen, nachdem die ersten einhundert Stück als SdKfz 234/2 Puma fertig gebaut waren.
Im Juni 1944 wurde der Anteil sogar auf 75 Prozent erhöht, als das Fahrzeug gleichzeitig mit dem SdKfz 234/3 und anschließend SdKfz 234/4 gebaut wurde.

Das SdKfz 234/1 hatte den gleichen Rumpf wie der Puma (SdKfz 234/2), verfügte aber über einen anderen Turm. Dieser Turm ähnelte der kurzen und oben offenen Konstruktion vom SdKfz 222, war aber einfacher, sechseckig mit einer stärkeren Frontpanzerung. Die Bezeichnung dieses Turms lautete ‘2 cm Hängelafette 38’.

Neunzehn SdKfz 234/1 waren im Stärken-Nachweis einer Panzerspähwagen-Kompanie der Panzeraufklärungs-Bataillone vorgesehen, welche sich bei Panzer- und Panzergrenadier-Divisionen befanden. Das SdKfz 234/1 sah Einsätze ab Juli 1944 an den zusammenbrechenden Fronten im Osten und Westen bis zum Kriegsende.


SdKfz 234/3 und SdKfz 234/4

Schwerer Panzerspähwagen (7,5cm) bzw (7,5cm Pak40)

SdKfz 234/4
Schwerer Panzerspähwagen 7,5cm PaK 40 SdKfz 234/4 im Panzermuseum Munster.

Bereits im September 1943 wurde festgelegt, dass fünfzig Prozent der Produktion des SdKfz 234 mit der kurzen 7,5cm KwK37 bewaffnet werden sollte. Dies wurde im Juni 1944 auf 25 Prozent reduziert, was die Ursache in einer Veränderung der Organisationsstruktur der Aufklärungsverbände hatte.
Im November 1944 befahl Hitler, dass die 7,5 cm Pak 40 in das SdKfz 234 eingebaut wird. So endete die Produktion der Ausführung SdKfz 234/3 im Dezember 1944 und das SdKfz 234/4 wurde zumindest bis März 1945 weitergebaut.

Beide, sowohl das SdKfz 234/3 und SdKfz 234/4, bestanden aus dem Basisrumpf des SdKfz 234 ohne einen Turm. Der Aufbau war dadurch offen und die 7,5 cm KwK51 wurde mit einem Geschützschild im vorderen Teil des Aufbaus montiert. Beim SdKfz 234/4 wurde die 7,5 cm Pak 40 mit dem serienmäßigen Geschützschild und Lafette auf einer Sockelbefestigung montiert.

Sechs SdKfz 234/3 bildeten einen Zug der Panzerspähwagen-Kompanie, um den neunzehn SdKfz 234/1 Feuerunterstützung zu geben. Sie wurden in den letzten Kriegsmonaten auch an Panzeraufklärungs-Kompanien ausgegeben, um die anderen Panzerspähwagen bei der Bekämpfung feindlicher Kampfpanzer zu unterstützen.


Spezifikationen SdKfz 234

Spezifikationen:

SpezifikationSdKfz 234/1SdKfz 234/2 PumaSdKfz 234/3-4
Typschwerer Panzerspähwagen
Antrieb Tatra 103 Dieselmotor mit Direkteinspritzung, 210 PS bei 2200 U/min==
Getriebe 3 Gang mit Vorgelege (6 vorwärts, 6 rückwärts)==
Besatzung444
Länge über alles 6,00 m 6,80 m 6,00 m
Breite 2,33 m==
Höhe 2,10 m 2,38 m 2,21 m bzw 2,35 m
Gewicht 11.500 kg 11.740 kg 11.500 kg
Straßengeschwindigkeit90 km/h85 km/h80 km/h
Geländegeschwindigkeit???
Verbrauch/100 km Straße 40 Liter, Gelände 60 Liter (Diesel)==
Kraftstoffvorrat240 Liter360 Liter240 Liter
Straßen-Fahrbereich600 km1.000 km600 km
Gelände-Fahrbereich400 km600 km400 km
Kletterfähigkeit 0,50 m ==
Grabenüberschreitung 1,35 m==
Watfähigkeit 1,20 m ==
Wendekreis 14,90 m ==
Steigfähigkeit30°==

Panzerung mm (Winkel):

