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Maschinengewehr MG 34



Die deutschen Maschinengewehre MG 34, MG 15 und Knorr-Bremse MG 35/36.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

Vorgeschobener Gefechtsposten mit MG 34
Vorgeschobener Gefechtsposten in Nord-Afrika mit schwerem Maschinengewehr MG 34 mit Zieloptik über weite Schussentfernung.

Maschinengewehr Modell 34 (MG 34)



MG 34
Typ: Maschinengewehr.

Geschichte

MG 34 auf Dreibein mit Zielfernrohr
MG 34 auf Dreibein mit Zielfernrohr für entferntes Unterstützungsfeuer bei der Verteidigung Süd-Italiens. Die Soldaten sind immer noch in Tropen-Uniform von den Kämpfen in Nord-Afrika gekleidet.

Nach den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs hatte man bei der deutschen Armeeführung sehr feste Vorstellungen hinsichtlich der Rolle des MGs. Es wurde als die Hauptwaffe der Infanterie angesehen, die von den Gewehrschützen unterstützt wurde. Das MG war die tödliche Waffe und alle Anstrengungen wurden unternommen, um diese Waffe möglichst wirksam zu machen. Nach dem Waffenstillstand 1918 machten die alliierten Abrüstungs-Kommissionen mit den verschiedenen deutschen Waffenherstellern kurzen Prozess und erließen weitgehende Beschränkungen. Anders als in den Siegerländern gab es deshalb in Deutschland keine großen Probleme mit alten Waffen aus dem Ersten Weltkrieg, als Hitler 1933 an die Macht kam und die Wiederaufrüstung betrieb. Die deutsche Wehrmacht brauchte deshalb ein neues Maschinengewehr. Aufgrund der Vorstellungen hinsichtlich des taktischen Einsatzes und guter Konstruktionen erhielt die Wehrmacht einige der besten Maschinengewehre, die während des Ersten Weltkrieges entwickelt worden waren – Waffen, deren Konstruktion und Handhabung kommende Entwürfe entscheidend beeinflussten.

Eines der Probleme der deutschen Waffenkonstrukteure in den frühen Jahren nach dem 1. Weltkrieg war das Problem, überhaupt tätig sein zu können. Einmal war es den Deutschen nicht gestattet, bestimmte Waffen zu produzieren, jene aber, deren Produktion erlaubt war, durften nur in kleinen Mengen hergestellt werden. Um nicht alle bewährten Konstrukteure auf die Straße setzen zu müssen, ersannen die Waffenfabriken die verschiedensten Auswege. Die bekannten Rheinmetall-Werke beispielsweise kauften die Mehrheit einer kleinen Schweizer Ingenieurfirma und gründeten sie zur Waffenfabrik Solothurn um. Die Welt mochte glauben, in der Schweiz gäbe es unheimlich gute und clevere Waffenkonstrukteure, tatsächlich war jeder neue Entwurf der Waffen, welche die Werke in Solothurn verließen, in Düsseldorf entstanden. Über die Waffenwerke Solothurn war es Rheinmetall möglich, Einfluss auf die österreichischen Waffenwerke Steyr zu nehmen. So wurden die Waffen in Deutschland konstruiert, in der Schweiz wurden die Prototypen hergestellt und erprobt, die Produktion erfolgte dann in Österreich und von hier aus erfolgte auch der Verkauf. Eine dieser neuen Waffen, die aus dieser kombinierten Produktion kamen, war das MG 30.

MG 34
Leichtes Maschinengewehr MG 34
Dieses MG 30 war ein sehr durchdachter Entwurf, der mit dem Rückstoß des Laufes arbeitete. Stieß der Lauf zurück, wurde der Verschluss durch zwei Rollen gelöst, die in Schienen am Schaft des MGs entlang liefen. Der Lauf glitt dann wieder in die Schussposition zurück, dabei klappte der Verschluss kurz nach hinten, warf die Patronenhülse aus und lud neu durch. Geladen wurde das MG 30 mit Gurten von jeweils 50 Schuss, abgefeuert werden konnten bis zu 800 Schuss pro Minute. Aufgrund der sorgfältigen Konstruktion war die Waffe sehr Schuss-stabil und genau, doch aus bis heute unbekannten Gründen konnte sich die deutsche Wehrmacht nicht zur Übernahme dieses Maschinengewehrs entschließen. Nach einigen Modifikationen wurde die Waffe erneut angeboten und diesmal wurde sie angenommen. Das Endresultat war das MG 34, es wurde zum Standard-MG der deutschen Wehrmacht. Wie man es von einer solchen Herstellerfirma erwarten konnte, war die Waffe außerordentlich solide.

