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Luftwaffe

Deutsche Luftstreitkräfte im Zweiten Weltkrieg

Teil I: Die siegreichen Jahre 1939 bis 1941.
Geschichte der deutschen Luftwaffe in der ersten Kriegshälfte und Fliegerasse im internationalen Vergleich.

Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Hermann Göring
Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Hermann Göring, zu diesem Zeitpunkt im Rang eines Generalfeldmarschalls, gratuliert den Männern des I/StG77 in Radom (Polen) im September 1939 für ihre erfolgreichen Kampfeinsätze während der ersten Phase des Polenfeldzuges. Andere höhere Luftwaffenbefehlshaber im Bildvordergrund sind: zweiter von links nach Göring, Generalmajor Wolfram von Richthofen, Kommandeur des Fliegerkorps zu welchem der Stuka-Verband gehört, vierter von links, Generaloberst Erhard Milch als Generalinspekteur der Luftwaffe und fünfter von links, Generalleutnant Hans Jeschonnek als Chef des Stabes der Luftwaffe.

Die deutsche Luftwaffe

Spitfire von Bf 109 verfolgt
Schlacht um England 1940. Vom Unternehmen Seelöwe zur Luftschlacht um England (Battle of Britain) vom Adlertag bis zum 'Blitz'. Unternehmen
Fortgeschrittenen-Trainer vom Typ Arado 96
Piloten-Training und Jagdflieger-Asse der deutschen Luftwaffe in der Zweiten Hälfte des 2. Weltkriegs ab 1942 (Teil II). Siehe auch: Piloten-Training
HG-Wachkompanie in Karinhall
Aufstellung und Einsätze der Fallschirm-Panzer-Division HG der Luftwaffe. Teil I: Das Regiment General Göring 1935 bis 1941. Regiment General Göring
Bf 109 G-14
Kriegsgliederung der Luftwaffe vom 10. Januar 1945: Einsatzstärken und Ausstattung mit Flugzeugen der deutschen Luftflotten in der letzten Kriegsphase. Die
Sturzangriff eines Stuka
Einsatzleistung und Sturzflug-Taktik am Beispiel des Junkers Ju 87 Stuka, das tödlichste und moralisch wirksamste Erdkampfflugzeug aller Streitkräfte während der
Acht-Acht Flakbatterie im Erdkampf
Einsätze des Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring bei der Verteidigung Ostpreußens, bei der sowjetischen Winteroffensive und im Endkampf an der Ostfront 1944-45
Focke-Wulf Fw44C Basistrainer-Doppeldeckern
Piloten-Training der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg (Teil I: Verlauf der Ausbildung bis zu Anfang 1942). Piloten-Training der deutschen Luftwaffe
Bf 110 Nachtjäger nach Einsatz
Deutsche Luftstreitkräfte im Zweiten Weltkrieg Teil II: Die Luftwaffe in der zweiten Kriegshälfte und ihr unvermeidlicher Untergang. zu Teil I
Langstrecken-Jäger Ju 88C
Einsatzstärken und Ausstattung an Flugzeugen der deutschen Luftflotten am 20. September 1942. Die deutsche Luftwaffe in der zweiten Jahreshälfte 1942
die deutsche Luftwaffe in Polen
Einsatzstärken und Ausstattung an Flugzeugen der deutschen Luftflotten bei Kriegsbeginn und der Luftkrieg über Polen. Diese Kriegsgliederung der Luftwaffe gibt
Flak-Zug der 'HG'-Division
Aufstellung und Einsätze der Fallschirm-Panzer-Division HG der Luftwaffe. Teil II: Von der Brigade zur Division Hermann Göring 1942 bis 1943.
Ju 52 in Maleme gelandet
Unternehmen Merkur, die deutsche Luftlandung auf Kreta im Mai 1941. Angriffsplan, eingesetzte Truppen, die Kämpfe und Verluste. Unternehmen Merkur Als
Luftlandung in Holland
Deutsche Luftwaffe und Luftlandetruppen beim Westfeldzug im Mai 1940. Flugzeuge, Stärke und Organisation. Luftwaffe Für den Westfeldzug standen der deutschen
Gefreiter der HG-Division, bewaffnet mit Kar 98k und Gewehrgranate
Aufstellung und Einsätze der Fallschirm-Panzer-Division HG der Luftwaffe. Teil III: Von der Panzer-Division HG zur Fallschirm-Panzer-Division-1 Hermann Göring in Italien