SpezifikationSdKfz 234/1SdKfz 234/2 PumaSdKfz 234/3-4
Turm Vorn 30 (40°) 30 (20°)-
Turm Seite 8 (40°) 10 (25°)-
Turm Hinten 8 (38°) 10 (25°)-
Turm obenoffen 10 (90)-
Aufbau Vorn 30 (40°) 30 (35°) 30 (35°)
Aufbau Seite 8 (35°) 8 (30°) 8 (30°)
Aufbau Hinten 10 (38°) 10 (40°) 10 (22°)
Aufbau Oben 6 (87-90°) 6 (88°) 6 (88°)
Wanne Vorn 30 (35-50°) 30 (30-55°) 30 (40-55°)
Wanne Seite 8 (35°) 8 (30°) 8 (30°)
Wanne Hinten 10 (31-46°) 10 (40°) 10 (40°)
Wanne Unten 5 (90°) 5 (90°) 5 (90°)
Geschützmantel 10 (40°) 40-100 (Saukopf-blende) 15 (40°) vorn, 15 (0°) Seite, 15 (35°) hinten, oben offen

Bewaffnung und Ausrüstung:

SpezifikationSdKfz 234/1SdKfz 234/2 PumaSdKfz 234/3SdKfz 234/4
Hauptbewaffnung 2cm KwK38 L/55 5cm KwK 39/1 L/60 7,5cm KwK51 L/24 7,5cm Pak40 L/46
Schuss480555012
Schwenkbereich 360° (manuell) 360° (manuell) -12° bis +12° (manuell)=
Höhenbereich -4° bis +70° -10° bis +20° -10° bis +12° -3° bis +22°
Mündungsgeschwindigkeit Pzgr39780 m/s835 m/s385 m/s (KGr rot)790 m/s
Mündungsgeschwindigkeit Pzgr401.050 m/s1.180 m/s450 m/s (Gr38 H1/C)990 m/s
Granatgewicht Pzgr39 0,148 kg 2,06 kg 6,80 kg (KGr rot) 6,80 kg
Granatgewicht Pzgr40 0,1 kg 0,925 kg 4,80 kg (Gr38 H1/C) 4,10 kg
Maximale Schußweite??12.325m (indirekt)7.700 m (indirekt)
Sekundär-Bewaffnung 1 x 7,92mm MG42 (2.400 Schuss) 1 x 7,92mm MG42 (1.050 Schuss) 1 x 7,92 mm MG34 oder MG42 (1.950 Schuss) lose im Wagen=
FunkgerätFuG12===
Zieloptik TZF3a (max. 1.200m) TZF4b (max. 3.000m) Sfl ZF1b (max. 12.325m Sprenggranate) ZF3x8° (max. 7.700 m Sprenggranate)


Durchschlagskraft mm der Kanone auf 30° Panzerplatte:

Entfernung2cm Pzgr/Pzgr40 (SdKfz 234/1)5cm Pzgr39/Pzgr40 (Puma) 7,5cm KGr rot/Gr 38 H1C (SdKfz 234/3) 7,5cm Pzgr39/Pzgr40 (SdKfz 234/4)
100 m20/4967/13041/100106/143
500 m14/2057/7239/10096/120
1.000 m9/-44/3835/10085/97
1.500 m-/-34/-33/10074/77
2.000 m-/-26/-30/-64/-

Herstellung:

AngabenSdKfz 234/1SdKfz 234/2 PumaSdKfz 234/3SdKfz 234/4
ProduktionJuni 1944 - Jan 1945Sep 1943 - Sep 1944Juni - Dez 1944Dez 1944 - März 1945
Stückpreis ? (8-Rad SdKfz 232: 57.290 RM)
Stückzahl2001018889


Video vom Einsatz des Panzerspähwagens Puma in Computerspielen

Dazu das nachfolgende Replay-Video zum Einsatz des Pumas, Marder IIIH und einer Beute-Stormowik in einer Realistischen Landschlacht vom Free-2-Play-Spiel War Thunder:

Video vom Einsatz des SdKfz 234/4 ‘Pakwagen’ in Computerspielen

Ein weiteres Replay-Video aus War Thunder mit sieben Abschüssen sowjetischer Panzerfahrzeuge beim Einsatz des SdKfz 234/4 ‘Pakwagen’ bei einem Fahrzeugdeck des ‘Battle-Ratings’ 4.0:

Wer das Gratis-Panzer-Spiel noch nicht kennt, kann War Thunder hier kostenlos downloaden:

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Schwere Achtrad-Panzerspähwagen SdKfz 231 und SdKfz 232

Funk-Panzerspähwagen SdKfz 232
Funk-Panzerspähwagen SdKfz 232 mit Bügelantenne

Der Vorgänger der Panzerspähwagen-Serie SdKfz 234 waren die schweren Achtrad-Panzerspähwagen SdKfz 231 und SdKfz 232.