Die wichtigste Funktion des MG 34 war aber eher taktisch als mechanisch, es war das erste ‘Universelle’ Maschinengewehr. Ausgerüstet mit Zweibein wurde es als leichtes Maschinengewehr des Infanterie-Zuges verwendet, auf einem Dreibein, was den Rückstoß und die Vibration verringerte und den Schützen weniger ermüdete, war es das schwere MG, oder auf verschiedenen leichten Zweibeinen mit einem Sattel-Trommel-Magazin war es eine gute Luftabwehr-Waffe.

Zwei Jahre nach der Einführung nahm die Waffenfabrik Mauser die Massenproduktion im Jahr 1936 auf. Daneben bauten weitere Waffenhersteller in Deutschland das Maschinengewehr, sowie später Steyr in Österreich und die Firma ZB im Protektorat Böhmen und Mähren.

MG 34 mit Dreibein
MG 34 mit Dreibein.
Als schweres Maschinengewehr erhielt das MG 34 ein Dreibein. Die Waffe wurde an einem gefederten Rahmen befestigt, wodurch die destabilisierende Wirkung der Rückstoßkräfte beim Dauerfeuer sich reduzierte. Das Dreibein hatte einen großen Schwenkbereich und konnte auch zur Luftabwehr aufgerichtet werden. Zum Transport konnte es zusammengelegt werden und war mühelos zu tragen.
Dazu konnte ein Zielfernrohr für Langstrecken-Unterstützungsfeuer angebracht werden und es gab eine Vorrichtung zum Laufwechsel, ohne dass die Waffe deshalb hätte abgebaut werden müssen. Nach einer kleineren Modifikation konnte dieses Dreibein dann auch für das Maschinengewehr Modell 42 verwendet werden.

Das MG 34 hatte nur einen wirklichen Nachteil: Es war zu gut. Die hohe Qualität der Konstruktion erforderte einen präzisen und langen Herstellungsprozess und so waren nicht weniger als fünf Fabriken während des 2. Weltkrieges mit nichts anderem beschäftigt, als MG 34 auszuliefern. Mit Beginn des Krieges in Russland war das nicht mehr praktikabel und so wurde ein neuer Entwurf gesucht und in dem MG 42 gefunden. Trotzdem wurde das MG 34 den ganzen Krieg hindurch weiter gebaut und auch verwendet.

Bilder MG 34

Animation 3d-Modell MG 34


Weitere deutsche Maschinengewehre

MG 15
Leichtes Maschinengewehr MG 15

Maschinengewehr 15

MG 15
Typ: Leichtes Maschinengewehr.

Geschichte

Die deutsche Firma Rheinmetall gründete 1929 eine Tochtergesellschaft in der Schweiz, die Waffenfabrik Solothurn AG, welcher als Prüf- und Versuchsstandort für Konstruktionen dienen sollte, die in Deutschland nicht hergestellt werden durften.
Schon kurz nach der Eröffnung bot Solothurn auf dem Prinzip des Maschinengewehrs Solothurn S2-200 eine automatische Flugzeugwaffe an, welche später durch eine verbesserte Konstruktion, das luftgekühlte MG 30, ersetzt wurde. Im Jahr 1932 wurde eine modifizierte Version dieser Waffe von Rheinmetall für die deutsche Luftwaffe hergestellt, und dies war das ursprüngliche MG 15.