Da sich diese Seite vor allem mit der deutschen Luftwaffe im 2. Weltkrieg (1939-1945) beschäftigt, wird davon ausgegangen, dass der Leser ein grundlegendes Wissen über die Vorkriegszeit hat: das Verbot der Produktion von Militärflugzeugen durch den Versailler Vertrag von 1919, das allmähliche Anwachsen der para- militärischen Flugaktivitäten in der Mitte der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, die heimlichen Flugzeugfabriken und Flugschulen in Deutschland und der befreundeten Sowjetunion, die Entwicklung von ‘Hochgeschwindigkeits-Postflugzeugen’ und ‘Sporteinsitzern’, welche später zu Bombern und Jagdflugzeugen wurden, das offene Geheimnis von der Existenz einer deutschen Luftwaffe nach Hitlers Machtergreifung 1933 und der Gründung des Dritten Reiches, die öffentliche Verlautbarung über das Bestehen der Luftwaffe zwei Jahre später am 1. März 1935, die Einsatzerprobung der neuen Kampfflugzeuge und Taktiken des modernen Luftkrieges im Spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 1939.

Auf diese Weise vorbereitet, begann die Luftwaffe den Zweiten Weltkrieg im September 1939 mit einer Frontstärke von fast 4.200 Flugzeugen. Die meisten Flugzeuge waren in Geschwader eingeteilt, mit der grundsätzlichen Ausnahme der Aufklärungsverbände. Jedes Geschwader war in normalerweise drei Gruppen unterteilt und jede Gruppe war wiederum in drei Staffeln aufgeteilt, wovon jede normalerweise 9-12 Flugzeuge stark war. Aufklärungsverbände waren normalerweise nur in Gruppen und Staffeln eingeteilt.

Ausgestattet mit solchen hervorragenden Kampfverbänden war es nicht sehr verwunderlich, dass die deutschen Luft- und Bodentruppen im ersten Jahr des Krieges sehr erfolgreich waren. Polen wurde in weniger als einen Monat überrollt, Norwegen – auch mithilfe der ersten Luftlandung in der Militärgeschichte – in zwei Monaten besetzt, Frankreich und die Benelux-Staaten waren bis Juni 1940 erobert. Für Hitler und Göring war die Theorie des Blitzkrieges nun voll bestätigt und sie sahen keine Notwendigkeit, in dem eigentlich sowieso schon gewonnen Krieg die Luftwaffe zu erweitern oder ihre Ausrüstung zu verbessern. Selbst im Angesicht der noch bestehenden Aufgabe, Großbritannien zu besiegen, wurde die Priorität für die Flugzeugproduktion erheblich reduziert. Das war der erste große Fehler, und führte zum ersten ernsthaften Versagen der Luftwaffe.

Bis dahin war die Luftwaffe fast nur als taktische Waffe zur Erringung der Luftüberlegenheit über dem Schlachtfeld und zur Unterstützung der Bodentruppen des Heeres eingesetzt worden und war zumeist nur auf wenig moderne feindliche Jagdabwehr gestoßen. Während der Schlacht um England im Sommer und Herbst des Jahres 1940 jedoch trafen die deutschen zweimotorigen Bomber auf die Jagdflugzeuge der englischen RAF und erwiesen sich als zu schwach bewaffnet. Dazu fehlte es dem deutschen Begleitschutz entweder an der notwendigen Beweglichkeit (im Falle der zweimotorigen Zerstörer vom Typ Bf 110) oder an der ausreichenden Reichweite (im Falle der Jagdeinsitzer Bf 109E), um die Bomber vor den englischen Jägern vom Typ Hawker Hurricane und Supermarine Spitfire Mk I und II ausreichend zu schützen. Im Oktober 1940 wurde die deutsche Luftwaffe gezwungen, ihre Bomber nur noch Nachts gegen die britischen Städte einzusetzen und diese als ‘Blitz’ bezeichneten Luftangriffe dauerten bis zum Frühjahr 1941 an.