Praktisch so schnell wie die ersten sechsrädrigen Panzerspähwagen an die expandierende deutsche Armee in der Mitte der 1930er Jahre ausgeliefert wurden, erkannten die deutschen Planer, dass dies nicht die Fahrzeuge waren, die auf lange Sicht erforderlich wären. Denn der Sechs-Rad-Panzerspähwagen war untermotorisiert und hatte nur eine mangelhafte Geländegängigkeit.

Es wurde ein achträdriger Panzerwagen mit einem geeigneten, starken Motor benötigt und so wurde entschieden das Fahrgestell des Büssing-NAG 8×8-Lastkraftwagen für den neuen Panzerspähwagen zu verwenden. Die Entwicklung begann mit voller Kraft im Jahr 1935 und die ersten Serienmodelle wurden dem Heer 1937 übergeben.

Dieser 8×8 schwere Panzerwagen wurde bekannt unter der Bezeichnung ‘Schwerer Panzerspähwagen SdKfz 231’ und um Verwechslungen mit dem sechsrädrigen Vorgängermodell zu vermeiden, wurde die neue Bauserie mit dem Suffix ‘(8-Rad)’ versehen.
Zuerst lautete ihre Bezeichnung ‘Versuchskraftfahrzeuge 623’ bzw. 624 und Mitte 1937 hießen sie SdKfz 233 und 234. Erst im Oktober 1939 wurde die endgültige Bezeichnung SdKfz 231 und 232 (8-Rad) eingeführt.

Als die neuen achträdrigen Fahrzeuge in Dienst gestellt wurden, waren sie die fortschrittlichsten Geländefahrzeuge, welche jemals gebaut worden waren. Die hohe Straßengeschwindigkeit und Mobilität wurden aber nur zu einem hohen Preis durch ein komplexes Fahrgestell erkauft. Der gesamte Entwurf war höchst kompliziert, teuer und nur langsam zu bauen.

Das Fahrgestell hatte Allradantrieb und Steuerung mit völlig eigenständigen Radaufhängungen, was dem Fahrzeug selbst noch die Fahrt durch den russischen Schlamm an der Ostfront ermöglichte. Wenn es abgesehen von der Komplexität noch einen größeren Nachteil bei dem Fahrzeug gab, war es dessen eher große Höhe, was es auf dem Gefechtsfeld leicht erkennbar machte.

Ab Anfang 1940 wurde ein zusätzlicher 8-mm-Panzerschutz (sogenannter ‘Pakschutz’) auf der Vorderfront neuer und vieler bisher gebauter Fahrzeuge montiert und diese Praxis wurde bis Anfang 1942 fortgesetzt. Ab Mai 1942 wurde diese vorübergehende Lösung weggelassen, da die Panzerdicke auf Rumpf und Turm an der Front auf 30 mm verstärkt wurde. Dadurch stieg das Gefechtsgewicht auf 9,1 Tonnen.

'Waffenwagen' SdKfz 231
‘Waffenwagen’ SdKfz 231 in Nordafrika mit zusätzlichem ‘Pak-Schutz’ an der Front

Die Baureihe des SdKfz 231 blieb in Produktion bis in das Jahr 1942, als sie zugunsten des neuen SdKfz 234 Puma eingestellt wurde. Bis dahin wurden 1.235 Stück produziert und der Typ blieb weit verbreitet bis zum Kriegsende an allen Fronten im Einsatz. Der Panzerspähwagen war besonders häufig im Feldzug in Nordafrika anzutreffen.
Nach Mai 1942 wurde nur noch das SdKfz 232 mit Funkantenne bis September weitergebaut, bevor die Serie endgültig durch das SdKfz 234 abgelöst wurde.

Funkwagen SdKfz 263
Funkwagen SdKfz 263 für Langstrecken-Funkgeräte mit Bügel-Antenne, aber ohne Drehturm.

Das SdKfz 231 (8-Rad) hatte einen Turm mit einer 20-mm KwK 30 oder KwK 38-Kanone mit einem koaxialen 7,92-mm MG 34 Maschinengewehr. Das SdKfz 232 (8-Rad) war die Funkversion mit einer Rahmenantenne und das SdKfz 263 (8-Rad) war eine Befehlspanzer-Version mit festem Aufbau anstelle von dem Drehturm, aber mit einer großen Rahmenantenne für die mitgeführten Langstrecken-Funkgeräte.

Sechs SdKfz 231 und SdKfz 232 wurden jedem schweren Zug der Panzerspähwagen-Staffel einer motorisierten Aufklärungsabteilung zugeteilt. Gewöhnlich wurde dieser Zug nicht gemeinsam eingesetzt, sondern auf die Gruppen der kleineren, vierrädrigen Panzerspähwagen verteilt, um diesen Feuerschutz zu geben.