Der Abschuss einer Patrone erfolgt durch einen kurzen Rückstoß und der Mechanismus im Inneren ist ziemlich kompliziert. Denn während sich der Lauf und der Verschlussblock zurückbewegen, wird der Block durch zwei Rollen gedreht, die in Schienen im Waffengehäuse verlaufen. Diese Drehung entriegelt die Verschlussnasen vom Lauf und der letzte Teil der Rückstoßbewegung betätigt einen Beschleuniger, der den Verschlussblock nach hinten wirft.
Die Munitionszuführung erfolgt über ein Doppeltrommelmagazin, das sattelförmig über dem Gehäuse angebracht ist und abwechselnd von beiden Seiten neue Patronen zuführt, wodurch das Gewicht gleichmäßig verteilt wird.
Das Gesamtergebnis war ein sehr solides Maschinengewehr für die Verwendung in Flugzeugen. Die Masse des Laufs neigte dazu, eine Menge der Rückstoßkräfte zu absorbieren, aber der leichte Verschlussblock und das Beschleunigungsgetriebe ergaben eine ziemlich hohe Feuerrate. Daher war es als Flugzeugbewaffnung sehr erfolgreich.

Mit dem Fortschreiten des Krieges wurde das MG 15 in den Flugzeugen jedoch durch schwerere Kaliber-Waffen verdrängt, und gleichzeitig gab es eine ständige steigende Nachfrage des Heeres nach mehr Maschinengewehren. Als Folge davon wurde das MG 15 im Jahr 1944 als Infanteriewaffe übernommen und mit einem einfachen Schaft, einem Rohrmantel mit Zweibein und einem Tragegriff ausgestattet.
Als Maschinengewehr für den Landkrieg hatte es die gute Eigenschaft, dass der Schaft in einer Linie mit dem Lauf lag, was eine sehr geringe Neigung zum Hochziehen und eine stabile Waffe beim Abfeuern ergab. Aber das ist so ziemlich das einzig Gute, was man über dieses Maschinengewehr im Dienst der Infanterie sagen kann.
Die Spezifikationen am Ende dieser Seite erzählen nämlich den Rest der Geschichte: denn kein leichtes Infanterie-Maschinengewehr sollte 1,32 Meter lang sein und 12,7 kg wiegen, wenn es ungeladen ist. Selbst das Bren-MG, welches kein Leichtgewicht war, hatte nur eine Länge von 1,18 Meter und wog 10 kg.
Das MG 15 war zu sperrig, um eine erfolgreiche Infanteriewaffe zu sein. Eine bestimmte Menge davon musste verwendet werden, weil es nicht genügend andere Maschinengewehre gab, aber sie waren bei der Truppe niemals beliebt, obwohl sie genau und zuverlässig waren.


Knorr-Bremse
Leichtes Maschinengewehr Modell 1935/36 Knorr-Bremse

Maschinengewehr Modell 1935/36 (Knorr-Bremse)

MG 35/36
Typ: Leichtes Maschinengewehr.

Geschichte

Dieses Maschinengewehr stammt ursprünglich aus Schweden und wurde 1932/1933 vom deutschen Waffenkonstrukteur Hans Laufen und dem Schweden Przkalla patentiert. Bekannt als LH33 hatte es das schwedische Standardkaliber 6,5 mm und verwendete das Magazin des BAR (Browning Automatic Rifle). Die Waffe wurde verschiedenen Nationen angeboten und auch kurz vor dem Krieg in Großbritannien getestet, wurde aber in allen Fällen abgelehnt.

Hans Laufen verkaufte daraufhin die Patente an die deutsche Firma Knorr-Bremse in Berlin-Lichtenberg, die sich bis dahin ausschließlich mit der Herstellung von Autobremsen beschäftigt hatte. Wahrscheinlich angelockt durch die Aussicht auf einen großen militärischen Auftrag der expandierenden Wehrmacht, entschied sich Knorr-Bremse, in das Waffengeschäft einzusteigen und produzierte die Waffe mit einigen leichten Änderungen als MG Modell 1935/36.
Das deutsche Heer war jedoch ebenso wenig beeindruckt wie alle anderen zuvor und lehnte die Waffe ab. Es konnten aber einige Exemplare an die Waffen-SS verkauft werden, die sie vor allem als Übungswaffen einsetzte, bis sie über genügend Standard-Maschinengewehre verfügte.
Daraufhin wurde das MG 35/36 an die verschiedene fremdländische Verbände der Waffen-SS weitergegeben, die zu diesem Zeitpunkt in Russland kämpften. Auch wurde die Waffe nach Finnland exportiert.