Bomberbesatzung einer He111 des Löwengeschwaders (KG26) mit beschrifteten Regenschirmen
Eine Bomberbesatzung einer He 111 des Löwengeschwaders (KG26) mit beschrifteten Regenschirmen vor dem schweren Angriff auf Coventry, welche sie auf ihrem Flug über England abwerfen wollen.

In der Zwischenzeit verfolgte Hitler weiterhin seine ‘kontinentale Strategie’, was zur Eroberung des Balkans und der erfolgreichen, ersten strategischen Luftlandung der Militärgeschichte, auf Kreta führte. Hier konnte die Luftwaffe wieder gegen eine vergleichsweise schwache Gegenwehr als ‘fliegende Artillerie’ für das Heer eingesetzt werden, was sogleich auch große Erfolge einbrachte.
Allerdings war sie nicht in der Lage, diesen Erfolg auch gegen Malta dauerhaft zu wiederholen, was wohl auch daran lag, dass eine Insel nicht wie ein Flugzeugträger ‘versenkt’ werden kann. Dazu wurde die Luftwaffe ab 1941 durch die britischen Offensiven in Nordafrika in immer größerer Zahl gebunden, da sie nach dem Kriegseintritt von Italien am 10. Juni 1940 den Bundesgenossen erheblich unterstützen musste.

Während alle diese Operationen im Gange waren, spielte die Luftwaffe auch einen wichtigen Teil in der Bekämpfung der alliierten Schifffahrt in der ‘Schlacht im Atlantik’. Ihre Marineflugzeuge unternahmen, als Auftakt für die geplante Invasion Englands, Minenoperationen im Ärmelkanal und an der Ostküste der Britischen Inseln, griffen Schiffe in den britischen Küstengewässern an und die Fernaufklärungsbomber vom Typ Fw 200 Condor halfen den deutschen U-Booten feindliche Geleitzüge aufzufinden und auch Handelsschiffe daraus zu versenken. Diese Angriffe gegen die alliierte Schifffahrt dauerten seit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges an und ließen nicht vor Ende 1942 merklich nach.

Da die Luftwaffe so bereits an vielen Fronten zu kämpfen hatte, war es so ziemlich das letzte, was sie eigentlich wollte oder auch brauchte, die folgenschwere Entscheidung Hitlers, Russland im Juni 1941 zu überfallen. Die Kämpfe beim Unternehmen Barbarossa an der Ostfront verursachten erhebliche Anforderungen an die Luftwaffe, sowohl an Flugzeugen wie auch an das Personal.

t_arrow1 Teil II: Luftwaffe in der zweiten Kriegshälfte


Fliegerasse:

LandNameAbschüsse
Deutschland Hartmann, Erich352
Barkhorn, Gerhard301
Rall, Günther275
Kittel, Otto267
Nowotny, Walter258
Bautz, Wilhelm237
Rudorffer, Erich222
Bär, Heinz 220 (16 mit Me 262 )
Graf, Hermann212
Großbritannien Pattle, M.P.st.J.41
Johnson, J.E.38
Malan, A.G.35
Russland Kozhedub, Iwan Nikitch62
Pokryshkin, Alexander Ivanovich59
Rechkalow, Grigori Andreevich58
Gulayew, Niklai Dmitrievich57
Yewstigneew, Kirill Alekseevich52
USA Bong, Richard40

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