SdKfz 233
SdKfz 233 mit kurzer 7,5-cm-Kanone und oben offenem Aufbau ohne Drehturm.

Das SdKfz 233 hatte keine vergleichbare sechsrädrige Version und war mit einer kurze 75-mm-Panzerkanone, der sogenannten Stummelkanone wie bei den ersten PzKpfw IV, bewaffnet. Diese Kanone wurde in einen offenen Kampfraum montiert, welcher durch die Entfernung des serienmäßigen Turms entstand und hatte nur einen eingeschränkten Richtbereich. Dieses Fahrzeug hatte eine Besatzung von nur drei Mann und war dazu gedacht, die Aufklärungsverbände mit einer stärkeren Feuerkraft auszustatten.

Die erste SdKfz 233 wurde Ende 1942 eingeführt und erwies sich als hochgradig effektiv. Allerdings kam es auch vor, dass der begrenzte Richtbereich der Waffe und das Fehlen einer ausreichenden panzerbrechenden Granate seine Leistung doch schmälerte.
Allerdings beim Einsatz mit und gegen die üblichen, routinemäßigen Aufklärungsfahrzeuge, auf welche es zumeist traf, war das SdKfz 233 sehr effektiv und leistete oft gute Feuerunterstützung für die anderen Achtrad-Panzerspähwagen.