Die Knorr-Bremse war ein recht konventionelles, gasbetriebenes leichtes Maschinengewehr, das aus einem Kastenmagazin auf der linken Seite gespeist wurde. Ungewöhnlich war jedoch, dass sich der Gaskolben über dem Lauf befand.
Der Lauf konnte durch eine Schnellspannmutter am Verschlussende schnell gewechselt werden, und aus einem unbekannten Grund waren die letzten drei Zentimeter des Laufs an der Mündung glatt gebohrt.
An der Mündung war ein Mündungsfeuerdämpfer angebracht und an dem Gaskolben über dem Lauf war ein Zweibein befestigt. Ein gefährliches Merkmal war die Sicherung, denn bei unvorsichtiger Anwendung konnte sie den Bolzen zu drei Vierteln gespannt halten, ohne dass der Abzug eingerastet war, sodass ein nachträgliches Loslassen der Sicherung bei eingelegtem Magazin den Bolzen lösen und eine Patrone laden und abfeuern konnte.

Der Kolben war auch eine Ursache von Problemen mit der Waffe, da seine Befestigung am Rahmen zu schwach war, um den Schussvibrationen standzuhalten. Daher neigte der Kolben dazu, sich zu lösen und abzufallen, während die Waffe feuerte, was für den Schützen gelinde gesagt ziemlich ärgerlich war.


Spezifikationen deutsche Maschinengewehre

Spezifikationen:

SpezifikationenMG 34MG 15MG 35/36 (Knorr-Bremse)
TypMaschinengewehrleichtes Maschinengewehr=
Kaliber 7,92 mm ==
Länge 121,92 cm132,60 cm128,30 cm
Gewicht 12,1 kg 12,58 kg10,72 kg
Lauf 62,87 cm mit 4 rechtsläufigen Zügen59,69 cm mit 4 rechtsläufigen Zügen69,215 cm mit 4 rechtsläufigen Zügen
MagazinGurtMagazin mit 75 PatronenMagazin mit 20 Patronen
FunktionRückstossRückstoss; DrehbolzenGas; Kippbolzen
Geschoßgeschwindigkeit 760 m/s 754 m/s792 m/s
Feuergeschwindigkeit 850 Schuss/min. 850 Schuss/min. 500 Schuss/min.

Einsatzstatistik:

AngabenMG 34MG 15MG 35/36 (Knorr-Bremse)
Hersteller Mauserwerke AG in Berlin, Stey-Daimler-Puch AG in Österreich, Waffenwerke Brünn in TschechoslowakeiRheinmetall AG (Düsseldorf)Knorr-Bremse AG (Berlin-Lichtenberg)
Produktionszahlen 1942 (alle MG's für Infanterie) 77.340 ==
Produktionszahlen 1943 (alle MG's für Infanterie) 165.527 ==
Produktionszahlen 1944 (alle MG's für Infanterie) 278.164 ==
Produktionszahlen Januar und Februar 1945 (alle MG's für Infanterie) 56.089 ==
Stückpreis 372 Reichsmark, auf Dreibein 400 RM ??


button goFür Maschinengewehr 42 siehe: MG 42

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Es war vorhersehbar, dass dies ein extrem sauberes und fortschrittliches Flugzeug aus einer betonten Ganzmetall-Konstruktion werden würde, mit einer glatten und bündig genieteten Außenhülle. Der konisch geformte Flügel war auf dem schlanken Rumpf angebracht und die zwei Strahltriebwerke befanden sich unter dem Flügel in Gondeln mit dem gleichen Abstand zur Mittellinie, wie dies bei einem Kolbenmotor der Fall gewesen wäre. Ganz vorne in der Nase befand sich das einsitzige Cockpit und die gesamte Nase war mit Plexiglas verkleidet. Der Pilot gelangte an Bord durch das herunterziehen einer einziehbaren Stufe auf der linken Seite, kletterte Trittstufen an der linken Seite hoch und schließlich durch eine Dachluke. Diese Luke konnte abgesprengt werden, aber es gab keinen Schleudersitz und dieser Notausstieg war eine zweifelhafte Angelegenheit. Das Cockpit selbst war jedoch geräumig, komfortabel und gut ausgelegt und mithilfe der Motoren unter Druck gesetzt. Die herausfordernde Spezifikation einer Reichweite von 2.200 Kilometern erforderte, dass nahezu der gesamte dahinter liegende Rumpfbereich mit Treibstofftanks ausgefüllt werden musste. Diese Treibstofftanks wurden durch Einlässe im oberen Rumpfbereich betankt. Alle Fluginstrumente wurden manuell bedient und waren von konventioneller Art, die Querruder waren vom Frise-Typ mit scharfer Vorderkante und die Höhenruder und Ruder hatten eine besondere Massenbilanz sowie ein kombiniertes Ausgleichsgewicht im Rumpf. Die Höhenlage des Höhenleitwerks konnte zum Trimmen durch einen großen Hebel im Cockpit geändert werden, welcher eine Schraubenzieher bewegte. Innen- und außen von den Motorengondeln befanden sich hydraulisch betätigte, einfache Klappen mit einem maximalen Winkel von 45° zur Landung. Es war vorgesehen, dass die großen Fotokameras zur Aufklärung im hinteren Rumpfteil eingebaut werden. Das einzige Merkmal, welches völlig unkonventionell war, war das Fahrwerk. Im Nachhinein gesehen sollte dies eigentlich keine Probleme bereitet haben, aber die Konstruktionsmannschaft bei Arado sah im ersten Moment keine Möglichkeit, ein normales Fahrgestell zu verwenden. Im schmalen Rumpf, voll mit Treibstoff, war kein Platz für einziehbare Haupträder, noch konnten Landeräder an den Triebwerksgondeln oder den Flügeln angebracht werden, da die hohe Position der Flügel außergewöhnlich lange Flügelräder erfordert hätte. So schlug Arado dem Reichsluftfahrtministerium mehrere unkonventionelle Möglichkeiten vor und der Stab im Ministerium wählte die ungewöhnlichste Anordnung. Beim Start saß die Ar 234 auf einem großen dreirädrigen Wagen und Landen sollte sie auf einer zentralen Kurve mit kleineren Stabilisierungs-Kufen unter den Motorgondeln. Unnötige Verzögerungen und Erprobung Für das Flugzeug wurde das Junkers 109-004A Strahltriebwerk ausgewählt. 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Wenn Junkers die Strahltriebwerke früher an Arado geliefert hätte, wäre die Ar 234 ein Jahr früher zum Einsatz gekommen und in der Nachfolgezeit auch in wesentlich größeren Stückzahlen an der Front erschienen. Als der Prototyp endlich fliegen konnte, stellten sich die Flugqualitäten der Ar 234 als herrlich heraus. Vom Stützpunkt Rheine und mit dem Chef-Testpiloten Selle, förderte das Erprobungsprogramm keine wesentlichen Probleme zutage und von Beginn an hatte jeder Testpilot, welcher die Ar 234 flog, nur großartiges über die Handhabung zu berichten. Allerdings benötigtes es bis zu zehn Testflüge mit jeder Maschine, bevor die Querruder ausreichend genau eingestellt waren. Dagegen bereitete der Startwagen und die Landekufen unendliche Probleme. Beim Erstflug wurde der große Startwagen, wie vorgesehen, aus einer Höhe von 60 Metern abgeworfen, aber dessen Fallschirm öffnete sich nicht und so wurde der Wagen beim Aufschlag auf den Boden zerstört. 