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Im Blickpunkt:
  • Die Armee von Serbien und Montenegro im Ersten Weltkrieg von 1914-1918 – Uniformen, Stärke, Organisation. Österreich-Ungarn erklärte Serbien am 28. Juli 1914 den Krieg. Obwohl Russland in den Krieg zog, um Serbien zu retten, war die serbische Armee unter Marschall Putnik nur 190.000 Mann stark und in großer Gefahr überrannt zu werden, bevor Hilfe wirksam werden könnte. Serbische Armee Die serbischen Streitkräfte waren in drei Armeen organisiert, welche aber jeweils nur etwas stärker als ein österreich-ungarisches Korps waren. Unter Zurücklassung einer Nachhut an den Grenzen, welche den feindlichen Vormarsch verzögern sollten, versammelten sich die serbischen Verbände in Nord-Serbien, um sofort an den Stellen einsatzbereit zu sein, wo der Hauptangriff herkommen würde. Die Armee hatte in den harten Balkankriegen von 1912 und 1913 gekämpft. Die Soldaten waren hoch motiviert und glühende Patrioten, welche durch unerbittliche Kriege und Kämpfe über Generationen unerschrocken waren. Die Aussicht, diese Truppen in den Bergen ihrer Heimat anzugreifen, hätte selbst bessere Soldaten, als es die der österreich-ungarischen Generale Konrad von Hötzendorf und Potiorek waren, vor eine große Herausforderung gestellt. Serbische Uniformen Im Jahr 1912 wurden neue, oliv-graue Uniformen eingeführt. Durch den Ausbruch des Krieges konnte allerdings nur der I. Ban diese erhalten. Der II. Ban trug die farbigen Friedensuniformen, welche zuvor dem I. Bann gehört hatten. Der III. Bann trug Trachten-Zivilkleidung. Diese Uniformen von 1912 bestand aus einem steifen Käppi für Offiziere mit brauner Lederspitze und Kinnriemen, und einem Ring auf der Krone. Auf der Vorderseite wurde ein ovale Glasur-Kokarde in den Nationalfarben – weiß, blau und rot – getragen. Andere Ränge hatten ein Seitenkappe im ähnlichen Schnitt wie das Käppi, aber ohne Spitze oder Kokarde. Die Tunika mit Stehkragen (in farbigen Samt für Offiziere), mit Brust- und Seitentaschen war ein Einreiher mit drei Spitzenklappen und runden Manschetten. Andere Ränge hatten Schulterriemen, passend mit einer Rolle auf der rechten Seite und lose Reithosen, die eng vom Knie bis zum Knöchel verliefen, mit niedrigen Marschstiefel oder Opanki. Offiziere hatten Reithosen, die entweder mit schwarzen Reitstiefeln, oder braunen und knöchelhohen Stiefeln mit Ledermanschette getragen wurden. Generale hatte scharlachfarbene Lampassen. Die Mannschaften hatten ein Zweireiher-Mantel mit großen Fallkragen und zwei Reihen zu sechs Knöpfen, Seitentaschen, Umschlagmanschetten und Halbgürtel. Die Farbe der Waffengattung wurde am Kragenspiegel getragen. Beim I. Ban wurden die Ränge wie folgt angezeigt: Kaplar (Oberschütze): ein in einem Viereck angeordneter vierzackiger, gelber Metallstern auf den Schulterstücken. Podnarednik (Unteroffizier): zwei vierzackige, gelbe Metallsterne auf den Schulterstücken. Narednik (Unterfeldwebel): drei vierzackige, gelbe Metallsterne auf den Schulterstücken. Entsprechend der Dauer ihrer Dienstzeit trugen Angehöriger der serbischen Armee im Unteroffiziersrang eine gelbe oder Gold-farbiger Litze an der rechten Ärmelmanschette. Musiker trugen Rosetten anstatt der Sterne an den Kragenstücken. Kompanie-Offiziere: Metallene Spitzen-Schulterstücke mit einem Längsmittelstreifen und Untergrund in der Waffenfarbe und ein bis drei vierzackigen Metallsternen. Kordeln in Waffenfarbe um die Spitze des Käppis. Feld-Offiziere: Metallene Spitzen-Schulterstücke und der Untergrund in Waffenfarbe und ein bis drei vierzackigen Metallsternen. Kordeln in Gold oder Silber um die Spitze des Käppis. Offiziere im Generalsrang: Verdrehte Goldschnüre auf hellblauen Untergrund mit zwei oder drei sechszackigen, weißen Metallsternen. Für den Oberbefehlshaber noch mit dem serbischen Staatswappen. Auf goldenen Spitzen-Schulterstücke waren die Sterne in Silber und umgekehrt. Die Waffengattung des Trägers wurde durch die Farbe auf den Kragenabzeichen und Kordeln an dem Käppi und der Bluse, an den Kragenstücken des Mantels und durch die Farbe auf den Schulterstücken der Offiziere angezeigt. Diese waren wie folgt: Scharlachrot für Generale und Generalstabsoffiziere. Bei Adjutanten und Ordonanz-Offizieren des Königs befand sich das königliche Chiffre auf den Abzeichen. Karminrot bei der Infanterie und die Regiments-Nummer in arabischen Ziffern auf den Abzeichen. Dunkelblau für die Kavallerie und die Regiments-Nummer in arabischen Ziffern auf den Abzeichen. Schwarz bei der Artillerie und pyrotechnisch Truppen und die Regiments-Nummer in arabischen Ziffern auf den Abzeichen. Ebenfalls schwarz bei der Gebirgsartillerie, aber die Regiments-Nummer in römischen Ziffern auf den Abzeichen. Pioniere in Kirschfarbe und die Regiments-Nummer in römischen Ziffern auf den Abzeichen. Eisenbahntruppen ebenfalls in Kirschfarbe mit einem geflügelten Rad auf den Abzeichen. Angehörige von Munitionslager und zugehörige Einrichtungen in Schwarz. Brückenbau-Pioniere in Kirschfarbe. Andere Nachschubtruppen in Dunkelrot. Militärpolizei in karminrot mit einem weißen Stern auf den Kragen-Abzeichen. Bei Musiker die zugehörige Waffenfarbe und eine Leier auf den Kragen-Abzeichen. Normalerweise erhielt derII. Ban keine Uniform, es sei denn die veralteten, farbigen des I. Bann. Jedoch wurde versucht, jeden Mann zu mindestens mit einem Seitenkappe und Mantel auszustatten. Der III. Ban trug