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Auf Geheiß letzteren wurden die deutschen Soldaten ohne Winterausrüstung oder ausreichende Reserven und Verstärkungen losgeschickt, denn vor dem Wintereinbruch sollte ja alles vorbei sein – oder ‘musste alles vorbei sein’, denn sonst wäre ja eigentlich sowieso schon alles verspielt, wie dem Führer in klaren Stunden durchaus bewusst war. Hitlers Charakter ignorierte dies dann aber in zunehmender Selbsttäuschung bis zum Schluss erfolgreich. So ließ der recht frühe Wintereinbruch den als entscheidend erhofften deutschen Angriff auf Moskau im Schnee steckenblieben und Marschall Schukow konnte am 5. Dezember 1941 mit einer überraschenden Gegenoffensive mit bestens für den Winter ausgerüsteten Sowjetsoldaten beginnen. Drei Tage später ging dann die Führerweisung Nr. 39 ein, in welcher der ‘Übergang zur Verteidigung’ befohlen wurde. 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Sie umfasste ein Hauptquartier, Ausbildungseinrichtungen, zwei Infanterie-Divisionen mit zwei weiteren in der Aufstellung, eine unabhängige Gebirgs-Brigade und eine gepanzerten Kavallerie-Brigade mit einer Gesamtstärke von 72.000 Mann. Die polnischen Armee-Einheiten in Frankreich: Polnische Exil-Armee in Frankreich: Als der deutsche Angriff begann, war nur die Hälfte der polnischen Armee fertig aufgestellt. Die 3. und 4. Infanterie-Division wurden dazu verwendet, 12 Panzerabwehr-Kompanien zur Verstärkung französischer Divisionen zu formieren, während die 10. gepanzerte Kavallerie-Brigade nur einige Tage nachdem sie ihre neue Ausrüstung erhalten hatte, aufgeteilt wurde und eine Kampfgruppe davon direkt an die Front geschickt wurde. Die Gebirgs-Brigade, welche wie die französischen Chasseurs Alpins (Alpenjäger) gegliedert war – wenn auch nur wenige ihrer Männer etwas über Berge wussten – wurde nach Norwegen abtransportiert. Während des Frankreich-Feldzug erlitten die 1. Grenadier-Division und 2. Infanterie-Division schwere Verluste, bevor sie über die Grenze zur Schweiz abgedrängt und dort interniert wurden. Von den insgesamt 83.000 Mann in den polnischen Exilstreitkräften am 15. Juni 1940 konnten 24.000 nach England evakuiert werden, wo sie mit den schon 3.700 Polen in der englischen Royal Navy und Royal Air Force zusammengefasst wurden. 5.000 Mann befanden sich noch im Mittleren Osten und 50.000 Polen sind in Frankreich gefallen, in Kriegsgefangenschaft geraten oder im Ausland interniert worden. Organisation der polnischen Armee Die 1. Grenadier- und die 2. Schützen-Division verfügten über jeweils drei Infanterie-Regimenter, ein Regiment Feldartillerie und ein Regiment mittlerer Artillerie, ein Pionier-Bataillon, eine Pionier-Kompanie, eine Aufklärungseinheit, ein Nachrichten-Bataillon, eine Funktelegrafen-Kompanie, eine Divisions-Panzerabwehr-Kompanie, zwei Transportkompanien, ein Zug Militärpolizei und verschiedene, andere Dienste. Insgesamt ergab dies 16.000 Mann in jeder der beiden Divisionen. Die 3. und 4. Infanterie-Division hatten beide nur zwei Infanterie-Regimenter, wenn es auch vorgesehen war, ein drittes zu einem späteren Zeitpunkt hinzuzufügen. Die unabhängige Hochland-Brigade bestand aus zwei Demi-Brigaden (Halb-Brigaden) zu je zwei Bataillonen mit jeweils drei Schützen und einer Unterstützungs-Kompanie, bewaffnet mit Gewehren und Pistolen und unterstützt durch fünfzehn 60-mm und fünfzehn 81-mm-Granatwerfer sowie 25 Panzerabwehr-Kanonen. Ihre Stärke war 182 Offiziere, 45 Offiziers-Kadetten (Aspiranten), 742 Unteroffiziere und 3.809 Mann anderer Ränge. Die 10. Panzer-Brigade wurde aus Soldaten der ehemaligen polnischen Panzer-Brigade gebildet, welche nach der polnischen Niederlage in Ungarn interniert wurden. Die Männer erreichten anschließend Frankreich in kleineren Gruppen. Bis zum Juni 1940 bestand die Stärke aus 3.323 Mann aller Ränge. Sie wurden in ein Panzer-Regiment aus zwei Bataillonen mit