Zivilkleidung in Form von Trachten, mit einem Seitenkappe in Blau für Infanterie, Rot für Kavallerie und Schwarz für das medizinische Personal. Reserve-Offiziere und Unteroffiziere des II. Ban oder III. Ban, welche über eine richtige Uniform verfügten, trugen die folgenden Rangabzeichen am Kragen. Dabei hatten diejenigen vom II. Ban weiße oder silberne Flechten und beim III. Ban gelbe oder goldene. Descar (Unteroffizier): eine weiße oder gelbe Schleife. Dvajesnik (zwischen Unterfeldwebel und Unteroffizier): zwei weiße oder gelbe Schleifen. Narednik (Unterfeldwebel): drei weiße oder gelbe Schleifen. Zastavnik (Fähnrich, zwischen Stabsfeldwebel und Leutnant): eine silberne oder goldene Schleife. Vodnik (Leutnant): zwei silberne oder goldene Schleifen. Cetnik (Hauptmann): drei silberne oder goldene Schleifen. Major: eine weißlich-silberner oder goldener Litzen-Balken. Im Jahre 1916 wurde die Reorganisation der evakuierten serbischen Armee in Saloniki durchgeführt. An die Soldaten wurden entweder die britischen Khaki-Uniformen oder die französischen horizont-blauen Uniformen und Ausrüstung, einschließlich der französischen ‘Adrian’-Helme mit eingestanzten Wappen für Serbien, ausgegeben. SERBIEN (28. Juli 1914 – 3. 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Beim Schuss wurde der Verschluss mit einem Pendelriegel verschlossen, der nach einer kurzen Rückbewegung des Laufs freigegeben wurde. Nach dem ersten Schuss verblieb der Hahn gespannt und das Feuern erfolgte im üblichen Einzelschussmodus automatischer Pistolen. Die Waffe wurde unter dem Namen Modell AP (Armee-Pistole) bekannt und nur eine sehr geringe Stückzahl wurde hergestellt. Als sie dem deutschen Heer angeboten wurde, wurde sie aus dem Grunde zurückgewiesen, dass der Hahn nicht sichtbar wäre. Soldaten bevorzugten es den Hahn zu sehen, als ein äußerlich sichtbares Zeichen des Bereitschaftszustandes ihrer Waffe. Walther überarbeitete die Waffe sofort mit einem äußeren Hahn und während über ihre Einführung im deutschen Heer nachgedacht wurde, kam sie als kommerzielle Modell HP (Heeres-Pistole) auf den zivilen Markt. Da das deutsche Heer, bedingt durch seine starke Erweiterung, nun ernsthaft nach einem einfacher herzustellenden Ersatz für seine hervorragende, aber alte Dienstpistole Luger Parabellum von 1908 suchte, wurde die Waffe von der Wehrmacht nach einigen kleinen Änderungen zur einfacheren Produktion übernommen. Sie änderte nochmals den Namen in Pistole 38, wenn auch die ‘HP’ immer noch bis zum Sommer 1939 auf dem Privatmarkt erworben werden konnte. Die ersten einhundert Stück wurden an die Wehrmacht im August 1939 ausgeliefert und bis Ende des Jahres wurden 1.470 Exemplare übernommen. Die P-38 wurde 1939 auch von der schwedischen Armee als ihr Modell 39 übernommen, wenn es auch zweifelhaft ist, ob sie vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs viele erhalten haben. Während des Krieges wurde die Tugenden der einfachen Massenproduktion der Pistole bis auf die Spitze getrieben, als drei Fabriken damit beschäftigt waren, sowie zahlreiche Unterauftragsnehmer, welche Bauteile herstellten, die in den Hauptwerken zusammengebaut wurden. Diese Eigenschaft hatte zu ihrer Übernahme in die Wehrmacht als Standard-Pistole geführt, da die Walther-Pistole weniger traditionelle Arbeitsmethoden von Pistolenschmieden benötigte, als ihr Vorgänger Parabellum 08. Bis 1945 wurden etwa eine Million Stück gebaut, von denen Walther 580.000 herstellte. Ab November 1942 baute auch die Firma Mauser die Pistole, welche 360.000 Stück an Wehrmacht und Polizei auslieferte. Später kamen schließlich auch noch die Spree-Werke hinzu. Alle gebauten Waffen waren gut verarbeitet, mit glänzenden, schwarzen Kunststoffgriffen und mattschwarz plattiert überzogen. Die Waffe konnte leicht zerlegt werden und war sehr gut mit Sicherungseinrichtungen ausgestattet, einschließlich der Sicherung für den Hahn, welcher von der Polizeipistole PP mit seinen Einstellungen ‘Kammer’ und ‘Geladen’ übernommen wurde. Im Kampf erwies sie sich auch zuverlässiger als die Pistole 08, wegen ihrer Kombination aus Sicherung und Abzug. Die Waffe konnte gespannt mit einer Patrone in der Kammer getragen werden und wenn der Abzug durchgedrückt wurde, erfolgte gleichzeitig die Entsicherung und der Schuss konnte abgegeben werden. Wie die Luger P-08, war auch die Walther P-38 innerhalb des deutschen Heeres während des Zweiten Weltkriegs weit verbreitet. Wenn es auch amerikanische Kritik gab, wie ‘Wunder aus Blech und Federn’, war es doch eine bemerkenswerte robuste Waffe. Dies zeigte sich besonders an der Ostfront, wo die extrem kalten Bedingungen schon zahlreiche andere, bewährte Waffen außer Gefecht gesetzt hatten. Sie war auch genau und einfach zu bedienen; Eigenschaften welche sich in ihrer Beliebtheit bei der Truppe im Gefecht und bei der Effektivität niederschlugen. Daher war die Walther P-38 auch bei den alliierten Truppen eine begehrte Trophäe. Mit Kriegsende hielt natürlich auch die Produktion der Waffe an, aber sie wurde 1957 von der neuen Firma Carl Walther in Ulm wieder aufgenommen und wurde von der Bundeswehr als Pistole 1 übernommen. Die Walther-Pistole war so modern konzipiert, dass sie bei der Bundeswehr als P-1 bis 1998 verwendet wurde. Die Waffe wird weiterhin gebaut und wurde bei zahlreichen Streitkräften eingeführt. 3D-Modell Pistole Walther P-38 Spezifikationen Walther P-38 Spezifikationen: Einsatzstatistik:

  • Britische Soldaten und ein Mark I-Panzer

    Englischer Tank Mk I, erster Panzer im Ersten Weltkrieg und der Geschichte. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Bilder und 3d-Modell. Tank Mark I Typ: schwerer Infanteriepanzer. Geschichte: Die Idee des gepanzerten ‘Landship’ (Landschiff) war im Bereich der Fiktion schon vor 1914 weit bekannt und Vorschläge zum Bau einer solchen Maschine wurde bei fast allen Streitkräften der Großmächte eingereicht, auch beim britischen Kriegsministerium. Keiner dieser Vorschläge wurde aufgegriffen, aus dem einfachen Grund, dass es offensichtlich keine Notwendigkeit für solch eine Maschine gab. Das änderte sich jedoch 1914. Einige weitblickende Soldaten und andere Personen erkannten, dass die an der Westfront eingetretenen Zustände nur durch einen Einsatz von mobilen, gepanzerten Maschinen überwunden werden könnten.   Einer dieser führenden Visionäre war Oberst E.D. Swinton, welcher seine einflussreiche Position dazu nutze, führende Regierungsbeamte an diesem Konzept zu interessieren. Dementsprechend wurde im Kriegsministerium ein Ausschuss eingerichtet, welcher einige Vorschläge untersuchen sollten, aber die Bemühungen führten zu keinem Ergebnis. Die Royal Navy wurde davon jedoch nicht abgeschreckt und nahm die Sache in die Hand, da sie mit ihrer Royal Navy Aír Service Panzerwagen-Staffel während des Jahres 1914 schon einige Erfahrungen in der gepanzerten Kriegsführung gesammelt hatte. Aus diesen Erfahrungen stammten eine Reihe von Vorschlägen, die das ‘Riesenrad’-Fahrzeug beinhalteten, welches mit seinen großen Rädern Schützengräben überqueren sollte. In diesem Moment wurde Winston Churchill mehr als nur interessiert und richtete den Ausschuss ein, welcher als Landship-Komitee bekannt wurde um Wege zur Überwindung der Schlachtfelder in Frankreich zu finden. Für den Bau der ‘Riesenrad’-Maschine wurde grünes Licht gegeben und die Aufmerksamkeit des Ausschusses wurde auf ein anderes Gerät gelenkt, das Pedrail, welches eine breite Kette benutze, worauf sich irgendeine Last oder Motor befand. Dieses Gerät wurde ebenfalls für Versuche bestellt und mehrere andere Maschinen der Raupenform wurden für Experimente angefordert. Es gab mehrere von diesen, wie den Killen-Strait-Traktor, einem Bullock-Creep-Grip-Traktor und einer eigentümlichen zu diesem Zweck gebauten Maschine, welche die Räder eines Daimler-Foster-Traktors hatte und als die Tritton-Grabenüberfahrt-Maschine bekannt wurde. Keine dieser Maschinen wurde für die Aufgaben als geeignet angesehen und das gleiche Urteil wurde für das Pedrail gefällt, da es ein viel zu umständliches Fahrzeug war, um einen unebenen Boden zu überqueren. Die Bullock-Traktoren schien mehr zu versprechen und zwei solcher Fahrzeuge wurden extra aus den USA bestellt. Da in erster Linie eine landwirtschaftliche Maschine, konnte der Bullock-Traktor als nicht geeignet eingestuft werden, aber seine Ketten boten eine Lösung an, wie ein Weg durch den Schlamm und Drahthindernisse gefunden werden könnte. Dementsprechend wurde William Tritton (welcher später aufgrund seiner Verdienste zum Ritter geschlagen wurde) von Foster in Loncoln darum gebeten, den Traktor umzugestalten. Es war der gleiche Mann, welcher an dem Entwurf der Tritton-Grabenüberfahrt-Maschine beteiligt gewesen war, nach dem der ‘Riesenrad’-Entwurf aufgegeben wurde. Tritton verwendete entsprechend Ketten und das Fahrwerk des Bullock-Traktors und baute die ‘Nr.1 Lincoln-Maschine’. Dieser Entwurf war weitaus vielversprechender, aber die Spur zu spitz und es gab ständig Ärger. Eine neue Spur und einige andere Verbesserungen wurde geführt, welche zu dem Fahrzeug führten, was später im Dezember 1915 als ‘Little Willie’ bekannt wurde. ‘Little Willie’ war der erste ‘Tank’, auch wenn zu diesem Zeitpunkt der Begriff noch nicht geprägt worden war. Obwohl es so schien, als das die Anforderungen des Landship-Ausschusses erfüllt worden wären, war ‘Little Willie’ war noch zu instabil und hatte praktisch keine Fähigkeiten, Hindernisse zu überqueren. Als Folge davon kam Leutnant Wilson, der mit Tritton auf Geheiß des Landship-Ausschusses an dem Projekt gearbeitet hatte, auf den Gedanken, die Ketten des Tanks erheblich zu vergrößern, sodass sie praktisch um eine Rautenform herum liefen, was zum Markenzeichen der im 1. Weltkrieg eingesetzten britischen Panzer werden sollte. Das kastenartige Gehäuse von ‘Little Willie’ wurde dementsprechend verändert, um die neuen Ketten herum anzubringen und die Maschine wurde zu ‘Mother’ (Mutter). Durch ‘Mother’ wurde das Kriegsministerium wieder plötzlich interessiert und nach einer Demonstration in Hatfield Park im Januar 1916 wurde der Entwurf genehmigt. Der Landship-Ausschuss wurde daraufhin umorganisiert und wurde zum Tank-Produktions-Ausschuss, in dem Bemühen durch den Decknamen ‘Tank’ (Wasserbehälter) als ‘Wasser-Transportfahrzeug’ die wahre Rolle der neuen Maschine zu verschleiern. Dadurch wurde das Wort ‘Tank’ im englischen bis heute zur allgemein üblichen Bezeichnung von Panzerfahrzeugen. ‘Mother’ wurde zum Prototypen für die Fahrzeuge, welche anschließend zum ‘Tank Mark I’ wurden. Eine Bestellung von 100 Stück wurde im Februar 1916 ausgegeben und der Panzer oder ‘Tank’ war geboren. Der Tank Mark I war das Produktions- und Einsatz-Modell des Prototyp-Fahrzeug ‘Mother’, welches ja letztlich das Ergebnis einer Reihe von Entwicklungsmodellen, die ursprünglich auf die Verwendung eines Traktorenfahrwerks von Holt beruhten, war. Als ‘Mother’ hergestellt war, war der ursprüngliche Holt-Entwurf so überarbeitet worden, dass er erstaunliche Grabenüberschreitfähigkeiten erzielt, welche das ursprüngliche Holt-Konzept niemals erreicht hätte. Leutnant W.G. Wilson war der Hauptbeteiligte für die endgültige Gestaltung von ‘Mother’ nach umfangreichen experimentelle Arbeiten und Tätigkeiten im Ausschuss und der mit seiner Idee von den großen, umlaufenden Ketten für die charakteristische Form der britischen Tanks im 1. Weltkrieg verantwortlich war. ‘Mother’ wurde im Januar und Februar 1916 erstmals vorgeführt und bald darauf folgte die erste Bestellung von Produktionsfahrzeugen. Eine eigenständige Waffengattung wurde im März 1916 gegründet, um das neue Fahrzeug einzusetzen. Die Bezeichnung ‘Tank’ wurde nur als Tarnname verwendet, aber der Begriff prägte sich so sehr ein, dass er immer noch im englischen Sprachraum für den Panzer verwendet wird. Die ersten Serienfahrzeuge wurden der Schweren Abteilung des Maschinengewehr-Korps Mitte 1916 zugeteilt, welches damit begann, die ersten Mannschaften dafür bereitzustellen und auszubilden. Der Tank Mark I war ein großes und schweres Biest, welches durch einen einzelnen Daimer-105-PS-Benzinmotor angetrieben wurde, welcher sich in einer gepanzerten Kiste zwischen den beiden großen, rautenförmigen und durchgehenden Kettenlaufwerken befand. Ursprünglich war vorgesehen gewesen, einen Turm auf der Oberseite des Fahrzeuges zu installieren, aber dieser hätte die gesamte Konstruktion instabil gemacht, und so wurde stattdessen die Hauptbewaffnung aus zwei 6-Pfünder-Kanonen (57 mm) in Erkern an jeder Seite eingebaut. Jeder Erker hatte zudem ein einzelnes Lewis- oder Hotchkiss-Maschinengewehr und eine dritte derartige Waffe wurde als zusätzliche Verteidigung eingebaut. Die 6-Pfünder-Geschütze waren ehemalige Waffen der Marine, da die Armee auf Anfrage keine Kanonen zur Verfügung stellte. Der Tank Mark I wurde durch Panzerplatten geschützt, mehr …

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