insgesamt 90 Renault R-35 Panzer organisiert. Dazu kam ein motorisiertes Kavallerie-Regiment aus zwei Bataillonen, eine Artillerie-Batterie aus zwei Trupps mit 105-mm-Kanonen, ein Panzerabwehr-Trupp mit 25-mm-Pak, Nachrichten-Staffel, Pionier-Kompanie und sonstige Dienste. Zudem gab es eine angegliederte ‘Kampfgruppe’, welche aus 102 Offizieren und 1.607 Mannschaften bestand. Uniformen Die polnischen Soldaten in Frankreich erhielten zuerst veraltete Horizont-blaue Uniformen, welche aus dem Ersten Weltkrieg zurückgeblieben waren. Diese wurden aber nach und nach durch die neuen Standard-Uniformen in Khaki-Farbe ersetzt. Die polnischen Offiziere, welche immer noch über ihre vor bis 1939 hergestellten polnische Uniformen verfügten, trugen diese oft außerhalb des eigentlichen Dienstes. Die Standard-Uniform für Offiziere bestand aus einer Seitenkappe, einem offenen einreihigen Khaki-Uniformrock mit Khaki-Hemd und Schlips. Dazu passende Stiefelhosen mit entweder braunen Schnürstiefeln oder hohen schwarzen Stiefeln. Die Ausrüstung bestand aus braunem Ledermaterial, ebenso wie bei den französischen Offizieren. Mannschaften erhielten auch die Standard-Felduniform in Khaki und die Hochland-Brigade, welche nach Narvik in Norwegen geschickt wurde, erhielt zusätzliche Kleidung und Ausrüstung der französischen Gebirgstruppen. Andere Formen der Kopfbedeckung für Mannschaften waren Khaki-Baretts für Gebirgstruppen, schwarze Baretts für die Panzertruppe und die zwei Modelle des französischen Stahlhelmes an der Front, auf welchen der polnischen Adler in weißer Farbe vorne aufgemalt wurde. Polnische Armee in England Polnische Truppen begannen ab dem 24. Juni 1940 in England einzutreffen. Im September 1940 wurde ein polnisches Korps gebildet, welches ein Hauptquartier, zwei Schützen-Brigaden und den Kader für eine Dritte, sowie verschiedene Unterstützungs- und Versorgungseinheiten umfasste. Der anhaltende Mangel an Soldaten, vor allem an verschiedenen Spezialisten, und der generelle Mangel an Ausrüstungsgegenständen aller Art, welcher zu jener Zeit in England herrschte, führte jedoch zu Verzögerungen bei der Fertigstellung der Formationen. Gegen Ende des Jahres 1940 war die Stärke des Korps 3.498 Offiziere und 10.884 Mannschaften, womit die polnische Armee der bei weitem bedeutendste Teil der Exilstreitkräfte in England war. Der Mangel an Artillerie wurde durch Eingliederung eines englischen Regimentes mittlerer Feldartillerie behoben. Da es keine gepanzerten Kampffahrzeuge gab, bildeten polnische Panzerbesatzungen Infanterie-Einheiten. Die polnischen Soldaten, welche nach dem Fall von Frankreich in Großbritannien eintrafen, trugen französische Uniformen und behielten diese, bis ab Juli 1940 britische Uniformen ausgegeben werden konnten. Trotzdem wurde noch für einige Monate der französische Adrian-Helm zusammen mit den britischen Uniformen getragen, bis auch diese ersetzt werden konnten. Dagegen wurde der französische Helm für motorisierte Truppen weiterhin verwendet, da dieser beliebt und zudem praktisch war. Erst nachdem eine britische Alternative gefunden werden konnte, wurde er ersetzt. Die Offiziere, welche noch ihre polnische Vorkriegsuniform hatten, verwendeten diese weiterhin. Auf der Kopfbedeckung, welche entweder aus der viereckigen polnischen Czapka oder der Seitenkappe bestand, erschien der polnische Adler aus weißem Metall. Auf dem Barett bestand er aus Stoff und auf den verschiedenen Arten der Helme wurde er in gelber Anti-Gas-Farbe gemalt. Am oberen Ärmel trugen die Polen ein rotes Stück Stoff mit der Inschrift ‘Poland’ in Weiß. Polnische Rangabzeichen wurden weiterhin getragen und an den Schultergurten und der Kopfbedeckung zeigte ein schmaler Stoffkragenspiegel das Regiment oder die Waffengattung an. Polnische Luftwaffe Die Besatzungen von 84 polnischen Flugzeugen, welche im Oktober 1939 nach mehr …

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